ESC-Songcheck kompakt (10) – Israel: „Set Me Free“ von Eden Alene

Schon im März letzten Jahres gab der ausrichtende israelische Sender KAN bekannt, dass Eden Alene auch in diesem Jahr für Israel in Rotterdam an den Start gehen wird. Im Jahr zuvor hatte die heute 20-jährige Sängerin die in Israel bekannte Castingshow HaKokhav HaBa L’Eurovizion (The Next Star) für sich entschieden und damit das Ticket nach Rotterdam gelöst. Anschließend wurde ein Finale mit vier für Eden eigens geschrieben Songs ausgerichtet, von dem der fünfsprachige, launige Titel „Feker Libi“ ausgewählt wurde.

In diesem Jahr musste also „nur“ ein neues Lied für die stimmgewaltige Sängerin jüdisch-äthiopischer Einwanderer her. Aus ursprünglich angekündigten 16 Beiträgen wurden Mitte Dezember schließlich neun Demoversionen veröffentlicht, aus denen eine interne Jury und das israelische Publikum in einer Onlinewahl insgesamt drei Beiträge aussuchten. Diese sang Eden Alene schließlich ein und die letzten drei Beiträge „La La Love“, „Ue La La“ und „Set Me Free“ wurden Anfang des Jahres veröffentlicht. Anders als zu erwarten, sang Eden jedoch keinen der Beiträge in der als Vorentscheidung angekündigten Show live. Das Publikum sollte schlussendlich anhand der gedrehten Musikvideos den Gewinnerbeitrag bestimmen. Hier fiel der Song „Set Me Free“ optisch aus der Reihe, zudem konnte sich der Zuschauer durch das Video besser die zu erwartende Performance vorstellen und so gewann am Ende nicht das von vielen Fans zuvor favorisierte „Ue La La“, sondern eben „Set Me Free“.

Insgesamt erntete der Gewinnerbeitrag sehr gemischte Reaktionen bei den Fans und so verwundert es nicht, dass „Set Me Free“ doch nochmal in relativ großen Teilen überarbeitet wurde.

Der Song

„Set Me Free“ wurde vom Autorenteam Noam Zlatin, Ido Neter, Amit Mordechai und Ron Carmi komponiert, getextet, arrangiert und produziert. Textlich geht es es um eine vergangene Beziehung, der Eden emotional noch nachhängt und aus der sie sich befreien will. „Getting you out of my life, I feel so strong. Set me free. Feel my beating heart in perfect harmony. Don’t let me down (Du bist raus aus meinem Leben, ich fühle mich so stark. Befreie mich. Fühle mein schlagendes Herz in perfekter Harmonie. Lass mich nicht im Stich)“.

Auch wenn der recht moderne und radiotaugliche Popsong, der musikalisch ein wenig mit Funkelementen liebäugelt, stimmlich nicht den vollen Umfang von Eden einfordert, kann Eden nun in der aktuellen Version zum Ende hin nochmal zeigen was sie drauf hat. Dafür wurde allerdings die bei vielen beliebte Rückung geopfert. Neben dem englischen Text wurden bei „Set Me Free“ auch ein paar Passagen auf hebräisch eingefügt, die die spärlich eingesetzten typisch israelischen Sounds gut ergänzen.

Der Check

Song: 3/5 Punkte
Stimme: 5/5 Punkte
Instant-Appeal: 2/5 Punkte
Optik: 4/5 Punkte

Benny: Leider finde ich, dass der Revamp eine Verschlimmbesserung war. Angeblich soll der Song jetzt ja moderner sein, für mich klingt er austauschbarer und hat dadurch auch weniger Wiedererkennungswert. Trotzdem: „Set Me Free“ war von den zur Wahl stehenden israelischen Liedern mein Favorit für Rotterdam und über die Zeit habe ich ihn mir noch schöner gehört. Reicht zwar nicht für die Spitzenpunktzahlen, aber immerhin für 7 Punkte.

Berenike: Aus meiner Sicht ist der letzte Revamp sehr gut gelungen. Vorher war „Set Me Free“ zwar an sich nicht schlecht, blieb aber auch nicht hängen und wirkte wie eine beliebige halbwegs moderne, halbwegs tanzbare und halbwegs poppige Nummer. Nach dem Revamp hat der Song mehr Ecken und Kanten erhalten: das nahöstliche Arrangement wurde stärker herausgearbeitet und der besonders austauschbare Refrain wurde gekürzt und zur Bridge degradiert, wodurch die gesamte Songstruktur interessanter wirkt. Außerdem kann Eden jetzt im letzten Teil zeigen, was sie stimmlich draufhat. Ich erhöhe von 3 Punkten auf 6 Punkte.

Douze Points: Der Revamp des Revamps des Revamps – oder so ähnlich. Meist wird das ja ein Verschlimmbessern. Das Unique wird entschärft; dafür kommen dann unnötige zusätzliche Spielereien hinzu, die im Tonstudio vielleicht originell wirken, dem Song aber die klare Linie rauben. Das alles trifft auch hier zu. Mir gefällt „Set Me Free“ aber immer noch ganz gut und ich halte es für (etwas) unterschätzt. 6 Punkte.

Florian: „Set Me Free“ war mein Favorit in der israelischen Vorauswahl und dennoch war es mir irgendwie gleichgültig, welcher Song sich letztlich durchsetzt. Wer nach der Rezeptur für durchschnittliche Popware mit leicht exotisch-orientalischem Anstrich (damit es auch als israelischer Beitrag durchgeht) suchen würde, der bekäme genau dieses Lied als Ergebnis. Mehr als diese Konserve war wohl trotz aufwändiger Songwriterauswahl nicht drin. 3 Punkte. 

Manu: Bei Israel scheint in diesem Jahr der Wurm drin zu sein. Anfangs mochte kein zur Wahl stehendes Lied komplett überzeugen, der ansatzweise musikalisch auffällige Fanliebling „Ue La La“ wurde im merkwürdigen Vorentscheid durch das interessantere Video von „Set Me Free“ eliminiert. Nun erhielt „Set Me Free“ einen Revamp – für mich verliert das Lied dadurch noch weiter an Boden. Die Schnitte in der Songstruktur gefallen mir nicht, der Sound klingt merkwürdig glattproduziert. Die für mich beste instrumentale Stelle im Original, der Rhythmuswechsel nach dem Refrain (bei 1:20 min) – rausgeschnitten. Dafür nervige Stimmakkrobatik am Ende – das dürfte schwer werden in Rotterdam. Nur noch knappe 4 Punkte.

Max: Ich glaube, auch der fünfte Revamp würde hier nichts bringen. „Set Me Free“ war für mich die denkbar schlechteste Option beim israelischen VE. Die Israelis haben selbst gemerkt, dass es nicht die richtige Entscheidung war. Ein Gewinner oder Top-Contender wird nicht noch einmal aufgemotzt. Das macht man nur, wenn man sieht, dass das Lied chancenlos in den Rankings dahindümpelt. Wenn es ins Finale kommt, dann nur ganz knapp. 3 Punkte.

Peter: Ich denke, mit Eden kann man richtig gut (Euro-)Party machen, wenn das wieder geht. Sie hat Attitude, Style und einen wunderbar entspannten classy look. Mir gefiel – ganz subjektiv – „Set Me Free“ von Edens Vorschlags-Songportfolio am besten und wenn der Song unten den Uptempo-Nummern des Jahrgangs 2021 auch nicht ganz weit vorne mitspielt, so groovt er doch wunderbar und ist – dank seiner beschwingten, gefälligen Harmonien – sofort eingängig. Und Eden wird „Set Me Free“ sympathisch präsentieren, da bin ich sicher. 10 Punkte

Gesamtpunktzahl: 39/84 Punkten

Beim ESC-kompakt-Index landet „Set Me Free“ auf Platz 21 von 40.

Wie schneidet der israelische Beitrag "Set Me Free" von Eden ab?

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Bisher erschienene Songchecks:

Erste Hälfte des ersten Semis

(1) Australien: „Technicolour“ von Montaigne
(2) Irland: „Maps“ von Lesley Roy
(3) Litauen: „Discoteque“ von THE ROOP
(4) Nordmazedonien: „Here I Stand“ von Vasil
(5) Russland: „Russian Woman“ von Manizha
(6) Schweden: „Voices“ von Tusse
(7) Slowenien: „Amen“ von Ana Soklič

Zweite Hälfte des ersten Semis

(8) Aserbaidschan: „Mata Hari“ von Efendi
(9) Belgien: „The Wrong Place“ von Hooverphonic


73 Kommentare

  1. Ich sehe da wenig Chancen auf einen Finaleinzug. Zwischendurch in einer Partynacht ist der Song ok, aber auf die große Bühne gehört er nicht.

  2. „Set me free“ war von den drei vorgestellten Songs die beste Alternative, vor allem wegen dem Auftrittsvideo. Das hat mir einfach am ehesten zugesagt. Aber so richtig kann mich der Song (vor allem im Vergleich zur Konkurrenz) nicht begeistern. „Feker libi“ fand ich um einiges stärker.

    Ich rechne nicht mit großen Chancen für Eden Alene, kurz: Der Song wird das Semi nicht überstehen.

  3. Klares Semiaus. Gegen die ähnlich konzipierten Beiträge aus Aserbaidschan und vor allem Malta hat Eden keine Chance. Zumal man mit der jetzt vorliegenden Version ziemlich in den „Nervmodus“ getreten ist.

    Unschöner und vollkommen disharmonischer Songaufbau und das Geschrei in der letzten Minute geht gar nicht.

    Bitte nächsten Jahr wieder Idan Reichel als Komponisten verpflichten, dann klappt es für Israel wieder

    Meine Bewertung 2,5 von 10.

  4. Für mich muß der Song ins Finale auch wenn er dort dann wohl hinten landet …. für mich ist Roots immer noch den beste Titel den sie bisher aufgenommen hat 😉 für set me free nur 6/10 schweren Herzens …..

  5. Litauen 10/10
    Belgien 9/10
    Irland 7/10
    Russland 6,5/10
    Schweden 5/10
    Aserbaidschan 4/10
    Slowenien 3,5/10
    Australien 3/10
    Israel 2,5/10
    Nordmazedonien 1/10

  6. „Spicy season“ … Musikalische Tütensuppe wird nicht besser, wenn man willkürlich Geräuschgewürze hinzugibt, um das ganze auzupeppen. Und mit dem Vokalketchup in der letzten Minute wird das Ganze schließlich komplett ungenießbar. 3/12

    • Ich muss mich jetzt mal gegen dieses zunehmende tütensuppe-mobbing wehren. Klar, tüte öffnen und mit wasser aufkochen ist kein gourmet-menü, kann aber schmecken und macht satt. Und wenn man sie zbsp.mit gemüse, fleisch oder sahne aufmotzt, kann sie sogar ein leckerschmecker werden.#justicefortütensuppe

      • LOL Jedem das seine. 🙂
        Ich mag halt alles frisch und mache sogar meine Maultaschen selbst. Morgen ist wieder Maultaschentag. Ich habe mir 10 Kilogramm vorgenommen.

      • Nichts gegen Instantessen, aus der studierendenperspektive sind die super. Wenig kosten, höher Nährwert, ich setze da aber eher auf Dosensuppen

    • Meine Dosensuppe schmeck mir heute aber auch nicht. Mein israelische Eintopf schmeckt fad was nicht an der Verpackung liegt sondern eher am Inhalt. Oder stand da jetzt Leipziger Allerlei drauf ? Nach Genuss etwas Bauchweh. Das ist mir jetzt nicht koscher.

  7. Die vorherige Version fand ich richtig gut. Der Revamp ist höchstens nur noch Mittelmaß. Eden Alene wird damit ziemlich sicher im Semi hängen bleiben. Wenn sie doch ins Finale kommen sollte dann wird sie dort keine Chance haben.

  8. Eine der vielen sängerinnen, die um die stimmen der up-tempo-fans buhlen. Mir gefällt der song gar nicht schlecht aber gegen cypern, malta, kroatien dürfte sie es schwer haben. Ich tippe halbfinal-aus

  9. Fängt interessant an, wird dann beliebig. Ecken und Kanten, wie Berenike meint, hör ich da überhaupt keine mehr. Und ich finde den letzten Teil des Liedes auch nicht lobenswert, weil da Eden Alene angeblich zeigen kann, was sie stimmlich drauf hat. Ich finde, das exakte Gegenteil ist der Fall. Sie quietscht und schreit und es klingt in höchstem Maße unangenehm. Wie auch ihre Stimme insgesamt nix Schmeichelndes an sich hat.

    Das Lied als solches ist relativ okay. Es groovt ganz gut, ist allerdings dann auch schnell auserzählt und damit repetitiv. Mit einer ansprechenden Performance seh ich es im Finale auf Platz 19.

    • Da wird eine talentierte Sängerin (auch kein Alleinstellungsmerkmal) in ein Korsett gezwängt, das ihr gar nicht steht. Echt schade.

    • „Sie quietscht und schreit“

      Ich finde das Ganze klingt ein wenig wie ein Motor, der gleich den Geist aufgibt …

  10. Wenn ich mir die Abstimmungen so ansehe, dürften die sechs Ausscheider für die User bereits feststehen….
    Allerdings ist es bei Australien nur die relative Mehrheit und in manchen Fällen kommt es zum Glück anders.

  11. Wie auch schon letztes Jahr hat Israel keine Chancen auf das Finale.
    Für die Zuschauer ist es zu beliebig, die Jury kann das eher mögen, aber für den Einzug wird es nicht reichen. Das 1. Semi hat sehr viele starke Beiträge.

  12. es bleibt dabei, Eden ist ein tolles, sympathisches Mädchen. Aber ich komme auf ihre Stimme nicht klar. Der letztjährige Beitrag war deutlich positiver. Bei diesem Song mag ich den Groove sehr gerne und nach dem Revamp zieht sich dieser auch konsequenter durch den Song. Die ursprünglich beim letzten Refrain angesetzte Rückung ist dankenswerter Weise entfallen, sie wirkte recht aufgesetzt. Auch stimmlich klingt es etwas erwachsener, allerdings macht sie den guten Eindruck dann mit Gequieke á la Mariah Carey wieder zunichte und ich hoffe, dass sie diese beim Liveauftritt weg lässt (sowas geht niemals gut). Unter dem Strich bleibt es auch im Vergleich zum Vorjahr bei Platz 22, wobei das dieses Jahr auch bei mir die Qualifikation fürs Finale bedeutet.

    • Das Gequieke nennt man übrigens Singen im Pfeiffregister und nur wenige SängerInnen wie Mariah Carey (die gerade deshalb eher umstritten ist), Dimash oder Yma Sumac beherrschen diese Gesangstechnik.

      Ich traue Eden zu, dass sie das Live tatsächlich hinbekommt, ob es allerdings zum Song passt, ist eine andere Frage.

  13. Hm. Ich kann nicht mal wirklich viel darüber schreiben. Für mich ist das lediglich ein Lückenfüller in meiner Rangliste und trennt „mag ich nicht so sehr“ von „höre ich gerne“ und hat vermutlich seine ganz eigene Kategorie. Wenn ich es mir anhöre, finde ich es ganz nett, aber schon kurz danach ist es mir völlig gleichgültig. Der Revamp bessert kaum was, passend finde ich auch das hier schon gefallene Wort „Vokalketchup“, der „Set Me Free“ noch mehr nach Grand Prix getrimmt aussehen lässt, als es ohnehin schon war. Wenn Israel hier keine großartige Inszenierung auf die Bühne zaubern kann, wird vermutlich niemand Eden ins Finale (frei-)lassen.

    Prognose: Halbfinale 14/16 (40%)
    Meinung: Platz 24/39 (5 Punkte)

  14. Tut nicht weh, aber tut auch nichts zur Sache, das Liedchen. Nach dem Revamp ist es etwas leichter genießbar worden, aber Finale sehe und höre ich da nicht.

  15. Also der Song hat in meinen Augen durch den Revamp gewonnen.
    Aber dennoch ist es für mich nicht Fisch noch Fleisch.
    Ich vermute auch ein Ausscheiden im Halbfinale. 🙈

  16. Die bildhübsche Schülerin überraschte letztes Jahr mit einer Abschlussarbeit in fünf verschiedenen Sprachen, dramatischen Wendungen und einem mitreißenden Finale.

    Ihre diesjährige Abschlussarbeit kann damit leider nicht mithalten, die Sprachen und das Erzähltempo sind reduziert und Überraschungsmomente fehlen weitgehend. Richtig schlecht ist diese dennoch nicht und insgesamt bringt sie zumindest ein buntes und multikulturelles Flair an die Schule. Allerdings kaufte sich die Schülerin kurz vor der endgültigen Fertigstellung der Arbeit zur Entspannung ein Quietscheentchen, dass sie etwas vom Arbeiten ablenkte und überflüssigerweise auch noch in die Arbeit selbst mit eingewoben wurde.

    Dennoch spricht sich das Lehrerkollegium doch mehrheitlich für einen Übertritt in die Finalklasse aus, zumal die große Hoffnung besteht, dass die Schülerin bei der mündlichen Prüfung viele überzeugen können wird, auch im Hinblick auf das Entchen.

    • Das mit dem Quietscheentchen finde ich lustig und gut gelungen. Ich bin gespannt wer der Bart Simpsons in der Schule ist.

      • Bart Simpson besucht leider nicht unser Kolleg, sondern die Schule der Pfifferlinge.

  17. Berenike schreibt oben: „…der besonders austauschbare Refrain wurde gekürzt und zur Bridge degradiert“. Ich muss gestehen, dass ich meist Probleme habe zu erkennen, was mit „Bridge“ gemeint ist. Ich habe bei diesem Lied immer gedacht, dass ihr „Set me free“ (m.E. das Schönste am Lied) der Refrain ist, ist das nun die Bridge geworden? Woran erkenne ich eine Bridge (ich meine diese Frage wirklich ernst, auch wenn manche sich jetzt wahrscheinlich an den Kopf schlagen)?

    Vokalakrobatik bzw. Vokalketchup mag ich in der Regel auch überhaupt nicht, aber ich hatte dies bisher nicht unbedingt als etwas gesehen, was den Grand Prix auszeichnet (@Cali), sondern als etwas, das u.a. durch Maria Carey und später durch die Casting-Shows an Popularität gewann. Natürlich findet man es nun auch öfters beim ESC als früher.

    Ursprünglich habe ich mich gefreut, dass im Revamp das Oh-Oh-Oh verschwunden ist, aber ihr o-o-o-ooa missfällt mir nun fast genauso.

    Trotz des schönen Refrains gibt’s momentan nur 5/10 Punkte von mir.

    • Das was Berenike als Bridge beschreibt würde ich als Pre Chorus bezeichnen (womit ein sich wiederholender Teil gemeint ist, der auf den Refrain/Chorus hinleitet).
      Eine Bridge ist ein Teil des Songs, der sich von den bisher etablierten Teilen eines Songs unterscheidet und zwischen zwei gleich klingenden Abschnitten (meist Refrains eingebaut wird). Oftmals findet man sie nach dem zweiten Refrain anstelle einer dritten Strophe das letzte Drittel/Viertel eines Songs einleitend

      • Nicht ganz. Eine Bridge kann auch zwischen Vers und Refrain kommen.
        Eine Bridge hat Text, ein Prechorus hat keinen Text.

      • Ein Prechorus hat oft einen Text bezeichnen manche dann als Bridge, „Je Me Casse“ hat meines Erachtens sowohl (mit Vocals) Prechorus als auch Bridge.
        Der Begriff Bridge hat sich auch auf den Prechorus ausgedehnt, klassisch ist der Prechorus ein sich wiederholender Übergang zum Refrain (sowohl textlich als auch bezüglich Melodieführung)

      • Wenn ein Prechorus einen Text hat, ist das eine Bridge. 🙂
        Und nein, es muss nicht zwingend ein sich wiederholender Teil des Songs sein. Geht auch einmalig.

      • Bridge als Teil zwischen Strophe und Refrain ist eine veraltete (aber immer noch geläufige) Bezeichnung, inzwischen hat sich dafür Pre Chorus durchgesetzt, weil sich der Begriff Bridge als Bezeichnung für einen Teil etabliert hat, der zwischen zweiten und dritten Refrain anstelle einer weiteren Strophe eingesetzt wird.

      • Okay, das müsstest du dann noch bitte an die Uni in HH weiterleiten, wo das offenbar noch so falsch gelehrt wird. 🙂

      • Wird das noch so gelehrt? Führt halt zu Irritationen, weil es so ungenau ist. Ich habs so gelehrt bekommen und so Songstrukturen im Musikunterricht analysiert. Daher war ich auch so vehement in meiner Argumentation. Ja gut merke ich mir, dass Bridge oft noch als der Teil zwischen Strophe und Refrain gemeint (und gelehrt) wird

      • Wie genau es gelehrt wird, weiß ich nicht.
        Aber mein bester Freund studiert Musikwissenschaften und Musikproduktion. Und produziert auch selbst schon.
        Der hat mich schon vor längerer Zeit aufgeklärt: Bridge ist ein Teil zwischen Vers und Refrain und/oder zwischen Refrain und Refrain und/oder zwischen Vers und Vers.
        Gbt ja auch mehrere Bridges manchmal in einem Lied. Dann haste halt Bridge I, II etc.
        Prechorus ist erstmal ohne Text, oftmals sind es schon wenige Takte.
        Aber ja, klar kommt es auch vor, dass Bridge und Prechorus ineinanderfließen, weil nach dem Text-Teil noch ein paar Takte kommen.

      • Danke für die Hinweise. Dann weiß ich Bescheid, wenn in dem Fall Leute Teile anders bezeichnen als ich es mache. Wenn es noch gelehrt wird, hat es ja wohl doch Richtigkeit, auch wenn es für mich ungewöhnlich ist.

    • Lieber eccehomo42, lieber Andi, vielen herzlichen Dank, dass Ihr Euch die Zeit für diese tollen Erklärungen und die spannende Diskussion genommen habt. Interessant, dass es unterschiedliche Definitionen für „Bridge“ gibt.

      Ich finde es ja toll, dass Ihr in der Schule Songstrukturen von Musikstücken analysiert habt. Wir hatten damals immer mal wieder Schuljahre ohne Musikunterricht, zu Beginn von Klasse 11 (damals G9) ging’s nochmals mit Tonleitern los (allerdings dann ziemlich rasant weiter) …

      • Ich sollte mal einen Abgewöhnungskurs für das Wörtchen „toll“ buchen, ich hab’s ja erst kürzlich schon mal im Übermaß gebraucht 🙂

        Also: „… die Zeit für diese bestens verständlichen Erklärungen …“ (wobei sie ja wirklich auch toll sind) und: „Ich finde es beeindruckend, dass Ihr in der Schule …“

  18. Meiner Meinung nach gefällt mir die alte Version besser als als die neue. Aber egal wie, mit wem, es würdfe im Semi hängen bleiben.

  19. Der Song grenzt an einen Totalausfall, da hilft die Verschlimmbesserung durch den Revamp auch nicht weiter. Gesanglich ist das von Eden Alene auch mau und die wild rein geworfenen Soundelemente, die irgendwas eigenständiges bewirken sollen, rauben der Nummer den letzten Fünkchen Groove. Alles andere als ein Halbfinalaus würde mich stark verwundern.

  20. Es gibt auch gute Nachrichten: Eden Alene war als Waisenkind ja im Gesindetrakt der Burg untergebracht. Nach dem Revamp hat sie eine Anstellung als Burgsirene gefunden. Der Arbeitsvertrag ist zunächst bis Mai befristet, weil man in diesem Monat den Ernstfall erwartet.

  21. Feker Libi fand ich toll, diesmal egal on neue oder alte Version knappes Finalaus so um Platz 11 oder 12 im Semi …Die alte Version fand ich sehr viel besser

  22. Israel ist in meiner Burg in der Kapelle zum Orgelspielen eingeteilt Allerdings müsste die Orgel neu gestimmt werden, in den hohen Tönen quietscht es sehr

    Mir hat set me Free in der Vorauswahl auch am besten gefallen. Der revamp hat für mich gutes ( oh oh oh wurde ersetzt) und schlechtes gebracht (schrecklicher Schluss) deshalb bleibt es bei mir auf der selben Stelle

  23. Weder mit der Künstlerin noch mit dem Song kann ich ansatzweise etwas anfangen. Ich würde Set me free im Finale nicht vermissen…

  24. Warum sind nur so viele davon überzeugt, das Eden Alene im Semi rausfliegt.
    Der Song ist zwar keine riesen Hit, aber trotzdem ganz gut.
    Da wüsste ich noch andere Kandidaten, die eher das Potential des Scheiterns hätten, wie z.B. Georgien, Lettland, Nord-Mazedonien oder Estland. Bei denen steht so gut wie fest, das sie nach dem Halbfinale wieder nach Hause fahren dürfen. (Vorausgesetzt natürlich sie sind überhaupt live vor Ort)

    • Bei Nordmazedonien Zustimmung, die tippt auch die übergroße Mehrheit der User hier auf ein Ausscheiden. Die anderen Genannten befinden sich allesamt im zweiten Semi und sind später dran, um darüber zu spekulieren.

      Es gibt nunmal ähnlich klingende Beiträge der direkten Konkurrenz (zum Beispiel Aserbaidschan) und das könnte für Eden zum Problem werden.

  25. Für mich hat „Set Me Free“ durch den Revamp massiv dazugewonnen. Schöne, dynamische Strophen und ein toller Refrain. Der letzte Teil mit dem wiederholten „Set Me Free“ gefällt mir besser und die Vokalakrobatik will ich live hören, ist eigentlich durchaus was für mich, wenn sie das so schafft. Ich hab absolut moderne Ariana-Grande-Vibes und würde einen Finaleinzug definitiv für möglich halten. Da verstehe ich die überwiegende Stimmung hier nicht, aber es schlägt natürlich auch genau in meine Kerbe 😀 Da kriegen wir endlich mal wieder Attitude auf der Bühne. Das ist on point ^^

    Noch 7.5/10 und 16/39, aber durch den Revamp wird es steigen, das verändere ich allerdings jetzt nicht mitten in den Checks. Tendenz 8/10 und 12/39.
    2020: 7/10 und 22/41. „Feker Libi“ war mir zu viel von allem.

    • Für Ariana Grande bin ich leider nicht die Zielgruppe. sorry…..

      Da sind mir dann in einigen Fällen konsequent landestypische Klänge viel lieber.

  26. Es ist bemerkenswert, wie sehr „Set me free“ teilweise verrissen wird, dabei unterscheidet sich dieses Lied so gut wie gar nicht von dem Zeug, das man nicht selten im Melodifestivalen vorgesetzt bekommt.
    Natürlich ist „Set me free“ nicht so toll und interessant wie „Feker libi“, aber es ist auch kein „Vokalketchup“ oder Leipziger Allerlei und auch nichts für die Folterkammer.
    Ein Finaleinzug wäre zwar ein wenig überraschend, aber es gibt schon ein paar, die ich lieber rausschmeißen würde als Eden, die noch dazu sehr hübsch ist!
    Zwar hätte ich mir eher was wie „Feker libi“ gewünscht, da es sicher nicht uninteressant gewesen wäre, auch mal Amharisch beim ESC zu hören, aber „Set me free“ ist besser als sein Ruf und kann auch von mir aus als zehntplatzierter Beitrag ins Finale kommen.

    • Ich bin nicht so der Mello-Fan, insofern haut da die Kritk an der Kritik nicht so recht hin.

      „Feker libi“ war viel, viel besser und hatte eine eigene Note.

  27. Müsst ihr eigentlich so viel über den israel. Beitrag Artikel schreiben? Es macht ihn nicht besser. Die Sängerin tu mit ihrer Gesangstimme das übrige dazu.

  28. Ich habe ja im Vorfeld bei der Songwahl in Israel alles Titel doch sehr zerrissen. Aber mittlerweile finde ich den Song ganz gut. Ich finde auch die neue Version gut. Tatsächlich etwas flacher aber trotzdem ordentlich gemacht. Ich glaube hier wird das Gesamtpaket auf der Bühne entscheiden ob Sie am Finalsamstag dabei sein wird.

  29. Ich finde es immer schwierig wenn man einen Song ,wo man merkt das er nicht wirklich gut ankommt, nochmals bearbeitet. Meistens kommt nichts gutes dabei raus.Set me free in der neuen Version ist nicht wirklich besser, klingt ein bisschen flacher und trotz des neuen Videos unkreativer und langweiliger.Aus einem Ackergaul kann man eben kein Rennpferd machen.

  30. Also ich weiss nicht, was hat die Israelis da nur geritten. Das wird von Revamp zu Revamp schlechter. Die Steigerung gegen Ende wurde einfach entfernt, stattdessen gibt es jetzt Gequietsche. Das schreit nach Semi Aus!

  31. Sehr schade. Israels Beitrag dieses Jahr ist eine Enttäuschung, der Song ist total langweilig, wobei die anderen aus der VE auch nicht besser waren. Eden hat richtig Potenzial, was sie uns schon letztes Jahr mit Feker Libi bewiesen hat. Schade, dass Doron Medalie dieses Jahr als Songwriter nicht zur Verfügung stand.
    Dieses Jahr wird es ein Semi Aus geben, das erste seit 2014.

  32. Ich mochte ja ihren Song letztes Jahr ganz gerne, aber hiermit kann ich gar nichts anfangen. Ihre Stimme klingt teilweise richtig unangenehm und die Strophen langweilien mich total, der Revamp hat da auch nichts gebracht.

    Wenn es überhaupt fürs Finale reicht dann eher für Platz 20 oder schlechter.

  33. Wie bekommt man dies alles auf der Bühne mit weniger Leute?

    Song: nach Amerikanischen Beispiele modelliert
    Stimme: typisch für ihr Alter
    Instant-Appeal: haut uns nicht um
    Optik: jemanden, mit dem man Spaß haben kann in der Öffentlichkeit

  34. Ih finde den Song sehr stark und kann die meiste Kritik hier absolut nicht nachvollziehen. Die Strophen sind sehr stark, der Refrain sackt etwas ab, wird aber vom Teil danach gerettet und sogar aufgewertet. Muss ins Finale für mich, ich hoffe, dass das klappt. 8 Punkte.

  35. Israel hat seine ESC-Teilnahme für das kommende Jahr bestätigt und als nationaler Vorentscheid dient die Castingshow „The X Factor“:

    https://eurovoix.com/2021/04/06/israel-x-factor-eurovision/

    Die letzte Ausgabe wurde 2018 ausgestrahlt und die Gewinnerin hieß Eden Alene! In der Jury sitzen die ESC-Gewinnerin von 2018 Neta Barzilai, Aviv Geffen, und Simon Cowell, die Moderation übernimmt Bar Refaeli, die 2019 den ESC moderierte.

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