Erste Probe ISRAEL: Eden Alene – Set Me Free

„With you every day feels like Valentine’s Day“ schreibt Eden Alene zu diesem Foto mit ihrem Freund Yonatan Gabay und wir hoffen aus dem Rotterdamer Pressezentrum, dass das auch für den ersten Probendurchgang der Sängerin auf der ESC-Bühne in Rotterdam gilt. Außerdem hoffen wir heute natürlich, dass die rote Brille von Eden ein gutes Zeichen ist und Mainz 05 heute gegen Eintracht Frankfurt den endgültigen Klassenerhalt in der 1. Fußball-Bundesliga feiern kann.

Die israelische Probe läuft jetzt schon, aber – wie gehabt – wird uns der erste Durchlauf hier im Pressezentrum nicht gezeigt, damit Eden sich in Ruhe mit der Bühne vertraut machen kann. Wir lassen uns überraschen und sind gespannt, wie die Sängerin den Revamp ihres Beitrags „Set Me Free“ gleich auf die Bühne bringen wird.

Eden und ihre fünf Tänzer stehen zu Beginn auf der noch relativ dunklen Bühne in einer Art Lichtkreis, der durch Scheinwerferkegel erzeugt wird. Dann ändert sich das Setting aber relativ schnell und wir sehen ähnliche Neon-80er-Jahre-Farben wie schon bei Albina aus Kroatien – Lila, blau, Pink. Außerdem wird mit Formen gespielt, auf dem Bühnenboden sehen wir große Dreiecke.

Foto: EBU / Thomas Hanses

Es gibt natürlich auch eine gut einstudierte Choreografie, die aber nicht so rund wirkt wie bei Kroatien.

Foto: EBU / Thomas Hanses
Foto: EBU / Thomas Hanses

Eden ist weiß angezogen, ebenso ihre Tänzer. Edens Outfit entpuppt sich später allerdings als Trickkleid, darunter trägt sie einen schwarzen Body. Hier gibt es aber noch Probleme, Eden bleibt in einem Ärmel stecken und muss lachen.

Foto: EBU / Thomas Hanses
Foto: EBU / Thomas Hanses

Am Ende bekommt Eden von ihren Tänzern eine schwarze Krone aufgesetzt, die ähnlich geflochten ist wie ihre Haare. Das sieht seltsam aus.

Foto: EBU / Thomas Hanses

Edens Stimme ist okay, aber nicht perfekt und wirkt an manchen Stellen etwas dünn. Insgesamt setzt die Inszenierung sehr stark auf einen jugendlichen Partycharakter, der Textinhalt rückt in den Hintergrund.

Foto: EBU / Thomas Hanses

Eden nutzt auch den halbtransparenten Screen. Dort ist ihre Sihouette als weiße Cortoon-Zeichnung zu sehen. Insgesamt ist die Bühne total überladen mit Bilder, Formen, Farben – vieles ist gar nicht zu erkennen und es passiert viel. Gleichzeitig ist es aber immer nur more of the same“ – einen richtigen Stimmungswechsel oder ähnliches gibt es nicht, stattdessen geben die Bühnenbelichter die ganze Zeit volle Power.

Foto: EBU / Thomas Hanses

Das dürfte damit dann auch der letzte Durchgang gewesen sein. Für mich ist das hier bislang noch kein überzeugendes Gesamtpaket, gerade wenn man es – und ich vermute fast, dass das die Zuschauer auch so machen werden – mit Kroatien vergleicht. Die israelische Delegation täte gut daran, das Ganze bis zur zweiten Probe noch etwas runterzubrechen und auf ein paar Elemente zu verzichten.

Foto: EBU / Thomas Hanses

24 Kommentare

  1. Ich guck den wiwi live Stream und da gabs ja richtig große Begeisterung bei einem Kostümwechsel. Da bin ich ja sehr gespannt

  2. Ich habe gerade kurz bei ESCunited reingehört. Dort fand man Israel „busy“. Angeblich ist auf der Bühne so viel los, dass das Lied untergeht. Wenn das stimmt, ist es schade.

  3. Ich bin gespannt was noch kommt. Ich werde den Live Blog nicht intensiv verfolgen da ich noch kurz zur Arbeit muss. Viel Spaß. 🙂

  4. Ach Ja und es freut mich das der FC Bayern München zum 9. Mal hintereinander deutscher Meister geworden ist. Ich gebe zu ich hätte mir etwas Spannung gewünscht, aber 3 Spieltage vor Sasionende finde ich besser als 15 Spieltage.

  5. Auch wenn alles andere überhaupt nicht in die Richtung geht, die Choreographie selbst verbunden mit Edens sehr jungen Aussehen wecken bei mir etwas JESC-Assoziationen. Aber JESC auf hochprofessionellstes Niveau. Der Song gewinnt live für mich auf jeden Fall absolut. Die abstrakten Hintergrundmuster gefallen mir und ich finde es gut, dass hier richtig viel auf der Bühne passiert und sie auch die lange „Catwalktreppe“ und die Außenbühne mit einbeziehen. Und der ganz hohe Ton zum Schluss hinterlässt Eindruck. Auch Eden hat ihren Beitrag für die Qualifikation wieder in den Ring geworfen

  6. Ich halte den Song im Revamp ohnehin für überfrachtet, insbesondere die komische Vokalakrobatik am Ende, insofern hilft ein überfrachtetes Staging gar nicht. Ich sehe nicht, wie sich Eden qualifizieren will.

    • Ich hielt den Song witzigerweise VOR dem Revamp für überfrachtet und jetzt deutlich geradliniger ^^
      Dafür sind wir uns bei Tusse einig 🙂

      • Na ja, vor dem Revamp gab es von mir eine 4/10, jetzt nur noch 2/10.

        Die Songstruktur gefällt mir nicht sonderlich, aber vor allem die spitzen Schreie im letzten Drittel drücken das Ganze noch weiter herunter.

  7. Das wirkt auf mich schon alles sehr strange…

    Ich bin ja überzeugt davon, dass „Set Me Free“ überhaupt nur aufgrund des damaligen Videos das im Vorentscheid gezeigt wurde, gewonnen hat. Die Videos der anderen beiden – und vor allem des eigentlichen Fanfavoriten „Ue La La“ fielen deutlich ab während das Video von „Set Me Free“ eine gute Bühnenshow erwarten ließen. Dann der Revamp, aus dem meines Erachtens die besten musikalischen Elemente aus „Set Me Free“ entfernt wurden – und nun wirkt die Bühnenperformance auf einmal inspiriert vom schlechten „Ue La La“-Video.

    Ich glaub mit Israel werde ich dieses Jahr nicht mehr warm.

  8. Uh, Israel war für mich schon immer ein Wackelkandidat. Aber nach dem Bericht und den Bildern zu urteilen, glaube ich immer weniger an einen Finaleinzug.

  9. Das wird nix – wäre mir im Finale zwar lieber als Zypern, aber von dem „Dancequintett“ qualifizieren sich höchstens nur drei und Malta ist definitiv gesetzt. Eden ist zwar sehr sympathisch, aber der Song bestenfalls Durchschnitt.

    • Sehe ich genauso. „Feker libi“ fand ich eigentlich eine schöne Nummer und da hätte ich mir auch eine stimmige Performance vorstellen können. „Set me free“ kommt bei weitem nicht heran. Schade.

  10. Die Touristin aus dem Nahen Osten, die den 1.Platz im Vogelimitieren bei der diesjährigen WM belegte, reist zusammen mit ihren Freunden an die Nordsee. Die Route, die sie noch im Januar zurücklegte, hat sie sowohl physisch als auch psychisch hinter sich gelassen, weshalb sie eine andere Route wählt. Die größten Unterschiede sieht man in die Landschaft, die nun farbenfroh blüht und vor Artenvielfalt nur so strotzt. Da die Touristin sich nicht entscheiden konnte, welches Wanderoutfit sie anziehen sollte, trat sie ihren Weg im Zwiebellook an.
    Bei anderen Touristen kommt die Route durchwachsen an, Förster dagegen finden sie ziemlich toll. Ob es für die Aufnahme in die engere Auswahl des “ Wanderweg des Jahres “ reicht, ist schwer vorherzusagen.

  11. Iiih, im zweitenTeil ist sie ja nackt und bedeckt ihren Körper nur mit einigen ihrer vielen langen Zöpfe…

    Stimme zu, im Vergleich zu Kroatien fällt das doch recht ab (natürlich immer nur nach dem, was wir hier zu sehen und hören bekommen). Und stimmlich isses tatsächlich recht schwach, da bin ich aber zuversichtlich, dass das noch wird, denn eigentlich hatte Eden doch bei anderen Liveauftritten stimmlich nie Probleme.

    Aber die Luft fürs Finale ist recht dünn, sie hätte wohl besser a la Efendi eine copy&paste-Version von „Feker Libi“ abliefern sollen.

  12. Ich habe was GANZ anderes erwartet, da hätte man ruhig was in Richtung „Feker Libi“ von der Art her machen. Nun bin ich kein Fan vom Song, aber das enttäuscht selbst mich. Irgendwie infantil, irgendwie albern, irgendwie nichtssagend. Ich hoffe, Kroatien profitiert davon…

  13. Macht auf mich einen sympathischen Eindruck, mit viel Wohlwollen eine Art weiblicher Nadav Guedj. Und wie bei dem erkenne ich einen modernen Revamp der israelischen Kibbuz-Tanzchoreographien aus den 80er Jahren. Sie muss nur stimmlich zulegen, sonst wirds „Haba Haba“.

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