„Hart aber fair“ zum Eurovision Song Contest: Viel Gerede, wenig Inhalte

„Die ARD punktet mit Hart aber fair“, schreibt Douze Points heute Vormittag. Wichtig: Damit meint er nur die anständige Einschaltquote. Inhaltlich war die ESC-Sondersendung mit dem Titel „Mehr als Musik: wie politisch ist der ESC?“ in weiten Teilen ein weitgehend sinnentleerter ESC-Stanzen-Reinfall. Es wurde viel gequatscht, aber wenig gesagt.

Ich schreibe mal runter, was mir aufgefallen ist, ohne die Rezensionen im deutschen Feuilleton gelesen zu haben, aber ich befürchte es gibt (wie man im Dalli-Dalli-Style formulieren würde) „viele Doppelte“, denn diese ESC-Sondersendung bot haufenweise augenfällige Angriffsflächen für jedermann.

Es war ein „Sieben gegen einen Format“. Der stellvertretende bayerische Ministerpräsident und Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger gefielt sich in seinem Eingangsstatement mit der Behauptung, der ESC sei nur noch „Klamauk“ und der „Normalbürger“ könne damit nichts mehr anfangen. Als Beleg für seine genauso steilen wie falschen Thesen führte er „Conschita Wurtscht“ (die „singende Frau mit Bart“) an.

Es verliert sich in den Nebeln von Norwegen, warum Hubert Aiwanger eingeladen wurde. Möglicherweise hat die Hart-aber-fair-Redaktion einen Krawallmacher mit Anti-ESC-Position gebraucht. Das funktionierte dann auch bestens: Alle anderen Talkgäste bezogen leidenschaftlich und lautstark Gegenposition, einschließlich des aus Wien zugeschalteten ARD-Personals Caro Worbs und Miguel Robitzky (Podcast „too many tabs“, übrigens auf deutsch).

Dass sich die Studiogäste einschließlich Moderator Louis Klamroth gegen Herrn Aiwanger positionierten und in vergleichbaren Entrüstungsworten alle die identische Gegenposition bezogen, machte die Talkshow langweilig. Es wurde alles Gesagte von jedem mehrfach gesagt – in vielen Sinn-und-Sachverwandte-Wörter-Duden-Variationen wie in einem Wiederholungsmarathon. Das passierte auch deshalb, weil der Wirtschaftsminister mit dem Flugblatt-Bruder seinen Schwachsinn (immer und immer wieder) wiederholte, der so „absurd“ (Marie-Agnes Strack-Zimmermann) ist, dass ein schnelles Wegschauen und Ignorieren seiner Trivial-Provokationen gereicht hätte.

Anstrengend war auch, dass sich alle immer wieder ins Wort fielen und gegenseitig chaotisch anbrüllten, zu Lasten von Erkenntnisgewinnen. Man fragt sich ohnehin, wie die Talkrunde zusammengesetzt wurde. Einen wahrhaftigen ESC-Bezug gab es nur bei Katja Ebstein. Bei Marie-Agnes Strack-Zimmermann (Mitglied des FDP-Präsidiums und Mitglied des Europäischen Parlaments) kann man noch anführen, dass sie Düsseldorfs Bürgermeisterin war, als der ESC 2011 dort stattfand. Sie hat ihr dabei erworbenes Basiswissen bereits vor drei Jahren in der Talkshow 3 nach 9 zum Besten gegeben, was ich hier dokumentiert habe und mich immerhin veranlasste, sie dem NDR als Head of Delegation zu empfehlen.

Weiter im Panel waren die Journalistin und Moderatorin Maria Popov und der SZ-Journalist und Jurist Ronan Steinke. Letzterer wurde uns von Louis K als Fanboy verkauft und gab mehrfach die gleichen ESC-Klischee-Anekdoten zum Besten („Espresso Macchiato“), was ein wenig auswendig gelernt klang. Maria, deren Anwesenheit von Louis K (auch) mit ihren bulgarischen Wurzeln erklärt wurde, war demgegenüber maximal wortgewandt und formulierte Stellungnahmen zu kontroverseren Themen (Israel-Boykott) so wortgewandt und eloquent und politisch korrekt (ohne eine eigene subjektive Meinung erkennen zu lassen), dass ich sie sofort als Redenschreiberin für das Bundeskanzleramt vorschlagen würde.

Ein weiterer Langeweile-Nachteil dieser Talkshow war auch, dass alle im Studio wohl vorher die zuvor ausgestrahlte Doku „70 Jahre ESC – More than Words“ angeschaut hatten, die Marcel hier so smart und zutreffend besprochen hat. Insofern waren alle auf den gleichen Wording-Sound eingeschworen und Hape Kerkeling wurde – wie von Marcel prognostiziert – zu einer Art „Argumente-Godfather“ und war somit der einzige rote Faden der Sendung. Selbst nachdem Katja Ebstein bereits gesagt hatte, es gehe bei der Rettung des ESCs um den „Erhalt der Demokratie“ in Europa, spielte die Hart-aber-fair-Redaktion, um ganz sicher zu gehen, die Hape-Botschaft „Solange es den ESC geben wird, hat die Demokratie in Europa eine Chance“ auch nochmal als MAZ ein.

Überhaupt hatten die beiden älteren Damen in der Runde nicht nur den größten Unterhaltungswert, sondern sagten auch die vernünftigsten und interessantesten Dinge. Katja teilte Retro-Erinnerungen an Amsterdam (1970) und Dublin (1971) und sagte den wunderbaren Satz „Der Wettbewerb ist Ausdruck unserer bunten Welt – mit Musik kannst Du am besten Brücken schlagen.“ So hätte es auch bei ESC kompakt stehen können.

Marie-Agnes Strack-Zimmermann disste zwischendurch mal den WDR. Die Stadt Düsseldorf habe 2011 erreichen wollen, dass der ESC-Vorentscheid (wie in früheren Jahren) die VE-Austragungsstadt im Titel ausflaggen solle. Aber statt „Unser Lied für Düsseldorf“ habe es dann „Unser Song für Deutschland“ geheißen und das habe daran gelegen, dass der WDR als Veranstalter seinen Sitz in Köln habe. Ob es so war? In jedem Fall ist es eine schöne Geschichte.

Über das eigentliche Thema der Sendung wurde übrigens wenig geredet, vor allem auch wenig substanzstark. Aus der Schalte nach Wien erfuhr man, dass das „FBI“ vor Ort auch „involviert“ ist. What?

In Lukas Heinsers neuem ESC-Reader gibt es zum Thema „Der ESC und die Politik“ viel mehr Informationen und viel bessere Analysen als in der gesamt Politsendung von Louis Klamroth. Stattdessen fragte dieser alle in der Runde noch, auf welchem Platz Sarah Engels landen würde, aber auch darauf gab es nur gestanzte Wischi-Waschi-Antworten (Marie-Agnes: „12,5“).

Was meint Ihr? Habt Ihr die Sendung gesehen? (Es gibt sie hier in der ARD Mediathek.) Sind Euch Dinge aufgefallen, die wir hier übersehen haben? Teilt Ihr unsere Einschätzung oder habt Ihr ein anderes Fazit?



Entdecke mehr von ESC kompakt

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

81 Comments
funtasticc*
Mitglied
funtasticc*
28 Tage zuvor

Es war also eine ganz normale Talkshow.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
28 Tage zuvor

Katja und MASZ stabil !

cars10
cars10
28 Tage zuvor

Warum schaut man sich so einen Blödsinn an? Warum nur? Und das gleich zweimal am Abend?

Die ARD ist und bleibt der Totengräber des ESC aus deutscher Sicht, eingeklemmt zwischen käseigeliger Voreingenommenheit und bräsiger Spießigkeit. Das wird nie wieder etwas.

Matty
Matty
28 Tage zuvor
Reply to  cars10

Du hättest besser vorher mal folgenden Artikel lesen sollen:

https://esc-kompakt.de/esc-zieht-junges-publikum-an-ard-punktet-mit-jubilaeums-doku-und-hart-aber-fair/

Hauptsache aber, einen unqualifizierten Sermon vom Stapel lassen, du elender Meckerheini!

J. Freizeit
J. Freizeit
28 Tage zuvor

Wer auf die Idee gekommen ist, Hubert Aiwanger dort zu platzieren … Puh, dazu fällt mir wenig ein.
Ich fand es jedenfalls gut, dass man neben viel Israel-Glazing auch mal angesprochen hat, warum die fünf Länder dieses Jahr wirklich boykottieren. Dass es Gründe dafür gibt, die nichts mit Antisemitismus zu tun haben, wie von manchen Menschen so gern behauptet wird. Mir wäre nur wichtig, dass mehr Leute verstehen, das ein Boykott nicht gleich das Ende des ESC bedeutet, sondern auch symbolisch gesehen werden kann. Das heißt nicht, dass die Länder jetzt für immer feindlich gegenüber Israel eingestellt sind oder nie wieder zum ESC zurückkehren. Aber nun gut.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
28 Tage zuvor
Reply to  J. Freizeit

Mir ist die Argumentation bekannt, geht mir aber inzwischen tierisch auf den Senkel.

J. Freizeit
J. Freizeit
28 Tage zuvor

Dann ist das eben so. Es gibt aber auch genug Leute, denen das Verhalten Israels beim ESC auf die Nerven geht, gerade wenn wieder solche Dinge aufgedeckt werden, wie gestern von der New York Times. 

Christian W
Christian W
28 Tage zuvor
Reply to  J. Freizeit

Hauptsache man kann sich selbst produzieren. Ob andere Menschen davon abgestossen sind, ist egal, denn man ist ja so viel besser als Andere und kämpft für die einzig wahre Wahrheit und hehre moralische Ziele, komischerwiese zusammen mit den Mullahs in Teheran. Aber nun gut, ne?

Dass in dem Artikel faktisch nichts „aufgedeckt“ wurde, spielt da schon keine Rolle mehr. Man hat sich längst seine eigene hasserfüllte Realität gebaut.

Nicolas
Nicolas
27 Tage zuvor
Reply to  Christian W

Probiers doch mal in der NIUS Kommtarspalte

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
27 Tage zuvor
Reply to  Nicolas

Jetzt wird es richtig unverschämt – nicht jeder aufgeklärte/progressive Bürger läuft eben den Schreihälsen hinterher, die sich noch als „links“ bezeichnen.

Last edited 27 Tage zuvor by Schlippschlapp71
Geri
Geri
28 Tage zuvor

Jeder kriegt das was er verdient.

Matty
Matty
28 Tage zuvor
Reply to  Geri

Sag bloß!?

Invitto
Invitto
28 Tage zuvor

Die New York Times hat einen Artikel veröffentlicht wie die israelische Regierung seit Jahren interveniert bis manipuliert hat. Sowie die EBU mit Green an der Spitze einerseits Fakten geheimhält und denn Verbleib Israels mit Fauls durchgesetzt hat. Es werden sich noch viele umschauen welch langfristiger Schaden entstanden ist. Gewinnt Israel ist der Wettbewerb tod.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
28 Tage zuvor
Reply to  Invitto

Wieder so blödes Geschwurbel….

Matty
Matty
28 Tage zuvor

Es gibt übrigens Neuigkeiten zu Herrn Sanchez aus Spanien und die sind höchst pikant:

https://www.instagram.com/p/DYLFxMXmXSS/?img_index=1

Nächstes Jahr sind Parlamentswahlen und dann ist er Geschichte.

4porcelli - give The 🦦 what he needs
4porcelli - give The 🦦 what he needs
28 Tage zuvor
Reply to  Matty

Wen hättest Du denn dann lieber, die neo -Faschisten von Vox oder die alt -Faschisten von der PP?

Timo1986
Timo1986
28 Tage zuvor
Reply to  Matty

In einem Jahr fließt noch viel Wasser den Bach herunter, so dass P. Sanchez weiterhin spanischer Ministerpräsident bleiben könnte. 😀

Invitto
Invitto
28 Tage zuvor

Danke für den Link. Noch besser wäre nur 1 Punkt pro Land möglich. Und zudem nur Voter zulassen die im jeweiligen Land registriert sind oder besser noch mit ID sich verifizieren müssen.

Matty
Matty
28 Tage zuvor
Reply to  Invitto

Der ESC hat bis jetzt alle Krisen überlebt und bei dem Kommentar war es genau richtig, daß zu dem von Benjamin in seinem Kommentar erwähnte verlinkte Artikel die Kommentarfunktion deaktiviert wurde!

AndrESCas
AndrESCas
28 Tage zuvor
Reply to  Invitto

Genau, und für diese sensationelle Enthüllung hatte die NYT so ziemlich ein ganzes Jahr Zeit. Und dann kommt das ausgerechnet heute raus? Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

Christian W
Christian W
28 Tage zuvor
Reply to  AndrESCas

Es gibt ja auch keine Enthüllungen und am Ende enthält dieser Artikel nichts Neues, außer den durchgestochenen Televotingzahlen aus Spanien. Genau genommen steht sogar im Artikel, dass Israel keine Regeln gebrochen hat (war juristisch wohl notwendig), aber das interessiert schon längst niemanden mehr.

Alex
Alex
27 Tage zuvor
Reply to  AndrESCas

Naja, da muss man sich nicht groß was bei denken, die wollen auch Klickzahlen generieren, das geht nun mal am besten, wenn die Aufmerksamkeit am größten ist.

Daniel Fabian Maier
Daniel Fabian Maier
28 Tage zuvor
Reply to  Invitto

Israel wird nicht gewinnen. Es wird Griechenland oder Finnland. Vor allem Griechenland hat gerade ein extremes Momentum auf TikTok und X .

Alex
Alex
27 Tage zuvor

Krass, ich find das griechische Lied so anstrengend.

Christian W
Christian W
28 Tage zuvor
Reply to  Invitto

An diesem Kommentar stimmt eigentlich gar nichts. Sinnerfassend lesen ist out, Tiktok-Propaganda ist in.

Anni 🕳️🕳️🕳️
Anni 🕳️🕳️🕳️
27 Tage zuvor
Reply to  Invitto

Hier eine Zusammenfassung des Artikels in der New York Times, auf den du dich beziehst, disclaimer, ich bin nicht verantwortlich für den Inhalt des NYT Berichts (https://www.nytimes.com/2026/05/11/world/europe/eurovision-israel-gaza-netanyahu.html):

Die israelische Regierung unter Premierminister Benjamin Netanjahu setzte den Eurovision Song Contest gezielt als Instrument der Soft Power ein, um die Reputation des Landes angesichts des Gaza-Krieges zu verbessern. Hochrangige Diplomaten nahmen Kontakt zu europäischen Funktionären und Rundfunkanstalten auf, um einen Ausschluss Israels zu verhindern. Finanzunterlagen belegen, dass Israel mindestens 1 Million US-Dollar für ESC-Marketing investierte, wobei Gelder teilweise aus dem Hasbara-Büro des Premierministers für Auslandspropaganda flossen. Bereits 2018 gab die Regierung laut einem ehemaligen Songwriter über 100.000 US-Dollar für Social-Media-Promotion aus. In den Jahren 2024 und 2025 erreichte Israel jeweils den zweiten Platz in der Zuschauerwertung, auch in Ländern mit starker pro-palästinensischer Stimmung. Die israelische Regierung und Netanjahu selbst riefen dazu auf, das Maximum von 20 Stimmen pro Person für die israelischen Künstler abzugeben. Laut einer Analyse hätten in einigen Ländern bereits wenige hundert gezielte Wähler das Ergebnis verändern können. Die European Broadcasting Union (EBU) reagierte geheimnisvoll, hielt interne Berichte unter Verschluss und verzichtete auf eine externe Untersuchung der Manipulationsvorwürfe. Um eine direkte Abstimmung über den Verbleib Israels zu umgehen, wurde eine Regeländerung beschlossen, die die Stimmenanzahl pro Zuschauer auf 10 limitierte. Dies führte zum Boykott des Wettbewerbs 2026 durch Island, Irland, die Niederlande, Spanien und Slowenien. Der EBU drohen dadurch finanzielle Einbußen bei Teilnahmegebühren und Sponsoren in Höhe von mehreren hunderttausend Dollar. Auch beim ESC 2026 in Wien kam es erneut zu Kontroversen, als das israelische Team zur Abgabe von 10 Stimmen aufrief und eine formale Warnung durch die EBU erhielt.

benegigs
benegigs
28 Tage zuvor

Bei der Zusammensetzung habe ich schon nichts Gutes erwartet, weshalb ich auch nicht eingeschaltet habe. Wenn ich diesen Artikel so lese, habe ich auch nichts verpasst..

Jana Manger
Jana Manger
28 Tage zuvor

Es ist ganz schlimm, wie man den ESC hier wieder als queeres Kitschfest hingestellt hat, Aiwanger sei Dank. Von der ARD scheint kein Interesse zu bestehen, den Wettbewerb im eigenen Land moderner zu gestalten, so wie es Finnland seit wenigen Jahren erfolgreich tut oder es auch die Niederlande in den letzten Jahren gemacht hat. Mein Beileid an alle die wie ich damit ihre Lebenszeit verschwendet haben.

Jared
Jared
28 Tage zuvor
Reply to  Jana Manger

„Mein Beileid an alle die wie ich damit ihre Lebenszeit verschwendet haben.“
😂👍

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
28 Tage zuvor

weitgehend sinnentleerter ESC-Stanzen-Reinfall

Gut, dass ich gestern Abend Douze Points Probenprosa gefolgt bin und nicht diesem Unsinn.

Malge1985
Malge1985
28 Tage zuvor

Also wenn ich Klamauk will, schaue ich mir den Fernsehgarten oder den Schlagerboom an. 😛 *duckundweg*

Jared
Jared
28 Tage zuvor
Reply to  Malge1985

Ich den ESC.

Nicolas
Nicolas
27 Tage zuvor
Reply to  Jared

Ich die ESC Kompakt Kommentare

Anmey
Anmey
28 Tage zuvor

Das war ja leider so zu erwarten…

sam1
sam1
28 Tage zuvor

Heute kommt übrigens wieder bei Brisant ein Bericht über den ESC 2026. Und diesmal geht es insbesondere um den Griechischen Beitrag. Um 17:15 Uhr geht’s in der ARD los.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
28 Tage zuvor
Reply to  sam1

Ist das nicht Wettbewerbsverzerrung, wenn man vor dem Wettbewerb über ein paar wenige Beiträge berichtet, über andere aber nicht?

Manchmal fehlen mir die alten Zeiten, in denen man alle Lieder (außer dem Beitrag des eigenen Landes) zum ersten Mal gehört hat, wenn sie auf der ESC-Bühne dargeboten wurden.

sam1
sam1
28 Tage zuvor

,,Ist das nicht Wettbewerbsverzerrung, wenn man vor dem Wettbewerb über ein paar wenige Beiträge berichtet, über andere aber nicht?“

Ja, dass ist es. Aber Brisant hat sich nun Mal dafür entschieden.

Offiziell heißt es im heutigen Programm von Brisant:

,,Countdown für den ESC – Warum Griechenland zu den Favoriten zählt“

Last edited 28 Tage zuvor by sam1
Chris
Chris
28 Tage zuvor

Ich hab’s nicht gesehen. Hab ich was verpasst?

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
28 Tage zuvor
Reply to  Chris

Lies doch einfach Peters Text …

lasse braun 🏴‍☠️🐈
lasse braun 🏴‍☠️🐈
28 Tage zuvor

„Viel Gerede, wenig Inhalte“
war das denn bei „hart aber fair“ schon mal anders?
meine lebenszeit ist mir zu kostbar für all diese sich immer im kreis drehenden palaverrunden im deutschen TV.
der rosa elefant ist sehr oft auch mit im raum aber man bekommt ihn einfach nicht auf die piste. 🥴

sam1
sam1
28 Tage zuvor

Der Deutsche Kulturstaatsminister Weimer wird extra zum ESC 2026 nach Wien reisen um hauptsächlich Israel zu unterstützen:

https://www.instagram.com/p/DYPRFXPjjOq/?igsh=cmVnZTk5M2p0dXM0

Er hatte sich ja für eine Israelische ESC-Teilnahme starkgemacht.

JoelESC
JoelESC
28 Tage zuvor
Reply to  sam1

und das ist einer der Gründe, warum der ESC in Deutschland nicht so bekannt/beliebt ist. Es geht immer um die anderen

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
28 Tage zuvor
Reply to  JoelESC

Ich kann Herrn Weimer nicht ausstehen…

Micha Knust
Micha Knust
28 Tage zuvor

Ich schließe mich an – furchtbar!!!
Diese elendige Buchladengeschichte – unsäglich!

derjoppes
Mitglied
derjoppes
28 Tage zuvor
Reply to  sam1

Kurze Info zum Teilen von Instagram-Posts: Jeder bekommt deinen Insta-Account angezeigt, wenn du den Link teilst. Solltest du das nicht wollen (kann ja sein), musst du „?igsh=…“ aus dem Link löschen.

sam1
sam1
28 Tage zuvor
Reply to  derjoppes

Vielen Dank für den Hinweis. Aber so schlimm finde ich das nicht. Mein Insta-Account ist ja privat. Meine Beiträge kann also niemand sehen.

Nicolas
Nicolas
27 Tage zuvor
Reply to  sam1

Rechter Spinner

eurovision-berlin
eurovision-berlin
28 Tage zuvor

Wurde vom Algorithmus von youtube dahingeführt und habe mal durchgeklickt. Diese Shows werden immer nach dem gleichen Muster gestrickt. Dass Deutschland definitiv nichts reißen will oder darf, hat sich weltweit herumgesprochen, nur noch nicht zu Strack-Zimmermann.

Aber mir fällt im persönlichen Umfeld auf, dass der ESC immer weniger interessiert. Wenn ich ihn am Arbeitsplatz thematisiere, riskiere ich mittlerweile fast Streit. Wenn es früher vielen egal war, gibt es immer mehr, die den ESC demonstrativ von sich weisen, manchmal sogar mit aggressiver Note.

Langsam aber sicher wird der ESC in Deutschland zerstört.
Und solche Talkshows tragen dazu bei.

ESC1994
ESC1994
28 Tage zuvor

Soso, Deutschland „darf“ nichts reißen?? Wer hat das verordnet?? 🙄

Meine Güte, dass einigen ihr Geschwurbel nicht peinlich ist. 🤦🏻‍♂️

eurovision-berlin
eurovision-berlin
28 Tage zuvor
Reply to  ESC1994

Wir schicken ja auch immer unsere Besten. Die bei allen bekannt und beliebt und sogar international erfolgreich sind…

Christian W
Christian W
28 Tage zuvor

Das hat aber nichts damit zu tun, dass Deutschland nicht erfolgreich sein „darf“. Dieses realitäts-entrückte Geschwätz nervt.

Cedric
Cedric
28 Tage zuvor

Wer hätte gedacht dass Hubert Aiwanger noch unsympathischer werden könnte?

Teufelchen
Teufelchen
28 Tage zuvor
Reply to  Cedric

Wer schon? Der ist eh bald in der A.D.

AndrESCas
AndrESCas
28 Tage zuvor

Wann und vor allem sind eigentlich die (selbst ernannten?) ESC-„Spezialisten“ Caro und Miguel aufgetaucht, die behaupten, Frankreich müsse sich im Semi erst noch qualifizieren? Was genau qualifiziert denn die beiden?

Micha Knust
Micha Knust
28 Tage zuvor

Welche Talkshow (politische Talkshow) ist denn sinnstiftend?
Inhaltsleer und überflüssig, viel Gerede um Nichts – das trifft
es ganz gut.
Die Macher hätten sicher mehr Krawall von Aiwanger erwartet –
ging nur so halb auf.
Unterm Strich: Kein Lernzuwachs!

4porcelli - give The 🦦 what he needs
4porcelli - give The 🦦 what he needs
28 Tage zuvor

Wie von Peter beschrieben, das übliche Polittalk-Format. Natürlich auch mit dem obligatorischen poltrig- unsympathischen Bayern.

Festivalknüller
Festivalknüller
28 Tage zuvor

Nun wird im Ersten zu bester Sendezeit den ganzen Abend mit guter Quote über den ESC geredet und es ist der Fan Bubble auch nicht recht. 🙄
Wichtig wäre doch festzuhalten, dass es Interesse und ein Augenmerk auf den Wettbewerb auch außerhalb der Bubble gibt.
Zu dem Thema Politik beim ESC gibt es seit Jahrzehnten keinen Konsenz und man wird ihn auch nicht beim stereotypisierten „Hart aber fair“ finden.
Ich empfehle für weitere Aufklärung eine faktenbasierte Auseinandersetzung zu dem Thema mit den ESC-Experten und Gelegenheitsschwurblern hier im Forum. 😉

Last edited 28 Tage zuvor by Festivalknüller
4porcelli - give The 🦦 what he needs
4porcelli - give The 🦦 what he needs
28 Tage zuvor

Ich kann das Gemecker schon verstehen – es fehlte der klare Bezug zu Hegel, Kant und Descartes!

Festivalknüller
Festivalknüller
28 Tage zuvor

Ausreicheb Kritik und reine Vernunft gibt es dafür eben hier im Blog .😆

Porsteinn
Mitglied
Porsteinn
28 Tage zuvor

Dabei hätte Kant Aiwanger sicher gefallen, um seine Klamauk-Theorie zu unterfüttern.

JohnyBCoon
JohnyBCoon
28 Tage zuvor

Jurist Ronan Steine fand ich übrigens auch gut, er scheint jedenfalls schon aufgeklärt wer dieses Jahr antritt – und in welchen Landessprachen gesungen wird, um Aiwangers quatschargumenten zu entgegen. Generell wäre diese Diskussion etwas fruchtvoller gewesen wenn man jemanden ohne diese evig gestrigen boomer-platitüden von Hubert. Lieber jemand der vielleicht den contest gerne schaut, aber aktuell zb boykottiert. Da hätte man deutlich leidenschaftlicher diskutieren können als mit wem, der laut eigenen Aussagen den seit Jahren nicht mehr anschaut.

Letschi
Letschi
28 Tage zuvor

Die Sendung könnte man echt studieren, wie man Talkshows NICHT machen sollte. Da wird dann aus Ausgewogenheitsgründen irgendeine Anti Meinung eingeladen, der dann total vorhersehbar das vom Stapel lässt, wofür er halt eingeladen wurde. Herzlichen Glückwunsch.

Wenn man das Israel-Thema besprechen will, hätte man ja auch verschiedene ESC-Fans und Beobachter einladen können, in der Bubble ist die Meinung gespalten genug beim Thema Boykott, ohne dass dann direkt alle in die „ist eh alles Klamauk“ Richtung abdriften würden. Selbst Herr Weimer hätte da ne größere Daseinsberechtigung gehabt.

Wenn man den ESC allgemein als solchen thematisieren will, wären noch mehr Möglichkeiten da gewesen. Da war jede ESC Katerfrühstückssendung von Alina und Stefan früher auf eurovision.de gehaltvoller…

AlexESC
AlexESC
28 Tage zuvor

Ich konnte die Sendung noch nicht ganz schauen und werde ich wahrscheinlich, wenn dann, auch erst morgen machen können, aber in den ersten Minuten die ich geschaut habe, hätte man vielleicht auch mal ganz einfach sagen können, dass es okay ist, wenn jemand etwas nicht mag (Song, Filmgenre, Sportart, etc.), aber deswegen ist etwas noch lange kein „Klamauk“. Das ein Land gewinnt, nur weil sie einen queeren Act haben oder eine darauf ausgerichtete Bühnenperformance kann man auch ausräumen, denn der Song spielt nach wie vor eine wichtige Rolle hier, sonst hätte Olly Alexander 2024 ja wohl in der oberen Tabellenhälfte landen müssen. Ja, es geht nicht nur rein um den Song, denn der ESC ist modern und mit der Zeit gegangen. Dies bedeutet eben, dass man sich eben nicht mehr nur einfach vor einem, übertrieben gesagt, weißen Hintergrund hinter ein Mikrofon stellen kann. Aber ohne Song geht es auch nicht, Bühnenperformance und Song müssen miteinander harmonieren. Bei „Rise Like a Phoenix“ hat 2014 eben vieles gestimmt und der Song war auch klasse.

Teufelchen
Teufelchen
28 Tage zuvor

Hart aber nervig. Dann lieber die NDR Talkshows.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
28 Tage zuvor

„Hart aber fair“ habe ich nicht gesehen, dafür gerade eben eine sehr interessante 45-minütige Diskussion im „Forum“ von SWR Kultur gehört mit Barbara Hornberger, Jan Feddersen und Joachim Hentschel mit dem Titel „70 Jahre ESC – Kann Musik uns noch vereinen?“

Das Forum ist eigentlich immer qualitativ sehr hochwertig (eine Werbung für den viel gescholtenen ÖRR) und das gilt, wie ich finde, auch für diese Sendung. Hier der Link:

https://www.swr.de/kultur/gesellschaft/70-jahre-esc-kann-musik-uns-noch-vereinen-forum-2026-05-12-100.html

Last edited 28 Tage zuvor by Thomas M. (mit Punkt)
Festivalknüller
Festivalknüller
28 Tage zuvor

Das Gespräch ist interessant und aufschlussreich. Lohnt sich anzuhören.
Danke für den Tipp, der mir sonst in der Unübersichtlichkeit der Medienlandschaft entgangen wäre.

Nicolas
Nicolas
27 Tage zuvor

Jan Feddersen 🤮🤮🤮

Nicolas
Nicolas
27 Tage zuvor

Diese Sendungstitel alleine sind ja schon selten dämlich

Ulrich_uhs
Ulrich_uhs
28 Tage zuvor

Tja – das habe ich verpasst. Ich hatte eine Kampf mit diversen Katjes-Tüten. Ist Euch schon mal aufgefallen, dass es kluger Strategie bedarf, an den Inhalt der biestigen Platikbeutel zu gelangen??? Als ich dann an doch eben diesen Inhalt gelang und ihn verschlungen hatte – war Alles vorbei – Och-Schade!

Marko +++
Marko +++
28 Tage zuvor

Wie immer mit Leidenschaft geschrieben, Peter!

Was ich mich Frage: Warum ist durcheinanderreden immer noch erlaubt? Zuschauer mögen es nicht, schalten um, laufen weg. Nicht-durcheinanderreden, dafür Leute mit Sachverstand einland, fesselt die Zuschauer mehr als … was ich hier gelesen habe.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
28 Tage zuvor
Reply to  Marko +++

„Nicht-durcheinanderreden, dafür Leute mit Sachverstand“
Dann wäre vielleicht der Link zu SWR Kultur drei Kommentare drüber ganz interessant.

Marko +++
Marko +++
28 Tage zuvor

Ist für später, an einem ruhigen Tag.

Bin gerade etwas verstimmt, weil jedes Mal, dass ich mir bemühe ein nettes Kommentar zu schreiben, landet es entweder in der Warteschleife oder wird später gelöscht. Was heute mit den meisten Kommentaren unter den Live-Blog geschah, ohne weitere Erklärung.
Dafür sind einige gemeldeten Kommentaren noch online. Man fragt sich …

Last edited 28 Tage zuvor by Marko +++
Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
28 Tage zuvor
Reply to  Marko +++

Oh, das ist wirklich ärgerlich und sollte nicht passieren. Ich drücke Dir die Daumen, dass ab jetzt alles klappt!

Marko +++
Marko +++
28 Tage zuvor

Ist eher abhängig vom Blogger. Zeitdruck, viel zu tun, also nicht mit der Nagelschere, dafür mit dem Rasenmäher die Kommentare entfernen – diese Anschein hat es diese Woche. Also werde ich mich zurückhalten, so wie bei den Songchecks.

Last edited 28 Tage zuvor by Marko +++
Uwe
Uwe
28 Tage zuvor

Ich sehe gerade die Sendung „Eurovision Song Contest 2026 – Die Show zum 1. Halbfinale“ und überlege, ob ich nun diese oder „Hart aber fair“ anstrengender und überflüssiger finde….
Und wie hat dieses Podcaster-Duo eine „Wildcard“ zur Präsenz in jeder Sendung erhalten? Vom Unterhaltungswert erklärt es sich mir nicht.

Rainer Knuth
Rainer Knuth
27 Tage zuvor

Habe keine 5 Minuten geschafft mir das anzusehen. Null ESC Bezug bis auf Katja und der Rest war nur da weil er immer eingeladen wird zu Talkshows.

Christian W
Christian W
27 Tage zuvor

Wie ein einziger Gast eine ganze Sendung kaputt machen kann…

Das Problem an Aiwanger war halt, dass er einfach keine Ahnung hatte und sich auch nicht vorbereitet hatte. Sich da hin hocken und sich an einem Act hochziehen, der 2014 dabei gewesen ist, reicht halt nicht. Und dann zu sagen, man würde den ESC ja auch nicht schauen, aber das wäre ja alles „Klamauk“, ist rein intellektuell halt auch ein wenig dürftig.

Eine sinnvolle Diskussion des Themas war so halt nicht möglich. Die restlichen fünf Gäste waren ja zumindest intellektuell in der Lage, zu diskutieren, aber wie soll man das mit jemandem machen, der sich selbst zum „Normalbürger“ und moralischer Instanz erklärt, während er eigentlich nur ein armes, ahnungsloses Würstchen ist? Mir schaudert, wenn man sich vorstellt, dass der Mann sich generell so auf Diskussionen oder auch seinen Job so vorbereitet…

Stefan Ly
Stefan Ly
27 Tage zuvor

Diese Sendung war mehr als unnötig. Wer wie so oft von Polittalkshows enttäuscht werden wollte, kam hier voll auf seine/ihre Kosten. Bei Aiwanger fragte man sich die ganze Zeit, was der da eigentlich zu suchen hatte. Eine Person, die in der Lage ist sachlich zu argumentieren, anstatt mit „Finde ich doof!“-Parolen um sich zu hauen, nur um dann hinterher zu werfen, dass man diesen „Klamauk“ eh nicht anschaue (finde den Fehler), hätte der Runde besser getan als dieser Kulturbanause.