Erste Probe FRANKREICH: Barbara Pravi – Voilà

EBU / THOMAS HANSES

Einen Eindruck wie gut oder schlecht die Favoriten aus den Halbfinals ihre Beiträge inszeniert haben, konnten wir bereits bei den ersten Proben des ersten und zweiten Semifinals gewinnen. Heute betritt eine weitere Sieganwärterin laut Wettquoten die Bühne in der Ahoy-Arena: Barbara Pravi wird ihren Song „Voilà“ zum ersten Mal proben. Wir sind gespannt, ob die Französin ihre Favoritenrolle heute aufrecht erhalten kann.

Die Proben liegen immer weiter hinter dem Zeitplan zurück. Obwohl laut Probenplan jetzt die Probe von James Newman beginnen müsste, haben wir immer noch keinen Durchlauf von „Voilà“ gesehen.

Voilà! Es passiert etwas.

Bild: EBU / THOMAS HANSES

Wie zu erwarten beginnt der Auftritt dunkel: Barbara steht in einem weißen Lichtkegel von oben, dann wird sie von der Seite angestrahlt.

Sie trägt eine lockere schwarze Hose und eine Brustbinde, ihr Bauch ist frei.

Einige Elemente wurden aus dem Vorentscheidungsauftritt übernommen, wie die schwarzen Vögel, die vom hellen Boden aus davonfliegen.

Viele anderen Dinge aus ihrem Auftritt bei C’est vous qui décidez wurden dagegen nicht auf die große Bühne transferiert. Allen voran die tollen kleinen an Glühwürmchen erinnernden Bodenlichter haben es nicht nach Rotterdam geschafft.

Bild: EBU / THOMAS HANSES

Im Prinzip sehen wir hier eine abgespeckte Version des Vorentscheidungsauftritts.

Barbara singt ausdrucksstark und intensiv. Trotzdem bin ich etwas enttäuscht, das ist vom ersten Eindruck her zu reduziert. Bei C’est vous qui décidez hatte man genau die richtige Balance aus elegant-schlicht und „etwas passiert“.

Im Chat des Online-Pressecenters heißt es, dass die Probe wohl vorbei sei? Sehen wir doch keinen dritten Durchlauf? Das wäre schade. Weil man beim Tippen doch etwas abgelenkt ist, hätte ich gerne noch einen Zweiteindruck erhalten.

Bild: EBU / THOMAS HANSES

Auf jeden Fall lässt sich sagen, dass die ganze Präsentation vollkommen auf Barbara fixiert ist. Es gibt keine Tänzer, der Backdrop schien meiner Erinnerung nach nur dunkel, auch sonstigen „Schnickschnack“ sucht man vergebens. Hauptsächlich wird mit Lichtern gearbeitet, das aber auch nicht übermäßig.

Das könnte so reduziert sehr wohl funktionieren. Die Zuschauer am Samstagabend kennen den Vorentscheidungsauftritt nicht und ziehen so keine Vergleiche. Der Auftritt lebt vor allem von Barbaras unheimlicher Ausstrahlung und die kommt ohne Frage perfekt zur Geltung. Wer weiß, hätte ich erst diese Performance und dann den Vorentscheidungsauftritt gesehen, vielleicht hätte ich letzteren dann als „überladen“ empfunden?


64 Kommentare

  1. Und noch mal Hochspannung. Ich wünsche mir einen Auftritt wie beim Vorentscheid ohne Experimente. Bitte exakt so und nicht anders! Paris 2022.

  2. Jetzt bin ich gespannt. Meine Favoritin. Ich hoffe, dass nichts mehr beim Staging vom Vorentscheid geändert wird, ich fand es schon da perfekt…

  3. Von dem was ich im Livestram von ESCunited höre, ist es dieselbe Performance vom Vorentscheid. Ich kann nicht zufriedener sein 🙂 Jetzt nochmal auf die 2. Probe warten und dann könnte der Sieg wirklich drin sein

  4. Mir ist ziemlich schleierhaft, warum italien und frankreich bei den odds steigen, obwohl sie eigentlich 1:1 das gebracht haben, was man eh schon kennt.

    • Nun weil es bisher nur Vermutungen waren ob sie in Rotterdam abliefern können und jetzt haben sie die Bestätigung deshalb klettern sie nach oben

    • Ist mir auch unverständlich.
      Vor allem bei Italien, vorher knapp 10% Siegwahrscheinlichkeit
      Dann kommt eine Probe, die genau das zeigt, was man von einer Rockband erwartet
      Und danach plötzlich 15% Siegwahrscheinlichkeit?
      Muss man nicht verstehen.

      Aber bis zum Finalabend wird sich sowieso noch einiges tun.

      • Von allen möglichen „Siegertiteln“ verstehe ich den Hype um Frankreich so rein gar nicht…
        Das Lied klingt geduldet wie ein Leierkasten, die Bewegungen der Sängerin wirken dafür unrund und abgehackt. Singen kann sie scheinbar, aber das können auch andere Künstler beim ESC.
        Ein Sieg Frankreichs wäre für mich enttäuschend.

      • Vielleicht, aber die realistische Antwort ist das Wettquoten immer steien wenn erwartungen erfüllt werden. Wir dürfen auch nicht vergessen das Wettquoten nur so einen gewisse Stimmung wiedergeben und nicht das Endergebnis

      • Da wusste man aber ja noch nicht, ob es auch beibehalten wird und wie es auf der Bühne in Rotterdam letztendlich wirkt.

  5. Puh, Gott sei Dank keine Tänzer! Ich bin erleichtert, das würde nämlich nicht passen. Es hört sich bisher gut an.

  6. Ich liebe Chanson a la Patricia Kaas, anno 2009… dass war klasse u hatte Stil u eine absolute grand Dame. Ausstrahlung Intensität Emotionen…das hätte gewinnen müssen…und nicht das kindliche geigenmännchen…

    Aber Barbara ist im Vergleich nur gut aber nicht mehr. Platz 1 usw Humbug. Es wird wohlwollend platz5 bis 10

    • Dem stimme ich zu 100% zu. Das Lied von Patricia war um Klassen besser als Voilá, das trotzdem nicht schlecht ist, aber eben nicht gut genug für einen Sieg. Österreich und Belgien gefallen mir da viel besser (OK – gewinnen werden die auch nicht)

    • ich kann mir schon noch einen anderen sieger vorstellen und ich gehe sowieso davon aus,daß es diesmal sehr spannend wird.
      bei den buchmachern habe ich derzeit das gefühl,daß die auf einen zweiten sobraleffekt pro frankreich setzen.
      oft haben sie ja recht im vorfeld aber dieses jahr spielen da so viele komponenten mit rein,dazu in der spitze ein breites größtenteils qualitatives angebot und sehr viel verschiedene genres.

  7. Auch hier absolut keine Überraschung und auch hier ist das positiv. Als Sieger kann ich es mir aber nicht vorstellen.

  8. Drei Führungswechsel bei den Wettquoten an einem Tag, das riecht nach einem Überraschungssieger. Von den drei Buchmachertoptipps sehe ich nur Frankreich als möglichen Sieger

  9. Kann mir Frankreich nicht wirklich vorstellen. Jurypunkte wird es sicherlich hageln, aber ob die breite Masse das auch so toll findet?

  10. Ich liebe es ja. Und immerhin kein Weltkriegshintergrund. Das hatte ich am meisten befürchtet. Damit haben sie einen schönen Song schon einmal überfrachtet.

  11. Ich vermisse die „Glühwürmchen“ auf dem Boden, aber sonst haben sie wohl alles so gelassen, wie es sein soll. Im Videoausschnitt singt Barbara nicht ganz mit der von ihr gewohnten Inbrunst, aber das ist ja erst der zweite Durchlauf. Ich bin mir sicher, beim Finale wird sie liefern und völlig zurecht gewinnen.

    Und falls man es wagen sollte, mich zu enttäuschen, dann bitte wenigstens Litauen. Island könnte ich auch noch akzeptieren. Oder zur Not noch die Schweiz, aber dann ist Schluss mit der Fahnenstange! Ach, halt, die Ukraine natürlich noch.

  12. Ich habe mir Barbaras früheren Auftritte längere Zeit nicht mehr angeschaut und deswegen wieder richtig geflasht, weil das ganz große Klasse ist. Könnte in der Tat einen ganz großen Coup landen.

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