
Die Niederlande wird nicht am Eurovision Song Contest 2026 in Wien teilnehmen. Das hat der niederländische Fernsehsender AVROTROS soeben offiziell in einer Pressemitteilung mitgeteilt. Grund für die Nicht-Teilnahme ist die soeben getroffene Entscheidung, dass Israel am kommenden ESC teilnehmen darf. Daneben sind auch die Ereignisse des vergangenen Song Contest und die aktuelle Lage im Gazastreifen entscheidend für den Entschluss der Niederlande gewesen.
Heute läuft die 95. Generalversammlung der European Broadcasting Union (EBU), bei der über die Teilnahme bzw. den Ausschluss Israels vom Eurovision Song Contest 2026 beraten wurde. Soeben haben die beteiligten Länder entschieden, dass Israel am kommenden ESC teilnehmen wird, unter der Bedingung, dass bestimmte Regeländerungen in Kraft treten.
Die Niederlande hat diese Entscheidung zum Anlass gesehen, offiziell zu bestätigen, dass sie nicht am ESC 2026 teilnehmen wird. Es wurde eine Pressemitteilung herausgegeben, in der die Entscheidung begründet wurde. Darin heißt es, dass für den Entschluss vor allem das schwere humanitäre Leid im Gazastreifen sowie Einschränkungen der Pressefreiheit und politische Einflussnahme beim letzten Wettbewerb eine Rolle spielen.
Übersetzt heißt es in der Pressemitteilung:
„AVROTROS hat beschlossen, im Jahr 2026 nicht am Eurovision Song Contest teilzunehmen. Diese Entscheidung folgt auf einen sorgfältigen und umfangreichen Beratungsprozess, in dessen Rahmen wir eine breite Palette von Interessengruppen konsultiert haben: vom israelischen Botschafter bis zu Amnesty International, von der EBU bis zu mehreren europäischen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sowie unserem eigenen Verbandsrat, Betriebsrat, Aufsichtsrat und den vielen tausend Eurovision-Fans, die sich an uns gewandt haben. Nach Abwägung aller Perspektiven kommt AVROTROS zu dem Schluss, dass eine Teilnahme unter den aktuellen Umständen nicht mit den öffentlichen Werten vereinbar ist, die für unsere Organisation grundlegend sind. Diese Entscheidung wurde in enger Abstimmung mit dem niederländischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk (NPO) getroffen, der unsere Schlussfolgerungen respektiert und unterstützt.
Überprüfung des Prozesses
Am 12. September 2025 stellte AVROTROS fest, dass das schwere humanitäre Leid im Gazastreifen, die Einschränkungen der Pressefreiheit und die politische Einflussnahme im Zusammenhang mit der letzten Ausgabe des Eurovision Song Contests nicht mit den Werten vereinbar sind, für die wir stehen. In diesem Zusammenhang kam AVROTROS zu dem Schluss, dass eine Teilnahme des israelischen Senders KAN in diesem Jahr nicht länger mit unseren Pflichten als öffentlich-rechtlicher Rundfunk vereinbar ist. Zuverlässigkeit, Unabhängigkeit und Menschlichkeit sind unsere Leitprinzipien.Reaktion der EBU und Entwicklungen
Die EBU hat anerkannt, dass während der vorherigen Ausgabe politische Einflussnahme stattfand, und zusätzliche Maßnahmen angekündigt, um eine Wiederholung zu verhindern. Diese Maßnahmen ändern jedoch nichts an dem, was beim letzten Wettbewerb geschehen ist. Heute hat die Generalversammlung entschieden, dass Israel 2026 teilnehmen darf. Gleichzeitig machte das Treffen deutlich, dass Bedenken hinsichtlich der Neutralität und des unpolitischen Charakters des Eurovision Song Contests bei mehreren europäischen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten nach wie vor erheblich sind.Fazit
Was sich im vergangenen Jahr ereignet hat – einschließlich der Verletzung universeller Werte wie Menschlichkeit und Pressefreiheit, aber auch der politischen Einflussnahme während der letzten Ausgabe des Eurovision Song Contests – hat für uns eine Grenze überschritten. Dies bleibt für AVROTROS entscheidend, unabhängig von den seitdem ergriffenen Maßnahmen. Darüber hinaus bleibt die Lage im Gazastreifen äußerst fragil und tief besorgniserregend. Im Moment ist es schlicht zu früh, von einer substantiellen, stabilen Verbesserung zu sprechen, die es uns ermöglichen würde, am Song Contest auf eine Weise teilzunehmen, die mit unseren Werten übereinstimmt.“
Neben der Niederlande boykottieren auch Spanien, Irland und Slowenien den Eurovision Song Contest 2026.
Was sagst Du zu der Entscheidung der Niederlande? Kannst Du die Entscheidung nachvollziehen? Schreib uns Deine Meinung in die Kommentare.
Entdecke mehr von ESC kompakt
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.



Richtig so!! Kriegstreiber dürfen nicht unterstützt werden und Israel sind einer der schlimmsten Länder dieser Welt.
Das ist der schlimmste Kommentar dieser Welt!
In grammatikalischer Hinsicht? 🙂
Allgemein
In grammatikalischer Hinsicht gräuselt sich einem beim Lesen alles. Schon der Titel ist falsch.
Ja der Trottel weiß nichts, er heißt Gerechtigkeit aber blöd wie Butterbrot. Hat wahrscheinlich auch ein IQ von einer verfaulten Tomate.
Ich empfehle dir den Wikipedia Artikel „Israeli War Crimes“. Kannst mal schauen wie oft Israel schon unschuldige Menschen getötet hat.
Ich bin mir sicher das die Hamas das verfasst hat, wer das nicht erkennt, hat eben den von meinem Vorschreiber erwähnten IQ und ist eben blöd wie Butterbrot.
https://en.wikipedia.org/wiki/Israeli_war_crimes
Ist einen historischen Überblick seit 1948.
Hamas gibt es seit 1987.
So lange da nicht die Terroranschläge der Hamas aufgeführt sind, interessierts mich nicht. 1948 kann Israel noch kein angeblichen Kriegsverbrechen begangen haben, da wurde der Staat erst gegründet. Also ist das alles nur großer Schwachsinn.
Es ist schon öfters gesagt hier: es lohnt sich die ganze Geschichte der Region zu kennen. Bereits der Gründung des Staates ist von Fehler, voreiliges Handeln umgeben.
Und ich empfehle dur mal den Artikel mit den Kriegsverbrechen, welche Rußland begangen hat! Die haben mehr Menschen auf dem Gewissen!
Die Hamas hat Israel angegriffen, haste wohl vergessen in deinem Judenhass.
Douwe Bob vertrat die Niederlande vor zehn Jahren beim ESC und sein neuer Song heißt „Welcome to outcast town“:
Sieneke Baum-Peeters vertrat die Niederlande vor 16 Jahren beim ESC und nun hat sie den Song „Ik doe wat ik wil“ veröffentlicht: