Die „ESC Top 250“ 2021: „Euphoria“ holt sich den zehnten Sieg in Folge

Auch im zehnten Jahr ist Loreens ESC-Siegerbeitrag „Euphoria“ nicht zu stoppen. Die Schwedin (Aufmacherbild) konnte sich mit 646 Zwölfpunkte-Wertungen ein weiteres Mal den Sieg bei der ESC Top 250 sichern und den aktuellen ESC-Sieger auf einen der Plätze verweisen. Konkret erreichten Måneskin mit 617 Douze Points den zweiten Platz. Den dritten Rang sicherte sich ebenfalls ein Beitrag aus diesem Jahr: die ukrainische Band Go_A mit dem Titel „Shum“. Die beste deutsche Platzierung holte sich wieder einmal Lena mit „Satellite“. Nach Platz 51 im letzten Jahr ging es dieses Mal leicht nach oben auf Platz 48.

Zum 14. Mal waren die Hörerinnen und Hörer von ESC Radio und die Leserinnen und Leser der Website songfestival.be aufgerufen, die beliebtesten 250 Eurovision-Songs aller Zeiten zu bestimmen. Wie beim ESC konnten sie dafür zehn Liedern die Punkte 1 bis 12 geben. Das Voting lief vom 10. November bis 5. Dezember 2021. In diesem Jahr haben sich 8.594 Personen an der Abstimmung beteiligt, das ist ein gutes Drittel mehr als im Vorjahr (6.345 Personen). Traditionsgemäß sendete der Sender die Top 250 dann am Silvestertag von 11 Uhr bis Mitternacht.

Neben dem Siegertitel kommen 24 weitere Songs in den Top 250 aus Schweden – so viel wie aus keinem anderen Land. Italien hat immerhin 13 Beiträge unterbringen können; Portugal und Spanien jeweils zehn. Deutschland kann sich – ebenso wie Frankreich und Serbien – über acht Lieder in der Hitliste freuen. Insgesamt  sind 50 Länder hier vertreten. Lediglich Andorra und Marokko haben keinen Beitrag unter den 250 Liedern.

Wie immer sind die jüngeren Jahrgänge besonders stark in den Top 250 vertreten. Aus den 1950ern ist „Nel blu dipinto di blu“ von Domenico Modugno der einzige Song. Aus den 2010er Jahren stammen hingegen 104 Titel (letztes Jahr noch 117). Aus den Jahren 2020 und 2021 kommen zusammen immerhin 37 Lieder.

Der Aufsteiger des Jahres ist „De mallemolen“ von Heddy Lester. Der niederländische Beitrag von 1977 kletterte von Platz 1100 im Vorjahr um 867 Ränge auf Platz 233. Der größte Absteiger ist „Cleopatra“ (2020) von Efendi aus Aserbaidschan. Sie rutscht um 157 Ränge von Platz 75 auf 232.

Die größte Überraschung für ESC Radio ist bei der Hitliste, dass sich die Spanierin Beth mit ihrem Beitrag „Dime“ von 2003 den 9. Platz sichern konnte (nach Platz 50 im Vorjahr und Platz 107 im Jahr 2019). Damit stellt zum ersten Mal seit 2012 nicht mehr Pastora Soler mit „Quédate conmigo“ (aktuell Rang 17) den besten spanischen Song in der Hitliste.

Die Top 20

1. (1) Loreen – Euphoria (Schweden 2012)

2. (NEU) Måneskin – Zitti E Buoni (Italien 2021)

3. (NEU) Go_A – Shum (Ukraine 2021)

4. (3) Duncan Laurence – Arcade (Niederland 2019)

5. (NEU) Barbara Pravi – Voilà (Frankreich 2021)

6. (2) Eleni Foureira – Fuego (Zypern 2018)
7. (5) KEiiNO – Spirit In The Sky (Norwegen 2019)
8. (7) Mahmood – Soldi (Italien 2019)
9. (50) Beth – Dime (Spanien 2003)
10. (NEU) Gjon’s Tears – Tout L’Univers (Schweiz 2021)
11. (70) Nevena Bozovic – Kruna (Serbien  2019)
12. (21) Sanna Nielsen – Undo (Schweden 2014)
13. (8) Diodato – Fai Rumore (Italien 2020)
14. (6) Jamala – 1944 (Ukraine 2016)
15. (22) Alexander Rybak – Fairytale (Norwegen 2009)
16. (23) Måns Zelmerlöw – Heroes (Schweden 2015)
17. (9) Pastora Soler – Quédate Conmigo (Spanien 2012)
18. (10) Il Volo – Grande Amore (Italien 2015)
19. (12) Secret Garden – Nocturne (Norwegen 1995)
20. (19) ABBA – Waterloo (Schweden 1974)

Der Jahrgang 2021

Insgesamt konnten sich 23 Lieder des diesjährigen ESC-Jahrgangs einen Platz in den Top 250 sichern. Das entspricht etwa dem Wert des Vorjahres, bei dem das auf 20 Titel zutraf. Von den diesjährigen ESC-Finalisten verpassten The Black Mamba (Portugal), Eden Alene (Israel), Anxhela Peristeri (Albanien), Jeangu Macrooy (Niederlande), Blas Cantó (Spanien), Jendrik (Deutschland) und James Newman (Großbritannien) den Einzug in die Hitliste.

Fyr Og Flamme – Øve Os På Hinanden (Dänemark 2021)

Dahingegen konnten die in den ESC-Halbfinals aussortierten Fyr & Flame (Dänemark) Samanta Tīna (Lettland) und Albina (Kroatien) hier reüssieren.

2. Måneskin – Zitti E Buoni (Italien)
3. Go_A – Shum (Ukraine)
5. Barbara Pravi – Voilà (Frankreich)
10. Gjon’s Tears – Tout L’Univers (Schweiz)
29. Blind Channel – Dark Side (Finnland)
30. Elena Tsagrinou – El Diablo (Zypern)
35. Manizha – Russian Woman (Russia)
37. Hurricane – Loco Loco (Serbia)
40. Senhit – Adrenalina (San Marino)
56. TIX – Fallen Angel (Norwegen)
63. Daði & Gagnamagnið – 10 Years (Island)
65. VICTORIA – Growing Up Is Getting Old (Bulgarien)
73. Efendi – Mata Hari (Aserbaidschan)
82. Roxen – Amnesia (Rumänien)
86. THE ROOP – Discoteque (Litauen)
89. Tusse – Voices (Schweden)
91. Destiny – Je Me Casse (Malta)
94. Natalia Gordienko – Sugar (Moldau)
127. Fyr & Flamme – Øve Os På Hinanden (Dänemark)
139. Albina – Tick-Tock (Kroatien)
142. Hooverphonic – The Wrong Place (Belgien)
145. Stefania – Last Dance (Griechenland)
148. Samanta Tina – The Moon Is Rising (Lettland)

Deutsche Beiträge

Die größte Überraschung aus deutscher Perspektive ist sicher der Einstieg von Leon mit seinem „Planet of Blue“ aus dem Jahr 1996. Den Song konnte er seinerzeit gar nicht beim ESC in Bergen präsentieren, weil er zuvor bei einer internen, internationalen Vorrunde ausgesiebt worden war. Die S!sters konnten sich in diesem Jahr wieder in die Top 250 singen, nachdem sie dort letztes Jahr nicht vertreten waren.

Leon – Blauer Planet (Deutsche Vorentscheidung 1996)

Deutscher Absteiger des Jahres ist Ben Dolic. Mit seinem Song „Violent Thing“ lag er letztes Jahr auf Rang 137, in diesem Jahr war für ihn unter den Top 250 kein Platz mehr. Das gilt auch Cascadas „Glorious“ (2020 Platz 237), Dschingis Khans „Dschingis Khan“ (240) und Lena Valaitis‘ „Johnny Blue“ (250).

48. (51) Lena – Satellite (2010)
135. (121) Lena – Taken By A Stranger (2011)
155. (178) Michael Schulte – You Let Me Walk Alone (2018)
168. (221) MeKaDo – Wir Geben ‘ne Party (1994)
207. (127) Joy Fleming – Ein Lied Kann Eine Brücke Sein (1975)
210. (-) S!sters – Sister (2019)
244. (197) Nicole – Ein Bißchen Frieden (1982)
249. (-) Leon – Planet Of Blue (1996)

Die komplette Auflistung aller Platzierungen findet Ihr auf der Seite von ESC Radio.

Unsere Berichte über die ESC Top 250 der Vorjahre

Die ESC Top 250 2020
Die ESC Top 250 2019
Die ESC Top 250 2018


148 Kommentare

  1. Also, ich mag „Euphoria“, ist für mich der beste schwedische Beitrag seit 2000. Aber den besten Beitrag aller Zeiten (und das sogar zum 10. Mal in Folge würde ich jetzt nicht sagen.😉
    Super, dass GO_A und Barbara Pravi so viel Anklang finden.
    Auch ist es eine schöne Überraschung, dass sich „Planet of Blue“ in den TOP 250 platzieren konnte.😊

  2. Ich hatte gehofft, daß einer der Beiträge des ESC 2021 Loreen endlich von der Spitze verdrängt und fast wäre es auch so gekommen. Mal sehen, welche Titel wir dieses Jahr in Turin hören werden und vielleicht wird es dann auch eine neue Nummer Eins in den Top 250 geben.

    • Nicole dürfte gerne weiter vorne platziert sein, aber dass die S!sters wieder reingekommen sind (und auch vor zwei Jahren schon mal drin waren, was ja für die ESC-Finalisten des aktuellen Jahres gar nicht so selbstverständlich zu sein scheint) freut mich riesig. Es scheint doch gar nicht so wenige Leute zu geben, die anzuerkennen wissen, dass dieser Song eine wirklich schöne Melodie hat.

  3. Da ich Silvesterfeiern nicht (mehr) mag, höre ich mir jedes Jahr einen Teil des Countdowns an, während ich das Haus putze und mit ETlern (nicht Eltern …) quatsche. Wollte man die jährliche Reihung ernst nehmen, müsste man verzweifeln, aber es ist ja nur ein Spaß. Wäre es ernst, hätten aus den TOP 20 mMn nur „Shum“ und „Amar pelos dois“ etwas in der Nähe der TOP 10 verloren. „Soldi“, „Fai rumore“ und „1944“ finde ich auch gut, und dann gibt es da noch ein paar Lieder, die ich mag, auch wenn sie sehr generisch sind (z. B. „Undo“ und „Voilà“, letzteres allerdings nur als Liveauftritt). Dass sich nun seit 10 Jahren ein ordentlicher, aber nicht herausragender Elektrotanztitel mit klarem Zeitstempel frühe 2010er an der Spitze hält, sagt sehr viel über den konservativen Geschmack aus, der in der Blase vorherrscht. Ist aber vollkommen i. O.

    • Bei PT 2017 und UA 2021 bin ich natürlich auch dabei (sämtliche Beiträge von 2020 habe ich aus meinen Ranglisten herausgenommen, weil es eben dazu keine Liveauftritte gibt – das gilt ja auch für FR 1974, TR 1979 und YU 1985)

    • siegertitel?
      jetzt echt?
      das ist eine ziemlich platte 0815 nummer und sowas kommt auf platz 9?
      ein grund mehr,diese top250 nicht ernst zu nehmen.🤠

  4. Ich habe mich von den ESC Top 250 dazu inspirieren lassen, nun nach unzähligen Hördurchgängen seit 2004, zahllosen Excel-Dateien voller Wertungen, Bemerkungen und Fußnoten sowie stundenlangen Debatten auf ET endlich auch mal eine pesönliche Top 250 zusammenzustellen. Dabei habe ich versucht, meinen persönlichen Geschmack und einige objektive Kriterien wie Liedstruktur, Liedtext und stimmliche Darbietung (außer in 1956 und 2020 …) zu einer Gesamtwertung zusammenzuführen. Ich weiß, dass z. B. @Cali so was immer wieder gerne liest, weshalb ich die Liste in mein Profil gestellt habe. Ich möchte auch noch hinzufügen, dass ich einen etwas seltsamen Musikgeschmack habe. Freunde von Mainstreampop, großen Balladen und Schlager werden sich mit meiner Liste nur an wenigen Stellen identifizieren können …

      • P.S. Insgesamt gibt es knapp 280 ESC-Beiträge, die ich liebe, weshalb ich z. B. für „Shady Lady“, „Elle était si jolie“, „Tule luo“ oder „Para llenarme de ti“ auf meiner Liste keinen Platz mehr gefunden habe. 🙁

      • Ich bin auch gerade dabei alte Song Contests anzuschauen. Hab lange gebraucht mich darauf einzulassen, aber es macht Spaß und habe schon einige Perlen entdeckt.

      • Dann bin ich ja mal gespannt, was Deine Perlen sind. In den 1960ern gibt es so viele faszinierende Orchestrierungen, großartige Texte (Frankreich 1968 hat den besten Text der ESC-Geschichte) und schwelgerische Melodien.

      • Um aus den 60ern Songs zu nennen:
        Esther Ofarim – T’en Va Pas 🇨🇭 (1963)
        Eleonore Schwarz – Nur In Der Wiener Luft 🇦🇹 (1962)
        Ulla Wiesner – Paradies, Wo Bist Du? 🇩🇪 (1965)
        Margot Eskens – Die Zeiger Der Uhr 🇩🇪 (1966)
        Isabelle Aubret – La Source 🇫🇷 (1968)
        Iva Zanicchi – Due Grosse Lacrime Bianche 🇮🇹 (1969)

      • Eine ganze Top 250?! Wow, na das nenne ich mal ein Neujahrsgeschenk! Ich werde mal versuchen, bis morgen Nacht ein paar Kommentare abzugeben. Ich habe bislang nur Platz 250 gesehen und der ist schon einer der wenigen isländischen Songs, die ich sehr schätze. 🙂

    • Eine schöne Liste, da gefallen mir doch die meisten Titel sehr gut. Eine tolle Top 10, da mag ich alle Titel, am besten gefallen mir davon Deine 2, 3, 6 und 8. Aus Deinen Top 50 mag ich mich nur mit Deiner 32, 38, 43, 44 und 48 nicht anfreunden (11 und 22 gehen gerade noch durch 😉 ). Höchst erstaunt und positiv überrascht bin ich darüber, dass die Euroband in Deiner Auflistung zu finden ist!

      • Ich hatte auch nicht erwartet, dass die Rocksongs bei Dir gut ankommen. Schön, dass Du wenigstens das großartige „Deli“ durchwinkst. 🙂
        Und klar ist die Euroband mit dabei. Das ist mMn der beste Europoptanztitel in der Geschichte des ESC, so wie „Hora din Moldova“ für mich der beste Ethnotanztitel in der Geschichte des ESC ist. 💃💃💃

    • Erstmal Riesenrespekt für die Mühe, die dahintersteckt. Ich hab mich selbst schon an Rankings versucht und bin kläglich gescheitert.

      Eine sehr schöne Liste mit einer Menge Überraschungen – und immerhin 10 aus meinem eigenen 26er Olymp, nämlich 223, 209, 207, 205, 140, 135, 117, 78, 68 und 3.

      • Danke, Tamara. 🙂 Wie ich geschrieben habe: Die Liste ist über 17 Jahre gewachsen. So etwas kann man nicht übers Knie brechen …

      • Ich scheitere schon immer am Ranking eines Jahres und am Ranking meines Olymps. Ich kann sagen, wer drin ist und wer an der Spitze ist, aber die Reihenfolge dahinter … uffffff …. Von daher: Chapeau!

      • @Kaspar: NL 1971, 1980, 1984, 1998, 2001 und 2013, DE 1983 und 2006, IT 1987, 1989 und 2018 (letzteres meine All-Time-Nummer 1), IE 1987 und 2018, GR 1992, ES 1995, UK 1997, PL 1997, SI 2001, FR 2002, NO 2005, FI 2007, AD 2007, CH 2008, IS 2011 und 2013 und AL 2018.

  5. Kein Mainstreampop, keine großen Balladen und kein Schlager? Mmh. Dann sind wohl sicher viel 80er Jahre Synthesizersounds, Spassbeiträge und Discostampfer dabei?!?

  6. Außerdem läuft ab heute die 1. Vorrunde von Hit´22, der deutschen Vorentscheidung zum OGAE Song Contest 2022. Hier das Teilnehmerfeld:

    01 MARIE REIM – ,,Ich bin so verliebt“
    02 SANTIANO – ,,Wenn die Kälte kommt“
    03 HELENE FISCHER ft. LUIS FONSI – ,,Vamos a Marte“
    04 257ERS – ,,Allerbester“
    05 BLUTENGEL – ,,Darkness Awaits Us“
    06 STEFAN PAẞERSCHROER – ,,Der perfekte Schwiegersohn“
    07 LENA – ,,Strip“
    08 KUMMER ft. FRED RABE – ,,Der letzte Song (Alles wird gut)“
    09 LORD OF THE LOST – ,,For They Know Not What They Do“
    10 E-ROTIC – ,,Head Over Heels“
    11 DARIA KAAH – ,,Ich bin für dich da“
    12 BOSSE – ,,Wild nach Deinen Augen“
    13 DANA PELIZAEUS – ,,Halt mich (als wär‘ es eine Sünde)“
    14 WINCENT WEISS – ,,Wo die Liebe hinfällt“
    15 SOTIRIA – ,,Heute Nacht“
    16 FEUERSCHWANZ – ,,Untot im Drachenboot“
    17 PURPLE DISCO MACHINE ft. EYELAR – ,,Dopamine“
    18 SILBERMOND x FITZEK – ,,Milliarden“

    Und hier kann man abstimmen:

    https://ogaevc.ecgermany.de/ogae-song-contest/hit22-vr-01/

    Wertungsschluss ist der 31. Januar 2022.

  7. Hach, ist bei mir mittlerweile auch zur Tradition geworden, die Liste zu verfolgen. Am interessantesten sind eigentlich Platz 151-250, da tummeln sich auch viele ältere Songs und einige große Überraschungen. Danach kommen meist nur alte Gewinner, (Neben-)Favoriten aus dem 21. Jahrhundert und natürlich Beiträge des aktuellen Jahrgangs.
    ….und ein paar Trollbeiträge wie „Kruna“ sind ja mittlerweile ein Running Gag. Ich kann mir sogar vorstellen, dass die serbischen Fans (oder die spanischen mit „Dime“?) es das nächste Mal so sehr übertreiben, dass plötzlich „Kruna“ auf Platz 1 steht und somit Loreen verdrängt. An sich definitiv ein netter Stimmungscheck in der Blase, wobei man den nicht zu ernst nehmen sollte, schließlich sind Spamvotes offensichtlich auch erlaubt.

    Die schönsten Überraschungen für mich:
    – Probka hat es tatsächlich in die Top 500 knapp geschafft, dabei habe ich das Voting verpasst. Beim nächsten Mal gibt es wieder den 12er dafür.
    – Meine berühmte „Flop 3“ hat so schlecht abgeschnitten wie noch nie, keiner von denen kam in die Top 15, und eines nicht mal in die Top 50. Das war vor einigen Jahren noch ein Ding der Unmöglichkeit.

    Die negativen Überraschungen:
    – S!sters über Nicole musikalisch gesehen, auch wenn ich nicht beides nicht leiden kann. Ich meine…nee.
    – Diodato als „bester“ 2020-Beitrag ist einfach ein Hohn.
    – „Sva Bol Svijeta“ draußen 🙁 Wow, damit hätte ich nicht gerechnet. ESC Radio sollte endlich anfangen, den Song öfter zu spielen. Ist ja immerhin mit seiner Hintergrundgeschichte ein Klassiker des 90er-ESCs.

    • falls ich keine tomaten auf den augen habe,fehlt dieser song auf der top250.
      der gehört aber in jede liste – fand ich damals besser wie waterloo.

      • und natürlich auch der sieger von 1975 – das waren 3 gute jahre für den pop – danach kam wieder mehr chanson und sowas bis dann bucks fizz auftauchten.
        so nebenbei – puppet on a string ist auch nicht auf der liste in’s auge gefallen.
        tzzzz 🥺

      • @togravus ceterum: Meinst Du mit einem „grässlichen ESC-Sieger“ „Save your kisses for me“ oder „Ding-a-dong“ oder beide? Ich mag ja „Ding-a-dong“ sehr, kann mir aber gut vorstellen, dass es Dir nicht so gefällt. „Save your kisses for me“ ist nicht so ganz mein Geschmack, aber es gab Schlimmeres. Wenn ich richtig informiert bin, war es („Save your kisses for me“) auf jeden Fall einer der kommerziell erfolgreichsten ESC-Sieger.

      • @ Thomas M. (mit Punkt), ich meine „Save Your Kisses for Me“. „Ding-a-Dong“ hätte es sogar fast in meine TOP 250 geschafft. 🙂
        So, und jetzt lasse ich es mal raus: Ich habe ein grundsätzliches Problem mit Großbritannien beim ESC: In den 1960ern gab es so viele tolle und ansprichsvolle Beiträge aus ganz vielen Ländern, aber die BBC schickte einen banalen Mitsingschlager nach dem anderen. Das alles hatte auch gar nichts mit der Popszene der 1960 zu tun (da waren nur „Poupée“ (LUX) und „Boum“ (MCO) anschlussfähig.), und als die Briten mit ihren Tante Gertrud-Liedchen ständig in den TOP 5 landeten und sogar zwei Siege einfahren konnten, dachten sich wohl viele andere Länder: Dann machen wir das eben genauso. Und schwupps ging es in den 1970ern steil bergab mit der Qualität. Meiner Meinung nach ist die BBC beim ESC nur 3 x mit Qualität aufgefallen: 1994, 1997 und 1998. Dann gibt es noch eine Handvoll Beiträge, die nicht wehtun, aber der Rest ist für die Tonne. Leider hat sich das bis heute nicht geändert.
        *rant over*

      • Und „Puppet on a String“ bekommt von mir den Preis für die dümmlichste und nervtötendste Instrumentierung aller Sieger. Generell hat das UKD meiner Meinung nach in den späten 1960/frühen 1970 erheblich zur Infantilisierung des Contests beizutragen: Die UKD Sieger 1967 und 1969 halte ich für in Noten gesetzte Beleidigungen. 🙁

      • „Save Your Kisses of me“ und „Make Your Mind Up“ sind für mich zwei der besten britischen Beiträge überhaupt. Ansonsten bin ich bekennender Fans der klassischen französischen Chansons der 1960/70er Jahre.🙂

      • @togravus ceterum
        jetzt haste es mir aber ordentlich gegeben.🤣
        jedem tierchen sein pläsierchen!
        lasse war 74-76 am anfang seiner teenagerzeit – na,wer noch hier?
        abba habe ich noch bei oma mit ihren tollen teuren! farbfernseher geguckt – 75-76 aber dann im kinderheim – nur schwarz/weiß aber mit lauter in etwa gleichaltrigen – war dufte fetenstimmung.
        lasse huldigt den pop und hier dem guten pop und die 70iger waren anders und was den pop betraf und kaum mit italien vergleichbar – andere länder,andere traditionen – man kann z.b. nicht abba in den himmel loben und dann all die anderen guten sachen ignorieren.
        als ich damals in’s kinderheim kam,lief aus irgendein zimmer „i can help“ von billy swan – mußte mich schüchtern erkundigen,wie das heißt denn ich fand das auf anhieb super – ein qualitätpoptitel und welthit und davon gab es so verdammt viele.
        aus dem gleichen zimmer lief dann noch „slade&sweet“ aber das ist eine andere geschichte.
        ich kam mir jedenfalls vor wie alice im wunderland. 🙃

    • Nachdem Fai Rumore mein Lieblingssong 2020 war, kann ich damit sehr gut leben. Im Ranking lief es evtl aber im italienischen Fahrwasser so gut, weil Fai Rumore ja kein (Fan)-Favorit 2020 gewesen ist…

  8. Jedes Jahr wieder eine nette Spielerei. Um ein aussagekräftigeres Bild über alle Beiträge des Eurovision Song Contests zu erhalten – und nicht nur die jüngeren und vielen Gelegenheitsschauern besser im Gedächtnis gebliebenen Songs der letzten zehn bis zwölf Jahre zu pushen – müsste man aber wohl dazu übergehen, nicht mehr nur eine Top Ten abzugeben, sondern mindestens eine Top 50, eventuell auch Top 100, Top 250 (Grüße gehen raus an togravus ceterum, vieles hat mir gut gefallen!) oder Top 1000. Aber das wird wohl ein Traum bleiben… Seufz.

  9. Mich wundert jedes jahr wieder, wie wenig loreen vom welterfolg von „euphoria“ profitieren konnte. Ich gebs zu, dass ich sie auf dem aufmacherfoto nicht mal erkannt hätte.

  10. @lasseThomasTogravusGaby

    Ding-a-Dong hat was. 100% 70er-Flair, vor allem im Refrain (typische Soundtrack-Melodie aus der Zeit, was weiss ich, Bacharach oder so was)

    Save Your Kisses For Me ist nix (sorry lasse 🙂 – eher Benny-Hill-Show

    • jetzt sach nicht,du hast was gegen benny hill?
      der war die ideale ergänzung zu monty python 🤡 – so konnten alle mitgenommen werden.
      save your kisses for me ist ein gute laune song und war ein welthit und insgesamt in relation gesehen einer der erfolgreichsten ESC-titel überhaupt und wenn nicht,auch egel – zeitloser gute laune song so wie im jahr davor das hier.
      ebenfalls ein welthit,sogar noch eine nummer größer.

  11. GB beim ESC ist auch für mich eine ganz schwierige Kiste – die jüngsten Pleiten kamen nicht von ungefähr.

    Mein liebster Beitrag ist 1972, gefolgt von 1998. Im Prinzip kann man mittlerweile auf die Briten gut verzichten, Englisch gibt es auch so mehr als genug und manche bringen sogar Beiträge, die durchaus gut zum Königreich gepaßt hätten (zum Beispiel 2020 Litauen und Island)

    • Gräßliche Sieger – das ist natürlich ein äußerst unschönes Kapitel..

      1975 ist da nicht darauf zu finden, aber es handelt sich natürlich nicht um ein lyrisches Meisterwerk

      Meine Kandidaten: 1986, 1989, 1991, 1999, 2001, 2002 (die drei Letztgenannten mit reinem Televoting, deswegen bin ich nach wie vor für den Einsatz der Juries) sowie 2011. Netta hätte ich auch nicht gebraucht.

      Auch hätte es 1981 zahlreiche Alternativen zu Bucks Fizz gegeben…

      • Die von Dir genannten Kandidaten gehören auch für mich zu den schlechtesten Siegern überhaupt, wobei 1999 von den genannten Songs (mMn) noch am besten war.
        Auch die beiden Songs von Jonny Logan fand ich persönlich langweilig, da gab es bessere Songs (nein, nicht die deutschen Verfolger😉) 1980 NL, 1987 ITA.

      • Meine Liste grässlicher Sieger: 1967, 1969 (UK), 1976, 1984, 1986, 1992, 2000, und 2006.

        Meist haben eher durchschnittliche Lieder gewonnen. Das ging ja bereits 1956 los …

      • Die ESC-Gewinner, die ich am wenigsten mag: 1980, 1991, 1994, 1999 bis 2003, 2005, 2006, 2021.

        Die vielgescholtenen Gewinner von 1986 und 1989 gehören dagegen zu meinen Highlights.

        Meine Lieblingessongs aus dem UK: 59, 61, 64, 65, 86, 87, 96, 97 (mit Abstrichen), 98, 00, 06, 07, 10, 15; mit Abstand am besten finde ich 1994 und 2001.

        Es war in der Tat ein Ärgernis, dass das UK früher die vorderen Plätze abonnniert hatte, auch mit äußerst mittelmäßigen Songs.

      • @Thomas

        Habe mir schon gedacht, dass 2006 und 2021 nicht gerade Dein Geschmack sind.
        Aber 1980, 1994 und 1999 und auch 2000 erstaunt mich doch ein bißchen. Sind doch alles irgendwie gediegene Schlager. Ich dachte, sie würden Dir gefallen. Sorry, nichts für ungut.😀

      • @Gaby: Schlager gefallen mir nicht automatisch, und Gediegenes sowieso nicht (toll, was ich hier wohl für einen Eindruck vermittle 😉 ), aber gegenüber Rock ist es manchmal das kleinere Übel. Es muss schon irgendwas Besonderes an einem Lied sein, damit es mir gefällt. Die vier von Dir genannten Lieder finde ich extrem langweilig.

      • @togravus ceterum
        gräßliche sieger?
        eigentlich nur 2017,über alles kann man reden.🤡 🤠🤣

      • @Thomas

        Oh, habe ich Dich jetzt beleidigt? Sorry, das wollte ich nicht. War nicht böse gemeint.

      • Liebe Gaby, Du hast mich keineswegs beleidigt 🙂 Ich bin ja selbst schuld, wenn ich den Eindruck vermittle, dass mir „Gediegenes“ gefällt. Ich verteidige schließlich oft genug Titel, die hier, warum auch immer, eher als „altmodisch“ gesehen werden, vielleicht schlüpfe ich auch zu oft zu bereitwillig in die „Tante-Gertrud“-Rolle. Aber manchmal bekomme ich hier schon ein wenig den Eindruck, (fast) alle wollten beim ESC nur noch „moderne“ Titel hören und so weit wie möglich vom alten „Grand Prix“ weg, da kann ich dann einfach nicht anders und MUSS eine Gegenposition einzunehmen 😉

      • @Thomas

        Ich fände es überhaupt nicht schlimm, wenn Dir „Gediegenes“ gefallen würde. Deshalb muss man sich nicht schämen.
        Ich selbst mag auch viele Songs, die bestimmt auch der lieben Tante Gertrud bestimmt auch gefallen, z. B. viele französische Chansons und auch deutsche Schlager der 1960 – 1980er Jahre.🙂

      • Wenn ich mir die ganzen ESC-Sieger auf den Schirm rufe, dann gefallen mir fast alle bis auf folgende Ausnahmen:

        1989 „Rock me“ von Riva
        2008 „Believe me“ von Dima Bilan
        2011 „Running scared“ von Ell & Nikki
        2015 „Heroes“ von Mr. Homophobia
        2019 „Arcade“ von Duncan Laurence

  12. Keine Angst, den Song mag ich auch….

    2000 tatsächlich einer schlechtesten Sieger für Dich? Normalerweise habe ich es mit Dänemark beim ESC eher weniger, aber den Olsen-Brüdern habe ich das gegönnt.. Gräßlich fand ich dagegen den Spears-Song aus Russland direkt dahinter. Schade, daß auf deiner Liste nicht 1989, 2001 und 2002 sind.

    • 1989, 2001 und 2002 finde ich alle in Ordnung, vor allem wenn ich mir die Konkurrenz anschaue, aber die Olsen-Brüder fand ich schon immer ganz schlimm. Da wird ein inhaltsloser Text gejault. 🙁 Ansonsten mag ich Dänemark beim ESC eigentlich ganz gerne, allerdings weniger in den letzten Jahren. Und ja, Russland 2000 ist noch schlimmer als Dänemark. Da war viel Geld und wenig Talent im Spiel. Lettland, Zypern und die Türkei sind meine 2000 Top 3.

      • 1989 top Spanien, Schweden, Deutschland, Finnland

        2001 top Griechenland, Spanien, Frankreich

        2002 top Frankreich, dann lange nix, Malta mag ich ganz gerne.

    • 1989: TUR, GRC, BEL (ESP habe ich nur auf Platz 19 – zu viele leere Pathosgesten und zu viel Melodrama)
      2001: RUS, GRC, DEU (EST habe ich auf 5, hinter BIH)
      2002: MKD, FRA, LVA

  13. @ Thomas M

    OK; über 2021 möchte ich lieber nicht diskutieren…. Aber sonst haben wir doch einige gemeinsame „Favoriten“. Schön, daß Du 1991 nicht magst.

    • Ich mag SWE91 auch nicht besonders, aber ich finde den Schlager auch nicht schlimm oder schlecht. Mein Hauptproblem mit 1991 ist, dass Frankreich nicht gewonnen hat.

      • @togravus ceterum

        Bei mir sieht es bezüglich der Siegertitel so aus. Ich nehme nur die Songs aus meiner aktiven Zeit als Fan, also seit 2003.

        Liebe ich: 2007,2010,2019

        Gefallen mir: 2012,2013,2017

        Finde ich ok: 2003,2005,2009,2014,2015,2021

        Sind nicht so meins: 2004,2006,2016

        Hasse ich wie Pest: 2008,2011,2018

      • Wenn es um echte Liebe geht, kann ich nur 2007. 2016 und 2017 nennen.
        Den Verpackungsschwindel von 2006 kann ich gar nicht leiden, und der Rest ist für mich irgendwo auf der Skala zwischen langweilig/kitschig und i. O.

    • 2008 ist eine ganz ordentliche melodramatische Ballade, die uns auf der Bühne in geschmackloser Kitschsoße serviert wurde. 2011 finde ich als Lied eigentlich ganz schön, aber das war mir live zu süßlich, und außerdem war Nikkis Gesangsleistung schwach. Als Lied gibt es von mir dennoch ein Daumen hoch.
      2018 hat mir damals ganz gut gefallen, aber der Beitrag ist sehr schnell gealtert. War halt eine Zeitgeistnummer. Seis drum, Netta hat den Sieg des schrecklichen „Fuego“ verhindert, und alleine dafür gibt es von mir 👏👏👏

      • ich kann mich noch an den giftigen blick meiner mutter erinnern,als ich ihr toy vorgestellt habe.🤣
        der sieg von netta war nicht zu verhindern außer vielleicht man hätte blanche eine komplett andere bühnenshow (city lights style halt) gegeben und ihre stimme besser abgemischt – das war ja zumindest via youtube soundmatsche – die war auch viel zu nervös aber mit 17 jahren ist das in ordnung.
        das haltbarkeitsdatum von toy war eigentlich schon nach der zugabe abgelaufen.🤡
        fuego hat sehr von der fulminanten bühnenumsetzung profitiert aber ist als song eigentlich nix besonderes.
        da gefällt mir monsters im abstand von fast 4 jahren besser.

      • Wir beide sind echt wie Yin und Yang. 😜 „Monsters“ ist das einzige Lied, bei dem ich im 250er Countdown auf stumm geschaltet habe. Ich kann das echt nicht länger als 10 Sekunden ertragen …
        Ich finde, dass Italien 2018 hätte gewinnen sollen. Ich mag zwar persönlich AWS am liebsten, aber die haben ja von Beginn an auf verlorenem Posten gekämpft.

      • Togravus, an mein Herz!!! Dass ich das noch erleben darf! NATÜRLICH hätte 2018 NUR Italien gewinnen dürfen, NIX Anderes (okay, vielleicht noch Albanien oder Irland, aber das ist wieder nur mein Nischengeschmack, also sagen wir besser nix dazu). Aber da kannste reden und reden und reden … Italien 2018 hätte in jedem Jahr gewinnen müssen! Weil: Bestes Beitrag ever ever ever.

      • @lasse: Dazu hätten Netta und Blanche wohl erstmal im gleichen Jahr antreten müssen … Hätte dat Blanche mal lieber den portugiesischen Sieg ein Jahr vorher verhindert.

      • @togravus ceterum
        die ungarn haben m.e. die falsche metallkapelle geschickt – leander kills wären etwas wie georgien 2011 gewesen und damit auch chancenreicher auf erste 10-12.
        ich hätte am liebsten blanche als sieger gesehen und was die zeitlosigkeit betrifft,wird der song auch noch 2030/40 die meisten anderen top5 songs ausstechen.
        city lights war jetzt aber auch kein typischer ESCsong.

      • @Tamara
        da haste natürlich recht mit blanche – komme hier schon ganz durcheinander.
        ich bleibe trotzdem bei annalisa 2018 – ich ja keinen botschaftenden bob dylan verschnitt hören.🤠

    • Ich höre immer wieder gerne Toy. In seiner Art ist der Song perfekt. Also, für mich wieder ein Beweis dafür, dass die Mischung televoting + Jury gut funktioniert

      • „Toy“ mochte ich anfangs auch ganz gerne, und Netta als Siegerin war echt okay. Aber mittlerweile nervt mich der Song ziemlich…

  14. @ toggie

    2006 war irgendwie viel Lärm um nix, man könnte es auch „Dschinghis Khan mit E-Gitarre“ nennen.

    • es hat sich 2006 aber niemand wirklich angeboten und diese art von lärm war halt noch neu.
      ich hätte ja am liebsten island als sieger gesehen aber die hoffnung darauf wurde dann schroff beendet.

      • @
        nö,ich empfand das damals als balkanschnulze,die sich auch ein wenig an griechenland anbiedert.
        kein vergleich zu serbien&bosien 2004.
        ich hätte von den finalisten gerne litauen genommen. 🤠

  15. @ Tamara, ran an mein Herz! Weg von meinem Herz!

    „Amar pelos dois“ ist für mich der beste Siegertitel aller Zeiten! 🥰
    So ist das eben im ESC-Universum: Mal spielen wir im gleichen Team, und mal bekämpfen wir uns bis aufs Blut. 😉
    Nur lasse braun und ich sind scheinbar immer in verschiedenen Teams … 😂

    • Ich muss jetzt hier mal coram publicum was zugeben: Ich finde ja „Amar pelos dois“ in seiner Ansichichkeit gar nicht soooooo schlecht, ist sogar in meiner Jahrgangs-Top-Ten. War aber auch ein grottenschlechter Jahrgang. Was mir das Ganze halt gründlich verleidet hat war das ganze Verhalten drumherum und das Abschmieren von dem zugegebenermaßen schlecht gealterten „Occidentali’s Karma“ – mehr noch, da das auch kein Hit geworden ist. Und jetzt haut mich 😀

      • Gibt es ein Emoji mit Peitsche? 😉

        Als Literaturschriftsteller kann jetzt eigentlich nur über Schriftsteller sprechen: Wenn wir nur Texte von guten Menschen lesen würde, wären unsere Regale leer … Große Kunst setzt meist Egozentrik voraus, und deshalb trenne ich das Werk auch stets streng von seinem Autor.
        Freut mich zu hören, dass Du „Amar pelos dois“ ganz tief im Herzen doch magst. 🤗

    • Ich bin bei Dir, lieber Toggie ! Übrigens habe ich selbst auch schon „Amar pelos dois“ gesungen….

  16. Okay, Einsortierung der Sieger der letzten 25 Jahre:

    Im Olymp:
    1997

    Supergut:
    1998, 2006. 2007, 2009, 2014, 2015. 2019

    Gut:
    1996, 2002, 2005, 2021

    Kann man machen:
    2000, 2004, 2010 (TBAS war VIEL besser), 2012, 2013, 2017

    Eher nicht so:
    1999, 2001, 2003, 2016, 2018

    Mach das weg!
    2008, 2011

    • Interessante Aufstellung, liebe Tamara.🙂

      Darf ich mal sagen, wen ich in den Jahren auch gerne als Sieger gesehen hätte?

      1997: UK war mein Favorit, alternativ noch TUR
      1998: ISR war auch okay, alternativ CRO oder UK
      1999: CRO, BiH
      2000: EST
      2001: FRA, ESP, GRC, SVN
      2002: (schwierig, weil mMn extrem schwach) MLT evtl. FRA
      2003: TUR war schon okay, lieber wäre mir BEL gewesen
      2004: Serbien-Montenegro
      2005: GRC war okay, aber MLT, ISR, ROM, HUN, Serbien-Montenegro, war extrem stark
      2006: FIN war schon in Ordnung, BiH wäre mir lieber gewesen
      2007: SRB
      2008: SRB, NOR, POR
      2009: NOR, alternativ EST
      2010: TUR
      2011: AZE war schon okay, aber GEO, CYP, SVN, BUL mag ich lieber
      2012: SWE
      2013: Hm … schwierig.. DEN war schon okay, aber ISL, MLD mag ich lieber (war mir aber klar
      dass sie als Sieger keine Chance hatten.
      2014: NED
      2015: BEL, EST
      2016: BUL
      2017: BEL
      2018: ISR war schon okay (damals, mittlerweile nervt mich der Song)
      2019: NED alternativ ITA
      2021: FRA

      Ups, lange Rede, kurzer Sinn… das kommt dabei heraus, wenn man nicht schlafen kann…😀

      • Nun gut, dann poste ich auch mal meine Favoriten

        1997 UK, aber ich liebe auch GR
        1998 tatsächlich IL
        1999 HR
        2000 LV
        2001 GR und ES
        2002 ganz klar FR
        2003 BE
        2004 SMN
        2005 MD und ML
        2006 BA und DE (jawoll)
        2007 RS
        2008 PT und RS
        2009 EE
        2010 TR und GR
        2011 GR und DE
        2012 EE
        2013 HU und NL
        2014 NL
        2015 LV
        2016 uA
        2017 was wohl ? PT natürlich…
        2018 IT und AL
        2019 IT (NL immerhin auf der Zwei)
        2020 es gibt keine Liveauftritte, daher auch keine Rangliste
        2021 UA, FR und LT

        Allerdings jede Menge schwache Jahrgänge in diesem Zeitraum…

    • ich klinke mich hier mal kurz ein.(also mit möchtegernsiegern)
      zeitraum 2004-2009.
      2004:serbien&montenegro
      2005:moldavien
      2006:island,litauen,bosnien&herzegowina (jawoll die balkanschnulze im gewand von serbien/montenegro 2 jahre zuvor. 🤣)
      2007 ukraine
      2008 bin immer noch traumatisiert aber wenn schon dann spanien.🤡
      2009:estland aber sowas von oder serbien!
      anbei die kuffigen serben mit ihrem kultigen schuhsong.👍🏽

      • ‚Cipela‘ mag ich auch sehr gerne. Das Ausscheiden im Semi zeigt mal wieder, dass Europa nur Haufrauf-Humor versteht …

      • @Lasse: Cipela ist toll!

        Wovon bist Du 2008 traumatisiert? Bzw was hab ich nicht mibekommen? Ich bin ja von 2008 auch traumatisiert, aber vermutlich aus anderen Gründen.

      • @Tamara
        na vom sieger,wenn 2011 schon schlecht war dann war der russe sehr schlecht.
        auch sonst war nicht so viel qualität am start,kann aber sein,daß ich da jetzt was von weiter hinten übersehen habe z.b. weil ausgeschieden im semi.
        ich staune immer noch,mit wieviel glück schweden damals in das finale gestolpert ist.

    • Dann oute ich mich jetzt mal mit meinem Nischengeschmack. Meine jeweiligen Jahrgangsfavoriten, die natüüüürlich auch hätten gewinnen sollen:

      1997: UK, da gabs nix Anderes, was auch nur annähernd ran kam. NIcht ohne Grund in meinem Olymp.
      1998: NL. Saustarker Jahrgang, da war kaum ein wirklich schlechter Song dabei.
      1999: Äh, muss ich was sagen? Ja? Ok. BIH.
      2000: SE, man höre und staune. Normalerweise kann ich mit dem Land nix anfangen.
      2001: SI oder NL
      2002: FR (war in dem Jahrgang noch was Anderes?)
      2003: PL
      2004: TR
      2005: NO, da ist GR bei mir nicht mal in der Top Ten, weil der Jahrgang einfach so brutal stark ist
      2006: DE!!!
      2007: FI oder AD. Ich grolle bis heute darüber, das Letzteres nicht im Finale war.
      2008: CH. Traumatischster Moment meines gesamten Eurovisionista-Daseins. Nie war mir ein Finale so egal. Aber wenn, hätte gern BIH gewinnen sollen.
      2009: NO oder FR
      2010: BE
      2011: IS oder BIH oder DE. Immerhin zwei davon in der Top Ten.
      2012: EE (oder IT oder SRB)
      2013: NL
      2014: ME (jawoll!) oder NO oder AT – war auch ein superstarker Jahrgang.
      2015: AU oder SE, aber da wäre so ziemlich jeder aus der Top Ten ein würdiger Sieger gewesen. Hauptsache nicht HU.
      2016: FR
      2017: IT. Das zweite große Trauma, und das in dem schwachen Jahr.
      2018: IT oder AL oder IE. Alle drei haben immerhin viel besser abgeschnitten als erhofft. Auch wieder bärenstarker Jahrgang.
      2019: NL oder NO. Gabs da eigentlich noch was Anderes? Leider sehr schwacher Jahrgang.
      2020: UA und NL waren meine Favoriten, und zumindest bei Ersterem bin ich sicher, dass es auch live bestechend gewesen wäre. Ansonsten fehlen Vergleichsmöglichkeiten.
      2021: IS!!!! und UA!!!! Auch wieder ein supertoller Jahrgang.

    • Leute! Jetzt hat diese ganze tolle Diskussion tatsächlich dazu geführt, dass ich zum ersten Mal seit über sechs Jahren mal wieder ein Video geschnitzt habe. Wurde von Youtube wegen Koppireit und Koppirong natürlich sofort blockiert, aber wenn ich das gebaut hab, lass ich es doch nicht verkommen! Also, wenn Ihr mal gucken wollt, bitteschön:
      https://player

      • Ich schaue mir so was immer gerne an, wenn ich die Person, die dahintersteckt, „kenne“. Erwartungsgemäß haben wir keine große Schnittmenge, aber wir können uns zumindest an Serbien und das Vereinigte Königreich klammern. Danke!

  17. 2006 ist auch einer der ganz wenigen deutschen Beiträge im neuen Jahrtausend, die ich mir immer noch gerne anhören. Mehrheitlich war es ansonsten entweder belanglos oder zum Fremdschämen,

    In den Siebzigern war DE lediglich 1974 und 1976 schwach, von den Achtzigern kann ich den Gardens nicht ausstehen. 1990 fing dann die germanische Problemphase an und im Prinzip hat sich daran wenig geändert…

    • Das einzige Mal, wo ich Deutschland auch zu schlecht bewertet fand neben 2006, war 1989 (und 1975 aber da war ich noch zu klein. Habe ich erst später mitbekommen🙂)Ansonsten waren die schlechten deutschen Platzierungen schon irgendwie nachvollziehbar. Auch, wenn ich persönlich nicht alle Songs schlecht fand. „Is it Right“ höre ich heute noch ganz gerne, aber die Inszenierung war nichts. Und Roger Cicero hat super abgeliefert, aber der Musikstil ist halt europaweit nicht mehrheitsfähig.
      Ja, die 1990er Jahre: Da schwankten die deutschen Beiträge zwischen langweilig und super-peinlich. Einzig Guildo Horn stach ein wenig hervor, fand ich sehr amüsant, obwohl das auch nicht meine Musik ist.

      • So, ab und zu sind auch mal trashige Stories fällig: Als die Monstertruppe namens Atlantis 2000 in Rom antrat, habe ich mich in Grund und Boden geschämt und war auf einen punktelosen Abens vorbereitet. Plötzlich gab es einen gellenden Schrei, als Dänemark tatsächlich für diesen Schrott noch sechs Punkte übrig hatte.

      • Die VE 1991 fand ich gar nicht mal so schlecht. Es gab 2, 3 Songs, die ich erheblich besser fand als „Dieser Traum darf niemals sterben“. Das Ausbuhen fand ich zwar unterirdisch, weil ich dies sehr respektlos finde, gehört sich einfach nicht. Aber das Ergebnis fand ich auch ärgerlich.☹️

      • Den Televotesieg verstehe ich offen gesagt auch nicht so ganz, ich fand den Auftritt im Finale eher suboptimal. Aber NO 2019 war halt einer der ganz wenigen Beiträge des Jahrgangs, die wirklich, wirklich Spaß gemacht haben. Spaß machen ist nie verkehrt 🙂

      • @Tamara

        Falls es dich tröstet: Bei Polen 2016, ganz besonders aber Island 2019 sind wir wieder einer Meinung. 🙂

  18. Jetzt haben wir so viel über Lieblinge geredet – wollen wir denn auch mal über Guilty Pleasures reden? Die kommen ja immer viiiiel zu kurz. Ich wette, Ihr habt alle eine Menge Leichen im Keller. Sogar ich hab Leichen im Keller, und ich hab ja eigentlich offiziell den schlechtesten Musikgeschmack der Welt. Aber eigentlich gehts mir ganz gut damit 🙂

      • Der Song war doch gut, nur dieses komische Männl im Hintergrund habe ich nicht ganz verstanden…

      • Gut? … Ich weiß nicht. Ist halt ein sehr mitreißender Schlager. Ich fand die Zwillinge übrigens super. 🙂

      • Albanien 2009 ist einer der besten Beiträge in der Geschichte des ESC! Aber warum „erröt“? Und warum „guilty“? Wobei ich mit dem Begriff „guilty pleasure“ sowieso nicht klar komme. Der Begriff legt ja die Existenz einer Art von „Geschmacksjustiz“ nahe , welche urteilt, was noch akzeptabel ist und was nicht (wofür man sich also „guilty“ fühlen muss). Liebe Geschmacksgerichte, ihr seid mir schnurz! 😉

    • @Tamara

      So wirkliche Guilty Pleasures habe ich irgendwie nicht. Was dagegen bei mir häufiger vorkommt dass ich Songs die gefühlt jeder mag entweder gar nicht leiden kann oder ich irgendwie den Appeal nicht erkenne und mir dann folgendes denke: „Und?? Was ist daran so besonders??“

      Ein Beispiel ist da für mich der armenische Beitrag 2014. Weshalb dieses Lied lange als großer Favorit gehandelt wurde verstehe ich bis heute nicht. Das Teil kommt erst überhaupt nicht aus dem Quark und dann dieser extreme laute Dubstep-Schluss der überhaupt nicht zum Rest des Songs passt. Dass Aram den Auftritt gesanglich auch extrem vergeigt hat und dazu auch ziemlich unsympathisch rüberkam hat es nicht besser gemacht.

      Ich weiß dass du den Song nicht so schlecht findest, aber mir hat es halt wirklich gar nichts gegeben.

      • Eeecht?! Keine Guilty Pleasures?! Tse. Ich helf Euch mal auf die Sprünge. Ich wollte eigentlich ein Video damit machen, hab aber dann festgestellt, dass es viel zu viele sind. Auswahl, bittschön?

        NOR 1997 (mein größtes Guilty Pleasure von allen)
        LIT 2002 (irgendwie find ich den supersweet)
        NED 2009
        NED 2010
        UK 2015
        DEN 2015
        IRL 2016
        SLO 2016
        IRL 2017
        DEN 2021 (die Blaupause eines Guilty Pleasures!)

        Soll ich weitermachen?

      • @Tamara

        Sorry, aber die finde ich allesamt grauenhaft oder „meh“ und sind meiner Meinung nach verdient dort gelandet wo sie hingehören, also entweder im Semi kleben geblieben oder im Finale abgeschmiert.

      • Ui, da gibt es einige bei mir:

        2000: Malta
        2002: Litauen
        2003: Österreich
        2005: Belgien
        2006: UK
        2007: Island (wobei, ich glaube, da bin ich nicht alleine)
        2008: Belgien
        2009: Belarus, Montenegro
        2010: Niederlande
        2011: Estland
        2012: Israel, Niederlande
        2014: Lettland
        2015: Dänemark, UK
        2016: Polen, Österreich (und Russland, aber Sergey hat ja eh gut abgeschnitten)
        2019: San Marino
        2021: Dänemark

        Einiges höre ich heute noch gerne. Wegduck.😀

      • @Gaby: Aus Deiner Liste ist vieles bei mir Pleasure, aber gar nicht mal zwingend Guilty. IS 2007 zum Beispiel finde ich völlig unironisch und ohne mich dafür zu genieren supertoll.

      • Ja okay, Island kann man streichen. Das war ein toller Beitrag, der auf jeden Fall ins Finale gehört hätte.

        Sind aber schon einige Peinlichkeiten dabei, heijeijei, Aber ich liebe sie.😍
        Ich ergänze noch mit Tschechien 2009 Lettland 2012.

        Was denken nur die Leute jetzt von mir (Sack über den Kopf zieh’😀)

      • @Gaby: Meinen Top-Guilty-Pleasure-Song hast du schon genannt: „Cake To Bake“ von Aarzemnieki. Ich weiß, dass das qualitativ nicht sonderlich gut ist, aber ich liebe die tolle Stimmung, die verbreitet wird, das ist so unprätentiös und authentisch. Ansonsten: „Boom Boom Boomerang“ von den Schmetterlingen.

      • Nochmal @Gabi: Ich wusste gar nicht, dass „Loin d’ici“ zu den Guilty Pleasures gehört – der Song ist in meiner All-Time-Top-Ten.

      • Ich habe einfach die Songs genannt, die man evtl. als peinlich bzw. nicht gerade als „qualitativ hochwertig“ bezeichnen könnte. Die mich aber persönlich irgendwie ansprechen (d. h. ich die Melodie schön eingängig finde und/oder den Auftritt bzw. den Künstler oder die Künstlerin sehr sympathisch finde.

      • Darf ich noch Andorra 2004 und Belarus 2014 nachschieben? Beide irgendwie überhaupt nicht anspruchsvoll und irgendwie „billig“ – aber nun mal verdammte Ohrwürmer, die zum Mitsummen einladen.😊

    • @Tamara: Irland 2017 finde ich ja super <3

      @Gaby: Zu Österreich 2016 stehe ich auch 😉 Hätte sich meinetwegen auch einen Top-10-Platz holen dürfen, alleine schon für das liebevolle Bühnenbild…

      • Ich liebe den zuckersüßen Autriche-Beitrag auch, hat aber auch meines Erachtens mit dem ganz schwachen Niveaus des Jahrgangs zu tun (ich kriege nur mit Mühe zehn würdige Songs zusammen)

  19. Guilty pleasure… ich weiss es nicht. Wenn ich ein Lied mag, es soll doch einen Grund geben. 😀
    Trotzdem: wenn ich an karnevalsmusik denke (da kenne ich mich besser aus), „Et Trömmelche“ könnte ein gutes Beispiel dafür sein.
    Aber ich stehe dazu, also ist das kein richtiges GP… keine Ahnung

  20. ich weiß ja eigentlich immer noch nicht genau,was ein „guilty pleasure“ jetzt genau sein soll aber ich versuche mich mal dran – island 2006 ist z.b. für keins,weil ich die parodie mit vielen trashelementen damals soweit ich mich erinnern kann,auch verstanden habe.
    dann doch lieber der banane huldigen.🍌

    • Wenn Vorentscheide auch zählen: Vöörad mit „Maailm on hull“ und aus dem letzten Jahr Ashley Colburn und Bojan Jambrošić mit „Share The Love“.

  21. Wer ist eigentlich Euer Favorit in Sachen „trashigster Beitrag beim ESC“ ?

    Ich erinnere mal an Cetin Alp (TR 1983)…. Kürzlich habe ich meinen absolut aber sowas von ESC-fernen Freund gefragt, wie viel Punkte es dafür wohl gegeben hat und er tippte absolut goldrichtig.

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