Deutschlands Beitrag für den ESC 2021: „I Don’t Feel Hate“ von Jendrik

„I Don’t Feel Hate“ von Jendrik ist Deutschlands Beitrag für den Eurovision Song Contest 2021 in Rotterdam. Anfang des Monats hat der NDR bekanntgegeben, dass der 26-jährige Jendrik Sigwart Deutschland im Mai in Rotterdam vertreten wird. Das Musikvideo wird heute Abend als Live-Premiere um 18 Uhr auf YouTube veröffentlicht, „I Don’t Feel Hate“ ist aber bereits auf den gängigen Streaming- und Downloadplattformen (auf Spotify, iTunes, Amazon etc.) zu finden.

Den Song hat Jendrik in Eigenregie geschrieben und produziert. Auch das Musikvideo hat er selbst gedreht und dessen Entstehung auf seinen Social-Media-Kanälen (TikTok und Instagram) unter dem Motto „How to make a Musikvideo“ dokumentiert.

Jendrik und sein Song für Rotterdam wurden durch das gleiche mehrstufige Verfahren ausgewählt, das auch schon im vergangenen Jahr zum Einsatz gekommen ist. Den genauen Prozess haben wir hier beschrieben. Am Ende haben sich die 100-köpfige Eurovisions-Jury und die 20-köpfige internationale Fachjury aufgrund eines Live-Auftritts mit extrem großer Zustimmung für das Gesamtpaket aus Jendrik, seinem Lied und seiner Performance entschieden.

Jendrik heißt vollständig Jendrik Sigwart und ist als Zweitältester mit vier Geschwistern in Hamburg aufgewachsen. Als Jugendlicher begann er Klavier und Geige zu spielen. Nach der Schule hat er Musical am renommierten lnstitut für Musik der Hochschule Osnabrück studiert. Abseits der Musicalbühne, auf der er schon in zahlreichen Musicals stand, schreibt Jendrik aber auch eigene Songs auf seiner Ukulele mit mal lustigen, mal nachdenklichen Texten auf Deutsch oder Englisch und mit erfrischenden Ohrwurm-Melodien. In einem ausführlichen Porträt haben wir Jendrik genauer vorgestellt.

„I Don’t Feel Hate“ ist eine fröhliche Popnummer, auf der Jendrik nicht nur singt, sondern auch seine Ukulele spielt. Der Song beginnt direkt mit dem Refrain, es folgt ein Instrumentalpart mit vielen Blechbläsern, der zur ersten eigentlichen Strophe überleitet. Bei dieser wird Jendrik an einzelnen Stellen durch Backgroundgesang begleitet. Prägnant ist den ganzen Song über die gepfiffene Melodie. Ab dem zweite Refrain sind die Blasinstrumente dann auch regelmäßig zu hören und sorgen so für einen volleren Klang.

„I don’t feel hate, that’s the whole point of the song“ singt Jendrik darauffolgend, was zugleich die Botschaft seines Songs zusammenfasst. Vor dem finalen Refrain gibt es nochmal einen Tempowechsel, ehe Jendrik die Zuhörerschaft mit besten Wünschen  – auf Deutsch – verabschiedet.

ESC-Barometer

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Über den deutschen Beitrag sprechen wir auch heute um 19 Uhr in unserem ESC Kompakt LIVE auf YouTube


283 Kommentare

  1. Ich denke, bei diesem Song wird beim ESC-Kompakt-Index das Polarimeter ordentlich ausschlagen.
    Ich finde ihn ganz hervorragend, aber im Vorhinein gab’s ja schon viele durchaus sehr kritische Stimmen…

  2. Mir fehlen die Worte um das Ausmaß meiner Fremdscham zu beschreiben – ich bin tatsächlich gleichzeitig sprachlos, verärgert und vollkommen fassungslos. Der Tiefpunkt der deutschen ESC Geschichte ist erreicht.

      • Lach das geht mir genauso; Perfect Life finde ich noch schlimmer, weil es ein nichts war. Das hier ist für mich nerviger Schrott, aber bleibt immerhin (wenn auch negativ) in Erinnerung.

    • Alles, was usain1 sagt.
      Ich bin auch wirklich verärgert darüber, dass der NDR denkt, er könnte uns das mit diesen 11 Komma irgendwas Punkten verkaufen. So naiv, das wirklich zu glauben, kann man nicht sein. Man möchte es vielleicht gerne glauben. Aber das kann niemals niemals niemals stimmen.
      Das Problem ist ja auch: da wurden so viele Erwartungen geweckt. Wenn dann ein Song rauskommt, den die eine Hälft liebt und die andere Hälfte ganz grausam findet, stimmt erneut etwas nicht. Das ist also auch rein marketingtechnisch wieder mal eine Vollkatastrophe.

      Ich weiß ja, dass es einen Unterschied gibt zwischen „Gefällt mir nicht“ und „Wird beim ESC abschmieren“. Aber gehen wir da bitte mal sachlich dran: das ist Musik, die konzipiert ist für diesen einen Abend. Aber keine, die den Abend überdauert. Ergo: es gibt keine Zielgruppe.
      Otto Normalzuschauer votet nicht übermäßig oft, vielleicht ruft er einmal an oder vielleicht noch ein zweites oder drittes Mal. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand sagt „Deuschland ist mein Lieblingslied, dafür rufe ich an.“? Die ist gering. Eben weil das Problem ist, dass da keine Struktur ist, es ist keinem Genre zuzuordnen. Ich kann verstehen, dass man sagt „Das ist doch ganz lustig, mich unterhält es.“ Aber das bedeutet nicht, dass man dafür auch direkt votet. Zumal ja ohnehin nicht jeder, der zuguckt und sagt „Ich fand Lied XY gut, ich ruf an.“
      Und dann ist da noch die andere Hälfte, die sich fremdschämt und das ganz furchtbar findet. Die rufen also auch nicht an.
      Und zwischen „Find ich super“ und „Find ich furchtbar“ wird es nicht viel geben. Und die, die sich da wiederfinden, werden auch nicht anrufen.

      Ich prophezeie hiermit feierlich 0 Punkte insgesamt. Danke bitte tüss

      • Als die angeblich 99% Begeisterung der 2 Juries bekanntgegeben wurde, war klar, dass da irgendwas ganz schief gelaufen ist und die versuchen, das zu verdecken. Aber dass es so schlimm wird, hätte ich auch nicht gedacht.

      • Wir wissen doch alle noch gut, denke ich, wie 2019 die Sisterlein mal eben still und leise ins Teilnehmerfeld reingeschummelt und hochgevoted wurden. Glaubt echt jemand dass das jetzt – ohne Publikumsbeteiligung anders gelaufen sein soll? Schön, dass bei den Songwriting-Camps so viele super Songs rauskommen, die dann in andere Länder exportiert werden.

        „Und wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt vom NDR ein noch schlechterer Song für uns daher.“

      • @4porcelli:
        Oder sie denken halt wirklich, dass sie DEN Übersong schlechthin haben nun und damit Deutschland tatsächlich in die Top10 kommt.
        Für mich dienen diese Superlative von wegen 2 Jurys, hohe Punkte blabla nur wieder als Taktik, um am ESC-Abend nach einem neuerlichen Debakel sagen zu können „Aber das verstehen wir nicht, die Zustimmung war doch so hoch“, gefolgt von „Es ist auch die Politik von Frau Merkel“ und „Jendrik war so sympathisch“.

        Es ist einfach so schade, weil man 2018 auf einem guten richtigen Weg war und der abgesehen vom Sisters-Beigeschmack auch 2019 fortgesetzt wurde. Und plötzlich verzieht man sich ins stille Kämmerlein und sagt dem Fan „Jurys super, Songcamp super, Show im Palladium so super, dass wir sie hätten ausstrahlen können“. Und trotzdem präsentiert man null weitere Infos.

        Es geht ja gar nicht so sehr um Platzierungen beim ESC. Ich war auf Texas Lightning oder Roger Cicero auch „stolz“. Manchmal isses auch okay, mit wehenden Fahnen unterzugehen. Ich erkenne aber nichtmal mehr ein Bemühen, irgendeine Fahne zu wehen.

        Um im Bild zu bleiben: frischer Wind muss her. Und auch das unabhängig vom Ausgang 2021. Selbst wenn Jendrik gut abschneidet, ist das Vorgehen des NDR nachwievor eine mittleree Katastrophe.

    • Der Tiefpunkt der deutschen ESC-Geschichte war 1995 erreicht mit „Verliebt in Dich“! Und zum Glück haben diesen absoluten Nullpunkt deutschsprachigen ESC-Liedgutes selbst unsere Beiträge von 2014 bis 2017 nicht mal annähernd erreicht. Und Jendrik schon gar nicht.

      • Volle Zustimmung. „Verliebt in Dich“ ist beinahe in jeder Hinsicht der schlimmste Beitrag, den wir jemals zum ESC geschickt haben.

      • „Verliebt in dich“ ist als reiner Audio-Song ein Meisterwerk und so ziemlich das Beste, was jemals beim ESC war. Global. So. 🙂

      • Da fällt mir jetzt aber ein Stone von Herzen… du schreibst mir aus der Seele.
        Man könnte sich in dich verlieben 🙂

      • Na ja, ich glaube „Verliebt in Dich“ war einfach schlecht auf der Bühne umgesetzt. Der Song war gar nicht mal so schlecht, meiner Meinung nach.
        Richtig schlimm waren für mich „Ein Traum darf niemals sterben“, Träume sind für alle da“ „Frei zu leben“ und „Zeit“.
        An diese Tiefpunkte kommt kein deutscher Song seit 2000 ran, noch nicht mal „Perfect life“.
        Und Jendrik sowieso nicht. Ich finde, das ist der beste Song seit „Is it Right“.😉
        Okay, okay, Elaiza sind damit auch eher im hinteren Mittelfeld gelandet, trotzdem mag ich den Song. Ist nur meine persönliche Meinung.🙂

      • @Felix:
        Nur zu. 🙂

        @Gaby:
        „Zeit“ find ich eigentlich ganz okay. Aber ja, Atlantis 2000 und danach Wind war schon übel.
        „Frei zu leben“ auch schlimm, vor allem live.

      • @Andi ,ich wusste es … 🙂 , ich meinte zwar die @Inge ,aber ich lass heute einfach mal die Sonne in mein Herz , weil generell darf ja so ein Traum niemals sterben 😉

    • Gracia. Corinna May. No Angels. Sisters. Stoned & Stoned. DAS waren Tiefpunkte. Aber doch nicht Jendrik. Ich kann akzeptieren, dass man das leidenschaftlich hassen, sich dafür fremdschämen und was weiß ich noch alles kann. Aber Tiefpunkt? No way. Das wird polarisieren bis zum Gehtnichtmehr und dadurch viel Aufmerksamkeit bekommen. Und das ist ja mindestens mal nix Schlechtes.

  3. Also, ich mag den Song, er macht mir Spaß. Nur in diesem Genre wäre vielleicht Deutsch besser gewesen.

    Viel Glück – ich werte mal mit 6/10

  4. Erinnert mich echt an Lettland mit Cake to bake.

    Bin kein Fan, aber war schon seit längerem nicht mehr von den deutschen Beiträgen

  5. Wenn das der beste Song aus mehreren Hundert Einsendungen war, dann gute Nacht. Der NDR hat (wiedermal) total versagt. Das ist ein Lied was einfach nur auf die Nerven geht.

  6. Ich habe Ihn gerade zum ersten Mal im Radio * N-Joy* und muss sagen das er mir sehr gut gefällt .
    Der Instrumentalpart ist schon echt klasse .
    Als Siegersong sehe ich Ihn aber bis jetzt nicht . Da muss man die Bühne und die Performance sehen .
    Er macht aufjedenfall Spaß .

  7. Meine Meinung in a nutshell: I don’t feel hate, I just feel sorry…

    Meine ausführlichere Meinung:

    Es ist sicherlich nicht der schlechteste Beitrag in der gesamten ESC-Geschichte, aber eben auch kein absoluter Knaller. Ich sehe damit wenig Chancen für eine Top 10 Platzierung in Rotterdam, eher unteres Mittelfeld wie Elaiza… Aber vielleicht kann ja die Performance und die Inszenierung noch ein bisschen was reißen.

    Was jedoch die Audioversion allein betrifft – durchaus Ohrwurm-Potenzial, aber insgesamt, wie ich befürchtet hatte, eine eher lauwarme Gute-Laune-Nummer, wenig originell und wenig mitreißend. Die 11,8 Punkte kann ich nicht nachvollziehen.

    • Die 11,8 Punkte sind ja nicht alleine auf den Song. Jendirk hat Live perform und das können wir am Samstag sehen. Das Video kommt ja auch noch heute Abend. Der Song ist auch eher so was man mal hören kann, aber das trifft auf viele Songs vom ESC zu. Oder hört jemand öfters Stefan Raab Wadelhadeldudeda. Es wird viel im Mai von Jendriks Bühnenperformence abhängen und ich habe es im Gefühl das er das kann. Denke kein Sieg, aber auch keine 0 Punkte von Sisters. Der Song polarisiert und wird seine Fans an dem Abend finden.

      • Ja, ich gebe dir soweit schon Recht: Bei diesem Song ist die Inszenierung/Performance überlebenswichtig. Wenn die echt originell und mitreißend ist, könnten wir vielleicht sogar ganz leicht an den Top 10 kratzen.

        Und du hast auch Recht, dass viele ESC-Lieder auch einfach in die Kategorie „so was man mal hören kann“ fallen. Ich finde aber auch, dass man bei unserem Lied stark das „Amateurhafte“ heraushört, was per se natürlich nichts Schlechtes ist und viele Newcomer haben schon den ESC gewonnen. Aber im Vergleich mit Ländern wie Schweden, Norwegen, Dänemark, Russland muss man halt sagen, dass solche Länder im Allgemeinen viel professionellere Sachen auffahren. Und das vermisse ich für Deutschland ziemlich.

  8. Ich hab mir nach den ersten 40 Sekunden gewünscht, er wäre zu Ende:(( ich find’s so schade, aber scheinbar ist Jendrik doch eher tiktoker als Musiker. Ich weiß nicht, ob deutsch bei dem Cringefest geholfen hätte. Na hoffentlich finden einige Voter in Europa daran etwas um den letzten Platz zu verhindern. Ist wenigstens kein typischer ganz netter radiosong, wie er locker aus dem UK kommt, aber ist wirklich seltsam. Und dabei war Violent Thing so großartig! Es bleibt für Deutschland zu hoffen, dass die Mehrheit einen anderen Geschmack hat als meine Wenigkeit. Gott bin ich froh wenigstens noch italienische und estnische Wurzeln zu haben

      • Wir sind ja häufig einer Meinung, aber ich wünsche mir „Violent Thing“ zurück, aber nur wenn das Lied nicht von einem verängstigten Kind dargeboten wird.

      • der 2020er beitrag war auch nicht unbedingt meine baustelle aber im vergleich zu 2021 war das ein (pop)titan.

      • „Violent Thing“ fand ich auch schrecklich, mir gefällt „I don’t feel hate“ erheblich besser.🙂

  9. So, habe es mir jetzt ganz angehört.

    Ne, ist wirklich überhaupt nicht mein Geschmack. Da versucht man mit der Holzhammermethode gute Laune zu erzeugen, genau deshalbt konnte ich damals mit „Happy“ von Pharrell Williams auch nichts anfangen. Der Song taugt für mich maximal zur Kinderbespaßung im Robinson Club auf Mallorca, aber nicht für den ESC.

    Habe daher mit „ganz furchtbar“ gestimmt, Spanien ist die rote Laterne los.

    So,ich hoffe ich werde jetzt nicht von anderen Usern als „Hater“ gebrandmarkt.

    • Da bin ich absolut deiner Meinung.
      Ich kann auch nichts mit den „Habt jetzt gefälligst gute Laune“ Songs anfangen.
      „Happy“ fand ich ganz schrecklich.

      Wenn es in die satirische Richtung ala Guildo Horn oder Alf Poier gehen würde -> super
      Wenn es zurückgenommen erheiternd ist wie Gianluca (Malta 2013) -> sehr gut
      Aber wenn man schon in die überdrehte Richtung gehen will, dann bitte mit modernem Sound wie Jedward.
      Mit Kindermusik wird nämlich kaum jemand erreichen, hat „Cake to bake“ ja auch nicht geschafft.

    • Wieso sollte man Dich als „Hater“ bezeichnen? Das ist Deine ganz persönliche Meinung, die nicht als „allgemeingültig“ hingestellt wird, und die ohne Beleidigungen auskommt. Ist doch total okay.😉

  10. Wenn es eine Ballade geworden wäre, hätte es vielen hier auch nicht gepaßt….

    Ich brauche keinen Milanov, sondern bevorzuge Künstler mit eigener Authentizität. Danke Jendrik !

    Ich bin bereits mit 7/10 Punkte

  11. Tja – das ist er nun, „unser“ Beitrag für den ESC. Also meiner ist er leider nicht. Schwimmt irgendwie im Fahrwasser der letztjährigen Beiträge aus Litauen, Island und Russland. Nur das die auf mich professioneller wirken. Und diese Ansage am Schluss sollte er sich vielleicht besser sparen. Habe mit „so la la“ gestimmt. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Aber mir schwant böses.

  12. Mir ist der Kontrast zwischen Ukulelerefrain und Bläsern besonders am Anfang zu stark. Gegen Ende des Songs ist das besser, da ist es mir aber auch nicht stark genug. Hat aber eine gewisse Eigenständigkeit und könnte Live überraschend gut wirken.

  13. Tja, ich mag sowohl Blas als auch Jendrik….

    1. Frankreich 10/10
    2. Litauen 9/10
    3. Finnland 8,5/10
    4. Ukraine 8/10
    5. Spanien 7,5/10
    6. Deutschland 7/10
    7. Albanien 5/10
    8. Israel 4/10
    9. Norwegen 3/10
    10. Tschechien 2/10
    11. Kroatien 1/10
    12. Zypern 0/10

  14. Also, wenn ich ehrlich bin: Ich hab den Song grad auf Bayern 3 gehört und fand ihn im Radio echt gut. Hätte ich nicht gedacht. Der Moderator hat es mit speziellem Song umschrieben und danach mit Björn Strößner gesprochen. Der war vor einigen Jahren bei den Songchecks mit Veronica Pohl.
    Er hat gesagt: „Jendrik sticht wirklich unter den ganzen jammernden Weiber wie aus Frankreich, Albanien oder Kroatien heraus.“
    Über diese Aussage kann man streiten, aber er findet den Song originell und denkt dass so ein Gute-Laune-Song nach der Corona-Pandemie in ganz Europa gut ankommen kann.

    • Sorry, man kann sowohl Frankreich als auch Deutschland mögen. Alles kein Problem. Solche Kommentare sind echt verzichtbar.

    • Hä, aber Albina hat doch ihren albernen Popsong in dem sich davon singt, dass Männer sie anflehen nicht zu gehen. Was ist daran denn ein „jammerndes Weib“?

      Aber generell… der Kommentar geht ja mal gar nicht.

      • Ich glaube, er hat einfach händerigend nach Frauen gesucht, um seine These zu stützen.
        Mich hätte der Kommentar nicht gestört, wenn mehr als 25% der Songs veröffentlicht wären. Aber so, naja…
        Ich fand aber, dass Björn doch versucht hat den Beitrag gut zu reden, da der Moderator 3 mal sagte: Dieser Song ist speziell und man muss ihn wohl öfters hören.
        Aber ich muss echt sagen: Bayern 3 hat den Beitrag um 12:10 Uhr gebracht, also kurz nach der Veröffentlichung, und 10 Minuten darüber gesprochen.
        Ist ja schon mal was!

  15. Positiv:
    Der Song macht gute Laune (wahrscheinlich nicht bei allen)
    Er sticht sicherlich heraus und sorgt für Aufmerksamkeit
    Er hält ein paar Überraschungen bereit
    Jendrik ist charismatisch
    Auf der Bühne kann man den Song sicherlich witzig inszenieren

    Negativ:
    Nichts an dem Song ist zeitgemäß.
    Bei den Jurys ist eine gute Platzierung praktisch ausgeschlossen.
    Jendrik hat eine dünne, unscheinbare Stimme.
    Auf Deutsch würde er vielleicht besser wirken und würde zumindest in Deutschland die Schlagerklientel bedienen.
    Das Thema des Songs hätte ich gerne ernsthaft behandelt und nicht als Blödelei.
    Falls es kein Publikum geben sollte, wirkt so ein Song sicherlich nicht so gut.

    • Warum muß alles immer „zeitgemäß“ sein ? Das Gegenbeispiel kann man bei Zypern sehen – von vorne bis hinten geklaut.

      • Moderne Songs sind nicht zwangsmäßig geklaut, sie wecken nur eher Assoziationen, weil der Sound im Gegensatz zu den meisten ESC Songs gerade relevant und überall präsent ist. Und man hat halt auch nicht unendlich Noten und Kompositionsmöglichkeiten.

        Jendriks Song ist auch alles andere als neu oder originell. Wäre solche Musik im Radio würden das auch mehr Leute merken, dass sich da an zig Baustellen einfallslos bedient wurde.
        Da sowas aber keiner hört ist es nie präsent und keiner hat Vergleiche zur Hand.
        Mich erinnert es sofort an Musik aus Googles Audio-Library, die Jendrik auch garantiert kennt.

  16. Ich wollte mich erst äußern, bis ich auch das Lied kannte. Mein erster Eindruck zu Jendrik war, dass er aufgrund seiner überdrehten Hibbeligkeit ziemlich anstrengend ist, aber dass ich es bewundere, wie er sein Ding durchzieht, ohne unbedingt jedem gefallen zu wollen. Außerdem zeigt er Charakter und ist endlich mal jemand, der wirklich für den ESC brennt.

    Zum Lied: Das positive ist, es ist tatsächlich ein Ohrwurm! Allerdings erinnert mich „I don’t feel hate“ gleichzeitig an eine Werbejingle für leichte Frühstücksflocken, ein Intro einer Mit-Mach-Serie auf dem Toggo-Kinderkanal, einer völlig aus dem Ruder gelaufenen Version von Rolf Zuckowski sing mit Kindern (nur ohne Kinder und auch leider ohne Rolf Zuckowski) und „Cake to Bake“. Cake to Bake mochte ich übrigens, bei I don’t feel hate bin ich mir da noch nicht so sicher. Definitiv besser als die Sisters, aber ob das wohl der Maßstab sein sollte? Ich kann mir gut vorstellen, dass das Lied seine Anhänger finden wird, aber auch irritieren wird und man sich fragen wird, ob das Deutschland’s Ernst ist. Aber immerhin mal etwas polarisierendes als „bloß niemandem wehtun und ja nicht auffallen“-Beiträge. Meinen Geschmack trifft es trotzdem eher nicht.

  17. Naja, also ein super Radio-Hit, wie ihn Ben Dolic kreiert hat, ist er ja nicht. Deshalb können wir davon ausgehen, dass der Song sich nicht genügend in den Köpfen der „Normalos“ festfahren wird. Er ist von seinen musikalischen Abläufen und der Instrumentalisierung kaum vorhersehbar. Das kann man mögen, oder nicht. Aber ein „gefährlicher Ritt“ wird der Song auf jeden Fall. Entweder er geht letztendlich durch die Decke, weil er durch seine Abwechslung nicht langweilig wird, oder er wird zur Niete, weil er einfach den Massengeschmack nicht trifft.

  18. Ich bin mir sicher, dass EBU Gremium prüft gerade 2021 auch Minuspunkte zuzulassen. Bestanden die Jurys aus Kostengründen aus Kindergarten Kindern? NICHT LUSTIG NUR SCHLIMM!

  19. Ich finde diesen Song klasse und vielleicht sogar noch besser als „Violent Thing“! Es ist halt mal kein 08/15-Song. So wie letztes Jahr mit Island, 2018 mit Israel oder 2017 mit Portugal. Ich bin mir sicher, wenn dieser Song in einem anderen Land ausgewählt wäre, dann würden viele hier diesen Song gut finden und nicht herum meckern.

    • Sehe ich auch so. Island und Litauen gehen in genau die gleiche Schiene und da finden es alle geil. Aber beim eigenen Beitrag kann man ja nur meckern.
      Die deutschen Fans wissen selber nicht einmal, was sie gerne möchten.

      • @Tobiz:
        Okay, jetzt lese ich hier noch so einen verallgemeinernden Post von dir. Das missfällt mir und ich weiß, dass du das besser kannst.
        „Beim eigenen Beitrag kann man nur meckern.“ Nö. Ich kann auch sehr viel positives schreiben. Auch zum diesjährigen Beitrag. Ich finde die Botschaft gut, sie ist eingängig.

        „Deutsche Fans wissen selber nicht, was sie möchten.“ Doch, weiß ich. Mir ist das Genre zwar egal, aber ich möchte einen Beitrag, der den ESC-Abend überdauert. Für mich ist der Contest kein Durchlauferhitzer. Ich möchte, dass von diesen Abenden etwas bleibt. Und am besten noch einen Hit vor dem ESC. Das hatten wir lange nicht. Werden wir auch dieses Jahr nicht haben, fürchte ich.

        So schlimm ich den Song insgesamt finde: am ESC-Abend hat er meine Unterstützung. Da wünsche ich ihm ERfolg und dass er mich Lügen straft. Diesen Repekt hat er verdient. Den hatten auch die Sisters oder Corinna May oder wie die Schlimmen noch so hießen.

      • es geht um ein gewisses niveau,daß man hat oder eben nicht hat.
        bei island und litauen kam letztes jahr jedenfalls kein hohn und spott im sinne von,das ist doch kindermusik auf.

      • Wie geht denn Discoteque in die gleiche Richtung? Das ist, vor allem auch textlich ziemlich düster, keine Vorstadtdisco-Rumhopsnummer, sondern eher Tresor/Bunker auf Special K. Und im Gegensatz zu DEU sehr gut gemacht. Ich sehe da null Ähnlichkeit.

    • Mein Problem ist ein bisschen, dass ich ihn eigentlich schon 0815 für dieses Gute-Laune-Genre halte… er bedient halt alle Klischees inklusive Ukulele und Pfeifen und hihihi. The Roop ist da doch deutlich origineller, wenn man das auch als spaßige Nummer bezeichnen will.

      • Das ist auch mein Problem. Es ist ja nichtmal originell, wo ziehen Leute das her? Das kann man doch gar nicht mit The Roop oder Dadi vergleichen.

  20. Ich hab auch gewartet, bis der Song offiziell raus ist und muss leider sagen, dass mir das gar nicht gefällt. Das trifft meinen persönlichen Musikgeschmack überhaupt nicht und ist einfach zu überdreht. Für mich trifft es „all over the place“ am besten. Das ist zwar vermutlich schade für die deutschen Erfolgsaussichten, aber ohne die „deutsche Brille“ lebt es sich beim ESC entspannter, deswegen freu ich mich einfach auf Litauen und Frankreich und hoffe für Jendrik, dass die Kritik nicht zu unsachlich ausfällt:
    Meinungsfreiheit hört schließlich da auf, wo die Menschenwürde des anderen anfängt.

  21. Endlich keine beige-farbenen Mädchen! Endlich kein typisch deutsches Betroffenheits-Lied! Endlich mal etwas, das man aus deutscher Feder nicht vermutet. Der Typ ist zwar so hektisch, dass ich Angst habe, dass die Bildröhre Schaden nimmt, aber ich finde die Nummer großartig. Sie ist wie Radiowerbung: Geht ins Ohr, bleibt im Kopf.

  22. Ich sehe ein ähnliches Ergebnis, wie bei Mikis „La Venda“, je nach restlichem Teilnehmerfeld. Tendenz noch darunter.

    Having said that,
    passt der Song aber bestimmt gut zu Jendrik und ich denke die Show wird schon besser bzw. passender und „runder“ sein, als die deutschen ESC-Produkte in den Jahren zuvor.

  23. Ich denke, dass der Song sowohl bei der Jury als auch bei den Zuschauern auffallen wird.
    Bei der Jury, weil sie in den letzten Jahren oft Beiträge unerwartet gut bewertet hat und der Song ist noch „solide“ genug, um bei ihnen Eindruck zu machen.
    Bei den Zuschauern, weil der Song durch die Fröhlichkeit auffällt und das den Leuten in Corona gefallen kann. Wie viele fröhliche Songs haben wir bisher? Null.
    Und was ich mal gar nicht vestehen kann: Letztes Jahr fanden es alle mega lustig, als eine Gruppe aus erwachsenen Menschen eine Kindergartenperformance abgelegt haben, während der Song mega platt war.
    Übrigens fanden den alle auch zurecht nicht gut, bis bekannte Persönlichkeiten diesen auf Twitter promotet haben. Dann war es plötzlich ein Sieger.
    IDFH hat immerhin eine Identität und eine gute Performance kann sehr viel rausreißen. Die Top 10 ist möglich.

    • Island 2020 hat mich erst durch die Performance erreicht. Rein von der Akustik her löst er bei mir allenfalls Achselzucken aus.
      Da finde ich aber „I don’t feel Hate“ mitreissender. Also, nichts für ungut, ich liebe Island beim ESC heiß und innig, und auch Dadi ist nicht arm an Charisma. Aber ich finde, „Think about Things“ ist bei weitem nicht der beste isländische Beitrag.😉

  24. Weiß gar nicht was ich sagen soll. Bin einfach nur entsetzt was uns da aufgetischt wird.
    Der Typ ist mir zu aufgedreht und der Song ist in meinen Ohren einfach nur nervig. Es tut mir leid 🙁

  25. Da waren ja Sisters noch besser ich mag den song überhaupt nicht verstehe nicht warum wir kein mello oder sanremo hinbekommen

    • Auf noch einen Schlagerwettbewerb als Vorentscheid verkleidet kann ich gerne verzichten. Das Mello bringt seit Jahren immer nur gleichbleibende und lahme Sieger hervor.

  26. Meine Schwiegermutter rief grad an, dass sie den Song im Autoradio hörte. („Ich wäre ja fast irgendwo gegengefahren.“)
    Sie fragte, ob der ESC nicht eigentlich ein seriöser Musikwettbewerb ist oder ob man daraus jetzt eine Klamaukveranstaltung macht.

    Es ist also wieder mal soweit:
    man muss sich vor Freunden und Familie rechtfertigen, wieso man diesen Quatschwettbewerb guckt.

    Danke NDR, danke Thomas Schreiber. Habt ihr ganz toll gemacht.

    • Hingegen hat meine Mutter gesagt, dass er Song echt gut sei und sie schon lange nichts mehr gutes von Deutschland gehört hat. Außerdem habe sie ein gleiches Gefühl wie bei Lena.

      Okay, so wie Lena wirds nicht. Aber man merkt, dass dieser Song polarisiert.

    • Hm, also diesmal bin ich vollkommen entspannt…. Negative Vibes hatte ich dagegen in den letzten Jahren öfter, als es um „Deutschland beim ESC“ ging. Meine Güte, warum jetzt auf Moralapostel machen ? Die Welt ist auch nach Guildo Horn und Stefan Raab nicht untergegangen und es war eher den überwiegend lustlosen Beiträgen insbesondere seit 2013 geschuldet, daß der ESC für das breite Publikum nicht interessant war. Auch dieses hochgejubelte „Violent“-Dings hat außerhalb der Blase null Eindruck hinterlassen. Vielleicht ist es dieses Jahr anders…..

      • Mit „Violent Thing“ hätte Deutschland aber eine viel besser Platzierung gemacht! Dieses Jahr ist wieder nur der letzte Platz drin! Klamauknummern haben mal beim ESC ihre Zeit gehabt!

    • Meine Großmutter fand Guildo Horn auch ganz schlimm … aber immerhin seit 1998 muss ich mich zum Glück nicht mehr unter dem Tisch verstecken, wenn ich irgendwo ESC gucken möchte, denn seitdem gibt es auch bei uns sowas wie ESC-Parties, Public Viewing usw. und das hat auch etwas damit zu tun, dass man 1998 plötzlich gemerkt hat – ah, wir können ja noch was anderes als bräsiges Betroffenheitslamento wie „Zeit“, „Verliebt in Dich“, „Träume sind für alle da“ und das andere Gedöns aus den Neunzigern.
      Ah, so ja übrigens: Was meinte denn die Frau Schwiegermutter anno dazumals (als der ESC noch seriös war) zu so seriösen Beiträgen wie Lordi oder Verka Serduchka (die ja nun wirklich nicht der NDR verbrochen hat)? Ich nehme ja mal an, wegen denen musste man sich nicht rechtfertigen? Hat Ihr Dorf eigentlich noch eine Kirche?

      • Damals war meine Schwiegermutter noch nicht meine Schwiegermutter. Und ich wüsste nicht, dass sie jemals den ESC gesehen hat.
        Sie hat einfach nur den Beitrag gehört und war entsetzt. Wird sie ja wohl noch sein dürfen. Wir wohnen übrigens in einer Stadt mit sehr vielen schönen Kirchen.

        Warum muss man eigentlich immer angepisst reagieren, nur weil andere anderer Meinung sind. Ist ja echt furchtbar.

    • @Andi: „Es ist also wieder mal soweit:
      man muss sich vor Freunden und Familie rechtfertigen, wieso man diesen Quatschwettbewerb guckt“.

      Als ESC-Fan steht man das doch durch :-). Ganz im Gegenteil, mir ist das fast lieber als so ein blöder Hype, wo einmal jedeR Dich fragt: „Na, welchen Platz schafft ‚unser‘ Guildo/’unser‘ Stefan/’unsere‘ Lena?“ Brrr, Schüttel!

  27. Nee, das finde ich leider einfach nur nervig. Trotzdem viel Erfolg, immerhin wird’s im Gegensatz zu den Sisters niemanden gleichgültig lassen.

  28. Ich mag das! Da muss man sich auch nicht für schämen, bloß weil`s keine Mello-Hochglanz-Stangenware ist oder keinen „Ah-kenn-ich-von-Lady-Gaga“-Effekt hat – kann man die Kirche mal im Dorf lassen? Für Herrn Horn sollte sich laut einiger Geschmacksinquisitoren auch das ganze Land schämen (manche Kommentare lesen sich hier echt wie die Bild-Zeitung 1998), und der hat ja bekanntlich nicht schlecht abgeschnitten. Davon abgesehen war mir das aber immer völlig egal, wie wir abschneiden, entweder mochte ich unseren Song, dann hab ich ihm die Daumen gedrückt, oder eben nicht. Ich vermute, das gibt leider sowas wie Texas Lightning – kommt gut rüber, macht Laune, rufen aber dann doch wenige für an. Das ist jedenfalls mal nicht derselbe austauschbare Einheitsbrei, den man sonst so aus diversen Ländern angeboten kriegt. Ich freu mich auf die Performance heute!

    • Ich habe mich öfter für deutsche Beiträge geschämt (No Angels, Cascadsa, Levina), aber diesmal ganz bestimmt nicht. Lockerheit und Fröhlichkeit sind allemal besser als Gleichgültigkeit und ich hatte nun gar keinen Bock auf ein x-tes Mal „internationale Mainstreamptroduktion“.

    • Sorry, bei allem Respekt: diesen Trash mit Texas Lightning zu vergleichen, ist etwas arg weit hergeholt. Wir werden sehen, wie viele Wochen (oder Tage? Stunden?) sich dieser Song in den Streaming- und Verkaufscharts hält, und dann können wir das nochmal mit Texas Lightning abgleichen.

  29. Also ehrlich gesagt hat mich der Song auch nicht gerade umgehauen. Aber das erwarte ich von einem deutschen Beitrag auch fast nie. Die Deutschen sind was den ESC betrifft doch sehr leidenschaftslos im Gegensatz zu anderen Teilnehmern. Stolz, Mut , Herzblut sowas vermisst man fast immer bei den deutschen Beiträgen. Stefan Raab und Ralf Siegel möchte ich hier rausnehmen. Die waren Leidenschaftlich dabei.
    Der diesjährige Beitrag klingt wie schon zig mal irgendwie anderswo gehört. Ist für den ESC und für die heutige Zeit auch normal. Mein Fall ist es nicht.
    Positiv find ich aber folgendes. In diesem Jahr geht Deutschland mit einem Song von einem deutschen Songwriter an den Start. In den letzten Jahren waren es ausländische zweit Verwertungen die sich der NDR aufdrücken lies um sie für Deutschland ins Rennen zuschicken. Das konnte auch nichts werden.
    Jendrik hat seinen Song selbst geschrieben. Der ESC ist ein Komponisten Wettbewerb in seiner ursprünglich erdachten Ausrichtung. Deshalb drücke ich ihm auch beide Daumen. Viel Glück Jendrik !

  30. Tja, alle Hoffnungen auf einen Scherz-Leak sind zerstört: Es ist wahrhaftig der deutsche Beitrag.
    Er gefällt mir nicht.
    Ja, er hat Ohrwurmqualität, aber das macht ihn für mich leider nicht zu einem guten Song. Die Instrumentierung ist anstrengend/überfrachtet, der Text völlig unverständlich bis repetitiv (und dadurch schnell nervig). Wie ich gestern an anderer Stelle schon schrieb, stößt mir besonders negativ auf, dass der Song zum Ende hin immer mehr abbaut und anstrengender wird – eigentlich sollten gerade ESC-Songs genau das Gegenteil zeigen. Der Radioeinspieler am Ende des Liedes ist so dermaßen unangenehm (cringy, wie man heute sagen würde!) und wirkt auf mich sehr aufgesetzt – hoffentlich bringt er den nicht auf der Bühne. Außerdem reißt der einen total aus dem Song raus – was hat man sich denn dabei gedacht? Finde ich ganz, ganz schrecklich.

    Aber um auch etwas Positives zu sagen: Die Einschübe des Blasorchesters finde ich ganz gut. Ich hätte mir gewünscht, dass die nach dem ersten Mal einfach… geblieben wären und das Lied danach lauter in Freude explodiert wäre, statt im Anschluss wieder in seichte Fröhlichkeit und chaotisches Geklimper abzudriften. Außerdem glaube ich nach wie vor, dass das Lied in der Performance auf der Bühne noch stark hinzugewinnen kann. Es wird im Publikum bestimmt ein paar Stimmen sammeln können, aber bei der Jury wird es kaum bis gar keine Punkte holen, denke ich. Ob wir wieder Letzter werden hängt wie gesagt noch von der Performance und ein bisschen vom übrigen Teilnehmerfeld ab, das wir ja noch kaum kennen. Aber momentan sehe ich uns auf jeden Fall eher auf der rechten Tabellenseite.

    So sympathisch Jendrik auch sein mag – das Lied trifft meine Erwartungen und meinen Geschmack leider überhaupt nicht und es will mir nicht in den Kopf, dass das der beste Song aus dem Teilnehmerfeld gewesen sein soll. Schade!

  31. Ich kann Dir nur zustimmen und zudem noch ergänzen: Wenn man jahrelang leidenschaftslose Beiträge anbietet, kann man das auch vom Publikum nicht erwarten, sich auch dafür zu erwärmen.

    Zumindest gibt es diesmal keine gepflegte Langeweile und das ist zu Schreibers Abschied schon mal ein richtiger Schritt.

  32. Der Song ist Sch…. Ich prognostiziere allerdings einige Jurypunkte ..beim Televoting gibts diesmal nur von Austria und Switzerland paar Pünktchen

    • Naja, zu Violent Thing haben wir damals ja auch eine wahnsinns-energetische Performance abgeliefert bekommen, für die ich recht wenig Entwicklungspotenzial gesehen habe. Dieses Problem dürfte Jendrik zumindest nicht haben.

  33. Herrje. Was ein Song.

    Da denkt man, mit Tix‘ Autotune-2000er-Pop-Synthie-Ballade hätten wir dieses Jahr den musikalischen Boden erreicht und dann kommt der NDR und wischt einmal feucht durch.

    Die Ukulele. Das Gepfeife. Die Heavytunes-Gedächtnis-BigBand, die Radioansage am Ende. Es ist alles so unnötig over the top wie es nur geht. Ich bin entsetzt.

    Zugegeben: das bleibt im Ohr und fällt auf. Für den ESC ist das gut. Aber die Inszenierung muss dann wirklich perfekt passen – heißt: zu keiner Sekunde darf sich die Inszenierung auch nur einen Hauch selbst ernst nehmen. Ansonsten wird das in kommenden ESC-Rückblicken ein neuer Dustin the Turkey-Moment. Und der war irgendwie noch Kult.

    • „Da denkt man, mit Tix‘ Autotune-2000er-Pop-Synthie-Ballade hätten wir dieses Jahr den musikalischen Boden erreicht und dann kommt der NDR und wischt einmal feucht durch.“

      Großartig. Danke! You made my day. 🙂

  34. Ich hab es schon bei Sisters gesagt und nach all dem Schmarrn, der hier schon zu lesen war, muss ich es heute wiederholen: Im eigenen Beitrag schlecht reden macht niemand den deutschen ESC Fans was vor. Immer wenn es jemanden nicht passt, ist es der Tiefpunkt der ESC Geschichte (das man die Neunziger verdrängt ok, aber 2015-2017 so leicht zu vergessen ist ne Kunst). Alter Falter, die Negativität ist ja kaum auszuhalten, aber das zypriotische Armutszeugnis hochloben, Wow.
    Mir geht es nicht darum, dass man den Song nicht mag oder schlecht findet, bin auch kein Fan vom Song, aber ein bisschen weniger dramatisch dürfen die Reaktionen schon sein.

    • Negativität denen gegenüber, die das Zypern-Lied mögen, ist aber okay? Denen darf man dann so durch die Blume unterstellen, dass sie keine Ahnung haben? Sorry, das find ich nicht gut. Und es ist auch nicht besonders konstruktiv von dir.

      Jeder hat erstens einen anderen persönlichen Tiefpunkt. Meiner lag in den 90ern, ich kenne hier jemandne, der sagt, Schulte war der Tiefpunkt. Also bitte. Natürlich ist das subjektiv. Und das ist auch vollkommen in Ordnung.
      Zweitens: man kann den Zypern-Song gut finden und trotzdem objektiv sagen, dass der vo 2-27 anderen Songs zusammengeklaut wurde.

      Du wirfst hier anderen Drama vor, machst das dann aber selber mit dem vollkommen unsinnigen Zypern-Vergleich.

      • Es tut mir Leid zu sagen, aber das zypriotische Lied ist einfach mies. Schlecht kopiert, dazu noch flach produziert. Das man das mag, kann ich da noch verstehen, wenn man das Bewusstsein hat, dass das musikalisch wirklich schwach ist.

        Musik zu mögen ist subjektiv, das eigene Empfinden entsprechend auszudrücken beherrschen hier jedoch einige nicht.

  35. Ah, so von wegen nervige Einsprecher und der Song macht alles falsch: Aber „Golden Boy“ fanden 2015 alle ganz großartig, und da war der Einsprecher/die Absage „we gotta go – three minutes“ am Schluss natürlich kein bisschen cheesy sondern natürlich hoch professionell.

    • ich fand Golden Boy alles Andere als großartig mein Platz 23 damals im Finale, aber musikalisch ist Jendriks Beitrag ist noch viel grottiger

    • „Alle“ – diese Verallgemeinerungen immer. Ständig wird hier gefordert, man solle sachlich miteinander diskutieren, aber wie soll das gehen bei diesen permanenten Verallgemeinerungen.

    • Bei solchen Widerspruchsargumenten finde ich es immer wieder faszinierend, dass die Vertreter*innen offenbar genau zu wissen scheinen, dass diejenigen, die heute ein bestimmtes Songmerkmal nicht mögen und es daher kritisieren, exakt die selben Personen gewesen sind, die das gleiche Merkmal früher einmal großartig fanden. Dadurch wird natürlich versucht, die Kritik dieser Personen als scheinheilig und somit unberechtigt hinzustellen.
      Doch lass dir gesagt sein: Ich fand den Einspieler bei „Golden Boy“ damals auch nicht „hoch professionell“ und „großartig“. Aber mal fernab davon hinkt der Vergleich auch: Der Einspieler bei „Golden Boy“ kommt wirklich ganz am Schluss in den letzten fünf Sekunden, plappert nicht über den Gesang und ist inhaltlich auch meiner Meinung nach etwas anders (nämlich referenziell auf die ESC-Regelung des 3-Minuten-Limits für ESC-Songs) eingesetzt worden. Bei Jendrik kommt der Einspieler hingegen 30 Sekunden vor Ende des Liedes, geht viel länger und reißt mich damit aus dem „Finale“ des Songs. Finde ich einfach total unpassend und störend.
      Mag ja sein, dass es nicht jedem so geht wie mir. Aber denjenigen, die es stört, die Legitimität dieser Kritik absprechen zu wollen, indem man so eine These aufstellt, finde ich schwach. 😛

  36. Eigentlich habe ich mich ja innerlich schon lange von dem Forum hier verabschiedet (ob einiger weniger), aber da ich gerade den Titel im Radio (SWR3) gehört habe, wollte ich dann doch mal schauen, wie hoch das Hasslevel 2021 so steht.
    Der Musik des Liedes ist nun nicht meine, aber an Fröhlichkeit mangelt es nicht. Wenn ich nachdenke, sind solche Titel zumindest regelmäßig im Mittelfeld gelandet, kann mich da an Malta erinnern und auch der pfeifende Schweizer war nicht so schlecht plaziert.
    Mit geeignetem Auftritt wird er auf jeden Fall positiv auffallen, das ist für D. doch schon was. Klar hat das Lied ein nohes Nerv-Potential, aber das merkt man bei drei Minuten nicht wirklich.
    Ich b
    Ich bin mit der Wahl nicht unzufrieden, ein Künstler der hinter seinem Lied steht, ist genau das Richtige für den ESC.

  37. Da haben wir es also: Ein fröhlich-kindlicher Ohrwurm. Ich finde das Lied gar nicht sooooo schlimm, aber es zieht sich halt schon. Während ich mir das Lied angehört habe, dachte ich nach einer Weile: Das muss aber noch gekürzt werden. Da waren erst 2 Minuten rum. Leider ein „gefällt mir weniger“. 🙁

  38. Eines muss man Jendrik lassen …..es ist nicht so ein „Copycat song“ wie der von Zypern. Da wurde ja von verschiedenen Künstlern mit Rang und Namen zusammengeklaut, was nicht niet- und nagelfest war. Wenn die mit dem Lied gewinnen würde, dann wäre das auch zum Fremdschämen. Dann lieber mit Jendrik stolzer 26. Platz.

    • Der zyprische Beitrag ist wirklich fürchterlich und momentan mein letzter Platz. Tütensuppe mit viel künstlichem Aroma.

      • togravus ceterum – danke, dann bin ich mit der Meinung ja nicht alleine.

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