Finnlands Beitrag für den ESC 2021: „Dark Side“ von Blind Channel

Finnland hat seinen Beitrag für den Eurovision Song Contest 2021 in Rotterdam gefunden. Im heutigen Finale der Vorentscheidung „Uuden Musiikin Kilpailu (UMK)“ konnten sich Blind Channel mit „Dark Side“ gegen sechs andere Acts durchsetzen – und das mehr als eindeutig. Die Band gewann sowohl das Jury- als auch das Televoting. Bei den Zuschauern lagen sie mit 479 Punkten sogar mehr als 320 vor den Zweitplatzierten Teflon Brothers X Pandora. Ein starkes Ticket für Rotterdam.

Die sechsköpfige Band Blind Channel wurde 2013 gegründet und trat bereits im Jahr darauf beim legendären Heavy-Metal-Festival in Wacken auf. Die Herren machen also nicht gerade Schmuse-Rock. Ihre Musikrichtung beschreibt die Band selbst als „violent pop, also „gewalttätigen Pop“ und damit ist sie in ihrem Heimatland ziemlich erfolgreich. Im Jahr 2018 waren die Herren als beste Rockband für den größten finnischen Musikpreis nominiert –  in einem Land, in dem Rock dominiert, ist dies keine schlechte Leistung.

Der Beitrag „Dark Side“ bleibt dem genannten Genre „Violent Pop“ und dem „Alternative Rock“ treu und vereint Metal-Elemente, Sprechgesang und Screamo (Schreigesang) mit einem melodischen Refrain. Der Stil erinnert dabei zum Beispiel an Bands wie Linkin Park oder Thousand Foot Krutch. Inhaltlich geht es in dem Lied um eine Untergrund-Party, bei der es keine Regeln gibt. Die Bandenmitglieder wollen damit vermitteln, dass das Leben Spaß machen kann, auch wenn gerade mal nicht alles perfekt läuft. Deswegen wird auch im Refrain dazu aufgerufen, die Mittelfinger schön in die Luft zu strecken.

ESC-Barometer

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77 Kommentare

  1. Es hat kein Weg daran vorbeigeführt.. es war der beste Beitrag in diesem doch starken Finale !!! Und ich mein Der punkte unterschied ist gewaltig ! Zu recht gewonnen
    10pkt von mir

  2. Von mir als erster Eindruck ein „Gefällt mir gut“ mit Tendenz zu mehr. Aber für die volle Punktzahl war es mir irgendwie dann doch etwas zu konventionell.

  3. Ich hab‘ mal taktisch „Gefällt mir weniger“ geklickt („ganz furchtbar“ würde ja beim Polarimeter helfen).

    Ok, um ganz ehrlich zu sein, „ganz furchtbar“ finde ich es auch nicht, die Synthie-Melodie im Hintergrund ist wirklich nett. Ich bin halt nur gerade enttäuscht, mir hätten andere Titel aus Finnland besser gefallen.

  4. Schade um die Teflon Brothers, das war so genial auf die Bühne gebracht.
    Aber gegen Blind Channel den Kürzeren zu ziehen ist wirklich keine Schande.

  5. Endlich mal eine wertige Haudraufnummer beim ESC! Megaverdient und mein bisheriger Favorit auf den ESC-Thron! Schluss mit dem Popschnullibulli! Das mit Mittelfinger geht auch ohne Kostüm… 😉

  6. Gefällt mir schon gut aber ganz ausgezeichnet…wäre definitiv zu hoch bewertet, wird in Rotterdam einen guten Mittelplatz belegen, nicht mehr, dafür ist es dann doch zu einfach gestrickt.

  7. Schade um Ilta (ich mag die finnische Sprache und ihren Song wirklich sehr). Für den Blind Channel fehlt mir der Empfang😅 das ist wirklich rein gar nichts für mich😉 Aber immerhin hab ich dafür in Norwegen meinen TIX als Sieger, das hab ich mir so sehr gewünscht – so hat jeder seins😌 und alle haben ihre Freude

  8. Einfach schön zu sehen, wie sich die Finnen für Jendriks verbotenen Mittelfinger einsetzen und gleich eine musikalische Petition bei der EBU einreichen! <3

  9. Der „ganz furchtbar“-Button zieht mich magisch an, aber nee, ich glaube, das wird der Nummer nicht ganz gerecht. Dafür dass das ansonsten überhaupt nicht meine Musik ist und mir diese Attitude auch nicht so megasympathisch ist, finde ich das musikalisch ziemlich in Ordnung. Da bleibt sich Finnland mal wieder treu in Sachen Haudraufnummern (immerhin ohne Masken … und das 2021) und setzt die Akzente aus Rock und Metal, die eben Abwechslung in den Contest bringen und genügend Anhänger für einen sicheren Finaleinzug finden werden.

  10. Was für ein toller Vorentscheid. Viele tolle Songs und vor allem um die drei in Landessprache tut es mir echt leid (und um das sehr berührende Lied von Oskr). Dennoch hat Finnland hier den besten Beitrag gezogen und das Ergenbis war ja auch mehr als eindeutig. Das ist ja schon einmal eine gute Basis für ein sehr gutes Abschneiden in Rotterdam und ich prophezeie mal die beste Platzierung seit 2011 (vielleicht sogar seit 2006 – Lordis Sieg). Habe natürlich mit „ganz ausgezeichnet“ gestimmt und das ist dieses Jahr schon dritte Mal nach Frankreich und Litauen. So kann es weiter gehen.

  11. Erst mal Gratulation an Finnland für die beste VE bisher…

    Es gab keinen richtig schlimmen Song .. Bin zufrieden Mit Blind Channel, mochte aber Teflon Brothers lieber , der Aufsteiger und die heutige Siegerin für mich war ILTA ,ganz großes Kino…und wäre auch in Rotterdam wohl gut angekommen ..Gefühl pur

  12. Ps der beste Song war allerdings der neue Song von Erika Vikmann..auch der andere Pausenakt Helsinki Haloo war stark …wie die ganze Show …nur William von Wiwibloggs hat den Gesamteindruck etwas gestört

  13. Ich hab’s schon mal beim Live-Blog während des Auftritts des Moderators Antti Tuisku geschrieben, aber wahrscheinlich waren da die meisten schon nach Norwegen gewechselt. Daher kann ich’s mir nicht verkneifen, Antti Tuiskus interessantes Cover von Vicky Rostis ESC-Beitrag „Sata Salamaa“ nochmal zu verlinken:

    https://www.youtube.com/watch?v=uIwp22BSbS4 (war vor ein paar Jahren Nr.1 in den finnischen Charts)

  14. Gefällt mir gut. Der ESC 2021 scheint musikalisch gesehen eine bunte Veranstaltung zu werden. Auch dank Finnland. Ich glaube der Finaleinzug ist gesetzt. Aber dann ein Top 10 Ergebnis scheint schwierig zu sein.

  15. So etwas erwartet man sich aus Finnland. Ich bin sehr zufrieden mit der Wahl. Sicher im Finale und da ist wohl eine gute Platzierung drin.

  16. Chancenreicher Kandidat auf vordere Ränge, wenn mit so viel Schnackes vorgetragen wie heute.
    Gibt europaweit genug Anhänger dieser Musikrichtung.

  17. Ich bin sehr über die vielen positiven Kommentare erfreut. Das hat Atmosphäre und sogar ziemlich viel Melodie, darf gerne Rotterdam rocken ! Um Welten besser als Lordi.

    Ich werte mit 8 von 10 Punkten.

  18. Wegen Songs wie diesem hier liebe ich den ESC! Tolle Abwechslung statt 08/15-Ballade. Danke, Finnland! Gefällt mir ausgezeichnet!

  19. Hach wie schön, das hätt ich grad echt nicht erwartet, aber ich freu mich, ein bisschen mehr Action tut der ESC-Bühne ganz gut.

  20. Musikalisch überhaupt nicht mein Bier. Allerdings muss ich sagen, dass es für einen Band-Act (diese habens beim ESC traditionell schwer) vergleichsweise unterhaltsam inszeniert ist. Also Lob an die Bildregie.

  21. Ja, die finnen pflegen ihren ruf. Ist ja nicht ganz das erste mal.
    Nach ziemlich balladen-reichen jahren scheinen in diesem jahr eher die schnelleren angesagt. Das könnte die chance für eine wirklich schöne ballade sein.

  22. Also erstmal muss ich sagen, der komplette Vorentscheid war richtig stark besetzt und umgesetzt.
    Fast alle Acts haben es Live richtig gut gemacht.
    Ganz besonders genial fand ich Ilta. Ich hätte nicht gedacht, dass sie die Emotion des Liedes so perfekt rüberbringt.
    Schade, dass sie nicht gewonnen hat, das wäre auf jeden Fall Top5 würdig in Rotterdam.

    Aber ich bin auch mit Blind Channel einvestanden.
    Obwohl sie besonders vom Publikum profititert hätten- so eine Einblendung, wie alle „huh, huh, huh“ rufen bringt schon einen starken Effekt- haben sie die Bühne gut gefüllt.
    Und der Song ist für dieses Genre recht einfach zugänglich. Muss er ja auch, damit man beim gemischten Publikum des ESC punkten kann.
    Insgesamt könnte ein Top10 Platz machbar sein

  23. Schön in die Fresse. So muss das.
    Nix gegen einen norwegischen Schlager oder die spanische Disney-Ballade, aber zu einem Musikcontest gehört eben auch diese Farbe. Und die ist sogar sehr konsequent. Der Auftritt hätte sogar noch mehr Wumms und Bumms vertragen.

    See you in hell(sinki) 2022.

  24. Also der Song ist auf jeden Fall besser als die Langeweile von Aksel letztes Jahr, aber irgendwas hindert mich daran denn wirklich richtig zu mögen.

    Habe mit „so la la“ abgestimmt, ist aber immerhin ein interessanter Farbtupfer.

  25. Ich kann einfach mit dieser Art von Musik nichts anfangen, sorry. Wird sich wohl auch nicht mehr ändern in meinem Leben.

    Waren nicht Norwegen und Finnland nicht schon immer die Länder mit den meisten (oder zumindest seeehr vielen) letzten Plätzen und (Finnland) nicht Final-Qualifikationen? Das befürchte ich für die schwedischen Nachbarn mal wieder.

  26. So ein Scheiß kann aber auch wieder nur aus Finnland kommen 🙁
    Dabei waren so viele gute Beiträge dabei…
    Traurig, dass sowas wahrscheinlich trotzdem gut ankommen wird :/

  27. Schwierig, die Chancen einzuschätzen: Der Refrain fräßt sich definiv ins Ohr und der ganze Act wirkt stimmig und authentisch (beim Staging sehe ich aber definitiv noch Luft nach oben). Helfen wird ihnen auch, dass sie in Rotterdam wahrscheinlich in ihrem Segment konkurrenzlos sein werden.
    Die Frage ist jetzt, ob die Metal-Fanbase, die AWS knapp ins Finale gewählt hat, diesem Song, der ja deutlich softer und poppiger daherkommt, ähnliche Liebe entgegenbringt. Andererseits ist die Zeit, in der solche Musik im Mainstream großen Erfolg hatte, auch schon etwas her. Am Ende könnte der Song dann das Schicksal haben, für den casual-ESC-Zuseher zu hart und für den Rock/Metal-Fan nicht hart genug zu sein
    Finale ist möglich, aber da wird es wohl nicht über das Mittelfeld hinausgehen; das ist aber allemal besser, als Aksel jemals abgeschnitten hätte, und für Finnland wäre das nach den traurigen letzten Jahren schon ein Erfolg.

  28. Ich finde den Finnischen Beitrag wirklich gut. Auf jeden Fall viel interessanter wie die gepflegte Langeweile vom letzten Jahr.

  29. Das Lied ist echt stark, aber dürfte in Rotterdam mit am meisten darunter leiden, dass es kein Publikum geben wird. Ich war außerdem auch ein bisschen von der Performance enttäuscht, denn nach den Ankündigungen auf Social Media konnte man ja wirklich davon ausgehen, dass sie entweder wirklich über Kopf performen oder zumindest irgendwie der Eindruck erweckt wird. So war das sehr solide, aber auch noch ausbaufähig.

    • Man darf nicht vergessen, dass auch die Acts und Sender mittlerweile gelernt haben, dass es gut ist, nicht am Anfang gleich das ganze Pulver zu verschießen und Steigerungsfähigkeiten in petto zu haben. Klassische wie gewisse ESC-Online-Medien und ihre Leser*innen sind sonst enttäuscht und schaffen sonst Stimmungslagen… 😉 ESC heißt heute vor allem Spannungsbögen und Steigerungsfähigkeiten aufbauen und (leider) mit Informationen und Extras hauszuhalten (Gruß nach Lokstedt 🙂 )

      Außerdem muss man es sich ja auch leisten können, gleich am Anfang voll aufzufahren. Ist bei so einem Act mit anfangs mutmaßlich relativ klar umrissener Anhänger*innenschaft auch eine Frage der Effizienz. Aber nun hat man ja das ESC-Ticket und kann noch eine Schippe drauflegen.

      Unabhängig davon bin ich recht sicher, dass so ein Stück selbst in unveränderter Form erfolgreich sein kann. Wo ich dir voll Recht gebe, ist die Einschätzung, dass gerade diesem Act die unmittelbare Publikumsreaktion stark fehlen wird. Wir werden sehen… Rock it! 🙂

    • interessant wird sein,ob die finnen im finale(was ich als sicher ansehe) dann auch so abgestraft werden,wie die ungarn 2018.
      ich denke,es wird um einiges besser abschneiden – das ist aber auch kein richtiger metal,ein rocker würde sagen,weder fisch noch fleisch aber die dosis könnte genau die richtige sein für das schlager und castingvoice gestählte partypublikum – also den televotern.
      es gibt jahre wie 2006,wo es halt gepasst hat,was nicht nur am „shocking“ auftritt lag sondern auch am insgesamt schwachen feld(die 00er jahre felder waren noch nicht so gut besetzt wie die der 10er jahre).

      • Ich glaube, dass Blind Channel besser ankommen könnten als die Ungarn 2018.
        Das war selbst für mich (die es ab und zu auch mal ein bißchen härter mag) too much.
        „Dark Side“ ist doch um einiges melodischer.

  30. so schlecht im verhältnis zum endergebnis war laura nun auch wieder nicht – beim auftritt verschwinden bei ca. 1.10 die tanzenden figuren von den podesten,um kurz danach wieder aufzutauchen??
    das der junge herr von wiwibloggs null punkte gibt,war auch mehr als erwartbar nach dem reactionvideo im youtubekanal.

  31. Finnland hat ca. 5,5 Millionen Einwohner, 1,1 Millionen haben sich UMK21 angeschaut!

    Und wer es noch wissen möchte: Songs von dieser Art waren ein Grund dafür, dass ich aus Finnland ausgewandert bin! Wenn sie in den Medien kaum was anderes hören, aber was anderes mögen, kann es ganz schön anstrengend werden!

    Aber das Positive ist, dass so viele in Finnland hinter diesem Lied stehen, da wird es kein Krieg im Land geben. Ich finde es immer Sch***, wenn am Ende ein Resultat mit 49/51 rauskommen würde.

    Blind Chanel hat übrigens gleich nach der Sendung versprochen, dass es in Rotterdam mehr Feuer und weniger Klamotten gibt. Also doch noch ein Grund dran zu bleiben…

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