Heute Abend findet das erste Halbfinale des geschichtsträchtigen 59. Festival da Canção statt. 1964 zur ersten Teilnahme Portugals am Eurovision Song Contest ins Leben gerufen, hat es sich längst zu einem Festival entwickelt, in dem hauptsächlich die vielfältige Musik Portugals zelebriert wird. Auch in diesem Jahr sollte das Festival erneut dazu dienen, Portugals Beitrag für den ESC zu finden. Das stellt sich allerdings als schwierig heraus, denn aktuell wollen nur zwei Teilnehmende des diesjährigen Festivals überhaupt zum Song Contest nach Wien reisen. Wie geht der ausführende Sender RTP mit dieser Situation um? Um 22:00 Uhr beginnt das erste Halbfinale, dass wir mit einem Live-Chat begleiten.
Selten stand das Festival da Canção so im medialen Fokus wie in diesem Jahr. Bei einem Treffen der Europäischen Rundfunkunion (EBU) am 4. Dezember wurden umfangreiche Reformen beschlossen, die das Voting-System stärken und die Unabhängigkeit des Wettbewerbs sichern sollen. RTP stellte sich anschließend hinter die getroffenen Entscheidungen der EBU. Die Rundfunkanstalt betonte, die beschlossenen Änderungen schafften die notwendigen Bedingungen für eine transparente ESC-Teilnahme.
Allerdings regte sich schnell Widerstand. Aktuell haben 13 der 16 teilnehmenden Komponist*innen am Festival da Canção 2026 aufgrund der Teilnahme Israels am ESC erklärt, dass sie nicht am Eurovision Song Contest 2026 teilnehmen werden, wenn sie das Festival gewinnen sollten. Bandido do Cante und André Amaro sind bisher die einzigen, die öffentlich bestätigt haben, am Eurovision Song Contest teilnehmen zu wollen. Teilnehmer Sandrino hat sich bisher nicht öffentlich dazu geäußert.
Bei all der öffentlichen Diskussion um die ESC-Teilnahme Portugals kam allerdings eines leider sehr kurz: Die Musik. Um die soll es sich aber heute – und auch im zweiten Halbfinale am kommenden Samstag – vorrangig drehen. In diesem Jahr wurden André Amaro, Bandidos do Cante, Bateu Matou, Cristina Branco, Djodje, EVAYA, Inês Sousa und die Band Marquise als Komponist*innen von RTP direkt eingeladen. AGRIDOCE, Francisco Fontes, Gonçalo Gomes, Jacaréu, Rita Dias und Sandrino setzten sich aus einem öffentlichen Aufruf durch, bei dem insgesamt 660 Bewerbungen eingegangen waren.
Die Band NAPA, die das zurückliegende Festival gewann, durfte ebenfalls einen Songwriter einladen und entschied sich für die Band Nunca Mates o Mandarim. Der finale Platz im Vorentscheid wurde durch das neue Format Prova de Acesso bestimmt, zu dem die Musikschulen Escola de Tecnologias Inovação e Criação aus Lissabon und die Escola Superior de Música e Artes do Espetáculo aus Porto jeweils fünf Schüler*innen senden konnten. Das Format gewann Dinis Mota durch ein Onlinevoting.
Die Verteilung auf die Halbfinals wurde während einer Auslosung in der RTP-Zentrale in Lissabon ermittelt, die Startreihenfolge gab RTP in der zurückliegenden Woche bekannt. Im Gegensatz zum Vorjahr nehmen dieses Jahr lediglich 16 Beiträge am Wettbewerb teil. Um Terminkonflikte zu vermeiden, wurden Bandidos do Cante und Cristina Branco auf eigenen Wunsch dem zweiten Halbfinale zugeteilt.
Im heutigen ersten Halbfinale werden folgende Beiträge zu hören sein:
- Dinis Mota – Jurei
- Nunca Mates o Mandarim – Fumo
- Evaya – Sprint
- André Amaro – Dá-me a Tua Mão
- Bateu Matou – Nos Teus Olhos
- Marquise – Chuva
- AGRIDOCE – Onde Quero Estar
- Mário Marta – Pertencer
Pro Halbfinale qualifizieren sich vier Beiträge über ein kombiniertes Jury- und Publikumsvoting für das Finale am 7. März. Ein fünfter Beitrag wird im Anschluss durch die Zuschauenden bestimmt. Auch außerhalb Portugals kann hier mit abgestimmt werden.
Das heutige erste Halbfinle wird von dem bekannten Radio- und Fernsehmoderator Vasco Palmeirim moderiert. Im Greenroom stehen Alexandre Guimarães und Catarina Maia bereit und werden die Teilnehmenden interviewen. Als Jurymitglieder werden Diana Vilarinho (Festival da Canção 2025), Joana Espadinha (Festival da Canção 2018), Lena D’Água (Festival da Canção 2017), der Journalist Mario Rui Vieira und Tó Cruz (ESC 1995) zugegen sein.
Zusätzlich werden Júlio Resende und Paulo Lapa eine Hommage an das Festival da Canção im Jahr 1976 aufführen. Das Jahr, in dem Carlos do Carmo alle Lieder des Wettbewerbs sang (eine Playlist mit allen Beiträgen findet ihr hier). Außerdem sind Luca Argel, Nani Medeiros und Karla da Silva angekündigt, die auf eine musikalische Reise durch Brasilien in den 60er Jahren einladen. Ein Auftritt, der viel Rhythmus verspricht und den Greenroom sicher wieder in Partystimmung versetzt.
Darüber hinaus wird es beim diesjährigen Festival ein musikalisches Wiedersehen mit Edmundo Inácio (Festival da Canção 2023), Tatanka von The Black Mamba (ESC 2021), Throes + The Shine (Festival da Canção 2020) und NAPA (ESC 2025) geben.
Alle Beitrage des diesjährigen Festival da Canção 2026 findet Ihr auch in unserer Spotify-Playlist, die Ihr Euch gerne direkt abspeichern könnt.
Das erste Halbfinale des Festival da Canção 2026 wird vom portugiesischem Sender RTP ab ca. 22:00 Uhr (mitteleuropäischer Zeit) übertragen. Einen Livestream findet Ihr auf der Website des Senders. Wir werden die ca. 3-stündige Show mit einem Live-Chat begleiten. Vor, während und nach der Sendung könnt Ihr die Geschehnisse unter diesem Beitrag kommentieren.
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Nunca Mates o Mandarim: Noch ne sommerliche Nummer, aber für meinen Geschmack nicht ganz so stark wie die Nummer 1. Am besten hat mir die akustische Gitarre hintenraus gefallen. 7/12
noten werde ich keine abgeben,weil die ja fast alle eh keinen bock haben in wien aufzuschlagen.
nr.1 war jetzt nicht unbedingt das,was ich gut finde (habe jetzt auch zu sehr den litauen intervallschleicher im ohr).
nr.2 gefällt mir wirklich nicht.
technisch liefern beide acts natürlich ab aber wenn die musik bei mir nicht will dann will sie nicht.
Nr 2. In diese Richtung geht der neue Song von Napa etwas flotter als die vorhergehenden ich mag es. 🥳
Durch und durch Portugal der Song und Auftritt. Die Performance hat den Beitrag für mich nochmal aufgewertet, hat doch einen recht netten Drive.
Nunca Mates o Mandarim, die von NAPA vorgeschlagene Gruppe mit einem sehr reduzierten Auftritt.
Nunca Mates o Mandarim
Sehr schön anzusehen und anzuhören natürlich😉.
2: Hat mir auch gefallen. Erinnert mich an den Sound von NAPA, in den ich mich nach dem ESC so ein bißchen verguckt habe, nachdem ich in deren Diskographie reingehört hatte.
Evayas Auftritt verzögert sich.
Ovos moles (aus Aveiro, Dinis kommt aus Aveiro).
Moliceiros 🚣♂️
Die Stadt mit der Meersalzhalde und der Kathedrale Igreja de São Domingos.
Bekannt aber vor allem für Joana. 🤓
Ich vermisse Filomena Cautela!
Nächste Woche (und ins Finale)
Sie dich nicht.
Kümmere Dich um deine Angelegenheiten!
Tu ich doch gerade 😘
Es gibt technische Unpäßlichkeiten und daher verzögert sich der Auftritt von Evaya und es geht mit Startnummer Vier weiter.
Ich war schon verwirrt, danke für die Info.
nr.3 war schon?
kommt später
Lied 4 gefällt mir (hatte ich nicht erwartet).
Wunderschöne Stimme hat Andrè Amaro.
Ja finde ich auch
André Amaro im Bolero-Jäckchen? Kann man machen … vielleicht … wenn man in den 1980ern ist. Schöne schnörkellose Ballade mit nordportugiesischen Elementen in der Instrumentierung, und sehr gut gesungen. 8/12
Andre Amaro 🥰🥰🥰
Super Staging-Idee: Riesige Trommeln, die niemand spielt. 😅 Das Lied liebe ich aber weiterhin.
nr.4 er singt eindringlich und solide – in wien kommste damit aber nicht besonders weit.
Nanu, habe ich das Lied Nr. 3 verpasst?🤔
Lied Nr. 4: Er singt auch sehr gut, singen können sie eigentlich alle beim FdC, habe selten Totalausfälle gehört. Aber die ersten beiden Songs haben mich doch noch ein bisschen mehr abgeholt.
Nr. 3 war noch nicht. Wird wegen technischer Probleme nach hinten geschoben.
Ach so, danke für die Info.🙂
4: Hat mir sehr gefallen. Von der Inszenierung her passiert nicht so viel aber er singt echt gut.
André Amaro mit einer schönen Ballade und sechs Trommeln dienen als Kulisse. Das war ein klasse Auftritt und hoffentlich kommt er ins Finale.
Nr.4 Starke, Stimme, aber der Auftritt war mir nicht ganz schlüssig. Die Trommeln wirkten etwas fehl am Platz und irgendwie habe ich immer auf einen richtigen Höhepunkt gewartet, der nicht kam. Trotzdem ein nettes Lied und wie gesagt, wirklich gut gesungen.
Der Song erinnert mich dankenswerterweise dass ich den Ficus noch gießen muss.
Nr. 5 gefällt mir jetzt nicht so.
Mir auch nicht
Bateu Matou: Was Experimentelles, das vom Rhythmus getrieben wird. Interssante Harmonien, aber für den ESC wäre das zu … (mir fällt kein neues Adjektiv ein) … experimentell. 8/12
Nummer 5 moderne Klänge bei Portugal und trotzdem klingt es nach Portugal. toll. 😎
Bateu Matou sind gerade so der Inbegriff des FdC für mich: Die machen einfach ihr Ding, es klingt toll und man (zumindest ich) hat so etwas nicht schon 10.000 Mal gehört.
Lied Nr. 5: Glaube, das ist so ein Song, mit dem ich erst warm werden muss. Er erschliesst sich mir im Moment noch nicht richtig. Hat aber durchaus Potenzial. Nicht schlecht.🙂
Bateu Matou stellen einen außergewöhnlichen Song vor und der Song gefällt mir in der Liveversion besser als in der Studioversion.
nr.5 bringt schwung in die hütte – sehr solide aber ob das lied einen schönhöreffekt bei mir hat,kann ich nicht sagen.würde meinen,daß dieser act in das finale geht.🤔
Oha… ist deine Vorhersage jetzt ein schlechtes Vorzeichen für Bateu Matou? 😉
bei der schwarzen mamba lag ich damals richtig und es war der hut! 🐰
Spannend, dass im Greenroom jetzt auch Publikum ist. Die Teilnehmenden habe dort in den letzten Jahren ja auch gerne mal getanzt. Ich bin gespannt, ob das heute auch passiert.
Der song im hintergrund gefiel mir
Marquise kann mich live nicht so überzeugen.
Mich auch nicht. Schade, die Studionummer hatte mich mehr mitgenommen.
Lied 6 erinnert mich an Siouxsie & The Banshees.
Genau. 😍
Kiss Them For Me 😉
Jaaaa, toll! 😀
Marquise mit einer Schrammelnummer, in die man sich fallen lassen kann. Für mich klingt das nach den 1980ern, was immer ein Pluspunkt ist. Klingt wie ein musikalisches Zuhause. Singen können heute Abend mal wieder alle. 👏👏👏 7/12
Das stimmt singen können sie
Lied Nr. 6: Wow, das gefällt mir richtig gut. Welch eine Stimme… in Verbindung mit der rockigen Musik – toll😍
Nummer 6 gefällt mir bis jetzt am besten
nr.6 liefert sehr soliden indie pop-rock ab – gefällt mir bis jetzt am besten schön mit schrammelgitarrenriff.
Marquise, liebe alles daran, den Sound, den Ausdruck in ihrer Stimme, die stilechte Inszenierung… Nur zu schnell vorbei.
Ooooooh, Nr. 6 ist voll meins! Dark-wavig und düster. Überhaupt macht mir das schon wieder die ganze Zeit Freude, irgendwie steh ich auf Portugals Saudade.
Der Song von Marquise erinnert mich von der Machart an „Come as you are“ von Nirvana. Mal sehen, ob die Gruppe damit ins Finale kommt.
6: Fand ich richtig gut. Erinnert mich irgendwie an früher. Ein schöner Vibe.
Marquise:
Ein starker Auftritt. Alles natürlich sehr sperrig, aber ich bin ja für Indiebands immer zu haben und das war schon echt hohes Niveau. Mir hat vor allem die Idee mit Verblenden gefallen.
Lied Nr. 7: Die Nummer ist für mich (bis jetzt) am schwächsten. Kann mich irgendwie so gar nicht begeistern…
Da stimme ich dir zu.
Uuuh das ist schlimm. Hupfdohlen frisch vom Oberstufenball des Dorfgymnasiums. Also da wär ich nicht gerne.
Agridoce haben heute Abend das einzige Lied, mit dem ich nichts anfangen kann. 3/12
Auch nicht meins
3/12 wir sind doch nicht in Schweden. 😜
😂 😂 😂
Ich auch nicht.
Huch, das ist jetzt aber wildes Gefuchtel. Hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt.
Aber der Song ist auch eine hübsche Abwechslung.
Ich nehms zurück. Kaum abgesendet haben sie sich nur noch wiederholt. Eieiei…
nr.7 ermüdet mich etwas mit der wiederholungstaste – gefällt mir nicht so.
Agridoce haben immer noch ein richtiges Gute-Laune-Lied für mich. Allerdings frage ich mich, warum die Bühne bei den Acts, die sich am meisten bewegen, immer am leersten aussieht.
AGRIDOCE mit einer soliden Radiopopnummer, allerdings wird der Refrain zu oft wiederholt und dadurch wirkt der Song repetitiv.
Du wiederholst Dich auch zu oft.