Island: Daði Freyr wird nicht erneut an der Vorentscheidung Söngvakeppnin teilnehmen

Auch in Island sitzt der Schock über die Absage des ESC 2020 in Rotterdam tief. Daði og Gagnamagnið waren mit ihrem Titel „Think About Things“ als potenzielle Sieger des diesjährigen Wettbewerbs gehandelt worden. Nun hat Daði Freyr, der Frontsänger der gemeinsam mit der Band Gagnamagnið antreten sollte, mitgeteilt, dass er nicht erneut an der isländischen Vorentscheidung Söngvakeppnin teilnehmen wird – unter anderen Umständen würde er aber sehr wohl für Island zum ESC fahren.

Auf Twitter bezog der isländische Sänger nun Stellung, nachdem bereits zahlreiche Fans darüber spekulierten, ob er gemeinsam mit Gagnamagnið am ESC 2021 teilnehmen würde. In seinem Tweet äußerte Daði, dass er sich geehrt fühlen wrüde, Island mit einem neuen Song gemeinsam mit Gagnamagnið zu vertreten. Dies würde er allerdings nur unter der Voraussetzung machen, dass der isländische Rundfunksender RUV sie direkt einladen und somit intern nominieren würde.

Dies begründet Freyr damit, dass es sich komisch anfühlen würde, wieder an der isländischen Vorentscheidung Söngvakeppnin teilzunehmen. Gleichzeitig sagte er auch, weiter an neuer Musik zu arbeiten, „was sich auch nicht ändern wird“, so der Sänger.

Zuvor wurde über isländische Medien bekannt, dass Daði Freyr nicht erneut an der Vorentscheidung teilnehmen würde, da er befürchtet, dass er nur gewählt werden würde, weil er bereits gewonnen hat und die Menschen ihn aufgrund seines Namens automatisch wählen würden. Gleichzeitig würde es ihm sehr schaden, wenn er erneut teilnehmen und nicht gewinnen würde.

Für Daði Freyr ist die isländische Vorentscheidung und die geplante Teilnahme am ESC in Rotterdam bereits ein großes Sprungbrett gewesen, wie er selbst sagt. Tatsächlich ist der Song schon vor dem Sieg in der isländischen Vorentscheidung in den sozialen Medien viral gegangen. Auch auf Spotify findet sich der Song bereits in zahlreichen größeren Playlists und Viral-Charts wieder, zudem teilten auch zahlreiche deutsche Promis den Song.

Unmittelbar nach der Absage des ESC 2020 in der vergangenen Woche entschied Freyr sich dazu, seine Fans dazu aufzurufen, ihm einen ESC-Song vorzuschlagen, den er dann covern würde. Geworden ist es „Fuego“ von Eleni Foureira. Damit unterstreicht der Künstler nochmals seine Leidenschaft mit dem ESC, die trotz der Absage und der damit einhergehenden Enttäuschung, nicht in Rotterdam auftreten zu können, weiterhin besteht.

Könnt Ihr die Entscheidung von Daði Freyr nachvollziehen? Sollte der isländische Rundfunksender die Vorentscheidung Söngvakeppnin im kommenden Jahr aussetzen und ihn gemeinsam mit Gagnamagnið direkt nominieren?


9 Kommentare

  1. Es gibt bei allem immer für und wider. Es wäre natürlich schade wenn Dadi nächstes Jahr dabei wäre. Aber wenn Island ihn nicht nominiert könnte ja der NDR ihn nominieren er wohnt ja in Berlin. Aber erst geht Ben vor. In Wenn Island wieder den Vorentscheid macht würde ich mich freuen wenn Iva wieder dabei ist, ich trauere noch sehr okulis videre nach.

    • Mooooment: erst Ben Dolic, dann mal sehen wer. Dadi weiß ganz genau, dass er niemals mehr so einen Hype auslösen kann als dieses Jahr. Er tut gut an seiner weisen Entscheidung. Aber wie sagte einst James Bond: Never say never again 😉

  2. Tolles Fuego Cover, der Song ist einfach gut, auf diese oder jene Weise.

    Dadi hat doch wohl mehrere dieser Shirts zum Wechseln, kann ihn mir irgendwie in nix anderem vorstellen.

  3. Verständlich, dass er nicht mehr an einer VE teilnehmen möchte. Aber von einer Direktnominierung halte ich nichts, nicht zuletzt, weil ich in der isländischen VE jedes Jahr ganz besondere Juwelen entdecke. Ich liebe und bewundere die isländische Musikszene sehr!!!

    P. S.: Ich trauere auch noch immer Iva nach. Es würde mich sehr freuen, wenn sie nächstes Jahr wieder an der VE teilnehmen würde.

  4. Ich kann seine Beweggründe sehr gut nachvollziehen, da eine erneute Teilnahme am isländischen Vorentscheid, tatsächlich einen unfairen Beigeschmack haben würde – egal in welche Richtung.

    Ich hoffe aber, dass er es irgendwann nochmal probiert – ich war 2017 schon sehr enttäuscht, dass er es knapp nicht zum ESC schaffte. Vielleicht wenn wieder ein bisschen Gras über die Sache gewachsen ist. Oder wenn er wieder einen so guten Song für einen anderen Künstler schreibt, wie dieses Jahr auch für Elísabet, die „Elta þig“ live leider völlig verhunzte.

  5. Wettbewerbsvorteil, Fallhöhe, usw. hin oder her – er hat mit der internationalen Aufmerksamkeit schon vor dem ESC mehr für sich und sein Musikgenre erreicht, als diese Nische sonst hergeben würde. Den Status des ESC-Favoriten kann ihm kein Televoting mehr nehmen. 😉

  6. Wenigstens hat er auch begriffen, dass er als Gesamtpaket zum ESC gewählt wurde. Eine Direktnominierung hätte wohl zu sehr den Beigeschmack einer Mitleidsentscheidung.
    Mit dem Beigeschmack einer Mitleidsentscheidung müssen sich allerdings wohl alle aus diesem Jahrgang auseinandersetzen, die nochmals fürs nächste Jahr nominiert werden.

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