Filmcheck kompakt: „Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga“ auf Netflix

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Direkt nach der Veröffentlichung von „Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga“ auf Netflix haben wir bereits überlegt, für wen die Komödie von Will Ferrell eigentlich empfehlenswert ist. Mit relativ mittelprächtiger Ausbeute. Auch in Euren Kommentaren spiegeln sich die unterschiedlichsten Empfindungen wieder.

Seit Freitag ist aber schon recht viel passiert: Im Netz verbreitet sich der Satz „(Play) Jaja Ding Dong!“, in vielen Ländern weltweit stürmte der Film in die Top 10 der meistgesehenen Filme auf Netflix (auch in Deutschland stand der Film gestern Abend auf Platz 4 – auf Platz 10 inklusive der Serien und Shows). Zudem scheint sich der Soundtrack und besonders das Lied „Húsavik“ zum Hit, mindestens aber zu einem Achtungserfolg zu mausern. So ist die emotionale Ballade beispielsweise in Großbritannien, Australien, Schweden und Irland in den Top 10 der iTunes Charts zu finden. Die Top 20 der täglichen iTunes Charts konnten erstaunlicherweise sogar in Amerika, Kanada und Südafrika erreicht werden und auch in den deutschsprachigen Gebieten Deutschland, Österreich und der Schweiz hat der Song schon die Top 50 geknackt. Gibt es vielleicht die große Award-Überraschung und „Húsavik“ könnte als bester Song in einem Film ausgezeichnet werden?

Das sind mehr als genug Gründe, noch einmal unter uns Bloggern nachzufassen und einen kleinen Filmcheck im Stile unserer bekannten Songchecks zu veröffentlichen.

Zur Story des Films: Lars träumt davon, nachdem er 1974 als Kind ABBA beim Eurovision Song Contest sah, selbigen zu gewinnen und gründet mit Sigrid die Band Fire Saga – mit recht überschaubaren Erfolg. Doch durch ungewöhnliche Umstände erhalten sie eines Tages die Chance, ihrem Traum ein Stück näher zu kommen und für Island am ESC teilzunehmen. Fortan stolpern sie von einem Fettnäpfchen ins nächste und fast vergessen sie, für welchen Traum sie eigentlich kämpfen.

Will Ferrell kam laut eigener Auskunft durch Zufall bei einem Familientreffen 1999 in Schweden mit dem Eurovision Song Contest in Berührung und ist seitdem ein Fan des Wettbewerbs. Seit diesem Zeitpunkt wollte er auch einen Film rund um den Contest machen. Zusammen mit seinem langjährigen „Saturday Night Life“-Kollegen Andrew Steele schrieb er das Script zu der Komödie und recherchierte 2018 als Teil der schwedischen Delegation auch vor Ort in Portugal.

Eurovision-2018-Will-Ferrell-Benjamin-Ingrosso-Laura-Rizzotto

Als Regisseur wurde David Dobkin verpflichtet (verantwortlich auch für den Film „Wedding Crashers“, der allein in Amerika über 200 Millionen Dollar einspielte). Neben Will Ferrell konnten unter anderem Pierce Brosnan, Rachel McAdams, die Sängerin Demi Lovato, Dan Stevens von „Downton Abbey“ und der Game of Thrones-Star Jóhannes Haukur Jóhannesson als Schauspieler gewonnen werden. Zudem gibt es einige Cameo-Auftritte aus dem Umfeld des Song Contests zu entdecken.

Der Check

Story: 2/5 Punkte
Schauspieler: 3/5 Punkte
Wahrheitsgehalt (bezogen auf den ESC): 2/5 Punkte
Produktion/Kamera/Effekte: 3/5
Musik: 4/5 Punkte

Benny: Besser als befürchtet und schlechter als erhofft – so fällt mein Gesamtfazit aus. Das absolute Highlight des Films war der Eurovision Song-Along, der hat so richtig gute Laune gemacht. Auch einige andere Musiknummern waren sehr gut (auch wenn ich finde, für den ESC kämen die alle ca. 15 Jahre zu spät), allen voran natürlich die Lieder, die Molly Sandén gesungen hat. Der ESC ist alles in allem ziemlich wertschätzend dargestellt, das habe ich ursprünglich anders erwartet. Die Geschichte fand ich insgesamt okay, auch wenn ich sie gerne liebevoller umgesetzt gesehen hätte.

Vollkommen rätselhaft ist mir dagegen die Besetzung. Will Ferrell wirkt wie Mitte 50 (ist er ja auch), Rachel McAdams wie Mitte 30 (auch wenn sie eigentlich etwas älter ist), beide sollen im Film aber im gleichen Alter sein. Das und die immer wieder krampfhaft eingebauten Witze, machen die Charaktere für mich leider unnahbar, vor allem mit Will Ferrell kann ich überhaupt nicht mitleiden und -fiebern. Richtig peinlich ist die Punktevergabe im Halbfinale mit den Big 5, doppelten Ländern und mysteriösem Punktesystem. Den Film kann man sich – gerade auch als ESC-Fan – aber gut anschauen und damit dank einiger Highlights einen unterhaltsamen Abend verbringen, ein Evergreen wird das Werk aber sicherlich nicht. 6 Punkte.

Berenike: Von mir erhält der Film ein klares „so mittel“. Ich fand ihn durchaus unterhaltsam und hatte nicht das Gefühl, beim Anschauen meine Zeit zu verschwenden. Die Story war von der Grundidee her sehr gut für eine erfrischende Komödie geeignet. Allerdings hat mir den Figuren dann doch die nötige Portion liebenswerte Schrulligkeit gefehlt, das ist nur in Ansätzen gelungen. Zudem gab es einige Dinge, die mich etwas gestört haben, allen voran der so offensichtliche und der Story widersprechende Altersunterschied zwischen den beiden Hauptprotagonisten, genauso wie einige Logikfehler. Dass nicht alles den realen Regeln und Abläufen des ESC entsprach, finde ich dagegen nicht so schlimm, das geht für mich als künstlerische Freiheit durch, um die Story interessanter und dramatischer wirken zu lassen. Außerdem gab es durchaus witzige Szenen, die Gastauftritte alter ESC-Bekannter waren amüsant und schon allein für „Ja Ja Ding Dong“ als Dauerohrwurm hat sich das Schauen gelohnt. Und ganz wichtig: „The Story of Fire Saga“ gelingt es, den ESC auf liebevolle Weise auf die Schippe zu nehmen ohne verletzend zu wirken. Insgesamt ist es ein Film, den man als ESC-Fan schon gesehen haben sollte. Allerdings muss man dafür jetzt nicht alles stehen und liegen lassen, einen Oscar hat der Streifen nicht verdient. Aber er ist ideal für einen freien Abend, an dem man noch nichts vor und Lust auf leichte Unterhaltung mit viel ESC-Bezug hat. 6 Punkte.

Douze Points: Will Ferrell und ich kommen in diesem Leben offenbar nicht mehr zusammen. Der letzte Film, den ich mit ihm gesehen habe (so Wikipedia alle aufgeführt hat), war sein zweiter (Austin Powers). „The Story of Fire Saga“ wird daran nichts ändern. Umso mehr überrascht es mich, welches ESC-Star-Aufgebot auf Basis des Skripts für den Film zusammengecastet wurde. Das war ganz großes Kino! Die Story hingegen weniger, da sprang der Funk nun mal gar nicht über. Dennoch habe ich an ein paar Stellen gelacht, besonders über den Geist von Katiana und ein paar ESC-Insider. Ich freue mich schlicht, dass der ESC ganz gut wegkommt und damit die Chance hat, in Zukunft neue Zuschauer zu erreichen. ESC-Fans muss ich den Film nicht empfehlen. ESC-fernen Personen mit einer Vorliebe für pubertären Humor würde ich den Film auch glatt so ans Herz legen, anderen eher nicht. 5 Punkte.

Florian: Welches Land könnte besser geeignet sein für eine herzhafte Parodie als Island, das Land von Hatari und Silvia Night? Will Ferrell und Rachel McAdams „My Marianne“ stehen dem in nichts nach. Mich hat überrascht, dass der Auftritt von Demi Lovato recht kurz ausfiel – „In The Mirror“ ist eine Popballade aus dem Lehrbuch und stellt stimmlich fast alles beim ESC in den letzten Jahren Gezeigte in den Schatten. Toll, dass so viele bekannte ESC-Gesichter in dem Film auftauchen – so ist es letztlich eben nicht nur eine reine Parodie, sondern ein netter Film der trotz relativ banaler Handlung mit einem tollen Finale in der Arena in Tel Aviv endet – und wer weiß, wie weit vorne „Husavik“ beim ESC gelandet wäre. Für Molly Sandén als Sängerin ein weiterer internationaler Karrieresprung, der sie unter anderem in die iTunes-Top-10 der USA befördert. Und wenn der Film dort und anderswo den ein oder anderen zum ESC bringt, hat der Film doch schon alles erreicht. Insgesamt kommt „Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga“ nicht an das Level von „A Star is Born“ ran, fällt aber nicht so tief wie etwa die 2019er-Verfilmung von „Cats“. Für tolle Musik, gute Schauspieler und eine Handlung, die wohl ebenso schnell geschrieben wurde wie Serhats „Say Na Na Na“: 7 Punkte.

Manu: Will Ferrells Humor ist schon ein ganz eigener, heute meist flacher „Penis-Humor“ oder der typische „Hauptakteur-tritt-in-jedes-Fettnäpfchen“-Humor. Und dieser funktioniert bei mir persönlich meist gar nicht (dabei klammere ich allerdings die absurde 20 Jahre alte Komödie „Superstar“ mit der amerikanischen Komikerin Molly Shannon einmal ganz bewusst aus). Leider beschränkt sich der Humor bei diesem Film auch meist auf die beiden angesprochenen Bereichen – im Originalton allerdings nicht ganz so stümperhaft wie in der Synchronisation.

Die Story hat leider auch nur selten mehr zu bieten als das „Kämpfe-um-deinen-Traum-und-alles-wird-gut“. Da hätte man sehr viel mehr herausarbeiten können. Die Produktion sah sehr hochwertig aus, auch wenn bei Netflix-Filmen meist nicht sehr tief in die CGI-Tasche gegriffen wird. Auch die Schauspieler haben das gegeben, was Sie sollten, nicht mehr und nicht weniger. Die Cameo-Auftritte haben Spaß gemacht, auch wenn ich mich noch mehr gefreut hätte, wenn die nicht alle in gut drei Minuten abgearbeitet worden wären, in denen dann auch nur zum Teil ESC-Songs zu hören waren. Da war der Cameo von Salvador Sobral beispielsweise sehr viel liebevoller inszeniert. Mein persönlicher Tiefpunkt allerdings: die stümperhaften Fehler rund um den ESC an sich. Klar gab es Vieles, was aufgegriffen wurde, das ich in dem Film nicht erwartet hatte, aber vielleicht bin ich zu sehr Fan, um über die Fehler hinwegsehen zu können – vor allem wenn die gemachten Fehler gar keinen Grund hatten (bestes Beispiel hier sicher die Punktevergabe im Halbfinale). Wiederum fast durchweg positiv für mich: die Musik. Hier wurde viel Energie und Arbeit reingesteckt und das hört man. Natürlich klangen einige Lieder etwas schrottig und produktionstechnisch nicht „modern“. Aber die Lieder unterstützten sehr gut die jeweiligen Stimmungen, die Aussagen und den überspitzenden Humor und können teilweise sogar fern des Filmes funktionieren. Alles in allem 5 Punkte.

Max: Chance vertan. Zugegeben waren meine Erwartungen nach dem Trailer nicht besonders hoch – aber ich war trotzdem insgesamt ziemlich enttäuscht. Die Story ist ja wirklich nett und ulkig, Island ist zudem das perfekte Szenario für den Film. Aber mehr als ein paar Mal schmunzeln war bei mir nicht drin, und ich lache wirklich viel und sehr gerne – Slapstick ist jedoch nicht wirklich meins.

Der Film schafft es gerade nicht, ESC-Fans zufrieden zu stellen. Sehr viele Fehler haben sich eingeschlichen wie etwa doppelte Länder im Scoreboard, falsche Flaggen, Big5-Länder, die durch das Semi gehen, ein Semi mit traditioneller Wertung und so weiter. Die „Hommage“ an unseren Contest ist nicht gelungen, eher werden ESC-Klischees noch einmal kräftig bedient. Alle Songs, die beim Fake-ESC mit dabei waren, mussten übertrieben inszeniert werden. Vom aufgesetzten „Tiger King“ aus Russland ganz zu schweigen. Immerhin hatte ich von Schwedens „Coolin‘ with da Homies“ einen Ohrwurm und Islands „Double Trouble“ hat abgesehen vom Text auch das Zeug, beim echten ESC anzutreten. Okay, vielleicht nicht mehr in diesem Jahrzehnt…

Die Story an sich ist wirklich vorhersehbar. Bei den beiden Mitgliedern von Fire Saga bekam ich eher Vater-Tochter-Vibes, zudem ist Will Ferrells Rolle ziemlich asexuell. Die obligatorische Liebesgeschichte war hier völlig unnötig. Vielleicht hätte man das Ganze aber auch eher als Serie auslegen sollen. Dann hätte man auch einen größeren Spannungsbogen ziehen und dem unwissenden, normalsterblichen Nicht-ESCler die ganze Veranstaltung näherbringen können. Vielleicht sind wir als eingefleischte Fans auch einfach zu kritisch, wenn da so ein Amerikaner einfach daher kommt und unser Herzstück verfilmt. 5 Punkte.

Peter: Es gibt einen fantastischen, gleichermaßen unterhaltsamen inspirierenden und feuilletonistisch anspruchsvoll erzählten ESC/Melodifestivalen-Film und der ist knapp zwanzig Jahre alt und heißt „Livet är en Schlager“ – und kommt selbstverständlich aus Schweden (btw mit Carola-Cameo). Den solltet Ihr unbedingt ansehen, wenn Ihr ihn irgendwo in die Finger kriegt.

Im Vergleich dazu ist „Fire Saga“ ganz ganz blass. Die flache Inszenierung ist überaus oberflächlich soapy, die allermeisten Showstopper/Gags zünden nicht und der (deutlich zu lange) Film kann sich nicht zwischen (mittelmäßiger) Komödie und (langatmiger) Lovestory entscheiden – und das tut dem Film nicht gut, ganz unabhängig vom (ESC) Sujet. Will Ferrell liegt mir als Darsteller ÜBERHAUPT NICHT, ihm gebührt aber Dank für die liebevolle Glorifizierung des ESC-Themas.

Die ESC-Bausteine sind auch das, was für mich den Film sehenswert gemacht hat, allem voran die russische Party, konkret das Singalong-Hit-Medley mit (u.a.) Alexander Rybak, Loreen, Jamala, Netta und John Lundvik. Striking beautiful war vor allem der „Ne partez pas sans moi“ Part mit Conchita und Elina Nechayeva in „matching“ Outfits, das war in der Tat großes Kino für uns zwei. Das landet sicher auf YouTube und dort werde ich mir das gerne und häufiger ansehen. Wie Douze Points gefiel mir außerdem der Geist von Katiana sehr (cool gespielt von Demi Lovato).

12 Punkte für die Russenparty und den Soundtrack (Eric hätte Molly nie ziehen lassen dürfen), 1 Punkt für den Rest.

Und hier nun der ESC Allstars Song Along auf der russischen Party in Edinburgh:

Wie hat Euch „Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga“ gefallen?


21 Kommentare

  1. Der Film ist nun nicht der Brüller, aber sehr charmant und liebevoll gemacht. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt.

  2. Ich schaue das Werk gerade zum zweiten mal. Kein Kunstwerk, aber trotzdem hat der Film schöne Momente, die für mich alle mit der Musik zu tun haben. Dafür lohnt sich der Film allemal. Die Fehler im Halbfinale finde ich überhaupt nicht schlimm. Ist ja keine Dokumentation mit Anspruch auf korrekte Darstellung von Fakten.

    • Nee, natürlich isses Doku und ich hab es auch schon beim letzten Artikel in meiner Review geschrieben: verbuche ich unter künstlerische Freiheit.
      Aber es sind einfach dilettantische handwerkliche Fehler, die man da außerdem gemacht hat. Ein Land taucht doppelt auf dem Scoreboard auf, Russland ist auf dem Scoreboard, obwohl vorher erzählt wird, dass Russland in diesem Semi gar nicht startet. Und so weiter und so fort.
      Selbst wenn man nicht alles kleinteilig dokumentarisch ausführen soll und kann, so sollte das Handwerk zumindest stimmen. Und das ist in diesem Film leider nicht der Fall.

      • Du hast natürlich Recht, wenn du sagst, dass es sich um leicht vermeidbare Fehler handelt. Sie stören mich persönlich nur einfach nicht. Ich störe mich eher an blöden Dialogen oder an einer dünnen Handlung. Trotzdem kann ich Spaß an den Songs haben und einige Szenen (wie die Russland-Party) durchaus gelungen finden. Kein Werk für die Ewigkeit, aber ich fühle mich streckenweise gut unterhalten. Und wenn ich dann noch die Eurovisionsfanfare höre und feiernde Fans sehe, habe ich sogar einen kurzen Anflug von Gänsehaut.

  3. Witzig, irgendwie. Jetzt nicht unbedingt ein film, den ich dringend mehrere male gucken müsste aber trotz will ferell konnte ich zwei, drei mal lachen(hamsterrad)
    Ich finde auch, dass man den esc eher als feld,wald und wiesenwettbewerb dargestellt hat statt als wirklich wichtigen, riesengrossen event, mal abgesehen von einigen „technischen“ fehlern.
    Der film hätte jedenfalls mit einem anderen hauptdarsteller viel gewonnen

  4. Liebe Esc-Kompakt-Blogger,

    1) Wisst ihr, wann die (doch ziemlich umfangreichen) Szenen in der Arena in Tel Aviv gedreht wurden?
    2) War das echtes ESC-Publikum oder Komparsen?
    3) Die Aufnahmen fanden vor über einem Jahr statt. Wie kommt es, dass bei der Menge an Zuschauern absolut nichts geleakt wurde, weder Videos noch Fotos (meines Wissens nach)?
    4) Habt ihr von den Dreharbeiten vor Ort mitbekommen?

    • Ich war letztes Jahr leider nicht vor Ort in Tel Aviv und habe zu deinen Fragen auch noch nichts irgendwo gelesen, auch wenn ich mir selbige schon gestellt habe. Ich kann mir nur vorstellen, dass die Aufnahmen im Vorprogramm/Warm Up in einem Halbfinale oder sogar Jury-Halbfinale entstanden sind. Oder aber ganz anders: Die Filmaufnahmen entstanden in der leeren Halle (nach den Proben) mit nur ein paar Zuschauern im „Graben“ und das gesamte Publikum wurde später reingeschnitten…

      Das Publikum in der Halle waren zumindest wohl keine Komparsen, das hatte Will Ferrell in einem Interview verraten, dass das etwas zu umfangreich gewesen wäre…

  5. Warum wird eigentlich der britische Kommentator Graham Norton so stark wie jetzt hier im Film, auch generell im Zusammenhang mit dem ESC in Szene gestellt?
    Bei Terry Wogan damals, der über 40 Jahre immer für den ESC sprach und viel wirkte, zeigt sich Norton eher das Gegenteil und wird so groß in die Kamera hoch gehalten. Verstehe ich nicht!

  6. Habe den Film am Samstag mit vier Freunden gesehen. Zwei davon eher ESC-Fans die beiden anderen eher Interessiert, schauen halt jedes Jahr das Finale.
    Hier ist der Film sehr gut angekommen. Klar sind einige Ungereimtheiten und Logikfehler total offensichtlich. Einige Gags haben trotzdem gezündet und wir hatten einfach Spaß.
    Das sollte es machen, Spaß….ist ja schließlich keine Doku sondern nen Unterhaltungsfilm, nicht mehr und nicht weniger.

  7. Ich bin total positiv überrascht! Das es kein Meisterwerk oder Meilenstein sein würde, war ja abzusehen, aber die wirklich wichtigen Dinge, sind super: Der ESC wird ganz klar als Nicht-Mainstream aber seeeeehr liebenswert dargestellt und die Musik – oh, die Musik – ist gut, seeeehr gut sogar! Ein Hoch auf Molly Sandén! Gelacht habe ich auch, mehr war nicht zu verlangen. 🙈

  8. @Manu

    Dein bestes Beispiel ist das schlechteste Beispiel. Die Punktevergabe wurde ins Halbfinale gelegt, weil die Punktevergabe im Finale aufgrund des Plots irrelevant wurde. Oder hast du dich auf die Fehler im Scoreboard bezogen?

    • Mich würde ja auch mal das Alter der fiktiven Hauptdarsteller interessieren. Scheinbar waren Sie ja bereits 1974 im Kindesalter, also sicher vor 1970 geboren, was bedeutet, dass sie mal mindesten 50 sein mussten. Vermutlich sollten sie aber eher so um die 30 sein.

      Alles in allem ein ziemlicher Trash-Film mit einigen gelungenen Gaggs, witzigen Gesangsparts und einem tollen Song zum Ende.

      • Über das Alter der Hauptdarsteller habe ich mir ehrlich gesagt überhaupt keine Gedanken gemacht. Bei manchen Filmen schalte ich schon vorher vorsorglich mein Gehirn aus. 😉

  9. Ich finde den Film absolut lieblos und flach produziert

    ..die Story ist einfach nur furchtbar peinlich …. Der Schauspieler der wie 60 aussieht hätte auch nicht sein müssen .. Es gab so viel mehr Potential für einen wirklich tollen ESC Film mit typisch schwulen Intrigen ..Köstum wechsel…Spannende Punktevergaben ..Schnelldurchläufe der anderen teilnehmer , Spannung statt flache Witze und Elfenkacke …(sorry) …als ich dachte der Film würde noch in die richtige Richtung schwenken mit dem absoluten Highlight und zwar dem SONG …da war der Film dann schon fast zuende :(…Es ist ein Aneinderreihen von Möchtegern Humor..mit ein paar Esc Teilnehmerbesuchen,die abolut zur Nebensache werden ..Die Handlung ist nicht schlüssig ..nicht realistisch ..und vor allem nicht beonders amüsant…der Fremdschämfaktor stellt sich leider desöfteren ein ..die imaginäre Punktevergabe ein Disaster…ich bin nicht nur enttäuscht sondern auch verärgert das der erste ESC Film …so schlecht gemacht ist und so wenig Kreativität besitzt …Für die Story an sich 2 Punkte für die Umsetzung 0 Punkte und für die Musik 7Punkte ..der Hauptsong ..bekommt das Maximum ..am Schlimmsten ist aber der Hauptdarsteller der bekommt -1000 Punkte während Sie das eigentlich ganz gut hinbekommt ..

  10. Ps und natürlich musste auch noch die obligatorische amerikanische Autojagd Raserei eingebaut werden ,dafür noch 1 punkt Abzug

  11. Wir fanden den Film sehr langatmig und leider können wir mit dem immer gleichem Humor von Will Ferrell auch nicht so viel anfangen. Schade, die Story wäre besser umsetzbar gewesen. Aber gut. Ist nur ein 0815 Filmchen geworden. Leider für uns nicht zum irgendwann nochmal anschauen.
    Wo Ferrell drauf steht ist auch immer viel Ferrell drin.
    Ein lustiger Aspekt war eigentlich nur kurz zusehen. Deutschland und Spanien starteten im Halbfinale und kamen nicht weiter. Gott sei Dank nur im Film 🙂

  12. Meine Meinung zu diesem Film ist überraschend positiv. Nach all dem was ich gehört und gelesen hatte, wollte ich diesen Film ignorieren. Doch dann sah ich einige Videos bei YouTube, die mich neugierig machten. Alleine, dass sich jemand Gedanken um den ESC macht, ein Drehbuch schreibt und einen Film drüber dreht, sollte auch honoriert werden, indem man ihn ansieht. Für mich war alles dabei: Herz, Schmerz, Lachen, Weinen, Gänsehaut und ESC-Feeling. Die „Fehler“ habe ich wohl übersehen. Der Film ist kurzweilig, unterhaltsam und außerdem wurde ich für das abgesagte Event noch entschädigt. Dafür schließe ich auch gerne ein Probeabo bei einem Streaming-Dienst ab.

  13. Habe den Film am Mittwoch gesehen und Schlimmeres erwartet.
    Will Ferrells Humor in seinen selbstgeschriebenen Filmen ist halt sehr markant und wirklich nicht meins. Wie er sich aber mit Inbrunst immer wieder die verrücktesten Charaktere stürzt, zeugt immerhin aber einen Mut, den viele US-Schauspieler nicht haben. Deshalb: Wer nicht so einen Spleen hat wie er kommt nicht auf die Idee, solch einen aufwändigen und zugleich belanglosen Film über „unseren“ ESC zu machen.
    Alle anderen Drehbuchautoren hätten doch schon über 60 Jahre Zeit gehabt. Wenn Ferrell den Mut hat und die anderen nicht, sollte man ihm das positiv auslegen.

    Die Story finde ich für eine simple Komödie in Ordnung und brachte ein paar amüsante Momente. Peinlich wurde es nur, wenn Will Ferrell seinen eigenen pupertären Humor eingebaut hat – vielleicht gibt es nochmal eine Version, wo die 10 Minuten einfach rausgeschnitten werden (für die Story waren die Gags ja eh nicht wichtig).

    Aus ESC-Sicht war die Wertung im Halbfinale natürlich nicht schön mit anzuschauen, wobei ich da die Logikfehler in der Grafik meine (und die fehlenden Wertungen von 1-7). Das wirkte so als wenn ein Ami ohne Ahnung vom Wettbewerb einen Tag bekommen hat, um mal eben alle Grafiken fertig zu machen. Schade, das wirft auf eine sonst zumeist liebevolle Produktion einen düsteren Fleck.
    Die Tatsache, dass ansonsten etwas frei mit dem Wettbewerb umgegangen wird, muss man aber akzeptieren. Für die Filmhandlung war das Voting halt notwendig.
    Wer wissen will, wie die jamaikanischen Bobfahrer 1988 abgeschlossen haben, sollte auch besser eine Doku gucken und nicht Cool Runnings schauen.

    Aber sonst? Die Musikeinlagen fand ich gut bis super! „Ja Ja Ding Dong“ hat doch echt das Zeug ein fester Bestandteil jeder ESC-Party zu werden und auch den Rest der Songs hätte ich mir größtenteils beim Contest vorstellen können.
    Die Cameo-Auftritte waren ebenfalls toll, auch wenn mir das schon etwas zu geballt war. Falls die Szenen nach dem Finale 2019 gedreht wurden, hätte ich mich auch über ein Mitwirken von Duncan Laurence gefreut, aber nun gut.

    Insgesamt mach das den Film natürlich noch nicht gut. Aber einen Film, der sich selber nicht ernst nimmt, hat für mich halt auch eine geringe Fallhöhe.

    Ein ernsthafter Musik-Film (z.B. A Star is Born) verdient eine komplett andere Aufmerksamkeit und kann im besten Fall als Top-Film angesehen werden. Ein Film wie Fire Saga ist bewusst gemachter Trash, was man mag oder auch nicht. Man kann es ihm aber nicht vorwerfen, weil jeder wusste, was einen erwartet.

    Von der Wertung bleibe ich mal bei den Bloggern und gebe 6/12.

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