Deutschlands Beitrag für den ESC 2022: „Rockstars“ von Malik Harris

Quelle: eurovision.de

Da ist er! „Rockstars“ ist also Deutschlands Beitrag für den kommenden ESC 2022 in Turin. Mit diesem Lied überzeugte Malik Harris beim deutschen Vorentscheid „Germany 12 Points“. Nach zwei Direktnominierungen kehrte Deutschland wieder zum Konzept Live-Show zurück – ob dies zum Erfolg führen wird, werden Quoten und noch viel wichtiger die Platzierung beim Finale in Turin zeigen.

In diesem Jahr gab es zudem ein Online-Voting und die erste Abstimmungsphase begann bereits am 28. Februar, vor dem heutigen Finale. Dabei waren die Radio-Pop-Wellen der ARD in den einzelnen Bundesländern involviert – quasi im Bundesvision-Style. Dieses Online-Voting machte 50 Prozent des Ergebnisses des deutschen Vorentscheids aus und wurde in der Liveshow im typischen ESC-Stil (12, 10, 8, 7, 6 und 5 Punkte) einzeln für jeden der beteiligten Radiosender präsentiert. Die übrigen 50 Prozent wurden durch das Televoting während der Show bestimmt. Details zum Verlauf des Votings heute lest Ihr hier im Live-Blog.

Im Vorfeld galt Malik als einer der Favoriten für den Vorentscheid, was sich dann auch letztendlich bestätigte, als er beim Online-Voting der Pop-Wellen den zweiten und im Televoting am Finalabend den ersten Platz belegte. Kombiniert war das der Sieg und das Ticket für Turin, in dem er die deutsche Durststrecke an Punkten beenden soll.

„Rockstars“ wurde vom Interpreten selbst sowie von Marianne Kobylka und Robin Karow geschrieben. In dem Lied geht es um die gute alte Zeit, in der alles viel einfacher war oder zumindest so scheint. Malik möchte uns und sich selbst aber daran erinnern, dass wir diese alte Zeit gar nicht verlassen müssen, wenn wir im Hier und Jetzt den Blick für die kleinen schönen Dinge nicht verlieren.

Auch musikalisch geht es mit dem Lied etwas zurück in die gute alte Zeit – zumindest in die von Eminem, denn an dessen ruhigeren Stücke und seinen Rap erinnert „Rockstars“. Mit seiner prägnanten Stimme zieht Malik direkt das Interesse auf sich sich und den Titel. Der gesamte Track ist sehr ruhig instrumentiert, vermittelt dabei aber immer einen klaren Beat.

Wie alle Teilnehmer des deutschen Vorentscheids war auch Malik zu Gast bei unserem ESC kompakt Live auf YouTube.

Zudem beantwortete auch Malik unseren ESC-kompakt-Fragebogen. Seine Antworten findet ihr hier.

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Am morgigen Vormittag werden wir in unserem ESC kompakt LIVE natürlich über „Rockstars“ sprechen. Schaut gerne rein ab 11 Uhr zu unserer Nachlese von „Germany 12 Points“.


289 Kommentare

  1. Irgendwie hoffe ich auf eine Petition, dass endlich ein kompetenter Sender den ESC für Deutschland übernimmt. Der NDR hat fertig und kostet zu viel Geld für diese grottenschlechte Leistung.

  2. Na, wem ist es nach dem gestrigen Abend noch superpeinlich, zu den Big 5 zu gehören?

    Wenn was Spaß machen soll, muss man es ernst nehmen! Das gilt auch für den ESC!

    Immer noch die Frage, die ich vor drei Wochen auf dem Sixtus-Blog gestellt habe: Wie gründet man einen Fernsehsender? Bin für jeden Tipp dankbar!

  3. Auch wenn es (leider) tatsächlich wenig bis gar nichts heißt, weil so viel so grottig war in den letzten Jahren. Aber nach Schulte ist Malik für mich auch der beste deutsche Beitrag seit 2013….

    • Da gebe ich dir mal ausnahmsweise recht. Ich habe bei Malik absolute Michael Schulte-Vibes. Keiner erwartet was von ihm, genauso wie damals bei Michael Schulte. Ob es so gut ausgeht wie bei Schulte, muss man sehen. Es fehlt mir relativ schwer den Song von Malik einzuschätzen, weil Deutschland noch nie ein Rapsong geschickt hat. Ich halte ihn aber für deutlich besser als letztes Jahr und glaube durchaus das er mehr als 3 Punkte bekommt. Insgesamt hat mich bis auf 2 oder 3 Songs noch nix vom Stuhl gerissen.

    • Ich mag vom Song her auch noch „Ghost“, aber das hat auf der Bühne leider einfach kein einheitliches Ganzes ergeben.

  4. Ich bin froh, dass wir einen Künstler schicken, der hinter seinem Produkt steht und der auf der Bühne keine schlechte Figur macht. Ok, der Titel könnte aufregender sein, aber wenn man es mit Sister oder ähnlichen vergeilcht, dann macht der Auftritt wirklich bessere Laune. Null Punkte werden es auf keinen Fall werden, ein paar Punkte wird es zumindest aus Dänemark geben, die mögen solche Titel.

  5. Der Siegersong stört zumindest nicht… wobei Aufzug- und Supermarktmusik ja generell nie stören. Ich hab nur das Ende der Show gesehen und war über die Couchbesetzung entsetzt. Gitte wurde ernsthaft gefragt, wie es für sie beim ESC war? Vor gefühlt 100 Jahren? Und Barbaras Outfits sind ja immer sehr speziell, aber ich hab nicht verstanden, warum sie diese Klamotten anhatte… bis ich mir die Bilder auf eurovision.de angeschaut habe und noch entsetzter war. In echt? Bülent Ceylan?
    Deutschland driftet ESC-mäßig in Richtung GB ab… da nimmt das auch keiner mehr ernst und dann
    Deutschland kann halt weder gute TV-Shows noch gute, international taugliche Musik. Der ESC selbst ist für mich inzwischen nur noch Unterhaltung und wer am Ende gewinnt, ist mir ehrlich gesagt inzwischen Wumpe.

    • Deutschland kann gute, international taugliche Musik. Sie ist nur nicht beim Vorentscheid. Ähnlich Großbritannien.

  6. Hab die Sendung jetzt nachträglich angeschaut und mich sehr bestätigt gefühlt, sie nicht live gesehen zu haben.

    Immerhin: der mit dem grauen Star unter den Blinden hat gewonnen.
    Ansonsten hab ich mich königlich durch die Sendung amüsiert gefühlt, so viele Carcrashs am laufenden Band hat das Fernsehen selten zu bieten – ich kann sowas (auch) genießen. Ausnahme: der Auftritt von Jamala, der Text hat mir aktuell tatsächlich Tränen in die Augen getrieben. Aber sogar ihren Auftritt hat es die ARD geschafft zu versemmeln, indem die Übersetzung unhörbar leise war.

    Mein Höhepunkt:

    Schöneberger: „Isses es ein starker Jahrgang?“
    Hermanns: „Es ist vor allem ein wahnsinnig sympathischer Jahrgang, die sind alle so nett!“ (Wir wissen ja alle, nett ist die kleine Schwester von…)

    Das war noch besser als der grandiose Seifenblasenmoment, wo das Zerdrücken einer selbigen zum innerem Lachanfall anstatt zum weitersingen geführt hat.

    Also wider Erwarten bzw. genau deshalb ein großer und unvergesslicher Abend der Fernsehgeschichte.
    Man glaubt ja immer, sowas lässt sich nicht wiederholen, und man glaubt auch jedes Jahr, das lässt sich nicht mehr steigern, aaaber:

    NDR, ich glaub an dich!!! Bis März 2023!

  7. Also zunächst kann ich mal gar nicht nachvollziehen, das Felicia Lu schlecht gesungen haben soll. Ich habe keine falschen Töne gehört. Mit das Peinlichste am ganzen Vorentscheid war der Auftritt von Emily Roberts. Und da gab es noch das Opening von Babsi und Bülent. Das noch zu unterbieten sagt wirklich viel aus. ich sage nicht nur das der Auftritt von Emily Roberts nicht nur peinlich war, er war ne absolute Frechheit. Ja, die Ausreden habe ich gehört, das sie sich von einer Seifenblase hat rausbringen lassen. Hey? Mal davon abgesehen, das das nicht gerade von großer Professionalität spricht, wenn sich eine angebliche professionelle Sängerin davon rausbringen lässt. Es ist noch ein Hohn, wenn man bedenkt, das eine Jamala, die gerade traumatisiert von ihrem Erlebnissen vom Krieg in der Ukraine geflohen ist und sich große Sorgen um ihren Mann machen muss. Diese Frau stellt sich auf die Bühne und singt 1944 vollkommen fehlerfrei und dieses kleine Prinzesschen lässt sich von einer Seifenblase oder von was weiß ich was, rausbringen. Dabei ist 1944 viel schwieriger zu singen, als Soap. Bis auf Jamala und Malik Harris kann man nix positives über die Sendung sagen. Alles sah so amateurhaft aus. Und was hat Bülent Ceylan eigentlich mit dem ESC zu tun? Das konnte selbst er nicht sagen. Bitte, lieber NDR verzichtet in Zukunft auf Barbara Schöneberger. Gibt es wirklich keine andere Moderatorinnen die das mal übernehmen können?

    • Vielleicht wäre ja etwas mehr Würze in die Veranstaltung gekommen, hätte man statt Bülent Ceylan Serdar Somuncu eingeladen. 😀

      • Sorry, Serdar gibt sich nicht mit diesen Bücklingen ab…

      • Ach Gottchen, wieder so ne Petition. Blasen sich da irgendwelche Pimps mal wieder groß auf? Jetzt gibt mal Ruhe hier. Es reicht. Die andere Petition hat ja auch so wahnsinnig viel gebracht. Habt ihr derzeit keine anderen Probleme?

      • @escfan05: wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Das ist keine neue Petition. Die Initiatoren der alten versuchen, den gestrigen Abend einzuordnen und zu überlegen, was das für ihr Anliegen bedeutet. Und wenn man das Anliegen als „macht den VE bunter“ interpretiert, gibt es da auch einiges zu überlegen.

        Also seid mal nicht wieder so vorschnell mit Euren Urteilen.

  8. Habe mir nach den ganzen Kommentaren mal den Emily/Soap Clip angeschaut, ein absoluter Tiefpunkt – kann nicht singen, unprofessionell. Sie sollte Papi bitten, ihr statt einer Musikkarriere (sie wird den Plattenvertrag nicht wegen ihres Talents bekommen haben) lieber ein Training bei Ryanair zu finanzieren. Wobei ich nicht sicher bin, ob sie das könnte. Grottenpeinlich.

    • Ich habe in den letzten Wochen die Künstler vor der ganzen Internetmeute verteidigt. Das was Frau Roberts gestern abgeliefert hat, ist ne absolute Frechheit. Sie ist das Sinnbild für die komplette Inkompetenz und Amateurhaftigkeit die die gesamte Sendung durchzog. Malik Harris, nehme ich da mal raus. Auch Nico Suave hatte einen Texthänger. Die Sänger wussten doch bestimmt über den Aufruhr, den die EC-Fans gemacht haben und da werden solche Auftritte hingelegt, wobei man sich fragen muss, ist das jetzt der ESC-Vorentscheid oder der Karaokewettbewerb von irgendeiner Dorfkneipe. Haben die sogenannten Musikexperten sich beim Aussuchen der Acts, die Ohren zugehalten? Wie kann das sein? Wie kann man Acts in eine Vorentscheidung lassen, die im Moment wo es ankommt, den Text vergessen oder sich von einer Seifenblase rausbringen lassen? Der NDR war ja noch nicht mal in der Lage, die richtige Lautstärke für die Übersetzerin von Jamala einzustellen. Inkompetenz und Amateure wo man hinsah. Und sowas wird dann auch noch vom Ausland mitangeschaut. Unfassbar. Gestern hat kein Beteiligter der Sendung eine professionelle Leistung erbracht.

      • Ja, ich fand es auch sehr ärgerlich, dass man die Dolmetscherin kaum gehört hat. Eine sehr schlechte Verbindung, hätte man vorher besser prüfen sollen.😕

      • Ich hab die Sendung – gottseidank – nicht geguckt, aber das was Du schreibst, sagen ja viele hier. Es ist unglaublich, das eines der grössten und reichsten Länder Europas es nicht schafft, eine halbwegs kompetente Produktion abzuliefern. Allein die Tatsache, dass die dauerkreischende Schöneberger immer noch moderieren darf, sagt alles aus.

  9. Nachdem nun mehrere Stunden nach dem „Großereignis“ vergangen sind, muss ich wirklich sagen, dass es mir sehr schwer fällt, meine Gefühle zu unserem Act auszudrücken.

    Stehe ich hinter Malik als Person und Künstler?
    Definitiv ja, denn singen kann er live (auch wenn es nicht jedem gefällt) und künstlerisches Potential ist vorhanden.

    Stehe ich hinter dem musikalischen Beitrag?
    Nur bedingt, da der Song zwar zu gefallen weiß, aber bis auf den Gefühlsausbruch im Rap-Part nur recht wenige Emotionen bei mir auslöst. Er bietet jedoch das ESC-technisch beste Gesamtpaket aus dem VE ab.

    Stehe ich hinter dem Auswahlverfahren?
    Definitiv nein. Die Radiostationen haben mit ihrer Auswahl bewiesen, dass sie kein Gespür für ESC-Affinität besitzen (ja, ein Radiosong KANN gut abschneiden, unsere Erfahrungen und Resultate der letzten Jahrgänge beweisen jedoch etwas anderes). Die Verantwortlichen müssen aus dem Nischendenken herauskommen und das Event als Ziel sehen und keine Partikularinteressen in den Vordergrund stellen. Und Fehler müssen auch mal eingestanden und addressiert werden: Herr Friedel könnte zumindest so ehrlich sein und eingestehen, dass die Prioritäten vollkommen falsch gesetzt wurden.
    Dort muss sich nächstes Jahr (wieder einmal) radikal etwas ändern. Dazu zählen klare Regeln im Vorfeld (welche Genres sind erwünscht und wie sollen die Songs eingereicht werden) und eine transparente Entscheidungsbasis. Den Interpret:innen muss der Bewertungsbogen vorliegen, damit sie sich ein Bild von den Anforderungen machen können (und nicht nur gesagt werden: Ist ne Jury-Entscheidung, Basta!) Man wird zudem den Eindruck nicht los, dass es bei den Beratungen sehr viel Gemauschel gegeben haben muss. Auch das nachträgliche Ändern von Songs und Texten (vor allem während der Abstimmungsphase) darf nicht erlaubt sein.

    Stehe ich hinter dem Format „Germany12Points“?
    Definitiv nein. Ich habe mir die Show im Schnelldurchlauf nun auch angeschaut und muss sagen, dass die Fernsehanstalt genauso schlechte Arbeit geleistet hat wie die Radiokommission im Vorfeld. Einfach nur beschämend von der Kameraführung, Dramartugie und dem Rahmenprogramm (Gäste mal ausgeschlossen).

    Hat das Format beigetragen, die Euphorie von Künsterlin:nnen und Zuschauer:innen zu steigern?
    Genau das Gegenteil ist eingetreten und wird es umso schwieriger machen, wettbewerbsfähige Interpret:innen in der Zukunft zu finden. Wie sollen sich etablierte Acts durchsetzen, wenn man meint, dass sie zu viele Vorteile gegenüber „Newcomern“ haben. Die ESC-Bühne ist sowas wie die „Weltbühne“ des Singens. Man käme im Sport auch nicht auf die Idee, ein Nachwuchtalent gleich in der 1. Liga mitspielen zu lassen.
    Außerdem haben die Erfahrungen der Vorjahre gezeigt, dass das Zuschauerpublikum schon gut auswählen kann, wenn man ihm eine gewisse Vielfalt anbietet. Und es waren ja schon einige größere Künstler:innen dabei, die sich (trotz starker Fanbase) nicht durchsetzen konnten.

    Welchen Eindruck hinterlässt der Jahrgang insgesamt?
    Ich glaube, mir fiel es noch nie so schwer, mich für unseren Beitrag in irgendeiner Form zu begeistern. Es ist mir zum jetzigen Zeitpunkt wirklich total gleichgültig, welchen Platz wird belegen, da jeglicher Spaß und Euphorie durch die ganzen Vorkommnisse verflogen sind. Das tut mir für Malik zwar sehr leid und ich glaube, er wird sein Ding schon glaubhaft durchziehen. Aber egal welchen Platz wir machen werden (und ich wünsche ihm möglichst viele Punkte), es bleibt der Zustand der verbrannten Erde, den die gesamten Verantwortlichen des NDR zu tragen haben. Mich würde eine ehrliche Antwort von Frau Wolfslast interessieren, ob sie mit der geleisteten Arbeit wirklich von Herzen aus zufrieden ist.

    Es bleibt abzuwarten, wie es weiter geht und ob sich in den nächsten Wochen doch noch so etwas wie eine Versöhnung einstellen kann (und damit meine ich nicht die Versöhnung mit unserem Act).

  10. Ich habe die Show heute als Aufzeichnung angeschaut. Ich habe sehr viel vor gespult…aber jetzt zu den Beiträgen. Ich war entsetzt wie schwach die meisten Acts gesungen haben. Nur Malik und tatsächlich Team Liebe haben gesanglich geliefert. Das war teilweise unter Schülerband Niveau und sorry …Emily war eine Unverschämtheit. Wie Bitteschön kam das durch die Vorwahl?? Felicia hatte den besten Refrain, wenn nur der ganze Song eine solche Dynamik gehabt hätte…Malik war die beste Wahl und ich wünsche Ihm viel Spaß in Turin. Über Platzierung beim ESC müssen wir nicht mehr viel schreiben….

  11. Also echte Begeisterung über den deutschen ESC-Beitrag kommt auch hier nicht wirklich zum Ausdruck – bislang gehts vor allem in die Richtung „is ok“ oder auf bayerisch „basst scho“. Geht mir im Grunde ja auch so – Malik kann was, das will ich gar nicht bestreiten – aber wirklich warm werd ich wohl mit dieser Art von Sprechgesang nie werden. Mal sehen wies international ankommt – bislang waren ja RapActs nicht ganz so erfolgreich beim ESC.

    Für mich der klar beste Act gestern war Eros Atomus mit seinem „Alive“ – super gesungen und dargeboten – ich fand das kam jung und frisch übern Schirm noch dazu mit Ohrwurmqualitäten. Beim ESC sicherlich kein Winner, aber ganz bestimmt auch kein Looser.

    Die überzogene Kritik an Suave & Co kann ich auch nicht nachvollziehen – wann wenn nicht jetzt ein solcher Beitrag beim ESC? Vor allem wärs auch eeeendlich mal wieder ein Act in deutscher Sprache, das wird mir auch zu wenig gewürdigt.

    • Bei Eros ging es mir ähnlich. Den hatte ich, da der Song meiner Ansicht nach so schlecht ist, gar nicht auf dem Schirm. Aber er hat mit Abstand des besten Auftritt hingelegt. Locker, scheinbar gar nicht nervös, ohne Texthänger und sicher im Gesang.
      Mit einem guten Song könnte der wirklich was reissen.

  12. Hm ich zähle hier nicht wenige, die sich die Show gestern erspart haben. Wir anscheinend nichts versäumt.

  13. Ich finde „Rockstars“ einen gelungenen Song. Vielleicht nicht besonders innovativ und sicherlich einigen zu amerikanisch (das ist ja schon ein Grund, wieso ich es feiern muss ^^), aber Malik hat eine starke Livestimme und ich mag das Gefühl des Songs inklusive des Rapparts. An der Performance würde ich auch noch arbeiten. Aktuell bei mir 8.5/10 und 5/24.

    Zur restlichen Show sage ich nur noch, dass ich mit @12Points‘ Meinung aus der Nachbesprechung übereinstimme: Felicia und Emily haben zumindest Stagings gehabt, die nicht nur aus einer Bandsituation bestanden und die durchaus kreativ waren. Und ja, ich werde auch „Soap“ weiterhin hören. What the heck!

  14. Ich habe seit gestern, als klar das Rockstars unser Song für Turin ist, mal auf youtube auf die erste Reaktionen geachtet. Das Lied und der Auftritt kommt besser an, als ich vorher gedacht hätte. Was mich dann doch überrascht. Viele loben die Stimme von Malik Harris und sind positiv überrascht von dem Rappart. Natürlich gibt es auch negative Kritiken. Ich bin überrascht wie relativ gut das Lied wegkommt. Vielleicht hatte der NDR wieder mehr Glück als Verstand und Malik Harris gelingt ein Michael Schulte-Moment.

  15. Trotz der unterirdisch schlechten Show hat Deutschland einen hervorragenden Beitrag gefunden. Und die internationalen Reaktionen auf den Song sind fast schon euphorisch. „Music poetry“ ist eine der vielen Beschreibungen. Neben gutem Songwriting sind Relevanz und Authentizität die Schlüsselwörter zum Erfolg. Und „Rockstars“ liefert all das. Zunächst einmal vermittelt es eine Vielzahl von Emotionen: Von Resignation bis Wut, von Frustration bis Angst. Befinden wir uns in Zeiten von Covid und der Ukraine-Krise nicht alle auf dieser emotionalen Achterbahnfahrt? Mit Worten wie „Look where we are. We used to be the rockstars. Who never thought of no harm. ‚Til this thing we call life stopped gleaming. I wish there was a way to gaol’s back dreaming“ können wir uns alle identifizieren. Malik hat diesen Song nicht nur geschrieben, er spielt und übermittelt die Botschaft auch auf glaubwürdige Weise, ohne anbiedernd zu wirken. Und der Rap-Teil ist umwerfend und funktioniert auf jeder Ebene. 2018, vor dem Finale, hatte Michael Schulte für seinen Song überwiegend schlechte Kritik erhalten, landete aber aufgrund seiner authentischen und glaubhaften Darbietung auf dem 4. Platz. Take my words. Malik Harris gewinnt vielleicht nicht, aber er wird auf der linken Seite der Anzeigetafel landen. Ich bin 57 Jahre alt, schaue den ESC alias Grand Prix Eurovision de la Chanson seit 1970 (!) und habe in den letzten 10 Jahren nicht nur den Siegersong zutreffend vorhergesagt, sondern auch die Ergebnisse der deutschen Beiträge und zu fast 90% die Top-Ten.

    • Also die „euphorischen“ internationalen Reaktionen musst du mir mal zeigen. Die internationalen Reaktionen, die ich bislang gehört und gelesen haben, gehen eher in Richtung Platz 20 oder schlechter ….

  16. Das schließe ich auch nicht aus das er in die Top 10 kommen könnte.Sie haben aber viel Arbeit vor sich die Performance zu verbessern.Bottom 5 schließe ich aus.
    Zur Show selbst das war nichts und einfach nur langweilig.

    • Das hängt hauptsächlich von der Konkurrenz ab.
      2021 war der mit Abstand beste ESC, den es je gab – da wäre dieser 0815-Song auch nicht viel besser als die letzten 5 gewesen.

      Dieses Jahr… keine Ahnung, halte mich bewusst fern von den anderen bis zur Show.

  17. Laut ESC-Update wird tatsächlich Marvin Dietmann für die deutsche Inszenierung zuständig sein 😁. Na da bin ich mal gespannt…

  18. Hinteres Drittel, here we come!

    Und das wird dann im Nachhinein sicher auch „großer Erfolg“ verkauft, weil ein paar Mitleidspunkte ja immerhin besser sind als 0 Punkte…

  19. Meine Idee,wäre die Wierderaufnahme von Raabs Idee vom Bundesvision Song Contest.Jedes Bundesland bringt einen Song in den Vorentscheid.Dieser VE kann doch dann auch Pro7 veranstalten, von Raabs Brainpool produziert. Das ESC Final kann ja weiterhin die ARD und der NDR behalten…aber bitte NDR: Gebt den VE endlich in kompetente Hände.EnDE

  20. Die grosse Frage ist, wer die Kompetenz besitzt ‚gute, interessante‘ Songs und Interpreten auszuwählen. Ich bin da etwas unschlüssig. Bei San Remo macht das ja so ne Art von unabhängigem Fachpanel soweit ich weiss. Wäre nen Panel rein aus Musikmanagern oder Ähnlichem besser? Oder eins, dass aus erfolgreichen Komponisten und Songschreibern besteht, oder eins was zb aus den 20 im letzten Jahr umsatzstärksten Musikstars besteht? Oder hätte eine Laienjury das beste Spürnäschen? Grosse Frage bleibt ja dann eh aus WAS ausgewählt werden kann. Wenn sich nur Driss bewirbt, kann auch nur Driss bei rumkommen…

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