Erste Probe Schweiz: Luca Hänni – She Got Me

Erste Probe Schweiz Luca Hänni She Got Me ESC 2019
Foto: Andres Putting

Der Auftritt von Luca beginnt mit einem roten Bühnenhintergrund, vor dem zunächst nur Lucas schwarze Silhouette zu sehen ist. Dann steht er im Licht und man sieht, dass er komplett schwarz angezogen ist mit Stiefeln, schwarzer Hose und Muscle-Shirt.

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Foto: Andres Putting

Die erste Strophe lebt fast nur davon, dass Luca durch geschickte Schnitte an unterschiedlichen Stellen des Bildschirms zu sehen ist. Zu diesem Zeitpunkt ist er auch noch alleine auf der bühne. Später kommen dann zwei Tänzerinnen und zwei Tänzer dazu, die rot angezogen sind.

Überhaupt ist die Performance komplett in rot-schwarz-weiß gehalten. Das wirkt sehr edel und es war sicher eine sehr gute Idee, die Latino-Lover-Schiene komplett zu streichen. Luca fühlt sich so sichtlich wohler und er kann seine natürliche Ausstrahlung besser einsetzen.

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Foto: Andres Putting

In dem ruhigen Teil kurz vor Schluss wird dann mit Zeitlupenaufnahmen von Luca gearbeitet, ein toller Effekt. Der letzte Refrain wird dann mit einem Sprung aller fünf Protagonisten eingeläutet, ebenfalls sehr wirkungsvoll.

Stimmlich klingt das bis jetzt auch ganz okay, wobei es ja erst der erste Durchlauf war und Luca sicher noch nicht alles gegeben hat.

So, zweiter Durchlauf. Zu Beginn erinnert mich die Performance sehr an Benjamin Ingrosso: Rot, schwarz, weiß, Silhouetten, nur einzelne Ausschnitte des Geschehens sind auf dem Bildschirm zu sehen.Teilweise ist ein großer Teil des Bildschirms schwarz und Luca nur in einem Quadrat in der Mitte zu sehen. Das kaschiert, dass die Bühne eigentlich zu groß ist, und Lucas Mimik kommt so besser zur Geltung.

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Foto: Andres Putting

Hilfreich ist auch, dass der Backdrop im Rhythmus des Songs wechselt. So müssen Sänger und Tänzer gar nicht jede Bewegung selbst machen, sondern die Performance wirkt lebendig, obwohl gar nicht getanzt wird. Richtig toll sieht es aus, wenn der Backdrop komplett in einer Farbe gehalten und Luca und die Tänzer nur als Silhouetten zu sehen sind.

Kurz vor Schluss gibt es dann nochmal eine gute Sequenz, in der Luca ganz alleine tanzt. Dazu muss er auch nicht singen und kann so zeigen, dass er auch ein toller Tänzer ist. Überhaupt ist das mit der Choreografie geschickt gemacht. Luca tanzt zwar oft mit den Tänzern mit, führt aber, während er gleichzeitig singt, nicht jede Bewegung aus und kann so Kraft für den Gesang sparen.

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Foto: Andres Putting

Beim letzten Durchlauf gibt es dann auch noch Pyro zu Beginn des letzten Refrains. Luca spielt außerdem nochmal viel lockerer und befreiter auf, flirtet richtig mit der Kamera.

Gesamtbewertung: Alle etwaigen Befürchtungen haben sich nicht bewahrheitet. Die Schweiz hat in diesem Jahr eine hochklassige und runde Performance auf die Bühne gebracht und Luca zeigt gut und überzeugend, was er kann. Well done!

Und als Zugabe gibt es hier heute noch meine Einschätzung als Videostatement bei den Kollegen von douzepoints.ch:



51 Kommentare

  1. Klingt schon mal gut; hatte mir nach den bisherigen Auftritten und Tamtas Disaster Sorgen gemacht.
    Muscleshirt – yeah!

  2. Darf ich mal fragen, welchen Sinn das Foto von Luca da oben macht? Ein derartiges Foto gabs von anderen Teilnehmern nämlich nicht.

  3. Freut mich, dass die Schweiz auch mal wieder eine überzeugende Bühnenshow hinbekommt.
    Damit sollte Luca auch ein Wörtchen um den Sieg mitreden dürfen.

  4. Ohje, dann muss ich mich wirklich darauf einstellen, dass dieser gruselige Rowdy-Rowdy-Song ganz vorne landet… wenn die Choreo aber nicht so peinlich ist, kann ich das bestimmt aushalten. 😀

  5. Und neue Kandidaten für Barbara-Dex-ESC-Award-2019: die beide Tänzerinnen. Ihre Kleidung betont was man nicht betonen möchte oder ist es zur Ehre der Siegerin von letztem Jahr?

    • Vergesse ich noch die beiden Tänzer/Hintergrundvokalisten. Was auf ’nem Laufsteg gut aussieht, hat hier die Wirkung eines Kartoffelsack. Positiv ist die Farbe – ein schwarz, keinweiß, sondern Apfelrot.

  6. Verstehe jetzt nicht, wieso sich Luca von dem Latino-Image trennt. Der SOng ist doch ein Lation-Song. Nur finde ich jetzt, dass das Outfit dazu gar nicht passt. Ich fand die Choregraphie im Video eigentlich schon sehr passend und auch ein wenig stilvoll. Leider wirkt das jetzt schon ein wenig billig, aber anscheinend gefällt das ja allen hier….

    • Na ja er konnte die Latin Lover Nummer beim besten Willen nicht durchziehen, von daher finde ich das eine sehr gute Entscheidung. Und Zorro Drag haben wir ja schon bei unserer Königin TamTam.

  7. Er im schwarzen Kartoffelsack, die Tanztrullas in so einem roten Dominaoutfit. Na, gruselig. Warum hat er nichts weißes angezogen? Da wären wenigstens die Farben der Schweiz akkurat gezeigt worden. Aber kann ja noch. Vom Latinlover zum Kartoffelsackträger, so schnell kanns gehen. Oha, ich fürchte die Schweiz wird eine böse Überraschung erleben.

    • Domina-Outfit? Alle sind verunsichert von Island 😉 und laut dem Motto ‚besser richtig geklaut als selbst erfunden‘ haben sie die bdsm-onlineshops in eigenem Land leergekauft. Leider nur den Abteil mit den Sondernangeboten. 😉

  8. Sorry, aber optisch ist die schweizer Garderobe wieder ein absoluter Reinfall. Fand ich im Video (vom Hut abgesehen) viel viel besser.

  9. Das gibt was! Und zwar das gaaaanz große Ding für die Schwyz. Das Ergebnis von Michael Schulte von 2018 schaffen sie locker.
    Jung, frisch, dynamisch und es macht einfach Spaß!
    Quali: 101%, Finale: 1-3

  10. Auf mich wirkt das alles wie ein mittelmäßiger Auftritt bei einer DSDS-Mottoshow.
    Ich hoffe, ihn ereilt nicht das gleiche ESC-Schicksal wie DJ Bobo.

  11. Schnitte, verschiedene Ecken des Bildschirms und einfarbiger Hintergrund? Das ist Margaret mit „Tempo“ aus dem Mello! 😊
    Sieht aber sehr classy aus ❤

  12. Was kann Luca in Semi 2 schon passieren? Außer Russland, Schweden und Niederlande hat er keine große Konkurrenz. Außer Armenien vielleicht noch aber sonst….

  13. Ich bin mir sicher das dies nicht die Endklamotte sein kann.
    Er sieht ja schrecklich aus! Das ist doch kein Muscle Shirt eher ein Sack!
    Hat er Levinas Modestylisten???
    Warum versteckt gerade er jetzt seinen Körper unter diesem Etwas? Sonnenbrand?
    Bestimmt war das Körper Öl noch nicht trocken oder er hat sich beim rasieren der 5 Brusthaare geschnitten!
    Sonnst habe ich echt keine Erklärung.
    Statt sich ein bisschen an Boaz 2008 zu orientieren kommt er in einem Shirt in dem 2013 Birgit Õigemeel locker hätte proben können. Auf der Kikar HaMedina sollte er zur Not etwas passenderes finden!

  14. Also ganz ehrlich, diese mexikanische Clubatmosphäre im Video hat doch zu Song und Lyrics gut gepasst und ein wenig diese Stimmung eingefangen. Jetzt fehlt doch total das mystheriöse dieser Bekanntschaft, über die er im Song singt. Man würde doch erwarten, dass es wie im Video eine persönliche – heiße – Tanzsequenz zwischen ihm und einer Tänzerin gibt. Gibt es diese?

      • Danke für den Hinweis. Also da geht mir schon etwas verloren, weil der Song m.E. gerade davon lebt. Natürlich braucht er die abgestimmte Gruppenchoreographie vor allem hinten heraus, aber diese „private“ Begegnung ist doch der Aufhänger des Songs. Wie gesagt, verruchte Clubatmosphäre, dämmeriges Licht. Vermutlich alles Dinge, die man schlecht auf der ESC-Bühne erzeugen kann, aber eine wirkliche „intime“ Stimmung erzeugt der Song jetzt nicht.

  15. Bin auf das 2. Rehearsal gespannt, wenn es längere Video-Ausschnitte des Beitrags gibt. Ich war durch Eure Berichterstattung so positiv aufgeladen und durch dieses Video wieder auf den Boden der Tatsachen zurück geworfen.

  16. Tja, SJB hat es halt (meistens) einfach drauf. Ich bin sehr froh, dass die Schweiz nicht die übliche Katastrophe abliefert.

  17. Das Video sieht schon etwas nach Schweden aus, wahrscheinlich tun das alle Dance-Titel. Ich finde das Lied ja öde, aber wenn er schon ganz vorne dabei sein sollte, hätte ich nichts gegen Basel 2020.

  18. Solide Performance, darf gerne erfolgreich abschneiden. Allerdings muß es nicht gerade der Sieger sein und außerhalb des ESC würde ich es mir wohl nicht reinziehen.

  19. Auf die Schweiz ist Verlaß! Der Auftritt ist super und das Spiel mit den Farben einzigartig. Luca ist gut drauf und voll konzentriert. Für mich ist die Schweiz ein sicherer Finalist und Aspirant auf die Top Five.

  20. OK, das ist die Standardchoreo eines Uptemposongs, ohne richtig ‚dirty‘ zu sein. Nicht originell, nicht neu, definitiv nicht falsch, aber einen besonderen Clou habe ich noch nicht gesehen. Er selbst kommt klamottentechnisch als kleiner Point Guard-Spieler vom Basketball daher. Die Cheerleader mal aussen vor, müssen seine Center & Power Forwards neben ihm ihre Quote bei den Vocal-Rebounds auch noch verbessern. Bin mal gespannt, ob im second quarter weniger fake moves von Luca zu sehen sein werden und er zum 3-pointer ansetzt.

  21. Sieht gut aus, damit wird das Finale sicher erreicht. Eine Top-Platzierung sehe ich aber immer noch nicht. Aber ich freue mich, wie professionell das Schweizer Fernsehen heuer auftritt. Der NDR könnte sich also in Zukunft nicht nur aus Österreich etwas abschauen.

  22. Farblich und von der sympathischen Ausstrahlung her erinnert mich das an Imri. Nur dass mir der Song sogar noch besser gefällt. Da ich auch für Imri schon ein paar Anrufe übrig hatte: Go, Luca!

  23. Vielleicht liege ich mal wieder neben der Spur, dass ist der Song der nach unten abrutscht. Ganz knapp Top 10.

  24. Erinnert einen doch stark an Zoli Adok Ungarn 2009 – nur hatte der das stärkere Lied. Die Mambo-Atmosphäre ist weg – bleibt dann irgendetwas übrig?

  25. Er ist ja wirklich ein niedliches Kerlchen, aber Song und Auftritt machen mit mir so gar nichts. Ich würde das Finale ohne ihn auch überstehen, wenn dafür Paenda weiterkäme.

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