ESC-Barometer 2022 (7): Alle 40 Beiträge im Überblick und die Halbfinale nach dem ESC-kompakt-Index

Er kam als Letzter – und verpuffte unter ferner liefen. Denn Beitrag „Fade to Black“ von Nadir Rustamli aus Aserbaidschan (Aufmacherbild) hat Euch kaum überzeugen können. Auch der ebenfalls im letzten ESC-Barometer noch fehlende Song von Rosa Linn aus Armenien konnte kaum für Begeisterung sorgen. Mit dem letzten ESC-Barometer der Saison blicken wir nun aufs komplette Startfeld und schauen außerdem, welche Songs sich auf Basis unseres ESC-kompakt-Index EKI für das Finale des ESC 2022 in Turin qualifizieren würden.

Den Anfang machen wir aber wieder mit der Betrachtung der durchschnittlichen Bewertung der Beiträge. Hier gibt es in der Top 10 im Vergleich zur letzten Woche keine Veränderungen mehr. Mahmood und Blanco aus Italien sind das Maß aller Dinge. Die Österreicher LUM!X und Pia Maria, die wir vor ein paar Tagen noch im ESC kompakt LIVE gesprochen haben, bleiben auf dem Silberrang, und die tschechischen Nachbarn We Are Domi bekommen Bronze. 

Im Mittelfeld kann sich dann die Armenierin dank vieler „gefällt mir gut“- und sehr weniger „ist ganz furchtbar“-Wertungen den 17. Platz sichern. Dadurch verliert der deutsche Vertreter Malik Harris einen Platz und ist ist nun – wie in den Wettquoten – auf Rang 23 zu finden.

Für den Aserbaidschaner gibt es erst im hinteren Drittel einen Platz, den 27. um genau zu sein. Damit ist er in guter kroatisch-Schweizer-Gesellschaft. Überzeugend ist das aber nicht.

Wie immer schauen wir uns nun nur die Höchstwertungen an. Dies ist sinnvoll, weil bei so vielen Liedern ja für einen Beitrag gestimmt wird – und das macht man nur, wenn dieser einem wirklich gut gefällt. Hier finden sich die Tschechen, die bei der Durchschnittsbetrachtung Platz 3 holen, nicht einmal in der Top 10. Dafür liegt dort Cornelia Jakobs aus Schweden vor Frankreich und Polen. Insgesamt aber auch hier keine Veränderungen in der Top 10 zur Vorwoche.

Dass Rosa Linns „Snap“ eher nicht wehtut als begeistert, zeigt sich mit dem lediglich 24. Platz hier – immerhin sieben Plätze schlechter als bei der Durchschnittsbetrachtung.

Noch übler erwischt es den Aserbaidschaner. Auch er kann nicht überzeugen und liegt hinter Malik Harris (30.), Nordmazedonien und Moldau nur auf Rang 33. Am Ende bleiben San Marino, Irland und Bulgarien.

In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass es durchaus einen positiven Effekt haben kann, wenn ein Song nicht nur viele Leute begeistert, sondern auch etliche gar nichts mit ihm anfangen können – er also polarisiert. Diesen Aspekt betrachten wir mit unserem Polarimeter. Auch hier kann sich keiner der Kaukasus-Staaten in die Top 10 schieben. Italien liegt vorn, dahinter Österreich und Frankreich.

Auch aus dem Mittelfeld gibt es nichts Neues zu berichten.

Erst ganz am Ende finden sich die Neulinge: Armenien auf Platz 34 und Aserbaidschan auf Platz 36. Dadurch hat sich auch für den deutschen Beitrag hier nichts verändert – Malik liegt weiterhin auf Rang 28.

Die verschiedenen Auswertungsansätze führen wir nun in unserem ESC-kompakt-Index zusammen. Der EKI (ESC-kompakt-Index) ist die durchschnittliche Platzierung eines Beitrags nach fünf Kriterien, die jeweils für sich gerankt werden: Einzelbetrachtung „ist ganz ausgezeichnet“, Top2-Betrachtung „ist ganz ausgezeichnet“ und „gefällt mir gut“ zusammen, Durchschnittsbewertung, Polarimeter-Index und umgedrehter Couldn’t-Care-Less-Index (Rangreihung von der niedrigsten „so la la“-Wertung (Platz 1) bis zur höchsten (letzter Platz).

Es überrascht jetzt sicher nicht mehr, dass auch die Top 10 unseres EKIs unverändert ist. Wir sehen hier an der Spitze weiter die gleiche Reihenfolge wie beim Polarimeter. Der ukrainische Beitrag liegt auf einem guten 5. Platz, was allerdings deutlich hinter dem ersten Platz in den aktuellen Wettquoten ist.

Bis zum Rang 23 gibt es auch sonst keine Veränderungen. Die setzen erst danach ein, weil die Armenierin sich den 24. Rang sichern kann. Malik bleibt trotzdem unverändert und punktgleich mit Israel und Island. Wie haben die Platzierung hier nicht weiter ausdifferenziert (außerdem hat Powerpoint nochmal die Grafik verschoben, aber das ändert nichts am Gesamtbild). Aserbaidschan muss sich mit Rang 35 begnügen.

Der ESC-kompakt-Index für alle 40 Beiträge ist nun auch die Basis, auf der wir uns die beiden Halbfinale anschauen. Nach dem Ausschluss Russlands haben wir 17 Songs im ersten und 18 im zweiten Halbfinale. Jeweils zehn Beiträge qualifizieren sich für das Finale.

Im ersten Halbfinale gehen LUM!X und Pia Maria mit dem besten EKI-Wert ins Rennen. Aber auch Kalush aus der Ukraine und Subwoolfer aus Norwegen sind sichere Qualifikanten für das Finale – wenn es also nach Euren ersten Einschätzungen geht. Während sich auch die Niederlande und Albanien recht sicher fühlen dürfen, werden die Ergebnisse spätestens ab Platz 6 wackliger. Rosa Linn aus Armenien wäre ganz knapp drin, Zdob și Zdub aus Moldau ganz knapp draußen. Aber auch Syster aus Island und der Schweizer Marius Bear haben durchaus die Chance auf eine Finalqualifikation, selbst wenn sie jetzt erstmal draußen wären.

Im zweiten Halbfinale dürfen dann Ochman aus Polen und Cornelia Jakobs aus Schweden als sehr sichere Finalist/innen gesehen werden. We Are Domi aus Tschechien spielen ebenso wie Stefan aus Estland auch oben mit. Deutlich kritischer wird’s ab Platz 7. Und den Zehnten, Circus Mircus aus Georgien, trennen nur 1,2 Index-Punkte von der Elften, Vladana aus Montenegro. Auch hier können sich Michael Ben David aus Israel und sogar WRS aus Rumänien noch berechtigte Hoffnung auf einen Finaleinzug machen.

Interessant ist auch, dass zumindest nach dieser Auswertung die beiden Halbfinale durchaus gleichstark besetzt sind. Aus dem ersten würde sich also Armenien mit 25,4 Indexpunkten noch fürs Finale qualifizieren, aus dem zweiten Georgien mit 24,6 Punkten.

Deckt sich unsere Auswertung mit Deiner Meinung über die Beiträge? Diskutiere gern unter diesem Artikel.

ESC-Barometer 2022 (6): LUM!X feat. Pia Maria mischen die Top 10 auf
ESC-Barometer 2022 (5): Malik Harris rockt sich ins hintere Mittelfeld
ESC-Barometer 2022 (4): Krystian Ochman kann sich in zweiter Reihe entspannen
ESC-Barometer 2022 (3): Kalush Orchestra macht da weiter, wo Alina Pash aufgehört hat
ESC-Barometer 2022 (2): Hätte, hätte, ukrainische Fahrradkette
ESC-Barometer 2022 (1): Mahmood und Blanco setzen Maßstäbe
Rückblick: So sah das komplette ESC-Barometer 2021 aus
Rückblick: So sah das komplette ESC-Barometer 2020 aus
Rückblick: So sah das komplette ESC-Barometer 2019 aus


68 Kommentare

  1. Meinem ersten Gefühl zufolge würde ich bei den Qualifikanten im ersten Semi Lettland und Armenien durch Moldau und Dänemark ersetzen. Im zweiten Halbfinale kann ich mir nicht so recht vorstellen, dass es Georgien schafft, sehe da momentan eher Aserbaidschan im Finale.

  2. Okay also Italien liegt hier ganz weit vorne und bei Eurovisionworld in der Abstimmung die in der Regel den Sieger schon zu 90% Vorausgesagt hat ebenfalls, es kann nur noch passieren das alle Mitleid haben und die Ukraine gewinnt.

    • Wobei der Vorsprung auf Schweden bei Eurovisionworld – sofern wir von der selben Umfrage sprechen – jetzt nicht besonders groß ist. Könnte mir Schweden sehr gut als Jurysieger vorstellen, vor allem wenn man bedenkt, wie viel Punkte die schon mit dem furchtbaren Ingrosso gemacht haben. Vielleicht gibt’s ja doch einen spannenden Zweikampf oder einen lachenden Dritten?

    • Als uralter Fan und seit O2/’22 StD a.D. (Anglist, sorry!) melde ich mich an just dieser Stelle auch einmal zu später Stunde (mein Mann wird von mir daheim rund um die Uhr gepflegt, Pflegegrad 5 nach Kraniektonomie-OP) zu Wort:
      CONGRATULATIONS (see Cliff Richard, no. 2 in 1968,1973 mit ‚POWER TO ALL OUR FRIENDS‘ dann gar nur no. 3, obschon erneut leading position in all charts afterwards) zu zahlreichen eurer „highly entertaining comments“! Als GITTE Haenning Fan (Junger Tag, no. 8 in 1973) tut mir Leid, was Dänemark in diesem Jahr offeriert. Polen überrascht durchaus, wenn man/frau es mit ehemaligen Beitragsbemühungen vergleicht. Man merkt, dass Ochman in Boston aufwuchs. France: mal begeistert aufgenommen, mal irritierend wieder weggedrückt, „halt“ polarisierend. Vermutlich „macht es“ ITALIA once more! Mitleid mit der Ukraine, klar. >MERCI an SIE euch, of course!) allesamt!!

  3. Im ersten Halbfinale würde ich lieber statt Griechenland und Armenien viel lieber die Republik Moldau und Island im Finale sehen
    Im zweiten Halbfinale bräuchte ich nicht unbedingt Polen und Australien im Finale, wüßte aber nicht, wer deren Platz einnehmen sollte, da ich das 2. deutlich schwächer finde wie das 1.

    • @Gaby

      Schade, bis gerade fand ich dich sympathisch. 😉

      Ne Spaß, Geschmäcker sind verschieden. Ich persönlich mag Polen halt sehr gerne un bin optimistisch dass es Krystian ins Finale schafffen wird.

      Australien allerdings mag ich gar nicht, da bin ich wieder bei dir. 🙂

      • Ja, ich glaube auch, dass Polen es ins Finale schaffen wird. Er hat ja eine recht große Fanbase,
        und die Konkurrenz insgesamt finde ich im 2. Halbfinale relativ schwach. Ich mochte ja vor dem Revamp den israelischen Beitrag ganz gerne, aber mittlerweile nervt er mich.

  4. Italien ist und bleibt dieses Jahr beim ESC stand jetzt das Maß aller Dinge. Und das freut mich als als tatsächlichen Deutschen und im Herzen Italiener doch sehr.

    Auch interpretiere ich die hier in Rede stehenden Rankings so, dass es definitiv erlaubt ist den persönlichen Musikgeschmack nicht nur anhand der Melodie, des Textes oder des Künstlers zu beurteilen, sondern dass darüber hinaus alle emotionalen Beweggründe wie die politische Situation eines Landes, die Kultur eines Landes oder einfach nur Fan von einem Land zu sein tolle und berechtigte Gründe sind, um für einen Song zu voten.

    Meine Vermutung bleibt daher weiterhin bestehen. Länder wie die Ukraine oder auch Schweden haben aus den unterschiedlichsten Gründen ihre Fan-Base. Aber der „Wechsel-Voter“ (m/w/d), der sich eben nur an der Melodie eines Songs orientiert, wird seine Telefonanrufe beim ESC in Turin sehr viel nüchterner und sachlicher durchführen.

      • @EisPinguin

        Das sehe ich anders. Ich bin vielmehr davon überzeugt, dass Mahmood und Blanco den ESC dieses Jahr durch ein rekordverdächtiges Televoting-Ergebnis gewinnen werden.

      • @Rainer 1:

        Als Fan von Mahmood und Blanco – nicht nur in gesanglicher Hinsicht, sondern auch was den Hotness-Factor betrifft – widerspreche ich dir in keiner Weise. Ich frage mich nur, wie du in auch nur einer meiner Äußerungen das Gegenteil herausgelesen haben könntest.

        Da meine Beweggründe für das Fan-Voting außerhalb von Melodie eher auf den Ukrainekrieg und das damit verbundene Bedürfnis des ein oder anderen Fan (m/w/d) liegen die Ukraine auch voting-mäßig zu unterstützen abzielten, fand ich die Betonung auf den Hotness-Factor bezugnehmend auf manche Sänger (m/w/d) einfach sehr unpassend.

  5. So, ich habe jetzt auch alle songs mindestens 1/2 mal gehört. Mein favorit wäre ganz klar sam ryder. Vielleicht ein bisschen noch frankreich und australien.

  6. Als sonst stille Leserin des Blogs habe ich zu dem Thema Semis eine Frage. Ich frage mich wie und ob das Ergebnis in den Semis beeinflusst wird dadurch das im 2. Semi 2 Länder mehr abstimmen, also es 24 Punkte mehr gibt als in Semi 1. Wäre es da nicht sinnvoller ein Big Five Land aus dem 2. Semi im 1. Wählen zu lassen? Was sagt ihr dazu?
    Liebe Grüße an alle Blogger und Kommentatoren, es macht immer Spaß auf esckompakt vorbeizuschauen 😊

    • Ich halte es für irrelevant, da es ja alle Beiträge das 2. Semi gleichermaßen betrifft und die Punkte im Finale keine Rolle mehr spielen.

      Ach ja und herzlich willkommen! Schreib ruhig öfter. Macht Spaß, wenn man erst mal angefangen hat.

      • Danke für deine Meinung inga 😊
        Haha ja das stimmt, ich kommentiere sonst meistens nur auf YouTube bei Eurovision Kanälen aber vielleicht schreibe ich auch hier mal öfters😊 Liebe Grüße 😊

  7. Es ist wieder einmal sehr schwierig vorherzusagen, wer nicht ins Finale kommt. Falls man das überhaupt sagen kann (wir kennen nicht die Auftritte in Turin), aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die Schweiz, Slowenien und Lettland ins Finale kommen. Diese 3 Länder können nur scheitern.

  8. Interessant… aber … aussagekräftig?

    Mal sehen… letztes Jahr:

    1 LTU
    2 SMA
    3 SUI
    4 MLT
    5 FRA
    6 IRL
    7 CYP
    8 SWE
    9 GBR
    10 FIN

    19. UKR

    32. ITA

    Okay…. SUI, MLT, FRA und FIN waren da (aber die ersten 3 waren auch lange an der Spitze der Odds-Charts (sozusagen).
    Sonst war die Mehrheit der Blog-Users nicht so Maneskinkompatibel… 😉

  9. Und wer kann nun den ESC 2022 gewinnen? Als Sieger für möglich halte ich Schweden, Italien, Ukraine, Norwegen, UK und Estland. Wenn darunter nicht der Gewinner ist fresse ich einen Besen. Norwegen wird beim Televoting voraussichtlich sehr gut abschneiden. Bei den Jurys fehlen vielleicht wichtige Punkte. Italien wird bei den Jurys sehr hoch punkten. Allerdings werden hier wichtige Publikumspunkte fehlen. Viele Zuschauer werden das Lied als langweilig empfinden. Und Schweden? Da ist die spannende Frage, ob man wieder die Zuschauer begeistern kann. Ich glaube ja. Estland wird meiner Meinung nach sehr unterschätzt. Zumindest beim Publikum wird man vorne mitmischen. Persönlich bin ich schon lange davon überzeugt, dass Großbritannien das Ding machen wird. Das ist der einzige Beitrag, wo ich mir sowohl bei Jury als auch beim Publikum eine Spitzenposition vorstellen kann. London 2023 halte ich für durchaus wahrscheinlich. Aber auch die Ukraine wird ein Wörtchen mitreden.

    • Norwegen gefällt mir fast am besten, aber ich glaube, dass ihr Konzept nicht aufgehen wird. Die Performance mit den anonymen Sängern unter den Masken wird man zwar cool finden, aber es wird nicht emotionalisieren. Cool ist hier im wahrsten Sinne des Wortes kühl.
      Aus momentaner Sicht kommen für mich nur die Ukraine und Italien in Frage. Schweden ist nett aber total uncool, ich glaube da weder an Jury- und schon gar nicht an Televotesieg.
      Vielleicht kann noch eine der Uptempo-Nummern für einen fulminanten Auftritt sorgen, eigentlich würde eine Dancenummer wieder mal an der Reihe sein.
      Ukraine scheint mir sehr wahrscheinlich, dann Italien und dann ein Überraschungssieger. Estland? Dann fresse ich den Besen! 😉

    • Estland? Ich mag den Song wirklich gerne, aber irgendwie kann ich ihn mir auch nicht als Sieger vorstellen.
      UK – Schauder! Wäre einer der (meiner Meinung nach) schrecklichsten Sieger der ESC-Geschichte, aber nicht unwahrscheinlich
      Italien finde ich zwar auch nicht so pralle, wäre aber immer noch besser als UK, und nicht unwahrscheinlich.
      Der Ukraine würde ich den Sieg von Herzen gönnen, finde den Song ausgesprochen gut, aber als sicheren Sieger sehe ich ihn auch nicht.
      Schweden mag ich dieses Jahr auch sehr gerne, denke, sie wird oben mitspielen, aber als Siegerin? Hm… glaube ich auch nicht so ganz.
      Und Norwegen wird locker das Finale erreichen und vermutlich einen guten Platz im unteren TOP-10-Berech ergattern. Aber Sieger? Glaube ich nicht.

      P. S. Bin kein gutes Orakel, wahrscheinlich kommt wieder alles ganz anders.😉

  10. So, ich gebe zu, dass mich Griechenland absolut geflasht hat.Bis tief in die 90er, vielleicht sogar heute noch, hätte sowas nicht im Radio gespielt werden dürfen wegen der Verherrlichung des Suizids. Das ist so herzergreifend gemacht, es zieht einen wie der Gesang der Sirenen tief hinab in den Strudel…

    Verstopft Euch nicht die Ohren und bindet Euch nicht an die Masten !

    Unglaubliches düsteres Meisterwerk…

  11. Es gibt Neuigkeiten aus Moldawien. In der auf Moldova 1 ausgestrahlten Sendung “Cine vine la noi” haben die diesjährigen ESC-Teilnehmer Zdob şi Zdub & Fraţii Advahov eine überarbeitete Version ihres Beitrages “Trenulețul” vorgestellt:

    https://eurovoix.com/2022/03/27/moldova-revamped-trenuletul/

    Der israelische ESC-Teilnehmer Michael Ben David wird bei seinem Auftritt von fünf Tänzern unterstützt und einer davon, nämlich Tomer Tenenbyom, war schon beim ESC 2015 und 207 mit dabei:

    https://eurovoix.com/2022/03/27/%f0%9f%87%ae%f0%9f%87%b1-israel-michael-ben-david-five-dancers-eurovision/

    Außerdem ist auch die OGAE Poll 2022 gestartet und Frankreich hat als erstes seine Wertung abgegeben:

    https://eurovoix.com/2022/03/27/ogae-france-points-ogae-poll-2022/

    Österreich erhielt zwei Punkte und auch die Big-5-Länder Spanien, Großbritannien und Gastgeber Italien wurden bepunktet, Deutschland ging verdient leer aus.

  12. Italien oder Ukraine werden gewinnen oder ein Dark Horse kommt um die Ecke. Schweden, Niederlande und UK sehe ich auch weit oben. Allerdings finde ich das die Fans die Schweiz, Frankreich, Belgien, Litauen, Island und Portugal ziemlich unterschätzen. Griechenland, Polen, Zypern und Spanien finde ich dermaßen überhyped. Gute Lieder aber mehr nicht.

    BTW Hoffe ich noch sehr auf den Finaleinzug von Georgien, Serbien und Montenegro.

  13. Serbien ist ein absolutes Muss ! Ragt dermaßen aus der Popsoße im zweiten Semi heraus, sozusagen „unique“

  14. Mal off-topic, wie es hier immer so schön heißt….
    Bei den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften (wie bei allen Wetkämpfen des Jahres) sind tatsächlich mehrere Läufer nach ESC-Songs gelaufen. Il Volo’s „Grande amore“ wurde ja schon öfter verwendet, aber in dieser Saison neu sind Gjion’s Tears und auch Måneskin dabei.
    Das ist doch mal ESC-Bezug…und vielleicht einen eigenen Blog-Beitrag wert (statt immer wieder Masked Singer hahahahaha).

    • Ach ja ich habe die ukrainischen Eistänzer vergessen – die sind im Rhythmustanz tatsächlich zum großen Teil nach Jamalas „1944“ gelaufen. Das war sehr beeindruckend und ich hatte Tränen in den Augen.

  15. Deutschland song hat in der hinsicht also ein zweites Problem. Nicht nur das es nur wenig Leute begeistert. Es gibt auch wenige die ihn ultra Schlecht finden. Er wird also vergessen werden.
    Und wie ich schonmal erwähnt habe. Das Schicksal hat zuletzt Jamie-Lee erfahren. Die fast überall in mittelfeld gelandet ist… Und das ist nach derzeitgen System halt 0 Punkte wert.

  16. Schon zwei Wochen nach Veröffentlichung von „Halo“ erreichte das Video eine Million Klicks auf dem offiziellen YouTube-Kanal des „Eurovision Song Contests“. Und der Song wurde bereits 2,1 Millionen Mal gestreamt, davon allein 1,7 Millionen Mal auf Spotify.

    Der internationale Erfolgskurs von „Halo“ zieht sich über alle Portale: Neben einer Million YouTube-Klicks und 2,1 Millionen Streams auf den Streaming-Portalen Apple, Spotify, Amazon und Deezer (davon 1,7 Millionen Streams auf Spotify), hat der Song zwei Millionen Views auf TikTok, 15.000 Shazam-Tags und eine Reichweite von elf Millionen via Spotify-Playlists. Auch die heimischen Charterfolge können sich sehen lassen: In den Ö3-Austria Top 40, den offiziellen österreichischen Verkaufscharts, ist der Song auf Platz 20 eingestiegen. Bei den Ö3-Hörercharts ist er auf Platz 15 und bei den Ö3-Austrocharts auf Platz 2. Außerdem ist „Halo“ auf Platz 2 bei Shazam, auf Platz 15 bei Spotify, auf Platz 18 bei Apple Music und auf Platz 6 bei Deezer. Auch in Frankreich boomt der Song: Dort wurde „Halo“ in die „Radio Playlist“ bei NRJ Frankreich aufgenommen und hat es mittlerweile auf Platz 41 bei Shazam geschafft

    • woher kommt diese Info? 2,1 davo 1,7 Spotify? Würde ja bedeuten, dass 80% aller Streams bei Spotify stattfanden, was an sich ‚zu viel‘ ist. So marktbeherrschend ist Spotify nicht. Streamingdaten anderer Dienste werden zudem nirgends veröffentlicht. Man muss anmerken, dass die Entwicklung des Songs mittlerweile negativer ist, als das theoretisch Lum!x zudichtbare Potential (er ist immerhin ziemlich zeitnah an 3 Spotify Hundert-Millionern beteiligt). Es lässt mittlerweile doch ganz schön nach. Erste Woche Spotify AT 20 New, dann 29, jetzt mittlerer dreißiger Bereich. Rückgang ist nicht so schön, wie es Wachstum gewesen wäre. Bin ich enttäuscht. Daher downgrade.

      • „Daher downgrade.“ Du machst also Sympathien für einen Song tatsächlich vom Erfolg in den Hitparaden abhängig, nach dem Motto: „Was in den Charts nicht erfolgreich ist, kann ja nichts sein“?

      • Das Zahlen nicht veröffentlicht werden heißt nicht, dass es sie nicht gibt. Man muss nur die richtigen Kontakte haben.

      • Die Promotion für den Song läuft erst am nächsten Wochenende richtig an. LUM!X hatte noch länger geplante andere Verpflichtungen zu erfüllen und keine Zeit.

      • Also ich habe nur die Zahlen auf Youtube verfolgt und da steigt die Anzahl der Aufrufe von Tag zu Tag, anfangs bei rund 30.000 pro Tag, seit gestern deutlich über 100.000 pro Tag.

      • Die 38 Eurovision 2022-Songs, die auf Spotify verfügbar sind, haben gestern (27. März) 1.773.651 Streams angesammelt, was einem Rückgang von 15,5 % gegenüber dem Tag entspricht. Statistisch gesehen sind die Musik-Streaming-Statistiken an Sonn- und Feiertagen am niedrigsten und am Freitag am höchsten.

        Die am häufigsten gestreamten #Eurovision 2022-Songs auf Spotify gestern (27. März):

        1. Brividi (410,747 streams) 🇮🇹
        2. Hold Me Closer (239,316) 🇸🇪
        3. De diepte (180,307) 🇳🇱
        4. Halo (77,391) 🇦🇹
        5. Give That Wolf a Banana (77,300) 🇳🇴
        6. SloMo (72,372) 🇪🇸
        7. Stefania (68,330) 🇺🇦

  17. Finde ich als einziger das Belgien in die top 5 gehört ? Klar kommt es auf die passende Show dazu an, aber der Song ist ansich schon mal gut.
    Sonst sind noch insgesamt vorne bei mir ( ohne Reihenfolge ! ) Italien , Schweden , Ukraine, Tschechien, Estland.

    • Wenn man den Umfragen der My Eurovision Scoreboard App vertraut sind die Niederlande in den Top 5. Dort haben mehr als 25.000 Menschen weltweit abgestimmt.
      12, 10, 8, 7, 6 ,5, 4, 3, 2, 1.

      Zur Zeit

      1. Spanien 125.449
      2. Schweden 124.365
      3. Italien 113.625
      4. Niederlande 100.853
      5. Österreich 72.935

      • Mir machen diese Fanumfragen Spaß. Die spannende Frage wird sein, wird darunter ein FFF sein und wenn ja wer??? Ich glaube Spanien und Österreich werden zwar nicht abstürzen, aber bei weitem nicht so hoch platziert sein.

        Von Belgien kennen wir noch keinen Liveauftritt. Aber bei perfekter Performance kann ich mir schon ein tolles Ergebnis für Belgien vorstellen.

      • In dieser App kann halt jeder abstimmen nicht nur Fans, auch für das eigene Land. Dass Spanien immer so hoch bewertet ist liegt an den Abstimmungen aus Südamerika. Jetzt hat der ESC keinen sehr hohen Stellenwert in Österreich. Ich bezweifle, dass es da viele Accounts aus Österreich gibt, die dann auch noch für Österreich abstimmen.

  18. Die Abstimmung hat übrigens erst begonnen nachdem der letzte Song veröffentlicht wurde. Ich glaube das war Aserbaidschan?

  19. Die Abstimmung läuft schon seit langer Zeit. Und immer wenn ein neuer ESC Beitrag feststand, begann die Abstimmung von vorne. Das Ergebnis ist ein Spiegelbild von uns Fans. Wobei Spanien extrem gepusht wird.

  20. „Berühmte“ FFF der letzten Jahre waren:

    2014 Israel
    2017 Estland und Finnland
    2018 Finnland und Griechenland
    2021 San Marino und Zypern

  21. „Halo“ von LUM!X feat. Pia Maria hat den polnischen Beitrag überholt und ist jetzt der 10. meistgestreamte Eurovision 2022-Song auf Spotify.
    Das offizielle Video hat nun ~ 1,5 Millionen Aufrufe.

    Meistgestreamte Eurovision 2022 Songs auf Spotify yesterday 29. März
    1. Brividi (413,028 streams) 
    2. Hold Me Closer (245,156) 
    3. De diepte (212,014) 
    4. Halo (90,340) 
    5. SloMo (79,513) 
    6. Give That Wolf a Banana (77,295) 
    7. Stefania (76,724) 

    Ein spanischer Kommentator in einem anderen Forum meinte dazu, dass diese Reihenfolge Sinn mache.

    1. Italien: Die Leute werden depressiv.
    2. Schweden: die Leute bleiben depressiv
    3. Niederlande: an der Schwelle zum Selbstmord
    4. Österreich: die Depression wird bekämpft
    5. Spanien: die Depression ist überwunden

    • 14 Stunden später hat das offizielle Video von Halo 1,6 Millionen Views und ist mühelos an UK vorbeigezogen das viel früher veröffentlicht wurde.

  22. Eurofestivalnews berichtet, dass LUM!X am 14. April in der italienischen TV-Musikshow Battiti Live teilnehmen wird und Halo einer der Songs ist, den er performen wird. Ab dem 15. April wird der Track auch in den italienischen Radios gespielt.

    • Originaltext
      L’artista sarà inoltre presente alla puntata del 14 aprile di Battiti Live presenta MSC Crociere – Il viaggio della musica, in onda in prima serata su Italia 1.

      Anche qui possiamo dirvi, in anteprima, che LUM!X ha già registrato diverse tracce per la trasmissione, tra cui quella del brano che porterà a maggio sul palco internazionale dell’Eurovision e dunque ci sono buone possibilità che lo ascolteremo anche su Italia 1 il giorno prima del radio date.

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