
Es war ein Wagnis – und es ist offensichtlich nicht aufgegangen. Die vor einigen Wochen von der EBU zum 70. ESC-Jubiläum groß angekündigte Eurovision Live Tour ist abgesagt und soll auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben werden. In zehn großen Hallen in (West-)Europa sollten diverse aktuelle und ehemalige Kandidaten des Eurovision Song Contest performen. Am 2. Februar 2026 begann der Vorverkauf für Fans, die sich zuvor auf der Seite eurovision.com als „Eurofan“ registriert hatten; ein paar Tage später konnten die restlichen Interessierten nachziehen.
Ticketinhaber sollen ihre Kosten schnellstmöglich erstattet bekommen. Ob die Absage nun daran liegt, dass einfach zu wenige Tickets verkauft wurden, darüber lässt sich nur spekulieren. Dass sie nicht einmal zwei Wochen nach Verkaufsstart kommt, überrascht allerdings schon. In einem offiziellen Statement begründet ESC-Direktor Martin Green die Entscheidung so:
„Die Europäische Rundfunkunion bedauert, die schwierige Entscheidung bekanntgeben zu müssen, die Eurovision Song Contest Live Tour 2026 zu verschieben. Wir sind auf unvorhergesehene Herausforderungen gestoßen, die wir trotz aller Bemühungen unseres Teams, der Produzenten und Veranstalter nicht bewältigen konnten. Wir danken den Tausenden von Fans, die Tickets gekauft haben. Wir werden Ihnen den vollen Kaufpreis so schnell wie möglich zurückerstatten. Wir freuen uns darauf, die Live Tour wieder aufzunehmen, sobald wir unseren Fans das von ihnen erwartete Weltklasse-Erlebnis bieten können. Unser Fokus liegt weiterhin darauf, im Mai einen unvergesslichen Eurovision Song Contest zu veranstalten. Die Shows zum 70-jährigen Jubiläum werden mit 35 fantastischen Künstlern vor in Rekordzeit ausverkauftem Publikum in Wien und Hunderten von Millionen Zuschauern weltweit gefeiert.“
Für die Live Tour wurden zehn der größten Hallen Europas gebucht. Deutschland hätte als einziges Land sogar zwei Konzerte austragen sollen: In der LANXESS arena in Köln – der größten Halle Deutschlands – und in der Barclays Arena in Hamburg. Weitere Orte wären London, Mailand, Zürich, Paris, Antwerpen, Stockholm, Kopenhagen und Amsterdam gewesen. Im ursprünglich vorgesehenen Ziggo Dome in Amsterdam findet seit einigen Jahren im Herbst/Winter auch „Het Grote Songfestivalfeest“ statt, das einem sehr ähnlichen Konzept folgt und stets sehr gut besucht wurde.
Für die Eurovision Live Tour wurden bereits sieben ehemalige ESC-Acts angekündigt, die bei jeweils fast allen Konzerten auftreten sollten. Dazu zählten Helena Paparizou (Siegerin Griechenland 2005, Teilnehmerin 2001 mit Antique), Johnny Logan (Sieger Irland 1980, 1987), Katrina (von Katrina and the Waves, Siegerin Großbritannien 1997), Lordi (Sieger Finnland 2006), Verka Serduchka (Ukraine 2007), Alessandra (Norwegen 2023) und Guy Sebastian (Australien 2015).

Neben den bereits angekündigten Acts sollten noch je nach Stadt unterschiedliche weitere ehemalige ESC-Teilnehmer sowie zehn Acts des aktuellen Jahrgangs dabei sein. Geplant war die Tour vom 15. Juni bis 2. Juli. Das schon angesprochene „Het Grote Songfestivalfeest“ hingegen findet auch dieses Jahr statt. Für die Show am 13. November in Amsterdam haben bereits Alexander Rybak (Sieger Norwegen 2009, Teilnehmer 2018 und eventuell 2026), Andrew Lambrou (Zypern 2023), Dami Im (Australien 2016), Erika Vikman (Finnland 2025), Laura Tesoro (Belgien 2016), Senhit (San Marino 2011, 2020, 2021) und Stefan (Estland 2022) zugesagt.
Hast Du dir Tickets für die Eurovision Live Tour gekauft? Was glaubst Du, warum sie nun auf unbestimmte Zeit verschoben wird? Findest Du es schade, dass die Tour erst einmal nicht stattfindet? Schreib es uns in die Kommentare!
Entdecke mehr von ESC kompakt
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.



Wenn man in den letzten Tagen bei Eventim geschaut hat, war nicht wirklich viel verkauft.
Da hat man wohl die Reißleine gezogen…
Schade!
Wäre schön gewesen, war aber deutlich überteuert.
Sehr schade!
Kann es bei den aufgerufenen Preisen irgendwie verstehen. Dennoch schade… hatte mich schon auf Hamburg gefreut 🙁
Ja gut, damit haben sich dann sämtliche Überlegungen, ob mir diese Veranstaltung das Geld wert ist, erledigt… Fand die Tickets schon sehr teuer
Wir wollten den ESC im Mai abwarten und je nach Gefallen der Top 10 in Wien Karten für Zürich kaufen…
Naja mal abwarten, ob es tatsächlich einen neuen Versuch geben wird.
Marcel Stober bekommt als Neuling aber auch gleich die ganzen schwierigen Themen ab. Ohje. 😬
Naja, er hat jahrelange Erfahrung darin als NDR-Angestellter unbeliebte NDR-Entscheidungen zu erklären.
Dagegen ist die neue Rolle doch quasi Wellness. 🙂
Ja, da hast du wahrscheinlich recht. 😅
Nen schlechteres Jahr für so nen Move hätten die sich auch nicht aussuchen können lol
Die „unvorhergesehenen Herausforderungen“ waren wohl Tickets zu verkaufen.
Der ESC ist eine Nische, die die Menschheit, abgesehen von wenigen Irren (aka als Wir / Uns …), nur an einem Abend im Jahr leidlich interessiert. Ich denke schon länger, dass es gefährlich sein könnte, sich zu überheben, indem man den ESC zu einem globalen Großereignis aufzublasen versucht.
Ich hatte mich eigentlich auch auf Köln gefreut, habe aber schon in meinem Bekanntenkreis gemerkt, dass ich der einzige war, der da wirklich hin wollte.
Bei den vollkommen überteuerten Preisen für Sitzplätze und Golden Circle wäre für mich ohnehin nur die günstigen Stehplätze in Frage gekommen und da hatte man natürlich keinen Grund für Eile.
Da laut Saalplan bei den Sitzplätzen ja wenig bis gar nichts verkauft wurde, überrascht mich bei der Absage nur, wie früh das jetzt geschehen ist. Aber besser das Thema frühzeitig abräumen als auf wundersame Verkäufe ab Mai hoffen.
Tja, die Tickets waren wohl zu teuer – mich haben die Preise abgeschreckt. Sehr schade…
Mit dem Line-up lockt man außerhalb der Bubble niemanden hinterm Ofen hervor, schon gar nicht mit solchen gesalzenen Preisen. Da hätte man schon Mainstream Zugpferde wie Maneskin, Joost oder Tommy Cash mit ins Boot holen müssen.
Das Timing war auch nicht gerade ideal.
Mainstreamzugpferde 😆….Maneskin lasse ich gelten, der Rest, nun ja, ulkig würde ich es nennen….klingt eher wie das Line Up für nen Comedy Preis
Wie willst du die sonst nennen? Haben im televote ja immerhin saftig abgeräumt
wenn der tommy oder der joost ein konzert geben,ist die halle aber voll auch wenn es vielleicht nicht die ganz große halle ist – dito little big als sie noch little big in russland waren.
apropos maneskin,hier ganz großes open air kino.🤩
Jo. Deswegen geht Tommy Cash auch vom Gasometer in Wien ( Kapazität 4200) ins Simm City ( Kapazität 508). Nix für Ungut.
Weiß hier jemand wie man an Tickets für das Festival in Amsterdam kommt? Oder ist dafür schon zu spät ?
Einfach über die Homepage gehen
https://www.ticketmaster.nl/event/791906122
Es gibt bereits ‚resale‘ tickets, also ein bisschen herumstöbern dort.
Super danke, ich will da unbedingt hin 😃
Lena (M.-L.) war dafür nicht zu haben, da kann man ja nur die Reißleine ziehen 😉 Spaß!! 😀
Klingt nach logistischen Schwierigkeiten oder sie haben (noch) nicht genug ESC-Stars dafür gewonnen um alle Lokationen auszulasten.
Oder wirklich zu wenig Tickets verkauft? Dagegen spricht aber der sehr frühe Zeitpunkt der Absage / Verschiebung.
—–
Vielleicht backt die EBU bei einem eventuelle Neu-Versuch kleinere Brötchen, mietet lieber kleinere Lokationen an und geht mit den Preise runter.
Wäre wahrscheinlich für alle besser!
Ich denke, man sollte es vielleicht erstmal mit einem einzelnen Event probieren und dann wie du sagst in einer kleineren Location. Wenn das dann gut ankommt, könnte man es erweitern
Ich glaube wie viele andere auch, dass die Nachfrage einfach nicht hoch genug war.
Die Ticketpreise waren schon ziemlich deftig.
Mich persönlich hat das Lineup auch überhaupt nicht interessiert.
Ich glaube das ganze wurde zu groß aufgezogen man hätte vielleicht nur 5 Städte machen sollen und kleinere Hallen
Ich wäre in Hamburg gerne hingegangen. Aber nicht für den Preis!!!! Dafür wurde einfach zu wenig bzw. zu viel „Kaufe Katze im Sack“ geboten… 🤷♀️
Völlig absehbar bei dem Preis, wer macht das schon – vor allem, wenn ein Großteil davon evtl im Mai schon in Wien dabei ist, da wird der Geldbeutel irgendwann auch mal knapp
🙄 Sorry, aber das war nun wirklich von der ersten Sekunde an eine konzeptionelle Totgeburt …
Da zweifelt man wirklich am Urteilsvermögen der Verantwortlichen. Es war doch klar und ist ja auch von der großen Mehrheit der Fans sofort erkannt worden, dass diese Hallen eine Nummer zu groß waren. Wenn man dann auch noch (wahrscheinlich zwangsweise, damit es noch rentabel bleibt) viel zu hohe Preise verlangt und mit dem Lineup nur Hardcore-Fans anspricht, war diese Entscheidung absehbar. Ich bin gespannt, ob es da innerhalb der EBU noch Konsequenzen geben wird. Dass wir von der Tour nochmal etwas hören, glaube ich nicht.
War (leider) von Anfang an klar.
1) Denkbar schlechter Zeitpunkt – Image des ESC auf Alltime Low und viele Boykotte. Die Voraussetzungen hätten kaum schlechter sein können.
2) extrem schwaches Line Up – sieben Acts, eine davon halbwegs aktuell, allesamt genau die, die das ganze Jahr auf ähnlichen Veranstaltungen herumtingeln. Von einer offiziellen Tour hätte ich da schon andere Personen erwartet als genau die, die man Jahr für Jahr auf ähnlichen Veranstaltungen (Het Grote Songfestivalfeest) oder als Special Guest bei Preparties sehen kann. Eben ein besonderes Alleinstellungsmerkmal… Und nein, die zehn ’26er hätten das Line Up für mich nicht deutlich aufgewertet.
3) EXTREM überzogene Preise. Sorry, aber für einen Sitzplatz im OBERRANG teilweise noch über 130€ zahlen zu müssen ist NICHT mehr verhältnismäßig. Dass man im Jahr 2026 bei allen Skandalen in letzter Zeit nicht die Preise wie Taylor Swift aufrufen kann, hätte den Organisatoren eigentlich klar sein müssen.
Mir tut es nur für diejenigen leid, die eventuell auf Reisekosten sitzen bleiben
Bei den Preisen wundert es mich in keinster Weise. Die haben mich nämlich auch davon abgehalten, mir Tickets zu holen.
Mit den lauter großen Hallen wurde auch viel zu hoch gestapelt. Den Ticketverkauf nur ein paar Wochen nach dem ESC-Ticketverkauf zu starten, war vielleicht auch nicht die beste Idee, da diese ja auch nicht gerade günstig sind. Zum Jahresanfang haben viele Leute ja auch viele Kosten, wegen Versicherungen, Jahresbeiträgen, manche „Nachwehen“ durch Weihnachten etc.
Die Termine hätte man auch vielleicht eher in den Herbst legen sollen und nicht in den Juni, in dem viele Leute schon ihren Sommerurlaub oder Prüfungsphasen haben.
4 Termine wären auch vollkommen ausreichend gewesen: je einen in Nord-, Ost-, Mittel- und Südeuropa.
Der Grundgedanken war ja schön, die Umsetzung allerdings nicht.
Super schade! Als „Ersatz“ für alle Fans, die beim Ticketverkauf leer ausgehen eig eine gute Idee, aber die Preise waren wohl zu hoch…
Das hat mich wirklich nicht interessiert. Im Kollegenkreis wurde schon gefragt, ob man die Veranstaltung in Hamburg zusammen besuchen sollte, aber diese ollen Kamellen für so viel Geld… nä.
Erst kürzlich habe ich auch auf Plakaten noch Werbung für das Konzert in Köln gesehen. Dass das jetzt alles ausfällt, ist schon ein Hammer. Und dass das Geld erstattet wird, die Tickets also nicht gültig bleiben, ist jetzt auch kein sehr gutes Zeichen.
Ich muss da an Lenas More-Love-Tournee denken, die zunächst im Frühjahr 2020 stattfinden sollte. Nachdem es eigentlich schon klar war, dass sie so nicht stattfinden würde, ließ sich Lena noch eine Weile Zeit, bis es offiziell wurde – sie wurde nunmehr für Herbst 2020 angesetzt. Da sich die Lage bis dahin aber immer noch nicht gebessert hat, wurde sie in den Juni 2022 verschoben. Auch war angekündigt, dass sie mit einem neuen Album auftreten wollte (das aber noch länger auf sich warten ließ). Beide Male blieben die Tickets gültig. Bis zu jenem Post, in dem sie sagte, dass sie es noch nicht verantworten könne und ihre Konzerte absagen musste. Hierbei bekam man auch das Geld erstattet.
Ich spreche aus eigener Erfahrung, ich habe schon vor der ersten Verschiebung ein Ticket für das Konzert in Düsseldorf gekauft (auch wenn es für Köln die verbotene Stadt ist, aber sie sollte nun mal dort auftreten). Seitdem habe ich zwei Jahre darauf hingefiebert, doch im Laufe der Zeit ließ die Vorfreude bei mir nach. Nach dieser aufreibenden Zeit fühlte ich nicht so wirklich die Energie, zu einem solchen Konzert zu fahren. Ich habe schon darüber nachgedacht, mein Ticket zurückzugeben – Lena nahm mir die Entscheidung ab. Dafür war ich beim Konzert in Köln 2024 dabei – da ging es mir und Lena (damals zumindest) wieder besser.
Ansonsten lässt sich nur spekulieren, warum die Tournee jetzt ausfällt. Vielleicht hat sich einer der angekündigten Acts zurückgezogen. Oder es ist die momentan schwierige Lage. Aber war nicht einmal eine The-Masked-Singer-Tournee geplant, die auch nie kam, weil die wirtschaftliche Lage eher schlecht ist?
Ich persönlich vermute, dass die Konzerte auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben werden. Aber man sollte die Hoffnung auch nicht gänzlich aufgeben. Wie hieß es bei Katja Ebstein noch: Wunder gibt es immer wieder…
Was ist das für ein Desaster, bitte? Haben die vorher keine Marktforschung betrieben, um zu sehen, ob es dafür überhaupt ein Publikum gibt? Die Ausfallgebühr bei den Stadiumsgrößen will ich mir gar nicht ausmalen.
Wird wohl die typische EBU-Arroganz gewesen sein. „Wer Finaltickets für 800€ kauft, kauft auch ein Konzertticket mit wesentlich weniger Appeal für 150€“
Wie peinlich ist das denn 🤦♂️
Der ESC ist eine TV-Show mit hoher Einschaltquote und wenig nachhaltig, für die breite Masse.
Diese großen Hallen zu buchen, war mehr als naiv.
Besser wären kleinere Events, für echte Fans…reimt sich sogar 😊
Aber da wollte man (EBU) wohl versuchen, noch ordentlich Kasse zu machen.
War und ist eine schöne Idee. Kann auch funktionieren, siehe Amsterdam. Aber die Tickets waren deutlich zu teuer
nur peinlich
Habe eben die Mail von Eventim gelesen Schade hatte mich echt drauf gefreut aber gut da kann man nix machen ich denke das einfach kaum Karten verkauft wurden
Naja war ja irgendwo absehbar, dass das abgesagt wird. Gibt schlimmeres.
Ich fand das Konzept und die Idee super. Für jemanden, der nie den echten ESC live erleben konnte, war ich begeistert.
Ich habe mir direkt am ersten Tag ein Ticket gekauft. War zugleich aber auch skeptisch, ob das aufgehen wird. Wer, außer ESC-Fans und Nostalgiker, sollte dahin gehen? Ich behielt Recht. Die Nachfrage war enorm gering. Auf Eventim konnte man sehr gut nachverfolgen, dass die Karten wie Blei liegen blieben.
Nach wenigen Tagen war ich mir schon sicher, dass das so nicht stattfinden würde. Die Absage-E-Mail war daher keine Überraschung .
Vielleicht kommt ja mal ein greifbareres Konzept, in kleineren Locations.
[…] Die EBU hat versichert, dass die Tournee wieder aufgenommen werden soll, sobald ein „Weltklasse-Erlebnis“ geboten werden kann. Von den ursprünglich geplanten Veranstaltungen in Städten wie Hamburg, Mailand, Zürich, Antwerpen, Kopenhagen, Amsterdam und Paris sind die Fans nun enttäuscht, doch die Hoffnung auf zukünftige Konzerte bleibt. Der Vorverkauf für die Tickets hatte am 2. Februar 2026 begonnen, und es waren bereits sieben ehemalige ESC-Acts angekündigt, darunter auch Lordi und Verka Serduchka (ESC Kompakt). […]
gute Idee aber 0 werbung. Ich wusste gar nichts