
Am 25. Januar startet in der ARD-Mediathek das neue Format „Ich will zum ESC!“ über das der letzte verfügbare Startplatz für die ESC-Vorentscheidung „Das deutsche Finale 2024“ vergeben wird. 15 Talente machen sich mit Unterstützung von ESC-Siegerin Conchita Wurst und FreeESC-Sieger Rea Garvey auf den mehrstufigen Weg in das große Live-Finale am 8. Februar, in dem vier von Ihnen die Chance haben, mit ihrem potenziellen ESC-Song die Zuschauer*innen zu überzeugen. Den genauen Ablauf von „Ich will zum ESC!“ und alle Premierentermine in der ARD-Mediathek sowie Ausstrahlungstermine im linearen Fernsehen haben wir bereits hier ausführlich aufgeschrieben.
Die wichtigsten Fakten über die 15 Teilnehmer*innen haben wir ebenfalls schon berichtet. In den kommenden Tagen bis zur Premiere von IWZE! wollen wir Euch die Acts hier auf ESC kompakt aber auch noch von einer etwas persönlicheren Seite vorstellen und haben deshalb alle von ihnen gebeten, unseren traditionellen ESC-kompakt-Fragebogen auszufüllen. Heute ist die 32-jährige Sophie aus Berlin dran.
ESC kompakt: Was sollten Menschen, die Dich bislang noch nicht kennen, am besten gleich am Anfang über Dich wissen?
Sophie: Ich schreibe eigene Lieder und liebe es, Songs von anderen in allen Einzelteilen zu analysieren. Außerdem mag ich es auch als Zuschauerin sehr gerne, wenn es in Fernsehsendungen emotional wird, das passiert oft in der Auseinandersetzung mit Musik oder anderer Kunst.
Wo/Wie lebst Du aktuell?
In Berlin in einer 2-Zimmer-Wohnung. Als ich hier ankam, war es nur ein Zimmer. Ich bin froh, dass jetzt etwas mehr Platz für Instrumente ist.
Welche Musik hat Dich geprägt?
Von Hyperpop bis Indie Rock sehr viel. In meiner Kindheit und Jugend sicherlich Musik, die in christlichen Gottesdiensten gespielt wurde.
Seit wann machst Du Musik?
Mit 17 gab es meine erste Gitarre, ich habe mir alles beigebracht und ziemlich direkt angefangen, Eigenes zu schreiben.
Was war Dein tollstes, emotionalstes, erfolgreichstes Erlebnis im Zusammenhang mit der Musik?
Ein Highlight war, letztes Jahr Tour-Support für die wunderbare Band „Schrottgrenze“ spielen zu dürfen.
Was ist Dir bei Deiner Musik besonders wichtig?
Dass etwas dabei rüberkommt und sie andere Menschen bewegt.
Wie kam es zu Deiner Teilnahme an “Ich will zum ESC!”?
Ich will schon lange beim ESC mitmachen und hatte mich bisher nie mit der Bewerbung auseinandergesetzt. Zufällig bin ich dann darauf gestoßen, dass man sich einfach bewerben kann. Ich habe mir keine großen Gedanken zur Bewerbung gemacht, sondern einfach einen Song von mir eingeschickt. Ich hatte nicht die Erwartung, dass da etwas zurückkommt, sondern wollte überhaupt mal mitbekommen und verfolgen, wie ab da alles läuft. Dann bekam ich einen Anruf…
Wie hast Du reagiert, als Du erfahren hast, dass Du in der Sendung sein wirst?
Ich wusste zwar noch nicht genau, worauf ich mich einlasse, aber überhaupt bei irgendwas dabei sein zu dürfen, das mit dem ESC zu tun hat – das konnte ich gar nicht richtig fassen und habe mich unheimlich gefreut.
Hast Du den ESC und die deutsche Vorentscheidung schon vor Deiner Bewerbung verfolgt?
Den ESC schon sehr viele Jahre sehr begeistert, oft auch bei Public Viewing. Die Vorentscheidungen öfter mal, wobei mir dabei vor allem noch Unser Star für Oslo im Kopf ist, weil mich Lena in dieser Sendung von Anfang an begeistert hat und schließlich die gesamte Eurovision-Gemeinde.
Was ist Deine erste Erinnerung an den ESC?
Guildo Horn. Damals habe ich nicht wirklich verstanden, was da passiert und worum es geht, aber irgendwie gab es einen Hype und dieser Mann schien sehr nett und positiv außergewöhnlich. Sonst sind frühe Erinnerungen auch, dass ständig Ralph Siegel seine Finger im Spiel hatte.
Hast Du auch Lieblingslieder beim ESC (aus Deutschland und/oder international)?
Es gibt in jedem Jahr immer ein paar Favoriten. Meistens finde ich die TOP 3 durchaus gut. Deshalb vielleicht drei Titel, die auf weniger guter Platzierung gelandet sind: „Saudade, Saudade“ von Maro, „Rhythm Inside“ von Loïc Nottet und als Liebhaberin deutschsprachiger Musik „Viel zu weit“ von Münchener Freiheit.
Zum Abschluss noch eine Schnellfragerunde: “Tattoo” oder “Euphoria”?
Tattoo, weil vom ersten Moment an Gänsehaut, so klug aufgebaut dieser Song, außerdem melancholischer als Euphoria.
Hotdog, Köttbullar oder Zimtschnecke?
Zimtschnecke, ich suche in jeder Stadt die beste und esse mehrmals die Woche welche.
Midsommar oder Wintertraum?
Frühling bitte.
Pippi, Annika oder Herr Nilsson?
Frau Nilsson.
Zlatan Ibrahimovic oder Björn Borg?
Zećira Mušović
Wofür hättest Du den Nobelpreis verdient?
Mir würde ein Friedensnobelpreis wohl am meisten bedeuten, aber ich nehme auch den für Literatur
für meine zukünftigen Songtexte 😉
Dein aktuelles Lieblingslied?
„The Ground“ von Willow Parlo.
Deine erste CD?
Das erste Album muss wohl von den No Angels „Elle’ments“ gewesen sein.
Dein erster Job?
Nach meinem journalistischen Volontariat: Projektleiterin bei den Neuen deutschen Medienmacher*innen, ein Verein, der sehr wichtige Arbeit leistet.
Was hätten wir Dich hier unbedingt noch fragen sollen?
Worum geht es beim ESC eigentlich? Gerade in Deutschland gibt es in den letzten Jahren wieder vermehrt Frustration über eine schlechte Platzierung, als ob es nur ums Gewinnen ginge. Siri, play „Underdog“ by Medium Build.
Bislang haben wir folgende „Ich will zum ESC!“-Fragebögen veröffentlicht:
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Sophie ist eine Bereicherung für die Sendung und für den ESC! Ihr könnt euch auf ihre traumhafte Stimme freuen, sooo viel Gefühl!
Schöne antworten dabei und teilweise unerwartet. Ihr seid das „bessere“ NDR den so eine Vorstellung der Teilnehmer hätte sich vom Veranstalter gehört.
Ihr seid das „bessere“ NDR
Absolut!
Außerdem könnte man aus dem „Ich will zum ESC“ ein Pendant zum „sanremo giovani“ für Nachwuchskünstler machen
Aber wahrscheinlich wird das Konzept nächstes Jahr sowieso wieder eingestampft…
Sehr kreative Antworten, gefällt mir sehr 👍
Tattoo, weil vom ersten Moment an Gänsehaut, so klug aufgebaut dieser Song, 👍👍
… damit ist Sophie schon mal eine Favoritin.
„Saudade, saudade“ und Loic Nottet sprechen auf jeden Fall für einen guten Geschmack.
Unglaublich sympathisch!
Hier spielt sie eine Rolle im Musikvideo der Band Schrottgrenze, mit denen sie auf Tour war.
Sympathisch 😃 freue mich auf die Sendung.
Sophie, Du warst meine absolute Favoritin, schade, dass Du nicht mehr dabei bist. Dein Lied „schön genug“ ist wunderschön!