Coronavirus: Ist ein Video-Event eine Alternative zur ESC-Live-Show in Rotterdam?

Foto: Guido Pijper

Das Corona-Virus hält die Welt in Atem. Immer mehr Menschen erkranken, einige sterben. Notfallpläne werden in Kraft gesetzt. Die Börsenkurse fallen. Veranstaltungen werden abgesagt. Bei nur noch etwa zehn Wochen bis zum Eurovision Song Contest stellt sich da natürlich die Frage, ob die Veranstaltung überhaupt in Rotterdam stattfinden kann – und welche Alternativen es gäbe.

Vorbemerkung des Autors: Dieser Beitrag soll bewusst NICHT unnötige Angst vor dem Virus schüren. Wer unsicher ist oder sich unzureichend informiert fühlt, der greife bitte auf zuverlässige und neutrale Quellen wie den NDR zurück. 

In den beiden Wochen im Mai werden hunderte von Organisatoren, Künstler und Delegationsmitglieder eng zusammenarbeiten und feiern. Dazu kommen zehntausende Fans bei den Proben und den Shows in der Halle, im Euro Village sowie im EuroClub. Für die Corona-Viren wäre das ein gefundenes Fressen – so ihre Verbreitung bis dahin nicht eingedämmt ist oder die Veranstaltung schlicht abgesagt wurde. Damit wäre sie nicht die erste. Bereits jetzt sind Messen oder Großveranstaltungen in den vorrangig von der Epidemie betroffenen Ländern abgesagt oder verschoben worden.

Doch was heißt das für den ESC in Rotterdam? Zunächst einmal informierten die Betreiber der Ahoy Arena am 28. Februar auf ihrer Website darüber, dass es nunmehr auch die ersten Corona-Fälle in den Niederlanden gibt. Als internationale Event-Location verfolge man die Entwicklungen in Bezug auf das Virus. „Wir sind in Kontakt mit den verantwortlichen Behörden und folgen den Richtlinien des niederländischen Reichsinstituts für Volksgesundheit (RIVM) und dem Gemeinschaftlichen Gesundheitsdienst (GGD).“ Und weiter: „Für uns ist die Gesundheit und Sicherheit unserer Besucher, Aussteller, Organisatoren, Versorger und Angestellten das Wichtigste.“

Über den Fall, dass dies dazu führt, dass der ESC nicht wie geplant stattfinden kann, hat sich Dr. Libby Carter, Dozentin für Event, Venue und Experience Management an der Business School der Birmingham City University Gedanken gemacht. Sie empfiehlt den Organisatoren des ESC, eine Online-Version des Wettbewerbs in Erwägung zu ziehen:

„Angesichts der Beteiligung von Rundfunkveranstaltern könnte es sein, dass die Veranstaltung ein „Online“-Format in Betracht ziehen muss, bei dem die Teilnehmer in ihrem eigenen Land ohne Live-Publikum auftreten, um eine weitere Verbreitung (des Virus, Anm. d. Red.) einzudämmen. Die Natur des Wettbewerbs besteht jedoch darin, verschiedene Kulturen zusammenzubringen. Das ist ein Dilemma, das die Organisatoren in den nächsten Wochen berücksichtigen müssen.“

Die wünschenswertere Variante wäre – im schlimmsten Fall – natürlich eine Verschiebung des Wettbewerbs. Dies hätte aber immense logistische und vor allem auch finanzielle Folgen für alle Beteiligten – in den Niederlanden und den teilnehmenden Ländern. Ob das zu stemmen wäre, steht vollkommen in den Sternen. Dann also doch lieber ein Online-Wettbewerb – zum Beispiel so wie wir ihn auf ESC-kompakt mit dem Second Chance Contest schon durchgeführt haben?

Wie seht Ihr das? Droht ein Ausfall oder eine Verschiebung des ESC 2020 wegen Corona? Und wäre ein Online-Format eine Alternative? Diskutiert gern unter diesem Artikel.


68 Kommentare

  1. Ich musste letzte Woche im Supermarkt niesen. Anschließend hatte ich den ganzen Gang für mich und der Rest des Ladens guckte mich an, als würde ich höchstpersönlich den Tod über die Stadt bringen.
    Ich wollte das mal kurz anmerken.

    • Danke für den Tipp, wenn nur noch ein Croissant vorhanden ist, werde ich in der Schlange beim Bäcker mal dezent hüsteln.

      • Sehr gerne.
        Mein Freund meinte auch schon, ich sollte das an der Wurst- und Käsetheke machen, damit man da schneller drankommt. Von Kassen ganz zu schweigen.

      • Ich finde das sehr entspannend, musste ich mich bislang für das letzte Croissant doch immer ausziehen.

  2. Wenn ich persönlich die Wahl hätte – und bspw. finanzielle Faktoren bei dieser Entscheidung einfach mal außen vor lassen könnte – wäre ich für eine Verschiebung des ESC anstatt eines Video-Contests. Eins der größten Argumente, was meines Erachtens gegen einen Video-Contest spricht, sind die unterschiedlichen Voraussetzungen, die die verschiedenen Länder hätten. Weißrussland dürfte in der eigenen Heimat nicht unbedingt die Möglichkeiten haben, die es in Rotterdam auf der Bühne gegeben hätte, Schweden hingegen schon viel eher. Außerdem habe ich die Befürchtung, dass diese Ausnahme der erste Schritt in Richtung eines Songvideo-Contests wäre, also weg von den Liveperformances, sodass es auf Dauer noch viel weniger als heute auf die Livestimmen etc. ankommt, sondern auf die Kreativität des Videos. Hat zwar auch Vorteile (bspw. können kurzfristige Erkrankungen die Singenden nicht negativ beeinträchtigen), aber die Nachteile überwiegen in meinen Augen.

  3. Ich verstehe die Hysterie nicht ganz. Für die überwiegende Zahl der Menschen ist das nicht schlimmer als eine Erkältung. Die Grippe tötet jedes Jahr so viele Menschen.

  4. Die Hysterie treibt seltsame Blüten; ar heute beim Frisör und der Iraqi-kurdische Barbier meines Vertrauens und seine Kollegen hatten Gesichtsmaske und Gummihandschuhe an. Sah aus wie ’n schlechter Porno.

  5. Corona, Du machst es uns nicht leicht,
    Wie weit die Kraft doch reicht!
    Lässt selbst den ESC nicht in Ruh
    so schaun wir ihm online zu!

  6. Zur Not die Veranstaltung ohne Publikum stattfinden lassen. Oder eben mit geringerer Bestuhlungsdichte. Wer im Mai zum ESC geht wird sich des Risikos bewusst sein. Wenn wir unser soziales Leben komplett einschränken hilft das auch keinem. Und mal ehrlich: die am stärksten betroffenen Personen (Leute über 70 und chronisch Kranke) wären eh nicht vor Ort.

    • Es geht aber nicht nur um die Ansteckungsgefahr einzelner Personen vor Ort, sondern viel mehr um die weitere Verbreitung – gerade bei einer Veranstaltung mit Besuchern so vieler verschiedener Länder.
      Und wieso sollten keine chronisch kranken und Menschen über 70 in Rotterdam sein?

    • Jein. Ja, die Shows bringen Einnahmen. Aber falls die Shows ohne Publikum stattfinden, gescheht das auf Anweisung der eine oder andere Behörde* und wird somit die Regierung für die Kosten aufkommen.

      * Ja, es gab schon Streit über Kompetenzen der Behörden,weil manche Beamten eine Chance riechen sich wichtig zu machen.

  7. Was ist dann eigentlich mit den ganzen Fussballspielen jeden Samstag in den Stadien – da kommen auch – und zwar grad auch jetzt, wo das mit dem Virus hochaktuell ist, massenhaft Menschen zusammen. Oder jeden Tag in
    U-Bahn, S-Bahn, Zug, Bus auf den Bahnhöfen – ja eigentlich doch überall.

    Dies – leider vor allem mal wieder durch die Medien – hochgepushte Hysterie wegen dem Corona-Virus ist wirklich unglaublich und masslos überzogen. Der „normale“ Grippevirus, der jedes Jahr grassiert rafft weitaus mehr Menschen dahin – darüber spricht kein Mensch obwohl der mitunter viel heftiger ungefährlicher ist bzw sein kann.

    Hoffentlich gehts jetzt bald aufwärts mit den Temperaturen, dann ist das Thema auch ganz schnell wieder vom Tisch.

      • Woher wissen wir das eigentlich? Also, dass das Thema vom Tisch ist, sobald die Temperaturen hochgehen? Beim Grippevirus ist das normalerweise so, beim Corona auch?

      • Ja, Tamara, das kann man halbwegs gesichert einschätzen. Viren halten sich idR 4 -5 Tage, bei Raumtemperatur bis zu 9 Tage (ausserhalb des Körpers); Kälte und hohe Luftfeuchtigkeit erhöhen die Lebensdauer der Viren, Wärme und damit verbunden weniger Luftfeuchtigkeit verkürzen die Lebensdauer; wenn es richtig heiss wird sterben Viren spätestens nach Stunden ab. Damit erklärt sich auch, warum oftmals spätestens im mittleren Frühling auch die Grippezeit vorbei ist.

    • Es gibt tatsächlich neu Forschungserebnisse die darauf hinweisen, dass der Coronavirus eventuell nicht wie der normale Gripppevirus mit steigenden Temperaturen schwindet.

  8. Wie ich schon mal an anderer Stelle gefragt habe: Wieso soll „online“ die Alternative sein? Der Produktions- und Ausstrahlungsweg ist da doch egal und kann weiterhin ganz normal TV sein. Dafür ist doch das EBU-Network da.

    Wie auch immer: Sollte es – was ich nicht glaube – epidemiologisch tatsächlich so weit kommen müssen, glaube ich, dass eine Verschiebung ob des Aufwandes und der Kosten nahezu ausgeschlossen ist. Gibt es für sowas so umfängliche Versicherungen in der Branche? Ich glaube, die EBU würde dann tatsächlich aus der Not mal eine Tugend machen und etwas – meinetwegen hauptsächlich „online“ – „ausprobieren“. So häufig hört man, lineares TV sei eh nicht mehr die Zukunft und eine Abwanderung auch des ESC ins Internet früher oder später unausweichlich. Den Live- und Vor-Ort-Charakter würden sie perspektivisch aber keineswegs zugunsten eines reinen Videocontests so schnell aufgeben. Das würde die Reichweiten und Cash-Cow-Potentiale in Windeseile einschränken.

    Generell denke ich: Es hängt so viel Geld und Prestige da dran, dass sie das Event auf jeden Fall durchziehen werden – und sei mit Riesen-Sicherheitsvorkehrungen. Nur im allerallerschlimmsten Falle würden sie mal einen „Onlineversuch“ starten, denke ich.

  9. Um aber auf die Frage selbst noch einzugehen – da kann ich nur sagen: „Wehret den Anfängen !!!“ . Bevor der ESC zum Video-Contest verkommt, soll er für 2020, wenn es denn schon sein muss, lieber abgesagt oder zumindest deutlich nach hinten verschoben werden. Es ist schon schlimm genug mit dem Halbplayback-Verfahren – wenn jetzt auch noch der Live-Gesang wegfällt, verliert das alles seinen Sinn.

    • Ich denke schon noch, dass Liveübertragungen der Auftritte aus den jeweiligen Ländern gemeint sind. Also quasi Schalten wie bei der (Jury-)Punktevergabe. Alles andere mit aufgezeichneten Videos usw. wäre wirklich maximalst doof…

  10. Fußballspiele in Stadien finden auch noch statt. Es ist schon eine Situation wo man vorsichtig sein sollte aber man braucht wahrlich nicht zu überreagieren. Ich denke Anfang Mai werden die Temperaturen hoch genug sein und das Virus wird verschwinden. Dennoch finde ich es nicht verkehrt drüber nachzudenken. Als Plan B halte ich eine Verschiebung noch am sinnvollsten

  11. Also die Grippesaison ist immer von Oktober bis April! Da das Corona-Virus ja genau so wie das Influenza-Virus übertragen wird und ebenfalls Atemwegserkrankungen auslöst, gehe ich davon aus, dass im Mai schon eine andere Stimmung herrscht als aktuell! Viele Ärzte/Experten sagen ja, dass der Frühling das Virus „killen“ wird! Bei der SARS-Pandemie 2003 klang es ja ab Mai auch ab!

  12. Bitte nicht zu dieser Panikmache beitragen… Der Wettbewerb wird im Mai ganz normal stattfinden.
    Medien nutzen den Virus gerade als Geldquelle, mehr nicht. Ebola war doch alles die genau gleiche Geschichte. Und die Schweinegrippe, Ehec und wie die ganzen Krankheiten nicht noch so hießen. Ist doch alle paar Jahre das Gleiche.

  13. In der schweiz sind alle veranstaltungen mit über 1000 personenen verboten. Keine fasnacht, kein fussball, kein eishockey. Kleinere veranstaltungen brauchen eine bewilligung.

  14. Es gibt viele Arten von Angst.

    In NL gab es am letzten Donnerstag eine Sondersendung ‚Corona: Fakten und Fabeln‘. Hat anscheinend doch geholfen die Einwohner zu einer Verhaltensänderung zu bewegen.

    Ein Großteil der Infizierten in NL war vor kurzem in Nord-Italien unterwegs, hat sich dort angesteckt.

    Unsere Familie dort macht Sonderurlaub, weil ihre Firmen ohne Aufträge sind bzw nicht mehr beliefert werden oder nicht ausliefern können, da nichts fertig ist.

  15. da sich die corona-viren bei kälte besser ausbreiten können (hab ich von wiwibloggs) ist ein solches szenario eher unwahrscheinlich und unrealistisch. Sollten die Viren jedoch die Sommerpause durchhalten bekäme nicht nur der esc sondern auch mein lieblingswettbewerb, der jesc schwierigkeiten. da polen sehr wahrscheinlich den wettbewerb wieder ausrichtet (soll angeblich auf einer pressekonferenz während des gar nicht mehr so sicheren escs 2020 festgelegt werden), wollte ich fragen ob polen auch fälle hat (besonders hierbei interessiert mich Krakau, weil die Stadt sich um eine ausrichtung beworben hat) und, ähm, gab es eigentlich 2003 wegen SARS auch derartige überlegungen wie oben?

    lasst deutschland zum jesc 2020!!!

    • hab mich mal schlau gemacht. Am 28. April 2003 wurde die Pandemie für gestoppt erklärt, weil es seit einigen Tagen keine neue Infektion gab. Somit konnte auch der ESC wie geplant stattfinden. Zu Problemen im Vorfeld konnte ich nichts finden. Ich hoffe aber, dass man heutzutage mit besseren medizinischem Verständnis, das Virus schneller eindämmen kann. Man hört immer nur, dass es angeblich einen Impfstoff gibt. Aber irgendwie hört man nie dass was unternommen wird

      • Es dauert schlichtweg länger als ein paar Monate oder gar Wochen, bis ein neuer impfstoff entwickelt und marktreif gemacht wird. Von circa einem Jahr ist aktuell die rede. Noch wird intensiv geforscht, aber auch bereits getestet. Es wird also TATSÄCHLICH „was unternommen“!

    • Weil du es gerade schon ansprichst, muss ich mal kurz zum diesjährigen JESC abschweifen! I Die letzten Jahre um diese Zeit wussten wir schon wo der JESC im jeweiligen Jahr stattfinden wird. Aber dieses Jahr erscheint mir das alles irgendwie sehr kurzfristig. Laut Medienberichten will TVP im Mai erst (beim ESC in den Niederlanden) der EBU die Bewerbung präsentieren. Die Betonung liegt auf dem Wort „präsentieren“! Das bedeutet, es kann auch noch abgelehnt werden! Und dann? Hat man vielleicht irgendein anderes Land im Hintergrund als Ausrichter an der Hand? Vor ein paar Monaten hieß es noch, dass viele der anderen, am JESC teilnehmenden Länder, nicht damit glücklich sein sollen, dass Polen, trotz des erneut gewonnen JESC, erneut auch wieder der Ausrichter für den diesjährigen JESC werden soll! Die Gründe dafür blieben unerwähnt in den Berichten!
      Also dieses Thema ist fast genau so spanned wie das mit dem deutschen Beitrag zum ESC in diesem Jahr war!
      Sorry Leute, dass ich jetzt kurz zum JESC abgeschweift bin, aber wenn es hier schon mal angesprochen wird!

  16. Bitte keinen Video-Contest!!! Dann lieber, wenn’s denn sein muss, was ich nicht glaube, den ESC verschieben.

    Ein Video-Contest würde ja auch den Sinn und Zweck der Veranstaltung zuwiderlaufen, nämlich, dass verschiedene Länder und Kulturen zusammenkommen. Das macht doch den Reiz aus. Ich war noch nie live vor Ort, aber die Magie kann ich auch daheim vorm Fernseher spüren. Ausserdem ist das Leben sowieso schon, nicht zuletzt durchs Internet unpersönlicher geworden. Ganz ehrlich, ich weiss nicht ob ich mir einen Video-Contest anschauen würde, von den fehlenden Live-Stimmen mal ganz abgesehen.
    Dann lieber meinetwegen auf nächstes Jahr verschieben. Aber, wie ja schon richtig geschrieben wurde,
    bitte keine Panik!!! Die Grippe rafft jedes Jahr wesentlich mehr Menschen dahin.

  17. Es ist schwer einzuschätzen, was passieren wird. Ich denke, dass das Virus nicht aufzuhalten ist, und die Behörden das auch bald so einschätzen werden. Das hieße, dass man die Testungen und Quarantänemaßnahmen stoppt und es wie eine Grippe behandelt. Dann könnte der ESC wie geplant stattfinden. Das Problem ist, dass die Veranstalter sicher nicht bis April mit einer Entscheidung warten werden, sondern jedenfalls in den kommenden zwei bis drei Wochen entscheiden müssen. Ein ESC ohne Publikum ist keine Option, da ja alleine durch das Zusammenkommen von 40 Delegationen eine große Menschenmenge zusammenkommt. Ein Online Contest macht gar keinen Sinn. Man könnte diesen doch im Fernsehen mit Schaltungen in die Länder gestalten. Ich glaube eher, er wird ganz normal stattfinden.

  18. Vor 10 Jahren die Schweinegrippe. Da war doch auch keine so große Panikmache wie jetzt. Damals wurde mitte Juni 2010 die Epidemie ausgerufen, war also während des ESC voll im Gange. Ich versteh nicht, warum einfach alles Heutzutage so überdramatisiert wird.

  19. Doch ich erinnere mich noch gut an 2009 und die Schweinegrippe. Da war auch Hysterie pur. Lange, sehr lange Schlangen an den Impfstellen, die Medien spekulierten über 100.000e Toten… und auf einmal war sie wieder weg.

    Was den ESC 2020 betrifft: Natürlich wird er wie geplant stattfinden.

  20. Laut einer Reality IQ Blondine (gefärbt) mit Boot und Mitteilungsdrang helfen ja Zwiebeln gegen unseren Problem-Virus. Da passt ja der ESC in Holland wie die Faust aufs Auge!
    Jetzt bin ich mir aber nicht sicher ob damit auch Tulpenzwiebeln gemeint sind oder etwa nur die gemeine Hauszwiebel die ich leichtsinnigerweise am Sonntag in den Gulasch geschnippelt habe. Blöd!

  21. Das wurde nicht genannt:
    Der ESC findet doch wieder in der kleineren Halle in Maastricht (oder in einem TV-Studio) statt. Dort wird alles in kleinerer Form aufgebaut. Dabei sein dürfen nur die Kandidaten, Delegationen, Mitarbeiter in der Halle und eine kleine Anzahl von Journalisten. Kein Live-Publikum und keine Veranstaltungen drumherum. Die Delegationen und Journalisten sitzen als Live-Publikum in der Halle. Peter Urban kann in Deutschland kommentieren. Alle müssen sich im Vorfeld einem Test unterziehen und dürfen nur dabei sein, wenn dieser Test negativ ist.

    Um die Halle drumherum wird eine Corona-Free-Zone eingerichtet, wo keiner rein und raus darf. Das Hotel müsste also auch in dieser Zone liegen.

    Da alles in abgespeckter Form stattfindet, kann alles innerhalb einer Woche stattfinden. Auf sepate Jury-Finals und Family-Shows kann ja verzichtet werden.

    Die Fernsehshow läuft wie geplant ab. Da alle auf derselben Bühne performen, ist die Fairness des Wettbewerbs gesichert. Das abstimmende TV-Publikum und die Juroren sitzen sowieso alle in den jeweiligen Ländern.

  22. Die Panikmache ist doch übertrieben. In Deutschland sind es gerade 100 bis 200 Fälle. Allein die Grippe ist da schlimmer. Ich sehe irgendwo nicht ein, das das Virus jetzt alles stoppen soll. Die Schweizer spinnen doch, so ne Panik zu vertreten. In Deutschland wurde kein einziges Bundesligaspiel wegen Corona abgesagt und das ist auch gut so.

  23. MP von NL Mark Rutte am 03.03.2020 um 12:30 nach einer ‚Krisensitzung‘:

    ‚Die Absage von (Gros-)Veranstaltungen ist jetzt nicht notwendig. Veranstalter bereiten sich vor auf ergänzende Maßnahmen,falls das Virus sich großflächig verbreitet.‘

    Übersetzt: The Show Must Go On, The Show Will Go On und nur im Fall der Fälle wird es etwas schwieriger sein in die Halle zu kommen.

  24. Wäre ja mal eine gute Option: Endlich keine sinnlosen, dämlichen Kamerafahrten ins Publikum und zurück, so dass man mal die Performances in Ruhe sehen kann.

  25. Die Leipziger Buchmesse wurde heute abgesagt. Da fange ich schon an, mir Gedanken zu machen, ob der ESC stattfinden wird…
    Ich persönlich finde die Absage übertrieben, befürchte aber, dass dem ESC in diesem Jahr ein ähnliches Schicksal bevorsteht.

    • Die Leipziger Buchmesse hätte aber auch übernächste Woche stattgefunden und nicht erst im Mai. Bis dahin kann noch viel passieren 😌

  26. Eine vorgesehene Florian Silbereisen Schlager Show der ARD wird auf Anfang Juni verschoben. Sollte eigentlich am 15.3. stattfinden. O.k. der ESC findet ja erst im Mai statt, aber die Zahl der Infizierten wird bis dahin ja auch nochmal ansteigen. Mal sehen….

  27. @ Marko.

    Die Entscheidung ob der ESC stattfindet, wird sicherlich nicht Anfang Mai sein. Ich glaube im März werden die Würfel fallen. Du musst bedenken, die Bühne wird im April aufgebaut.

    • Kleiner Hinweis: Medien gehören auch zu den Kunden auf meiner Arbeit. Ich muss nur kurz nachfragen 😉

      Zwischen 10. März (Treffen der Delegationsleiter) und Anfang Mai (Empfang/erste Proben) liegen fast acht Wochen. So lange kann man die Entwicklungen nicht vorhersagen. Deswegen: erst Anfang Mai wird endgültig entschieden.

      Heute Morgen gab es diesen Krisensitzung, danach eine Pressekonferenz und jetzt sickert durch was gemeint ist. Ab Karfreitag bis Ende September gibt es Woche für Woche Festivals und Konzerte – kurz Massenveranstaltungen. Oben drauf noch das Gedenken an April-Mai 1945, Königstag, Formel1Rennen und der ESC. Ziel: Alles soll wie geplant stattfinden.

      Nur wenn es wirklich zu einer Epidemie kommt, die Lage außer Kontrolle gerät, wird das RIVM vorschlagen solche Veranstaltungen abzusagen. Die Regierung und/oder der Bürgermeister wird folgen und die Genehmigung einziehen bzw ein Verbot verkündigen.

      In den Niederlanden geht man manche Entwicklungen anders an. Heute wurde z.B. noch einmal wiederholt, dass alle Reisenden, die in einen infizierten Gebiet waren, zwei Wochen Zuhause bleiben sollen. Dazu gibt es jetzt für ganz Nord-Italien eine negative Reise-Empfehlung (wie für andere Kriegs- und Krankheitsgebiete auf der Welt). Folge: keiner fahrt mehr dorthin.

      Es gibt schon Verhaltensänderungen . Auf einmal gibt es überall wieder diese Desinfektionsstellen, ältere und gesundheitlich geschwächte Menschen sieht man kaum mehr auf der Straße oder beim Einkaufen, die Verkehrsbetriebe melden alle weniger Fahrgäste und seit etwa 3 Wochen werden noch kaum mehr neue Reisen gebucht, auch innerhalb Europa.

  28. Der Witz bei der ganzen Panikmache ist ja – das Corona-Virus ist bei den allermeisten Verläufen, die ein Krankheitsbild zeigen nicht sehr viel mehr als ein Schnupfen. Viele Menschen die über ein gutes Immunsystem verfügen erkranken nicht mal daran – im Gegensatz zum alljährlichen Influenza-Virus der heftigste Grippe auslöst. Die Panikmache vor dem Virus ist also masslos überzogen und dient vermutlich nur einem Zweck – dass die div. Medien ihre Schlagzeilen haben und ihre Verkaufszahlen nach oben treiben können.

    Hier in München wurde jetzt auch die Messe „Heim- und Handwerk“ abgesagt – auch so eine völlig überzogene Massnahme.

    Bei diesem Corona-Virus kann man relativ einfach und gründlich eigene Vorsorge betreiben – wer sich nur ein bisschen die Mühe macht kann sich dazu ganz einfache Informationen einholen….wozu hat den jeder ein Smartphone oder Internetzugang?? Und Menschenmassen sollte man mE in der Grippesaison ohnehin weitgehend meiden – zumindest wenn man anfällig dafür ist.

    Wir sind halt immer noch in der kühlen Jahreszeit und da haben diese Dreck-Viren halt leider ne leichte und lange Überlebenszeit und darum derzeit auch leichtes Spiel. Bis Ostern dürfte das Thema aber langsam passe sein!

  29. Langsam ist’s nicht mehr lustig. War heute einkaufen und musste vor Ort erst mal improvisieren, weil die Hälfte der Sachen, die ich brauchte, nicht mehr da waren. Und ja, diese Genies „hamstern“ sogar Obst, Gemüse und sogar Fleisch – spricht auf jeden Fall für alle Kollegen, die meinen Hamstereinkäufe wären eine sinnvolle Maßnahme.
    Alles maßlos überzogen meiner Meinung nach. Aber naja, das letzte Wort hat immer noch der Betreiber der Ahoy-Arena. Wenn man über eine Absage nachdenkt, dann ladet doch immerhin die Acts in die Arena ein und lasst sie vor den Juries spielen. Das ganze Event abzublasen wegen eines Schnupfens, finde ich lächerlich.

  30. Der Schweizer Bundesrat verbietet Großveranstaltungen ja nur, um zu vermeiden, dass sich Corona- und Grippe-Erkrankte in Arztpraxen und Krankenhäuser in die Quere kommen und das Gesundheitssystem zum Kollaps bringen. Sobald die Grippe-Welle überstanden ist, werden Veranstaltungsverbote voraussichtlich wieder gelockert oder ganz aufgehoben. Im Mai darf bestimmt jeder wieder selbst entscheiden, welches Risiko er bereit ist einzunehmen, wenn er sich in eine Menge stürzt.

  31. Bei uns im Südwesten wurde jetzt das bekannte Mandelblütenfest abgesagt. Aus Sicherheitsgründen. Und dabei handelt es sich nicht mal um ein Event, dass in einer Halle stattfindet, sondern um eine Freiluftveranstaltung. Da sieht man gut, was diese vollkommen übertriebene Panikmache ausrichtet. Der Entscheider müsste konsequenterweise auch das öffentliche Leben in seinem Ort unterbinden und die ganze Stadt unter Quarantäne stellen. Es wäre zu begrüßen, dass die Niederländer sich von Vernunftgründen leiten lasen.
    Gut auch, dass Netta nicht letztes Jahr gewonnen hat. Israel hat anscheinend gestern die Einreise von Menschen aus Deutschland, Italien, Schweiz, Spanien, Österreich und Frankreich bis auf weiteres verboten!

  32. Eine Woche nach dem Artikel. Konzerte werden abgesagt, Fußballspiele vor leeren Rängen, Reisebeschränkungen. So langsam fürchte ich, dass der ESC ohne Publikum in der Halle stattfinden könnte.

  33. Wenn man sich diese Kommentare 10 Tage später so durchliest, fühlt man sich in einer ganz anderen Welt, leider!

    • Das stimmt leider sehr schmerzhaft! Erst dachte ich auch, dass das doch alles nicht schlimmer als die Grippe sein kann, aber es legt die ganze Welt lahm. Unser Event rückt da ganz schön in den Hintergrund….

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.