Live-Blog Australien: Eurovision – Australia Decides 2020

Es ist nicht wirklich „Absolutely Everybody“, der den Beitrag „Lessons of Love“ von Vanessa Amorosi als Favoriten für den australischen ESC-Vorentscheid „Eurovision – Australia Decides“ sieht. Aber von den ESC-kompakt-Lesern sind es die meisten. Doch wird sie am Ende auch die glückliche Siegerin sein? Der Vorentscheidungsstargast Måns Zelmerlöw ließ sich diesbezüglich nicht in die Karten gucken.

Måns wird voraussichtlich sein neues Duett mit Dami In präsentieren – Walk With Me

Nachdem Australien von 2015 bis 2018 seinen Beitrag für den Eurovision Song Contest immer intern nominiert hatte, ließ man im letzten Jahr erstmals Australien in einer Show entscheiden. Aus zehn Acts wählten sie Kate Miller-Heidke, deren Pop-Opera-Stück „Zero Gravity“ nicht zuletzt aufgrund seiner phänomenalen Bühnenshow schon jetzt ein Meilenstein der ESC-Geschichte ist. Ein 9. Platz in Tel Aviv war der verdiente Lohn.

Am Samstagvormittag deutscher Zeit entscheidet sich, wer in die großen Fußstapfen von Miller-Heidke treten wird. Diese zehn Kandidaten stehen zur Wahl – die Songs konntet Ihr Euch bereits hier anhören und über Euren Favoriten abstimmen. Hier sind sie in der Startreihenfolge:

  1. iOTA – Life
  2. Jordan-Ravi – Pushing Stars
  3. Jaguar Jonze – Rabbit Hole
  4. Jack Vidgen – I Am King I Am Queen
  5. Vanessa Amorosi – Lessons of Love
  6. Diana Rouvas – Can We Make Heaven
  7. Mitch Tambo – Together
  8. Casey Donovan – Proud
  9. Montaigne – Don’t Break Me
  10. Didirri – Raw Stuff

Wie im letzten Jahr findet „Australia Decides“ im Convention and Exhibition Centre von Gold Coast statt. Die Show beginnt am Samstag um 10:30 Uhr deutscher Zeit. Zuschauer, die nicht auf dem fünften Kontinenten leben, können die Sendung über den Facebook-Livestream des Senders SBS verfolgen. Nach der aktuellen Programmplanung soll die Show etwa zweieinhalb Stunden dauern. Bereitet Euch also ein etwas umfangreicheres Frühstück vor, damit Ihr nichts von der Party verpasst. Wir sind natürlich auch ständig mit dabei und kommentieren für Euch das Geschehen.

Welche zwei Songs gefallen Dir am besten bei Australia Decides 2020?

  • Vanessa Amorosi - Lessons of Love (21%, 133 Votes)
  • Montaigne - Don't Break Me (20%, 126 Votes)
  • Jaguar Jonze - Rabbit Hole (13%, 85 Votes)
  • Mitch Tambo - Together (11%, 73 Votes)
  • Didirri - Raw Stuff (8%, 48 Votes)
  • Jack Vidgen – I Am King I Am Queen (7%, 44 Votes)
  • Jordan-Ravi - Pushing Stars (6%, 38 Votes)
  • iOTA - Life (6%, 36 Votes)
  • Casey Donovan - Proud (4%, 28 Votes)
  • Diana Rouvas - Can We Make Heaven (4%, 24 Votes)

Total Voters: 423

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Guten Morgen, Europa. Good evening, Australia! Es ist soweit: Die Vorentscheidsaison nimmt ab heute gehörig Fahrt auf. Und in ein paar Minuten macht Australien den Anfang. Ich hoffe, Ihr seid bestens präpariert. Der Live-Stream auf Facebook ist offenbar noch nicht gestartet. Meldet Euch gern in den Kommentaren, wenn Ihr schon einen Blick auf das Programm habt.

Im Stream steht jetzt, dass es in knapp 2 Minuten losgeht. Hamburg-Hohenfelde ist bereit. So, der Countdown ist vorbei – aber es passiert nichts. Nun, abwarten und Tee trinken.

Ich habe ein Signal! Die Show startet und es gibt einen Einspieler, in dem die zehn Teilnehmer in ihrem künstlerischen und privaten Leben gezeigt werden. Sie erzählen, wie sie zu ihrem Australia-Decides-Song kamen und was der ESC für sie bedeutet.

Kate Miller-Heidke sitzt am Klavier und startet die Show mit „Zero Gravity“. Das Publikum scheint in bester Stimmung zu sein. Ob die S!sters am 27.2. auch den Auftakt der Show auf ONE machen?

Ich werde die zehn Beiträge nachher immer beschreiben und mit maximal 10 Punkten bewerten. Macht gern in den Kommentaren mit.

Die beiden Moderator*innen Joel Creasey und Myf Warhurst werden begrüßt und bedanken sich bei Kate. Joel verweist darauf, dass er ebenso „versatile“ ist wie Kate im künstlerischen Bereich. „Good morning, Europe!“

Der australische Auswahlprozess begann mit 600 Titeln auf der Website von SBS. Nun sind also 10 Beiträge übrig geblieben. Es wird der Abstimmungsmodus erläutert. Und dann gibt’s einen ersten Durchlauf – natürlich noch ohne Bühnenshow. Den meisten Applaus gab es nach meiner Wahrnehmung für Jaguar Jonze, Vanessa und Montaigne.

Ein kurzer Video-Rückblick auf den ESC in Tel Aviv und dazu gibt’s Kommentare von den zehn Acts für heute Abend. Auch die S!sters waren kurz zu sehen (aber nicht zu hören)! Und damit gehen wir in die erste Werbepause. Wir sehen auf Facebook stattdessen einen SBS-ESC-Trailer.

Und los geht es mit den Beiträgen. Der Künstler stellt jeweils sich und seinen Song im Einspieler vor.

1. iOTA – Life

Der Sänger steht in einem blauen glitzernden Samtanzug auf der Bühne. Allein tanzt und singt er. Nun kommen ein*e Trompeter*in und eine Keyboard-Spielerin dazu, die bei „High“ in die Höhe gezogen werden. Das ist alles sehr genderfluid. iOTA versucht, die Musiker in der Luft zu greifen. Der Song ist ja etwas 70er und glamrockig. Finde ich gar nicht so schlecht, aber nach hinten raus wird es doch etwas lang.

5/10 Punkte

Und gleich geht es weiter mit dem zweiten Beitrag.

2. Jordan-Ravi – Pushing Stars

Im Hintergrund ist eine alte Backstein-Fassade zu sehen. Jordan-Ravi ist hoch motiviert und strahlt über das ganze Gesicht. Er trägt eine glänzende Lederjacke und hat eine Akustik-Gitarre um den Hals, auf der er sehr aktiv spielt. Die „You-hu-hus“ sind etwas dünn. Das Lied ist eigentlich energetisch, wirkt aber etwas unstrukturiert. Oder ist die Stimme nur so dünn in der Abmischung? Zur Brücke geht er an den Bühnenrand und schüttelt Hände des Publikums. Nein, das ist zu dünn.

3/10 Punkte – schade

Schalte zu Myf in den Greenroom, der weiß und „icy“ wirkt. Kurzes Interview mit Kate Miller-Heidke. Sie bietet dem diesjährigen Sieger an, sie für die Vorbereitung zum ESC anzurufen.

Bevor es weitergeht, kommt … Werbung. Und schon sind wir zurück in der Show. Die Convention Hall sieht echt recht groß aus und ist gut besucht. Gleich geht es noch einmal zu Myf in den Greenroom. Da scheint für Jaguar Jonze ja einiges aufgebaut zu werden.

3. Jaguar Jonze – Rabbit Hole

Ihr Song ist über ihre PTSD – Posttraumatische Belastungsstörung. Sie sitzt in einem gelben Bühnenbild. Das Licht ist nervös flackernd. Schnelle Kameraschnitte. Das sieht toll aus und fesselt. Selbst trägt Jaguar ein weiß-gelbes Mädchen-Outfit. Sie bewegt sich zwischen verzweifelt und lasziv und singt teilweise auf dem Rücken liegend. Dann stößt sie die gelben Mauern weg und es taucht im Hintergrund die Band auf. Dann kommt noch die Michael-Schulte-Spirale – natürlich in gelb-schwarz. Der Song ist nicht sonderlich eingänglich, aber er ist auffällig und positiv polarisierend. Das ist wirklich Kunst!

8/10 Punkte

Einspieler mit Måns an der Goldcoast. Er hat keine Lust, den beiden Moderatoren zu helfen, sondern will lieber das leichte australische Leben genießen. Selbst-ironisch wie immer.

4. Jack Vidgen – I Am King I Am Queen

Der Sänger steht in einem schwarzen Outfit mit stark geschminkten Augen auf der Bühne. Im Hintergrund gesellen sich mehrere Tänzer mit quasi nackten Oberkörpern dazu. Wie auch schon iOTA ist er sehr gender-fluid. Der Gesang ist zwar gut, aber nicht so stabil oder voll. Gerade die hohen Töne sind recht dünn. Puh, das ist ein ganz schönes Gejaule am Ende. Also, sicher sauber gesungen, hat mich aber nicht abgeholt.

2/10 Punkte

Und nun kommt die Favoritin…

5. Vanessa Amorosi – Lessons of Love

Da hängen Autoteile in der Luft. Oh, es ist ein Autounfall und ein ausgebranntes Auto. Vanessa startet auf dem Rücken liegend zu singen und krabbelt dann der Kamera entgegen bevor sie aufsteht. Zum Refrain steht sie auf und der ist wahrlich kraftvoll. Mich irritiert zwar ihr tätowiertes Bein, aber nun ja. Sie nimmt teile ihres dunkelroten Umhangs ab. Also man muss schon sagen: singen kann sie nach wie vor. Auch die Kameraarbeit ist sauber und abwechslungsreich. Regnet es da wirklich auf der Bühne oder ist das nur ein Effekt? Das sieht super aus. Ich mag den Song nicht sonderlich, aber das ist ein 1a Paket.

9/10 Punkte

Werbepause. Es folgen ein Call mit dem Publikum und dann eine Schalte in den Greenroom und Gespräche mit drei Acts.

6. Diana Rouvas – Can We Make Heaven

Die Sängerin steht in einem petrol-grünem Abendkleid auf einem Podest und ist umgeben von einem großen Ring. Diana singt den ruhigen Auftakt sauber, der Midtempo-Refrain passt nicht so richtig dazu. Zur zweiten Strophe ändert sich der Hintergrund. Die Sängerin muss alle Emotionen über ihren Gesichtsausdruck und Handbewegungen vermitteln. Ich weiß nicht, das wirkt alles so generisch und gewollt. Zum Ende gibt es ein paar schöne lange Töne. Aber man weiß nie, wo das Lied wirklich hinwill.

4/10 Punkte

Gleich der nächste Act hinterher.

7. Mitch Tambo – Together

Der Sänger trägt seinen bekannten Kopfschmuck und hat ein Outfit an, das ein Indianer-Pyjama sein könnte. Dazu allerdings neongelbe Schuhe. Zum Refrain kommen Tänzer dazu, die Strophen trägt Mitch aber vollständig allein. Leider ist die Stimme nicht so überzeugend. Und das Lied ist auch eher mittel. Die Brücke jedoch ist authentisch, beeindruckend und fesselnd.

6/10 Punkte

Interview im Greenroom mit der Songwriterin von Casey Donovan. Dabei geht es um ein Coming Out.

8. Casey Donovan – Proud

Sie trägt ein klassisches schwarzes Abendkleid, das glitzert, und startet den Vortrag, indem sie zu ihrem Spiegelbild sing. Casey hat eine starke Stimme und singt sauber. Das Lied wirkt wie ein Song aus einem Musical. Dem Refrain fehlt etwas Catchiges, auch wenn die Brücke emotional und intensiv ist. Das Publikum jubelt. Eigentlich hat das Lied alles für eine ESC-Bühnen-Powerballade, und doch fehlt etwas.

7/10 Punkte

Ein Einspieler mit einem Gruß von Conchita Wurst, die Ende Februar beim Mardi Gras in Sydney sein und dann auch bei SBS auftreten wird. Werbung.

Weitere Interviews im Greenroom – mit Diana, Casey und Mitch. Dann der Einspieler von Montaigne. Und so sehr ich den Song in der Studio-Version mag, wenn ich sie mit dem Zirkus-Outfit sehe, bekomme ich es mit der Angst zu tun. Hoffentlich ruiniert sie den Song nicht damit.

9. Montaigne – Don’t Break Me

Also, wenn ich schon die lila Haare sehe. Und beim Intro wirkt es, als ob Montaigne lispeln würde. Sie tanzt mit ein paar Tänzerinnen, die ebenfalls lila gekleidet sind. Der Auftritt wirkt wie ein Waldorfschulen-Ballettkurs. Interessant ist die Beleuchtung, die im Wesentlichen von der Lampe über der Kamera kommt. Dadurch wirkt das aber alles noch umprofessioneller. Das ist zwar alles gut gemeint, aber funktioniert nicht. Leider, leider, leider. Das Publikum jubelt stellenweise trotzdem. Was für ein Verlust. Wer hat mein favorisiertes Lied so zerstört?

4/10 Punkte

Und damit kommen wir zum letzten Beitrag. Reicht dann auch langsam.

10. Didirri – Raw Stuff

Er beginnt am Klavier sitzend. Didirri trägt ein hellblaues Hemd und eine graue Hose. Das Bild wir teilweise geteilt und unten sind Wolken bzw. Naturaufnahme zu sehen. Das ist alles ganz schön … langweilig. Klar hat das eine Botschaft und das passt auch irgendwie – nur halt nicht auf die große ESC-Bühne. Dafür ist der Song zu schwach.

4/10 Punkte

Da hält sich auch der Applaus in Grenzen – und bei mir stockt der Stream. Mal schauen, ob es gleich weiter geht.

Jetzt läuft der Schnelldurchlauf. Jaguar Jonze fällt wieder auf. Tja, und vom Refrain her allein ist Vanessa doch schwächer. Holt sich am Ende Casey Donovan das Ticket für Rotterdam? Ich denke mal, eine Frau wird es heute werden. Und Montaigne wird’s wohl nicht.

Bevor Måns ran darf, gibt’s noch einmal Werbung. Und noch ein Schnelldurchlauf. Dann noch ein Einspieler über die Frisuren und Outfits der Künstler’innen.

Monz Selmerloh (so sprechen sie es aus) singt zunächst „Hero“ mit dem Original-Hintergrund. Und Måns kann auch noch seine Moves von 2015. Viel erfolg und Geschrei.

Countdown – und das Voting ist vorbei. Und erstmal wieder Werbung.

Und weiter geht es mit einem weiteren Pausenakt: Dami In singt „Marching On“. Auch sie begleitet sich selbst am Klavier; da scheinen heute ein paar richtige Musiker dabei zu sein.

Ein Einspieler mit Künstlern, die es knapp nicht ins diesjährige Australia decides geschafft haben. „Next year, guys!“ Ach, da waren aber wirklich ein paar ganz interessante Titel dabei.

Und wirklich schon wieder Werbung? Nun, denn. Weiter geht es mit … dem Ergebnis. 50% kommt vom Voting einer Jury, 50% jetzt von den TV-Zuschauern. Vorher aber doch noch Måns und Dami In mit „Walk With Me“.

Dami verkündet, dass sie nächstes Jahr beim Vorentscheid in Australien dabei sein wird. Sprechchöre rufen „Dami, Dami“.

Und nun endlich das Ergebnis. Zur Verkündung ist Jon Ola Sand extra eingeflogen. Der macht zum Ende seiner Amtszeit aber auch noch einmal alles. Sein Auftritt erfolgt zu „Rise Like a Phoenix“. Es ist sooo gay. Es folgt ein Interview mit ihm.

Jon Ola Sand sagt die magischen Worte: „Take it away“. Und dann geht er von der Bühne, ohne das Ergebnis zu verkünden. Das übernehmen dafür die beiden Moderatoren.

Los geht es mit dem Jury-Ergebnis: 11 Punkte für „Pushing Stars“. Jaguar nur 18 Punkte. 19 Punkte für „I am King I am Queen“ sowie für iOTA. 24 Punkte für Mitch und Diana Rouvas. 39 Punkte für Didirri. 40 Punkte für Proud. Und die Favoritinnen 42 Punkte für Vanessa und 54 Punkte für Montaigne. YEAH!

Jetzt das Televoting: 12 Punkte für „Pushing Stars“. 13 Punkte für iOTA. 15 Punkte für Jack. 18 Punkte für Diana Rouvas. Die sind also alle raus. 24 Punkte an für Didirri. Das wird also auch nichts.

28 Punkte für Rabbit Hole – sie ist leider auch raus. 33 Punkte für Mitch. Es gibt ein Favoriten-Rennen. 40 Punkte für Vanessa – sie ist raus!!!!

53 Punkte für Montaigne. Jetzt wir es spannend. Doch Casey???

MONTAIGNE SIEGT!!! Sie ist nur Zweite beim Televoting, aber liegt insgesamt vorn. Toll. Aber der Auftritt muss überarbeitet werden.

Hier das Endergebnis (rechts im Bild ist Casey zu sehen). Casey hatte die meisten Zuschauerstimmen, muss sich aber Montaigne knapp geschlagen geben, die beim Jury-Voting deutlich vorn lag. 

Montaigne tritt noch einmal auf und die Moderatoren verabschieden sich.

Ich bin super happy, dass es mein bevorzugter Song aus dem Vorentscheid geschafft hat. Aber bitte, Australien, arbeitet an dem Auftritt. Dann kann das in Rotterdam auch gut passen.

Damit bedanke ich mich für diesen unterhaltsamen Vormittag und wünschen allen noch viel Spaß bei den ganzen Live-Chats heute Abend sowie den Live-Blogs zum Finale in Malta und dem Finale von San Remo. Alles dazu findet Ihr hier auf dem Blog.


322 Kommentare

  1. Rabbit Hole
    Iota
    Dirridi

    Amorisi zu glatt und zu kreischig in den Strophen.
    Proud zu sehr same same im Vergleich zu Proud von 2019.
    Der Rest, vergessenswert.

  2. Die Jury hat dann wohl soeben Rabbit Hole verhindert. Das ist ja zum Kotzen. Das war doch nicht das zweitschlechteste Lied heute Abend!?!? Ich fass es nicht.

  3. Vanessa macht den Sheppard – beide international bekannten landen „nur“ auf Platz 3 bei Australia Decide.

    So – und ab jetzt bitte am Auftritt von Montaigne arbeiten!

  4. Die DNA-Jungs scheinen echt die Jury-Formel für ihre Songs raus zu haben. Und ich habe mein diesjähriges „Sebi“ gefunden: Alle finden es toll, ich find’s furchtbar.

    • Die Entscheidung geht bei mir auch definitiv so aus ! „Proud“ ist schlichtweg zu seicht und altbacken und wurde wohl nur wegen der Popularität von Casey gewählt. Die Niederlande sind 2005 mit einem ähnlichen Titel baden gegangen (OK, damals gab es keine Jury…)

      • Der Siegertitel ist ziemlich fad, aber das Herumgestolper mit Clownskrause gibt dem ganzem einen suberversiven Touch, so dass es dann doch irgendwas hat. Schade, dass das bis Rotterdam garantiert geändert wird. 😁

  5. Montaigne ist keine so schlechte Wahl. Aber nicht so ein Burner wie Rabbit Hole.
    Vanessa Amorosi bleibt zu Hause. Eine Schreiballade weniger in Rotterdam. Gut so.

    Wieso die Jury Jaguar so abstraft ist mir ein Rätsel. Bin entsetzt.

  6. Versöhnliches Ergebnis, auch wenn ich etwas traurig bin, dass Jaguar vergleichsweise enttäuschend abgeschnitten hat. Und über Caseys Platzierung bin ich sehr überrascht, sie scheint doch sehr populär zu sein in Australien. Das mit Montaigne kann in Rotterdam richtig gut werden…

  7. Was ich sehr angenehm finde, ist, dass es in anderen Ländern übehaupt kein Thema zu sein scheint, wenn der Televoting-Favorit am Ende nicht gewinnt (außer, man gewichtet so merkwürdig wie in Rumänien letztes Jahr). In Deutschland wäre jetzt Holland in Not 😀

  8. Letztes Jahr mochte ich Zero Gravity nicht nachm Vorentscheid und wurde dann zum Grower wegen des Auftritts. Daher glaube ich Australien kann vorne mitspielen, hab eh das Gefühl, dass eine Frau gewinnen wird 🙂
    Darf Destiny den Titel „Proud“ übernehmen 🙂

  9. Ich sehe es wie Frau Nachbar:

    Oje.

    Vielleicht gibt es ja ein Zero Gravity-Moment? Naja, der Song polarisiert aber so null, weil man ihn einfach so schnell vergisst. Ich habe das Gefühl, die Jurys werden den Song wieder lieben. Australien verharrt wieder dort, wo es von 2015 bis 2018 konstant war: weit unten.

  10. Ich habe den Song nur im Dacapo gesehen und gehört. Aber da hat sie doch kaum einen Ton getroffen. Ich hoffe für sie, dass das nur am Siegestaumel lag.

  11. Ich bin sehr zufrieden mit der Wahl :). Interessanter Song und es wird sicher im Finale landen. Dort dann aber irgendwo im nirgendwo.

    Rabbit hole fand ich persönlich furchtbar und überbewertet. Weder das Lied noch das Staging haben mich positiv überzeugt.

  12. Hätte nicht gedacht, dass Montaigne es schafft, da ich sie eigentlich für zu speziell hielt.
    Ich fand ihren Auftritt auch gar nicht so unpassend. Das war eine richtig persönliche Performance und entsprach der Einstellung Montaignes , die im Einspieler sagte Ernstes immer auch mit etwas Humor zu nehmen.

  13. Na, da lag ich mit meiner Vorhersage in Australien nach den Auftritten ja (leider?) ganz gut… Mal sehen wie es heute Abend weitergeht, da gibts dann übrigens mein Liveblog-Debüt aus Lettland hier auf dem Blog. Und hoffentlich kommentiert auch der ein oder andere trotz Mello, Italien, Norwegen, Litauen und Island mit. Ich freu mich auf Euch! 😉

    • @manu, ich bitte Dich, als riesiger Supernova-Fan ist das eine Selbstverständlichkeit für mich. 😉
      Da ich heute einen Laptop und einen PC zur Verfügung habe, kann ich sogar PIN und Supernova gleichzeitig schauen und dazu noch auf dem Blog kommentieren! PIN wird heute auch spannend – auch wenn es Petunija sicherlich nicht schaffen wird. Leider.
      Island und Norwegen interessieren mich nicht, Schweden schaue ich die Nachtwiederholung und Italien ist ein No-Go für mich.

  14. Ich habe mir gerade noch einmal das Ergebnis angesehen und es ist mir schleierhaft, warum Casey mit ihrer Durchschnittsnummer auf den zweiten Platz kam! Da hätte ich lieber Jaguar Jonze gesehen, denn deren Titel war einer der beiden besten des diesjährigen Vorentscheides! Dritter Platz für Vanessa geht gerade noch so in Ordnung, aber Didirri mit seiner Schnarchnummer auf dem vierten Platz? Da wäre bei mir iOTA gelandet.

    Kleine Geschichte am Rande: nachdem der Teufel in Menschengestalt die Halle mit seiner Anwesenheit entweihte, mußte ein Priester einen Exorzismus vornehmen. Die Halle ist nun von allem Bösen gereinigt.

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