Freedom: Was machen die Makemakes in den deutschen iTunes-Charts?

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Erinnert ihr Euch noch an den Eurovision Song Contest 2015 in Wien? Damals landeten The Makemakes aus Österreich genau wie Ann Sophie aus Deutschland mit null Punkten auf dem letzten Platz. Ihrem Song „I Am Yours“ hatte auch der brennende Flügel nicht geholfen, der später im ESC-Pausenact „Love, Love, Peace, Peace“ gewürdigt wurde.

Umso erstaunter war ich, als ich die Makemakes während meiner Recherchen zu den iTunes-Chartpositionen der „Unser Lied für Israel“-Teilnehmer mit dem Song „Freedom“ in, genau, den iTunes-Charts entdeckte. Wie konnte das passieren?

Die Antwort ist ganz einfach: The Makemakes haben Ende Januar an der Pro7-Musikshow „My Hit. Your Song“ teilgenommen, in der Bands und Solokünstler Lieder von bekannten Künstlern neuinterpretieren. Die österreichischen Rocker coverten zwei Songs von dem ehemaligen Schweizer ESC-Teilnehmer und 90s-Europop-Legende DJ Bobo, gewannen damit am Ende die Show und verkaufen seitdem eben auch den einen oder anderen Download von „Freeedom“ in Deutschland. Hut ab, liebe Makemakes!



23 Kommentare

    • Am Mittwoch war dieser unsägliche deutsche Siegertitel auf Platz 84 bei den Offiziellen Midweek Single Top 100, Tendenz stark sinkend, auch bei itunes. Meine Prognose für heute: Gerade so die Top 100 geknackt, wenn überhaupt. Nächste ist der Titel dann wieder raus, und verschwunden. Der Rest wird nicht gesichtet werden.

      • Deshalb überlege ich oft, ob es vielleicht nicht besser wäre, sich doch um etabliertere Künstler zu bemühen anstatt nur auf Newcomer zu setzen. No-Names rufen halt kein Medieninteresse hervor – als Konsequenz sind die Einschaltquoten niedrig, die Songs charten nur niedrig (oder gar nicht), werden von den Radios nicht gespielt und eine Woche vor dem großen Finale wird man als Fan wieder von allen gefragt „Wer singt denn eigentlich dieses Jahr für Deutschland?“

  1. „Erinnert ihr euch noch an den Eurovision Song Contest 2015 in Wien?“ 🤔🤔😂😂
    Na, dann hat ja eine prominente Band die Show gewonnen. Langweilig. Ich hab nur die Folgen mit Namika und Olly Murs gesehen, da haben gänzlich unbekannnte ihre Songs gecovert ^^

  2. Ich liebe die Makemakes…Die Jungs machen geile Musik, ihr Song Contest Song war eigentlich ihr schlechtester aber trotzdem der letzte Platz war nicht fair

  3. Das war damals auch ein guter Vorentscheid, der ORF hätte ruhig noch mehr Künstler daraus recyclen können, nicht nur die brave Zoé. die Folkband fand ich spitze und der durchgeknallte Mozart wäre auch was gewesen.

  4. Stimmt mit Absolutio von Johann Sebastian Bass hätten wir bestimmt mehr gerissen

    Und kann es kaum erwarten auf den Song von Paenda yayy

  5. @ ESCfan2009

    Ich liebe Alexa und kenne ihren neuesten Titel schon – für mich ist sie eine der besten deutschsprachigen Künstlerinnen, leider immer noch relativ unbekannt.

    Zu dem Makemakes: Hübsch aussehen tun sie ja…. Zudem freut es mich, daß man selbst nach einem 0-Punkte-Desaster noch Karriere machen kann.

  6. Österreich hatte schon öfter Pech mit anspruchsvollen Beiträgen, die kaum mit Punkten bedacht worden sind. Wer erinnert sich noch an „Heute in Jerusalem“ von 1979 ? Früher fand ich es schrecklich, mittlerweile weiß ich die Klasse dieses jazzigen Chansons durchaus zu schätzen.

    • Hihi, bei mir ist es genau umgekehrt. Heutzutage muss man doch einfach Monde (zu allem Überfluss . 100 davon !!) , die aus hoher kühler Luft fallen, klimabilanzmäßig rigoros ablehnen, sonst besetzt dat Greta Thunberg beim nächsten ESC noch stundenlang die Bühne

      • Wow, das hatte ich jetzt nicht auf dem Schirm ! Wie weltbewegend unser kleiner Lieblingswettbewerb doch ist !

      • Wahrscheinlich dürfen die Ernman-Thunbergs zu Hause auch keine CD`s mehr auflegen und damit Strom verbrauchen , sondern Malena muss aus Klimaschutzgründen alles selber singen 😉

        Go, Klimajugend, Go !!

  7. @ Bandido

    Genau das fordere ich seit Jahren….. Aber vermutlich besteht wenig Interesse hierzulande am ESC, da haben es dann solche Retortengruppen immer einfach und bei Schreiber sind sie damit genau bei der richtigen Adresse. Zumal es auch deprimiert, daß kein einziger Act nach Lena (auch nicht Roman Lob) in keinster Weise noch groß in Erscheinung getreten ist.

  8. Danke für den interessanten Beitrag, das Lied ist ja großartig (völlig befreit vom Staub der 90er Jahre) und die Sänger können singen und wirken symphatisch.
    Ich hätte nie gedacht, daß ich mich mal für die Makemakes begeistern könnte.
    zu sehr habe ich noch ihren grauenhaften ESC-Auftritt im Kopf mit der inferioren Bühnenshow. Auf die Idee, ein Klavier auf der Bühne anzuzünden, muß man erst kommen. Ich finde ja, daß sie völlig zurecht am letzten Platz gelandet sind, aber das hier ist wirlich gut.

  9. Wenn gute Vollblutmusiker sich auf ein maues Lied einlassen, Playbackinstrumente mimen müssen und eine grottige Show liefern, haben sie in die braune Kacke gegriffen und somit die zero Points verdient. Soviel zum ESC 2015. Aber die Makemakes können was, sind keine Eintagsfliegen, sondern sehr gute Vollblutmusiker, und danke Benjamin Hertlein fürs Thematisieren durch diesen Beitrag.

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