ESC-Songcheck kompakt (8) – Aserbaidschan: „Mata Hari“ von Efendi

Bild: ITV

2021 soll für Efendi das ganz große Jahr werden. Nachdem ihr Song „Cleopatra“ es aufgrund der ESC-Absage im vergangenen Jahr nicht nach Rotterdam geschafft hat, legt die aserbaidschanische Sängerin mit „Mata Hari“ nach. Damit will die junge Künstlerin sich für das Land des Feuers im ersten Halbfinale am 18. Mai gegen die Konkurrenz behaupten und an den erfolgreichen achten Platz von Chingiz im Jahr 2019 anknüpfen.

Die 29-jährige Samira Efendi nahm unter anderem an The Voice teil. Zudem war sie im Jahr 2017 beim internationalen Gesangswettbewerb „Silk Way Star“ erfolgreich, der unter anderem in der Türkei, Russland oder Kasachstan ausgestrahlt wurde. Ende Februar 2020 wurde Efendi als Vertreterin Aserbaidschans in Rotterdam vom Fernsehsender Ictimai bekanntgegeben worden. Sie setzte sich bei der internen Auswahl gegen vier weitere Künstler durch.

Der Song

Hinter „Mata Hari“ steht ein niederländisches Songwriter-Team: Amy van der Wel, Josh Earl, Luuk van Beers und Tony Cornelissen. Der Track wurde außerdem auch im ESC-Gastgeberland produziert. Luuk van Beers war auch schon an Efendis letztjährigem Beitrag „Cleopatra“ beteiligt.

Wie schon Efendis Wettbewerbsbeitrag aus dem vergangenen Jahr ist „Mata Hari“ ein Uptempo-Song, der sich auch starker Ethno-Elemente bedient. Sogar der Refrain besteht fast ausschließlich aus orientalischen Klängen und der ständigen Wiederholung der beiden Worte „Mata Hari“. Überhaupt gibt es vergleichsweise wenig Text und viele instrumentale Teile zu hören.

Der Check

Song: 4/5 Punkte
Stimme: 3/5 Punkte
Instant-Appeal: 4/5 Punkte
Optik: 4/5 Punkte

Benny: Für mich hätte es ruhig etwas mehr Text sein können, ein Refrain wäre schön gewesen und auch etwas mehr Distanz zum Vorjahresbeitrag hätte „Mata Hari“ gut getan. Die Frage ist ja aber: Wie kommt der Song an? Ein musikalisches Meisterwerk das sicher nicht, deshalb wird es letztendlich auf die Inszenierung in Rotterdam ankommen. 5 Punkte.

Berenike: Ich konnte schon mit Efendis letztjährigmn Beitrag nicht viel anfangen. Da „Mata Hari“ wie der Zwilling von „Cleopatra“ wirkt, bin ich für den Titel so auch nicht sonderlich empfänglich. Positiv sticht für mich die die orientalische Synthline und der treibende Rhythmus heraus. Insgesamt wirkt der Song auf mich jedoch sehr repetitiv, es fehlt mir an Text und das „Mata Hari“ wird mir viel zu oft wiederholt, zusätzlich finde ich den verzerrten „Männerchor“ im Background recht nervig. 3 Punkte.

Douze Points: Natürlich liegt musikalischer Geschmack immer im Ohr der/s Zuhörers/in (Genitiv und gendern ist noch mal eine ganz besondere Herausforderung). Und eigentlich müsste das Stück bei mir durch seinen Uptempo-Charakter recht weit oben liegen. Das tut es aber nicht. Denn letztlich ist es eine seelenlose Aneinanderreihung von kompositorischen ESC-Erfolgskomponenten. Auf mich wirkt das wie Kraut und Rüben und macht immer nur so lange Spaß, bis wieder völlig überraschend ein neuer musikalischer Weg eingeschlagen wird. Das Beste ist dann noch die Army-of-Lovers-Referenz, das Peinlichste der vermeintlich sexy-verführerische Augenaufschlag von Efendi am Ende des Videos. 4 Punkte.

Florian: Efendi liefert mit „Mata Hari“ eine gewollt anlehnende Fortsetzung zu „Cleopatra“, diesmal stehen jedoch andere Instrumente im Vordergrund und der Song wirkt noch etwas mystischer und orientalisch angehauchter. Die visuelle Umsetzung im Musikvideo ist ebenso gelungen und lässt auf eine gute Bühnenshow in Rotterdam hoffen. Der Refrain ist erneut recht eingängig, wirkt jedoch nicht ganz so eintönig (wahrscheinlich, weil die „lalalas“ wegfallen). Aserbaidschan liefert damit einen soliden Beitrag, der es sicher ins Finale schaffen sollte. 6 Punkte.

Manu: Ich war kein besonders großer Fan von „Cleopatra“ im letzten Jahr – das lief bei mir irgendwo so im Mittelfeld. Dass „Mata Hari“ nun von der Songstruktur und den Sounds eine 1:1-Kopie ist, nervt mich gewaltig. Würde ich „Cleopatra“ nicht kennen – und so wird es ja den meisten Zuschauern beim ESC gehen – würde „Mata Hari“ wieder im Mittelfeld rumdümpeln. So aber bleiben nur enttäuschte 2 Punkte.

Max: Ich wiederhole mich sehr gerne: Insgesamt ein unglaubliches Machwerk. Angefangen mit dem Text bis hin zur schamlosen Übernahme von „Cleopatra“-Fetzen. Der Drop ist nicht gut, das Gedudel nervt mich. Efendi sieht super aus und die Ästhetik ist auf jeden Fall da, aber musikalisch ist das wirklich absolut nicht meins. Und wie im Livestream schon erwähnt, Aserbaidschans Bezug zur Figur „Mata Hari“ ist nicht vorhanden, das ganze wirkt ziemlich befremdlich auf mich. Nein, damit werde ich nicht warm. Kommt aber dennoch ins Finale aus Gründen, die wir alle kennen. 1 Punkt.

Peter: Mona Lisa, Cleopatra, Mata Hari – ich bin unbedingt für Namen von historischen Frauengestalten in Songtiteln, Hauptsache Italien. Städtenamen sind auch toll (Verona!!). Im Falle von Efendi erleben ESC-Song-Schönhörer wie ich den zusätzlichen Bonus, dass sich von 2020 zu 2021 zwar der Frauenname ändert, der Song aber kaum. „Cleopatra“ war schon toll und „Mata Hari“ ist noch besser. Der Mix aus Synthesizer-Funk, überfrachteten Ethnozitaten, berechnenden Tempiwechseln mit harten Beats und übersichtlichem Text, vorgetragen mit starkem Akzent, ist genauso faszinierend wie mitreißend. Let’s go. 12 Punkte.

Gesamtpunktzahl: 33/84 Punkten

Beim ESC-kompakt-Index landet „Mata Hari“ auf Platz 13 von 39.

Wie schneidet der aserbaidschanische Beitrag "Mata Hari" von Efendi ab?

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Bisher erschienene Songchecks:

Erste Hälfte des ersten Semis

(1) Australien: „Technicolour“ von Montaigne
(2) Irland: „Maps“ von Lesley Roy
(3) Litauen: „Discoteque“ von THE ROOP
(4) Nordmazedonien: „Here I Stand“ von Vasil
(5) Russland: „Russian Woman“ von Manizha
(6) Schweden: „Voices“ von Tusse
(7) Slowenien: „Amen“ von Ana Soklič


83 Kommentare

  1. Ich glaube der Song kommt ins Finale, denn es ist ein typischer Song, der beim ersten Hören noch ganz gut ist, dann jedoch mit jedem Hören nerviger wird (außer man hilft mit Alkohol oder anderen Substanzen nach) . Dazu trägt Efendis Art zu singen genauso bei wie alle Elemente, die man irgendwo schon mal gehört hat. Die Bassstimme ist inspiriert von Sofi Tukker, nur bei weitem nicht so gut. Ethnoelemente in tanzbaren Popsongs haben seit den 2000ern beim ESC Tradition und haben spätestens seit Eleni ein Revival. Ein extrem kalkuliertes Machwerk und einer der schwächsten Beiträge aus diesem Staat.

  2. Naja das Argument mit wenig Text greift bei mir nur teilweise.
    Ich meine

    „Fuego
    Fuego
    Ah yeah ah yeah ah yeah, yeah ah yeah ah yeah
    Fuego“

    war jetzt auch nicht der mega Text.
    Denke das Lied steht und fällt mit der Live-show

  3. Die Performance wird die Monotonie des Songs überdecken und im Finale einen Platz im Mittelfeld bescheren.
    Es bleibt der Eindruck von einem nichtssagenden Popsong über die Frauengestalt Mata Hari zurück.

  4. Musikalisch ist 2021 ein Schrottjahrgang , sorry ..Zumindest im Vergleich zu 2020 .Und dies ist einer der Songs den ich überhaupt nicht mag .

    Zumindest ist die Chance auf einen Nicht Finaleinzug gestiegen ,da Belarus nicht dabei ist und somit 16-24 Punkte wegfallen …

    da es noch schlimmere Songs gibt gebe ich 4/10 p

    • Das muss definitiv an deinem Musikgeschmack liegen. 😉 Ich finde den Jahrgang abwechslungsreich und gut, vllt bin ich ja das andere extrem 😊

  5. Mag das Lied einfach nicht, (ebenso wie Zypern) könnte von mir aus gern im Semi hängen bleiben.
    Wird ins Finale kommen und dort nur zur Bespaßung dienen.

  6. Ob das Ding ins Finale kommt? Da bin ich mir nicht sicher.
    Ich tippe mal auf „Ja“, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass der Live-Auftritt ebenso überfrachtet ist wie das Arrangement des Songs.
    Es könnte aber auch so trashig sein, dass das reicht und dann vielen ESC-Fans eh egal ist, dass das musikalisch eine Nullnummer ist. Wenn das eintritt, ist Top15 gebucht. Gott sei Dank gibt es gehaltvollere Songs im Wettbewerb, die einen Top10-Einzug Aserbaidschans sicher verhindern werden.

  7. Das ist natürlich Orienttrash und klingt fast exakt nach dem Beitrag vom letzten Jahr. Allerdings finde ich da andere Songs aus diesem Genre weitaus schlechter und irgendwie hat sich „Mata Hari“ in meinem Gehörgang festgesetzt. Ich hoffe zumindest, daß es live nicht allzu künstlich rüberkommt.

    Für mich ein Kandidat für das Mittelfeld, ich werte mit wohlwollenden 4/10.

  8. Litauen 10/10
    Irland 7/10
    Russland 6,5/10
    Schweden 5/10
    Aserbaidschan 4/10
    Slowenien 3,5/10
    Australien 3/10
    Nordmazedonien 1/10

  9. Ich finde den Song nicht schlecht. Freiwillig in Dauerschleife würde ich mir den Song aber nicht anhören. Ich glaube der Song wird irgendwo im Mittelfeld zwischen Platz 11 und 15 landen.

  10. Komponieren nach Ethno-Shake-Zahlen und ein sinnfrei-dümmlicher Liedtext. Zumindest kann man dazu durch Haus und Garten hüpfen. 3/12

  11. Das ist so ein typisches Lied, was man einer Darstellerin, die außer einem zurechtgestylten Body nicht viel zu bieten hat, auf denselbigen geschneidert hat. Das strotzt alles nur so vor Mittelmaß, das kann ich mir beim besten Willen nicht schönhören. Kommt natürlich ins Finale und dort auf die linke (untere) Seite des Panels.

  12. Meine Top 8 bisher vom Songcheck

    1. Litauen 10
    2. Irland 9
    3. Australien 8
    4. Slowenien 6,5
    5. Aserbaidschan 4
    6. Schweden 3
    7. Russland 2
    8. Nordmazedonien 0

  13. „Mata Hari“ hat mich sofort überzeugt und ist seit der Veröffentlichung auf dem ersten Platz meiner Top 39. Besonders gefallen mir die Anspielungen auf ihren vorherigen Beitrag „Cleopatra“. Bei Aserbaidschan freue ich mich auch besonders auf die Inszenierung auf der Bühne, die wird bestimmt interessant.

    Meine Top von allen bisherigen Songchecks:
    1. Aserbaidschan (12/12)
    2. Russland (12/12)
    3. Schweden (12/12)
    4. Australien (12/12)
    5. Litauen (8/12)
    6. Irland (6/12)
    7. Mazedonien (2/12)

    • Nein, mein lieber Cedric. Russland und Schweden können nicht mit Aserbaidschan mithalten. Efendi transportiert ihren Song wesentlich besser und effektiver. Schau ihr beim Video nur mal ins Gesicht. Da ist doch wirklich Feuer drin.

  14. Auch wenn ich einer der Wenigen bin, dem dieser Song gefällt. Für mich gehört dieser Beitrag unter die Top 5! Vergebe 10/12 Punkte. Finale ist save.

  15. Cleopatra fand ich herrlich – das hier ist leider nur ein schlechter zweiter Aufguss nach demselben Rezept. Nein, dann lieber der wunderbare gleichnamige Titel aus Norwegen aus dem Jahr 1976 – der war wenigstens lustig.

  16. das machwerk,das nichts weiter als ein cleopatra remix ist,wird es wohl leider in das finale schaffen und dort dann ziemlich untergehen.
    der song hat sicher den vorteil,daß viele voter den song vom letzten jahr nicht kennen.
    wenn ich überlege,daß vielleicht die ukraine dann wegen so ein unterklassigen pipifax knapp scheitern wird?

      • das semi 1 ist wirklich bärenstark – da kann eine menge passieren.
        beispiel belgien – das video haut mich nicht um aber live ist das schon nicht schlecht.

  17. Die recht lebendige Klassenwiederholerin wurde beim Abschreiben (durch Copy & Paste) erwischt und erhält deshalb einen Verweis. Da sie aber von ihrer eigenen letztjährigen Abschlussarbeit abgeschrieben hat, die einigermaßen gelungen war, wird dennoch ein Übertritt in die Finalklasse empfohlen.

    Noch ein Wort zum sozialen Umfeld der Schülerin: deren Familie liegt mit den Nachbarn in derselben Doppelhaushälfte seit Jahrzehnten in einem erbitterten Streit (es geht unter anderem um einen Weg zwischen den Grundstücken, den beide Familien für sich beanspruchen und um Fragen der Gemeindeordnung). Dieser Streit ist im letzten Jahr eskaliert und der darauffolgende Gewaltausbruch beiderseits hat zu einem teilweisen Einsturz des Nachbargebäudes geführt, weshalb diese sich heuer außerstande sehen, eines ihrer Kinder zur Schule zu schicken.

    • Kannst Du Deine Zeugnisse am Ende in einem Konvolut zusammenfassen und der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung stellen? 🙂

      • Mal sehen, ob das Lehrerkollegium tatsächlich bis zum bitteren Ende durchhält und dann noch die Kraft zu so etwas hat.

        Zudem sind einige im Kollegium schon älter und wüssten gar nicht, wie man so ein Konvolut technisch realisieren könnte. Ideen dazu?

      • Das Kollegium könnte einen WP-Account einrichten und das Konvolut auf der dortigen Profilseite hinterlegen, so wie ich es z. B. mit meinen Jahresbesprechungen tue.

      • Aserbaidschan verweilt in meiner ESC Burg in den Gemächern im Trakt der Konkubinen.
        Das Lied will gefallen aber es wird nerviger je öfter man es hört. Einfach nur mittelmäßig

  18. Ma-ma-ma-Mata Hari! Ma-ma-ma-ma, ma-ma-ma-ma!

    Ich gehören auch zu den jetzt nicht mehr ganz so wenigen, die voll darauf abfahren. Streitet sich derzeit mit Moldau (wegen den Maruv-Reminiszenzen) um den Platz meines liebsten Uptempo-Beitrags dieses Jahr.

    Wobei ich verglichen mit Malta und San Marino dann wohl eher die Underdogs unterstütze. Bei all diesen Beiträgen wird auf jeden Fall die Bühnenshow und Live-Qualität darüber entscheiden, wer eine Queen wird und wer Aschenputtel bleibt.

  19. Ganz klar Cleopatra Part 2, aber trotzdem ein toller Song und immer noch besser als schwedische Massenware. Ich kann es kaum glauben, dass „Mata Hari“ das Produkt eines niederländischen Teams ist. Denn was mir sehr gut gefällt, ist, dass dem Lied anzumerken ist, dass es ein aserbaidschanischer Beitrag ist. Ich finde es wohltuend, dass Aserbaidschan musikalisch selbstbewusster geworden ist.
    Natürlich kommt das hier an „Cleopatra“ nicht ganz ran und man macht offensichtlich keinen Hehl daraus, dass man in diesem Jahr lieber „Cleopatra“ geschickt hätte. Drei zentrale Merkmale sind das „just like Cleopatra“ (natürlich mit dem rollenden und ratternden R), die orientalische Instrumentierung und der durch das „let’s go!“ ausgelöste Schlussteil, in dem richtig Remmidemmi gemacht wird, so wie schon im letzten Jahr, als man den Beat besonders laut und schnell gemacht hat, als ob man auf irgendwas draufhauen wollte.
    Aber die Masse wird ja wohl kaum „Cleopatra“ kennen und es damit vergleichen. Deswegen wird es für die Aserbaidschaner sicherlich keinen Grund geben, die Auswahl von „Mata Hari“ zu bereuen.

  20. Da hätte man Efendi auch gleich mit „Cleopatra“ antreten lassen können. Bis auf das Grundtempo ist bei dem Song vieles identisch zum Vorgänger. Selbst der Harte Wechsel beim letzten Chorus wurde übernommen, genauso wie die im letzten Jahr recht originell klingende Dämonenstimme zu Beginn jedes „Refrains“. Bei letzterer hat man dann nur als Sprache Japanisch durch aserbaidschanisch ersetzt und das ist nun wirklich eine Premiere, denn diese Sprache war bislang noch nie beim ESC zu hören. Auf die Spitze treibt der Song die Vorjahresreminiszenz aber das im Prechorus die gute Cleopatra nochmals lobend erwähnt wird, genauso übrigens wie die schwedische Band „Army of Lovers“, aus deren Hit „Crucified“ ein Sekundenlanger Sample zu hören ist. Letztes Jahr fand ich das Gesamtpaket durchaus originell und ansehnlich. Dieses Jahr habe ich das Gefühl, das alles schon einmal gesehen zu habe und es nervt mich. Daher stürzt Aserbaidschan vom guten 16. Platz auf Platz 30 ab und wäre damit bei mir raus. Ins echte Finale kommt sie natürlich trotzdem und landet Damm mutmaßlich im vorderen Mittelfeld.

    • Und genauso hier stell ich mir die Frage, wie sie das mit dem Crucified-Sample anstellen wollen. Soweit ich weiß, sind in den ESC-Beiträgen Samples gar nicht erlaubt. Sie werden das so nicht aufführen können. Also was soll der Quatsch? Für mich absolut schwachsinnig, ich hoffe dass das nicht im Finale auftaucht!

  21. Mir gefällt „Mata Hari“. Ich mag auch „Cleopatra“ immer noch gerne hören.🙂

    Eingängige Melodie, und ich stelle mir auch eine anmutige Performance vor. Ich tippe mal, dass der Titel im Finale zwischen Platz 11 und 15 landen wird.

  22. Ich möchte ausdrücklich loben, dass man aus dem „verlorenen“ Song „Cleopatra“ einige Anleihen verwendet hat und sie so doch noch auf die große Bühne bringt. Für mich ist das kein „Kopieren“ im negativen Sinne oder Kreativlosigkeit, sondern im Gegenteil eine ziemliche Cleverness der Songwriter*innen ^^

    „Mata Hari“ wirkt auf mich insgesamt ein kleines bisschen schwächer als „Cleopatra“, vermutlich wegen der vielen Instrumentalteile. Dafür ist allein der Text der 1. Strophe schon göttlich: „[…] I’m a spy, I uncover. All of your secrets, I want them. […] Ain’t gonna leave no survivors. Would you fall for me now?“ Ich liebe es! Und wenn dann noch die „Cleopatra“-Referenz kommt bin ich hin und weg ^^ Nur das „Let’s Go“ und die finale Steigerung finde ich nicht ganz so toll, das konnte man 2020 besser.

    8.5/10 und 11/39.
    2020: 8.5/10 und 11/41.
    Das ist wirklich kein Tippfehler! 😀 2x in Folge Platz 11 bei mir!
    Vielleicht verschiebt es sich aber noch, weil ich Israel durch die Verbesserung höher ranken muss, aber das mache ich dann erst nach den Songchecks oder den Live-Auftritten, sonst ist mitten im Songcheck ein Bruch in den Wertungen drin ^^

  23. Da es ja die ägyptische Königin im vergangenen Jahr unter die Top Ten in Germany geschafft hatte bin ich mir heuer nicht ganz sicher ob das nicht auch in diesen so Jahr passieren wird. Ich fand den Song inklusive Sängerin damals recht billig und nun Mata Hari noch billiger bzw.sogar Ramschtischware.
    Da aber mein Bruder doch ein viel lockeres Verhältnis zu seinen Handy hat als ich und auch im letzen Jahr mehr mit den Augen als mit den Ohren der Dame beim räkeln zugesehen hat , wird’s wohl leider darauf hin wieder hinauslaufen…
    Gut zureden hilft da auch nix. Familie kann man sich halt nicht aussuchen.

  24. Mir ist das echt zu einfach gestickt – auch wenn Efendi sicher ins Finale kommt ….. und da nehmen sich die wilden Ladys gegenseitig die Punkte weg ….. so wird sicher sein …. 3/10

  25. Ziemlich lieblos, einfach fast alles 1:1 zu kopieren. Cleopatra konnte ich schon recht wenig abgewinnen.
    Scheinbar war man aber von jenem Song so begeistert, dass man ihn flugs umetikettierte in Mata Hari – wird schon niemand merken. Die Rechnung könnte aufgehen – ausserhalb von uns ESC Fans, kennen den Song ja wirklich die Wenigsten😉

  26. Ich bin immer noch erstaunt darüber, dass mir „Cleopatra“ letztes Jahr gefallen hat und ich es immer noch gerne höre. Irgendwie bringe ich es in eine Reihe mit Ofra Haza et al…
    Das ist dieses Jahr bei „Mata Hari“ ebenso erstaunlicher Weise nicht der Fall, obwohl sie sich doch sehr ähneln. Hier geht mir Efendis Stimme aber sehr schnell so dermaßen auf den Geist, dass es mir tatsächlich schwerfällt, den Track zu Ende anzuhören.

  27. Zuerst habe ich das in die Kategorie „Pop-Song mit einer genau kalkulierten Prise Folklore“ einsortiert. Hier fällt diese Prise aber dann doch etwas größer aus als normalerweise bei diesen Liedern und „Mata Hari“ gefällt mir immer besser. Der hier manchmal kritisierte hohe Anteil an Instrumentalpassagen sagt mir durchaus zu, mein Highlight ist die längere Passage ab 2:25.

    Wenn man „Mata Hari“ zur Kategorie der „Ethno-Shake-Shake-Songs“, wie sie togravus ceterum nennt, zählen will, dann wird das dieses Jahr darin wohl mein erster Platz werden, noch vor „Adrrrenalina“, auch weil dieses nervige rollende „R“ fehlt, das wir ja auch in dem m.E. deutlich schwächeren „Cleopatrrra“ zu hören bekommen hatten. Definitv einer der besseren Beiträge aus Aserbaidschan, 6/10 Punkte.

    • Zeile 1/2: „mit einer genau kalkulierten Prise Ethno-Elemente“ wäre vielleicht passender gewesen

  28. Ich will es mal als unterhaltsam bewerten. Typischer Song aus der ESC Welt. Außerhalb dieser Welt sieht das eher so aus 😳🤔😖😂 Ich mag die Ethno Elemente im Song. Aber teilweise ist es so absurd das es komisch wirkt. Vor allem die letzten 30 Sekunden. So what. Es ist unterhaltsam und es gibt schlimmeres. Glücklicherweise spielt eine Textanalyse beim ESC keine Rolle. Sonst gäbe es hier sicher die goldene Himbeere….

  29. Nicht gerade originell, aber die kaukasische Kleptopatra mag ich gerne hören. Alleine schon für das einsekündige Army of Lovers Sample verdient „Mata Hari“ meine vollste Unterstützung! Finale? 50:50. Efendi ist keine Eleni. In ihren Musikvideos bewegt sie sich mit der Anmut eines Gebrauchtwagenhändlers. Ähnlich wie bei Athena letztes Jahr hat der Regisseur ein wenig getrickst, um den Eindruck zu erwecken, dass sie eine Wahnsinnsperformerin ist. Von daherlehne ich mich noch zurück und warte die Proben ab!

  30. achtung OT!
    möchte euch ein neueres werk von KRUTЬ vorstellen. 🙂
    sehr knorrig – man braucht schon 3-5 hörvorgänge,bis sich der song dann wirklich entfaltet.
    irgendwie ganz weit draußen und sicher nichts für den ESC – echte pop avantgarde halt.
    mir gefällt das ausgesprochen gut.

    • Ich tippe auf Platz 11 – 15 . Sollte „Mata Hari“ dieses Jahr nicht erfolgreich sein, wird Aserbaidschan nächstes Jahr einen komplett anderen Weg einschlagen: Der Beitrag wird dann ein ethnisch inspiriertes Uptempo-Lied mit orientalischen Klängen und reduziertem Text. Das Ganze aufgepimpt mit einer verzerrten, finsteren Männerstimme und vielen rollenden Rrrs. Der Songtitel dann wahrscheinlich „Marie Antoinette“ – oder „Lynda Woodruff“.

      • „Marie Antoinette“ klingt schon mal vielversprechend. Wird auf offener Bühne dann jemand geköpft? 🙂

    • Och mein Krutchen. Schön. Passt besser zur Eislaufkür der Damen als diese ewige Schicksalsmelodie (musste ich auf mute stellen). Besonders bei den Zeitlupeneinstellungen. Klasse

    • beim herrn mit dem langen „dingsda“ habe ich den Go_A flötisten in verdacht – näheres bei minute 2.36 – er scheint so eine art „flötissimus“ zu sein. 😀
      im video werden ESC klassiker der ukraine als medley unplugged gespielt.

  31. Man merkt, dass „Cleopatra“ ihr großer Wurf gewesen wäre. Jetzt schickt man halt die nette B-Seite, die sehr ähnlich klingt. Aber halt nicht „Cleopatra“ ist. Was sich hier in den Bewertungen (und auch in meiner) durchschlägt, wird beim Zuschauer wohl kaum eine Relevanz haben, da wohl fast alle „Cleopatra“ entweder gar nicht kennen oder bereits verdrängt haben.
    Positiv hervorheben möchte ich mal Efendis Stimme in den Strophen, die klingt nämlich richtig gut. Und einen Bonus gibt es für das konkrete Thema. Ich LIEBE es, wenn sich ein Song auf eine konkrete Sache, Person oder einen Ort bezieht (Brandenburger Tor, Theater, Romeo, (Lisa) Mona Lisa,…), da hat man bei mir gleich was weg. Und einen zweiten Pluspunkt dafür, dass man sich auf eine niederländische Berühmtheit bezieht (mir ist erst gestern aufgefallen, dass die Mata Hari von 1976 ebenfalls in der Niederlande auftrat, lol). Aber eine musikalische Revolution ist das nun nicht. Nett, aber auch nicht mehr. Aber Efendi hat Bock, das merkt man, und sie könnte mit einer völlig trashigen Performance da echt einiges rausholen und so einen Platz die Chingiz erreichen. Und in diesem Jahr muss man beachten: Die Konkurrenz schläft.

    Prognose: Halbfinale 4/16 (80%) -> Finale 6-10
    Meinung: Platz 23/39 (6 Punkte)

  32. Für mich ein leider leeres Plastikonstrukt, ihre Stimme finde ich live auch nicht besonders. Es könnte ein Aisel-Ergebnis werden. Mata Hari ist für mich einer der schlechteren Beiträge aus dem Land des Feuers

  33. Wenn ich mir alle 39 Lieder des diesjährigen ESC anhöre, stelle ich fest… es hat sich was musikalisch geändert. Nicht mehr so viele typische ESC-Updance-Nummern, mehr Rock, mehr Heavy, mehr Experimentelles.
    Die EBU achtet jetzt mehr auf politischen Einfluss in den Liedern, was sie in den Jahren zuvor hätten längst machen müssen.
    Die Präsentation auf der Bühne wird sich ändern, Backgroundgesang via Playbackband. Das spart auch Kosten. Hat mit Corona wenig zu tun. Was einmal geht, geht immer.
    Eigentlich könnte man aus dem ESC ein reines Videotape-Contest machen. Eigentlich! Könnte!

    • Die ersten beiden Punkte (also die Vielfalt der Musik und dass die EBU jetzt vermehrt auf poltische Statements achtet) sind sehr positiv🙂

      Aber den letzten Punkt mit dem Backgroundgesang vom Band finde ich grundsätzlich doof, nur als Ausnahme wie in Pandemiezeiten okay. Aber ja, ich fürchte auch, dass dies dauerhaft so eingeführt werden soll.☹️

  34. Wünsche mir für 2022:

    Ein aserbaidschanisches Endprodukt, also kein gekaufter Song aus Schweden, der Niederlande etc.
    und GERNE auch z.T. auf aserbaidschanisch. Zum Beispiel einer der Refrains oder die Bridge etc.
    Eigentlich macht (Samira) Efendi Musik ausschließlich in Landessprache und klingt dabei deutlich authentischer.
    Bsp: https://www.youtube.com/watch?v=DZ3T9q7S5TY

    Einfach schade, dass Aserbaidschan so „anti“ eigene Sprache/Lieder ist.
    Auch Chingiz letztes Mal hat viel bessere eigene Songs komponiert.

    • Dem schließe ich mich gerne an. Zudem gibt es diesen Wunsch auch noch für andere Länder (Griechenland, Zypern)

  35. Wie schon erwähnt, hat der Song mit Efendis vorherigen Werken kaum etwas zu tun. Die Idee mit Mata Hari ist ja ganz nett, aber die Grundidee erinnert mich auch an Cleopatra. Immerhin – das erste Mal Aserbaidschanisch. Dieses Gebrabbel wird in Rotterdam wohl vom Band kommen, auf den Rest bin ich gespannt.

    • Komisch, dass meist berühmte Frauen in Liedern besungen werden. Männer eher weniger, Ausnahmen waren wie Charlie Chaplin, Dschinghis Khan, Sokrates.

  36. Eine sehr unterhaltsame Nummer, die sich einfach so ins Ohr frisst. Dieser Act runiniert ganz sicher nicht den Ruf des ESC. Ottonormal Zuschauer wird das Lied lieben. Wenn Aserbaidschan die Performance nicht vermasselt (Stichwort 2018), dann kommt man spielend ins Finale.

  37. Der Song klingt wie die B-Seite von „Cleopatra“, nur leider nicht so gut. Der Refrain ist extrem repetitiv ,in den Strophen passiert nicht wirklich was und ihre Stimme klingt auch stellenweise wie eine Ziege.

    Finale ja, aber nicht in den Top 10.

  38. Auf jeden Fall würde ich behaupten, dass Aserbaidschan im ’schwereren‘ Halbfinale ran muss. Da man den Song noch nicht live gehört hat kann man nicht sicher sein, dass es für das Finale reicht. Mit einer ordentlichen bis guten Performance müsste es reichen. Könnte aber ganz vielleicht sein, dass einige Juries ’nen unterschwelliges Statement‘ machen wollen. Sollte das so kommen könnte das ne enge Kiste werden. Ich würde das Lied ins finale durchrutschen lassen, wobei ich grundsätzlich Aserbaidschan für Fehl am Platze beim ESC halte.

  39. Leider wird auch dieser, am Reisbrett vom niederländischen Autorenteam Amy van der Wel, Luuk van Beers und Tony Cornelissen entworfene (also „authentisch aserbeidschanische“) Beitrag wieder wundersam ins Finale gepunktet.
    Die „Dua Lipa vom Kaspischen Meer“ (oder besser gesagt, der Produktionsstab) scheut ja auch kein aktuelles Pop-Klischee und gibt alles. Immerhin retten ein paar folkloristische Elemente sowie die Tatsache, dass sie, im Gegensatz zur noch katastrophaleren Montaigne (die sich vermutlich für die „Beyoncé vom Ayers Rock“ hält), anscheinend gesanglich verlässlich erscheint.
    Wann entscheidet die EBU endlich, dass die Autoren aus den jeweiligen Teilnehmerländern stammen müssen – denn schließlich ist der ESC (immer noch) ein Autorenwettbewerb.
    Und dieses Team hier müsste man im Fall von „Mata Hari“ fragen: War das nicht alles schon mal im Wettbewerb? Da hört man neben „Ma Bakers“-Ma-Ma-Mas auch Elena Paparizou, Sertab Erener und natürlich wird auch der Beitrag vom Vorjahr schamlos zitiert, ergo: musikalische (Ton-)Spionage – und wir wissen ja, wie das für die Titelheldin endete!
    Davon mal ganz abgesehen, dass sich Norwegen mit einem gleichnamigen Titel bereits 1976 die rote Laterne einfuhr.

  40. Bin ich der einzige der findet, das sich der Aserbaidschanische und der Beitrag von San Marino sich ziemlich ähnlich anhören? Der Beat beider Songs ist so ziemlich gleich, hier und da ein paar Abwanderungen.

    • Nun gut, San Marino hat einen Rappart und klingt doch wesentlich besser produziert. Aber im Finale dürfte dann nur einer davon gut abschneiden.

  41. Klingt wie die B-Seite von „Cleopatra“, geht mir aber leider eher auf die Nerven.

    Finale ja, aber dort eher Platz 11-15.

  42. Ah … die gute Efendi ist da. Unsere Prinzessin.

    Song: Gesangsunterrichtmustersong fürs Konservatorium oder die Musikhochschule.
    Stimme: Klar, eine Frau beim Beseitigen der Spuren der letzte Nacht.
    Instant-Appeal: Nach dem Hände schütteln immer die Finger nachzählen.
    Optik: Wie man es in Aserbaidschan gewöhnt ist.

  43. Ich finde, dass der Instrumentalpart im Refrain sehr gut zum Lied passt, welches simpel und repititiv aber trotzdem gut ist. Lustig finde ich die Stellen, die man aus dem letztjährigen Song rausgeschnitten hat und hier wieder eingefügt hat. 8 Punkte gibt’s dafür von mir.

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