Heute vor 10 Jahren: Lena gewinnt mit „Satellite“ den ESC 2010 in Oslo

Lena Oslo 2010 Satellite ESC Eurovision
Bild: NDR / Rolf Klatt

Auf den Tag genau zehn Jahre ist es her, dass Lena mit „Satellite“ den Eurovision Song Contest 2010 in Oslo gewonnen hat. Es war der zweite Sieg für Deutschland beim ESC und dieser unglaubliche Abend am 29. Mai 2010 dürfte sicherlich jedem, der die Show live verfolgt hat, in unvergesslicher Erinnerung geblieben sein. Wir schauen heute und in den kommenden Tagen in mehreren Artikeln auf diese Nacht in Norwegen zurück und starten mit einem kurzem (so kurz wie eben irgendwie möglich) Rückblick auf Lenas Weg zum ESC-Sieg.

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Bild: NDR / Rolf Klatt

Nach einer langen ESC-Leidensphase hatte sich der Norddeutsche Rundfunk (NDR) entschlossen, für die deutsche ESC-Vorentscheidung einen neuen Weg auszuprobieren: Gemeinsam mit Stefan Raab und dem Privatsender ProSieben ersann man das Castingformat „Unser Star für Oslo“. Moderiert wurden die insgesamt acht Sendungen von Sabine Heinrich und Matthias Opdenhövel. Die erste Show wurde am 2. Februar 2010 ausgestrahlt und von ihrem ersten Auftritt mit „My Same“ von Adele an (in diesem Video zu sehen ab 1:23:20) galt Lena Meyer-Landrut als große Favoritin. Im Finale wählten die Zuschauer schließlich nicht nur Lena zur deutsche Vertreterin für den ESC 2010, sondern zogen in einer weisen Entscheidung auch das von Julie Frost und John Gordon geschriebene „Satellite“ unter anderem dem von Stefan Raab und Lena selbst geschriebenen Song „Love Me“ vor.

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Bild: NDR / Rolf Klatt

Nach dem Finale von USFO setzte sich „Satellite“ umgehend an die Spitze der Download- und in der Folge auch an die Spitze der deutschen Single-Charts. Lenas beiden anderen Finalbeiträge „Bee“ und „Love Me“ stiegen auf Platz 3 und 4 der Charts ein und damit konnte die Sängerin in ihrer ersten Chartswoche gleich drei Top-5-Hits vorweisen. Auch in der Schweiz setzte sich „Satellite“ auf Platz 1, in Österreich erreichte der Song immerhin Platz 2. Lenas Anfang Mai 2010 veröffentlichtes Album „My Cassette Player“ schaffte es in Deutschland und Österreich auf Platz 1, in der Schweiz auf Platz 3.

Nach diesem überwältigenden Erfolg galt Lena auch als Favoritin für den ESC in Oslo, es gab jedoch auch andere Acts, die hochgewettet wurden – etwa die Aserbaidschanerin Safura oder Harel Skaat aus Israel. Ihrem Favoritenstatus wurde Lena aber auch während der Probenphase in Oslo gerecht und auch im Ausland flogen ihr die Sympathien nur so zu. Und während andere Favoriten strauchelten, schaffte es Lena, „Satellite“ im ESC-Finale 2010 mit der ihr eigenen Mischung aus Natürlichkeit und Spaß auf die Bühne zu bringen – ein perfekter Auftritt.

Der Rest ist Geschichte: Obwohl Deutschland bei der Punktevergabe zunächst einige Zeit keine 12 Punkte bekam, konnte Lena kontinuierlich punkten und setzte sich mit „Satellite“ bald an die Spitze der Tabelle – und gab die Führung bis zum Ende nicht mehr ab. Eine gerade 19-jährige Abiturientin aus Hannover hatte Deutschland den zweiten Sieg der ESC-Geschichte beschert und in ganz Europa herrschte Lena-Mania. Diese hielt auch bis zum Eurovision Song Contest 2011 in Düsseldorf an, bei dem Lena sich an der Titelverteidigung versuchte und mit „Taken By A Stranger“ den 10. Platz erreichte.

Mittlerweile ist Lena eine etablierte Künstlerin, hat mit „Only Love, L“ im vergangenen Jahr ihr fünftes Studioalbum veröffentlicht und spielt im kommenden November ihre insgesamt siebte Live-Tour. Was für eine Geschichte – und alles begann mit dem ESC.

Wir werden Lena, „Satellite“ sowie die Komponisten Julie Frost und John Gordon in den kommenden Tagen an dieser Stelle noch häufiger und in mehreren Beiträgen feiern. Stay tuned!


51 Kommentare

  1. Das war mein erster ESC live vor Ort und wie sassen auf der Tribune und konnten es nicht glauben. Immer wieder sagte ich: „Führen wir wirklich?“ Und im Bus von der Halle zur Stadt zurück wurde uns ständig gratuliert und man hat zusammen den Siegersong gesungen. Ach was war es so schön!

  2. Ich saß zu Hause vor dem Fernseher und habe geweint. Natürlich vor Freude.

    Aber trotzdem, müssen wir das jetzt mehrere Tage feiern?
    Freue mich schon auf 2022, wenn wir mehrere Tage Nicole feiern.

  3. Es war auch unser erster ESC live vor Ort.Wir waren schon so geflasht von der tollen Stimmung,die den ESC ausmacht,wenn man ihn mal live im Austragungsort erleben darf.So viele Eindrücke.Und als dann auch noch Lena gewann,dachten wir,es geht nicht mit rechten Dingen zu.Wir mussten uns kneifen,um es glauben zu können.Es war wirklich unglaublich,dass wir so etwas miterleben durften.Immer wieder Gänsehaut.

  4. Wir sahsen zu viert vorm TV. Wir haben natürlich gevotet und Meinungen ausgetauscht. Neulich habe ich die vier Wertungszettel wiedergefunden. Keiner hatte Lena als Siegerin getippt. Ich hatte Lena auf Platz 4, mein damaliger Freund als Sechste, das befreundete Paar hatte sie auf Platz 8 und 10 gesetzt. Die Freude war riesig. Danach ließen wir es richtig krachen.
    Ich war auch der einzige, der Lena eine andauernde Karriere vorraussagte. Jetzt ist sie eine gern gesehene und etablierte Künstlerin.

    Wie sagte Lena zum Schluß beim Finale: „…it’s not real…it is so crazy…“

  5. Ich sitz grade in der Bahn und muss wirklich mit den Tränen kämpfen, wenn ich an den ESC 2010 und die ganze Zeit von Lenas „Urknall“ bis zum Sieg in Oslo zurückdenk. Über Monate war ich mit Depressionen auf dem besten Weg in ganz dunkle Gefilde und plötzlich ist da dieses Mädel, nur unwesentlich älter als ich, und bringt einem quasi aus dem Nichts wieder Freude ins Leben. Es mag komplett übertrieben klingen, aber ich bin mir sicher, dass kein Psychologe und kein Medikament der Welt mir damals zumindest kurzfristig so gut hätten helfen können, wie diese ESC-Saison mit Lena. Hoffentlich findet nächstes Jahr alles wie geplant statt – Ich bin dann der Geistesgestörte, der beim Finale in der Halle durchgehend heult und komplett eskaliert 😀

    • Ja, Musik kann eine unglaubliche Kraft haben. Schön, dass dir geholfen werden konnte bzw. du dir ja auch selbst irgendwie helfen konntest. 🙂

    • Ich kann dich nur zu gut verstehen, Musik kann Berge versetzen, Berge in dir bzw. sie kann dir ein Hochgefühl verleihen, da kann jede Droge/ Pille abstinken – genau dieses Gefühl ist es, dass den ESC und seine Musik für uns so wichtig macht. Diese riesengrosse Freude so tief zu empfinden ist ein wunderbares Geschenk, behalt dir das, es ist ungeheuer wichtig und auch heilsam, gerade in schwierigen Zeiten. Also wenn du dann in Rotterdam austickst in der Halle,
      ich bin der andere, vielleicht gar nicht weit weg von dir😂, dem es genau so geht (und ich wette da gibt es noch einige weitere Seelenverwandte) Drücken wir zusammen ganz fest die Daumen, dass im Mai 2021 alles gut wird😇

  6. Ich weiß es noch, als wär es noch gar nicht so lange her. Ich saß mit meiner Schwester, die sich eigentlich so gar nicht für den ESC interessiert aber der Lena Hype ging auch an ihr nicht spurlos vorbei. Bei der Punkteverkündung schauten wir uns dann immer ungläubig an und irgendwann sagte ich dann „Ich glaube wir haben Gewonnen, wir haben wirklich gewonnen“. Es war erst mein 5. ESC (Ich war damals 18) den ich angeschaut habe und dann durfte ich einen deutschen ESC-Sieg miterleben. Das war echt ein großartiges Gefühl.

  7. Wahnsinn, schon 10 Jahre ist es her!😊.
    Ich habe ja vor dem ESC schon geahnt, dass es eine gute Platzierung geben könnte, aber mit einem Sieg habe ich nicht gerechnet. Ich saß wie üblich allein vorm Fernseher, aber selbst mein Mann, bekennender Nicht-ESC-Fan, kam während der Punktewertung dazu, aufgeweckt von meinem Jubeln.

    Danke für die tollen Erinnerungen an diesen besonderen Moment🙂.

    P.S.: „Taken by a Stranger“ gefällt mir sogar noch besser, da hat man gemerkt, dass Lena eine vielseitige Künstlerin ist🙂.

  8. Schön finde ich, dass sie sich von ihrer ESC-Teilnahme emanzipiert hat und eine eigenständige Karriere hinlegt. Immerhin ist sie in den deutschsprachigen Ländern stetig erfolgreich geblieben, ohne auf auf die ESC-Fangemeinde angewiesen zu sein.

    • Absolut, Lena ist von ihrem ESC-Schatten schon frühzeitig herausgegangen. Da wo viele Teilnehmer und Sieger immer noch sind.

      Deutschland hatte außerhalb des Sports ein richtiges „Wir“-Gefühl ausgelöst. Das gelangt Michael Schulte auch 😉

      • Das wir Gefühl spiegelte sich dann ja auch noch richtig in der Coverversion Schland von Satellite während der folgenden Fussballweltmeisterschaft, hach schwelg in Erinnerungen

  9. Ich hatte zwei, drei Wochen vorher gemutmasst mit dem Song könnte man gewinnen, wenn niemand was besseres hat, für die Saalwette verging mir dann aber ein zwei Tage vorher doch der Mut, pessimistisch wie ich nun mal bin. Ehrlich gesagt mochte ich das türkische Lied auf Platz 2 auch mehr.
    .
    Den ESC 2010 guckte ich nach langen Jahren endlich mal wieder nicht alleine, sondern mit meiner damals zehnjährigen Tochter, die allerdings noch Jahre danach aus diesem deutschen Sieg schlussfolgerte, dass Deutschland doch immer gewinnt. Aber auch sie holte die Wirklichkeit ein. Sie blieb allerdings trotz alternativem Musikgeschmack ESC Fan.

  10. Ich habe immer noch die Worte von Maris Müller-Westernhagen nach Lenas Auftritt in der ersten USFO-Sendung im Kopf: „Du hast Star Appeal. Menschen werden dich lieben.“

    Wie Recht er doch hatte. <3

    • Daran muss ich auch immer noch denken. Man sah bei Lena sofort, dass da ein kommender Star vor einem steht. Nicht, weil sie besonders gut gesungen hätte, sondern weil sie diese unglaubliche Ausstrahlung hatte. Etwas, was du nicht lernen kannst. Entweder hat man das oder halt nicht. Sie hat es eine Zeit lang verloren, dieses Leichte. Aber ich glaub, sie ist wieder auf dem richtigen Weg.

    • Jep, das fällt mir auch sehr häufig ein.
      Bin jetzt kein großer Westernhagen-Fan, aber dass er das Potential gesehen, spricht echt für ihn und seine Professionalität; war fast schon unheimlich. Ich rechne ihm diese Szene hoch an. Auch dass er dazugesagt hat, dass Lena das am besten gleich wieder vergessen sollte… hat sie Gottseidank auch, sonst hätte sie nie so unbedarft performen können.

      Überhaupt hatten beim USFO auch die Juroren einen nicht zu unterschätzenden Wert. Das waren ja echte Hochkaräter des deutschen Musikbusiness. (Auch wenn man Naidoo jetzt am liebsten mit ’nem Blitzdings vergessen machen würde.) Sie unterstrichen die Ernsthaftigkeit der „nationalen Aufgabe“, wie Raab immer so schön gesagt hat.

    • Höre ich grade parallel zum Lesen hier (1:30:50). Schon witzig zuerst das Gelaber von Raab und dann der obercoole Westernhagen. Das war damals schon eine mutige Ansage. Er sagt aber auch dazu, dass sie es gleich wieder vergessen soll. Das hat nicht so ganz geklappt. Ich finde sie ja noch immer recht sympathisch, kenne aber auch viele, die sie zu eingebildet sehen.

  11. Direkt nach der VE war mir klar, das sie mit Satelite den ESC gewinnen wird und da kannte ich nicht mal alle Konkurrenzbeiträge. In der Probenwoche verfestigte sich dann das Gefühl und der Sieg war somit für mich keine Überraschung… etwas überrascht war ich von der Deutlichkeit des Sieges. Mit so einem großen Punkteabstand zum 2. hätte ich nicht mit gerechnet. Mein 2. Favorit war Tom Dice.

  12. Ich war kein großer Fan von Satellite besonders beim Vorentscheid klang alles noch sehr amateurhaft.
    Der Rummel ihres Sieges begann in Oslo somit war mir nach den Proben klar Deutschland wird gewinnen.
    Die Freude nach jeder hohen Wertung war selbst in der Nachbarschaft zu hören,ein unvergesslicher Abend.
    Heute ist sie in Deutschland immer noch ein Star ist freundlich und bodenständig geblieben.

  13. Meine Güte 10 Jahre ist das schon wieder her? Ich hatte mit allem gerechnet nur nicht das Lena gewinnen würde. Was für ein toller Abend damals. Leider aus Deutscher Sicht viel zu selten in den letzten Jahren. Wenn man Schweden betrachtet.

    • Wenn man dagegen die meisten anderen ESC-Teilnehmerländer betrachtet, recht oft. Der Sieg scheint viele damalige ESC-Neulinge und ganz offensichtlich auch einige erfahrenere ESC-Fans mit einer unrealistischen hohen Erwartungshaltung ausgestattet zu haben.

      • Seit dem Jahrtausendwechsel gab es viele erstmalige bzw. einmalige Sieger: Estland 2001, Lettland 2002, Türkei 2003, Ukraine 2004 (wiederholt 2016), Griechenland 2005, Finnland 2006, Serbien 2007, Russland 2008, Aserbaidschan 2011 und Portugal 2017.

      • Das stimmt, dennoch hat seit 2000 die Mehrzahl der Teilnehmerländer weniger oft gewonnen als Deutschland.

      • Toller Vergleich. Hinkt nicht, der humpelt schon. Erwähne es gern noch einmal und immer wieder: die Gesamtbilanz in der Ära Schreiber ist selbst mit dem Zufallstreffer 2010 einfach nur verheerend. Durchschnitt schlechter als Platz 17. Bottom 5 Plätze zusammen mit ESP und GB einsame Spitze. Eventuelle Halbfinals hätten wir x-mal nicht überstanden. Und das ist allein nur die statistische Seite. Man könnte unzählige Fässer auf der anderen, wirklich wichtigen Seite aufmachen. Von Resonanz, Akzeptanz, Innovation, Kreativität, undundund….
        Ich lass es lieber bleiben…

      • Mir ging es weder um die Gesamtbilanz der Ära Schreiber noch um eine Lobpreisung der Resonanz, Akzeptanz, Innovation, Kreativität etc. der deutschen Beiträge. Ich habe mich auf die Hybris des Vergleichs ausgerechnet mit Schweden bezogen, also das Bedauern, dass Deutschland nicht so erfolgreich ist wie das erfolgreichste ESC-Teilnehmerland der letzten Jahre.

      • Und mir ging es gar nicht um dich. Deine Aussage mit statistischem Bezug spiegelt nur das wieder, was von anderer Seite u. a. ins Feld geführt wird, um eigene Unzulänglichkeiten zu kaschieren. Seit Jahren ist das bei uns gelebte Praxis. Das nenn ich mal Hybris – und zwar in Bestform.

  14. Meine Erinnerungen habe ich ja schon mit Hingabe beim Live-Blog bei der kürzlichen Nachtwiederholung des ESC 2010 niedergeschrieben. Nur so viel: Es live auf der Reeperbahn mit europäisch verbindender Glow-Choreo, Hape Kerkeling als Punkteverkünder und – nach meiner Erinnerung – ohne dem von Barbara viel zitiertem „waagerechten Niederschlag“ erlebt zu haben, war auch einzigartig.

    Lena hat vor allem mit ihrer fantastischen Ausstrahlung gewonnen. USFO fand ich als senderübergreifendes Projekt mit Livemusik bombastisch. Lena stach in dem Feld schon wahnsinnig, wenn auch nicht unbedingt pur musikalisch, hervor. Ich kann mich noch erinnern, dass sie als letzter Castingact auftrat und ich erleichtert war, weil in der 1. Runde vorher nichts so wirklich Außergewöhnliches für mich rüberkam (Später hat sich Christian Durstewitz für mich durchaus gut gemacht, wenngleich er nicht im Ansatz dasselbe bewirkt hätte.) Ich würde aber lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich damals schon einen ESC-Sieg gesehen hätte. Im Gegenteil hatte ich ein bisschen das Gefühl, dass der Eindruck aus dieser Singweise mit dem Akzent und der niedlich-witzigen Leichtigkeit international nicht so wie beim deutschen Publikum, das sie über Wochen im Auswahlverfahren begleitet hat, ankommen könnte.

    @Benny: Ich habe damals die internationale Stimmung zu Lena direkt nach USFO noch nicht so verfolgt. Galt sie tatsächlich schon direkt nach USFO als (Mit-)Favoritin? In DACH lief’s gut – klar. Und ich kann mich auch an ein wohlwollendes Interesse – was für Deutschland außergewöhnlich war – erinnern. Ich hatte den Eindruck, dass sich das erst so in der Probenwoche mit den (auch dank Raab) fantastisch-unterhaltsamen PKs so richtig aufbaute und auch die skandinavischen Liebelei-Schlagzeilen im Zusammenhang mit Alexander Rybak gut in die Stimmung reinspielten. (Und als sich herausstellte, dass Safura wohl auch nur mit Wasser kochte… 😉 )

    Ich freue mich, dass ein Ereignis wie dieses die Menschen – vor allem mit Lena und Glow – so verbinden konnte. Es tat – nach dem Fußball-WM im Deutschland – auch dem Bild unseres Landes im Ausland gut. Auch wenn Lena ja mal zwischen den Zeilen (und hier und da auch mal explizit) mit ihrem damaligen ESC-Erfolg und dem Hype haderte. Sie kann unglaublich stolz auf sich sein, das geschafft zu haben. (Und die Herren Schreiber und Raab übrigens auch… 😉 )

    PS: Danke auch an die Erinnerung an Sabine Heinrich als ein Teil der USFO-Moderation – eine wahnsinnig talentierte und unterhaltsame Medienfrau – im Radio wie im Fernsehen.

    • Neben Lena war „Glow“ in der Tat das Highlight des ESC 2010 für mich. War neben „Love, Love, Peace, Peace“ der beste Intervall-Act seit Riverdance 1994.🙂
      Zum Thema Sabine Heinrich stimme ich Dir auch gerne zu. Ich würde sie sehr gerne mal wieder als Moderatorin einer VE sehen.

      • Ich fand das damals witzig. Sabine Heinrich kam aus dem Jugendradio, wo es normal ist, dass man sich als Moderatoren gegeseitig neckt und verarscht. Opdenhövel war und ist ein altersloser (wohl auch humorloser) Moderator, der immer völlig sprachlos ob soviel Frechheit war.

  15. NRK, als austragender Sender des ESC 2010, macht es übrigens der ARD gleich und wiederholt den ESC 2010 heute Abend, wie auf dem Twitter-Account von Melodi Grand Prix angekündigt wurde (https://twitter.com/NRKmgp/status/1265274835929718786)!
    Ist jemand so tief in der Bubble drin, dass er weiß, ob NRK im letzten Jahr auch das zehnjährige Jubiläum des Sieges von Alexander Rybak, mit der Aufzeichnung des ESC 2009, gefeiert haben?
    Was würdet ihr davon halten, wenn die ARD im nächsten Jahr, auch die Aufzeichnung vom ESC 2011, welcher ja in Deutschland statt fand, zeigen würde?

    • Na, super wäre das! *Notizblock von Herrn Schreiber und dem erfahrenen Nacht-Liveblogger Benny auf… wobei ich glaube, dass Benny dann lieber (hoffentlich) in Rotterdam weilt… knobelt schon mal aus, wer die Schicht übernimmt 😉 )

  16. Schöne Erinnerungen! Mein erster „kompletter“ ESC und dann auch noch ein deutscher Sieg 😀

    Wenn Julie Frost als Komponistin noch gewürdigt wird, spoilere ich mal nicht, welchen Beitrag der aktuellen VE-Saison sie mitgeschrieben hat (es kann geraten werden 😀 Ich war überrascht, als ich das las). Er ist aber ein heißer Anwärter auf meine SCC-Liste und es freut mich, dass Julie noch im (ESC-)Geschäft ist 😀

    • Der ESC ist immer noch ein Autorenwettbewerb für Komponisten und Texter. Leider werden sie bei der Siegerehrung gänzlich vernachlässigt. Nicht nur beim ESC-Finale, sondern auch bei nahezu allen VEs. Schade, denn sie sind die heimlichen Sieger.

      • Beim Junior-ESC werden die Autoren, im Gegensatz zum ESC, so gut wie überhaupt nicht „genannt“! Werden sie beim ESC oft auch nicht, aber sie sind wenigstens, vor dem jeweiligen Song, in der Titelinfo „verewigt“! Beim JESC besteht die Titelinfo nur aus dem Interpreten, sowie dem Songtitel! Nur auf der offiziellen Homepage (junioreurovision.tv) kann man die Autoren des jeweiligen Songs erfahren!

  17. Der ORF hat sich damals absolut blamiert. Der Fernsehsender hat nicht den ESC übertragen, obwohl das Lena- Fieber auch nach Österreich überschwappte.

  18. 10 Jahre ist das schon her?!? Unglaublich, wie schnell die Zeit doch vergeht.

    Die folgenden Wörter könnten vielleicht ein wenig kitschig klingen und nicht ESC-Fans werden aus auch nicht verstehen.

    So doll habe ich mich damals noch nicht für den ESC interessiert (ich war 12). Das erste Mal von „diesem komischen Gesangswettbewerb“ habe ich 2006 gehört, als Lordi gewonnen hat. Damals wusste ich nicht einmal, dass Texas Lightning uns vertreten hat, obwohl ich den Song rauf und runter gehört habe.
    2008 und 2009 habe ich dann den ESC (nur die Finals) angeschaut. War für mich ein netter Gesangswettbewerb, aber mehr nicht.
    Ich wusste nicht mal, dass Nicole 1982 mit „Ein Bisschen Frieden“ gewonnen hat, auch wenn ich den Song kannte. Gleiches gilt für viele andere Künstler/Songs.

    Und dann kam halt 2010 mit Lena.
    Den Vorentscheid habe ich am Anfang verfolgt, aber später dann nicht mehr gesehen. Auch das Finale war mir egal. Dann habe ich einen Tag später den Song gehört und war hin und weg.
    Ich war null in der Bubble drin, aber dachte mir trotzdem: Das kann was werden.
    Das Finale habe ich ganz allein geschaut. Bei Lena bin ich durch das Wohnzimmer gesprungen und habe laut mitgesungen. Bei der Punktevergabe war es immer ein Wechsel zwischen Schockstarre und Ausflippen.

    Dieser Sieg hat mich dann zu einem ESC-Fan gemacht. Ich habe mich von Jahr zu Jahr immer mehr für den Wettbewerb interessiert. 2011 die Halbfinals das erste Mal geguckt. 2012 ein bisschen das Mello verfolgt. 2013 noch ein paar andere Vorentscheide beiläufig… etc

    Ich bin mir fast sicher, dass ich ohne diesen Sieg nicht so ESC-verrückt wäre, wie ich es heute bin.

    • Mach dir kein Kopf um deine damalige Unwissenheit bezüglich ESC. Es gibt Leute, die schreiben rund um den ESC Artikel und haben kaum geschichtliches Wissen über den ESC.

  19. Hach, was wäre es toll, bewusst dabei gewesen zu sein….. Mit meinen gerade einmal fast 6 Jahren konnte ich natürlich nicht großartig mitfiebern. (Auch wenn ich mich meine erinnern zu können, schon Lena-Fan gewesen zu sein) Ich hoffe jetzt einfach mal schwer, dass ich zu meinen Lebzeiten auch noch einen deutschen ESC-Sieg erleben darf!

  20. Oh man, 10 Jahre, unglaublich! 🙂 Wie schon beim 2010-Rewatch vor 2 Wochen geschrieben, war ich damals 9 Jahre alt und das war mein erster ESC. Irgendwie habe ich das durch Zeitungen etc. aufgegriffen, dass es da so einen Song Contest gebe und dass Deutschland gute Chancen auf einen Sieg habe. Ich habe meine Eltern, welche den ESC schon seit ein paar Jahren nicht mehr verfolgt haben, dazu überredet, sich die Show doch einmal anzuschauen. Nun ja, das war schon ein unglaublicher Abend und somit einer meiner größten Kindheitserinnerungen! Ab diesem Zeitpunkt an haben wir dann jedes Jahr das ESC-Finale geschaut, bis ich nach 2014 zum Fan mutiert bin.

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