Hooverphonic vertreten Belgien beim ESC 2020 in Rotterdam

Hooverphonic Belgien 2020 ESC Eurovision

Da haben es die Belgier in dieser Saison aber ganz besonders eilig: Erst vor einem Monat hat die neue ESC-Saison begonnen und noch halten sich die meisten Länder eher bedeckt, was ihren Vertreter oder gar ihren Song für den Eurovision Song Contest 2020 in Rotterdam angeht. Nicht so aber die belgische Rundfunkanstalt VRT. Diese hat heute in der Fernsehsendung „Vandaag“ ihre Vertreter für den anstehenden ESC bekannt gegeben: Hooverphonic.

Die Band wurde bereits 1995 gegründet, hat in der Zwischenzeit aber einige Besetzungswechsel hinter sich gebracht. Leadsängerin ist nun die 18-jährige Luka Cruysberghs, die schon die flämische Version von „The Voice“ – The Voice van Vlaanderen – gewonnen hat. Außerdem besteht die Band aktuell noch aus Gründungsmitgliedern Alex Callier (Bass) und Raymond Geerts (Gitarre). Alex ist beim ESC übrigens kein Unbekannter: Er hat 2018 Senneks Song „A Matter Of Time“ mitgeschrieben.

In der neuen aktuellen Besetzung haben Hooverphonic bislang erst ein Album veröffentlicht: „Looking for Stars“. Insgesamt ist das aber das zehnte Studioalbum der Band, drei davon standen an der Spitze der belgischen Charts, neun in den Top 10. Die aktuelle Single des Trios heißt „Horrible Person“ – und wurde übrigens nach dem 1. September veröffentlicht…. Bei dem Lied soll es sich aber nicht um den belgischen ESC-Beitrag handeln.

Bei Hooverphonic handelt es sich um eine äußerst wandelbare und musikalisch vielschichtige Band. Ihre Ursprünge liegen im Trip-Hop, mittlerweile gehören aber auch Elemente aus Elektro, Pop, Ambient und sogar Country zu ihrem Repertoire. Das Trio passt in keine Schublade und genau das macht die Sache so spannend: Welche Stilrichtung wird es wohl in Rotterdam präsentieren?

Belgien schickt mit Hooverphonic zum ersten Mal seit neun Jahren wieder eine Band zum ESC. In diesem Jahr wurde Belgien von Eliot (Vassamillet) (Foto) vertreten. Dieser schaffte es mit seinem Lied „Wake Up“ und einer mäßigen Bühnenshow allerdings nur auf einen enttäuschenden 13. Platz im ersten Halbfinale von Tel Aviv und verfehlte damit den Einzug ins Finale. Nach drei Top-10-Platzierungen mit Loïc Nottet, Laura Tesoro und Blanche zwischen 2015 und 2017 ist Belgien damit nun zweimal in Folge nicht über das Halbfinale hinausgekommen.

Wie ist Euer Eindruck von Hooverphonic? Haben die Belgier mit dem Trio gute Chancen auf den Finaleinzug und eine gute Platzierung in Rotterdam?



28 Kommentare

  1. Mad about you fand ich super – ist allerdings schon etwas her; von daher wirkt das Ausgraben der Band wie etwas, dass D oder UK sonst machen. Eventuell eine Reaktion auf die – krass konkret korrekte – Kritik, nachdem sie in den letzten 3 Jahren unerfahrene Performer geschickt hatten, die mit ihren guten Songs verängstigt auf der Bühne standen.

  2. Nach neun Jahren tritt wieder eine Gruppe für Belgien an. Auf jeden Fall ein anderer Musikstil als die letzten drei Beiträge und ich hoffe, die Sängerin ist auch unplugged in der Lage, die Töne zu treffen. War ja bei Eliot und Sennek leider nicht der Fall.

  3. Superschöner Name, wieder diese atmosphärische Musik (die mochte ich sehr bei Blanche und Sennek und auch gerne bei Eliot) und „Horrible Person“ gefällt mir sehr gut ^^ Toller Start in die Saison! ❤

  4. Ach, wie schön 🙂
    Ich habe mich erst letztens durch ihr Repertoire gehört und dann gedacht, dass sie sowieso niemals antreten, weil zu etabliert. So kann man sich täuschen! Aber eigentlich lag das nahe; Alex Callier hat schon an „A Matter of Time“ mitgeschrieben. Hoffentlich hat er daraus gelernt und der Song nächstes Jahr bekommt ein bisschen mehr Instant Appeal.

  5. Eliots Auftritt beim ESC als „mäßige Bühnenshow“ zu bezeichnen, ist schon sehr großzügig. Er sah vielmehr aus wie Teil einer Geiselnahme, und ich dachte nach einer Minute, wenn er jetzt zweimal schnell blinzelt ist dies das Zeichen für die Sicherheitskräfte (oder seine Mama) die Bühne zu stürmen und ihn zu retten. It’s a shame daß ein wirklich guter Song mit diesem nichtssagenden Auftritt bzw. verschreckten Sänger verhunzt wurde. Was da ein Künstler mit Charisma und Showmanship hätte daraus machen können..
    Mir gefällt ‚Horrible Person“ und auch „Mad about you“ sehr gut, aber Belgien ist leider wirklich ein Garant dafür daß das am Ende bedeutungslos ist wenn der Auftritt nicht stimmt.

  6. Jaaaa! Ich kannte Hooverphonic schon vorher und habe mich mega gefreut, als ich das gelesen habe 😀 Besonders empfehlen kann ich das Lied „Romantic“, ist mein Lieblingslied von ihnen ^^

  7. „Horrible Person“ gefällt mir gut. Die Frau hat eine angenehme Stimme. Ich bin ganz guter Hoffnung, dass ein schöner Song für den ESC geschrieben wird. Belgien hat mich (zumindest songtechnisch) in den letzten Jahren meistens überzeugt, mit Ausnahme von Laura Tesoro, die fand ich jetzt nicht so pralle.

  8. Wie schön! Ich kenne die Hooverphonics aus ihrer Anfangszeit und habe „Eden“ sehr geliebt. Danach habe ich sie etwas aus den Augen verloren. Wenn sie nur ein bisschen etwas von dem speziellen Sound von damals bewahrt haben, kann das m.E. nur gut werden! Ich freue mich sehr darauf und darüber!!!

  9. Ich fand vor ca. 15 Jahren Hooverphonic ganz toll und habe mir die Alben „Jackie Cane“ und „No More Sweet Music“ zugelegt. Danach wurden die Platten langsam beliebiger und die Frontsängerinnen fast im Jahrestakt ausgewechselt.
    Von daher haben Hooverphonic für mein persönliches Empfinden den Zenith schon etwas überschritten, aber sie scheinen in der Heimat immer noch viele Platten zu verkaufen. Ich bin gespannt und hoffe auf etwas Experimentelleres beim ESC – die letzten Jahre haben ja gezeigt dass Risiko auch belohnt werden kann.

  10. Habe ich dank „2Wicky“ sehr positiv in Erinnerung, andererseits habe ich mich über 20 Jahre nicht gezielt für Hooverphonic interessiert und so ganz die selbe Band ist es ja nun auch nicht mehr.
    Dennoch erfreulich! und das nicht nur, weil sich endlich mal was tut. Denn auch mir haben die belgischen Beiträge nun schon seit fünf Jahren durchweg gefallen (was mich angesichts der Casting-Show-Neigung und ausschließlich englischen Texten gleich doppelt erstaunt).

  11. Tja, da bin ich…

    Für eine Band, die schon mehr als zwei Jahrzehnte existiert und sich auch musikallisch nicht nach den üblichen Castingsternchen anhört, kann es nun wirklich kein „Gebashe“ geben. Ich hoffe nur, Hooverphonic paßt sich nicht an den ESC-typischen Mainstream an.

    Nach der Peinlichkeit mit Eliot geht es hoffentlich wieder aufwärts für das Land der beleuchteten Autobahnen.

  12. Eliot hätte Welpenschutz haben müssen, so junge, unroutinierte Künstler zum ESC zu schicken , finde ich schon grob fahrlässig. Da bleibt hoffentlich kein lebenslanges Trauma.
    Wake up finde ich nach wie vor toll.

    • Das kann man aber nicht verallgemeinern. Lena und Nicole waren 17 oder 18, Sandra Kim war 1986 13 Jahre alt, als sie den ESC gewonnen hat. Das kommt ganz auf den Charakter an. Und außerdem wenn ihm das Singen vor großem Publikum Probleme bereitet, dann ist seine Karriere als professioneller Sänger nicht lang.

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