
Die heutige EBU-Generalversammlung könnte richtungsweisend für den Eurovision Song Contest sein. Die viel diskutierte Teilnahme von Israel wird bekanntlich in diesen Stunden (angeblich bis ca. 17 Uhr) besprochen. Sollten sich die EBU-Mitglieder mit den neu vorgestellten Regeländerungen nicht zufrieden zeigen, soll über die israelische ESC-Zukunft abgestimmt werden. Auch der Sender RTBF aus Belgien will hiervon einiges abhängig machen und hat sich bereits entsprechend vorbereitet.
Das gilt aber nicht nur im Hinblick auf eine lange und anstrengende Debatte heute in Genf. Im Falle des belgischen Senders RTBF hat man sich nämlich auch schon, sozusagen vorsichtshalber, auf die kommende Teilnahme in Wien eingestellt, die immer noch möglich ist. Wie jetzt bekannt wurde, steht deshalb sogar bereits fest, wer Belgien bei der nächsten ESC-Ausgabe vertreten würde! Der entsprechend Act ist demnach intern vom Sender RTBF ausgewählt worden.
Bereits im Sommer tauchten die ersten potenziellen Namen für Belgien in der Öffentlichkeit auf. Der Sender RTBF, der 2026 für die ESC-Teilnahme zuständig ist, verneinte jedoch insbesondere die interne Nominierung von Loïc Nottet. Inzwischen soll sicher sein, wer die belgischen Farben in Wien repräsentieren dürfte, sollte das Land 2026 beim ESC dabei sein. Abhängig wird dies, wie auch von zahlreichen anderen Nationen, vom heutigen Ausgang der Israel-Debatte gemacht. Die Nachrichtenagentur Reuters hat hierzu übrigens heute live von der Generalversammlung aus Genf (wenn auch nur von außen) gestreamt:
Zwar hat sich Belgiens Rundfunk RTBF nie so explizit und klar zu den Konsequenzen der Israel-EBU-Entscheidung geäußert, wie die Fernsehanstalten aus Spanien oder Slowenien, dennoch gab es schon direkt nach Basel Zweifel. Wie es um die belgische Teilnahme in Wien steht, soll definitiv erst nach der EBU-Generalversammlung bekannt gegeben werden, die noch bis morgen andauert. Sollte sich RTBF also zufrieden mit dem Ergebnis zeigen, liegt die Vermutung nahe, dass Belgiens ESC-Act für Wien schon in den kommenden Tagen veröffentlicht wird.
Unter dessen hat die slowenische Rundfunkspräsidentin Natalija Gorščak gegenüber der BBC geäußert, sie sei sich sicher, dass die heutige Besprechung zugunsten Israel ausfallen wird. Sie bedauert demnach, dass Slowenien 2026 vermutlich nicht dabei sein werde. Das gelte insbesondere, weil Wien von Slowenien aus so schnell erreichbar wäre. Aber der Sender wolle seinen Prinzipien treu bleiben. Konkret sagte sie: „Manchmal muss man auf der richtigen Seite der Geschichte stehen und jetzt stehen wir genau auf dieser Seite.“
Welchen Ausgang der EBU-Generalversammlung erwartest Du? Und welchen Act wünschst Du Dir von Belgien beim kommenden ESC in Wien, sollte das Land antreten? Lass es uns gerne in den Kommentaren wissen und achte auf die Netiquette.
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Daumen drücken, daß Belgien teilnehmen wird! Würde mich über einen Song freuen, der feanzösischsprachig ist, sowas gab es lange nicht mehr aus Belgien.
Bitte Loic!😊
Noch mal seine Lieder hören. Ich finde seine französischen Lieder besser als die englischen, wobei mir sein letzter ESC-Beitrag schon ausnahmslos gut gefallen hat.
Mir hat es ja „Addictocrate“ angetan.
Mega Song!
Dito
Seit 1956 hat Belgien noch niemals einen ESC freiwillig versäumt. Das gilt außerdem nur noch für die Schweiz und Deutschland.
Frankreich, Luxemburg, Italien und die Niederlande haben in der Vergangenheit alle freiwillig verzichtet, Italien sogar über einen längeren Zeitraum und Luxemburg für eine halbe Ewigkeit.
Ich hoffe, dass Belgien in Wien dabei ist!
Dann wird es höchste Zeit, dass Belgien, Deutschland und die Schweiz auch mal freiwillig verzichten.
Österreich hatte auch schön öfter pausiert, 1972 kam der beste Beitrag überhaupt und dann drei Jahre gar nix.
Ach, den Prinzipien treu bleiben. Soso. Na, in Moskau und Baku war man 2009 und 2012 jedenfalls ganz gerne und äußerte sich zu dortigen menschenrechten mit keinem Sterbenswörtchen und auch 2015 war man dabei, während ruSSland bereits in der Ukraine metzelte und das Land deshalb sogar nicht teilnehmen konnte. Richtige Seite der Geschichte? Nicht wirklich, Natalija.
Na weil es erst jetzt en Vogue ist und man dann Moralpunkt einsammeln kann.
Alle scheren sich um Palästina ( die es nicht bekommen ein Staat zu bilden, andere Gruppen irgendwie schon)
Kein Wort über Sudan oder Kongo oder den Ueiguren in China
Weil das ist ja nicht gerade medial
Dann drücken wir mal die Daumen und das Loic vielleicht antritt 🙂
Ich hoffe auch 🙂
Was die richtige Seite ist, zeigt sich in der Geschichte in der Regel allerdings erst hinterher. Vorher glauben doch alle, ihre Seite sei die richtige.
Sollte Belgien boykottieren hoffe ich für den intern ausgewählten Künstler, dass er dann wenigstens im Folgejahr zum Zuge kommt. Hat sonst auch nur wieder ein Geschmäckle.
Ich hoffe, sie bleiben dabei. Israel sollte nebenbei auch dabei bleiben.
Irgendwie schon schade, dass Strobe Lights es nicht ins Finale geschafft hat.
hat bei mir leider auch erst mit dem Auftritt im Semi so richtig gezündet…
Ich fand es eher langweilig.
Ich fand es nervig.
Slowenien kann ja mit den anderen Ländern Niederlande, Spanien, Island und Irland im Mai nächsten Jahres einen Tribut an die Hamas veranstalten.
Mein Gott, diese slowenische Rundfunk-Tante platzt ja fast vor Selbstgerechtigkeit.
Wer glaubt die denn bitte, wer sie ist?
Naja, nächstes Jahr übernimmt in Slowenien sowieso Putin- und Orban-Freund Janša wieder das Ruder; dann wäre es mit der ESC-Teilnahme wohl sowieso vorbei gewesen.
🙄 Die richtige Seite der Geschichte, zumindest manchmal …
Herr, wirf Hirn vom Himmel, und verwechsle das nicht wieder mit Matschbirnen! 🧠 🍐
Mal zwischendurch was positives:
Kosovo nimmt auch an der Veranstaltung teil.
Na dann, tschüss Belgien.
Ich werde aus dieser ganzen Slowenien-Geschichte nicht mehr schlau.
Also gibt Natalija mit ihrer Aussage doch zu, dass es denen niemals um Votingprobleme oder (für sie) unplausible Ergebnisse ging, sondern nur darum, den „bösen Endgegner“ auszuschalten.
Wahre slowenische ESC-Fans sind herzlich eingeladen, die billige Anreise nach Wien trotzdem zu nutzen und alternative Anstalten anzuschalten.
Schade um Loic! Aber wäre ja auch zu schön gewesen, ihn mit seiner durchaus sehr guten Musik beim ESC wiederzusehen. Vielleicht kommt er ja in einem ruhigeren Jahr wieder…
Ich hoffe, man raubt Loic, wenn er der Kandidat wäre, die Chance. Er hätte Siegchancen.
Belgien läßt sich weiterhin Zeit mit seiner Entscheidung zum ESC 2026:
https://eurovoix.com/2025/12/04/belgium-rtbf-eurovision-2026-participation-in-the-coming-days/