ESC-Barometer 2022 (2): Hätte, hätte, ukrainische Fahrradkette

Es hätte wieder einmal so gut gehen können für die Ukraine beim ESC. Es hätte. Denn die Vidbir-2022-Siegerin Alina Pash (Aufmacherbild) hat sich selbst aus dem Rennen um die ESC-Krone in Turin genommen. Sie hätte mit ihrem Titel „Tini zabutykh predkiv“ vielleicht nicht Mahmood und Blanco gefährlich werden, ihnen aber sicher recht nah kommen können. So hat nun vielleicht Stefan aus Estland eine bessere Chance.

Wie immer schauen wir uns zuerst die durchschnittliche Bewertung an. Hier bleibt das Duo aus Italien deutlich an der Spitze – und Tschechien auf Rang zwei. Dahinter schieben sich aber die bereits erwähnten Neueinsteiger: Stefan aus Estland und Alina Pash aus der Ukraine. Für die anderen beiden baltischen Beiträge sieht es nicht ganz so gut aus. Für Monika Liu aus Litauen reicht es mit Platz 7 genau für die Mitte der 13 Beiträge. Die lettische Gruppe Citi Zēni schiebt sich zwischen Bulgarien und Moldau – auf den vorletzten Rang.

Schaut man sich nur die Spitzenbewertung „ist ganz ausgezeichnet“ an, bleiben die Italiener (wie auch bei allen anderen Kategorien) an der Spitze. Hier konnte sich aber die Ukraine auf Platz 2 vor Estland und Tschechien platzieren. Auch die anderen beiden baltischen Beiträge profitieren davon, wenn man sich nur die Höchstwertung anschaut. Die letzten Plätze von Moldau bis Bulgarien bleiben im Vergleich zur Vorwoche unverändert.

Beim Polarimeter sieht es nun für Citi Zēni aus Lettland noch besser aus, da sie sowohl einige ausgesprochene Befürworter wie Ablehner haben. Wir ziehen diese beiden Werte hier zusammen, weil wir unterstellen, dass polarisierende, also besonders auffällige (und ggf. besonders abstoßende) Beiträge überdurchschnittlich beim ESC performen.

Die verschiedenen Auswertungsansätze führen wir nun in unserem ESC-kompakt-Index zusammen. Der EKI (ESC-kompakt-Index) ist die durchschnittliche Platzierung eines Beitrags nach fünf Kriterien, die jeweils für sich gerankt werden: Einzelbetrachtung „ist ganz ausgezeichnet“, Top2-Betrachtung „ist ganz ausgezeichnet“ und „gefällt mir gut“ zusammen, Durchschnittsbewertung, Polarimeter-Index und umgedrehter Couldn’t-Care-Less-Index (Rangreihung von der niedrigsten „so la la“-Wertung (Platz 1) bis zur höchsten (letzter Platz).

Unser EKI unterstreicht noch einmal, wie aussichtsreich Alina Pash in Turin ins Rennen hätte starten können. Aber auch Stefan aus Estland überzeugt hier mit einem starken dritten Platz. Überhaupt konnten sich alle vier neuen Beiträge in der oberen Hälfte platzieren. Es gibt also weiter viel Bewegung und es kommen noch viele Songs.

Die nächste Ausgabe des ESC-kompakt-Barometers kommt nach dem Super Saturday Mitte nächster Woche.

Deckt sich unsere Auswertung mit Deiner Meinung über die Beiträge? Diskutiere gern unter diesem Artikel.

ESC-Barometer 2022 (1): Mahmood und Blanco setzen Maßstäbe
Rückblick: So sah das komplette ESC-Barometer 2021 aus
Rückblick: So sah das komplette ESC-Barometer 2020 aus
Rückblick: So sah das komplette ESC-Barometer 2019 aus


45 Kommentare

  1. Meine aktualisierte Reihenfolge nach dem Rückzug von Alina Pash.

    Italien 11,5/12
    Litauen 10/12
    Estland 8/12
    Tschechien 7,5/12
    Moldau 6,5/12
    Spanien 5/12
    Albanien 4,5/12
    Nordmazedonien 3,5/12
    Lettland 3/12
    Bulgarien 2,5/12
    Israel 2/12
    Irland 1/12

  2. Möchte auch nur nochmal unterstreichen, bevor hier Alina Verteidiger ankommen und sie als Opfer sehen, weil sie das Lied mögen:

    Dass sie raus ist hat sie sich selbst zuzuschreiben. So wie sich die Geschichte aktuell mit Quellen zusammenreimen lässt hat Alina über ihre Einreise zur Krim bewusst gelogen. In einem interview von 2019 wurde sie dazu befragt und da hat es zugegeben (und auch nicht missverständlich).
    Ihr Manager hat die Dokumente gefälscht und sie wusste auch, dass die falsch sind. Sie wusste ja, das sie damals nicht legal die Krim betreten hat, also konnte es keine echten Dokumente geben. Sie hat es gewusst und dann gelogen und alles auf ihren Manager geschoben.
    Die Grenzkontrolle löscht übrigens alle Daten nach 5 Jahren. Ihre Einreise war 2015, also kann man heute auch nichts mehr nachweisen. Die ganze Masche von ihr, dass sie die Dokumente nachträglich beantragt ist also auch sinnlos.

    Wie sinnig das Gesetz um die Einreise in die Krim ist, ist natürlich ansichtssache. Finde es z.B. auch fragwürdig. Aber die Lage ist nunmal EXTREM angespannt und da brauchen wir als Deutsche nicht aus sicherer Entfernung drüber zu urteilen. Da kann man sich einfach gerade nicht reinversetzen.
    Gesetz ist Gesetz und die befolgt auch der Sender logischerweise. Und der wurde hinters Licht geführt und ich halte es für richtig, dass Konsequenzen gezogen werden. Das Fälschen von Dokumenten ist ein Verbrechen und die ganze Lügerei macht Alina hier auch nicht zum Opfer der Umstände.

    Finde es auch falsch das mit Maruv zu vergleichen, da hat der Sender wirklich seinen Hintern raushängen lassen. Aber in dieser Lage sehe ich die Schuld bei Alina.

    • Sehr guter Kommentar, danke ! Ich als Ausländer halte mich wiederum komplett aus dieser Diskussion raus, es steht mir meines Erachtens auch nicht zu. Mir ist ausschließlich wichtig, wer denn nun für die Ukraine nach Turin darf und das werde ich dementsprechend bewerten (Kalesh wären eine sehr gute Option)

      • Das sind zwar nette Gedanken liebes @Brötchen aber trotzdem bleib Alina in meinen Augen das Opfer. Die politischen Spannungen und Eskalationen der Krim Krise kann jeder selber nachlesen.
        Die Zugehörigkeit der Krim (im Altertum wohnten da übrigens die Griechen ) ab 1946 war geprägt durch die unterschiedlichsten Machtverhältnisse. Kurzfassung , mal zu Russland gehörend mal nicht, Eigenständig , Unabhängig, Abspaltung und trotzdem Russlandtreu. Bei dem Referendum 2014 sprachen sich über 80 Prozent der Einwohner für einen Anschluss an Russland aus.
        Toll daran ist, das ja um diese Zeit ca. 60 Prozent der Krim Einwohner Russen waren / sind.
        Putin hat 2014 auch recht schnell noch die russische Verfassung geändert, damit ja alles rechtens ist. So braucht er nur noch die Urteile des Internationalen Menschenrechtsgerichtshofes akzeptieren, die nicht im Widerspruch zur russischen Verfassung stehen….
        Jedenfalls ist es doch echt traurig warum nun Ukrainer seit 2014 keine Touristen Visas für die Krim bekommen und ihren eventuellen Aufenthalt dort protokollarisch anmelden müssen.
        Alina war zu diesem Zeitpunkt 21 Jahre alt, die Annexion der Krim bestand seit 18 Monaten.
        Sie gab jetzt an privat unterwegs gewesen zu sein.
        Wenn ich mir heute überlege was Menschen unter den unterschiedlichsten Bundesländer abhängigen Corona Regelungen alles “ gebrochen” “verbrochen” haben um zum Beispiel kranke Angehörige zu treffen ist die Krim Einreise Reglung eigentlich ein Witz.
        Aber manchmal setzt halt der Verstand aus und die eigene Überzeugung siegt gerade das Richtige zu tun.
        Ich schreibe dir das nur, nicht als Fan der sympathischen Sängerin ,sondern als Mensch der eine “Lüge” sowie du schreibst nicht gleich als das sieht was dieses Wort umschreibt.

      • @Felixx
        Wie gesagt, wie man persönlich zu dem Gesetz/politischen Lage steht ist eben die andere Sache. Ich würde glaub ich dem Großteil deines Kommentars auch gar nicht widersprechen.

        Jetzt ist es aber nunmal ein Gesetz der Ukraine und eine Regel des austragenden Senders und sie hat dagegen verstoßen. Und ja doch sie hat gelogen, da sie behauptet hat mit dem Bus die Krim betreten zu haben von der ukrainischen Seite aus. Hat sie aber nicht. Und sie hat ebenfalls über die Dokumente gelogen. Das bleiben bewusste echte Lügen.

        Die Situation sähe ganz anders aus, wenn Alina von vornerein ganz offen gesagt hätte, wie sie die Krim betreten hat und warum es dazu kam. Dann stünde da eine junge Frau, die ihr Land liebt und Kultur feiert, die diesen einen „Fehler“ gemacht hat, der dann anders hätte diskutiert werden können. Das Kernthema wäre nicht ihre Person gewesen, sondern die Gesamtlage.

        Aktuell hat sie sich aber eben in einem Lügenkonstrukt verheddert und sich daraus den Strick gedreht und sich selbst zur Zielscheibe gemacht und zusätzlich hat sich jetzt ihr (Ex-)Manager zu einer waschechten Straftat bekannt, für die man auch ins Gefängnis gehen kann. (Und sie hat davon gewusst.)
        Egal wie man die politische Lage sieht: Offizielle Dokumente fälschen, die auch noch so glaubwürdig sind, dass die den Sender täuschen konnten, werfen kein gutes Licht auf sie oder ihr Management. Die Bereitschaft dazu ist jetzt auch nicht nobel.
        Zum ESC zu wollen heiligt solche Mittel auch nicht. Da auf der Bühne zu stehen ist ja kein selbstloser Akt der Aufopferung für das eigene Land oder sowas, dabei geht es um das Fördern der eigenen Karriere. Alleine bei Vidbir dabei zu sein ist mehr Promo als alles andere.

        Dass sie überhaupt so weit gehen musste um wegen einem „Fehlbesuch“ zum ESC gehen zu können ist natürlich traurig. Aber dennoch hat Alina hier weder sich, noch ihrem Land einen Gefallen getan und ist für mich in diesen Belangen kein Opfer.

      • Felixx, da sind einige Behauptungen in deiner Geschichte der Kirm, die man so nicht stehenlassen kann. Im Altertum bis zum Ende Byzanz war die Krim griechisch bzw. römisch. Danach mongolisch bzw. osmanisch. 1770 im russisch-türkischen Krieg galang es den Russen die Macht auf der Krim zu übernehmen, die Krim war zwar noch ein souveränder Staat unter dem Schutz RUsslands, aber es folgte eine große Einwanderungswelle, sodass Katharina II die Krim für russisch erklärte. Im Grunde also nichts anderes wie andere auropäische Großmächte, die Teile der Nachbarstaaten besetzt hatten (Schlesien, Böhmen etc), eben normaler Imperialismus des 18. + 19 Jahrhunderts. Nur dass diese Länder zumindest im 20. Jahrhundert weitgehend ihre Selbstständigkeit zurückbekamen,während auf der Krim da schon lange die Russen die Mehrheit bildeten. Nach der Oktoberrevolution war die Krim eine autonome Republik, hatte also einen Sonderstatus, beispielsweise dass sie nach russischem Gesetz selbst über ihre Zugehörigkeit entscheiden durfte. Irgendwann wurde sie als autonome Repubik der Ukraine angegliedert, was aver mehr ein Verwaltungsakt innerhalb der UdSSR war.
        Nach dem Ende der Sowjetunion kam das Sonderrecht der autonomen Republik zum tragen und die Krim entschied sich eine für Unabhänigkeit innerhalb der UdSSR, was aber von Moskau nicht umgsessetzt wurde, sie blieb der Ukraine angegliedert, die sich wiederum im gleichen Jahr als unabhängiger Staat außerhalb der UdSSR erklärte. Dadurch verließ die Krim zusammen mit der Ukraine die UdSSR. Dies wurde dann auch in einem Referendum innerhalb der Krim bestätigt.
        Das war dann die Sitation bis 2014, als russische Truppen (ohne Hoheitsabzeichen) die Krim besetzten und in einem Referendum, welches von kaum einem Land anerkannt wird, Russland zuschlug. Übrigens war an dem Referendum nichts „toll“, sondern alles eher problematisch.

        Die Krim halt also nicht mal RUssland gehört und mal nicht, sondern die Krim war eine imperialistische Eroberung des Zarenreichs, wurde innerhalb der UdSSR der Ukraine (die ja selbst praktisch bis ins letzte Jahrhundert kaum existiert hat, weil sie immer im Brennpunkt zwischen Russland und Habsburg war) angegliedert, was auch nach dem Ende der UdSSR so blieb, bis Putin die Halbinsel annektierte.
        Und natürlich ist das mit einer Änderung der russischen Verfassung nicht plötzlich rechtlich alles in Ordnung, teilweise sind deine Äußerungen pures Putinsprech.
        Übrigens hat die Krim nun den Autonomiestatus verloren, nicht dass sie auf die Idee kommt, nochmal selbst über ihre Zugehörigkeit abstimmen zu wollen.

      • @ESC1975 – lies bitte meine Antwort nicht mit “Putinaugen” da ich alles andere als Putinfreundlich bin. Das “Toll” stand für alles andere als pro – was der Satz normaler Weise über die “faire” Abstimmung bei dem Verhältnis aussagt . Bei allen meinen Russlandreisen war für mich die Ukraine nach St. Petersburg der wichtigste Anlauf Punkt – da dort Freunde von mir wohnen. Diese sind Krimtataren und haben nach der Annexion ein weiteres Mal ihr Zuhause verlassen , wohin Sie erst in der dritten Generation 1991 zurückgekehrt waren.
        Zwei aus dieser Familie mittlerweile sogar IHR Land .
        Schön, dass das du anscheinend auch die Geschichte des Landes kennst oder gegoogelt hast. Mir sind aber schon sehr lange die Menschen die zwangsläufig rund um und mit diesen Konflikt leben müssen sehr wichtig, da ihnen Eigenständigkeit und Freiheit auf lange Sicht verwehrt bleiben.
        Der kulturell musikalische Faktor ist da noch das kleinste Übel , wobei laut einer Aussage eines Freundes von dort in der letzten Woche die Vorausscheidung die Kriegsgefahr kurzzeitig verdrängte .
        Vielleicht schaffe ich es mal , das er hier seine Ansichten postet – nur zum Verständnis . Seine ESC “Liebe” ist geblieben.

      • Wenn ich die unrecht getan habe, dann bitte ich um Entschuldigung, Ich bin seit 2014 recht dicht an dem Konflikt und habe dabei eben immer wieder diese verharmlosenden Beschreibungen gehört, von wegen „die Krim gehörte schon immer zu Russland“ oder dass Chruschtschow die russische Krim der Ukraine geschenkt habe etc, Daher versuche ich dann etwas mit Fakten zurückzuschlagen.
        Übrigens gibt es ganz neue Umfragen aus der Ukraine, aus denen hervorgeht, dass der überwältigende Teil der Ukrainer also auch die etwa 50% die sich eher als Russen sehen, die Annexion immer noch verurteilen, aber schon über 30% wollen gute Verhältnis mit den dort Wohnenden, also beispielsweise auch eine Lösung im Wasserstreit. Würde Putin nicht immer weiter zündeln, dann wäre irgendwann vielleicht auch wieder eine wirkliche Annäherung möglich, wenngleich Putin es durch die Verwehrung der alten Autonomie es da wirklich schwer gemacht hat.

    • Alles gut @ESC1975 , politisch vermute ich nun das wir die gleichen Ansätze und Ansichten dort haben.
      Es ist wirklich schade das die Politik auch in der kulturellen Branche so vieles kaputt gemacht hat .
      Kommen wir nun aber auf ESC Kompakt und den ESC zurück – nicht das Benjamin noch denkt er ist bei Anne Will oder so …. 😉

      • Sie ist nicht das Opfer sie ist eine Täterin. Sie hat Dokumente gefälscht bzw fälschen lassen und sie ist über Russland zur Krim gereist, obwohl sie wusste, das das verboten ist. sie hat den Sender angelogen. Also ist sie kein Opfer sondern eine Täterin, also hat sie sich das alles selbst zuzuschreiben.

    • @escfan05 endlich mal Einer hier der alle Fakten kennt und dabei gewesen ist.

      Ich kann über deinen Kommentar nur den Kopf schütteln.

      Ich maße mir generell keine Vorverurteilungen an,wenn ich den Menschen nicht kenne und seine Gründe für sein handeln. Da bin ich doch eher bei @Felixx & @ ESC1975 die wenigsten sachlich diskutieren.

  3. Mein aktuelles Ranking:
    1. Nordmazedonien 9 P
    2. Spanien 8.5 P
    3. Tschechien 8 P
    4. Irland 7.5 P
    5. Albanien 7 P
    6. Litauen 7 P
    7. Italien 6.5 P
    8. Lettland 6.5 P
    9. Estland 6 P
    10. Israel 6 P
    11. Bulgarien 5 P
    12. Moldau 1 P

  4. Hier meine Wunschliste für die nächsten Entscheidungen:

    Kroatien: Marko, sonst nix.

    Malta: Aidan oder Richard.

    Norwegen: Maria Mohn oder Subwoolfer, zur Not noch NorthKid. Fast alle Frauenstimmen im Finale finde ich schrecklich.

    Polen: Karolina Lizer, ist aber wohl chancenlos. Dann von mir aus „River“, aber bitte weder „Lovesick“ noch „Paranoia“.

    In San Marino habe ich mir die Songs erspart.

    Slowenien: LUMA wäre genial, könnte aber auch mit Batista Cadillac oder Disko leben. July ist nicht mein Ding

    • Dein Statement für Serbien? Da gab es bei den Teilnehmern einen Wechsel. Eine Teilnehmerin zog sich nämlich aus gesundheitlichen Gründen zurück und dafür wurde ein Nachrücker aufgenommen.

      • Da steht die Entscheidung erst in zwei Wochen an. Insgesamt gefällt mir das Angebot in Serbien ziemlich gut (neben Frankreich und Italien gibt es keine einzige Silbe Englisch zu hören, das gefällt mir auch)

  5. Das hat ukrainische Fernsehen hat gerade getwittert, dass sie Kalush Orchestra vorschlagen wollen, anstelle von Alina Pash in Turin anzutreten.

  6. Ich mache mal schnell Off-Topic zum „American Song Contest“, denn jetzt steht auch fest, wo dieser stattfinden wird. Er findet nicht in einer Arena statt, sondern kommt ganz klassisch aus den „Universal Studios“ in Universal City, Los Angeles. Dies sind die hauseigenen Studios von NBC (gehört zu NBCUniversal). Dort wird z.B. auch die amerikanische Version von „The Voice“, welche ebenfalls auf NBC läuft, aufgezeichnet.

    Die „Universal Studios“ sind ein besonderer Studiocomplex, da zu diesem Komplex auch noch der gleichnamige Freizeitpark (Universal Studios Hollywood) gehört.

    Diese Infos habe ich von der offiziellen Ticketseite vom „American Song Contest“. Wenn man dort ganz runter scrollt gibt es die „FAQ“ u. a. mit der Frage „Where does the Show tape?“ und dort findet sich dann die Info zu den „Universal Studios“.

    https://1iota.com/show/1296/american-song-contest

    „1iota“ ist neben „On Camera Audiences“ das größte Ticketportal für den us-amerikanischen Fernsehmarkt!

      • Genau so sieht es aktuell aus! Aufzeichnungsbeginn ist am Tag der Ausstrahlung jeweils 14:00 Uhr nachmittags nach Pacific Time (Los Angeles). In Eastern Time (New York) ist dies 17:00 Uhr und deutscher Zeit 23:00 Uhr. Die Erstausstrahlung soll dann um 20:00 Uhr Eastern Time erfolgen, also 3 Stunden später. Auch zur Pacific Time wird er um 20:00 Uhr ausgestrahlt und damit 6 Stunden später.

        In den USA ist dies bei Fernsehaufzeichnungen gang und gäbe, dass man meistens auf Aufzeichnungen setzt. So z.B. auch bei „The Masked Singer“, was ja in Deutschland Live ausgestrahlt wird.

      • Noch als Nachtrag zu den Ausführungen von AlexESC:

        Die Amis haben halt das Problem, dass die Zuschauer sich auf 4 verschiedene Zeitzonen verteilen und von Ost nach West 3 Stunden Unterschied sind. Eine Liveshow an der Ostküste um 20 Uhr würde im Westen schon um 17 Uhr starten und das schaffen in der Woche die Zuschauer halt nicht.

        Und davon mal abgesehen sind die Amis glaube ich auch einfach sehr vom „Live-„Fernsehen entwöhnt. Die wollen glattgeschliffene Shows ohne Fehler oder Ausfallzeiten. Deshalb ist denen eine Aufzeichnung, die anschließend aufwendig beschnitten wird lieber als eine Live-Übertragung, wo ein Bühnenaufbau schonmal 1-2 Minuten „Loch im Programm“ bedeuten kann. Und da die Amis trainiert sind schnell auf einen anderen Sender zu zappen, geht das „Live-Risiko“ außerhalb von Sportübertragungen eher selten jemand ein.

        Ganz hin und wieder gibt es meine ich auch Shows, die konsequenterweise dann komplett 2x live stattfinden (einmal für die Ost-, einmal für die Westküste). Aber es hätte mich schon gewundert, wenn NBC sich den Aufwand hätte geben wollen.

        Ich glaube die Amis sind es deshalb auch gewöhnt, dass viele TV-Competitions von Juroren entschieden werden und nicht von einem Televoting. Alternativ kann man die Zuschauer eine Woche lang abstimmen lassen und das Ergebnis zu Beginn der nächsten Sendung verkünden – aber wer will heute schon noch eine Woche auf solch ein Ergebnis warten?
        Ich tippe deshalb auch beim ASC auf Jury-Entscheidungen (war das schon bekannt gegeben worden?), aber lasse mich gerne eines besseren belehren.

      • Ja genau Frank, da hast du Recht!
        Oftmals, z.B. bei „America’s Got Talent“ ist es auch so, dass an einem Tag (z.B. Dienstag) die aufgezeichnete zweistündige Show läuft. Dann haben die Zuschauer fast einen Tag lang Zeit zum voten und am nächsten Tag (Mittwoch) werden dann die Ergebnisse im Rahmen einer einstündigen Ausgabe von „America’s Got Talent“ bekannt gegeben.

      • soweit ich weiss sind Unterhaltungssendungen in den USA bis auf ganz, ganz wenige Ausnahmen nicht ‚almost live‘. Hat wie hier erwähnt u.a. die Ursache der Zeitverschiebung. Wirklich ‚echte‘ Live-Sendungen gibt es sowieso nirgends. Aus Sicherheitsgründen gibt es immer einen mitunter in die Minuten gehenden Verzug, um bei unerwünschten Aktionen noch reagieren zu können.

  7. Kalush haben meiner Meinung nach auch noch die Chance, sehr gut abzuschneiden (wenn sie das Ticket annehmen, wovon ich mal ausgehe).
    Mein Favorit ist Sekret, ich finde es sehr schade, dass Albanien so gut wie immer unterschätzt wird, die albanischen Beiträge gehören immer zu meinen Favoriten.
    Ich denke auch, dass Lettland viel besser abschneiden wird, als viele denken, letzter werden die im Leben nicht.
    Das ist genau die Art von Beitrag, den sehr viele Zuschauer mögen – witzig, aber dennoch sind sie keine schlechten Sänger und wissen zu unterhalten.
    Tschechien wird meiner Meinung nach überbewertet, was wirklich besonderes ist Lights Off jetzt auch nicht.
    Und Bulgarien…naja, da stimme ich der Mehrheit wohl mal zu.

    • Ja, das stimmt. Die Balkanstaaten werden jedes Jahr unter Wert verkauft, generell alle kleinen Staaten beim ESC. Liegt vor allem an der relativ geringen Popularität der Länder. Leute, die nur das ESC-Finale verfolgen, gucken halt eher auf die „großen“ Länder (Italien, Frankreich, Russland etc.), weshalb die übrigen keine Aufmerksamkeit bekommen. Außerdem sind die Balkanstaaten sowieso in den internationalen Medien sehr selten präsent, was wohl auch an der vergleichsweise kurzen Unabhängigkeit der Länder liegt.

  8. „Sie hätte mit ihrem Titel „Tini zabutykh predkiv“ vielleicht nicht Mahmood und Blanco gefährlich werden, ihnen aber sicher recht nah kommen können“
    Verstehe ich nicht, was soll da der Konjunktiv. Entweder sie ist ihnen nahe gekommen oder nicht, es geht ja um die Meinung der versammelten Blase und nicht um den ESC (wo sie klar besser abgeschnitten hätte., meine Meinung nach).

  9. Ich bin ja dafür, dass Alina Pashs Song beim ESC performt wird, aber nicht von ihr, sondern vom letztjährigen Backup von der Frontsängerin von Go_A 🙂

  10. Bedauerlich aber Alina hat selber Schuld. Die Regel, egal wie man sie findet, waren ihr und ihrem Management vorher bakannt

  11. Zurück zum Ukraine-Drama: Es sieht wohl so aus, daß Kalush Orchestra das Angebot angenommen hätten….

    So war gerade eben in einem Kommentar zu lesen.

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