ESC 2019: Das ist der Fahrplan für die Proben in Tel Aviv

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Selten wurde ein Geheimnis so gut gehütet wie das des Probenplans für den Eurovision Song Contest 2019 in Tel Aviv. Selbst die akkreditierten Journalisten wissen bis dato nicht offiziell, an welchem Tag sie eigentlich zum ersten Mal in der Tel Aviver Expo erscheinen sollen. Auch auf der offiziellen Contest-Seite eurovision.tv ist bislang nichts darüber zu finden und eine Anfrage von ESC kompakt an das Presseteam des ESC blieb vergangene Woche unbeantwortet. Nun haben allerdings die Kollegen von escXtra einen Probenplan veröffentlicht, dessen Richtigkeit uns auch von anderer Seite bestätigt wurde. Hier haben wir die wichtigsten Informationen für Euch zusammengefasst.

Probenbeginn: 4. Mai

Das Allerwichtigste zuerst: Die Proben für den ESC 2019 beginnen bereits am kommenden Samstag, den 4. Mai, also genau zwei Wochen vor dem Finale und damit einen Tag früher als noch in den vergangenen Jahren. Der Grund dafür ist, dass am Mittwoch, den 8. Mai, in Israel „Jom haSikaron“, der „Gedenktag für die gefallenen israelischen Soldaten und Opfer des Terrorismus“ begangen wird. Diese kurzfristige Bekanntgabe des früheren Probenbeginns führt leider auch dazu, dass ESC kompakt erst ab dem zweiten Probentag live aus Tel Aviv berichten kann. Aber keine Sorge, für den ersten Probentag am 4. Mai haben wir uns natürlich etwas einfallen lassen, so dass ihr also auch an diesem Tag nicht auf Probenberichte von uns verzichten müsst.

Die ersten Proben der Semifinalisten

An den ersten vier Tagen, also vom 4. bis zum 7. Mai, stehen zunächst die ersten Proben der Halbfinalisten an: Am 4. Mai die erste Hälfte des ersten Semis, am 5. Mai die zweite Hälfte des ersten Semis, am 6. Mai die erste Hälfte des zweiten Semis und am 7. Mai die zweite Hälfte des zweiten Semis. Besonders spannend wird es für die Fans aus dem deutschsprachigen Raum also am 6. Mai, wenn Luca Hänni aus der Schweiz und Paenda aus Österreich zum ersten Mal auf der Bühne in Tel Aviv stehen. Los geht es immer um 10 Uhr morgens israelischer Zeit, also um 9 Uhr in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Alle Künstler proben an diesen Tagen jeweils 30 Minuten, zwischen den einzelnen Proben gibt es 10 Minuten Pause bzw. Puffer.

Zweite Proben Semifinalisten und Proben der BIG 5

Am 8. Mai ist dann probenfrei, bevor es vom 9. bis zum 11. Mai mit den zweiten Proben – dann nur noch jeweils 20 Minuten – der Halbfinalisten weitergeht. Am Freitag, den 10. Mai, proben außerdem am Nachmittag ab 15 Uhr deutscher Zeit zum ersten Mal die Big 5 und Gastgeber Israel. Die deutschen S!sters singen ihr „Sister“ zum ersten Mal gegen 18:30 Uhr deutscher Zeit. Die zweite Probe der gesetzten Finalisten findet am Vormittag des 12. Mai statt, bevor es am Nachmittag für alle Acts auf den „Orange Carpet“ und zur offiziellen Eröffnungsfeier geht.

Die ESC-Woche

Am Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag der zweiten Woche stehen die ersten und dritten Durchlaufproben der Halbfinals jeweils um 15 Uhr deutscher Zeit auf dem Plan. Juryhalbfinals und Halbfinals finden dann wie gewohnt um 21 Uhr statt. Die Proben für das Finale finden um 13 Uhr (Freitag, den 17. Mai) bzw. 13:30 Uhr (Samstag, den 18. Mai) statt.

Den kompletten Probenplan mit allen Einzelproben (aber Vorsicht, die Zeitangaben sind israelischer Zeit) findet ihr bei den Kollegen von escXtra.

Was plant ESC kompakt?

Hier bei uns findet ihr selbstverständlich einen Probenbericht zu jeder Einzelprobe live aus Tel Aviv (Ausnahme: 4. Mai, siehe oben). Die Berichte legen wir jeweils als Rollblog an, das heißt, wir berichten live, während die jeweilige Probe läuft, und aktualisieren den Beitrag fortlaufend.

Im letzten Jahr hat sich außerdem das Format „Instagram Live“ am Ende jedes Probentages bewährt. Wir melden uns täglich eine knappe Halbestunde nach Probenende live aus dem Pressezentrum in Tel Aviv mit einer Live-Story auf unserem Instagram-Account. Gemeinsam mit Euch lassen wir dann den Probentag Revue passieren und beantworten Fragen.

Für die beiden Halbfinals sowie das Finale wird es jeweils einen Bericht der ersten Probe – d.h. am Montag-, Mittwoch- und Freitagnachmittag – geben sowie einen Liveblog zu den eigentlichen Liveshows. Daneben planen wir natürlich noch alle möglichen weiteren Dinge, von denen ihr Euch überraschen lassen könnt.

Stay tuned! Und wenn ihr tatsächlich nichts verpassen wollt, solltet ihr uns auf Instagram, Twitter und Facebook folgen oder unsere Blogbeiträge abonnieren.


49 Kommentare

  1. Ich freue mich schon sehr auf Eure Probenberichte. Oft habt ihr ein gutes Gespür für gute bzw schlechte Auftritte und liegt mit den Einschätzungen gut. Gott sei Dank liegt ihr auch manchmal daneben, wie 2018 mit Kroatien (überschätzt) oder Österreich (unterschätzt). Das macht es sehr spannend.

    • Echt?
      Kroatien 2018 war überschätzt?
      Ich hab das als absoluten Nichtqualifikant (vor den Proben) zu einem mit viel Glück doch Kandidaten (nach den Proben) in Erinnerung.
      Von sicherer Qualifikation war doch nie die Rede, oder?

  2. Ich bin dieses Jahr so aufgeregt wie nie zuvor – ich habe zwar morgen noch die Deutschabiturprüfung und am 13. Mai meine mündliche Prüfung in Geschichte, dazwischen aber frei…Zeit für Probenberichte!! 😀

  3. Die Probenzeiten wurden gekürzt im vgl zu den Vorjahren oder? Waren es nicht sonst immer 40 Minuten in der ersten Probe??? Aber verständlich, Lichtsetting etc. ist ja eh in den letzten Jahren immer schon mehr und mehr automasiert und mit Doubles schon vorab geprobt worden…

  4. Perfekt, der Contest geht wieder in seine heiße Phase, ich freu mich riesig drauf!!! Allerdings kann ich auch kaum glauben, dass die Saison bald wieder vorbei ist… Es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Die Wetten werden auch noch einmal durcheinander gewirbelt jetzt… Gott wie spannend und chaotisch war es hier doch, als plötzlich Irland auf Platz 3 oder 4 lag. 😀 Das wünsche ich mir aber auch für dieses Jahr: Maximale Verwirrung und Spannung. Toll.

    Ich hoffe auch wir führen das alljährliche Halbfinal und Final Tippspiel weiter fort?

  5. Beim Tippen wer ins Finale kommt, ist meine Quote immer sehr bescheiden. Witzigerweise war ich in den letzten Jahren jeweils bei einem Semi gut (8 Treffer) und schlecht (6 Treffer).

    • Bei mir läuft’s recht gut immer. Ich glaube letztes Jahr hatte ich 8(S1) und 9(S2) und 2017 hatte ich 19/20 insgesamt. (Blackbird hat den perfekten Tipp zerstört) 🙂 Leider war halt dann mein Tipp fürs Finale desaströs, zumindest letztes Jahr…

  6. Die Proben beginnen mit einem Knaller- Zypern. Da liegt die Latte natürlich sehr hoch. Nach der genialen Fuego- Performance hat man sehr hohe Erwartungen.

  7. Mein Vorschlag: Den Jungs vom Zoll zeitig was zustecken (oder lasziv zuzwinkern), damit die dann Infos zu Garderobe & Equipment der Contestants durchstecken! 😉

      • Denen trau ich eher zu, dass sie das Künstlergepäck als ihr eigenes reklamieren oder einen Sicherheitstest des Flughafenpersonals mit einer geschmuggelten Extraflasche Hygienegel im Handgepäck durchführen. ..

  8. Wenn ich über mehr Selbstkontrolle verfügen würde, müsste ich den Blog (sowie sämtliche anderen ESC-Seiten) also ab dem 4. Mai meiden – ich will nicht alles schon kennen, wenn die Shows tatsächlich starten. Leider bin ich aber auch zu neugierig und werde mich vermutlich wie immer auf den faulen Kompromiss einlassen, lediglich die Anzeige der Bilder zu deaktivieren, die Berichte aber zu lesen. Die Herausforderung ist dabei, nicht zu vergessen, dass das am Handy nicht funktioniert … 😉

  9. Cool, bin schon sehr gespannt und kann glauben, dass es schon so bald passiert! Danke an alle Blogger und Kommentatoren für die Songchecks; ich hab auch heute wieder reflexartig die Seite aufgemacht in Vorfreude auf den nächsten Songcheck 😉 -Ihr macht süchtig!

      • Nicht? Tzz. Na sowas … Also mir erscheinen zig Kommentare „verhinderter Winner“ oder schluchzendes Fan-Bedauern. Aber eine Frau fragt, was nur aus dem Femen-Gründerland geworden sei (backlash Antithese zu Netta, etc.) . Tenor: So eine sexistische Nummer wäre in Deutschland nie gewählt worden. 😉

      • Vor allem wäre der Beitrag nicht gewählt worden, wenn er in Landessprache gewesen wäre, das ist die wahre Schande!!!

      • Das putzige ist, dass, wenn D einen landesssprachlichen Song schicken würde, von denselben Leuten der panische Aufschrei käme: “Das große reiche Deutschland will ganz Europa seine Sprache aufzwingen! Haben wir seit 1945 nichts gelernt?“

      • Nein, das eigentlich putzige ist, dass man dann auch mit Schlager, Rap oder zweifelndem Männerpop leben können sollte. Ich kann mit 2 von 3 leben.

      • Jetzt frag ich mich natürlich ob wir da die selben 2 ok finden würden.

      • Schlager ist mein Streichresultat. Wir brauchen uns nicht ernsthaft damit beschäftigen, weil ein Favorit dieser Kategorie von den ESC-Fans weggebissen würde (Ausnahme Schlager) und so Sachen wie Laing offensichtlich umgekehrt zu speziell für die Masse sind. Klappt nur, wenn sich NOCH weniger Leute als 2019 sich am Televoting beteiligen.

        Aber du hast natürlich doch Recht, sobald ein deutschsprachiger Titel dran ist, kommen intl. Reaktionen („klingt zu hart“, „dominant“, „laut“). Merkt man schon daran, wenn im gleichen Atemzug mit Deutsch gefordert wird, dass die Lyrics einem bestimmten Charakter/Thema entsprechen sollten.

      • Mein Streichresultat ist unüberraschenderweise zweifelnder Männerpop, den ich aber in keiner Sprache brauche… ich wäre eher dafür, dass wir auch mal rowdy rowdy werden

      • @4Porcelli – Jetzt erwähnst du eine, in meinen Augen unbegrundete, Angst der Deutschen. Deutsch ist eine vielseitige Sprache, viele Sachen kann man auf deutsch viel schöner, klarer, genauer singen als auf englisch. So lange man nicht ins schnauzen zurückfällt oder schreit, werden 50% der Zuschauer der Sänger (die Sängerin) verstehen. Wäre schön wenn es mal wieder einen Song auf deutsch gäbe beim ESC.

      • @Marko – ja diese bei so manchen Deutschen vorhandene Angst bezüglich der Sprache ist tatsächlich historisch begründet und das ist dann mal einer der Punkte wo ich sagen muß, es reicht. Wobei es interessant, dass der polnische Beitrag dieses Jahr aufgrund der wohl traditionellen Klänge und Kostüme schon öfter als nationalistisch bezeichnet wurde – wobei die Mädels anscheinend zumindest bis dato politisch nicht unangenehm aufgefallen sind.

  10. Ich mache mir bezüglich einer ähnlich guten Platzierung für Deutschland wie im letzten Jahr, nur wenig Hoffnung. Hoffe aber, das es nicht wieder zwischen Platz 20 bis 26 wird. Ein Top 10 Ergebnis wäre ein Riesenerfolg. Aber nicht weil der Song so schlecht wäre, sondern eher daran das die sogenannten Deutschen ESC-Fans ständig gegen unseren Song und unsere Vertreter hetzen. Die müssen sich dann fragen lassen, ob sie nach dem ESC dann zufrieden sind, das sie es erreicht haben was sie wollen. Nämlich das die Sisters auf einem der letzten Plätze gelandet sind. Nicht die Sisters oder der NDR hätte daran schuld dran, sondern das ständige Hetzen und Niedermachen des eigenen Songs und des eigenen Vertreters. Denn sowas wird natürlich von ausländischen Fans gesehen und das wird dann auch in den jeweiligen Ländern kommuniziert. Das die sogenannten Deutschen ESC-Fans den Song vom eigenen Land niedermachen. Nur damit man sich später mal wieder selbst auf die Schulter klopfen kann, wenn es in einem Desaster endet. Das man es mal wieder besser wusste als der NDR. Ich wünsche mir ein akzteptables Ergebniss.

    • Genau, die deutschen Fans, die ja alle Aly wollten, haben es zwar nicht mal geschafft, die deutschen Televoter zu beeinflussen, aber bei allen europäischen Televotern und den internationalen Juroren schaffen sie es bestimmt. 👌

      • Ich will hier nicht escfan05s Theorie vertreten, aber man muss ihm immerhin zugestehen, dass die „Sister“-madig-machenden Aly-Fans vor der Vorentscheidung deutlich weniger Zeit hatten, ihr Unwesen zu treiben als jetzt vor dem internationalen Finale 😉

  11. Benny, da hat der Kollege doch offensichtlich recht: Zweifellos werden belarussische Omas und isländische Teenies beim Finale auf der Couch sitzen und nur eines denken „Ich rufe auf keinen Fall für s!stärZ an, weil die beim ESC Kompakt Songcheck schlechte Kommentare bekamen.“ Total logisch, für sämtliche demografischen Gruppen.

  12. Naja Sisters werden aber wohl nicht weiter als Platz 20 kommen. Insgeheim hoffe ich aber auf eine Überraschung und dass es Deutschland so ergehen wird wie Australien 2017. Bei der Jury gut angekommen und noch in die Top 10 gerutscht

  13. Die OGAE-Umfrage zum ESC 2019 ist abgeschlossen und der strahlende Sieger heißt Italien:

    https://ogaeinternational.org/annual-ogae-poll/2019-ogae-poll/2019-ogae-poll-results/

    Hier noch einmal die tabellarische Übersicht, welche OGAE-Clubs abstimmten:

    https://ogaeinternational.org/wp-content/uploads/2019/04/OGAE-Poll-2019-Spreadsheet-Final-Results.pdf

    Der Vorsprung auf den Zweitplatzierten Schweiz beträgt fünf Punkte. Auf dem dritten Platz mit fünf Punkten Rückstand zur Schweiz kamen die Niederlande. Neben Deutschland gingen Österreich, Kroatien, Finnland, Georgien, Irland, LItauen, Moldawien, Montenegro, Rumänien, Serbien und Weißrußland leer aus.

    • INFE ist ebenfalls durch mit den Niederlanden auf 1, danach die Schweiz und Italien.
      Soviel zu den Polls *lach*

      Und heute sind wir sogar in Arcade. Soldi haben wir noch nicht im Radio gehört (RTL).

  14. Bei diesem INFE-Poll hat Deutschland mindestens 6 Punkte erhalten. Yeah. Diese Polls sind sowieso quatsch, weil da nur eine beschränkte Zielgruppe mitmacht.

  15. @Benny wann ist denn die Pressekonferenz mit den Big 5 bei dem der Finalplatz gelost wird? Am 10. Mai nach den Proben? Gibt’s da schon einen Termin?

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