ESC-Songcheck kompakt (4) – Nordmazedonien: „Here I Stand“ von Vasil

Momentan steht wohl kein anderer der ausgewählten Teilnehmer so sehr unter Fan- und Medienbeschuss wie der 36-jährige Vasil, der für Nordmazedonien am Eurovision Song Contest in Rotterdam teilnehmen soll.

Schon im letzten Jahr sollte Vasil, der im Jahr zuvor schon als Background von Tamara Todevska eine gute Figur machte, mit seinem Lied „You“ in Rotterdam auf der Bühne stehen. Doch dieser große Traum, wie er selbst sagt, wurde ihm durch die Absage des Contests verwehrt. Mitte Januar konnte Vasil aber erneut vom ausrichtenden Mazedonischen Rundfunk (MRT) bestätigt werden. Nach Medienberichten hat das mazedonische Fernsehen eine Vielzahl an Liedern aus ganz Europa erhalten. Es sei jedoch Vasils Eigenkomposition „Here I Stand“ gewesen, die die interne Jury begeisterte.

Vasil Garvanliev begann seine musikalische Karriere im Alter von sieben Jahren und trat auf einigen der beliebtesten Kinderfeste Nordmazedoniens auf. Mit acht Jahren wurde Vasils erstes Album „Marionka“ mit dem gleichnamigem Lied veröffentlicht, das zu einem der bekanntesten Kinderlieder im ehemaligen Jugoslawien wurde. Bald darauf zog er mit seiner Familie in die USA, wo er seine Karriere als Solist beim Chicago Children’s Choir fortsetzte. Er studierte Gesang am Royal Conservatory of Music in Toronto und lebt seit 2018 wieder in seiner Geburtsstadt Strumica in Nordmazedonien, nahe der Grenze zu Bulgarien und Griechenland.

Der Song

Am 13. März wurde Vasils diesjähriger, selbstgeschriebener Beitrag „Here I Stand“ veröffentlicht. Schon bei der Veröffentlichung des Musikvideos zeigt er sich einleitend sehr bewegt und erklärt, dass er dieses Lied direkt nach der Absage des Song Contestes im letzten Jahr geschrieben habe. In dem Moment als sein großer Traum zerplatzte, mit Tränen in den Augen, fing er einfach an zu spielen und sein Lied „Here I Stand“ entstand.

Und so dreht sich das Lied auch um die schweren Momente im Leben, die Momente in denen wir nicht weiterwissen. „Now here I stand, there’s no pretend. My walls are down, my heart’s in your hand“ (Jetzt stehe ich hier, es gibt kein Heucheln. Meine Mauern sind niedergerissen, mein Herz ist in deiner Hand). Doch gerade die Anfangszeilen bergen auch Hoffnung: „Wish to hug the child about to crack. I’ll tell him, „Wait, it won’t be long, trust your heart and just stay strong“ (Ich möchte das Kind umarmen, das kurz davor steht zu zerbrechen. Ich werde ihm sagen: „Warte, es wird nicht lange dauern. Vertraue deinem Herzen und bleib einfach stark“). Vasil zeigt in seinem Lied seine innerste Gefühlswelt – steht praktisch nackt vor uns – und schmettert uns seine Worte mal sanft und mal kräftig entgegen.

Mit den Songschreibern Borče Kuzmanovski und Davor Jordanovski wurde „Here I Stand“ schließlich abgerundet und produziert – herausgekommen ist sowohl eine typische als auch sehr bombastische Musical-Ballade, in der Vasil eindrucksvoll seine stimmlichen Qualitäten zeigt.

Der Check

Song: 2/5 Punkte
Stimme: 5/5 Punkte
Instant-Appeal: 2/5 Punkte
Optik: 3/5 Punkte

Benny: Wenn ein Song die Beschreibung „Musical-Ballade“ verdient hat, dann dieser hier – allerdings im schlechtesten Sinne, nämlich so, wie sich Leute Musicals vorstellen, die keine Ahnung von Musicals haben (oder nur 100 Jahre alte Musicals von Andrew Lloyd Webber kennen). Aus allen guten und modernen Musicals würde dieser absolut übertriebene und theatralische Schmachtfetzen sofort rausgestrichen werden (und aus allen Disney-Filmen auch, wenn wir schon dabei sind). Ich finde diese Songauswahl richtig schade, weil Vasil eigentlich ziemlich gute Musik macht. 2 Punkte.

Berenike: „Objektiv“ gesehen ist der Song sicherlich keine schlechte Ballade mit einem guten Spannungsaufbau im Disneystil. Sie hat auf jeden Fall ihre Berechtigung, persönlich kann ich aber kaum etwas mit dem Stück anfangen. Auf mich wirkt „Here I stand“ sehr schmalzig-schleimig und die knödlige Singweise empfinde ich als unangenehm. 2 Punkte.

Douze Points: Bei einer starken Stimme und schönen Harmonien darf es bei mir ja auch gern mal theatralisch und dramatisch sein. Und das sage ich, obwohl ich weder in die Disney- noch die Musical-Fraktion gehöre. Ich bin wirklich überrascht, wie viel besser Vasils Gesangskunst hier zur Geltung kommt. Schade ist, dass die drei Minuten viel zu kurz sind, um dem Lied eine einigermaßen nachvollziehbare Struktur zu geben. Ich bin gespannt, wie sie das auf der Bühne umsetzen werden. 8 Punkte.

Florian: Vasils Intention mit „Here I Stand” ist ihm nicht abzusprechen, doch es wirkt wie ein Versuch, eine emotionale Botschaft à la „The Greatest Showman“ herüberzubringen. Dementsprechend ist alles bis zur Spitze überdramatisch arrangiert und wirkt dabei leider sehr altbacken. Besonders die dramatische Entwicklung der Melodie im zweiten Part des Songs ist für mich eindeutig over the top und ich kann mir schwer vorstellen, dass das nach über einem Jahr ermüdender Pandemie die Menschen in Europa vom Hocker reißen wird – bei mir hat Vasil das zumindest nicht geschafft, sorry dafür. 3 Punkte. 

Manu: Dass Vasil beeindruckend singen kann, ist bekannt – und das zeigt er hier so theatralisch wie irgend möglich. An dieser Stelle will ich aber nur „Here I Stand“ als Lied bewerten – nicht das an einigen Stellen gruselig zusammengeschnittene Video oder den derzeit entstandenen politischen Terz um selbiges und seine Person. Seht es mir bitte nach, aber „Here I Stand“ schmeichelt nicht meinen Ohren und ich möchte es spätestens nach der Hälfte ausstellen. Für mich ist das leider eher Theaterbühne im Dorf nebenan, als das Musical am Broadway, aber andere mag es dafür sicherlich umso mehr berühren. 1 Punkt

Max: Ups. Das ist leider nichts für mich. Eine eher langweilige Ballade, die sich nicht absetzen kann vom Rest. Da zieht man gegen alle anderen Balladen in diesem Jahr wohl den Kürzeren. Und dann gibt es noch das ganze Drama um das Video und Vasils Privatleben – insgesamt kein gutes Jahr für das Balkanland. 2 Punkte.

Peter: Vasil hatte und hat in der unbegreiflichen und hysterischen Diskussion über sein Video und seine Person (und damit auch seinen Beitrag) meine vollsten Sympathien und ich hoffe sehr, dass diese bekennende Unterstützung in der Bubble insgesamt nachhaltig so sein wird. Ganz viel Liebe für Vasil! Klar, er hat was von einer Drama Queen (die Anmoderation im Video ist ein bissel over the top), aber er ist ein wahrhaftiger ESC-Held und hat eine grandiose Stimme. Ich liebe seine pathetische, überfrachtete  und schmalzige Ballade (alles im besten Sinne) – und dazu erfreuen uns ein vielstimmiger Chor und Geigen mit viel Zuckerguss. Großartig, als wäre es ein Statement-Song in „Sunset Boulevard“ oder so. Ganz viel Funkenregen in der letzte Minute bitte in Rotterdam. 12 Punkte.

Gesamtpunktzahl: 30/84 Punkten.

Beim ESC-kompakt-Index landet „Here I Stand“ auf Platz 28 von 40.

Wie schneidet der nordmazedonische Beitrag "Here I Stand" von Vasil ab?

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Bisher erschienene Songchecks:

Erste Hälfte des ersten Semis

(1) Australien: „Technicolour“ von Montaigne
(2) Irland: „Maps“ von Lesley Roy
(3) Litauen: „Discoteque“ von THE ROOP


108 Kommentare

    • Oh, wurde er denn inzwischen von dir degradiert?

      Ich hatte es so in Erinnerung, dass in deiner Burg Vasil König und Senhit Königin sind, was ich ein würdiges Paar fand. Von den Liedern her passt für mich selbst aber tatsächlich eher die Prinzenrolle, etwas süßich, aber sehr lecker…

  1. Bei dem Song bekomme ich Würgreiz und Unwohlsein . es ist soo Fake und theatralisch das man nur wegrennen möchte ..

    Der Song eignet sich gut als Folter.

    Vielleicht sollte das Kriminalamt diesen Song nutzen um Geständnisse aus Verbrechern zu entlocken , und den Song in Dauerschleife spielen ,bis sie gestehen ,Das wird schnell klappen .

    Man hätte sich auch nicht unbedingt im Gospelchor Aufzeichnungsfundus von Ana Soclic bedienen müssen , das setzt dem Ganzen noch das Horrorkrönchen auf !

    0 von 10Punkten und Platz 40/39 beim ESC

  2. Also erstmal wusste ich gar nicht, dass Nordmazedonien dieses Jahr von Disney gesponsert wurde. Abgesehen davon wurde die Nummer wirklich fürchterlich zusammengeschustert – dieses „Rumgejammer“ von den Backgroundsängern ist wirklich nur schwer zu ertragen.

    Dennoch bin ich dankbar, dass Vasil sich für dieses „Werk“ entschieden hat – wenn Belarus nicht antritt, hab ich hier somit meine erste Toilettenpause gefunden. 1 Punkt von mir – auch der nur von schwerem Herzen.

  3. Der Klassenwiederholer ist sich seiner Qualitäten bewusst und ist dadurch etwas selbstverliebt. Er weiß, was er kann und ergeht sich deshalb in seiner diesjährigen Abschlussarbeit ein wenig in bittersüßer Larmoyanz in Schönschrift statt all zu sehr auf inhaltliche Qualität zu achten.

    Der Schüler stammt aus sehr problematischen familiären Verhältnissen. Er hat eine Beziehung mit dem Leiter der Schulkantine begonnen, statt in die von der Familie arrangierte Heirat mit der Tanzpartnerin des vorjährigen Abschlussballs einzuwilligen. Dies wird von Verwandten und Nachbarn zutiefst missbilligt und die Eltern haben sogar angedroht, ihn aus dem Haus zu werfen.

    Da wir eine inklusive Schule sind, unterstützen wir die Neigung und das Vorgehen des Schülers ausdrücklich und das Lehrerkollegium empfiehlt deshalb dringlich, den Schüler für die Finalklasse zuzulassen, erstens um ein Zeichen zu setzen und zweitens, da es sich der Qualitäten des Schülers (trotz seiner dieses Jahr etwas schwächeren Leistung) bewusst ist.

    Ich habe übrigens der Familie eine Protestnote gemailt mit der Aufforderung, ihren Sohn vor dem Hass im familiären Umfeld zu schützen und ihn auf der Schule zu belassen.
    Ich würde es begrüßen, wenn andere Lehrer aus dem Kollegium das auch täten. Die Mailadresse der Eltern lautet:

    POSTMASTER@mrt.com.mk

    Denn falls diese ihren Sohn von den Prüfungen abmelden sollten, haben wir keine Handhabe mehr.

    P.S.: Es erscheint Nachhilfe im Fach Flaggenkunde angeraten.

  4. Der Song erreicht mich überhaupt nicht.

    Da mir „You“ letztes Jahr eigentlich ziemlich gut gefallen hat, waren meine Erwartungen schon etwas höher.
    Leider wurde ich dahingehend enttäuscht.

    Ja… es ist alles sehr bewegend und schwer für ihn. Ja… die Absage des ESC letztes Jahr hat ihn sehr getroffen. Aber dann kommt er mit sowas um die Ecke?!

    Trotz allem nicht mein letzter Platz, da gibt´s in meinen Augen wirklich schlimmeres in diesem Jahr

  5. Vasil – von seiner Art (und auch Aussehen) würde ich ihm 12 Punkte geben. Der Song bekommt aber nur einen Punkt. Eigentlich mag ich Balladen, aber das ist mir dann doch etwas too much.
    Aber ganz ehrlich, entweder haben in Nordmazedonien alle eine Sehschwäche von 5 Dioptrien oder sie wollten es nicht sehen, aber Vasils Körper und seine Art schreien doch aus jeder Pore: Ich stehe nicht (ausschließlich) auf Frauen!
    Das ist auch gut so und jeder sollte ihn lassen, wie er ist. Ich hoffe, er darf fahren – auch, wenn er mit diesem Song kläglich scheitern wird…

  6. Mir ist es komplett egal, was um dieses Lied bzw. das Video bzw. den Sänger für ein Popanz veranstaltet wird. Und ich verstehe auch nicht, wieso er deswegen ein ESC-Held sein soll. Dieser ganze Gossip ist so vollkommen uninteressant.

    Entscheidend ist für mich der Song. Ich wll nicht wissen, ob der Sänger schwul oder vegan ist. Ich halte eh dieses ganze Theater gerade für unsäglich aufgebauscht und fast scheint es mir so, als würde man damit von dem ganz ganz schwachen Song ablenken wollen. Als würde man aus dem Sänger eine Art Märtyrer machen wollen. Ich finde das ganz ganz unappetitlich.

    Und weil entscheidend das Lied ist, spielt das alles in meiner Bewertung keine Rolle.
    Dieses Lied ist Schrott. Es hat keine Struktur. Ich weiß nicht, wo es hin will. Ich weiß nicht, was der Künstler mir sagen will. Es ist zusammengerührte Balladenpampe. Ich mag diese Lieder nicht, wo noch mehr Message und noch mehr Emotion drübergekleistert ist, weil man dem Hörer offenbar nicht traut, selbst eine Emotion entwickeln zu können. So überfrachtet man alles mit Pomp und Streichern und es ist von allem zu viel. Und wie gesagt: dann isses auch noch vollkommen ohne Struktur.
    Nein, tut mir leid, das Lied ist ganz ganz furchtbar und der letzte Platz im Semi ist vorprogrammiert.

    • Goldig @Andi , du verwendest den Lieblingssatz meiner Mutter nach anhören der Playliste die ich ihr sendete. Mehrmals kam “ das Lied ist ja ganz furchtbar oder halt – ganz ,ganz furchtbar 😂
      Mamas Prädikat ganz, ganz furchtbar bekamen aber 3 andere Songs…

    • Deine Degradierung ist verständlich, die neue Königin hat tatsächlich das bessere Lied, im Video eh schon ein kleines Krönchen auf und sieht trotz ihrer jungen Jahre älter aus als Vasil.

      Und die Degradierung von Prinzen ist ja gerade auch in anderen Ländern in Mode. Vielleicht sollte er mit seinem Leiter der Schulkantine, äh, Barmann auch besser ins Ausland ins Exil ziehen…

  7. Hier kann ich Peter zu 100% zustimmen. Mir gefällt der Song auch gut, kann auf der anderen Seite aber durchaus auch verstehen, wenn vielen Leuten der Song zu kitschig und pathetisch daherkommt.
    Aber mir gefällt’s.😍

    Aber mein sachlicher Tipp: Leider wird dieser Song das Halbfinale nicht überstehen.

  8. In meiner ESC-Burg habe ich Vasil als Mönch mit zweifelhaftem Ruf in die Kapelle gesetzt. Dabei ist er nur ganz knapp dem Schafott entkommen, weil ich den der interessierten Öffentlichkeit bekannten Vasil mag. Das Lied selbst entfernt sich so weit von meinem Musikgeschmack so weit, wie es übethaupt nur möglich ist. FÜr mich ist „You“ eine mit viel Pathos vorgetragene, aber inhaltsleere Musicalnummer, die nicht aus dem Quark kommt und über drei Minuten vor sich hinknödelt. Natürlich dibt es in der Orchestrierung ein oder zwei schöne Stellen, aber leider ist der Chorgesang dann wieder fürchterlich prätentiös. Trotz meines negativen Gesamteindrucks wünsche ich Vasil für den ESC alles Gute und viel Glück. 1/12

  9. im gegensatz zu georgien (ich verwechsel die beiden immer 😀 ) ist dieses werk schwülstiger balladenschrott – wird klar im semi scheitern!

  10. „Here I Stand“ finde ich ganz furchtbar. Ein so kitschiges Lied habe ich schon lange nicht mehr gehört. Da ist ja sogar „Dance With You“, was mir ebenfalls nicht gefiel, besser. Aber dennoch hoffe ich, dass Vasil noch zum ESC darf. Die Diskussion über das Musikvideo und seine Sexualität sind mMn lächerlich.

    Meine Top von allen bisherigen Songchecks:
    1. Australien (12/12)
    2. Litauen (8/12)*
    3. Irland (6/12)
    4. Mazedonien (2/12)

  11. Schöner Schmalz , ich muss nur aufpassen das es nicht aus meinem IPad tropft.
    Ist fast genauso wie 2019 Kobi Marimi für Israel.
    Stattliche Männer lassen den kleinen Caruso raushängen und singen die falschen Lieder.
    Da hebt nicht mal die Bodenwischende Hausfrau den Kopf. Arbeit geht bei solchen Songs vor.
    Glück hatte nur der Kobi, er war gesetzt.
    Vasil wird wohl wie der Songtext schon verrät im Semi stehen bleiben.
    Darf aber gerne beim nächsten Tattootermin die Liege neben mir nutzten.
    2 Punkte

  12. Hach, Peter, immer wieder gut. Warum hat mich das jetzt nicht überrascht? 😉
    Ja, der Song erinnert mich total an Disney. Und da schrillen natürlich alle Alarmglocken, weil ich Disneymusik und -filme total grauenvoll finde. SO hart würde ich jetzt nicht urteilen wollen, aber meins ist es definitiv nicht. Wird im Halbfinale auch untergehen, ich sehe da echt keine Möglichkeit für Mazedonien, irgendwie noch das Finale zu ergattern. Nun ja, solche Füllsongs muss es schließlich auch geben.
    Das Drama um seine Person ist mir weitesgehend unbekannt. Habe mal gehört, dass im Video eine bulgarische Flagge zu sehen ist (er hat ja den bulgarischen Pass, soweit ich mich entsinnen kann)? Ich muss aber gestehen, die bislang nicht gefunden zu haben. Ist mir auch relativ egal, denn in Rotterdam wird das (aber auch er selbst) keine Rolle spielen.

    Prognose: Halbfinale 16/16 (10%)
    Meinung: Platz 33/39 (3 Punkte)

  13. Mit Vasils ESC-Songs werde ich einfach nicht warm. Ich liebe Musicals, epische Balladen und Disney, aber in diesem Fall ist das einfach alles zu viel übereinander und gleichzeitig…
    (Btw: ein Musterbeispiel dessen, was ich unter „epischer Ballade“ verstehe, ist Großbritannien 2017 ^^)

    3/10 und 37/39
    2020: 5/10 und 32/40

      • Die große Celine! 🙂 Wenn du damit auf Musterbeispiel und Lucie Jones anspielst: ich meinte ein ESC-Musterbeispiel. Gut, Celine hat den ESC gewonnen. Sagen wir, ich wollte ein Musterbeispiel aus den letzten 10 Jahren bringen 😀

  14. Jaaa Peter bewertet den Song richtig 😉
    Leider hat er keine Chance auf das Finale.
    Televotes werden um die 15 – 17 sein. Jury 10 – 14, wenn sie gnädig ist. Hier kann nur eine gute Position und Staging helfen, aber Vasil ist für mich zudem ein heißer Kandidat auf Startnummer 2. Er oder Königin Ana. Leider 🙁

  15. Ich hoffe das dieser Song im Semi hängen bleibt. Dieser Song gehört wirklich nicht ins Finale. Ich finde das ist der schlechteste Song dieses Jahrgangs.

  16. Schade: Ich mag Vasils Stimmfarbe sehr. Und letztes Jahr kam seine Stimme bei „You“ m.E. mit den Elektro-Klängen a la Erasure gepaart mit GoTan-Elementen sehr gut zum Tragen. So etwas hätte ich mir bei seinem diesjährigen Beitrag wieder gewünscht.
    Mein Wunsch wurde nicht erhört: Die süße, konventionelle Musicalballade erscheint mir zum Teil stimmlich überperformt, so dass ich seinen Gesang bei diesem Lied nicht mag.
    Für einen Finaleinzug sehe ich leider auch keinerlei Chancen….

  17. Sorry, der Song ist echt unmöglich.
    Strukturlos, schwülstig, und nur darauf hingeschrieben, dass Vasil auf den Akkorden möglichst viele vokale Verrenkungen anstellen kann.
    Das kann man als Demo/Showcase für die Bewerbung an der Musical-Schule hernehmen, als Gesamtkomposition taugt die Nummer überhaupt nichts.
    Und die Haldor Lægreid-Skala zeigt Sturm an!

  18. Der Song scheint ja ziemlich zu polarisieren. Ist das nicht eigentlich gut?

    Ich setze dem ein entschiedenes „so lala“ entgegen! Im Augenblick liegt er bei mir bei ca. 5/10 Punkten (wie gefühlt ein Drittel des gesamten Feldes; sehr schwierig dieses Jahr, eine vernünftige Reihenfolge zu finden), wobei er näher an 4 als an 6 Punkten ist.

    • Polarisien ist doch eher wenn etwa gleich viele den song gut und schlecht finden. In vasil’s fall ist das vielleicht gut für für d.p.’s polarisiemeter(o.ä.) für den esc ist diese art polarisierung glaub nicht so ideal

  19. Und für die echten Nerds gibt es noch meine nordmazedonische ESC-Ehrentafel:

    MKD 1998 Vlado Janevski Ne zori, zori
    MKD 2002 Karolina Gočeva Od nas zavisi
    MKD 2007 Deana Nikolovska Nebo
    MKD 2007 Gjorgji Krstevski Letni doždovi
    MKD 2007 Tamara Todevska Kaži koj si ti
    MKD 2007 Marijan Stojanovski Ako te rasplačat
    MKD 2007 Sanja Lefkova Otrov i lek
    MKD 2008 Sonja Tarčulovska Sever i jug
    MKD 2008 Tamara feat. Vrčak & Adrian Gaxha Vo ime na ljubovta
    MKD 2009 Naum Petreski & Kaliopi Rum Dum Dum (Zbogum)
    MKD 2011 Zdravka Mirčevska Ludost
    MKD 2012 Kaliopi Crno i belo
    MKD 2015 Tamara Todevska Brod što tone

    Ich habe die nordmazedonischen Vorentscheide seit 2006 verfolgt. 🙂

    Leider verantwortet das Land auch einen der ganz wenigen 0 Punkte-Beiträge auf meiner Liste:

    2000 MKD XXL Sto posto te ljubam / 100% те љубам

    • Hast du ein Glück. 2005 war noch der leicht schmuddlige Martin Vučić am Start.
      Gruselig, – und der Vergleich mit einem Tankwart kam aus der deutschen Sprecherkabine.
      Auch den Fitness Wahn machte er augenscheinlich nicht mit …..
      Karolina dafür Top!

      • Der Herr Vučić war wirklich gruselig, und ich war damals fuchsteufelswild, dass er ins Finale gewählt wurde, aber seine Tänzerinnen hatten hübsche Kleidchen an. 🙂

    • Darf ich mal spödisch sein? Von den Balkanländern sind die Beiträge aus Nordmazedonien, ehemals FYR of Macedonia, immer über. Ich hätte bisher die Luh eder gut vermissen können. Aber da ist auch kein Ansatz von Entwicklung zu spüren. Schade 🇲🇰

      • Blöde Wortkennung:
        es soll „…ich hätte bisher auf die Lieder gut vermissen können…“

      • Na ja, wie in fast allen Ländern bleiben die guten Beiträge halt im Vorentscheid hängen. Die meisten Lieder auf meiner MAK-Liste haben es ja auch nie zum ESC geschafft. 🙁
        Von den wenigen, die es geschafft haben, mag ich den allerersten Beitrag noch immer am liebsten. 🙂

    • Tamara Todevska 2019 ist nicht dabei?

      Den Song mag ich mittlerweile richtig gerne, allerdings hat es bei mir etwas gedauert.😉
      Ach, und Kaliopi hat mir 2016 auch richtig gut gefallen, fand ich schade, dass sie es nicht ins Finale geschafft hat.

      • Ich hätte Kaliopi 2016 auch ins Finale geschickt, aber für meine Playlist hat es trotzdem nicht gereicht. Und ‚Proud‘ ist ohne Zeifel ein starker Song, aber leider trifft er meinen persönlichen Geschmack nicht so ganz. 🙁
        Kennst Du Tamara’s ‚Brod što tone‘ vom Vorentscheid 2015? Falls nicht: highly recommended. Ist auf YT ganz einfach zu finden. 🙂

      • @togravus ceterum

        Wahnsinn, „Brod što tone“ ist ja ein superschöner Song. Danke für den Tipp.😊

    • Ne zori, zoro und Od nas zavisi ♥ absolut großartige Beiträge, 2002 mein Gewinner, 1998 zumindest mein Zweiter im Jahrgang. Ja, (Nord-)Mazedonien hat uns schon einige großartige Songs beschert (bis einschließlich 2008 mag ich alle Beiträge). Und 100% te ljubam ist, bitte lynche mich nicht, mein dritter Platz in 2000! Finde es mittlerweile einfach nur grandios, geballter Trash in bester Qualität.
      Von den Vorentscheiden kenne ich nur 2015, der bislang ja letzte Vorentscheid. Das war damals mein allererster VE, den ich jemals verfolgt habe. Hach, da kommen Erinnerungen an Wudy Wurst und Ketchup Makedonija hoch… 🙂

  20. Nach dem ansprechenden Dancefloor-Song „You“ im vergangenen Jahr, dreht Vasil dieses Mal die Kitschdusche ganz groß auf. Das erinnert teilweise sehr an den großartigen Freddy Mercury, allerdings mit viel zu viel aufgesetzten Pathos. Immerhin, ich nehme ihm die Ergriffenheit ob seiner sehr gut gesungenen Schmonzette durchaus ab. Vor dem Hintergrund, dass homophobe Teile der nordmazedonischen Gesellschaft versuchen den Künstler zu verhindern und als Anlass dazu, die für eine Sekunde eingeblendeten bulgarischen Nationalfarben im Nationalmuseum von Skopje dafür herhalten sollen ist jedoch skandalös. Alleine deswegen würde ich ihm ein Weiterkommen wünschen. Für meinen Geschmack geht es jedoch abwärts von Platz 17 im Vorjahr auf Platz 29, womit er den Finaleinzug bei mir ganz knapp als 11. des ersten Semis verpassen würde.

  21. Immer wieder schade, wenn sich Künstler für den Contest verstellen. Gehört mit Bulgarien, Israel, den Niederlanden, Slowenien und (unpopular opinion) der Schweiz in den Topf der 2020-Rückkehrer, die im direkten Vergleich stark nachgelassen haben.

    • Da stimme ich Dir komplett zu. Alle diese Künstler sind dieses Jahr mit Liedern am Start, die ich weniger mag als ihre 2020-Vorschläge, aber Bulgarien und die Niederlande konnten wenigstens ein ordentliches Niveau halten.

  22. Zu allererst mal DANKE lieber Peter – über Deine Bewertung hab ich mich echt gefreut. Die 12 Punkte sind absolut zu recht vergeben. Sehr überrascht hat mich auch, dass @Douze Point diesem herrlichen musicalesken Song doch soviel abgewinnen kann.
    Und @Benny – ja ok, die Webber-Musicals mögen schon was älter sein – es sind aber auch diejenigen die heute noch weltweit Erfolge feiern – und es wahrscheinlich auch in 100 Jahren noch tun werden :-). Das wird man von den heutigen, hippen so eher nicht behaupten können.

    Was Vasils Chancen beim ESC angeht erinnere ich nur an weiland Jaques Houdek – der wurde im Vorfeld auch arg verlacht und niedergeschrien – umso riesiger war dann natürlich die Freude über seinen sicheren Finaleinzug. Man übersieht bei alledem nämlich auch die übliche Ex-Jugo-Connection ;-).

    „Here I stand“ hat mich vom ersten Moment an extrem getoucht; das war Gänsehaut-Feeling pur. Und ich bin sicher – wenn Vasil das im Rotterdem live genauso intensiv und ausdrucksstark hinbekommt, dann ist da vieles möglich. Meine grösste „Sorge“ ist, dass der Druck, nach all dem was im Vorfeld passiert ist, für ihn zu gross ist und er womöglich Nerven zeigt. Trotzdem, neben Destiny und Jendrik ist Vasil für mich in diesem Jahr die Lichtgestalt beim ESC.

    • Gerade nochmal das Teilnehmerfeld in Semi 1 gecheckt – von 19 Beiträgen sind nur 3 langsamere Stücke – Belgien und dann wohl noch am ehesten mit Mazedonien vergleichbar, Slowenien mit Ana Soklic. Jede Wette – Vasil kommt ins Finale :-), schon alleine wegen dem inflationären Uptempo-Gehampel in Semi 1, wo oftmals auch ein Song klingt wie der andere. Ich bin optimistisch – Vasil hat beste Chancen.

  23. Puh, wie sage ich das jetzt am Besten?? Kennt ihr das wenn man sehr Bock auf etwas zum Naschen oder Knabbern,so z.B. Toffifee hat?? Man futtert im Rausch die ganz Packung nur um danach zu merken dass die Augen mal wieder größer als der Magen waren sodass man entweder kurz danach über der Kloschüssel hängt oder zumindest schwere Bauchschmerzen hat. Genauso habe ich mich nach dem „Genuss“ dieses Songs gefühlt.

    Ich bin ja wirklich ein großer Fan von Balladen, aber dieser Song klingt wirklich wie der Titelsong einer dieser überflüssigen Disney-Sequels,so dermaßen überkitscht und over the top. Dieser gesprochene Einspieler macht es auch keinen Deut besser, zumal ich Vasil diese Gefühle in etwa so abkaufe wie die Aussagen einer gewissen englischen Herzogin.

    Ne, dass ist ein ganz schlimmes Machwerk dass hoffentlich im Semi aufgrund des hohen Zuckergehalts kleben bleiben wird. Ich habe den Song beim ersten Mal noch 1 Punkt gegeben, aber nun ist er auch für mich keinen Punkt mehr wert.

      • @Thilo mit Bobby

        Nö, müssen sie nicht zwangsläufig. Manchmal habe ich richtig Bock auf Süßes, aber oft sind halt nur so Sachen da die ich nicht wirklich mag sondern eher meine Mutter. Da ich aber oft zu faul bin zum Edeka oder Lidl zu laufen müssen es halt dann diese Süßigkeiten tun, so nach dem Motto „in der Not frisst der Teufel Fliegen“.

  24. Ich mag den Song, und nicht nur wegen Vasil. Ich kann aber auch gut damit leben, dass die meisten ihn hier verreißen, Leser wie Blogger. Das steht auch jedem zu, aber muss man dafür gleich die Minderheit derart dissen? Benny: I don`t feel hate! 😉

  25. Ich bin da etwas zerissen.

    Einerseits hege ich für Musik aus Disney-Filmen durchaus Begeisterung, doch gilt das hauptsächlich für die ganz alten Filme, während mich die modernen Musical-Nummern überwiegend kalt lassen und so richtig in Wallung brachte mich auch Here I Stand zunächst nicht.

    Als ich dagegen Vasils SudBina höre, konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen, warum nicht dieses hübsche Stück Tanz-Folklore den ESC-Zuschlag bekam – „that’s the one“ hin oder her, würde es mich schon sehr wundern, wenn dieser ziemlich genau dreiminüten Song nicht auch im Angebot war …

    Da es nun aber Here I Stand ist und ich den vielseitigen Kontext, in dem er stattfindet, nicht ignorieren kann, nimmt mich das trotz aller Einwände dermaßen dafür ein, dass ich ihn, wenn er hoffentlich in Rotterdam zur „Aufführung“ kommt (vorzugsweise direkt auf Startplatz 1), feiern werde.

  26. Das hätte doch mit einer klareren Linie und einem mitreißenden Refrain etwas werden können. Gute Stimme, Orchester, Arrangement. Aber es ist einfach eine Aneinanderreihung von Musiksequenzen die sich einfach nicht zusammen finden. Man wartet drei Minuten auf den roten Faden, den es nicht gibt. Was bleibt ist zu theatralisch und schwülstig. Kein Finale.

  27. Wie schön wäre eine Feel-Good Story, in der unser weltoffener Protagonist gegen alle Widerstände triumphiert, sich den Sieg ersingt und den ESC nächstes Jahr nach Skopje holt.
    Spoiler Alert: Das wird mit dem klebrigen Disney-Reject „Here I Stand“ natürlich nicht passieren. Ich wäre sehr überrascht, wenn wir das Lied nach dem 18. Mai noch mal zu hören kriegen. Trotzdem wünsche ich dem sympathischen Vasil ein Happy End. Wenn schon nicht mit dem Song, dann doch wenigstens mit dem netten Barkeeper.

  28. Hier sagen sehr viele das der Song keine Struktur hat. Das mag stimmen aber muss ein Song denn eine Struktur haben wie z.B. Strophe Refrain Strophe Redrain Bridge Refrain um ein guter Song zu sein? Viele sehen zum Beispiel in abstrakten Bildern strukturlose wirre Schmierereien dabei sind auch diese Bilder große Kunst. Für mich ist Vasils Lied große Kunst

      • Thilo, dein Geschmack ist wirklich auf den Hund gekommen! 😉
        Im Ernst, du musst dich doch nicht rechtfertigen. Dir gefällt das Lied, das ist völlig okay. Bald kommt auch eines von meinen Faves, das hier regelmäßig verrissen wird. 😁

    • Da muss ich toggie widersprechen, für mich ist die Struktur fast das wichtigste Kriterium. Ich muss den Song einfach irgendwie verstehen können, ohne dass er komplett vorhersehbar ist. Quasi wie ein Film, nur halt in einem 3-Minuten-Format. Dazu zählt für mich die Stärke der einzelnen Teile sowie die Harmonie miteinander.

  29. Thilo, die „Struktur“ eines Songs ist mir piepegal. Ich liebe z.B. ‚Godspeed You Black Emperor‘, viel Spaß da bei der Suche nach Strukturen. 🙂 Also, die findest du da schon, aber nicht nach herkömmlichem Muster. Ich brauche keine Strophe und keinen Refrain. Ich brauche nur etwas, das mich berührt.

    btw ich muss Musik auch nicht verstehen, ich bin hier nicht im Mathe-Leistungskurs und ich bin kein Musikwissenschaftler.

    Irgendwas in uns sagt uns, was sich gerade gut für uns anhört. Dann hör hin, mach die Augen zu, genieße es. Und denk daran, dass das, was die anderen sagen, nur ihre Sicht der Dinge ist.

    Ich hab heute was ausgebuddelt, das ich lange Zeit nicht mochte. Aber heute ist die Zeit wohl reif dafür.. 😀

    Song von Vasil leider trotzdem doof. 🙁 ok, für mich.

  30. Ja es ist schmalzig, ja es ist over the top und ja ich mag es – Peter hat es auf den Punkt gebracht und ich stimme ihm da vollkommen zu. Vasils Traum wird definitiv wahr und er darf diesmal WIRKLICH antreten und das freut mich soooo sehr für ihn. Er ist ein toller Künstler und ich wünsche ihm nur das Beste für Rotterdam

    • Die Nummer gefällt mir so mittelmäßig. Meiner Meinung nach ist die Komposition zuviel des Guten. Manchmal ist eben weniger doch mehr.
      Ich bin überzeugt, weder Jury noch Publikum wird sich für das Musicalstück begeistern. Vor 20 Jahren versuchte es der Norweger Haldor auch mit Musical beim ESC. Sein „On My Own“ landete eine Bruchlandung und wurde letzter. Das droht nun Vasil auch.

  31. Tja eines dieser Lieder bei dem ich ‚die Leute‘ verstehen kann, die am liebsten ihre Beissleiste in die Tischkante hauen würden, ob des dargeboten Dürftigen, wenn sie sich den ESC im Fernsehen, oder online antun. Mag sein, dass das Unerträgliche die bittere Würze beim ESC sein muss. Leider aber ist das immer unzeitgemäßer und unpopulärer. Zum absolut Schwarzärgern ist es für die dann aber, wenn sowas dann auch noch ordentlich Punkte bekommt. Kein Wunder, dass die Quoten sinken.

    • och, trevoristos, jetzt hab ich mir so leckere Tiefkühlkost warm gemacht und jetzt sowas?

      Jemand Lust auf Lasagne?
      ich bin kurz weg..

    • Wie schön, dass es jemand gibt, der uns erklärt, was gute Musik ist und was man gerade zu hören hat.😉

      Nichts für ungut, ja, der Song ist am Zeitgeist vorbei. Es gibt viele Leute die so etwas nicht mögen.
      Aber ich bin mir sicher, dass auch solche Songs Liebhaber finden, und genau diese Vielfalt macht den ESC aus. Ganz ehrlich: Würde der ESC nur nach der aktuellen Chartmusik klingen, oder nach dem, was die ganze Zeit im Radio gedudelt wird, wäre das nicht mehr mein Contest. Also nicht falsch verstehen: Das heißt nicht, dass nicht auch aktuelle Trends beim ESC stattfinden sollten, bin ich auch absolut für. Aber ich finde, jedes Genre, ob es einem persönlich gefällt oder nicht (oder ob es dem Zeitgeist entspricht oder nicht) hat beim ESC seine Berechtigung. Und das ist gut so.🙂

      • Du hast mich etwas falsch verstanden. Klar gibt es eine winzige Minderheit, die an solchen Songs iwie gefallen findet, was nicht heisst dass es sich allein deswegen etwa um ‚gute‘ Musik handelt. Das ist ja stark subjektiv das Empfinden was ‚gut‘, oder ’schlecht‘ ist. Jedem das Seine. Ein gutes Lied ist doch wohl für jemanden ein Lied, das der jemand gerne wiederholt anhört und nicht ein Lied von dem der jemand meint, dass es ANDERE sich bitteschön doch öfter anhören sollen, er selbst das aber nicht tut.

        Seine Existenzberechtigung zieht der ESC aber am Ende denn doch aus den Einschaltquoten und sonstigen Reichweiten. All das sinkt und sinkt, vor allem in Westeuropa. In F und UK schon lange in Nebensender verbannt.

        Ich sag mal so, weiss nicht ob Du diesen Song nun wirklich gut findest, aber auch wenn du hardcore ESC Fan aus der kleinen ESC Bubble bist (oder vielleicht dann ja…) ist es doch sehr schwer vorstellbar, dass du diesen Song auf Dauerschleife, oder wenigstens wiederholt dir über Wochen anhörst. Das kannst du zwar behaupten aber glauben muss man das ja net. ^^

      • @trevoristos

        Ich bin Hardcore-Fan und mir gefällt der Song. Aber ich möchte mir den Song auch nicht in Dauerschleife anhören. Das geht mir aber mit den meisten Songs so.😉
        Aber ich rechne auch nicht mit einem Erfolg von Vasil, so realistisch bin ich schon. Ich kann durchaus verstehen, dass vielen Leuten der Song zu dick aufgetragen ist.🙂

    • Selten so einen Quatsch gelesen! Die sinkenden Quoten hierzulande sind hauptsächlich der mangelnden Promo des NDR geschuldet. Und wenn mans auf das musikalische Angebot schieben wollte, dann hat es eher mit dem zunehmenden Gleichklang in den letzten Jahren zu tun. Aber das führt jetzt hier zu weit.

      • von Deutschland ist gar nicht Rede….z.b. die Länder die nach den Halbfinales rausfliegen haben stets extrem niedrige Quoten (sind ja manchmal Länder die zusammen an die 100 Mio Einwohner haben). in den 120 Mio Menschen umfassenden Ländern UK + F dümpelt der ESC kurz vor der endgültigen Programm-Verbannung wg zu schlechter Quoten herum…In IT und ES sind die Quoten auch nicht sonderlich gut. DE hat dagegen ja erstaunlicherweise quasi noch Quotengold. Unklar ist ausserdem aus wem eigentlich die Zuschauerschaft besteht. Meiner Einschätzung nach hat sich die Zuschauerstruktur zum Nachteil gewandelt. Lange sollte das so nicht mehr weitergehen.

      • @trevoristos

        Verbreite keine Fake-News!! Der ESC läuft in UK und Frankreich auf BBC1 bzw. France2, den Hauptsendern des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, zumindest was das Finale anbelangt.

      • @trevo, ich weiss gar ned ob Du da generell zu richtig liegst mit den überall sinkenden Quoten. Eins ist aber nachvollziehbar, dass die Einschaltquote in den Ländern die im Semi ausgeschieden sind, fürs jeweilige Finale sinkt – das ist eine normale Reaktion, das gleiche gilt ja auch für grosse Sportturniere wie EM oder WM. Man „fiebert“ eben nicht mehr richtig mit wenn der/die Vertreter des eigenen Landes nicht mehr dabei sind.

        Aber dass die Quoten allgemein sinken, weil sich hie und da auch mal Beiträge ausserhalb des Massengeschmacks bzw des Mainstreams durchsetzen und gut bepunktet werden, dass halte ich für ein (böswilliges) Gerücht. Ich halte hier den zunehmenden Gleichklang für deutlich problematischer.

  32. „Here I stand“ ist etwas, was eigentlich normalerweise Gastgeber bringen (wie z.B. Norwegen 1996 und 2010, Russland 2009 und natürlich Israel 2019): großer Pomp um den Anschein zu wahren, die Titelverteidigung anzustreben, aber das Ganze natürlich mit dem klaren Ziel, nicht noch einmal zu gewinnen.
    Diese Monsterballade ist nichts für die Masse, die den ESC schaut, ohne sich näher mit den Beiträgen zu beschäftigen. Ich kann mich ehrlich gesagt gerade nicht an einen Refrain erinnern. Aber so kitschig das auch rüberkommt, so scheint das Lied im gleichen Maße ehrlich zu sein.
    Trotz alledem läuft „Here I stand“ bei mir bisher unter dem Radar, obwohl Vasil ein starker Sänger ist. Dazu stimmen fast alle Länder, die als halbwegs sichere Punktelieferanten betrachtet werden können, im anderen Halbfinale ab. Obwohl man davon ausgehen kann, dass der Mann alles geben wird, sehe ich schwarz für Mazedonien.

  33. Hat gute Chancen, letzter im Semi zu werden – sehr altbackenerDisney-/Muscialballadenschmalz. Anscheinend mögen sie sowas in NMAZ, siehe auch (das weniger schlimme aber trotzdem selbes Genre) Proud. Furchtbare Groteske um die „Flagge“ im Video; Vasil sollte seinen EU-Pass nutzen und aus dem anscheinend recht hinterwäldlerischen NMAZ in ein EU-Land ziehen.

  34. Ich schließe mich den vorherigen Kommentaren an. Schwülstiges und pathetisches Zeug, keinerlei Chancen für das Finale. Die Haßkommentare auf den Sänger sind natürlich in jeglicher Weise zu verurteilen.

    Ich werte 1 von 10 Punkten für Mazedonien.

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