Lettland 2021: Samanta Tīnas Beitrag wird am 12. März veröffentlicht

Eigentlich war angedacht, dass der diesjährige Beitrag von Samanta Tīna schon Ende Januar veröffentlicht wird, doch nun gab der lettische verantwortliche Sender LTV sogar erst Anfang Februarnähere Informationen zur geplanten Veröffentlichung bekannt:

LTV plant erfreulicherweise nicht nur eine lieblose Veröffentlichung des Liedes und des derzeit in der Produktion befindlichen Musikvideos, sondern begleitet die stimmgewaltige Sängerin durch die auf insgesamt fünf Folgen ausgelegte dokumentarische Sendung “Kā uzvarēt Eirovīzijā? Samantas Tīnas ceļš uz Roterdamu” (“Wie kann man bei Eurovision gewinnen? Samanta Tīnas Weg nach Rotterdam“). In dieser Sendung werden die bisherigen Vorbereitungen von Samanta Tīna für den Eurovision Song Contest 2021 gezeigt.

Die erste Sendung, die am Freitag, den 12. Februar ab 21.00 Uhr auf LTV1 und REPLAY.lv gezeigt wird, wirft einen Blick auf die Entstehung ihres Beitrages und die Zusammenarbeit mit ausgewählten Musikern, die in einem zweitägigen Workshop an dem Song arbeiteten. In der zweiten Sendung dreht sich alles um Samantas Kostüm, während in der dritten Folge Experten und ehemalige Eurovision-Teilnehmer zu Wort kommen und ihre Ansichten darüber teilen, was eine ESC-Siegesformel ausmacht. Der vierte Teil soll sich schließlich mit Samantas Staging befassen und in der fünften Sendung am 12. März gibt es dann endlich ihren Beitrag für Rotterdam zu hören und das Musikvideo wird ausgestrahlt.

„Ich suche keinen Standard-Eurovision-Klassiker, ich möchte eine verrückte Überraschung! Ich möchte, dass das Lied etwas Verherrlichendes hat, einen Kult, Traditionen, so dass jeder weiß, dass es aus Lettland kommt! Ich spreche nicht von Disteln und dem Lielvārde-Gürtel. Ich spreche von etwas in modernen Farben!“  Samanta Tīna

Schon am 23. November letzten Jahres gab Samanta Tīna bekannt, ihren ESC-Beitrag aus insgesamt 11 entstandenen potentiellen Songs gefunden zu haben. Mitte Dezember konnten ihre Follower einen mutmaßlichen Ausschnitt aus dem Lied hören, der erahnen lässt, dass dieser Titel zumindest in eine ähnliche musikalische Richtung gehen könnte wie „Still Breathing“, mit dem Samanta im letzten Jahr in Rotterdam auftreten wollte. Deutlich ist die Textzeile „Moon is rising“ zu hören, die sie mit kräftiger Stimme in dem kurzen Ausschnitt singt, bevor ein etwas härterer Beat einsetzt.

Das Samanta Tīna ihre Stimmgewalt auch live einsetzt, zeigte sie nicht nur eindrucksvoll im letztjährigen lettischen Vorentscheid „Supernova“, den sie klar gewinnen konnte. Auch in den Home-Konzerten, die nach der Absage des Contests stattfanden, war sie ein mehr als gerngesehene Gast und erspielte sich viele weitere Fans – selbst wenn man ihrem lauten und energetischen Beitrag nicht viel abgewinnen konnte. Vielleicht möchte man nicht unbedingt ihr Nachbar sein – aber mit ihr Party machen auf jeden Fall!

Lettland konnte nach einem guten ESC-Debüt im Jahr 2000 (3. Platz der Gruppe Brainstorm (Prāta Vētra)) und dem ESC-Gewinn zwei Jahre später durch Marie N seit 2009 nur noch mit Hilfe der Musikerin Aminata das Finale beim Eurovision Song Contest erreichen. 2015 erreichte Aminata in Wien selbst einen großartigen 6. Platz; im Folgejahr schrieb sie „Heartbeat“, mit dem Justs immerhin 132 Punkte sammeln konnte (Platz 15). Auch der Text von „Still Breathing“ stammte aus ihrer Feder – und längst wird gemunkelt, dass sie auch dieses Jahr am Beitrag aus Lettland beteiligt ist.

Samanta Tīna startet in der zweiten Hälfte des 2. Halbfinales und wird dort nicht nur auf den bereits feststehenden albanischen Beitrag „Karma“ von Anxhela Peristeri treffen – auch Fanlieblinge wie beispielsweise Gjon’s Tears, Daði & Gagnamagnið, Victoria, Stefania und Hurricane kämpfen mit Samanta Tīna um den Einzug ins Finale.


29 Kommentare

  1. Schaut her, lieber NDR: So kann man auch ohne VE den eigenen Vertreter pushen. Sehr gut, Lettland.🙂

    Ich bin auf den Song gespannt, Samantas Beitrag 2020 fand ich anfangs noch gut, wurde aber irgendwie mit der Zeit etwas nervig. Aber okay, für den ESC reichen ja drei Minuten, und die meisten europäischen Zuschauer hören den Song beim ESC zum ersten Mal.😉

    P. S. Mein liebster ESC-Beitrag aus Lettland ist…Obacht😀…2014. Allerdings wurde der Auftritt dermaßen in den Sand gesetzt… Ich würde den Letten echt wieder einmal einen ESC-Sieg gönnen, war eine schöne Show 2003.

    • Haha, Cake to back war wirklich ein schönes Liedchen!
      Mein Lieblingsbeitrag aus Lettland ist „The war is not over“ von 2005.

  2. Wie mich diese Länder nerven … als ob die Lieder nicht auch schon im Februar veröffentlicht werden können … Später veröffentlichen macht den Song nicht spannender.

    • Kein Land muss veröffentlichen. Pflicht ist die Einreichung bei der EBU Anfang März. Wir kennen zu dem auch erst 3 Beiträge die feststehen. Als ich noch jung war hab ich die Songs erst am ESC Abend zum ersten Mal gehört außer den Deutschen und vllt noch den aus Österreich und der Schweiz wenn sie denn in den Samstag Abend Shows vorgestellt wurden. Heutzutage ist alles so schnelllebig. Man will alles schnell und sofort und hat keine Geduld mehr. Ich stelle das auch bei mir fest das ich genervt bin das der NDR keine Infos gibt so what ein paar Tage mehr oder weniger ist doch auch nicht schlimm. Den albanischen Beitrag den wir seit Dezember kennen ist schon fast vergessen das ist doch auch blöd

      • Na ja, natürlich sind die Sender nicht verpflichtet, den Fans Rechenschaft abzulegen. Aber angeblich kennen sie ja schon den Act. Ich kann die Ungeduld schon verstehen. Man hätte wenigstens gerne schon mal einen Namen gehört, wie gesagt, keine Verpflichtung, aber es wäre eine Geste des Respekts, oder sagen wir mal, der Höflichkeit gegenüber der Fans.

    • Ich stimme Thilo mit Bobby zu. Warum muss man denn alle Beiträge schon mehr als drei Monate im Voraus kennen? Ich kann verstehen, dass die EBU zwei Monate im Voraus über die Titel Bescheid wissen sollte, um besser planen zu können, aber von mir aus könnten ruhig manche Länder von ihrem Recht Gebrauch machen, die Titel erst später der Öffentlichkeit bekannt zu geben. Dann würde man auch nicht so lange im Voraus schon auf diese blöden Wettbüros achten.

      Wenn ich’s mir recht überlege, wäre die Veröffentlichung der offiziellen CD Ende April/Anfang Mai doch ein bestens geeigneter Termin für die Bekanntgabe von Beiträgen, oder? 😉

      • Sorry, war ja nicht böse gemeint…
        Es muß ja auch nicht schon der Song veröffentlicht werden, aber wenigstens schonmal der/die Künstler-/in, wenn es schon keine VE gibt, wäre doch ganz schön.🙂

      • Gaby, ich stimme Dir zu, dass eine VE das Beste wäre (und die sollte dann vielleicht tatsächlich nicht erst Ende April sein 🙂 ), aber ohne VE ist mir eine Veröffentlichung von Song und Künstler(in) gleichzeitig als „Gesamtpaket“ am liebsten.

        Gut, dass Du schriebst, dass es nicht böse gemeint war, ich war schon ganz beunruhigt 😉 (nein, im Ernst, wie käme ich drauf, dass Du da was böse gemeint haben könntest?)

  3. Das hat man mir zurück geschrieben:

    Lieber Antonio,

    der Termin für die Veröffentlichung von Künstler und Song steht leider noch nicht fest. Bitte habe noch etwas Geduld. Sobald wir Genaueres wissen, informieren wir alle Fans auf http://www.eurovision.de.

    Viele Grüße
    Dein Team von eurovision.de
    —-

    Hätte auch nichts anderes erwartet

    • Du bekommst eine Antwort auf deine Mail an eurovision.de? Ich habe in der Vergangenheit einige wenige Mails an das Team von eurovision.de geschrieben (ich glaube, drei Mails in den letzten acht Jahren), aber nie eine Antwort erhalten. Meine Fragen liefen stets ins Leere. WIe kann das sein? Ich habe auch nichts Anrüchiges geschrieben, sondern nur etwas fragen…

    • Was hast du denn auch erwartet. Etwa: Lieber Antonino Helene Fischer wird für uns nach Rotterdam fahren mit dem Song „Surprise“ . Das Video veröffentlichen wir am 27 Februar.
      Und du bist dann derjenige der die Neuigkeit in die Welt rausbrüllt. Solche Infos auch nicht nur ein Datum werden sie nicht einfach irgendeinem Fan schreiben. Aber dennoch bewundere ich deinen Mut etwas geschrieben zu haben vllt hätten wir alle zusammen das gleiche tun sollen. Eine Mail nervt noch keinen Sender aber bei hunderten sieht es vllt anders aus andererseits kann man sich auch einfach in Geduld üben irgendwann kommt schon was und bis dahin gibt es anderes worauf wie uns freuen dürfen

    • Eurovision.de kann übrigens auch nur das Wissen, was sie vom NDR erfahren. Man müsste schon an die Pressestelle des NDR schreiben. Aber da bekommst du nur die Antwort, dass sie kommunizieren, wenn es was zu kommunizieren gibt.

  4. Irgendwie fühle ich mich an die Kommunikationspolitik des NDR im vergangenen Jahr erinnert: Da hieß es doch zunächst auch, Ende Januar soll es erste Informationen geben und dann – kamen sie doch erst im Februar. Und dieses Jahr hüllt man sich in sehr eisernes Schweigen, nennt noch nicht einmal ein konkretes Datum. Im Programmplan der ARD steht auch noch nichts. Nicht, dass uns der Beitrag also an den Kopf geworfen wird. Da wäre Lettland tatsächlich ein gutes Vorbild.

    Laut Wikipedia sind nur drei Länder noch schweigsamer: Armenien, Polen und UK. Sie haben noch keine:n Vertreter:in genannt und noch nicht einmal etwas von „Interner Auswahl“ verkündet.

    Apropos: Wurde nicht auch unsere Susan im Vorfeld des JESC mit einer Art Doku begleitet? Auch wenn sie am Ende Letzte und der Titel nicht der große Hit wurde, da gab man sich durchaus noch Mühe. Das sollte man sich auch zum Vorbild nehmen…

  5. Samanta tina war letztes jahr in stockholm bei der mello party und ist nach 10 minuten eingeschnappt verduftet, weil sich alles nur um dadi und ulrikke gedreht hat. Ich kann mich nicht mehr erinnern, ob sie noch gesungen hat. Egal, ich fand ihren song ganz furchtbar und sie war bei mir letzte. Wohingegen ihr wohnzimmerauftritt mich dann doch wieder etwas für sie eingenommen hat.

  6. Hoffentlich hat sie wieder solch einen tollen Chor mit dabei (und versteckt ihn diesmal nicht hinter schrecklichen Masken wie beim lettische VE-Finale 2020)

  7. Bin mal gespannt ob ihr diesjähriger Beitrag auch so „verrückt“ wird, wie der von 2020. Und so lieber NDR sorgt man für Vorfreude auf den eigenen Kandidaten und nicht durch ewiges Schweigen.

  8. Da ich ebenfalls sofort an die vergeigte Deadline letztes Jahr aber auch den anschließenden Aufruhr hier denken musste, kann ich die Kommentare, die Lettland jetzt auch noch zum Vorbild für den NDR erklären, nur als bitteren Scherz begreifen.

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