
Neue Jahr, neues Glück! Und auch in dieser ESC-Saison kommt unser ESC-Barometer zum Einsatz. Bei den bisher (zugegebenermaßen erst) drei feststehenden Beiträgen könnte der Franzose Slimane (Aufmacherfoto) eigentlich ein bisschen freundlicher schauen. Denn während sich Albanien und Tschechien ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern, kann er entspannt an der aktuellen Spitze durchatmen. Noch. Denn bald schon werden wir sicherlich die nächsten ESC-Songs zu hören bekommen.
Für das ESC-Barometer befragen wir Euch hier auf ESC kompakt direkt nach der Entscheidung bzw. Veröffentlichung eines Beitrags (Künstler und Song) nach Eurer Meinung. Ihr könnt auf einer fünfstufigen Skala von ist ganz ausgezeichnet bis ist ganz furchtbar Eure Bewertung abgeben. Um einen möglichst spontanen Eindruck zu bekommen, endet die Befragung nach drei Tagen. Sollte eine erhebliche Änderung an einem Song vorgenommen werden, starten wir die Befragung erneut.
Wir schauen uns dann drei Auswertungskategorien gesondert an: die durchschnittliche Bewertung, den Anteil der Höchstwertungen und das Polarimeter. Letzteres fasst die besten und die schlechtesten Wertungen zusammen. Und dann ist da noch unser Blog-eigener ESC-kompakt-Index, der EKI. Hier werden die Wertungen gewichtet, geschüttelt und gerührt und anschließend neu ausgewiesen. Damit konnten wir schon manche ESC-Platzierung besser vorhersagen als die Buchmacher. Andere hingegen weniger gut.
Wie seit 2019 beginnen wir mit dem Durchschnittswert. Den geben wir nicht separat an, sondern stellen Euch grafisch dar, wie sich die fünf Kategorien für die einzelnen Beiträge gestalten. Slimane aus Frankreich liegt hier ganz eindeutig an der Spitze (M = 2,12). Deutlich dahinter folgen Aiko aus Tschechien (M = 2,85) und Besa aus Albanien (M = 2,86). Im Vergleich zu 2023 schneidet Slimane auch gut ab: Mit dem Mittelwert hätte er letztes Jahr zwischen Alessandra aus Norwegen und Pasha Parfeni aus Moldau gelegen.
Dieses Bild, das sei jetzt schon mal verraten, zieht sich durch alle Auswertungskriterien: Slimane liegt mit 27% Höchstwertungen meilenweit vor Tschechien und knapp dahinter Albanien. Auch hier der Vergleich: Luke Black aus Serbien hatte letztes Jahr 25,7% Höchstwertungen.
Sogar beim Polarimeter gibt es kein anderes Ranking. Aiko und Besa können durch extrem negative Bewertungen keinen Boden gut machen (was hier als möglich wäre, weil wir ja den Anteil der besten und der schlechtesten Wertungen zusammenzählen). Sie sind dann doch zu … egal.
Die verschiedenen Auswertungsansätze führen wir nun in unserem ESC-kompakt-Index zusammen. Der EKI (ESC-kompakt-Index) ist die durchschnittliche Platzierung eines Beitrags nach fünf Kriterien, die jeweils für sich gerankt werden: Einzelbetrachtung „ist ganz ausgezeichnet“, Top2-Betrachtung „ist ganz ausgezeichnet“ und „gefällt mir gut“ zusammen, Durchschnittsbewertung, Polarimeter-Index und umgedrehter Couldn’t-Care-Less-Index (Rangreihung von der niedrigsten „so la la“-Wertung (Platz 1) bis zur höchsten (letzter Platz).
Der Index reicht jeweils maximal bis zur Anzahl der berücksichtigten Ländern – in diesem Fall also drei. Und die holt sich Besa aus Albanien mit Bravour – und damit aktuell die rote Laterne. Slimane weilt derzeit noch auf der Sonnenseite des ESC-Lebens. Ob das so bleibt, wissen wir, wenn die nächsten ESC-Songs feststehen und Ihr sie wieder bewertet habt.
Deckt sich unsere Auswertung mit Deiner Meinung über die Beiträge? Diskutiere gern unter diesem Artikel.
Rückblick: So sah das komplette ESC-Barometer 2023 aus
Rückblick: So sah das komplette ESC-Barometer 2022 aus
Rückblick: So sah das komplette ESC-Barometer 2021 aus
Rückblick: So sah das komplette ESC-Barometer 2020 aus
Rückblick: So sah das komplette ESC-Barometer 2019 aus
Über das ESC-Barometer, den österreichischen Beitrag und viele weitere ESC-News reden wir am Mittwochabend um 19 Uhr im nächsten ESC kompakt LIVE.
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Bei Frankreich, ich finde den Song So lala, konnte ich nicht abstimmen, da ich zu der Zeit kein WLAN hatte. Ich freue mich schon auf Song Nummer 4 aus Slowenien.
Ich find ja witzig, dass meine Top komplett umgekehrt ist. Ich mag den albanischen Song inzwischen echt sehr 😀
ESC Kompakt LIVE geht wieder los! 🥳
Heute wurde die Startreihenfolge für die zweite Vorrundenshow des Norsk Melodi Grand Prix bekanntgegeben:
https://eurovoix.com/2024/01/15/norway-viewing-figures-semi-final-two-running-order/
Am 25. Januar 2024 folgen sämtliche Wettbewerbstitel des serbischen Vorentscheides:
https://eurovoix.com/2024/01/15/pesma-za-evroviziju-2024-songs-to-be-released-on-january-25/
Da freue ich mich schon drauf!
Off-topic:
Heute haben die Medien zum ersten Mal die Songs gehört, welche beim Festival di Sanremo 2024 von den Künstlern (m/w/d) performt werden. Die Anhörung der Medienvertreter (m/w/d) fand bei den Proben mit dem Orchester statt. Meine „Bessere Hälfte“ aus Parma hat mir vorhin Zeitungskritiken geschickt. Bewertet wurden von den Medien alle Songs der Sanremo-Teilnehmer (m/w/d). Ich habe jetzt nur die Bewertungen heraus gepickt bei denen die Künstler (m/w/d) hier auf ESC kompakt hohes Ansehen genießen:
Diodato:
Er kehrt zum Festival nach dem unglücklichsten Sieg der Geschichte zurück, dem die Schließung der Welt aufgrund der Pandemie folgte. Es beginnt wieder mit einem eleganten Stück. Anders ist man es ohnehin nicht von Diodato gewohnt. Das Arrangement wird das Orchester begeistern. Der Chor im Song macht diesen zu etwas Besonderem. Das ist ein schöner Ausdruck für dessen Qualität.
Mahmood:
Er fühlt sich hier nicht nur zu Hause, sondern ist es auch gewohnt, bei seiner Ankunft zu gewinnen. Er lässt die Unruhen von „Brividi“ hinter sich und verlässt sich auf das Rezept, das ein Teil von ihm ist, nämlich urbane Klänge mit orientalischem Touch. Ein kraftvoller Rhythmus im Refrain trägt dazu bei, dass dieser Song so tiefgründig ist, dass dessen Text ihm eine neue Generation an Fans (m/w/d) beschert als bei anderen Teilnehmer (m/w/d).
The Kolors:
Die Lektion von „Italo Disco“ ist frisch und Stash hat sie so gut im Kopf, dass er sie mit geschlossenen Augen performt. Genauso ist dies auch bei seinem Sanremo-Song. Bereits Am Anfang nimmt der Song volle Fahrt auf. Eine fesselnde Melodie kommt vorteilhaft hinzu. Ein einfacher Refrain, mit dem einzigen Ziel Schwung zu gewinnen, explodiert auf einmal. Alles vereint mit jeder Menge Disco- und 80er-Jahre-Sounds. Der Song hat das Potenzial ein Teil des Sommers und noch viel mehr zu werden.
Irama:
Ein beeindruckender Anfang, mit einem hohen Ton, der zum Schrei wird oder umgekehrt. Eine Art Absichtserklärung für einen Song, der oft an die Grenzen der Stimmlage geht. Überraschend ist daher auch bei diesem Festival, bei dem die reine Bassdrum dominiert, dass Fehlen einer rhythmischen Basis, die den Streichern und Keyboards anvertraut wird. Atmosphärisch und dennoch lebendig.
Geolier:
Er ist das neapolitanische Stadtphänomen und gleichzeitig für viele potenziell ein Außerirdischer auf der Ariston-Bühne. Tatsächlich vertiefte er sich perfekt in die Rolle. Dies so sehr, dass das Lied in seiner Struktur und seinem Tempo an „Cenere“ von Lazza erinnert, nur mit neapolitanischen Texten. Und wenn man bedenkt, wie die Dinge gelaufen sind, bei diesem Song gelaufen sind ist bei Geolier alles möglich.
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Annalisa:
Der Erfolg mit ihrem Song „Bellissima“ führte dazu, dass Annalisa nach Jahren des Wanderns ihren eigenen, gesunden Weg fand. Das Lied weicht nicht von diesem Weg ab. Ihr Song deutet sehr stark auf einen Weg zur Songwelt von Raffaella Carrà hin und die Harmonien des Refrains beinhalten musikalisch ein unerwartetes Klangelement Der Song von Annalisa könnte den Gipfel ihrer Karriere erreichen, wir werden sicherlich noch lange nach dem Festival von diesem Song hören.
Il Volo:
Sich mit einem Song mit einem solchen Titel zu präsentieren, erfordert Persönlichkeit oder Bewusstlosigkeit. Die drei reduzieren mit einem lyrischen Ansatz den Einsatz der Stimme auf ein Minimum, bleiben aber in ihrer stimmlichen Tradition. Sie spielen eine Art separate Meisterschaft, haben aber darin nur wenige Rivalen. Man kann es sich nur sehr schwer vorstellen, dass die drei von „Il Volo“ außerhalb der ersten fünf Plätze bleiben werden.
Mr. Rain:
Letztes Jahr überraschte er alle mit „Supereroi“ und dieses Jahr tut er es wieder. Mr. Rain kehrt daher zurück und zeigt die sanftere Seite seiner musikalischen Vielfalt.
Ricchi E Poveri:
Sie kehren zum dreizehnten Mal zum Festival zurück und nach der Feier des Wiedersehens 2020. Man würde erwarten, dass sie das mitbringen, was sie schon immer waren, und stattdessen beschäftigen sie sich mit Zeitgenossenschaft, zwischen elektronischen Klängen und geradlinigem Schlagzeug. Aber das lässt einen Zweifel aufkommen. Wen möchten sie mit diesem Song ansprechen ?
das klingt alles so super positiv,so das es bestimmt 5 gewinner oder mehr geben wird. 🥳
Vielen Dank für diese Einblicke, das klingt alles sehr spannend.
Vielen lieben Dank,Timo🙂Ich kann es kaum erwarten,bis es losgeht. Bin so sehr gespannt auf die Songs von Diodato, Mahmood und The Kolors,denn das sind meine Favoriten 🤩
Da haben wir beide dieses Jahr eine total gegensätzliche Faneinstellung. Meine Favoriten sind an erster Stelle natürlich Annalisa, dann Geolier und Il Volo.
Freue mich aber trotzdem total auf unsere gemeinsame Sanremo-Künstler-Bewertungen und Gespräche. 😀
Ich warte bis 5MIINUST, Puuluup und Go Tobann die Liste aufmischen
Definitiv Team 5Miinust & Puuluup (da gibt es schon eine Liveperformance). Bei Go Tobann will ich noch abwarten…
Keine Vorstellung des Songs we will rave von kaleen
Ehrlich gesagt, ist auch Frankreich von den dreien ganz klar der beste! Albanien ist ok, und Tschechien wurde die falsche Entscheidung getroffen.
Kaleen steht schonfest, die Kleine Zeitung hat es bereits veröffentlicht.
Ich fand FRA in der Studio-Version nicht so toll, aber das Live vor dem Arc de Triomphe war sehr emotional, absolut top. Ich fand Slimanes Styling früher besser, aber da ist sicher ein Sponsoring-Deal (mit Gaultier?).
Frankreich superstark
Ich gehe da mit der Mehrheit konform. Frankreich live sehr stark, den Rest kann man bislang vergessen. Falls Österreich auch schon offiziell in der Wertung ist – ich bin leider kein Fan.