
Am heutigen Abend wird Island im Finale von Söngvakeppnin 2025 entscheiden, welcher Act das Land beim Eurovision Song Contest 2025 in Basel vertreten wird. Nachdem es in den vergangenen Wochen bereits zwei Halbfinals gab, treten heute Abend noch sechs Künstler*innen an.
Insgesamt waren bei der isländische Vorentscheidung in diesem Jahr 10 Acts am Start. Durch das Televoting der Zuschauer sowie die Bewertungen einer internationalen Jury qualifizierten sich jeweils drei Acts aus jedem Halbfinale für das große Finale heute Abend. In diesem Jahr gab es zudem keine Wildcard und es wird kein Superfinale geben. Eine Kombination aus 50% internationaler Jurywertung und 50% Televoting ermittelt dann im heutigen Finale den isländischen Beitrag für Basel.
Das Finale von Söngvakeppnin 2025 wird von dem Moderationstrio Benedikt Valsson, Guðrún Dís Emilsdóttir und Fannar Sveinsson präsentiert. Benedikt und Fannar moderierten bereits 2020 das isländische Finale, während Guðrún als Kommentatorin des ESC 2023 in Island bekannt ist.
Die Startreihenfolge für das Finale sieht folgendermaßen aus:
- Ágúst – Like You
- Bjarni Arason – Aðeins lengur
- Júlí og Dísa – Fire
- RÓA – VÆB
- Tinna – Words
- Stebbi JAK – Set Me Free
Im ESC-kompakt-Voting für das Finale von Söngvakeppnin 2025 führt derzeit VÆB (Aufmacherfoto) mit deutlichem Abstand mit dem Song „RÓA“. Auf dem zweiten Platz liegen Júlí og Dísa mit „Fire“, der heute Abend übrigens teilweise auf Englisch und teilweise auf Isländisch gesungen wird. „Words“ von Tinna landet bei Euch auf dem dritten Platz. Bis zum Beginn der Show heute Abend könnt Ihr noch weiter abstimmen.
Neben den Auftritten der Teilnehmer*innen gibt es auch spannende Gast-Acts: Die Show wird durch den isländischen Rapper Herra Hnetusmjör eröffnet, während Hera Björk, Käärijä und das schwedische Elektronik-Duo Hooja ebenfalls auftreten werden.
God aften hier aus Aalborg! Heute ist wieder Chefinnen-Sache mit Laureen und damit das Finale von Söngvakeppnin 2025! Schaut eigentlich jemand zu? Oder seid ihr alle bei Stefan Raab? 6 Songs werden uns gleich präsentiert. Ich habe alle einmal gehört und bin dementsprechend ein fast unbeschriebenes Island-Blatt – spannend.
Alle Beiträge heute Abend werde ich mit 1 bis 10 Punkten bewerten.
Lalala in Island steigt gerade eine Art Pre-Party mit alten ESC-Hits. Cool! Die offizielle Show müsste gleich beginnen.
Ich spreche kein Isländisch und meine Dänischkentnisse dürften mir heute auch einfach wirklich gar nicht helfen. Parallel läuft gerade in Dänemark übrigens der Kinder Melodi Grand Prix. Das wird hier auch geschaut.
Gerade sehen wir Material aus den Halbfinals und werden ein wenig hinter die Kulissen mitgenommen. Ich sehe da unten einen Timer – vielleicht geht dann die Show auch los.
Übrigens, in Dänemark hat gerade eine super coole Kinder-Rap-Gruppe gewonnen. Tempo mit „Lyst til at hop'“ – kleine Empfehlung meinerseits.
Oh eine Unterbrechung.
Da passt aber gerade etwas technisch nicht.
Wir sind zurück! Mit einem Intro…
Da ist sie – Hera Björk mit dem Moderationstrio. Das ist ESC. Das ist schön.
Die Show wird auf der Bühne eröffnet von Herra Hnetusmjör in einem grünen Sportanzug und er bringt seine eigene Wasserflasche mit auf die Bühne. Das ist natürlich praktisch.
So, jetzt haben wir auch alle 6 Künstler*innen einlaufen sehen und sind bereit für die ersten Songs.
Ágúst – Like You
Zunächst lernen wir Ágúst kennen und er beantwortet ein paar Instagram-Fragen. Ágúst startet mit einem sehr ähnlich aussehenden Mann im Publikum sitzend. Er trägt einen hübschen blauen Anzug und tänzelt mit 4 Tänzer*innen, ebenfalls in hellblau gekleidet, auf der Bühne. Der Song wird auf Englisch vorgetragen und könnte stimmlich etwas stärker sein. Insgesamt eine fröhliche Nummer, wenn auch altbacken. Gut für das Opening. Mehr nicht.
4 von 10 Punkten
Bjarni Arason – Aðeins lengur
Übrigens hat man bei den Postcards auch Geld gespart, oder? Die sitzen ja einfach auf einem Stuhl in der Halle. Eine Frau begleitet Bjarni am weißen Klavier. Frederik neben mir sagt gerade „Genau so habe ich mir den Song vorgestellt, als ich ihn gesehen habe“. Ja so ist es. Bjarni steht im Bodennebel und schaut immer wieder emotional in die Kamera. Der Beitrag wirkt total aus der Zeit gefallen. Das packt mich gar nicht.
2 von 10 Punkten
Júlí og Dísa – Fire
Das Paar tritt auf. In Island war Bodennebel im Angebot. Júlí startet das Feuer besingend. Dísa rappt auf Isländisch. Zu Júlí stoßen 3 Tänzerinnen dazu. Insgesamt ein eher düsterer Auftritt mit schwarzer Kleidung und dunklen Bühnenfarben. Da hatte ich bei „Fire“ etwas anderes erwartet. Immerhin aber der erste Song, der ein bisschen dazu verleitet hinzuschauen und zuzuhören. „Das würde sich gut im Dänischen Radio machen“.
6 von 10 Punkten
Also die Pausenshow wirkt super. Können wir die sehen?
Bjarni singt wieder. Warum? Ich weiß es nicht. Wir quatschen nochmal mit den bisherigen Acts und verbringen so etwas Zeit in der Halle. Vielleicht waren 6 Acts doch zu wenig für einen ganzen Abend?
VÆB – RÓA
Ohne Sonnenbrille sehen die so jung aus. Die isländischen Jedward, wie ich finde, mit den silbernen Anzügen. Neben den Brüdern haben auch die Tänzer*innen silberne Anzüge und große Sonnenbrillen an/auf. Das Ganze ist lustig mit einer Art Boot auf der Bühne inszeniert. Das kann sich schon sehen lassen und macht immerhin gute Laune (was man von den bisherigen Darbietungen nicht sagen kann). Ist sehr sehr simpel und nicht wahnsinnig innovativ. Na ja, aber wir müssen hier auch mit dem arbeiten, was wir präsentiert bekommen.
7 von 10 Punkten (an diesem VE gemessen)
Tinna – Words
Jetzt also die Schauspiel-Studentin aus Kopenhagen mit einer leichten, modernen Popnummer, die allerdings auch nicht wahnsinnig innovativ ist. Tinna wirkt auf der Bühne so alleine etwas verloren. Gut, dass deswegen später Tänzerinnen dazukommen. Stimmlich fängt Tinna mittelmäßig an, lässt dann aber nach. Immerhin etwas Ohrwurm-Potenzial.
5 von 10 Punkten
Stebbi JAK – Set Me Free
Und der letzte Act – eine Stunde für 6 Songs war schon lange. Wie schön, dass Stebbi die Bühnendeko von Hatari wiederverwenden konnte. Das lob ich mir. Hier haben wir eine durchschnittliche Rocknummer mit einem alten Herren, der uns anschreit. Gefällt mir nicht, obwohl ich für dieses Genre durchaus empfänglich bin. Auf der heutigen Island-Skala ist es trotzdem ein durchschnittlicher Song.
Ich gebe 5 von 10 Punkten und bin fast erleichtert, dass wir mit den Beiträgen durch sind.
Der erste Schnelli des Abends. Ohweia.
Ich glaube ja, dass die Ruderer mit Sonnenbrillen in Basel die größten Chancen auf den Einzug ins Finale hätten. Und ihr?
So jetzt dürfen wir noch etwas Geplänkel aus dem „Greenroom“ erleben. Ein Gorilla crasht gerade das Interview. Und ihr so?
Das isländische Fernsehen geht in die Werbepause.
Ein weiterer Schnelli, falls man die 6 (!) Acts schon vergessen hat.
Das ist übrigens die heutige internationale Jury:
- Sietse Bakker – Executive Producer des Eurovision Song Contest 2021 – Niederlande
- Niamh Kavanagh – Gewinnerin des Eurovision Song Contest 1993 und Teilnehmerin 2010 – Irland
- Ersin Parlak – Musikagent und Leiter der Presseabteilung für San Marino beim Eurovision Song Contest – Türkei
- Saba – Teilnehmer des Eurovision Song Contest 2024 – Dänemark
- Peter Fenner – Eurovision-Experte – Vereinigtes Königreich
- Maria Sur – Teilnehmerin beim Melodifestivalen 2023 und 2024 – Ukraine
- Damir Kedžo – Teilnehmer des Eurovision Song Contest 2020 – Kroatien
Hera Björk! Der beste isländische Song heute Abend hehe. „Scared of Heights“ auf Isländisch. Neben mir wird gerade gesagt, dass das wohl ein Radio-Hit in Dänemark war. Also wirklich.
Jetzt performt Hera „Someday“ aus dem dänischen VE von 2009 mit Dragqueen. Die beste Darbietung des Abends? Und auch „Je ne sais quoi“ darf natürlich nicht fehlen.
Ich muss ja sagen, die Intervallacts gefallen mir jetzt schon besser als die Beiträge des heutigen Abends. Und jetzt tanzen alle gemeinsam auf der Bühne. Hach, schön.
Ein Pult! Das kann nur eins bedeuten: Wir sind ganz nah am Basel-Act.
Die ersten 12 Punkte an Stebbi.
SABA! Aus Dänemark. Toll. 8 an Stebbi, 10 an Juli und Disa und 12 an die Brüder mit den Sonnebrillen.
Maria Sur (Ukraine) mit 12 Punkten an Tinna.
VÆB führt mit 42 Punkten vor Júlí und Disa (38).
UK: 8 an „Fire“, 10 an Bjarni Arason und 12 an VÆB.
Irland: 8 an Tinna, 10 an VÆB und 12 an Júlí und Disa.
Kroatien: 8 an Águst, 10 an VÆB und 12 an Stebbi JAK
Damit haben wir alle Jury Ergebnisse. VÆB führt, aber kann sich nicht so richtig absetzen.
Kann man noch anrufen? Da ist ja ein Schnelli.
Hier die vollständigen Jury-Ergebnisse:

Jetzt zu einem Highlight: Käärijä mit Hooja. Das macht doch Spaß! Ich warte ja aber trotzdem doch sehr sehnsüchtig auf ein Resultat. Oh jetzt auch „Cha Cha Cha“!
Mittlerweile haben wir genauso viele Schnellis wie Beiträge gesehen, oder?
Die Leitungen sind geschlossen. Nun wird Käärija interviewt. Wir haben jetzt alle Intervall-Acts gesehen. Wie überbrückt Söngvakeppnin denn jetzt die Zeit der Auszählung?
Jetzt sehen wir Kristrún Frostadóttir, die Premierministerin von Island, und der Moderator gibt den weiteren Personen im Raum ein Küsschen auf die Wange. Komisch.
Publikumsvoting:
- Bjarni Arason mit 39 Punkten
- Ágúst mit 23 Punkten
- Tinna bekommt 22 Punkte
- Nun Stebbi Jakt mit 85 Punkten
- „Fire“ bekommt 74 Punkte
Jetzt wird es spannend:
- VÆB bekommt 95 Punkte und gewinnt!
Danke für den Abend und viel Spaß bei Eurem weiteren Programm heute Abend.
Ich rudere jetzt mal ins Bett, wenn ihr versteht, was ich meine…
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Ist das der Vorentscheid für den JESC oder ESC??
HILFE. Meine Ohren.
Das gute ist es ist nicht mein letzter Platz. 😂😂😂
Ich wollte gerade schreiben: Ballermann für unter 15jährige …
Das passt perfekt. 👍
In Island ist man eben entweder ganz jung oder ganz alt. Dazwischen muss man fischen oder entfernte Länder entdecken.
… oder auf die Geysir-Knöpfe drücken … Ist in Island wohl ein Ausbildungsberuf …
😂😂😂
Hättest du besser mal dem deutschen Vorentscheid den Vorzug gegeben!
VÆB – Das ist so simpel gestrickt, dass es mir fast wehtut. Die werden wohl gewinnen und dann in Basel zwischen den ganzen anderen Haudraufnummern Schiffbruch erleiden.
In halber Lautstärke kann ich es noch halbwegs ertragen. Schlimmer finde ich beispielsweise Belgien und Irland.
Ist das jetzt Shanty-Rap? Die Melodie aus dem Refrain hab ich jedenfalls 1:1 schonmal irgendwo so gehört und ihr Beitrag aus dem letzten Jahr war auch viel besser. Trotzdem klar die besten bisher.
Folk-Shanty-Glam-Prog-Postrap
4) Die Boys von VAEB….haben mich nicht überzeugt. Ein klein wenig modern, ein paar irische Töne, viele Hüpfeinlagen, das war es….
Ngl, der Song letztes Jahr war schon stärker aber nun ja.
war professionell aber auch irgendwie billig. Aber vom Ton 1000 Mal besser als bei Raab.
Tinna kann man sich nebenher anhören. Klingt wie ein vorletzter Platz in einer Mellovorrunde, aber mMn trotzdem das Beste bisher.
Ist meine Nummer 2.
Hinter wem?
Set Me Free ist meine Nummer 1.
Meine auch.
Sehr gut. Hast du dein Zauberturban auf? Sonst geht das schief.
Meine auch – zudem optisch extrem mein Fall….
Oh, jetzt baut sie aber stimmlich schwer ab …
Words don`t come easy to me…and sounds schon mal gar nicht
Tinna finde ich ganz nett, die Melodie geht schon ins Ohr. Aber leider wieder ein gesanglicher Unfall.
Mensch in Portugal wird es gar nix mehr zu spotten geben, menno
deswegen bist du ja hier bei mir und Island
5) Die nächste Einschlafnummer. 100x gehört. Aber Hauptsache, es gab einen Dancebreak.
Finde es übrigens sehr gut, dass du eine eigene Skala für diesen VE einführst @Laureen 😉
Es muss ja sein
Oh, Gott nun schaue ich schon Raab und Island synchron, und es kommt nichts was man wenigstens akzeptabel finden könnte.
So geht Tonabmischung bei Rock Herr Raab.
Das ist jetzt aber auch wieder Rock der übleren Sorte.
6 Bisher klar Bester, aber auch niedrigen Niveau
6) Wie in einer Geisterbahn. Rock dieser Machart ist weniger mein Fall.
Schwache VE auch in Island. Was ist denn in diesem Jahr nur los?
Ich wäre für das Duo.
5. „I’m just like a bird
Who’s been locked in a cage“
😳
Rotstiftalarm!!!
Guckt da kein Muttersprachler mal über die Texte?! 🤔
Fazit: Der isländische VE wird leider mit jedem Jahr schwächer. Das war jetzt schon echt übel, ich will gar nicht wissen, was da im Halbfinale hängengeblieben ist. Mir wären von den Nummern 3, 4 und 5 alle Recht, das Finale in Basel wird Island aber mit keinem sehen.
Leider hast Du recht!
Tinna ist wie „Something in the water“ von Brooke Fraser.
Ich versuche immer noch herauszufinden, wo ich den Refrain von VÆB schonmal gehört habe…
Geht mir ganz genauso. Wir waren schon bei „The Offspring“, aber das war es noch nicht.
Ist das der Affe von Gabbani aus 2017?
Júlí og Dísa – Fire
fand ich am wenigsten schlimm.
Ich drücke die Daumen. Aber es werden wohl eher die isländischen Jedwards werden.
Egal, wer das Rennen macht. Es wird in Basel nicht fürs Finale reichen,
Laureen, können wir Dich bei diesem VE des Grauens alleine lassen oder müssen wir uns Sorgen machen? 😉
Ich denke, Sorgen sind durchaus angemessen, wünsche aber trotzdem viel Spaß bei Portugal 😀
Danke! Wenn Du jemanden brauchst, gib einfach im Portugal-Faden Bescheid. 🤗
Der englische Kommentator redet von Reykjavik 2016…
2016 ist ja auch realistischer als 2026 …
Uh, kleiner Tippfehler…
Jetzt freue ich mich sogar schon über „Scared of Heights“…
dito
Oh wie schön, „Someday“. Das ist ja ein Guilty pleasure von mir.
–
Danke!
Das war der Hinweis auf Someday aus Dänemark 2009, aus Versehen gelöscht.
Da setzt sich auch keiner ab, die Jury war wohl auch nicht gerade geflasht.
Jetzt sieht es ja doch ganz gut aus für VÆB.
Der Top-Interval-Act ist aus einer Mello-Vorrunde recycelt. Auch irgendwie bezeichnend…
Für Käärijä hat sich das Dranbleiben bei Island gelohnt.
Jetzt aber.
Keine Überraschung beim Ergebnis.
Und der nächste Beitrag, mit dem ich nichts anfangen kann….
Sehr mühsam, dieses Jahr….
Das war doch eine sehr zähe Angelegenheit heute. Danke an Laureen für den Liveblog und Gute Nacht an alle!
And the winner is: Die Jedwardsons.
Nix für mich. Darf im Halbfinale gerne kleben bleiben.