Die Hamburger Goldkehlchen wollen zum ESC

Hamburger Goldkehlchen by Julian Huke Photography

Der Oktober zieht ins Land, sehr viele ESC Länder haben ihre ESC-Planungen veröffentlicht, in Belgien und Spanien sind sogar schon die Acts ausgewählt. In Deutschland gibt es noch keine offiziellen Infos, entsprechend laufen die Spekulationen heiß (z.B. hier). Dabei gibt es einen heißen – und logischen – Anwärter für „Unser Lied für Rotterdam“: Die Hamburger Goldkehlchen, kurz DHG. Ein eigener starker Song ist komponiert und bereits fertig produziert, für das Staging liegt ein überzeugendes sympathisches Konzept vor. Hier lest Ihr alle Hintergründe.

Immer wieder liest man (zu Recht), dass ein maßgeblicher Erfolgsfaktor für einen ESC-Erfolg ist, dass die Interpreten diesen Erfolg RICHTIG WOLLEN. Und diese Jungs – die mitreißenden Hamburger Goldkehlchen – wollen zum ESC – unbedingt und mit größter Leidenschaft (bis zum Anschlag!) – und ganz nebenbei auch ausgestattet mit der notwendigen Professionalität (nicht unwichtig).

Hamburger Goldkehlchen since 2016 Logo

Die eindrucksvolle Erfolgsgeschichte der Goldkehlchen ist schon oft erzählt worden, hier das Wichtigste für alle DHG-Einsteiger noch einmal „in a nutshell“: Gegründet wurden die Hamburger Goldkehlchen 2016 nach einem (wie man so sagt) „feuchtfröhlichen“ Karaoke-Abend in der „Thai Oase“ auf dem Hamburger Kiez. Schnell fanden die Chorgründer Flemming Pinck und Max Michel via facebook ein maximal motiviertes Hipster-Chorteam aus etwa 70 Jungs zwischen 21 und 47 und der DHG Grundstein war gelegt.

Hamburger Goldkehlchen auf dem Hamburger Abendblatt Cover

Smells like team spirit. Befördert durch das eigene Friends-und-Family-Netzwerk und durch Auftritte bei Philipp Westermayers Online Marketing Rockstars Festival/Messe schafften es DHG mit atemberaubender Geschwindigkeit und vor allem mit viel Sympathie auf die Agenda einer breiteren Öffentlichkeit vor allem in Norddeutschland und sogar schnell bis auf das Cover des Hamburger Abendblattes (Photo oben). Noch mehr Sympathie verschafften sich DHG mit dem selbstironischen Claim „70 Männer – ein Chor – Keiner kann singen – You will love it“ und folgerichtig folgten erste TV-Auftritte, u.a. in der NDR-Talkshow bei „unserer“ Barbara:

 

2019 gewannen die Goldkehlchen noch einmal an fulminanter Dynamik, unter anderem durch einen Auftritt im Vorprogramm von Max Giesinger bei der Eröffnung des Hamburger ATP Tennistuniers Hamburg European Open – zusammen mit Special Guest und Ehrenmitglied Oli P. („Flugzeuge im Bauch“). Das Konzert am Rotherbaum markiert ein DHG-Highlight, bei dem den Autor dieser Zeilen vor allem die Cover-Adaption von „I want it that way“ geflasht habt. Für die Jungs steht das Hobby und der damit verbundene Spaß im Vordergrund (ein knappes Dutzend haben sich das DHG-Logo oben sogar tätowieren lassen) und sie tun gleichzeitig Gutes und engagieren sich regelmäßig für wohltätige Projekte. Bei ihrem HH-Stadtpark-Konzert im vergangenen August z.B. (Eintritt frei) kamen etwa 32.000 (!) Euro an Spenden für die Hamburger Tafel zusammen. (Wer ebenfalls spenden will, kann das hier tun.)

Hamburger Goldkehlchen Stadtpark 2019

Die Hamburger Goldkehlchen am 24. August 2019 im Stadtpark Hamburg vor 4.000 Zuschauern.

Jüngster Gig der Jungs war ein „Uptown Girl“ Flashmob beim Deutschen Radiopreis  (inkl. einem Wiedersehen mit Barbara Schöneberger) in der Elbphilharmonie. (Die DHG Adaption kann durch aus mit dem Westlife-Cover des Billy Joels Hits mithalten.)

Was kommt als Nächstes? Nun, zwei große Ziele haben sich DHG gesetzt. Zum einen wollen die Jungs in eben jener Elphi ein eigenes Konzert geben (#roadtoelphi), zum anderen möchten sie mit größter Leidenschaft gerne für Deutschland beim Eurovision Song Contest singen.

Hamburger Goldkehlchen Gruender Flemming Pinck striking smile im Interview mit ESC kompakt

„Der Spaß, der dahinter steckt, ist unser größter Ansporn!“ sagt DHG-Gründer Flemming im Interview mit ESC kompakt.

Nun stellen sich bei letzterem Wunsch eine ganze Reihe von Fragen, die wir hier gerne beantworten. Wir haben nämlich den Gründer der Goldkehlchen, Flemming Pinck, in seinem Laden „Inferno Ragazzi“ im Hamburger Schanzenviertel besucht (in der Juliusstraße 36 nur wenige Meter entfernt von unserem Lieblings-Hangout Carmagnole).

Da ist zum einen der Einwand, dass man beim ESC einen guten Song braucht, da man dort mit Cover-Versionen nicht antreten darf. Dem lässt sich entgegnen, dass es die Jungs bereits Anfang des Jahres (am Valentinstag!) mit ihrem ersten eigenen selbstgeschriebenen Song, der Hyme „Moin Moin Hamburg“, bis auf Platz 1 der iTunes Charts geschafft haben (Networking Rulez!). Speziell für den Eurovision Song Contest haben die Jungs jetzt einen neuen ESC-maßgeschneiderten Song geschrieben (genauso wie wir uns das immer wünschen), eine Hommage an einen megabeliebten Künstler der jüngeren Musikgeschichte. Und alle, die den Song bereits hören durften (Branchenkenner genauso wie Branchenferne) sagen, dass dieser unbedingt das Zeug zum Hit hat. „Mit diesem Song über einen Künstler, der uns sehr inspiriert hat, sind wir superhappy“, sagt Flemming.

Hamburger Goldkehlchen Gruender Flemming Pinck im Schanzenviertel Juliusstraße

Dann gibt es logischerweise die Frage, wie ein Chor mit etwa 70 Männern mit der Restriktion umgeht, dass beim ESC-Finale maximal sechs Personen auf der Bühne sein dürfen. Und auch dafür haben die Goldkehlchen eine klare Antwort gefunden. Sechs von ihnen werden live antreten, darunter die beiden Gründer Flemming und Max und vier weitere Goldkehlchen, die den Song gut transportieren und gleichzeitig auch irgendwie repräsentativ für alle 70 stehen. Und es gibt darüber hinaus bereits ein ausgefeiltes Staging-Konzept, welches sicherstellt, dass der komplette Chor beim ESC intelligent in Erscheinung tritt. We are DHG family!

Ein guter Song, ein passendes, schon jetzt erarbeitetes überzeugendes Staging, das klingt nach Drive, Leidenschaft und Willenskraft. Bleibt die Frage nach der Stimmgewalt des Auftritts. Nun, wer den Erfolgsweg der Jungs aufmerksam verfolgt, weiß, dass das Statement „Keiner kann singen“ hanseatisches Understatement ist. Es gibt starke Stimmen unter den 70 Jungs. Auch nehmen die Soloparts bei jüngeren Auftritten der Goldkehlchen zu. Und – so hat es auch mal Max Giesinger gesagt – wenn sechs zusammen singen, die einzeln nur – sagen wir – „mittelgut“ klingen, dann kommt da zu sechst oder im Chor durchaus Klangpower und krass Gänsehaut rüber. Und es gilt auch, was Flemming uns sagt: „Man braucht nicht unbedingt eine Stimme wie Céline Dion und Mariah Carey, mit viel Spaß und Leidenschaft kann man die Leute auch erreichen.“

Hamburger Goldkehlchen Gruender Flemming Pinck am Tresen Store Inferno Ragazzi

„Wir wollen unseren Fingerabdruck hinterlassen und nicht so ein gescriptetes, geplantes Showlied abliefern, sondern wir wollen so sein, wie wir sind und uns nicht verstellen“, sagt Flemming.

There you have it, der Autor dieser Zeilen ist überzeugt davon, dass hier eine fantastische Lösung der „Germany, I’m sorry, zero points“-Problematik vorliegt. Ein starker Song, ein Staging, das striking hot ist, eine Band mit glaubwürdiger Leidenschaft und höchster Authentizität, die die junge televoting-affine Zielgruppen erreicht. Mehr geht kaum.

Die ESC-kompakt-Blogger besuchen in Kürze eine Probe der Hamburger Goldkehlchen. Wir bleiben am Thema dran! Es gibt mehr Background zum Song und zum Staging, genauso wie eine Einschätzung, wie der NDR mit der DHG-Bewerbung umgeht.

Hamburger Goldkehlchen Gruender Flemming Pinck im Interview mit ESC kompakt Blogger PeterHamburger Goldkehlchen Gruender Flemming Pinck Interview mit ESC kompakt Interview-EquipmentHamburger Goldkehlchen Gruender Flemming Pinck im Exklusiv-Interview mit ESC kompakt

Hamburger Goldkehlchen Fotoshooting Flemming Pinck mit ESC kompakt Fotograf Volli

Die Interviewbilder und die Portraits im Inferno Ragazzi Store hat ESC-kompakt-Fotograf Volli gemacht, das Aufmacherbild (entstanden beim OMR Festival 2019) kommt von Julian Huke Photography.

Hamburger Goldkehlchen Christoph Pellander

PS: Die Hamburger Goldkehlchen haben in ihren Reihen einen erfahrenen ESC-Experten, nämlich Christoph Pellander, der bis zu seinem Wechsel zur ARD-Tochtergesellschaft Degeto Film als Head of Delegation beim NDR u.a. für den vierten Platz von Michael Schulte in Lissabon co-verantwortlich zeichnete. Wenn das mal kein gutes Omen ist. Durch den Degeto-bedingten Umzug von Hamburg nach Frankfurt nimmt Christoph nicht regelmäßig an den DHG-Proben teil, ist aber immer wieder bei Auftritten (wie z.B. beim Deutschen Radiopreis) dabei.



83 Kommentare

  1. Ich dachte zuerst: Deutschland macht nächstes Jahr beim JESC mit und die Goldkehlchen wurden vom NDR intern dafür nominiert. Trotzdem wäre es endlich mal wieder Zeit, eine Gruppe zum ESC zu schicken (die letzte war Elaiza 2014).

  2. Die Jungs hätten es definitiv verdient! Ihre Leidenschaft beim Singen ist ansteckend! Jungs, holt den Sieg nach Deutschland!! 🚀💥

  3. das wäre doch endlich mal was anderes! Die jungs haben Spass und Leidenschaft!!! Mein GO auf jeden Fall!!! Lasst uns diese coole Idee unterstützen! 12 Points

  4. Ich finde die Jungs wahnsinnig sympathisch! Das Setting stimmt, die Emotionen werden rüberkommen und unsere Lena ist fast zehn Jahre her! Auf gehts DHG! Germany, 12 Points!

  5. Was ist denn jetzt los? 😀 Also ich will ja nix sagen, aber die Usernamen, die hier gerade so jubeln (Giani-Enrico, Steffi, Peter M., ESCfan88 und Felichito) sehe ich das erste Mal in den Kommentaren 😀 Ich begrüße natürlich ganz herzlich neue Mitglieder/Kommentatoren, völlig klar, aber ich frage mich, ob das alles Fans dieser Gruppe sind, die jetzt darstellen möchten, dass die „ESC-Fanszene“ das feiert 😀 (auch noch zweimal den Raketen-Emoji, verdächtig lol). Und dann recherchiere ich und sehe, dass dieser Beitrag auf der Facebook-Seite der Goldkehlchen vor einer Stunde verlinkt wurde. Jo und ausgerechnet jetzt so viele neue Kommentatoren? Alles klar 😀

    „Unsere“ Leute (ESC1994, escvegi, Anmey) sind da nämlich deutlich kritischer (Lucius natürlich pro, den vergessen wir nicht) 😀 Nicht böse nehmen, nur etwas, das auffällt, oder? 😀 Aber es sind alle willkommen!

  6. @ESCFan2009: Stichwort: „alle sind willkommen“. Ich sehe es wie Du. Das ist ein gutes Zeichen, dass es hier einen Act gibt, der junge Zielgruppen auch außerhalb des Inner Circles für den ESC zu begeistern vermag. Das wollen wir ja alle, der der ESC wieder auch außerhalb der Bubble Akzeptanz bekommt, denn genau das hat er verdient.
    .
    Zwei Dinge gefallen mir besonders: Erstens die Euphorie der Jungs, die zeigt, dass DHG wirklich etwas bewegen wollen und sich mit einem maßgeschneiderten Song proaktiv „vorbereitet“ haben. Und zweitens, dass eben jener Song auch von Szenekennern als gut geeignet für den Contest gehalten wird.

    • „der junge Zielgruppen auch außerhalb des Inner Circles für den ESC zu begeistern vermag“. Um es mit Wien 2015 zu sagen: „Building Bridges“ <3

      • Einen „maßgeschneiderten“ Song also?? Weiß nicht ob mich das sonderlich positiv stimmen soll.

    • Und sowas begeistert die junge zielgruppe? Also ich weiss ja nicht. Der junge im rosa mützchen findet bestimmt seine abhänger, aber wenn jemand die „junge zielgruppe“erreichen will, muss man aus dem esc schon einen youtub/insta/facebook/netflix-contest machen und lauter maruv/hataris auftreten lassen. Die meisten likes/klicks gewinnt.

  7. Die Hamburger Goldkehlchen sind einfach nur spitze! Mitten aus der Gesellschaft, für einen guten Zweck….das gibts ja gar nicht. Schickt die Jungs unbedingt zum ESC, denn dann haben wir mal wieder Chancen auf eine bessere Platzierung, als mit den letzten “Performances” ….

    Renate K. aus Niederbayern

  8. Wäre auf jeden Fall mal etwas Anderes. Es besteht ja evtl. die Hoffnung, dass sie auf deutsch singen würden, wäre ja zur Abwechslung auch mal wieder ganz schick. Aber eine VE würden sie wohl eher nicht überstehen, käme also nur eine Direktnominierung in Frage.

    P. S. Sie haben nebenbei bemerkt auch noch Recht, Hamburg ist eine der schönsten Städte Deutschlands, muss man neidlos anerkennen.

  9. 1. April?
    Von diesem chor hab ich noch nie was gehört. Und es gibt ja zum glück eine höchstanzahl an protagonisten, die auf der bühne stehen dürfen. Maximal wäre der esc-choire-schmarren, aber für dort wäre es auch wichtig wenn wenigstens der eine oder andere singen könnte…

    • @tomudu

      Nicht nur du!! Allgemein ist mir dieser ganze Artikel zu hochjubelnd geschrieben, als ob der Manager (falls sie einen haben) des Chors ihn persönlich in Auftag gestellt hätte!!

      • @tomudu: Nee, einen Manager haben die nicht, was ich persönlich noch einmal extrasympathisch finde. Der Text kommt 100% von mir und ist auch nicht irgendwie beauftragt, ganz im Gegenteil, ich bin auf DHG zugegangen, weil mir die Initiative gut gefallen hat.

    • Die Formulierung ist von mir, vielleicht hätte ich das anders zuspitzen sollen, sollte man jedenfalls nicht zu hoch aufhängen, denn sagen wollte ich vordringlich, dass „Botschafter“, die was vom ESC verstehen und den Song gehört haben, diesem Potential attestieren.

  10. Es gibt im ESC-Kontext doch ein entsprechendes Vorbild: Die russischen Babuschkis. Das war auch eine ganze Gruppe und die Gesangsqualitäten durchwachsen. Undenkbar finde ich das also nicht und die Lust der Truppe auf den ESC ist schon mal ein Alleinstellungsmerkmal. Aber wie so oft: Es kommt auf den Song an.

  11. Es ist sehr sympathisch wenn so viele junge Männer zusammen singen und dann auch noch so viel Spaß dabei rüberbringen. Gesanglich sind sie wenn sie mehrstimmig singen deutlich besser als in den einstimmigen Parts. Interessieren würde es mich wie sie möglichst viele ihrer Sänger bei der Bühnenshow präsentieren würden.
    Am Ende kommt es dann ja auch noch auf den Song an.
    Potenzial und Überraschungseffekt sind auf jeden Fall vorhanden. 😎

  12. Sympathie schön und gut, aber davon sieht man leider in drei Minuten auf der Bühne in der Regel herzlich wenig und einen Chor-Act auf sechs Personen zusammenzustauchen hat schon bei den Les Humphries Singers nicht funktioniert. Was auch noch ungünstig ins Gewicht fällt, selbst ohne persönliche Beteiligung, ist die Christoph-Pellander-Connection. Wenn S!sters schon zu Vetternwirtschafts-Verschwörungstheorien noch und nöcher geführt haben, ist das hier ja der Super-GAU.

    Sollte der Song aber tatsächlich der absolute Ober-Hammer sein und live perfekt dargeboten werden, will ich nichts gesagt haben; so fair muss man sein.

  13. Wie viele Mitglieder hat der Chor, 70?
    Also ich denke auch, ein Downsizing auf 6 wäre definitiv nicht mehr authentisch für die tolle Truppe.
    Mischt den Eurovision Choir Wettbewerb auf, passt besser 😊

  14. Ein Downsizing auf sechs Mitglieder haben die Les Humphries Singers ja auch geschafft, denn die Gruppe hatte ja auch mehr Mitglieder, als in Den Haag auf der Bühne standen. Der Erfolg war aber bescheiden, was für DHG ja nichts heißen muß. Einen Versuch wäre es auf jeden Fall wert.

  15. Und plötzlich macht alles einen Sinn.

    Natürlich ist Pellander nicht mehr HoD, da er im nächsten Jahr selbst auf der Bühne stehen wird. Das kann er als HoD ja schlecht. Also wartet ab, der NDR nominiert DHG direkt. Ich seh es kommen. 😉

  16. Na ja, der NDR wird mit seiner überragenden Kompetenz Mittel und Wege finden, den angekündigten Schubladensong irgendwie zu platzieren. Oder sollte dies etwa bereits das Lied der DHG sein? Wir sind gespannt.

  17. Na ja, stimmt schon. Die Truppe auf sechs Personen zu reduzieren kann ihnen viel Authenzität rauben. Aber andererseits: Es gibt eigentlich nicht mehr viel zu verlieren und die Goldkehlchen können auch nur gewinnen. Zumindest an deutschlandweiter Popularität, vorausgesetzt sie werden richtig vermarktet.
    Ich bin mir eh nicht sicher, ob das nicht doch nur Gerüchte sind. Aber wenn das stimmen sollte, warte ich erst einmal den Song ab. Dann kann immer noch gemeckert werden.
    Mit Durchschnittspop haben wir oft genug eine Bauchlandung hingelegt, insofern klingt die Musik der Goldkehlchen eigentlich recht interessant. Sie könnte auf jeden Fall aus der Masse herausstechen.
    Was die Les Humphrie-Singers betrifft: Sie blieben ja wohl mit ihrem komischen „Sing Sang Song“ weit unter ihren Möglichkeiten, hatte meiner Meinung nach weniger damit zu tun, dass nur sechs Interpreten auf die Bühne durften. Der Song war einfach nur Grütze.

  18. Wow, da kann man mal sehen, in welchen Parallelwelten man so leben kann: bis eben ist die Existenz dieses Chores komplett an mir vorübergegangen. Ohne den Song zu kennen, habe ich erst mal gemischte Gefühle: die Jungs haben natürlich Charme und erkennbar Spaß an der Sache, und ja, das ist eine gute Voraussetzung.
    Allerdings wirken sie in der Masse auch sehr, sehr weiß, männlich, heterosexuell – von Diversität sehe ich auf den ersten Blick wenig.
    Dass der Pellander mit dem Chor in Verbindung steht, riecht für mich (sorry) zudem ein bisschen fischköpfig. Damit will ich nichts unterstellen, lediglich eine Direktnominierung durch den NDR wäre daher in meinen Augen vollkommen inakzeptabel.
    Ich würde mich aber auch überzeugen lassen, falls die Jungs aber tatsächlich einen hervorragenden Song am Start haben und den überzeugend präsentieren können. Denn, wie gesagt, sympathisch wirken sie ja. Ein offener Vorentscheid mit genügend gleich starken Konkurrenten ist dann aber unabdingbar, und der NDR muss – inklusive Startreihenfolge und Umfeldberichterstattung – wirklich absolut alles unterlassen, was auch nur im Entferntesten nach Vorzugsbehandlung aussehen könnte. Finde ich.

  19. […] Hamburger Goldkehlchen wollen European Song Contest gewinnen: Die Männerbarden, deren Markenzeichen es ist, eben nicht singen zu können, haben ein neues Ziel. Sie wollen für Deutschland den kommenden ESC-Wettbewerb gewinnen. Da gibt es drei Hürden, die genommen werden wollen: 1. Es darf kein Coversong sein, der präsentiert wird. Deswegen soll schon eine neue Komposition geschrieben worden sein. 2. Sie müssen den Vorentscheid gewinnen. 3. Es dürfen maximal sechs der 70 Sänger auf der Bühne stehen. Da hatte die Truppe beim Flashmob in der Elbphilharmonie schon unter Beweis gestellt, wie diese Restriktion zu umgehen ist. esc-kompakt.de […]

  20. Meine Vorfreude auf den Song und die Reduzierung auf 6 Teilnehmer ist schon sehr Gross.

    WO IST DER SCHUBLADEN Song ???

  21. Grässlich, habe kurz in Moin Moin Hamburg reingehört. Hat mich sofort an den übersteigerten Lokalpatriotismus zahlreicher Kölner Bands erinnert.
    Muss einen politischen oder anderweitig motivierten Hintergrund haben, was soll so was bei einem internationalen Wettbewerb

  22. Diese Meldung verbuche ich unter „Saure-Gurken-Zeit“ ab. Da der NDR noch keine offiziellen Infos herausgegeben hat, kommen jetzt solche Meldungen, die man wirklich nicht ernst nehmen sollte. Wie oft haben irgendwelche merkwürdigen Leute behauptet sie würden gern beim ESC antreten und dann hat man nie wieder was von ihnen gehört. Toll, die Spekulationen sind eröffnet, die haben ihre Meldung. Next.

    • Lustig, diesen Gedanken hatte ich auch sofort bei dieser „Meldung“. Mag den Hochgejubelungston dieses Artikels leider auch nicht. Sorry, Peter…

  23. Toller Artikel! Ich kannte die Hamburger Goldkehlchen noch nicht, aber fände es super, wenn sie beim ESC für Deutschland antreten würden – wäre mal was Anderes!

  24. Mich hat dieser selbstgeschriebene Song nicht überzeugt, aber es liegt auch wahrscheinlich daran, dass ich Chöre generell ungerne höre. Nur 6 von 70 Chormitgliedern auftreten zu lassen finde ich nicht so spektakulär.
    Für Hamburger oder Norddeutsche wäre es vielleicht schön, aber das ist mir doch zu 08/15 und doch zu sehr gewollt. Dann würde ich lieber voXXclub nehmen.

  25. Also erstmal ist es gar keine schlechte Idee auch mal anders zu denken und mal einen anderen Weg zu gehen.

    Und wenn ein Chor mit Leidenschaft einen guten Song präsentiert (und dieser vielleicht sogar noch recht modern ist), ist das mal etwas neues und könnte mindestens bei den Jurys vielleicht ganz gut ankommen. Und dabei ist es mir erstmal pups-egal, ob ein Christoph Pellander ein Teil des Chores ist, da er sein Amt ja nicht mehr bekleidet und zudem bestimmt auch nicht einer der 6 Auserwählten auf der Bühne sein wird.

    Ein ungutes Gefühl bekomme ich allerdings bei Aussagen wie „Speziell für den Eurovision Song Contest haben die Jungs jetzt einen neuen ESC-maßgeschneiderten Song geschrieben“… Sowas ist oft zu verkopft/verkrampft und wirkt auf einen angeblichen Geschmack der Klischee-Zuschauer zugeschnitten – und das funktioniert heute nunmal sehr selten.

    Zudem stell ich es mir schwierig vor, das 6 Personen als Chor nicht klingen wie 6 Personen, die als Acapella-Gruppe auftreten (und davon hatten wir nun auch genug Negativ-Beispiele beim ESC)…

    Aber ich lasse mich gern vom positiven Gegenteil überzeugen – viel schlimmer kann es ja derzeit auch nicht mehr werden. 😉

  26. OK!!!
    Die Jungs sind sympatisch und der eine oder andere ist auch…(nicht jugendfreies Wunschdenken)
    aber ich klinge unter der Dusche ähnlich „gut“ – und auch sonst kann ich halbwegs überzeugend karaoken
    und wenn meine Nachbarn mitbrüllen klingt’s auch voluminös
    und sympatisch bin ich auch.
    Und in Hamburg bin ich auch
    Also schickt mich,.
    Dann blamiert sich wenigstens nur einer

  27. Die oberammergauer strunzbuben haben auch die absicht, nächstes jahr deutschland zu vertreten. Der song liegt in der schublade und soll spitzenklasse sein.

  28. Bevor weder das Lied bekannt ist noch wie es klingt, wenn es von 6 Mitgliedern statt des Chors gesungen wird, kein Grund euphorisch oder skeptisch zu sein.
    Sind erst mal Bewerber wie andere auch.

  29. Also ich bin überzeugt davon, dass das Ganze sehr erfolgreich sein könnte. Ist natürlich, wie jedes Jahr abhängig von dem Song aber was die Jungs auf jeden Fall können ist authentisch gute Laune verbreiten und dem Publikum die Leidenschaft zum Singen vermitteln. Ich denke das kann jeder bestätigen, der schon einmal auf einem DHG-Konzert war. Wenn der Song gut ist, stimmt meiner Meinung nach das Gesamtpaket. Ich kann den Pessimismus mancher eingefleischten ESC-Fans hier nicht ganz nachvollziehen. Ihr habt den Song und das Konzept dahinter doch noch garnicht gehört oder habe ich irgendetwas verpasst? Also ich bin sehr gespannt und freue mich drauf! Die Jungs machen das schon!

  30. Hallo,

    eine erfrischende Diskussion! Schön auch, dass anders als in vielen Foren/Diskussionen der Ton gewahrt wird.

    Kennt ihr den Spruch „Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat’s gemacht.“ – lasst es uns doch einmal so sehen: Die Jungs haben Spaß an der Sache und sie lieben Musik.

    Das sich ein Song für den ESC nicht anhört wie roher Männergesang aus einer Fankurve im Fußballstadion ist doch klar. Wie schon bei ihrem ersten eigenen Song „Moin Moin Hamburg“ wurde auch der Song für den ESC in einem Studio aufgenommen.

    Es geht nicht darum etwas ins Lächerliche zu ziehen sondern vielmehr zu verdeutlichen: Alles ist möglich und das Wichtigste ist doch die Musik – also der Song als solcher. Wenn er gefällt ist es doch egal von wem er stammt. Musik soll ja verbinden!

    Ich denke wir sollten abwarten und dieser sympathischen Truppe eine Chance geben! Ich bin gespannt und bin der festen Überzeugung, dass sie die nötigen Zutaten verwendet haben um ein gelungenen Hit zu schmieden – hören werden wir ihn in jedem Fall!

    Liebe Grüße,
    ein Fan von Neuem und der Musik

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