Erste Probe beim ESC 2026: LELÉKA mit „Ridnym“ für die Ukraine

Die ukrainische Delegation auf dem Weg nach Wien – Foto: Instagram/suspilne.eurovision

Jedes Jahr aufs Neue überzeugt die Ukraine beim Eurovision Song Contest – und auch dieses Jahr dürfte das nicht anders sein. LELÉKA tritt 2026 für das Land mit dem Titel „Ridnym“ an und probt den komplexen Song heute erstmals auf der Bühne der Wiener Stadthalle. Richtig ernst wird es für sie am 14. Mai im zweiten Halbfinale. Aber eine Final-Qualifikation der Ukraine dürfte reine Formsache sein. Die Ukraine zählt zu den gerade einmal drei Ländern, die sich bei jeder Halbfinalteilnahme fürs Finale qualifizieren konnten. Die anderen beiden sind Luxemburg (, was bislang nur zweimal durch ein Halbfinale musste) und Serbien & Montenegro (, was nur einmal durch ein Halbfinale musste und ganz nebenbei auch nicht mehr existiert). Die Ukraine will dem Ruf als ESC-Powerhouse gerecht werden.

LELÉKA wurde im Vorentscheid Vidbir einstimmig gewählt, um die Ukraine zu vertreten. In „Ridnym“ wendet sich die Sängerin „an die Liebsten“. Dabei besteht der Song aus mehreren Teilen – ist mal sanft, mal unheilvoll. LELÉKA hat über Jahre in Deutschland gewohnt und studiert. Mittlerweile lebt sie wieder in der Ukraine. Der Song entstand vor einigen Jahren aber in Berlin, wie sie auch dem ARD-Magazin BRISANT erzählt hat, kurz bevor es für sie aus Kiew mit dem Zug nach Wien ging.

Etwa 24 Stunden dauerte diese Zugfahrt. Passagierflüge über die Ukraine gibt es seit Russlands Angriff 2022 nicht mehr. Seit Montagmorgen ist LELÉKA in Wien. Und heute zeigt sich, was sich die Ukraine für die Inszenierung ausgedacht hat. Im Vorentscheid stand die Sängerin noch allein auf der Bühne, während man im Hintergrund eine Blume und diverse Blüten auf der Videowand sehen konnte. In den ersten knapp zwei Minuten enthielt diese Performance noch dazu keinen einzigen Schnitt. Zwar kein absolut neues Stilmittel – aber dennoch selten eingesetzt.

Songcheck zur Ukraine

Bevor uns Reddit mit ersten Eindrücken der Probe in Wien versorgt, könnt ihr hier noch einmal in unseren Songcheck zur Ukraine schauen. Natürlich gibt es auch noch ein ESC kompakt Reaction-Video zu „Ridnym“. Das wird noch in dieser Woche veröffentlicht.

Hier findet ihr ein paar Eindrücke von LELÉKAs Ankunft in Wien:

Informationen zur ukrainischen Probe

Bevor wir uns voller Elan in die Infos von Reddit stürzen, erst einmal noch ein Detail, das die Sängerin selbst geteilt hat. Sie wird nämlich auf der Bühne – anders als noch in Vidbir – unterstützt von Yaroslav Dzuhs, der Bandura spielt. Eine Bandura ist eine ukrainische Laute, deren Klang „bei den allerersten Noten das Gefühl von Zuhause zurückbringt“, so LELÉKA.

Genau diesen Banduristen sehen wir auch gleich am Anfang von „Ridnym“. Über einen weißen Laufsteg geht LELÉKA nämlich direkt auf ihn zu. Nach dem ersten Refrain wird die Bühne dunkel und die Sängerin zieht alle Aufmerksamkeit auf sich.

Sehr bald aber sollen die Farben wieder zurückkehren und es wird ein besonderer Moment versprochen, genau dann, wenn LELÉKA zu ihrem „atemberaubenden“ Schlusston ansetzt.

Die Ukrainierin trägt ein weißes Kleid über einer weißen Hose, an dem kleine Stoffbahnen befestigt sind, die gut mit ihren Bewegungen harmonieren. Der Stoff soll außerdem eine tragende Rolle darin spielen, die Geschichte der Sängerin zu erzählen. Diese Geschichte soll auch durch die Grafiken visualisiert werden, die man auf der Bühne sehen kann. Am Ende soll sich der Stoff in ein dramatisches Rot verfärben – so wie wenn sich ein Theatervorhang schließt.

Wir sprechen heute Abend natürlich wieder über die Proben aus Wien – in unserem ESC kompakt LIVE um 20:15 Uhr auf YouTube. Seid da gerne dabei und kommentiert mit!

Die ersten Proben des zweiten Halbfinales beim ESC 2026

  1. Bulgarien: DARA mit „Bangaranga“
  2. Aserbaidschan: JIVA mit „Just Go“
  3. Rumänien: Alexandra Căpitănescu mit „Choke Me“
  4. Luxemburg: Eva Marija mit „Mother Nature“
  5. Tschechien: Daniel Zizka mit „Crossroads“
  6. Armenien: SIMÓN mit „Paloma Rumba“
  7. Schweiz: Veronica Fusaro mit „Alice“
  8. Zypern: Antigoni mit „Jalla“
  9. Lettland: Atvara mit „Ēnā“
  10. Dänemark: Søren Torpegaard Lund mit „Før vi går hjem“
  11. Australien: Delta Goodrem mit „Eclipse“


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9 Comments
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Annie
Annie
1 Stunde zuvor

Hauptsache, die Ukrainer lassen den Weichzeichner dieses Jahr weg.

Joey99
Joey99
1 Stunde zuvor

Daumen sind gedrückt für Wiktorija, seh sie bei den Jurys ganz, ganz weit vorne!

herrtobsucht
Mitglied
herrtobsucht
1 Stunde zuvor

Liefert wie immer.

4porcelli - give The 🦦 what he needs
4porcelli - give The 🦦 what he needs
30 Minuten zuvor

Die Bandura ist natürlich auch ein starkes Symbol für’s Ukrainisch-sein, hoffe der Song wird dadurch noch mal aufgewertet und wünsche meiner Mit-Wahlberlinerin viel Glück!

byJannik
byJannik
11 Minuten zuvor

Klingt gut, freue mich sehr drauf!

Werner
Werner
7 Minuten zuvor

Die Inszenierung kann nur besser werden als im Vorentscheid.
Aber beim ESC hat die Ukraine in der Hinsicht fast immer überzeugt.
Einzige Ausnahme: Ziferblat

4porcelli - give The 🦦 what he needs
4porcelli - give The 🦦 what he needs
5 Minuten zuvor
Reply to  Werner

Das stimmt. Und da wurde ja schon im Vorfeld gesagt, dass man kein Geld für Staging habe. So was wurde dieses Jahr erfreulicherweise nicht gesagt

benegigs
benegigs
5 Minuten zuvor

Das klingt doch gar nicht so schlecht. Mal sehen, wie dann die finale Umsetzung wirken wird. Ich würde es Leleka auf jeden Fall wünschen, ins Finale einzuziehen.

Dueni
Dueni
3 Minuten zuvor

Klare Ansage!