ESC 2024: Songs aus Tschechien und Albanien werden überarbeitet – Singt Besa in Malmö auf Englisch?

Bild: Instagram @besaofficial

Drei Beiträge für den ESC 2024 kennen wir bereits. Doch das bedeutet nicht, dass alle drei auch in Malmö in ihren bisherigen Versionen präsentiert werden. Während Slimane an seinem Song „Mon Amour“ höchstwahrscheinlich keine großen Änderungen mehr vornimmt, soll es bei den Beiträgen aus Albanien und Tschechien ganz anders aussehen, denn beide Interpretinnen haben bestätigt: für den ESC gibts eine neue Version!

Tschechien: Wird „Pedestal“ von Aiko länger?

Aiko aus Tschechien hat – zur Überraschung vieler – den Vorentscheid ESCZ 2024 gewonnen. Sie konnte mit „Pedestal“ vor allem die internationalen Zuschauer:innen überzeugen und darf im Mai nach Malmö. Doch noch am selben Tag der Verkündung gab’s viele Diskussionen zum Voting und vor allem Zweifel an Tschechiens Erfolgschance mit Aiko. Während die Studioversion nämlich gut ankommt, hat sie mit ihrer Live-Performance nur wenige überzeugt.

Aber Aiko scheint offen für Verbesserungen zu sein und hat in einem Podcast klar gestellt, dass sie an „Pedestal“ weiter arbeiten werde. Sie und das tschechische Team wollen die vollen drei Minuten auf der Bühne ausnutzen und den Song somit noch verlängern – aktuell hat er eine Dauer von 2:20 min. Auch an der Struktur und der Produktion des Songs könnte geschraubt werden. Die Überarbeitung soll jetzt im Januar begonnen haben. Zudem sagt Aiko, dass es bereits konkrete Ideen für die Bühneninszenierung gäbe.

Im Podcast-Interview ist die Künstlerin aber auch auf den Vorwurf angesprochen worden, sie habe die ESC-Regeln gebrochen. Aiko hat ihren Beitrag nachweislich bereits im Juni auf einem kleinen Festival performt – was ja eigentlich nicht regelkonform ist. Laut der Sängerin sei dies aber offenbar kein Problem, da die EBU darüber bereits vor der Teilnahme am tschechischen Vorentscheid Bescheid wusste und alles abgesegnet wurde. Vermutlich sehen die Verantwortlichen durch den Auftritt keinen Wettbewerbsvorteil, da er für relativ wenig Aufmerksamkeit sorgte.

Albanien: Dieses Jahr auf Englisch beim ESC?

Wenig überraschend kommt auch die Nachricht aus Albanien, dass der ESC-Beitrag „Zemrën n’dorë“ bis Mai noch überarbeitet wird. Die albanische Vertreterin Besa hat bestätigt, dass man bereits am Revamp arbeitet. Einen Post unserer Kolleg:innen von Wiwibloggs kommentierte sie mit: „Wir werden bei der Überarbeitung unser Bestes geben.“ Inwiefern sich die Nummer ändern wird, ist noch unklar.

Die Ursprungs-Version des Songs wurde allerdings in einem Sprachmix aus Englisch und Albanisch aufgenommen (siehe oben). Vorstellbar ist es also, dass Besa einige Songzeilen ins Englische übersetzt. Auf ihren Social Media-Kanälen hat die Sängerin mittlerweile sogar ihre Fans befragt, was sie am Song geändert haben wollen. Die meisten forderten, dass Besa auch beim ESC auf Albanisch performen soll. Außerdem würden sich viele Fans mehr traditionelle Ethno-Elemente im Song wünschen. Die Hoffnung auf mehr Rap-Parts im Song ist auch geäußert worden. Da scheint viel Arbeit vor dem albanischen Team zu liegen. Wir sind gespannt!

Mittlerweile gibt’s auch Neues zum Ergebnis des albanischen Festivali i Këngës 62. Hier wurde nicht nur der ESC-Act für Malmö ermittelt, sondern auch der eigentliche Festival-Sieger. Dafür war zu 100%  eine Jury verantwortlich, in der auch Zana Shuteriqi saß, die sich in einem TV-Interview für das unerwartete Ergebnis rechtfertigte. Viele erwarteten nämlich, dass Elsa Lila das Juryvoting gewinnen würde. Stattdessen hat sich die Künstlerin mit „Mars“ (siehe unten) nicht einmal unter den ersten Drei platzieren können.

Jurorin Zana Shuteriqi sagt dazu:

„Trotz all ihrer künstlerischen Leistungen komponierte Elsa Lila ein Lied, das der Siegerkomposition des Vorjahres verblüffend ähnelte. Doch im Vergleich zum letzten Jahr war es weniger erfolgreich. Es gibt keinen großen Unterschied zwischen diesen Songs und „Mars“ war nicht so gut wie „Evita“. Deshalb haben wir uns bemüht, so unvoreingenommen und professionell wie möglich zu sein.“

Wie würdest Du die Nummern von Aiko und Besa verbessern? Oder gefallen Dir die Beiträge für den ESC 2024 aus Tschechien und Albanien bereits? Lass es uns in den Kommentaren wissen.



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16 Comments
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lasse braun 🏴‍☠️
lasse braun 🏴‍☠️
2 Jahre zuvor

hey,bei +40 sekunden reicht es dann auch für 2 dancebreaks. 😃

Timo1986
Timo1986
2 Jahre zuvor

Off-topic:

Nachdem am Montag die Medienjury – und diese besteht beim Festival di Sanremo 2024 aus ca. 1000 Journalisten (m/w/d) aus dem Bereich Fernsehen, Zeitung und Blog-Foren aus dem Internet – ihr erstes Urteil über alle Songs der Sanremo-Teilnehmer (m/w/d) nach ihren Proben mit dem Sanremo-Orchester abgegeben haben, wurden alle ca. 1000 Bewertungen analysiert.

Diese Analyse wurde vorgenommen durch eine Anzahl an Radiomoderatoren (m/w/d) sowie den Chefetagen diverser Radiostationen.

Soviel als Backgroundwissen da die Radiojury beim diesjährigen Festival di Sanremo die demoskopische Jury ersetzt hat, also kein Bestandteil mehr der Medienjury sind, sind, sondern eine eigene Jury darstellen.

Nachfolgerin von Marco Mengoni, dem Sieger der letztjährigen Festival di Sanremo sehen die Radioexperten (m/w/d) Annalisa mit ihrem Song „Sinceramente“. Auffällig hierbei ist, dass dem Song von Annalisa eine moderne und extravagante Radiotauglichkeit attestiert wird – und dies nicht nur aus der Sichtweise eines Radioexperten (m/w/d), sondern auch aus der Sicht eines Radiohörers (m/w/d), so die Analyse.

PS: Es bleibt jedem selbst überlassen, ob Radioverantwortliche (m/w/d) das Kriterium der Radiotauglichkeit berechtigterweise als das Non-Plus-Ultra ansehen oder nicht. 😀

Platz zwei teilen sich Alessandra Amoroso mit ihrem Song „Fino A Qui“ “, gleichauf mit dem 23-jährigen neapolitanischen Rapper Geolier und seinem neapolitanischen Rap-Folk-Canzone „I p‘ me, tu p‘ te“

PS: Alessandra Amoroso habe zumindest ich bisher irgendwie noch überhaupt nicht auf dem Schirm gehabt. 😀

Die ESC kompakt Lieblinge (m/w/d) Diodato, Mahmood, Il Volo und The Kolors sind alle irgendwo im sicheren Mittelfeld mit Tendenz nach oben.

Völlig überraschend hingegen wird Mr. Rain mit seinem Song auf einem Platz eher weiter unten seitens der Radioexperten (m/w/d) analysiert.
.

Last edited 2 Jahre zuvor by Timo1986
lasse braun 🏴‍☠️
lasse braun 🏴‍☠️
2 Jahre zuvor
Reply to  Timo1986

da sind viele große bekannte namen am start – vielleicht ein paar zu viele? 🤔
„Rapp-Folk-Canzone“ = volksmusiksprechgesangballade?
bin gespannt wie ein messer!

Timo1986
Timo1986
2 Jahre zuvor

„bin gespannt wie ein messer!“

Ich auch / Anch’io ! 😀

Last edited 2 Jahre zuvor by Timo1986
Werner
Werner
2 Jahre zuvor
Reply to  Timo1986

Gut zu wissen wäre noch:
Lagen die Radioexperten mit ihren Prognosen in den letzten Jahren auch richtig?

Amion
Amion
2 Jahre zuvor

Alle Überarbeitungen und Revamps aus Albanien endeten in einem Fiasko. Warum lässt man die Songs nicht einfach wie Sie sind .

Ich denke noch mit Grauen an den albanischen Beitrag von 2016 , der unter meinen Favoriten war und durch den Revamp mein letzter Platz wurde .

Oder Fanliebling Ronela mit Sekret scheiterte mit dem aggressiven Revamp

lasse braun 🏴‍☠️
lasse braun 🏴‍☠️
2 Jahre zuvor
Reply to  Amion

ronela/sekret war ein paradebeispiel,wie man es nicht macht.
der auftritt beim FiK war originell und dann wurde besonders in der bubble gemotzt,noch mehr gemotzt und all das originelle schließlich entfernt – ergebnis etwas glattgeschliffenes unoriginelles und daher auch keine schnitte beim ESC bekommen.

Matty
Matty
2 Jahre zuvor

Das Herz in der Hand und der Pferdestall bekommen also einen neuen Anstrich und ich hoffe, daß Albaniens Song in der Landessprache bleibt.

Matty
Matty
2 Jahre zuvor

Gleich folgt der nächste finnische UMK-Wettbewerbstitel

chris
chris
2 Jahre zuvor

Ich weiß nicht, was immer dieses Revampen auf Biegen und Brechen soll. Das geht oft genug schief.

inga
inga
2 Jahre zuvor

‚Pedestal‘ finde ich in der Studioversion perfekt. Man sollte besser in einen Gesangscoach investieren.

Meine Nummer 1 bisher.

Tamara
Mitglied
Tamara
2 Jahre zuvor

Gab es schon jemals einen albanischen Beitrag, der durch den Wechsel ins Englische in irgendeiner Weise besser geworden ist?

Last edited 2 Jahre zuvor by Tamara
Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
2 Jahre zuvor
Reply to  Tamara

Ich kenne keinen, aber dieses Mal wäre es sogar konsequent. Ich mag Besas Beitrag sowieso nicht.

inga
inga
2 Jahre zuvor
Reply to  Tamara

Arilena Ara vielleicht? (2020, der ‚verlorene‘ Jahrgang)
Ich liebe diese Version: https://youtu.be/7-7fX3K9Ze4?feature=shared

Marc Stoeringer
Marc Stoeringer
2 Jahre zuvor

Why not!? Am YT Kanal wurden ja noch nicht die Official Videos hochgeladen. Mir persönlich gefällt Albanien auf Englisch sogar besser.

Jorge
Jorge
2 Jahre zuvor

Die Studioversion von Pedestral kam echt gut in meinem ESC-Umkreis an. Ich hoffe, die versauen mit der Verlängerung nicht die Dynamik von dem Stück!