Broadway-Erfolgsmusical „Hamilton“ mit Ivy Quainoo ab Oktober in Hamburg

Bild: Stage Entertainment

Am 4. Oktober feiert im Operettenhaus in Hamburg ein ganz besonderes Musical Premiere: „Hamilton“ von Lin-Manuel Miranda ist aktuell der größte Kassenschlager am New Yorker Broadway sowie im Londoner West End und kommt nun in deutscher Übersetzung in die Musical-Metropole an der Elbe. Dabei ist die Show in vielerlei Hinsicht ein ganz ungewöhnliches Musical: Erzählt wird keine Disney-Geschichte, sondern das Leben des US-amerikanischen Gründervaters Alexander Hamilton, der es vom Waisenkind und Einwanderer zum einflussreichen Politiker geschafft hat. Auch die Musik ist ungewöhnlich für ein Musical, denn zu hören gibt es hier einen Mix aus Hip-Hop, Pop, Balladen, Soul und Jazz.

Für ESC-Fans hat die Hamburger Inszenierung aber auch noch etwas ganz Besonderes zu bieten: Keine Geringere als ESC-Vorentscheidungsteilnehmerin Ivy Quainoo wird in der weiblichen Hauptrolle als Hamiltons Ehefrau Eliza auf der Bühne stehen. Die Sängerin sollte eigentlich schon 2020 ihre Premiere auf der großen Theaterbühne geben, denn damals wurde sie als Darstellerin für das Theaterstück „Harry Potter und das verwunschene Kind“ vorgestellt. Die Corona-Pandemie machte der Premiere der Show dann aber einen Strich durch die Rechnung und als sich der Vorhang endlich doch noch hob, gehörte Ivy leider nicht mehr zur Cast.

Ab dem 4. Oktober können wir sie dann aber endlich wieder auf der großen Bühne sehen. Bekannt geworden ist Ivy Quainoo durch ihren Sieg in der ersten Staffel von „The Voice of Germany“. Ihre Single „Do You Like What You See“ und das Album „Ivy“ konnten sich jeweils in den Top 10 der deutschen Charts platzieren und erhielten eine goldene Schallplatte. Mit „Wildfires“ folgte 2013 noch ein zweites Album, seitdem hat Ivy lediglich einzelne Songs veröffentlicht, die aber nicht minder hörenswert sind. 2018 nahm sie dann mit „House on Fire“ an der deutschen ESC-Vorentscheidung „Unser Lied für Lissabon“ teil und erreichte dort den 4. Platz. Der Wechsel auf die Theaterbühne ist nun keine große Überraschung: Ivy hat Schauspiel in New York studiert und war im April im Film „Familienerbe“ in der ARD zu sehen.

Tickets für „Hamilton – Das Musical“ im Operettenhaus in Hamburg sind ab sofort unter anderem hier über Eventim erhältlich.


61 Kommentare

  1. Mir persönlich ist ein Musical zu wenig Kunst und zu viel Kommerz. Dennoch habe ich vor jedem Musical-Darsteller (m/w/d) aufgrund des brutalen Arbeits- und körperlichen Aufwandes einen immens hohen Respekt.

    Daher wünsche ich Ivy Quainoo für ihr Musical viel Erfolg und allen Besuchern (m/w/d) viel Spaß und genießt es !

    Sollte dann mal jemand Zeit und Lust haben sich eine Oper von Giuseppe Verdi anzusehen und sich gleichzeitig in Italien befinden, dem kann ich aus eigener Erfahrung versichern, dass das billigste Opernticket ausreicht, um danach total beeindruckt zu sein und man nur noch ins Schwärmen gerät.

    Dazu als Beispiel folgender Link von Giuseppe Verdi’s „Va, pensiero“ in der Arena von Verona:
    https://youtu.be/D4T2rlNXyJ8

    • Das ist aber schon eine arg pauschalisierte Sicht.
      Sicherlich, die Stage-Musicals sind notwendigerweise sehr auf die Masse ausgerichtet, bei den Broadway- und West-End-Flagschiffen ist das auch nicht anders, aber gerade im Off-Broadway gibt es auch viele nischigere und experimentellere Produktionen und wenn man in die Vergangenheit blickt, sind z. B. die Stephen-Sondheim-Musicals vom Anspruch her eher moderne Opern.
      Da jetzt gerade Verdi als Vertreter großer Kunst anzuführen, finde ich fast ironisch; der hat doch nun gerade auch viel kommerziellen Schlager-Humtata geschrieben.

      • @floppy1992:

        Von Giuseppe Verdi allgemein habe ich jetzt auch nicht gesprochen. Ich habe als Beispiel die Oper „Der Gefangenenchor von Nabucco“ und daraus einen Akt – nämlich „Va‘ pensiero“ – genannt, weil ich diese Oper eben mal besucht habe.

        Mal ganz davon abgesehen, dass der Opernführer auf italienisch verfasst war, ich fand die Oper mit ihrem Inhalt wahnsinnig anspruchsvoll. Ich bin mir da schon ziemlich sicher, dass die Opernexperten (m/w/d) das bei Verdi’s der Gefangenenchor von Nabucco mit seinem Akt va pensiero‘ auch so sehen.

        Außerdem wurde während der COVID-19-Pandemie in Italien „Va, pensiero“ als Hommage an Sanitäter, Krankenpfleger und Ärzte von einem virtuellen Chor vertont. Das macht man jetzt glaube ich nicht, wenn der Inhalt von dieser Oper einfach nur eine „billige Liebesaffaire“ zum Inhalt hätte.

        Ich wollte jetzt bestimmt kein Musical-Bashing betreiben, auch wenn ich wirklich kein Musical-Fan bin. Definitiv wird es anspruchsvolle Musicals geben. Aber ich glaube, dass im Vergleich zwischen einem anspruchsvollem Musical und einer einer inhaltlich einfach gestrickten Oper selbst Letztgenanntes dann noch den höheren Stellenwert hat.

    • Hm. Nach deinem ersten Satz, habe ich mir vorgestellt, wie der Post weitergehen könnte. Das Ergebnis war: „Also ICH gehe nur die in Oper ;)“ mit einem eindeutig abgehobenen Unterton.
      Habe nicht erwartet, dass ich wirklich Recht behalte.

      • @Tobiz:

        Der „eindeutig abgehobene Unterton“, was das auch immer sein mag, wird von dir hinein interpretiert und unterstellt.

        Meine Wortwahl ist alles andere als ein „abgehobener Unterton“. Also wenn ich mir da die gelegentliche Wortwahl des Literaturprofessors togravus ceterum durchlese, wenn es um das Thema Musical oder aus seiner Sicht nicht künstlerischer Musik geht (nicht in diesem Beitrag, sondern auf anderen Beiträge), dann ist meine Wortwahl im Vergleich zu seiner wirklich sachlich, neutral, ohne „abgehobenem Unterton“ sowie alle meine Ansichten ohne einen negativen Hintergedanken respektvoll.

        Aber das bei der ein oder anderen Person hier auf ESC kompakt zwischen dem Literaturprofessor togravus ceterum und in diesem Fall jetzt mir mit zweierlei Maßstäben gemessen wird, ist nicht neu und leider für mich traurige Realität. Das liegt wahrscheinlich daran, dass der Literaturprofessor auf seinem Profil ein Foto von sich veröffentlicht hat, auf welchem er als wirklich attraktiver Mann zu erkennen ist, während es von mir überhaupt kein Foto gibt oder wieder bei jemand ganz anderem – dem User Matty – zwar ebenfalls ein Foto vorhanden ist, auf welchem er aber leider vom Ansatz her ein etwas grimmig dreinschauender Kerl sein könnte.

        Einem attraktiven äußeren Erscheinungsbild wird bei vielen User (m/w/d) hier auf ESC kompakt so manches direkte und klare Wort wohl nie übel genommen, während man als äußerlich unerkannte Person oder äußerlicher Normalo bei manchem User (m/w/d) leider etwas das Nachsehen hat und sich oft genug diffamierende Unterstellungen gefallen lassen muss, die übrigens nicht der Wahrheit entsprechen. Ich streite es zurecht ab sowohl arrogant zu sein und in einem „eindeutigem oder auch nur ansatzweise abgehobenem Unterton“ zu kommunizieren.

        Schade drum !!!

  2. Hmm…
    Ich hab mir den ganzen Sommer gedacht, irgendwas fehlt doch und jetzt ist mir aufgefallen, was ich – doch sehr – vermisst habe: Eure ESC kompakt Live-Streams. Ich liebe es, euch zuzuhören (und wenn es nur über den ESC-Netflix-Film oder die Korrektur eines Podcastes ist) und leider gab es seit dem ESC im Mai keine Live-Streams mehr (ausgenommen der SCC-Auslosung).
    Ich kann mir vorstellen, wie schwer es ist, den Blog, die Arbeit, Privates und einen Livestream unter einen Hut zu bringen, aber trotzdem muss ich euch sagen: ihr werdet vermisst (und das nicht nur von mir😉).
    Ich würde mich super freuen, wenn es bald mal wieder nen Talk gibt bzgl. der neusten Entwicklungen im ESC-Umfeld (z.B. Austragungsort, Deutschlands JESC-Rückzug, wie ihr euren Sommer (musikalisch) verbracht habt, Nachwirken des ESCs 22 und wie ihr diesen im Nachhinein betrachtet, wie die ESC-kompakt-Party war (die ich leider beruflich-bedingt verpassen musste 🥲) oder wie es bzgl. der Live-Streams weitergehen soll).
    Von mir gibt’s auf jeden Fall einen 👍 nach oben für das gesamte ESC kompakt-Team!
    Wünsche euch allen einen schönen Abend! ❤

  3. Lin-Manuel Miranda ist ein genialer Songwriter. Für Disney-Movies hat er ja bereits mehrere Songs, darunter zwei sehr erfolgreiche Songs geschrieben. Einmal „How Far I’ll Go“ aus dem Film „Vaiana“ (Original: Moana) und dann „We Don’t Talk About Bruno“ aus dem Film „Encanto“, Außerdem wird er auch noch für die Live-Action-Verfilmung von „Die kleine Meerjungfrau“ (soll 2023 erscheinen) Songs beisteuern. Trotzdem muss ich sagen, dass ich -als ich dies gelesen habe, dass Stage Entertainment „Hamilton“ nach Deutschland bringt- erstmal überrascht war, denn ich frage mich wie sehr man sich in Deutschland für Alexander Hamilton interessiert? Oder zählen hier für das deutsche Publikum einfach die Songs von Lin-Manuel Miranda -welcher ja bekannt für seine Rap-Parts in den Songs ist- mehr und die Geschichte selbst ist nebensächlich?

    Stage Entertainment hat, wie ich finde, schon mal ein paar mal daneben gegriffen u. a. mit dem Musical „Amélie“ (basierend auf dem Film „Die fabelhafte Welt der Amélie“) in München, wo sie meiner Meinung nach, kein glückliches Händchen bewiesen haben, denn dieses Musical ist bereits am Broadway schon nicht gut angekommen und nach rund einen Monat dort schon wieder abgesetzt worden, Gut, in München reichte es zumindest für 8 Monate, aber die Zuschauerzahl war wohl nicht befriedigend. Zuvor kam dort das „Fack ju Göhte“-Musical zuschauermäßig schon nicht so gut an.

    Ich hätte ja eher „Dear Evan Hansen“ von Pasek und Paul nach Deutschland geholt. Die zwei kann man eigentlich gut mit Lin-Manuel Miranda vergleichen. Wer die beiden nicht kennt: Justin Paul und Benj Pasek stecken u.a. hinter den Songs von „The Greatest Showman“ (u.a. A Million Dreams, This is me) oder auch dem Song „Speechless“ aus der Disney Live-Action-Verfilmung von „Aladdin“. Und genau wie Lin-Manuel Miranda arbeiten auch Pasek und Paul bereits an Songs für den nächsten Disney-Film, nämlich die Live-Action-Verfilmung von „Schneewittchen“ (Veröffentlichungsdatum noch unbekannt).

    Ganz nebenbei gesagt wundert es mich, dass Disney noch nicht auf Tim Minichin als Songwriter für einen ihrer Filme gekommen ist. Er hat die Songs zum Musical „Matilda“ beigesteuert, welches sowohl am Broadway (2013-2017) als auch am West End (läuft hier bereits schon seit 2011) sehr gut angekommen ist.

    • Gab in der „DB mobil“ mal einen ganz interessanten Bericht darüber, unter welchem Erfolgsdruck Stage Entertainment und deren (sofern man sie überhaupt so nennen kann) Konkurrenz doch stehen. So ein unfassbarer Dauerbrenner wie „Der König der Löwen“, in den die Leute offenbar auch zigfach gehen, macht zwar einen unglaublichen Reibach, aber gleichzeitig verschlingt jede neue Produktion in diesem neuen, zweiten Musicaltheater an der Elbe wohl schon vor der Uraufführung im Schnitt 6 Mio. € oder so in der Größenordnung.

      Hätte ich als unwissender Musical-Hasser ja echt nicht gedacht, aber andererseits … wenn man sich nur mal die hohen Personalkosten anguckt, leuchtet das schon ein. Beim Operettenhaus könnte das Anfangsinvestment zwar etwas geringer sein, aber die allerkleinste Kaschemme ist das ja nun auch nicht. Toi, toi, toi!

  4. Lang nix mehr von ihr gehört. Freut mich für sie. Und da das Musical in den USA seit Jahren DAS Ding schlechthin ist, werden die Rollen auch sicherlich nicht an zufällige Passanten verteilt worden sein.

    Nun zum großen Aber: Weil das Thema des Musicals ein wirklich absolut rein amerikanisches ist, würd’s mich doch sehr stark wundern, wenn es in Deutschland auch nur einen Bruchteil des Erfolgs hätte. Insbesondere, wenn die Musical-Industrie hierzulande schon mit rein deutschen Stoffen wie „Das Wunder von Bern“ (nach einer immerhin ja ziemlich erfolgreichen Filmvorlage) echt böse auf die Nase gefallen ist.

  5. Bin kein großer Musical-Fan, aber Ivy Quoinoo ist eine tolle Sängerin. Ihr VE-Beitrag 2018 hat mir sehr gut gefallen, hätte ich mir auch gut in Lissabon vorstellen können.

    Viel Erfolg.🙂

  6. Mal was zum Thema „kulturelle Aneignung“. Der olle Hamilton war ungefähr so schwarz wie Angela Merkel, Markus Söder oder Heino. Die ganze Story ist kompletter Bullshit. Kannste Amis verkaufen aber floppt im alten Europa.

    • Ohnehin kann oder muss man ja die Frage stellen, was die amerikanischen Gründerväter irgendeinen Europäer jucken sollen. Hier in „Schland“ könnte einem ja auch Niemand (schon gar nicht von Seiten der Rechten und Schwurbler) aus dem Stegreif sagen, wie viele Autoren das deutsche Grundgesetz hatte – geschweige denn, wen denn eigentlich.

      Es fällt mir aber darum auch schwer, einzuschätzen, ob der immense Erfolg von „Hamilton“ in den USA primär an den – anscheinend – sehr guten und insbesondere ja vor allem Rap-lastigen Songs oder eben doch an diesem ausgeprägten Nationalstolz lag, den ich schon immer mindestens dubios fand. Auf deren Verfassung berufen die sich ja, scheint’s, mindestens so gerne, wie auf die Bibel – mit entsprechend ebenso fragwürdigen Auslegungen.

      Ich kann mir dabei auch durchaus vorstellen, dass das Musical es in den USA einfach geschafft hat, die unterhaltsamste Geschichtsstunde aller Zeiten zu sein. Nur ist es halt eben auch dann noch lediglich ein Kapitel der US-amerikanischen Geschichte, das für den Rest der Welt mutmaßlich ja erstmal nur wie der sprichwörtliche Sack Reis in China sein dürfte.

      Wird spannend zu sehen sein, wie das Musical in Hamburg abschneidet. Wenn’s sich bewährt, muss da künstlerisch wohl wirklich ordentlich was dran sein. In London läuft’s laut Wikipedia immerhin schon seit fünf Jahren, in Australien zumindest seit einem Jahr.

      • London ist ja auch was anderes, da Großbritannien ja schon sehr viel mit der Geschichte in Amerika zu tun hat.

        Ich kann mir vorstellen, dass jetzt dann erst einmal die ganzen „Hardcore-Musicalfans“ (klingt ein bisschen doof, ich weiss) sich Hamilton in Deutschland anschauen werden. Damit meine ich Musicalfans, welche halt auch nach London (West End) oder New York (Broadway) reisen um sich dort immer die neuesten Musicals anzusehen. Ob sich jetzt aber auch die Menschen für Hamilton interessieren, welche sich erstmal die „Inhaltsangabe“ anschauen und dann entscheiden ob sie in ein Musical gehen oder nicht, dies wird wirklich spannend sein heraus zu finden. Ich kann an einen Erfolg irgendwie jetzt nicht so richtig glauben! Bei uns in Deutschland denken doch beim Namen Hamilton die meisten an Lewis Hamilton und nicht an Alexander Hamilton!

        Vieleicht bekommt Hamilton ja ein wenig Promotion z.B. mit einem Auftritt bei der diesjährigen „Wetten, dass…?“-Ausgabe am 19. November?

      • Sonst sind wir Europärer es doch auch gewohnt, amerikanische Geschichten zu gucken. Ich nenne als Beispiel mal die peinliche Debatte um Winnetou.

  7. Schön, mal wieder was von Ivy zu hören. Sie darf aber auch gerne mal ihre Songs, die seit Jahren in der GEMA-Datenbank gelistet sind, veröffentlichen; besonders auf das von Benny schon hochgelobte „Double Time“ aus dem Song-Writing-Camp wäre ich gespannt 😉

    Ansonsten glaube ich leider nicht, dass das ein großer Erfolg wird. Weder Alexander Hamilton noch Lin-Manuel Miranda sind dem typischen deutschen Musical-Publikum (Ü40, obere Mittelschicht bzw. Familien mit Kindern im Disney-Alter) ein Begriff und in der Vergangenheit ist schon so gut wie alles gefloppt, was nicht Jukebox-Musical mit bekannten Hits oder Filmadaption war.
    Die Mühe, die Stage da reinsteckt, muss man natürlich anerkennen, vielleicht wäre aber eine etwas kleinere Produktion als Deutschland-Tournee, evtl. sogar im englischen Original, besser gewesen.

  8. Ich wünsche Ivy viel Erfolg beim Musical. Allerdings hat mich Hamilton absolut nicht vom Hocker gerissen, als ich das Original bei Disney Plus gesehen habe. Weder musikalisch und auch teilweise waren die Stimmen nicht besonders gut. Es gibt deutlich bessere Musicals, daher kann ich den Hype um Hamilton nicht nachvollziehen.

      • Für mich wirkt es so, das Hip Hop und ein Musical über einen Menschen, der in der Zeit der Unabhängigkeitserklärung gelebt hat, nicht wirklich zusammenpassen. So viel ich weis, gab es zu dieser Zeit noch keine Rapper. Kann mich natürlich auch irren. 🙂

  9. Ich finde es gut, daß es von Ivy was Neues gibt, allerdings war die Frau von Alexander Hamiton Elizabeth Schuyler Hamilton keine Afroameriksnerin. Demzufolge müßte sie von einer hellhäutigen Person im Musical verkörpert werden, was auch bei Alexander Hamilton der Fall ist.

      • Ich finde er hat nicht ganz unrecht. Jetzt stell mir mal vor, sie machen ein Musical über Martin Luther King, und besetzen diese Rolle mit einem weißen Darsteller. Würde dich das nicht stören? Figuren mit historischen Hintergrund, sollten auch im Aussehen korrekt dargestellt werden. Bei fiktionalen Figuren ist das natürlich was ganz anderes.

      • @ Karin / escfrist05:

        Oder stellt euch mal bei einem Musical über die deutsche Wiedervereinigung vor der Darsteller von Altkanzler Helmuth Kohl wäre kein wohlbeleibterer älterer Herr bzw. ein Darsteller zu einem solchen zurecht gemacht, sondern ein Cristiano-Ronaldo- Double 😉

      • Sorry, aber dies muss wirklich mal angesprochen werden!

        Als Disney die Live-Action-Verfilmung von „Mulan“ geplant hat, gab es schon -bevor überhaupt die Darsteller ausgewählt wurden- viele (fast schon drohende) „Hinweise“ an Disney, dass sie doch bitteschön eine asiatische Schauspielerin für „Mulan“ auswählen sollten, was dann letztendlich mit Liu Yifei auch passiert ist. Disney hätte dies auch ohne diese Hinweise natürlich gemacht, aber das ist schon krass, dass man sich im Voraus bereits so aufregt!

        Meine Meinung dazu ist, dass jeder jeden spielen darf, auch wenn er eine andere Hautfarbe hat! Aber leider meinen viele, dass alle Hautfarben weiße spielen dürfen, aber anders herum nicht!

      • Es ist ein Unterschied, ob du nach unten oder nach oben trittst.
        Und nein: Dass eine asiatische Rolle von einer asiatischen Schauspielerin gespielt wird, ist nicht selbstverständlich. Die Sorge kommt ja nicht aus dem Nichts.

  10. @Timo: Sollte das wirklich so kommen, das ein Typ der so aussieht wie Cristiano Ronaldo den Schmitt spielt, kotze ich in die Tuba vom Orchester. Danke für das verstörende Bild in meinem Kopf.

    • Ich habe jetzt ganz bewusst ein Musicalbeispiel mit Altkanzler Kohl genommen und KEINES mit dem von mir ebenfalls hochgeschätzten Altkanzler Helmut Schmidt. 😀

      • Sorry, egal ob Schmidt oder Kohl, ich mag ja schon nicht das Original, da will ich auf gar keinen Fall einen Darsteller, der wie Ronaldo aussieht. Bäh. Ronaldo, der mehr Schminke benutzt, als eine Dragqueen.

      • @escfrust05:

        Du hast meinen obigen Thread aber schon als spaßige Bemerkung begriffen, oder ? 😀

      • @Nils:

        Wäre schon gut. Es wird halt für Ralph Siegel eine ziemliche Herausforderung wie er die CDU-Spendenaffaire musikalisch vertonen soll. 😉

      • Wenn der Schäuble die 100.000 Mark in seiner Schublade findet, empfiehlt sich auf jeden Fall was Fetziges, Fröhliches, würde ich mal sagen 😁

      • @Nils:

        Für 100.000 DM – also heute 50.000 € – etwas Fetziges oder Fröhliches ? Ist das dein Ernst ??? Also für jeden Durchschnitts-CDU-Politiker (m/w/d) war doch damals schon eine Geldsumme in dieser Größenordnung wirklich keine Rede mehr wert. Ein normaler kurzer Jingle, der kurz die Enttäuschung über die Geldhöhe andeutet, reicht aus 😀

  11. Ein Musical über einen Finanzminister wird zum Kassenschlager, das ist ja mal eine irre Geschichte.
    Ich wünsche Ivy und der ganzen Truppe viel Erfolg!

  12. Okay. Im Falle von Rosa Parks oder M.L. King ist ihr schwarz- (oder braun)-Sein wesentlicher Teil der Geschichte.
    Trotzdem, Helene Fischer als Risa Parks könnte was interessantes herausbringen. Ich würde so was einem Frank Castorf zutrauen… wer weiss.
    Übrigens… selbst Jesus war bestimmt kein blonder, und wurde aber immer wieder so dargestellt.. und Monserrat Caballe hatte nicht unbedingt die typische Aida-Haut. Und trotzdem… 🙄😇

  13. Gäbe es mal ein Musical über die Beatles und würde die gestrige Kandidatin bei The Voice of Germany Maite Jens bei genau diesem imaginärem Musical mitmachen, dann würde sogar ich als größter Musical-Skeptiker mich überwinden und mir dieses Musical ansehen. Eine super liebe junge Frau mit einer tollen Stimme, die irgendwo zwischen Traumwelt und Gospelchor liegt.

    Okay ! Zweite aber auch letzte Musical-Ausnahme. Bei einem Musical über Maneskin in zwanzig Jahren definitiv auch. Aber das war’s dann auch definitiv. Ich mag Musicals einfach nicht.

    https://youtu.be/xIOm0oecce0

  14. Da wir gerade bei ehemaligen ESC-Vorentscheidteilnehmern sind:

    Morgen tritt im ZDF-Fernsehgarten der Mann auf, der vor sieben Jahren den deutschen ESC-Vorentscheid „Unser Song für Österreich“ gewann und noch am gleichen Abend den Rückzug antrat: Andreas Kümmert! Sein aktueller Song heißt „Secret“:

    https://www.youtube.com/watch?v=_TVr8MQ_Ojc

    Das Lied ist Bestandteil des Albums „Harlekin Dreams“, das vor zwei Jahren erschien und ab dem 16. September 2022 ist er auf Deutschlandtournee. Die erste Station ist Zwickau und es folgen auch Auftritte wie z. B. in der Elbphilharmonie in Hamburg.

  15. Ich würde hier einigen wirklich empfehlen, die Begriffe „Whitewashing“ (und verschärft „Blackface“) zu googeln, um die Geschichte dahinter zu verstehen, gerade im kulturellen Kontext der Vereinigten Staaten – ethnische Gruppen, die jahrzehntelang diskriminiert und marginalisiert wurden und deren Repräsentation sehr häufig nur durch Weiße stattfand, fordern völlig legitim eine Änderung dieser Praxis.
    Aber hey, solange die müden Woke-Witze im politischen Diskurs helfen, das eigene überholte Menschenbild zu rechtfertigen, ist ja alles gut.

    • Soll das etwa heißen, das es vollkommen in Ordnung ist, wenn ein historisch verbürgte Figur, die weiß war, von einer People of Colour besetzt ist, aber wenn man das umgekehrt macht, ist es dann rassistisches Whitewashing? Wenn man in einem Musical, einer Serie, oder in einem Film, eine historische Figur benutzt, dann hat man diese auch im Aussehen korrekt darzustellen. Bei rein fiktiven Figuren ist das natürlich anders.

    • @Dina:

      „Aber hey, solange die müden Woke-Witze im politischen Diskurs helfen, das eigene überholte Menschenbild zu rechtfertigen, ist ja alles gut.“

      Ich wollte nur zur Klarstellung was meine Threads betrifft ausdrücklich betonen, dass ich mit meinem Vergleich des „Helmuth-Kohl-Musicals“, dargestellt durch ein Cristiano-Ronaldo-Double, eine sich eventuell drohende Unterstellung eines latenten „Black lives matter Vorwurfes“ gegen vereinzelte User (m/w/d) einfach entschärfen wollte.

      Ich bin optimistisch, dass hier niemand rassistisch oder AfD-freundlich ist. Trotz mancher unglücklicher Wortwahl. Auch glaube ich, dass allen hier bewusst und mehr als klar ist mit welchen wuchtigen Nachteilen, Anfeindungen und Diskriminierungen eine afro-amerikanische Person oder auch andere Minderheiten ÄRGERLICHERWEISE und LEIDER zurecht kommen müssen.

      Aber ich gebe dir recht, dass manche Wortwahl hier zum Kotzen war und sehr viel sensibler hätte gewählt werden müssen. 😀

  16. Mal ein kleines Off-Topic von mir nebenbei:

    Seit Montag ist Jacek Kurski nicht mehr Direktor bzw. Präsident von TVP (Polen)! Die Gründe dafür sind nicht bekannt.

    Während seiner Amtszeit ist Polen im Jahr 2018 zum JuniorESC zurückgekehrt und war dort in dieser kurzen Zeit bis heute mit zwei ersten Plätzen (2018 & 2019) sowie einem zweiten Platz (2021) sehr erfolgreich.
    Außerdem hat er im Jahre 2019 die, bereits von 1993 bis 2012 ausgestrahlte, Talentshow „Szansa na Sukces“ zurückgeholt, welche seitdem auch als Vorentscheid für den JuniorESC und im Jahr 2020 auch als Vorentscheid für den ESC benutzt wurde. Desweiteren hat er 2018 auch „The Voice Kids“ zu TVP geholt, nachdem die Erwachsenenversion (The Voice of Poland) dort bereits seit 2011 läuft. Das Format „The Voice Kids“ ist nicht ganz unwichtig für den Erfolg beim JuniorESC, denn viele Teilnehmer die beim Vorentscheid „Szansa na Sukces“ dabei sind waren zuvor bereits bei „The Voice Kids“. Außerdem waren alle JESC-Vertreterinnen seit 2018 zuvor ebenfalls Teilnehmerinnen von „The Voice Kids“. 2018 und 2021 sogar die Gewinnerinnen.

    Man kann von Jacek Kurski halten was man will, aber er hat es irgendwie geschafft ein erfolgreiches Team -zumidnest was dem JESC betrifft- hier zusammen zu stellen! Aber in seine Amtszteit fällt halt auch noch der Juryskandal vom diesjährigen ESC!

  17. Hätte mal eine kleine OT-Frage: Weiss man denn schon, ob sich der NDR für den ESC 2023 angemeldet hat? Frage deshalb, weil die ARD sicherlich im Moment andere Sorgen hat, nämlich ihre Unregelmässigkeiten aufzuarbeiten. Da liegen ihre Prioritäten sicherlich woanders.
    Sorry, vielleicht habe ich es einfach nur nicht mitbekommen…

  18. Ich finde es immer putzig, wenn Leute über Musicals quäken und dann Opern loben. In beiden Genres gibt es gute wie schlechte und vieles, aber so zu tun, als ob Opern automatisch hochwertiger sind mit ihren oft von Liebesdramen geprägten Inhalten ist typisch für das deutsche Bildungsbürgertum mit seiner absurden Unterscheidung von U- und E-Musik.

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