
Schlechte Nachrichten für alle deutschen ESC-Fans: Rund um den Eurovision Song Contest 2024 in Malmö wird es deutlich weniger ESC-bezogene Inhalte vom NDR geben als aus den letzten Jahren gewohnt. Das hat das Team von eurovision.de heute über seine Social-Media-Kanäle bekanntgegeben. Betroffen sind demnach sowohl die beliebten ESC-Songchecks samt Reaction-Videos als auch das im vergangenen Jahr neu etablierte Format „Alles Eurovision“.
Damit streicht der NDR im Prinzip jegliche Berichterstattung zum Eurovision Song Contest 2024 zwischen der bereits hinter uns liegenden Vorentscheidung „Das deutsche Finale 2024“ und der ESC-Woche ab dem 6. Mai zusammen. Ob wenigstens das Format „ESC vor acht“ wieder in der ARD gesendet wird, das schon vor dem ESC-Finale ein breiteres Publikum kurz vor der Tagesschau auf den anstehenden bzw. laufenden Wettbewerb hinweisen soll, ist bislang nicht kommuniziert.
Offen bleibt an dieser Stelle erstmal, warum der NDR seine Aktivitäten rund um den Eurovision Song Contest so drastisch zurückfährt. Eine mögliche Erklärung ist, dass tatsächlich etwas an den Gerüchten dran ist und die Verantwortung für den ESC mit dem Finale 2024 innerhalb der ARD zu einer anderen Sendeanstalt (MDR?) wechselt – ein Abschied auf Raten sozusagen, der jetzt langsam eingeläutet wird.
Denkbar ist aber auch, dass es finanzielle Gründe gibt. Vor allem das Wildcard-Format „Ich will zum ESC!“ vor der Vorentscheidung „Das deutsche Finale 2024“ dürfte einen hohen Anteil des für ESC-Content verfügbaren Online-Budgets verschlungen haben. Und Finanzfragen sind am Ende eben immer auch Priorisierungsfragen.
Vielleicht war der NDR aber auch nicht zufrieden mit dem Ergebnis von „Ich will zum ESC!“ (370.000 Zuschauer*innen für das Live-Finale und Platz 8 von 9 für Wildcard-Sieger Floryan im deutschen Finale), so dass die Online-Aktivitäten zum ESC nun generell zurückgefahren werden. Vielleicht bringen die nächsten Tage und Wochen Licht in die Sache.
Die ESC-Songchecks von eurovision.de gibt es in unterschiedlichen Formen seit 2011. Gemeinsam mit den zugehörigen Reaction-Videos haben sie alte und neue Fans auf YouTube, eurovision.de und in der ARD-Mediathek auf den anstehenden Eurovision Song Contest eingestimmt. Zuletzt haben Alina Stiegler und Stefan Spiegel (Aufmacherfoto) durch die Sendung geführt.
Im vergangenen Jahr waren die beiden dann auch die Gesichter des neuen Formats „Alles Eurovision“. Die Show wurde bereits vor „Unser Lied für Liverpool“ etabliert, um den Gewinner der TikTok-Wildcard zu verkünden und begleitete ESC-Fans und neue Interessierte durch die gesamte Saison 2023. Auch hier waren Alina und Stefan die Gesichter der Sendung; in Liverpool war dann auch Constantin „Consi“ Zöller Teil des Teams. Diese drei stehen als Gesichter aber nur stellvertretend für das gesamte eurovision.de-Team, das den ESC mit viel Liebe und Leidenschaft begleitet. Eine Lobeshymne hat Co-Blogger Peter im vergangenen Jahr unter anderem am Ende dieses Artikels zum Start der Reaction-Videos verfasst.
Ein Grund, an dieser Stelle Abschied zu nehmen, ist die heutige Nachricht aber nicht. Das eurovision.de-Team verspricht in seinem Instagram-Post nämlich auch, ausführlich aus Malmö zu berichten. Spätestens im Mai wird es dann also auch wieder neuen Bewegtbild-Content der Kolleg*innen geben. Und wer weiß, vielleicht gibt es ja auch ein Wiedersehen an anderer Stelle: Alina Stiegler wird regelmäßig als Nachfolgerin von Barbara Schöneberger und damit Moderatorin der deutschen ESC-Vorentscheidung gehandelt; Consi hat bereits den Junior Eurovision Song Contest im KiKA kommentiert und ist ein möglicher Nachfolger für ESC-Kommentator Peter Urban.
Werdet Ihr die gestrichenen Formate von eurovision.de vermissen? Und was glaubt Ihr, sind die Gründe für die Einstellung? Schreibt uns Eure Meinung gerne in die Kommentare.
Disclaimer: In den Jahren 2018, 2022 und 2023 war ich als Songchecker teil der ESC-Songchecks von eurovision.de.
Nachtrag, 10 Uhr: Eine knappe Stunde nach dem ursprünglichen Post wurde in den Kommentaren auf Instagram eine Begründung nachgeliefert, die aber trotzdem eher verklausuliert daher kommt:
„Zu den Gründen heißt es (sic!): ‚Öfter mal was Neues! Wir gehen in diesem Jahr rund um den ESC neue Wege, auch in der Begleitung dieses großen Events. Neu war ja in diesem Jahr zum Beispiel die Dokutainment-Serie ‚Ich will zum ESC!‘, weitere Überraschungen wird es dann rund um das große Finale im Mai geben. Die ‚Songchecks‘ und ‚Alles Eurovision‘ sind dagegen nicht geplant. Gleichwohl wird es bis zum ESC-Finale im Mai umfassende und spannende Informationen in gewohnter Qualität auf unseren unterschiedlichen Plattformen geben, Marcel, Alina und Consi sind selbstverständlich mit dabei.'“
Neben diesem Kommentar von eurovision.de gibt es – wie auch hier auf ESC kompakt – viele traurige und enttäuschte Reaktionen aus der Bubble, unter anderem hat auch Vorentscheidungs-Teilnehmer Ryk mit einem weinenden Smiley und einem gebrochenen Herzen kommentiert.
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Wenn es dieses Jahr wirklich wieder der letzte Platz wird, müssen die Verantwortlichen ausgetauscht werden. So geht es einfach nicht mehr weiter. Unser VE wirkt wie in den 2000ern stehen geblieben. Auch Ryk hätte es sicher schwer gegen den ganzen Zirkus gehabt, obwohl er mit einer Ballade sehr herausgestochen wäre.
Es deutet sich im Hintergrund doch ein gewisser Änderungsprozess an: Es gab absolut keine Änderungen am Auswahlprozess, an der Show und den Gästen. Alles so wie immer. Die Gerüchteküche im Hintergrund (obwohl alle es bestreiten, hat das Thema sicherlich auch angetrieben. Dazu die teils sehr negative Presse über Beiträge und Show. Auf Kritik wird gar nicht mehr eingegangen.
Darüber hinaus wird immer weniger in die sozialen Kanäle investiert, Hauptsache die Mediathek wird unsinnig gefüttert. Könnte man einmal anfragen, wie teuer das Format „Ich will zum ESC!“ gewesen ist? Gibt es da nicht eine Auskunftspflicht seitens der ÖRR?
Alina und Stefan gehörten zur jahreslangen Tradition dazu. Obwohl ich in den letzten zwei Jahren schon ein bisschen den Eindruck hatte, dass der Funke nicht mehr so richtig herüberspringt (bei den Songchecks, nicht vor Ort). Aber wenn ich als Land immer nur Letzter oder Vorletzter werde, weil die Vorgesetzen so einen Stuss verzapfen, dann kann ich auch nicht mehr. Gehrling und Wolfslast sollten die Plätze freimachen beim ESC. Aber wenn selbst eine Petition über 100.000 Unterzeichnungen aus dem Jahr 2022 (fast die Anzahl an Votes für Platz 1) keinen zum Umdenken bewegt, bleibt alles beim Alten. Vielleicht sollten sie auch eine erfolgsabhängige Vergütung für die Verantwortlichen einführen. Ich hoffe inständig, dass schnell nach dem Mai das Ende verkündet wird. Vielleicht wird auch schon ein externer Moderator engagiert, um den Übergang zu ebnen?
Letzter Satz zu den Songchecks: Für Stefan hätte es sicher auch gerne Marcel gemacht, könnte ich mir vorstellen. Aber sei‘s drum. Wenn schon ein Schlussstrich, dann auch ein richtiger.
Sorry für den Rant, aber das musste einmal von der Seele. 😉
Den Verantwortlichen scheint es relativ egal zu sein, wie Deutschland beim ESC abschneidet. Sonst hätten sie ja spätestens 2022 die Verantwortung abgegeben.
Auf die Einschaltquoten beim ESC-Finale möchte man natürlich nicht verzichten, und so lange die stimmen, hält der NDR bzw. die ARD an der „Organisation“ fest.
Und es stimmt ja auch irgendwie: Im Vergleich zum Fußball sind wir Fans absolut in der Minderheit. Muss aber leider sagen, dass es dem NDR „gelungen“ ist, das Interesse am ESC auf ein Minimum herunterzufahren. Denn eins ist auch klar: Vielen Leuten in Deutschland interessiert (wenn überhaupt) nur die deutsche Platzierung. Die ist ja seit Jahren bekanntlich schlecht, viele Acts sind auch nicht in der Lage, einen wirklichen Hype zu erzeugen. Dann kommen halt so Jammerparolen wie „Na ja, ist halt Deutschland. Uns mag ja keiner“. Was selbstverständlich totaler Quatsch ist.
Mir war Stefan Raab persönlich nicht sympathisch, aber er konnte einen Hype erzeugen, und hat seine Schützlinge ordentlich betreut, von Anfang an. Muss man ihm lassen. Als er nicht mehr zur Verfügung stand, ging es nach und nach bergab, mit einem kleinen „Glücksgriff“ in Gestalt von Michael Schulte.
Sorry, habe dem NDR früher oft verteidigt, aber mitleiweile bin ich stocksauer, und traurig, und enttäuscht….🙁
Exakt. Die ARD hält an den grossartigen Quoten fest, die sind nämlich willkommene Begründungsgrundlage für alle möglichen Relevanzdiskussionen. Gleichzeitig möchte man in Zeiten sinkender Relevanz, großflächiger Umbauten & Umbrüche und heiss umkämpfter Budgetmittel bitte KEINE Anstrengungen oder gar Ausgaben mit einem Format haben, dass zwar am Ende (zum Finale) immer ausreichend Quotenregen bringt (und zwar völlig unabhängig vom deutschen Beitrag), das aber im Vorlauf (Vorentscheid, nationale und dann internationale Diskussionen der Vorentscheidssaison) soviel Unwägbarkeiten und Unberechenbarkeit mit sich bringt, dass jeder ARD Funktionär die bürokratischen Knie zittern.
Da reitet man lieber den deutschen ESC in die Bedeutungslosigkeit einer Nebensache, lacht stoisch die jährlichen Klagen der noch existierenden kleinen deutschen ESC-Fangruppe weg und streicht im Mai einfach die Final-Quoten ein, ohne einen Finger zuviel zu rühren.
Schulte hat viel Mitleid erzeugt, das Staging hat Platz 4 erreicht, nicht das Lied, das war maximal Mittelfeld.
Musst dich nicht entschuldigen, hast völlig Recht mit allem. Irgendwann muss es doch mal Konsequenzen geben und die Verantwortung übertragen werden, kann auch ehrlich gesagt nicht verstehen, warum das nicht schon längst passiert ist.
Ich glaube, der Grund dafür ist weitaus lapidarer als sich hier ausgemalt wird: In einem EM-in-Deutschland und Olympia-Jahr geht die Kohle halt woanders hin. Und zwar dahin, wo es mehr Leute interessiert… Auch das wird ja hier oftmals aus dem Blick verloren: Die ESC-Bubble ist eine extrem kleine Nische und mit Fußball und anderem Sport kann der ESC interessemäßig nie und nimmer mithalten. Dass man sich die Totgeburt „Ich will zum ESC“ natürlich hätte schenken können, steht dabei auf einem ganz anderen Blatt.
Das ist ja Teil des Problems. Der ESC spricht nicht genug Leute in Deutschland an. Das hat man auch an den Zahlen zur Abstimmung für den deutschen Beitrag gesehen.
Das erste Ziel für den Veranstalter muß sein die Reichweite zu steigern. Somit kann dann beim Arbeitgeber ( NDR ) ein größeres butget für den ESC eingefordert werden.
In anderen Kommentaren steht schon warum sich so wenig Leute wahrscheinlich für den ESC interessieren.
Der ESC spricht viele Leute in Deutschland an, die Barbara-Talkshow aber nicht.
Sagen wir es mal so: Wenn tatsächlich genügend attraktive Acts angeboten werden würden, dann gäbe es Interesse am ESC hierzulande.
Ist nunmal leider nicht so und dazu kommt noch diese als schlechte Comedyshow getarnte VE als Quotenkiller. Das ABBA-Medley war zum Fremdschämen.
Solange die ARD den Finger drauf hat, wird die ARD sich niemals irgendeiner Landesanstalt die den deutschen ESC ausrichtet, auch bei Erfolg, zu irgendwelchen Zugeständnissen einlassen. Ich unterstelle der ARD, dass sie auch überhaupt kein Interesse an Erfolg oder grösserem Interesse des deutschen Publikums am ESC hat:
die leckere Quote fürs Finale kommt rein, so oder so, die Leute haben mittlerweile fast resigniert akzeptiert, dass man den deutschen Beitrag bestenfalls wohlwollend ignorieren kann/sollte und im Vorfeld (zur Vorentscheidssaison) muss man nicht wirklich viel an Zeit, Geld, Liebe oder Hirnschmalz investieren, um quasi mit minimalstem Einsatz, das abzusahnen, was die ARD einzig am ESC interessiert: ein vergleichsweise günstiges Format für maximale Quotenausbeute.
Ich hab da wenig Hoffnung, dass sich die ESC Kultur hierzulande mal zum positiven ändert. Den ESC gibt es schon so lange und DE von Anfang an dabei aber anscheinend hat sich bis heute keine nachhaltige Begeisterung der Masse etabliert. Oder war das irgendwann mal so? Bin erst seit ’98 dabei.
Also 98 war ein gutes Jahr. Die Bild-Zeitung titelte damals „darf dieser Mann für Deutschland singen?“
Auch war danach nicht so schlecht und ab 10er Jahre mit dem Erfolg von Lena ja sowieso.
Als Leid geplagter Nischen-Sport Fan kann ich aber auch sagen der ESC ist noch gut bedient. Da kommt mehr bei rum als bei allem was nicht Fußball-Basketball-Handball-Fahrrad-Biathlon ist. Beim Eiskunstlauf zB kommen minimale Ausschnitte, wenn es mal läuft, mit Kommentatoren die streckenweise gefühlt noch weniger Ahnung vom Regelwerk als mancher Laien-Zuschauer haben, und da wird auch immer feste draufgehauen auf die Sportler – obwohl unsere Sportler mit unseren schlechten Verband und wenig Geld das Beste aus der Situation machen. Und ich sage, so geht es vielen Sportarten hierzulande. Leider. Das schlechte Online Content, Mediatheken Stream oder Live im TV Angebot mit kaum vorhandenen, engagierten Teams trifft nicht nur den ESC :((
Eiskunstlauf läuft teilsweise in langer Strecke auf One.
Das ESC-Finale ist keine Nische, sondern ziemlich erfolgreich.
Die haben nicht ernsthaft dieses Jahr das Budget, was sonst für das so ziemlich einzig gute Format im deutschen Eurovision-Rahmen genutzt wurde, für diesen „Ich will zum ESC“-Mist verschwendet?! Wie kann man diesen Sender nicht verachten, um Himmels Willen. 💀💀
Ich weiß es nicht aber glaube die Würfel sind schon lange gefallen. Im letzten Herbst kamen erste Gerüchte über einen Senderwechsel auf. Im Januar wurde dies noch einmal von der BILD befeuert. Zwar wurde das dann von Verantwortlichen eher halbherzig dementiert. Meine Vermutung, man will das Gesicht des NDR wahren und gibt den Senderwechsel erst zeitnah zur ESC- Woche bekannt.
Weitere Indizien sind die inzwischen sehr belanglose Eurovision- Homepage des NDR. Man spürt wie dort nur noch das Notwendigste abgehandelt wird. Und der immer noch nicht veröffentlichte Urban- Nachfolger. Weil wahrscheinlich der NDR da nix mehr zu melden hat?
Wichtigstes Indiz für mich ist die letzte VE bzw das musikalische Angebot darin. Unsere VE- Beiträge waren insgesamt belanglos und wären chancenlos in Malmö. Für mich hatte die VE schon ein ungutes Gefühl hinterlassen „der NDR will die VE irgendwie hinter sich bringen und hat es dann bald geschafft mit seiner ESC- Verantwortung“.
Ich denke mir bringen wir diese Saison anständig hinter uns. Es waren 28 aufregende Jahre mit dem NDR und nicht alles war schlecht was die Hamburger gemacht haben. Und nach Malmö blicken wir zuversichtlich auf hoffentlich wieder bessere deutsche ESC- Jahre.
Der Vorentscheid war definitiv der schlimmste bisher, daran sind nicht die Acts oder Songs Schuld, sondern die ganze Struktur und Aufmachung. Diese peinliche Talkshow war an Fremdscham kaum zu überbieten, dann der Hauptfokus auf diese Couch, wo die Acts, um die es eigentlich ging, nur nettes Beiwerk waren. So lieblos war ein Vorentscheid noch nie. Das erweckte wirklich den Eindruck, dass im Hintergrund schon die Büros abgeschlossen wurden.
Gehe ich recht in der Annahme, dass du 2017 noch nicht mit dabei warst?
Ich habe es versucht erfolgreich zu verdrängen. 😂 Im Ernst, erst im diesjährigen VE habe ich die Stumm-Taste auf der Fernbedienung lieben und schätzen gelernt.
Damit hattest Du vollkommen Recht !
So wie ich die inneren Prozesse der ARD kenne, sind die Büros auch schon tatsächlich geschlossen. Momentan finden da eh intern irrwitzige Umbauten, Kompetenzverschiebung und Gerangel statt. Und auch unter diesen erschwerten Rahmenbedingungen sind die Würfel tatsächlich schon längst gefallen.
Ich befürchte immer noch den Wechsel zum MDR. Würde aus meiner ARD-Innensicht komplett Sinn ergeben. Und wird (!) mE leider keine signifikante Besserung mit sich bringen, sehr im Gegenteil, zumindest aus meiner Sicht wie sich der ESC entwickelt und was der MDR kann und auf welche Infrastruktur dort dann aufgebaut wird.
Es wird jedes Jahr schlimmer – ich dachte schon, 2017 und 2022 kann man nicht unterbieten und dann das…..
„Es waren 28 aufregende Jahre mit dem NDR und nicht alles war schlecht was die Hamburger gemacht haben.“ Da gebe ich Dir recht. Der NDR hat motiviert und (wie ich finde) voller Elan begonnen. Waren auch noch andere Leute in der Verantwortung. Als Gracia 2005 auf dem letzten Platz gelandet ist, hat Herr Meyer-Behr die Konsequenzen gezogen und ist zurückgetreten. Fand ich anständig. Auch 2006 und 2007 hatten wir (mMn) gute Acts am Start, die leider, wie ich finde, unter Wert geschlagen wurden. Was aber wohl daran lag, dass diese Genres damals noch nicht so populär beim ESC waren, sollte sich ja später ändern. Da waren wir wohl der Zeit etwas voraus.😉 Aber immerhin waren sie noch im Mittelfeld bzw. hinteren Mittelfeld und nicht ganz hinten. Auch die Kooperation mit Pro Sieben und Stefan Raab wurde ja von Verantwortlichen des NDR initiiert, in Person u. a. von Thomas Schreiber, der, vielgescholten, aber schon viel Engagement gezeigt hat. Die Vorentscheidungen zwischen 2013 bis 2016, 2018 und 2019 waren, musikalisch gesehen, sehr vielfältig und auch teilweise hochwertig bestückt, wie ich finde. Dafür, dass der generischste aller Songs ausgewählt wurde, dafür konnte ja der NDR nichts. Natürlich kann man schon die Frage stellen, warum man einen eher labilen Menschen, der den Druck offenbar nicht gewachsen, in die Vorentscheidung lässt. Immerhin soll er ja auch bei TVOG? schon Probleme gehabt haben. Auch, dass einfach die (deutlich) unterlegene Ann-Sophie nachnominiert wurde, war sicher diskussionswürdig. Wenn es korrekt gelaufen wäre, hätte man neu abstimmen müssen. Aber sei’s drum, man war offensichtlich von der Situation überrumpelt, und die Zeit für eine neue Abstimmung war einfach nicht da. 2017 war schon ein erster richtiger Tiefpunkt, das war mal gar nichts. Spätestens ab 2020 hat man schon gemerkt, dass die Luft beim NDR richtig raus ist. Eigentlich wäre nach Malmö die passende Gelegenheit, die Reißleine zu ziehen, Problem, ich habe das Gefühl, es drängt sich niemand als Nachfolger auf…
Hat die Nachnominierung von Ann Sophie nicht einfach Barbara Schöneberger auf der Bühne gemacht oder habe ich das falsch in Erinnerung?
Ja das stimmt, Frau Schöneberger wurde dafür als „spontan“ gelobt, aber streng genommen hätte man sich erst einmal besprechen müssen und schließlich neu abstimmen müssen. Nun, die Zeit war halt nicht da, dumm gelaufen. War schon eine blöde Situation damals, für alle Beteiligten…
Der Urban-Nachfolger wird aus taktischen Gründen vermutlich erst kurz vor der Malmö-Woche bekannt gegeben.
So schade … wir haben die Songchecks und das Team um Alina, Stefan, Marcel und Broder immer so geliebt.
Ganz genau, bei denen hat man immer die wahrhaftige Begeisterung und Freude am ESC gespürt, die sonst immer irgendwie fehlt, auch beim VE 🙁
OOOOOOOCH Manno!!!! Das war so ein schönes ESC-Saison-Format, nachdem die zwei TV-Preview-Shows (2003 mit Axel Bulthaupt und 2004 mit Thomas Anders) leider sofort wieder abgesetzt wurden (was hab ich Joy Flemings Kommentare geliebt: „Des is e Gehuppe un Gemache!“). Dann kamen ja zum Glück irgendwann die Songchecks, und ich hab mich jedes Jahr aufs Neue auf die tollen Kommentare und die gemeinsame Aufwärm-Phase mit Alina, Stefan und den Expert*innen gefreut!!! Wenn das jetzt wirklich dem doch sehr halbherzig produzierten IWZESC zum Opfer gefallen ist, dann war das aber ein ganz ganz ganz schlechter Tausch. Ich hab mich bis heute gesträubt, in das allseits beliebte NDR-Bashing einzufallen, aber jetzt kann ich auch nur noch sagen: Danke NDR für die vielen schönen Jahre Songchecks, jammerschade, dass Ihr dieses Highlight der ESC-Vorsaison jetzt einstampft. Echt ey! 🙁
Ich erlaube mir mal, deine Beschreibung von IWZE zu vervollständigen: halbherzig, fehlkonzipiert, wirkungslos und beinahe beschämend. Ein kompletter Griff ins Klo.
Wow, ich hätte nie gedacht, dass eine Meldung zu einem so „nischigen“ Online-Format so hohe Wellen schlägt.
wir haben es halt geliebt 🙂
Naja, weil es um mehr als „nur“ das „nischige Online-Format“ geht. Man merkt daran halt, wie der NDR mit dem ESC insgesamt umgeht. Es ist ja nicht mal das erste Mal in diesem Jahr, geschweige denn in den letzten Jahren. Es hat System, es ist Absicht und kein Malheur, und deswegen kochen da die Emotionen sehr schnell über.
Es passt halt leider ins Gesamtbild, denn die eingestellten Formate waren nicht nur nischig, sondern auch passioniert und mit ESC-Hintergrundwissen gemacht. Als ESC-Fan vermisse ich das bei fast allem Anderen, was der NDR verantwortet.
Und da triggert es mich, wenn ausgerechnet das uns auch noch genommen werden soll. 🙁
Benny das ist der aktuellste Beitrag in den es um Deutschland geht und der allgemeine Frust über alles sitzt halt immer noch tief.
Hat mir heute echt den Rest gegeben, bin wirklich sauer darüber 🙁
Ja es wurde hier immer geschaut und gehörte einfach dazu. Fehlt.
Ja es ist irgendwie der letzte Schlag nach der VE Show 👎
„„nischigen““ (doppelt gemoppelt hält besser.🤡)
was machen wir hier eigentlich die ganze zeit?
…wir reagieren (reaction²!),kommentieren,streitplauschen über subjektivitäten in der musik und über all dem schwebt ein wohliges ESC-gefühl der geborgenheit.
da tut es weh wenn der NDR nun das einzig wirklich unterhaltsame streicht denn die vorentscheide mit all den laberrunden und selbstdarstellern kann man doch schon länger knicken.👎
Finde es ebenfalls sehr traurig, denn insbesondere die Songchecks waren für ein fester Bestandteil der ESC-Saison und haben für mich immer den Countdown bis zur ESC-Woche eingeläutet.
Aber naja – ich denke, dass wird schon mit dem sich anbahnenden Senderwechsel zusammenhängen. Insgesamt wirkt die Berichterstattung über den ESC dieses Jahr sehr lieblos beim NDR – fast so, als würde man nur noch Dienst nach Vorschrift machen.
ICH KÜNDIGE ‼️
Schade,das die Songchecks eingestellt werden.
Aber kann es vielleicht am Weggang von Stefan liegen ???
Und Alina nicht alleine weiter machen wollte ???
Wer weiß ???
Aber vor den Kommentaren hättet ihr mich schon mal warnen können.
Hab heute nen Tagesausflug gemacht,und es war so ein schöner Tag.
Off Topic:
Musikvideo Österreich 8/10
Gut 1000 Liter Kunststofftanks von innen beleuchtet als Deko
Schlecht , mir zu wenig Tanz bei ihr.
Ich rufe mal bei Kaleen an. Sie soll mir die Adresse der Autowerkstatt nennen. Meine Reifen müssen dringend gewechselt werden 😎
Normalerweise bin ich eine „stille Leserin“ hier bei ESC Kompakt, aber jetzt muss ich mich doch mal über den NDR hier auslassen.
Wenn es nicht so traurig wäre, würde diese Situation glatt als dunkle Komödie durchgehen. Jahr für Jahr haben die Verantworlichen beim NDR den Ruf des ESCs in Deutschland durch ihre Lustlosigkeit, Arroganz and Inkompetenz geschadet und im letzten Jahr ihrer Verantwortung (als „großes Finale“ sozusagen) zieht man noch den letzten unterhaltsamen Formaten den Stecker. Einfach fantastisch.
In den letzten Jahren wurde es immer offensichtlicher, dass der NDR und die ARD den ESC als eine Pflichtveranstaltung ansehen (weil das Verhältnis von Kosten zu Einschaltquote des Finales zu gut ist, um es nicht mitzunehmen, nehme ich an) und das Rahmenprogramm drumherum wird für die eigenen Interessen instrumentalisiert. In 2022 wurden Radiosongs gesucht um die eigenen Radio Playlists zu füllen; in 2023 versuchte man über den ESC irgendwie TikTok Nutzer zu erreichen; und dieses Jahre wurde mit „Ich will zum ESC“ Mediathekenfutter generiert. Von der Selbstdarstellung der jährlichen Couchgäste möchte ich gar nicht erst anfangen… Jegliches Feuer für den ESC oder Musik allgemein sucht man bei den Entscheidungsträgern anscheinend vergebens. Es geht lediglich darum noch irgendwas aus dieser Verantstaltung für sich selbst zu gewinnen.
Und es ist so unangenehm und respektlos. Respektlos gegenüber den deutschen Musikern, die immernoch den ESC-Karren für Deutschland aus den Dreck ziehen wollen und leider Zielscheibe der Frustration der Fans werden, obwohl diese den Verantwortlichen beim NDR and ADR gebührt. Respektlos gegenüber den anderen Länder, welche trotz weniger finanziellen Mitteln bessere Unterhaltung und Qualität bieten (und dann im schlimmsten Falle im Halbfinale ausscheiden). Und natürlich ist es respektlos gegenüber den Fans.
Sorry, das musste jetzt einfach raus. Es ist einfach frustrierend deutscher ESC Fan zu sein. Schade um die Songchecks. Sie haben immer vermittelt, dass vielleicht doch noch irgendwer bei den Verantwortlichen etwas für den ESC übrig hat.
Ja stimmt alles, kannst gerne öfters schreiben. Respektvoll und trotzdem kritisch den Punkt getroffen.👍
Danke 😊
Perfekt auf den Punkt gebracht! Übrigens war ich auch lange stille Leserin hier. 🙂
Erster Gedanke: Eine Schande.
Zweiter Gedanke: Warten wir ab, in welcher Form der NDR stattdessen berichten wird. Ich glaube im Moment zwar nicht, dass ein Format kommt, das ähnlich gut ist und ähnlich viel Herz hat. Aber vielleicht überrascht der NDR ja mal!
Abwarten ist leider das falsche momentan. Hier wird das aktuelle kritisiert und ohne Nachricht/ Ausblick auf Ersatz für das gestrichene Format leider zu Recht.
Was richtig und falsch ist, entscheide ich schon selbst. 😉 Ich bezog mich auf den zugegebenermaßen vagen Ausblick auf Ersatz, den es sehr wohl gibt und von dem im Artikel die Rede ist. Hoffen ist nicht nur grundsätzlich, sondern auch momentan das Richtige. 😉
Im Übrigen: Weder habe ich auch nur mit einer Silbe geschrieben, dass die Kritik unberechtigt sei, noch möchte ich derartiges zum Ausdruck bringen – Kritik am NDR bezüglich des ESC kann nicht groß genug sein!
Um Ehrlich zu sein, kann ich gut und gerne auf die Songchecks und den Zirkus rund herum verzichten, da es aus nachträglicher deutscher Sicht doch ziemlich viel Wind um nix war. Würde es mehr schätzen, wenn man wie in der Vergangenheit wieder die kompletten Videos aller Beiträge auf One überträgt. Soweit ich weiß, stellt die EBU allen teilnehmenden Anstalten dies sowieso kostenlos zur Verfügung. So könnte man ja wieder kostenlose Sendezeit für den „Ich will zum ESC“-Flopp generieren.
„Um Ehrlich zu sein, kann ich gut und gerne auf die Songchecks und den Zirkus rund herum verzichten, da es aus nachträglicher deutscher Sicht doch ziemlich viel Wind um nix war.“ Was soll dieser Satz bedeuten!?? Wen Deutschland beim ESC schlecht abschneidet, lohnt es sich nicht, sich mit den anderen Beiträgen auseinanderzusetzen!? 😳🤔
Die anderen Beiträge sind es, was mich am Contest interessiert. Der deutsche Beitrag ist einer von vielen. Eine gute Platzierung wäre schön, aber meine Freude am ESC hängt davon nicht ab. Die ESC-Songs auf meiner Playliste kommen fast ausschließlich aus anderen Ländern… So sollte es doch sein, oder!? 🎶
Es ist zwar schon alles gesagt, aber noch nicht von allen: Es ist nicht schade drum, um die Songchecks. Die Schönredner-Truppe des NDR konnte seit Jahren schon niemand mehr ernst nehmen. Babsi, Urban, Consi, Broder, Alina – das war (ist!) eine kritklose und beratungsresistente Bubble, die den Kontakt zu den Fans und zu dem, was der ESC braucht und was ihn ausmacht, längst verloren hatte. Als Nation, die seit Jahren nur Schrott entsendet, hat Deutschland seinen Status als Big-Five-Land längst verspielt.
Also, Consi, Broder und Alina mit Schöneberger und Urban in einen Topf zu werfen disqualifiziert diesen Kommentar aber sowas von dermaßen … gerade aus den Reihen des eurovision.de-Teams waren immer wieder kritische Töne zu vernehmen. Vielleicht nicht immer mit dem Holzhammer, aber doch deutlich genug. Schau Dir zB mal das Katerfrühstück nach dem ESC 22 an, da werden einige doch schon sehr deutlich!
Es geht aber nicht nur um die Songchecks, sondern wie man allgemein mit dem Thema ESC umgeht. Eigentlich sind die Songchecks nur ein Beispiel, die ganze Herangehensweise ist in den letzten Jahren zunehmend liebloser geworden, so als wenn der ESC eher eine „lästige“ Aufgabe wäre. Das ist schade…
Der ESC in Deutschland erinnert mich im Moment an ein Haus, das von seinem Besitzer über die Jahre immer weiter runtergewirtschaftet wurde. Es ist an allen Ecken und Enden renovierungsbedürftig, und es bräuchte auch gar nicht viel, nur ein bisschen Energie, Herzblut und gute Ideen. Stattdessen gibt es Gerüchte, dass der Besitzer das Haus jetzt loswerden will. Und damit der neue Eigentümer ganz neu aufbauen kann, will es der alte Besitzer jetzt wissen. Fensterscheibe kaputt? Ach, machen wir die anderen doch auch noch kaputt, passt doch zum Look. Hier Tapete eingerissen? Reißen wir sie runter, wer braucht schon eine Tapete?
Ich wär so gern eine Hausbesetzerin in diesem Fall.
Der Hausbesitzer macht sich vermutlich beim Lesen dieser Zeilen gerade in die Hose vor Lachen, hat er doch so viele schöne Häuser, in denen sogar Sofas stehen dürfen, ohne dass sich jemand beschwert, und die viel angeblich mehr Miete bringen als unser Haus …
Fast 300 Kommentare zu dieser Meldung. Das ist schon stark und demonstriert wie sehr uns die Songchecks und die ReactionVideos doch am Herzen gelegen haben.
Mir werden sie auch fehlen, all das gehörte zur Abrundung der langen ESC Saison einfach dazu. Andererseits glaube ich, dass es fast ausschließlich von uns ESC Fans aufgesogen wurde und nicht so sehr von der breiten Öffentlichkeit.
Wahrscheinlich hast Du recht. Aber ich heize jedes Jahr ca. 5 – 12 Personen an, die gar keine ESC-Fans sind. Und zwar nicht nur für den Finalabend, sondern auch immer mal für kleine Events, wie olle Videos gucken und „weißte noch, damals“- Momente, Playlists (ach – echt DAS ist vom ESC??…) Macht viel Spaß. Das hat sich in den Jahren aufgebaut und ausgestreut.
Das geht nicht ohne Fans – und die wollen ein bisschen gefüttert werden.
Die „breite“ Öffenlichkeit ist für spezielle Vor-Veranstaltungen wie den Song-Checks ja gar nicht als Zielgruppe anvisiert (sag ich jetzt mal) Das habe ich schon sehr geliebt.
Jetzt ist mir leider ein Schmankerl genommen worden und ich schluchze ganz ernsthaft und inbrünstig
Die Tatsache, dass Electric Callboy 2022 bewusst nicht in den Vorentscheid aufgnommen wurde OBWOHL es einen riesigen Hype und eine Chance auf eine gute Platzierung gab, war für mich bereits Beweis genug, dass der NDR keine gute deutsche Platzierung will. Was hätte man für eine Begeisterungswelle haben können. Aber stellt euch mal vor Deutschland wäre 2022 auf Platz 2 hinter der Ukraine gelandet und hätte anstatt dem UK dann einen ESC in Deutschland veranstaltet (für die Ukraine). Ich will mir gar nichts ausmalen wie farblos, eintönig und langweilig ein ESC in Deutschland in dieser ESC-Ära wäre. Ich stelle mir das dann so vor, dass Barbara Schöneberger und Elton zusammen irgendwo im Gelsenkirchener Fußballstadion einen ESC moderieren, ohne irgendein Programm rund um die Show und ohne das die gante Stadt da involviert wäre. Mit Max Mutzke als Pausenact. Der ESC in Düsseldorf trug damals die alleinige Handschrift von Stefan Raab und war schon fast wie ein gigantisches tv-total-Format.
Und Livekommentar gibts dieses Jahr zum Nachlesen unter Teletext Seite 150?! Öfter mal neue Wege gehen?!
Das auch noch!? Absolute Frechheit! Die Songchecks waren fast das einzige Highlight, was NDR in Bezug auf ESC in den letzten Jahren produziert hat.
Ich bin jetzt echt sauer 😭😭😭
Ich finde es so unfassbar schade wie der ESC hierzulande vom NDR behandelt wird. Für mich war und ist die ganze ESC-Saison wirklich ein Highlight des Jahres. Ich liebe die Songs, das Schauen ausländischer Fernsehsenderungen, die ganzen Vorentscheide, das ganze Drama, die vielen Insider und das gemeinsame Hinfiebern auf die Woche in der Gastgeberstadt. Ich liebe es neue Musik der anderen Länder zu entdecken, neue Künstler kennenzulernen und einfach etwas über andere Kulturen zu erfahren. Ich kann mich auch ohne Probleme für den ESC-Erfolgt der anderen Länder freuen. Aber es tut einfach so weg zu sehen wie der NDR den ESC in Deutschland wirklich in die Bedeutungslosigkeit treibt. Als wollte man irgendwie teilnehmen, weil man einer Pan-europäischen Fernsehshow aus Imagegründen nicht absagen will – aber das alles ohne Feuer, ohne Herzblut und ohne Verstand. Hat irgendein verantworticher beim NDR mal das Melodifestivalen gesehen oder sich einen Abend SanRemo reingezogen? Hat sich irgendjemand mal gefragt wie es sein kann das so kleine Länder wir Litauen oder Estland es schaffen ganze Arenen zu füllen, während das Budget hierzulande nur für ein mickriges Fernsehstudio mit Minibühne reicht?
Der ESC könnte in Deutschland ein genauso Riesen Ding sein wie in Schweden, dem Baltikum oder der Ukraine. Es könnte genau den gleichen Hype geben, das gleiche gemeinsame Hinfiebern mit viel mehr potentiellen Zuschauern und Fans. Aber nein, dem NDR geht es nur ums Geld, um die Quote und um die ewig gleichen Gesichter. Ich möchte einfach auch mal wieder das ein ESC-Act aus Deutschland international so abgefeiert wird wie aktuell die Italienerin, der Kroate oder letztes Jahr Kärijää. Aber der ESC-Abend wird dieses Jahr wie immer – andere Länder werden die Hütte abreißen und sich würdevoll musikalisch präsentieren, während es ein 84 Millionen Einwohner Land nicht auf die Kette bekommt, weil die Verantwortlichen es nicht juckt. Ich rechne dem NDR sehr wohl an, dass sie in einigen Jahren wirklich viel richtig gemacht haben (Anfang 2000er, Anfang 2010er) Aber seit 2015 ist mit einer Ausnahme ein nicht enden wollender Abwärtstrend zu spüren. Die Fanmeile auf der Reeperbahn ist ja auch nie wieder aufgebaut worden.
…vielleicht stellen ein paar engagierte Fans etwas Vergleichbares auf die Beine.
@NDR: Euer Auftrag richtet sich nicht nur an Fußball- und Biathlonfans!
Oh nein :(( wir hatten uns schon so gefreut auf diese 4 tolle Bubble-Abende!!! Eurovision.de Team: ihr habt das super gemacht und ich hoffe die nächste Sendeanstalt erinnert sich an euch 😉
„Spätestens im Mai wird es dann also auch wieder neuen Bewegtbild-Content der Kolleg*innen geben.“
Ich predicte Consi und Isaak beim Singen in einer Malmö’er Einkaufsstraße. 💀
Der NDR bzw die ARD hat einfach fertig. Das grenzt ja schon alles an Arbeitsverweigerung.
So lange die Quoten beim Finale stimmen, wird sich nix ändern.
So schade es um die großartigen Songchecks und für uns Fans ist: Ein derartiges Nischenformat mit stark begrenztem Publikum ist für einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der unter extremem Sparzwang steht, vermutlich schlicht nicht mehr zu tragen. Es würde mich vor diesem Hintergrund auch nicht wundern, wenn eurovision.de mehr oder weniger vollständig eingestellt wird.
Ich kann auch verstehen, dass jetzt hier wieder die große NDR-Diskussion aufgemacht wird (auch wenn ich die mittlerweile extrem ermüdend finde); es gibt mMn aber schon einen großen Unterschied zwischen einem VE (der in der Theorie definitiv ein großes Publikum erreichen sollte) und diesen reinen Fan-Formaten.
Der Wegfall der Songchecks ist für mich kein Abschied auf Raten. Zumindest für mich persönlich war es schon mit der Ankündigung, von Alina Stiegler und Stephan Spiegel selbst, dass diese die Songchecks nicht mehr moderieren werden, klar, dass es schwer wird passende Nachfolger (m/w/d) zu finden.
Der Wegfall der Songchecks finde ich daher eine richtige Konsequenz. Zwar eine solche, die verdammt weh tut, aber nach meiner Ansicht immer noch die bessere Alternative ist, als eine Fortsetzung der Songschecks mit einem entweder unprofessionellem oder bei den Zuschauer (m/w/d) nicht so akzeptiertem Personal.
Dies ist für mich kein Automatismus, dass nicht eine neue vergleichbare Sendung in Planung ist.
Und hier kommt nun der Umstand, der schon lange gemunkelt wird und bei dem ich auch davon ausgehe, dass es nächstes Jahr so kommt. Der MDR ist im Jahr 2025 für das deutsche Finale und den ESC verantwortlich.
Ich persönlich weiß nicht, ob ich sagen soll „ich finde das gut“. Nicht weil dies tatsächlich nicht so ist. Sondern einfach deswegen, weil ein neuer Sender mit neuen Leuten und neuen Ideen – aber insbesondere mit der Einstellung ganz großen Bock auf das mehrjährige Projekt ESC zu haben – eine unglaublich spannende Angelegenheit ist. Ich finde das sehr, spannend und aufregend.
Ich kann es selbst nicht sagen wie ich zu dieser Überzeugung komme. Denn sie basiert nämlich auf keinem begründetem Wissen, welches auf schlüssigen Erfahrungen oder Tatsachen beruht.
Vielmehr ist es eine wahnsinnig große Hoffnung, verbunden mit einem Gefühl, dass das mit dem MDR etwas Gutes werden kann.
Eine neue Location für das deutsche Finale in Leipzig, Dresden oder Erfurt, dazu ein neuer Moderator (m/w/d), eine neue Zusammenstellung einer Jury für die Songauswahl in der Bewerberphase und im deutschen Finale selbst, Gäste im deutschen Finale nur mit ESC-Bezug und nicht solche mit übertriebenem Geltungsbedürfnis oder dem Wunsch die eigene Sendung oder CD promoten zu wollen und eben ein Werbekonzept im Vorfeld, bei welchem der ESC-unwissende Fernsehzuschauer (m/w/d) / Internetuser (m/w/d) sagt „geil, ich freu‘ mich, wenn demnächst das deutsche Finale im Fernsehen kommt“.
Wenn der MDR nur 2/3 von dem soeben genannten Umstände mit Spaß, guter Laune und ganz viel Begeisterung für den ESC umsetzt bzw. realisiert, dann wäre schon sehr viel gewonnen.
Ich selbst kann mir gut vorstellen, dass der MDR eine vergleichbare Sendung wie „unsere heiß und innig geliebten Songchecks“ ebenfalls umsetzen wird. Halt einfach mit einem anderem Namen und noch unbekanntem Personal. Vielleicht weil er schon angefangen hat sich die über Plattform „ESC kompakt“ zu informieren wie denn der leidenschaftliche ESC-Fan (m/w/d) so tickt.
Ich jedenfalls traue dem MDR sehr viel zu – sollte er das traumhaft schöne Flaggschiff ESC übernehmen.
Es hat sich doch nur Stefan verabschiedet…?!
Dann habe ich da wohl mit Alina und ihrer Schwangerschaft etwas zu viel hinein interpretiert.
Dann lass es mich so sagen:
Alina und Stephan sind für mich bezugnehmend der ESC-Songchecks als Moderatorenduo untrennbar miteinander verbunden. Geht der eine, dann geht auch die andere bzw. umgekehrt.
Wunder gibt es immer wieder ….
Den ersten Vorteil eines Sender wechsels sehr ich darin das es kein vorgefertigtes Konzept aus dem letzten Jahr gibt und somit alles neu gedacht werden sollte.
Allerdings habe ich auch eine kleine Befürchtung das das alte Konzept einfach beim Wechsel mit übernommen wird.
Bisher hatte ich für den NDR in guter alter Peter der Grosse das Glas ist erst halb getrunken Attitüde noch ein pikiertes fremdschäm Lächeln über, aber jetzt ist Schluss! Bitte trefft Alina und Stefan in irgendeiner Spelunke (fürs Songcheckfeeling) einfach selber und löchert ihnen ein paar Punkte aus den Rippen. Per Crowdfounding sollten da schnell die tausend Euro zusammenkonmen die drei Limo zwei Übernachtungen und ein retro Glitzerfummel für Alina kosten. Stefan wird eh schon was tragen, Broda und die Transe werden von der Reperbahn zugeschaltet, fertig. Zur Not bringt Katjes eine Esc kompakt rettet den Songcheck Alina und Stefan Edition mit Einhorn und Mikrofon raus. Wer braucht den NDR?
„Die Transe“???
Vielleicht haben die ganzen Mitarbeiter, die sich jahrelang mit dem ESC beschäftigt haben, einfach keinen Bock mehr. Ich habe oft den Eindruck, dass denen auch die Hände gebunden sind und dass im Öffentlich-Rechtlichen alles auf ein niedriges Niveau heruntergedrückt wird. Ist ja sicher auch kein Zufall, dass die einzigen Erfolge nur mit einer Kooperation mit den Privaten geglückt ist.
Bin ja auch der Meinung, das die unterste Etage des ESC Teams immer noch brennt für den ESC aber das alles oberhalb soviele Steine in den Weg legt.
Am Beispiel des Studios für den VE kann man es ganz gut aufzeigen. Frau Wolfslast als Sprecherin würde garantiert das größte Studio/ Halle Mieten die frei wäre um es richtig aufzuziehen, die obere Etage sagt „dort veranstalten wir den VE“. Und dann muß Frau Wolfslast uns erklären warum so klein und wenig geboten wird.
Ohhhh neiiiiiin, die Songchecks sind daaaas Highlight vor dem ESC! In anderen Ländern teilweise 6 Sendungen/Vorentscheide vorher und hier eine enorme Sparversion zum größten Musikevent der Welt. Absolut enttäuschend!!!!!!
Bitte nie wieder so eine hingerotzte IWZESC-Mansche und dann dafür die Songchecks streichen. Es wird Zeit, dass der NDR das Zepter abgibt. Es ist nur noch ein Trauerspiel.
Für mich ganz klar. Das ist eine Budgetfrage. Isaak wird von einem schwedischen Kamera und Produktionsteam betreut für seinen Auftritt in Malmö und das ist teuer. Die Schweden können es halt. Lässt hoffen dass der deutsche Beitrag mit Isaak etwas punkten wird. Deswegen lässt man die Produktionen um den ESC halt fallen. Wir wissen doch alle, das es der NDR nicht kann.
Soundcheck wäre mir lieber gewesen als „Ich will zum ESC“.
Ich gehe inzwischen davon aus, dass der deutsche ESC nicht mehr vom NDR veranstaltet wird. Und das ist auch gut so. Vielleicht werden ja von einem anderen Sender Versuche unternommen, das ganze wieder zum Leben zu erwecken. 1998 hat der MDR den Coup mit Guildo Horn initiiert, um den ESC wieder interessant zu machen. Das hatte damals ja auch funktioniert für eine gewisse Zeit. Der NDR hatte mit Pro7 einen guten Weg eingeschlagen und hat den gewünschten Erfolg gebracht.
Ich glaube, neue Mühlen mahlen gut, allein es fehlt die Idee, wieder Aufmerksamkeit zu erzeugen. Aber spätestens nach einem Misserfolg in Malmö und der anschließenden hämischen Kritik der Medien wird die ARD einen neuen Weg gehen müssen! Auch wenn vielleicht ein großer Teil der Deutschen nicht am Vorentscheid interessiert ist, der ESC selbst ist dann doch von einer Mehrheit von Interesse.
Das Gejammere der ÖR über Geldmangel zählt dann nicht mehr, so blöd sind die Deutschen dann auch wieder nicht zu erkennen, wohin die Gelder fließen. Dann gibt’s den Ludwigshafener Tatort eben nicht mehr und auf ein oder zwei Quizshows kann man auch verzichten… die haben mit Bildungsauftrag nun wirklich nichts zu tun.
Und was fordern WIR denn? Keine Riesenshow mit internationalen Acts, keine unsinnigen zusätzlichen Formate, keine Promis, die beim VE nur auf der Couch sitzen, dumm labern und viel Geld kosten.
Wir bzw. ich fordere einfach nur ernsthaftes Engagement der Zuständigen, eine fachkundige Auswahl der Songs und einen VE, der sich nur um die Lieder und Teilnehmer kümmert. Und das muss alles nun wirklich nicht teuer sein.
Übrigens wird dat Babsi heut fuffzich.
Es gibt übrigens Neuigkeiten aus Luxemburg. Der ESC-Wettbewerbsbeitrag wird überarbeitet:
https://eurovoix.com/2024/03/04/luxembourg-revamp-of-fighter-confirmed/
Mal sehen, wie sich das dann anhören wird.
Bei der bisherigen Auswahl an Songs kann ich sehr gut auf den Songcheck verzichten. Grottig bis Mittelmaß, so schlecht habe ich schon lange keinen ESC mehr in Erinnerung. 2 Drittel der Songs sind unter dem Niveau des gesamten, viel gescholtenen deutschen Vorentscheids, der absolut nicht so schlecht wahr wie er gemacht wird, zumindestens was die Musik betrifft. Übrigens finde ich das gesamte NDR-Bashing inzwischen nur noch so gehaltlos und langweilig wie es die Songs des diesjährigen ESCs sind.
Da bin ich leider nicht Deiner Meinung. Ich kann mit dem bisherigen Niveau dieses Jahr durchaus etwas anfangen. Das war in der jüngeren Vergangenheit schon viel schlechter.
Es ist der Uptempo-Jahrgang und es gab auch SCHON Balladenjahrgänge.
Bin ganz ehrlich: Ich traue keiner einzigen ARD Anstalt zu es besser zu machen.
Wäre dafür das das ZDF mit Böhmermann übernimmt. Die Magazin Royal Folge letzten November war schon in der richtigen Richtung. Es muss einfach zeitgemäßere Musik an den Start gehen. Wir haben nicht mehr 2002 Leute.
Bis auf Böhmermann bin ich bei dir. Ich glaube den Mann seit kurzen nicht mehr soviel ( Bienenzüchter ). Aber alles was neu ist wäre schön mal gut weil die alten Strukturen und Denkweisen dann aufgebrochen werden.
so so,von regen in die traufe – cool. 🥳
Man glaubt es kaum: Aber ein Satiriker und für manche ein totaler Unsympath (ich persönlich bin durchaus pro Böhmermann) könnte mehr vom ESC verstehen und Gespür dafür entwickeln als dieser auf seriös getarnte Dilettantenstadl beim NDR, der uns jedes Jahr eine drittklassige Comedyshow als Vorentscheidung präsentiert.
Das peinliche ABBA-Medley wurde übrigens von Böhmermann durch den Kakao gezogen… Hat mich sehr amüsiert.
Wenn der NDR keine ordentliche Platzierung Deutschlands möchte, dann sollten die Verantwortlichen das auch öffentlich verlautbaren und zurücktreten. Wäre zumindest ehrlich.
Hinterher mit dieser Einstellung sich dann zu beklagen, daß „uns niemand in Europa mag“, ist Zynismus pur und ein Schlag ins Gesicht sowohl der ESC-Fans hierzulande als auch der veheizten Teilnehmer.
„…weitere Überraschungen wird es dann rund um das große Finale im Mai geben…“
WAS? Nein, bloß das nicht. Jedes Jahr das gleiche Drama: unverständliche Entscheidungen, „große“ Ankündigungen, dann monatelanges Schweigen, gefolgt von „heißer Luft“! Mir gruselt’s jetzt schon!
Lieber NDR, wir wollen das nicht mehr! Statt dessen möchten wir uns wieder freuen und Spaß haben am ESC. Also haltet einfach still bis NACH dem Finale und gebt dann endlich die Verantwortung ab. BITTE!!!
skandalös und beschissen
Wie schade, dass es keine Songchecks und keine Reactions gibt. Wir freuen uns auf die unterhaltsamen Analysen und Kommentare. Auf die herrliche Schlauschnackerei. Na klar würden wir auch gern erleben, dass Deutschland wieder besser abschneidet. Dad ist aber nicht der Grund, warum wir den ESC anschauen. Es ist ein wunderbares Fest der Toleranz und des Friedens. Wir haben uns über die Lieder der anderen im Vorhinein informiert und eigene Favoritenlisten erstellt. Das Anschauen der Reactions war schon lange vor der ESC Woche Teil fes Kults. Alina, Stefan, Consi, Marcel, Broder… eine tolle Truppe… Wir sind sehr traurig. 🥹😭😭😭