ESC 2026 Wettquoten-Update: Frankreich und Tschechien feiern Aufstieg, Bulgarien bricht Rekorde

Monroe & Daniel Zizka – Bilder: Instagram @monroe.musique / @daniel_zizka

Seit dieser Woche stehen sie fest: Die 35 Beiträge für den Eurovision Song Contest 2026 sind inzwischen alle veröffentlicht. Der Blick auf die Wettquoten hat nun also zumindest etwas mehr Substanz, denn die Buchmacher wissen nun wirklich, welche Songs sie da bewerten. In den letzten Tagen wurde hier nochmal einiges durchgemischt, was vor allem an den Beiträgen liegt, die aus internen Auswahlen hervorgingen.

Es kann nicht häufig genug gesagt werden: Die ESC-Wettquoten zeigen immer nur eine grobe Tendenz an. Schon oft konnten die Buchmacher den tatsächlichen Siegersong nicht korrekt vorhersagen. Es handelt sich außerdem bei den „Haupt-Quoten“ nur um die Wahrscheinlichkeit eines Songs, am Ende tatsächlich den gesamten Contest zu gewinnen. Ein Platz 20 sagt also beispielsweise nicht aus, dass die Buchmacher diesen Beitrag insgesamt auf Platz 20 tippen, sondern dass sie sich den Gewinn von den darüber liegenden 19 Songs eher vorstellen können.

Beim aktuellen Blick auf die Quoten fällt eines direkt auf: Ganz oben tut sich was! Der finnische Sieg, von dem einige ja bereits jetzt ausgehen, könnte vor allen durch die Französin Monroe gefährdet sein. Das ist zumindest das, was die Buchmacher aktuell vermuten, denn „Regarde!“ hat sich seit der Veröffentlichung bis aufs Treppchen hochgearbeitet. Frankreich rangiert aktuell auf dem zweiten Platz.

Neben Frankreich gehört aber auch Tschechien zu den Aufsteigern der letzten Tage. Seit der Ankündigung der Interpreten-Bekanntgabe und den aufgekommenden Gerüchten ist Tschechien auf der Überholspur. So kommt es, dass die Wettquoten-Platzierung seit dem 3. März durchgängig gestiegen ist und Tschechiens Siegchancen erst seit wenigen Tagen wieder leicht abflachen. Innerhalb einer Woche konnte sich das Land um 17 Plätze (!) verbessern (siehe unten). Aktuell steht Daniel Zizka mit seiner Nummer „CROSSROADS“ auf Platz acht.

ESC Wettquoten Tschechien, 13.03.2026 – Screenshot eurovisionworld.com

Die Top Ten werden vor allem von den skandinavischen Nationen dominiert. Neben der Nummer „Liekinheitin“ aus Finnland, der weiterhin die größten Siegchancen (29%) ausgerechnet werden, rangiert Dänemark weiter in den Top 3 und auch die Schwedin Felicia, aktuell auf Platz 6, ist nicht mehr aus den Top Ten wegzudenken. Ihr werden aktuell ungefähr genau so viele Chancen auf den ESC-Sieg ausgerechnet, wie Delta aus Australien und Noam aus Israel.

Wenn wir schon über erfolgreiche ESC-Länder sprechen: Natürlich werden auch Italien und der Ukraine gute Chancen zugesprochen, die sich momentan knapp in den Top Ten halten können – allerdings nur mit einer Siegeswahrscheinlichkeit von 2%. Ihnen sind mit ähnlich großen Chancen Antigoni aus Zypern, Aidan aus Malta, aber auch Bulgariens DARA auf den Fersen (siehe unten).

ESC Wettquoten (1), 13.03.2026 – Screenshot eurovisionworld.com

Dass DARA in der Gunst der Wettenden noch nicht weiter gestiegen ist, überrascht ein wenig. Die Bulgarin sorgte nämlich bereits kurz nach der Veröffentlichung von „Bangaranga“ für beeindruckende Rekorde. Wird ein hohes Aufkommen von Views bzw. Klicks meist nur auf YouTube hervorgehoben, zeichnete sich für den bulgarischen Beitrag ein anderer Klick-Rekord ab. Stichwort: Social Media!

„Bangaranga“ hat sich innerhalb von 48 Stunden zum meistgesehenen Video der diesjährigen Beiträgen entwickelt – auf den offiziellen Instagram- und TikTok-Accounts von Eurovision! Vor allem der Erfolg auf TikTok ist beeindruckend: Über 8 Millionen Views konnte das Video dort innerhalb von 8 Tagen sammeln. Kein anderes ESC-bezogenes TikTok konnte jemals zuvor in so kurzer Zeit so viele Aufrufe verbuchen. Zum Vergleich: Der TikTok-Clip von JJs „Wasted Love“-Performance beim ESC hat innerhalb von zehn Monaten (!) 6,9 Millionen Views erhalten.

ESC Wettquoten (2), 13.03.2026 – Screenshot eurovisionworld.com

Während ein ESC-Erfolg Bulgariens – durch die hohe Beliebtheit in der Generation TikTok – möglich erscheint, sieht es laut den Buchmachern für die unteren Wettquoten-Ränge kritischer aus. Unter anderem Österreich wird lediglich eine Siegwahrscheinlichkeit von unter 1% zugetraut. Ganz hinten befindet sich aktuell Montenegro (siehe oben), obwohl sich „Nova Zora“ großer Beliebtheit unter Fans erfreut.

Für Deutschland und Sarah Engels ging es diese Woche wenigstens ein klein wenig bergauf. „Fire“ steht nun auf Platz 21 der ESC-Siegeswahrscheinlichkeit in Wien. Seit der Veröffentlichung des schweizer ESC-Songs „Alice“ geht es leider etwas bergab für die Schweiz. Veronica Fusaro büßte drei Plätze ein und befindet sich bei den Buchmachern nun auf Platz 20.

Stimmst du den Buchmachern zu? Wer hat deiner Meinung nach aktuell die besten Möglichkeiten, den ESC 2026 zu gewinnen? Lass und deinen Favorit gerne in den Kommentaren wissen.



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