Festival da Canção 2020: Alles beim Alten bei der portugiesischen Vorentscheidung

Zweite Probe Portugal Conan Osiris Telemoveis ESC 2019
Foto: Thomas Hanses

Trotz eines enttäuschenden 15. Platzes im ersten Halbfinale von Tel Aviv für Conan Osíris und sein „Telemóveis“, behält der portugiesische Sender RTP das Vorentscheidungsformat „Festival da Canção“ exakt wie im vergangenen Jahr bei. Das besagen die offiziellen Regeln der Show, die gestern veröffentlicht wurden. Demnach finden in Portugal wieder zwei Halbfinals mit jeweils acht Beiträgen statt. Vier Beiträge aus jedem Halbfinale kommen in das große Finale, wo dann logischerweise wiederum acht Songs gegeneinander antreten.

In den beiden Halbfinals wird das Ergebnis zu 50% von den Zuschauern und zu 50% von einer Fachjury bestimmt. Die jeweilige Reihung der beiden Votinggruppen wird in 12, 10, 8, 7, 6, 5, 4 und 3 Punkte umgerechnet und dann addiert. Im Falle eines Gleichstandes um den vierten Qualifikationsplatz ist die Jurywertung ausschlaggebend. Im Finale ist das Prozedere ganz ähnlich, nur dass sich in der Jury keine Fachleute aus der Musikszene oder der Medienlandschaft befinden, sondern Vertreter der fünf Regionen und zwei autonomen Regionen. Außerdem hat bei einem Gleichstand um den Sieg nicht diese Regionaljury das letzte Wort, sondern die Anrufer.

14 der insgesamt 16 teilnehmenden Lieder werden ausgewählt, indem gezielt Komponisten eingeladen werden, einen Song für das Festival einzureichen. Dabei darf jeder Songwriter nur einen Titel im Wettbewerb haben. Ein weiterer Beitrag wird über die Radiosendung „Masterclass“ des Senders Antena1 ausgewählt. Last but not least gibt es auch einen offenen Bewerbungsprozess, bei dem jeder, der in Portugal wohnt und/oder Portugiese ist, ein Lied einreichen kann. Über diesen Weg kann man sich bis zum 15. Oktober bewerben, am Ende schafft es aber nur eine einzige dieser Einreichungen zum Festival da Canção.



4 Kommentare

  1. Die Portugiesen dürfen das Konzept gerne fortsetzten, das hat mir die letzten Jahre auch gut gefallen. Für mich ist Portugal einfach eines der unterterbewetesten Länder im Wettbewerb, neben Finnland. Da hätten schon viel mehr Topergebnisse herausspringen können. Conan war auch super, noch immer in meiner Top 5!!!!

  2. Conan hätte den Finaleinzug dieses Jahr verdient gehabt und ich hoffe, daß es im nächsten Jahr wieder ein Vorentscheid mit teils außergewöhnlichen Songs gibt und Portugal endlich von seinen schwermütigen fadoesken Balladen Abschied nimmt, die es in den Jahren zuvor gab.

  3. Portugal ist auf jeden Fall eine Bereicherung für den ESC. Dieses Jahr hat mir aber leider auch nur mein Schützlich A Dois gefallen.

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