Deutsche ESC-Strategie: Hast du keinen Star, brauchst Du ein Thema

In kaum einem anderen ESC-Land hat es der Wettbewerb so schwer wie in Deutschland, dauerhaft und umfangreich in den Medien stattzufinden. Das beginnt hierzulande bereits mit der Berichterstattung über den Vorentscheid, die – wenn überhaupt – im größeren Stil erst am Tag der Auswahlshow erfolgt.

Kein Wunder: wenn nichts über die Songs bekannt ist und die Künstler weitgehende No-Names sind, kann man auch nicht viel berichten. Die Bild-Zeitung krallte sich letzte Woche daher erwartungsgemäß am verstorbenen Bruder von Aly Ryan fest und versuchte zumindest so ein paar Emotionen zu generieren. Ansonsten: weitgehende Medienleere.

Der NDR tut national auch vergleichsweise wenig und lässt auch wenig zu, um das zu ändern. Natürlich werden hier mal die Moderatorinnen und da mal die Pausenacts in Pressemeldungen bekanntgegeben. Aber ein längerfristiges Interesse oder einen Hype um den Vorentscheid kann man so natürlich nicht schaffen. Muss man vielleicht auch nicht, wenn es einem letztlich um das Abschneiden auf internationaler Ebene geht.

Hier muss dann umso lauter und internationaler getrommelt werden, um in 41 potenziellen Punktegeber-Ländern medial stattzufinden. Hilfreich ist hier natürlich die (internationale) Bekanntheit des ausgewählten Künstlers oder die Polarisierung des Acts. Letzteres erzeugt man über das schrille (oder besonders attraktive) Auftreten des Artisten, besondere Musikstile oder außergewöhnliche Bühnenshows. Mit etwas Glück hat man die Wettquoten auf seiner Seite und gilt als Favorit. Dann ist der Beitrag natürlich auch für die mediale Berichterstattung gesetzt.

Hat man all das nicht – und von den Unser-Lied-für-Israel-Acts hätte das polarisierende Potenzial wenn überhaupt Aly Ryan – muss man andere Wege einschlagen. Hier gilt die schöne alte Börsenweisheit: The trend is your friend. Setz Dich auf gesellschaftliche Themen, die gerade international positiv verhandelt werden – und schon kannst Du der Presse zumindest einen Aufhänger für die Berichterstattung liefern.

Der NDR fährt mit den S!sters nun im zweiten Jahr diese Schiene. Bei Michael Schulte (Foto unten) war es das universelle Thema Verlust eines Elternteils. Vermeintlich zu persönlich, aber letztlich so umsetzbar, dass man als Künstler nicht zu viel von sich preisgeben muss und doch auf die emotionale Wirkung vertrauen kann.

„Sister“ setzte nun von allen diesjährigen Vorentscheidbeiträgen auf das reichweitenstärkste: den Zusammenhalt der Frauen. Das ist zeitgemäß, punktet immer und hat mehr als 50% der Bevölkerung schon mal als sichere Sympathisantinnen. Von so einer Breitenwirkung konnte Linus Bruhn mit seiner Digital-Detox-Forderung (die eigentlich noch viel mehr Menschen betreffen sollte) nur träumen. Die Dämonen von BB Thomaz hingegen waren etwas zu nischig und wären in der Berichterstattung durchaus sensibel bis problematisch.

Klar kann man jetzt argumentieren, dass das Thema Liebe noch universeller ist. Aber da sitzen halt auch besonders viele andere Acts schon drauf. Ergo: total erwartbar, kein Alleinstellungsmerkmal und damit nicht berichterstattungsrelevant. Bleiben also die Frauen als größte Minderheit oder korrekter: kleinste Mehrheit.

Der NDR, so war zu hören, wusste schon vorher, dass er im Falle eines Sieges von „Sister“ das Thema Frauengemeinsamkeit und -stärke international spielen wollen würde. Womöglich war das auch ein zusätzlicher Grund für die Nachnominierung des Titels für den deutschen Vorentscheid. Wenn die Strategie verfängt, können die deutschen Fans sich beim ESC in Tel Aviv entspannt zurücklehnen und (mal wieder) die Frauen die Arbeit für sie erledigen lassen – in diesem Fall konkret das Voting für die S!sters.



37 Kommentare

  1. Ich dachte beim Thema „Frauenpower“ des Songs auch an #metoo, wobei das bei ESC-Fans eigentlich eher ungeeignet wäre, da es ja bereits das Vorjahres-Siegthema war. Ein Jahr zu spät eigentlich bzw. die Diskussion „Kopie des Vorjahres“. Hoffentlich können sich S!sters davon abgrenzen und die thematisierte Freundschaft zwischen Frauen rüberbringen (Und ja, auch meine geliebte Scilla Hess war mit „Playground“ ein #metoo Song, aber da haben wir wohl jetzt doch Luca am Start).

  2. Ich muss einfach sagen, dass ich bis heute enttäuscht bin. Ich will dem NDR nicht vorwerfen, dass sie den Sieg von S!sters geplant haben, aber ganz richtig lief es da nicht ab, und das wissen wir alle. Ich finde den Song auch nicht schlecht, ein Revamp wäre aber ganz nett, um mehr Stärke zu bringen, vielleicht paar Backing Singers? Und diese Drehscheibe geht einfach nicht, die liefen darauf rum wie zwei Storche im Salat. Gar nicht schön. Und man hat als Zuschauer immer nur ihre Rücken gesehen. Da doch lieber mit Fokus, Blur-Effekten, Nebel und dunkler Stimmung begeistern. Es gibt Potential. Es muss nur ausgeschöpft werden.

  3. Liebe Redaktion von ESC-Kompakt wollt ihr die Jubelautomaten von S!sters auf den Plan rufen? Na dann, lasst die Spiele beginnen in 3, 2, 1,,,,,, lets go. Ich hole mir schon mal einen Kaffee.

  4. ich bin kein jubler, finde den Song gut, mehr nicht. Aber ich finde nur das Ausmaß des Shitstorms vollkommen übertrieben. Auf jedenfall haben die beiden Sisters mehr Stimme als die sogenannte Sängerin aus der Ukraine.

  5. Sei mir jetzt nicht böse, aber hier die NDR-Interpretation aufzugreifen, dass das harmlose Liedchen den Zusammenhalt von Frauen thematisiert, finde ich ehrlich gesagt so seltsam wie die begeisterte Berichterstattung von den Proben.

  6. Thema ist super, nur war es bei Michael ja auch authentisch, weil er SEINE Geschichte erzählt hat. Die Message hat jeder verstanden, war ja unmissverständlich.

    Netta war auch authentisch, weil man ihr abkaufen konnte, das sie als Wesen zu sich steht und Empowerment (vor)gelebt hat. Sie war jemand, der gemobbt wurde, weil sie nicht dem Schönheitswahn entspricht und sie hat es wegen ihrer Fähigkeiten und musikalischen Stärke bis nach ganz oben geschafft. Eine Aschenputtelgeschichte quasi.

    Und sicherlich gibt es einige gute Presse/Medienbeispiele, die funktionieren oder eben nicht.

    Alys Bruder find ich jetzt auch mehr als grenzwertig. Was hat der Arme mit diesem Song zu tun?
    Mich hat das eher gestört. Typisches aufgehämmertes Tränendrüsen-TV.

    Alleinstellungsmerkmale sind enorm wichtig, aber sie müssen auch Sinn machen.

    Dieses Jahr, bei einem zusammengewürfelten Castingact das jetzt so verkaufen zu wollen, weiß nicht wie viele Medien das interessieren wird. Auf PR Events geht das dann so: „Ach, ihr seid doch keine Schwestern? Was wollt ihr uns damit sagen?“ Ich sehe dann schon, dann kommt die Blonde mit dem Thema um die Ecke, das sie ja heute umzieht und deshalb keine Zeit hatte sich inhaltlich mit dem ESC oder dem Thema ihres Liedes auseinander zu setzen, aber Schwestern halten ja zusammen, und der Umzug wurde ausschließlich in Harmonie unter Frauen veranstaltet.. woohoo.. wie authentisch..

    Ich bin gespannt, wie der NDR das Thema Schwesternschaft und Frauenpower dieses Jahr originell an den Mann/die Frau bringen will..

    Ich denke zum Produkt braucht es auch Persönlichkeit, und da würde ich zumindest erstmal an Stelle des NDR auf die Dunkelhaarige setzen.
    Das Thema ließe sich vl auch eher verkaufen mit zwei starken Frauenpersönlichkeiten, die die Pubertät offensichtlich (nicht erst gerstern) hinter sich gelassen haben. Bei der PK hat die Blonde ja erwähnt, mit dem Thema ist sie nicht ganz durch, als die Brünette angefangen hat zu erzählen, dass sich anzicken nicht mehr so viel Sinn macht, wenn man aus einem gewissen Alter raus ist.

    Auch zu dem Thema, das Schreiber in der PK angesprochen hat, die Sonderrolle des deutschen Vertreters in Israel. Da würde ich die beiden coachen was das Zeug hält, sonst sehe ich Fettnäpfchen-Alarm. Werden sie aber wohl.

    • +++Ich bin gespannt, wie der NDR das Thema Schwesternschaft und Frauenpower dieses Jahr originell an den Mann/die Frau bringen will..+++

      Hätte eine Idee. Die Leserinnen können Fotos von ihnen und ihrern Schwestern einschicken…

      • Also diese überdimensionalen Portraits im Hintergrund waren völlig fehl am Platz und lassen die Performance meiner Meinung nach billig wirken. Die Grundidee ist aber gar nicht so abwegig. Man könnte z.B. Hologramme nutzen (vgl. Australien 2016), um dieses Netzwerk an „Schwestern“ zu visualisieren. Die Performance muss auf jeden Fall überdacht und spannender gemacht werden.

    • Alys Bruder war mehr als ungeschickt im DSDS-Stil reingeworfen. Ich bin eh kein Fan solcher Einspieler – zumal diese ausgesprochen lang waren – aber der Aly-Film (bin kein Fan) war fast schon bosartig zusammengeschnitten. Erst zickig wirkend mit den schlecht gefärbten Haaren und tacky Make-up und „Ich wohn ja in Ell-Ey“, dann den Bruder so reingesetzt, so dass es wie Manipulation ihrerseits wirkte, das Thema zu platzieren, um nicht ganz so Ell-Ey zu wirken. Ein Tiefpunkt einer enttäuschenden Show.

      • Das mit den Hologrammen is eine super Idee!
        Kann ich mir richtig gut vorstellen!
        Das visuelle muss den teilweise langweiligen Song kräftig unterstützen.
        Ich denke aber nicht das die da großartig ne show drauß machen. Dafür ist Deutschland leider immer noch zu eingefahren.
        Das Motto „Weniger ist mehr“ fände ich jetzt unangebracht und einschläfernd.

  7. Ich gebs zu. Ich bin bild-leser. Dort hab ich gelesen, das sisters erst der schweiz vorgeschlagen wurde. Und prompt ist mir in den sinn gekommen….wenn ein gewisser l. h. sister singen würde, das wäre doch mal ein alleinstellungsmerkmal☺

  8. Mit dem Thema haben die Schwestern vielleicht bei 50% der Zuschauer Interesse geweckt, den restlichen 50 % dürfte es wohl egal sein und an der Rübe vorbeigehen. Nur wenn sie das Thema gesamtgesellschaftlich anpacken, dürfte es funktionieren. Bin gespannt wie das gehen soll. Eine schöne Aufgabe, die da auf die Verantwortlichen zu kommt.

    • 50 % der Televoter wäre dennoch schon eine Hausnummer. Und unter den Fans gibt es schließlich auch die ein oder andere „Schwester“. 😉

  9. Ein Thema ist nur gut, wenn der Song das auch authentisch rüberbringt und Emotionen beim Empfänger hervorruft, das traf auf Michael Schulte zu, Sisters kann das nicht gelingen. Man kann an den beiden Mädels noch arbeiten, was Styling und Bühnenpräsenz betrifft und das Staging noch eindrucksvoller machen. Aber das Ding über das Thema zu pushen ist unrealistisch.

  10. Der Vorentscheid war sehr enttäuschend. Die Show ohne Ende langatmig und nur bei der Wertung wurde es kurzweilig. Die Sieger“Pressekonferenz“ danach war armselig. Sich jetzt darüber Gedanken machen was Sister in den nächsten Wochen sollen halte ich erstmal zweitrangig.
    Warum floppte der Vorentscheid einmal mehr bei den Zuschauern? Es gibt gefühlt 100 DSDS Sendungen im Jahr und jede Show hat deutlich mehr Zuschauer als der Vorentscheid. Mir ist bewusst es ist keine einfache Aufgabe Zuseher für den Vorentscheid zu begeistern. Ich habe auch keinen Plan B. Aber zumindest müssten endlich neue Köpfe an die Sache ran. Da gibt es nichts zu beschönigen. Als im Herbst die Namen der Acts bekannt wurden war ich schon sehr enttäuscht. Es ist auch ein Unding nicht die erfolgreichen Deutschen Komponisten ins Boot zu holen. Wenn man nicht kreativ ist, dann soll man sich wenigstens an Schweden orientieren. Die wissen wie es geht.
    Ich hoffe ESC Kompakt ist kritisch gegenüber dem NDR. Denn gesunde Kritik hilft weiter. Nicht das Geschleime eines Feddersen.

  11. Hallo an alle und das ESC Kompakt-Team! Ich möchte kurz etwas loswerden. Viele regen sich auf über den Sieg der S!sters, aber nur mal kurz ein paar Fragen zum Nachdenken…

    Die Einspielfilme: Habt ihr nicht gemerkt, wie negativ bzw. unsympathisch die ESC-Einspielfilmchen z. B. von BB Thomaz, Aly Ryan und z. T. auch Makeda, Gregor Hägele und eher weniger Linus Bruhn gewirkt haben? Anderes Extrem: Die Einspielpostkarten von Lilly Among Clouds und S!sters waren viel sympathischer und haben vor allem aus der Sicht von Nicht-ESC-Bubble-Hardcore-Fans Sympathie ausgestrahlt. Vielleicht auch ein Indiz: Die Televoting-Ergebnisse. Haben die Künstler die Einspielfilme nicht vorher gesehen?

    Dann einige Fragen zu ESC Kompakt: Ihr habt von den Proben berichtet. War es geplant, dass Linus die Tänzer „verliert“? Er hatte doch am Freitag keine Tänzer mehr um sich, richtig? War das seine Entscheidung oder die des Senders und Produzenten? Weil wenn man die Show Revue passieren lässt, haben die S!sters doch auch ein Alleinstellungsmerkmal im hinteren Teil der Startreihenfolge gehabt, weil sie einfach zu zweit waren und eine sehr gute Startnummer hatten.

    Und dann noch zu den Performances: Bei Linus hat man gemerkt, dass das Publikum immer mehr Spaß beim Zuschauen bekam. Aly Ryans Performance war vergleichsweise distanziert und hat dem Zuschauer wenig gegeben und die Lichtspiele und Effekte waren für den „Normalo“-Zuschauer etwas zu viel. Makedas Outfit war nicht passend zum Song. Ihr Outfit in ihrem Musikvideo ist vielleicht besser. Sie hätte etwas Schlichtes tragen sollen, nichts Goldenes und dann noch der gefühlt 100. Goldregen beim ESC. Warum nicht sie schlicht angezogen, einfach angezogen und ein Klavier (evtl. mit Klavierspieler) auf der Bühne, alles reduziert? Das toucht die meisten Fernsehzuschauer auch nicht mehr. Klar, sie hat gut gesungen, aber irgendwie hätte es gerade bei diesem Song mehr Natürlichkeit und Zerbrechlichkeit gebraucht, um die Zuschauer stärker für sich zu gewinnen. Wer ist für die Auftritte eigentlich verantwortlich? Die Künstler selbst? Manager? Show-Produzent?

    Zu der Show: Zu viele Intervall-Acts und irgendwie merkt man beim NDR auch nichts von der Liebe zum Detail. Ein guter Vorentscheid muss auch eine gewisse Liebe zum ESC verströmen. Der Anfang der Show war aber schon mal positiv. Über Schöneberger kann man geteilter Meinung sein. Sie war insgesamt ok, z. T. auch ausgesprochen witzig, aber klar wird sie auch älter und etwas anstrengend beim Zuschauen ist ihre Art der Moderation gerade beim älteren Publikum. Sie ist besser als Linda gewesen, die wahrscheinlich auch nur aus dem selben Grund teil der Show ist, wie Judith damals beim ESC 2011, nämlich gute Beziehungen zur Chefetage. Die Idee die Show auf einen Freitag zu platzieren, finde ich eigentlich gut, nur vielleicht nicht gerade Ende Februar. Außerdem bitte das nächste Jahr wieder etwas mehr Publicity und Werbung für den ESC-Vorentscheid! Man hat doch bei der ARD mit den Dritten (und auf ONE, aber auch vielen Radiosendern), aber gerade auch mit verschiedenen Sendungen im Ersten die Chance gehabt, verstärkt für den Vorentscheid zu werben. Warum nutzt man das nie richtig? Und bitte: Die Kandidaten müssen der Gesamtbevölkerung auch früher richtig bekannt sein, damit die auch einschalten. Warum man sich nicht etwas mehr aus dem Casting-Kosmos herausbewegt, ist mir da ein Rätsel? Udo Lindenberg, Revolverheld, Andreas Bourani… diese Künstler hätte es als Intervall-Acts nicht gebraucht und hätte sicher auch Geld eingespart. Kameraarbeit, Bühne und Gesamteindruck der Show, Showablauf, Flow… tja, was soll man sagen? Bin kein Experte, aber da gibt es doch sicher noch ein wenig Luft nach oben bzw. Verbesserungspotential.

    Zu den Verschwörungstheorien: Das mit der Wahl der Jury-Mitglieder (Sänger von Revolverheld, Leute von Universal, Leute, die evtl. bereits mit Laurell Barker und Co. zusammengearbeitet haben)… das hätte man vorher checken müssen und durch die Wahl anderer neutralerer Jury-Mitglieder im Vorfeld abfedern können. Außerdem eine Frage an ESC Kompakt: Wurden die Einzelergebnisse der 100 Eurovision-Panel-Mitglieder irgendwo veröffentlicht? Also, wie viele von denen für die einzelnen Künstler abgestimmt haben? Aly Ryan bekam ja 12 Punkte. Heißt das, die meisten von den 100 haben sie auf 1 gehabt oder wurden die Punkte zusammenaddiert wie bei der Internationalen Jury? Gibt es da offizielle Zahlen von dieser Jury, wie genau abgestimmt wurde oder ist das Top Secret? Und wie sieht es mit offiziellen Zahlen zum Televoting-SMS-Voting aus? War es sehr knapp?

    Letztlich kann man es ja nicht mehr rückgängig machen. Also weniger Hate für die S!sters und mehr Love für den ESC 2019! Hat Thomas Schreiber nicht in einem Video auf Eurovision.de gesagt, er hätte schon evtl. einen guten Song für das nächste Jahr in der Hinterhand? Vielleicht ein Gewinnersong 2020?

    Bitte Entschuldigung für den längeren Kommentar! Und an alle, die anderer Meinung sind, bitte nicht böse sein und beleidigen! Das ist nur meine persönliche Meinung und der Eindruck zum Vorentscheid 2019.

  12. Ergänzend ist mir auch noch aufgefallen: BB Thomaz und Aly Ryan sahen bei ihrem Auftritt definitiv nicht glücklich aus? Sie waren leicht verängstigt und sahen so unglücklich aus. Gab es da evtl. Streit mit den Verantwortlichen? Gerade bei den beiden waren die Einspielfilmchen meiner Meinung auch nicht besonders gut gewählt. Gregor Hägele hätte ein deutsches Lied viel besser gestanden. Seine Stimme war leider nicht durchgehend gut. War er vielleicht krank an dem Abend? Und die arme Lilly Among Clouds war ja vorher schon krank, was man leider an ihrer Stimme gemerkt hat. Geht es ihr jetzt wieder besser?

  13. Übrigens hat der NDR Werbung für den ESC gemacht. Zumindest auf den Bahnhöfen von Essen und Gelsenkirchen. Ihr kennt doch die Bildschirme. Dort war dann die Einspielung : heute Abend Unser Lied für Israel. Allerdings und das ist kein Scherz war das am Donnerstag.

  14. Interessant tatsächlich die vielen guten Reaktionen zu Sister auf youtube vorhanden sind.

    Von all den Umständen losgelöst versuche ich mal eine Analyse zu dem Song

    Zwei sympathische und sehr gute Sängerinnen
    Sehr gute Harmonie der beiden Stimmen im Song
    Intro , Strophen und Bridge sind sehr gut abgestimmt und
    entwickeln eine steigende Dynamik.
    Refrain hat Power und wird zum Schluss noch gesteigert.
    Staging mit Drehbühne ist interessant durch die wechselnde Optik.
    Text und Thema des Songs sind durchdacht.

    Song ist nicht sehr innovativ. Erinnert eher an die 90/00.
    Der ruhige Zwischenteil nimmt etwas die Dynamik
    Es ist eher ein klassischer als ein moderner Popsong.
    Wenig Show, Alleinstellung fehlt, spezieller Kick.

    Was mir auffällt. Der Song wirkt schon bei einmaligem hören gut.
    Wenn ich Ihn mehrfach höre wird er sehr repetitiv.
    Die Stimmung der beiden Sängerinnen kommt gut rüber.

    Wir sollten hier nichts abschreiben. Es ist kein Gewinner. Es ist keine Innovation. Für den ESC hat es aber einige Bestandteile die funktionieren. Wenn alles Zusammen gut in Szene gesetzt wird werden wir beim Juryvoting sehr gut und beim Televoting im Mittelfeld punkten

    • Tja, das ist immer das Problem bei solchen Message-Songs …
      Ich weiß noch, wie uns damals in der 6. Klasse mit feierlicher Miene verkündet wurde, dass Mädchen auch Mathe können – und ich so: Hä? Warum sollte das für uns auch ein Problem sein? In unserem A-Kurs Mathe (Gymnasiums-KandidatInnen) war das Geschlechterverhältnis ziemlich genau 50/50.

  15. Und zum Thema Authenzität: Jeder wusste das Ell und Nikki 2011 kein Liebespaar waren und die sind auch nur für den ESC zusammengecastet worden und sie haben den ESC gewonnen. 1979 wurden Dschinghis Khan auch nur für den ESC gecastet und wurden vierter. Also sowas kann durchaus funktionieren.

    @Frau Nachbar: Willst du damit andeuten, das es vollkommen unrealistisch ist, das es unter Frauen keine Stutenbissigkeit gibt?

  16. Ich weiß ja nicht wo hier gelesen wird, aber bei YT (auch auf den Eurovision-Chanel) sind die Reaktionen doch eher sehr verhalten und es gibt einen für ESC-Songs total unübliches Verhältnis zwischen Likes und Dislikes. Zwar überwiegen beim Eurovision-Chanel die Likes, allerdings dich gefolgt von den Dislikes. Da sieht gar nix gut aus.

    Auch in anderen Foren, wo Leute die Songs bewerten, schneiden Sisters nicht gut ab. Teilweise sogar noch schlechter als damals Perfect Life.

    Jetzt hat das alles nicht unbedingt was zu sagen, weil sich bisher nur ESC-Fans äußern und beim ESC auch gerne mal Songs ganz gut abschneiden, die eben nicht bei der Fanbase punkten.

    Allerdings sehe ich keinen einzigen Grund, warum das bei Sisters der Fall sein sollte. Das ist einfach nur nen ganz übler 90er-Jahre-ESC-Schinken.

  17. Die Show fand ich nicht schlecht;aber auf Lindenberg und Herr.Stade hätte man verzichten können das hat die Show nur unendlich verlängert ,2 Intervall Acts hätten gereicht.Die Moderation ging in Ordnung.
    Der deutsche Beitrag diese Jahr gefällt mir nicht wünsche den beiden trotzdem viel Glück.

  18. Bei allen Likes und Dislikes in der Fanbase. Entscheiden wird das Millionenpublikum im Mai und da zählt ob die Songs die Leute ansprechen oder nicht. Im Vorfeld interessiert 98% der Zuschauer nicht was da auf Sie zukommt. Was den Gewinnertipp / Favoriten angeht haben die ESC Fans schon das richtigen Gespür, was dahinter passiert ist schon weniger klar.

  19. Wir sind aber nicht mehr im Jahr 2011 oder gar 1979……. Zudem waren Dschinghis Khan damals musikalisch auf der Höhe der Zeit, der Sister-Act klingt dagegen für das Jahr 2019 sehr angestaubt. Meckie hat es schon richtigerweise erwähnt.

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