Albaniens Beitrag für den ESC 2021: „Karma“ von Anxhela Peristeri

Das albanische Festivali i Këngës 2020 ist Geschichte. Heute Abend lief das große Finale der 59. Ausgabe des Wettbewerbs und hat mit Anxhela Peristeri und ihrem Song „Karma“ eine würdige Siegerin gefunden. Die Sängerin darf damit Albanien beim Eurovision Song Contest 2021 vertreten und das Lied ist der allererste Beitrag, der für den internationalen Wettbewerb im kommenden Jahr feststeht. Dem Finale vorausgegangen sind zwei Halbfinale am Montag und Dienstag. Alle drei Shows haben wir mit Live-Blogs begleitet, die Ihr hier nachlesen könnt:

Live-Blog Albanien: FiK 59 – Erstes Halbfinale Festivali i Këngës 2020

Live-Blog Albanien: FiK 59 – Zweites Halbfinale Festivali i Këngës 2020

Live-Blog Albanien: FiK 59 – Finale Festivali i Këngës 2020

Das albanische Fernsehen RTSH hat in diesem Jahr trotz Corona an der Tradition des jährlichen Festivali i Këngës festgehalten – auch wenn das hieß, die Shows im Freien und ohne Publikum stattfinden zu lassen. Bereits vor über einem Monat wurden die ursprünglich 26 Wettbewerbsbeiträge für das Festivali i Këngës 2020 veröffentlichtAllerdings konnten Corona-bedingt letztendlich nur 25 Beiträge antreten. Alle Beiträge wurden in beiden Halbfinals aufgeführt: Im ersten Halbfinale in der Studioversion, im zweiten Halbfinale in einer akustischen Version. Sowohl in den Semifinals als auch im Finale wurde das Ergebnis zu 100% von einer Jury bestimmt.

Anxhela Peristeri hat ihr erstes Album bereits 2004 veröffentlicht und ist seitdem auf zahlreichen Festivals aufgetreten, hat etliche Preise gewonnen und eigene Konzerte gespielt. Sie ist auch als Singer-Songwriterin aktiv und hat deshalb viele ihrer Lieder selbst geschrieben. Ihr FiK- und ESC-Beitrag „Karma“ wurde allerdings von Kledi Bahiti komponiert und von Olti Curri getextet.

ESC-Barometer

Für unser ESC-Barometer brauchen wir Deine spontane Meinung zu diesem Beitrag. Bitte stimme nur einmal ab, damit wir ein einigermaßen objektives Bild erhalten. Die Befragung ist für drei Tage offen. Danach kann nur noch das Ergebnis angesehen werden.

ESC-Barometer: Wie gefällt Dir der albanische Beitrag "Karma" von Anxhela Peristeri?

View Results

Loading ... Loading ...

49 Kommentare

  1. Ich habe eine die x-te langweilig komponierte Ballade aus Albanien erwartet, aber das ist eigentlich echt eine interessante Komposition!
    Aufs erste Hören zieht es bei mir jetzt noch nicht, aber ich bin mir sicher, dass ich dieses schöne Stück noch zu schätzen lernen werde!

  2. Ich hab zwischen gut und so lala geschwankt und mich dann für gut entschieden, beim ersten Beitrag der Saison kann man auch mal großzügig sein 😉 . Bezüglich möglicher Chancen würde ich sagen, wenn Jonida es 2019 ins Finale geschafft hat, sollte man Anxhela nicht vorzeitig abschreiben.

  3. Tut mir leid, aber ich verstehe diese Jury in Albanien nicht. Wahrscheinlich sind Arilena und Elvana letztes Jahr auch nur soweit oben im Ranking gelandet, weil einige ausländische Juroren wie Christer Björkman mitvoten durften. Die Albanischen Juroren machen leider oft den Fehler, das sie nicht über den Tellerand hinaus und auf die Eurovision schauen, weshalb oftmals melodramatische und unmelodische Siegertitel aus dem angeblichen Vorentscheid hervorgehen. Diese landen dann international nur unter ferner-liefen. Dabei waren dieses Jahr echt gute Angebote von Inis Neziri, Era Rusi, Rosela und noch von ein bis zwei anderen dabei.

    Aber wie schon gesagt: Von dem Jahr 2020 ist und war von Anfang bis Ende nichts Positives mehr zu erwarten.

    • Dem kann ich so nicht zustimmen. Zum einen letztes Jahr war es so, dass Arilena statt Elvana eben aufgrund der albanischen Juroren gewonnen hat. Die ausländischen waren eher für Elvana. Dass sie „nicht über den Tellerand hinaus und auf die Eurovision schauen“ ist auch nicht ihre Aufgabe. In erster Linie ist es doch ein albanisches Musikfestival, wie eben San Remo ein italienisches ist. Da geht es primär um das Festival und nur sekundär ist es zufällig geht der Sieger davon auch zur Eurovision. Von daher finde ich es völlig legitim so zu urteilen, wie es musikalisch für das Land selbst passt. Dann müsste Albanien den Modus, wie sie den Beitrag wählen verändern und vielleicht einen eigenen Vorentscheid kreieren, dann kann man den Juroren vorwerfen, nicht über den Tellerrand zu schauen.
      Ich bin jedenfalls sehr zufrieden mit den albanischen Juroren, sowohl letztes als auch dieses Jahr.

  4. Aus Albanien nichts Neues. „Karma“ reiht sich mühelos zu den letzten Beiträgen des Landes ein. Das Rad neu erfunden wurde jetzt nicht unbedingt, es klingt ziemlich nach dem, was man erwarten würde. Verglichen zu ihrer Vorgängerin ist sie jedoch deutlich ausdrucksstärker und erfahrender, und da sehe ich das Potenzial. Mit einem Revamp, der weder den Beitrag weichspült noch auf Englisch umtextet, kann man hier einiges rausholen und vielleicht beim richtigen ESC einen respektablen Platz ergattern. Aber in der Phase sind wir ja noch nicht. 😉

  5. Angelica Agurbash würde morden, um ihre Hände an dieses Kleid und ihre Brüste in selbiges zu bekommen. Ich denke, dass Albanien mit dieser teils elegischen und teils dramatischen Ethnonummer gute Chancen hat, das Finale zu erreichen und dort einen Platz zwischen 15 und 20 zu belegen. Allerdings rate ich dazu, die Präsentation noch einmal zu überdenken. Viel Glück!

  6. Ich freue mich sehr, daß Anxhela für Albanien beim ESC antritt! Sie gehörte bei mir neben Inis und Era zu den Favoriten auf den Sieg beim Festivali i Këngës!

    Das Beste ist jedoch, daß sich diejenigen, die exzessiv in den Umfragen für Rosela Gjylbegu voteten, ein Eigentor geschossen haben und ich bin gespannt, wo sie am Ende im Ranking des FIK gelandet ist, was auch auf den völlig überbewerteten Mirud zutrifft! Der hätte mit seinem 08/15-Song gar nicht ins Finale kommen dürfen (Gleiches gilt übrigens auch für Wendi, da hätte ich lieber Erikson Lloshi und Fatos Shabani gehabt).

    Ich hoffe, daß Anxhela ihren Titel so beläßt, wie er in der Studioversion klingt und ihn in Landessprache beläßt, dann könnte Albanien damit auch ins Finale kommen.

  7. Das Kapital dieses Acts ist ganz klar Anxhelas Ausstrahlung und Bühnenpräsenz. Den Song fand ich beim ersten Hören noch ganz nett, nach ein paar Durchläufen jetzt aber eher etwas flach und auch musikalisch nicht besonders ergiebig. Da ist definitiv noch ein massvier Revamp nötig, um den Song noch halbwegs Final-konform zu machen.

  8. Und ich würde mir wünschen – und hoffe auch ein ganz klein wenig darauf – dass man den Beitrag für den ESC einfach einmal so belässt wie er ist; und bitte unbedingt auch in der Landessprache. Weihnachten steht vor der Tür – da darf man ja mal hoffen und wünschen, gell.

  9. Ausgehend von der Version, die vorliegt, muss ich sagen, dass das der schlechteste Beitrag Albaniens seit Jahren wäre (komische Mischung verschiedener Stile, insgesamt sehr unentschlossen, was es eigentlich sein will). Aber so ging es mir letztes Jahr auch und die überarbeitete Version hat mir – obwohl auf Englisch – dann doch noch sehr gut gefallen. Bevor die finale Version also nicht feststeht, bin ich da mit einem Urteil zurückhaltend.

  10. Herzlichen Glückwunsch an Anxhela.🙂
    Ich mag den Titel sehr gerne, habe auf „Gefällt mir gut“ geklickt. Er ist zwar für meinen Geschmack sogar besser, aber ich bin trotzdem erst einmal vorsichtig. Warte erst einmal ab, ob der Titel nicht ins Englische übersetzt wird, das wäre sehr schade.
    Bitte, liebe Albaner, laßt den Song auf Albanisch!

  11. Den ersten Beitrag haben wir jetzt also. Und bis wir den zweiten Beitrag hören können, vergeht wohl wieder mehr als ein Monat, wie letztes Jahr?

    Ja, ich habe nachgeschaut, spätestens am 25. Januar (mein Geburtstag!) gibt es Gesellschaft, dann wissen wir, womit Eden Alene für Israel ins Rennen gehen wird. Also ein bisschen früher als letztes Jahr.

    Hoffen wir mal, dass sich die anderen Länder nicht wieder unendlich viel Zeit lassen mit der Veröffentlichung…

  12. Na ja. Wäre bei mir im vorderen mittelfeld gelandet. Tut niemandem weh, anxhela kann einigermassen singen und sieht ganz gut aus dabei. Wäre sie für griechenland am start, häts für mich besser gepasst. Finalquali alles andere als sicher, mit iniz wäre albanien in ganz andere sphären aufgestiegen. Wieder mal hats die albanische jury grandios verbockt

  13. Ich finde die „Mischung“ aus Ballade und Uptempo recht abwechslungsreich und würde den Beitrag spontan höher ranken als 2018 und 2019, aber nicht höher als Queen Arilena ^^ Anxhela hat definitiv Ausstrahlung und Erfahrung beim Performen und es gab Tänzer und Feuer. Alles große Pluspunkte! Ich brauche zwar persönlich nicht jedes Jahr die „ethnic-Richtung“ (einfach weil’s zu „voraussehend“ ist), aber an Weihnachten wird nicht gemeckert 😉 Und weil Christmas ist, sollen sie’s wegen mir auch auf Albanisch lassen 😅🎅🏻 Guter Start in die Saison!

  14. […] Der 31-jährige Sänger wird bei der Eurovision auftreten, die 2021 in Rotterdam mit dem Lied “Karma” stattfinden wird. Dem Finale gingen am Montag und Dienstag zwei Halbfinale voraus. Das albanische Fernsehen RTSH hielt trotz Corona an der Tradition des jährlichen Festivali i Këngës in diesem Jahr fest – auch wenn dies bedeutete, dass die Shows im Freien und ohne Publikum stattfinden, berichtete ESC kompakt. […]

  15. Ich kann mit den Ergebnis leben. Der Song gefällt mir gut. Meiner Meinung nach ist der Sog etwas eigenartig Ob das das 2- Halbfinale überlebt kann aktuell nicht beurteilen, es hängt eh davon ab wie die andere Konkurenten sind und was Jury und Televoter dazu sagen.

    Ich habe gefragt warum der Song Karma heißt, wenn das Wort nicht im Text auftaucht. Dazu habe ich 2 Theorien.
    1. Es ist ein Song bei dem der Titel im Text nicht vorkommt z.B. 1944 von Jamala
    2. Es ist der Titel eines Songs der einen albanischen UND einen englischen Text hat und das Wort „Karma“ kommt im englischen vor. Es gibt Wörter die so ähnlich klingen daher die Theorie.
    Aber ich hoffe das, das Lied so bleibt.

  16. Uiii , auf jeden Fall Bonuspunkte heute, weil Weihnachten und Sie die Erste ist. Sie hat sich und das Karma bemüht. Manchmal schaute sie mir etwas gequält gerade wenn sie von den bärtigen „Karmaraden“ hoch gehoben wurde. Schauen wir mal wie gut es das Schicksal mit ihr meint.
    Mehrmals hören möchte ich es eigentlich nicht. Bis Mai werde ich es glaube ich vergessen haben.
    Geschmäcker sind halt verschieden.

  17. Yeah, die fünfzigste gut singende bzw. schreiende Frau aus Albanien!

    Guter Anstieg ins ESC 2021

    7Punkte von mir bis jetzt! ^^

  18. Hab mit „so la la“ abgestimmt. Am Anfang dachte das könnte für albanische Verhältnisse ein vergleichsweise flotter Song werden, nur dann entpuppte es sich dann als sehr getragene Ballade. Kurz bevor ich gedanklich komplett abgedriftet bin wurde das Tempo dann wieder angezogen und der Song schneller. Also irgendwie wirken diese beiden Teile wie zusammengetackert, so eine wirkliche Einheit will da nicht entstehen. Insgesamt daher finde ich den Song leider „weder Fisch noch Fleisch“.

    Hoffe sie lassen ihn in Albanisch.

    • Wann war „Festina“ eine hochwertige Uhr ?
      Die Marke streifte schon in den 90zigern nicht mal an der Mittelklasse. Aber teilweise schönes Design von hochwertigen Marken „inspiriert „ . 😉

  19. Nachtrag

    Auf der englischen Wikipediaseite ist aufgelistet, welcher Künstler von welchem Juror im Finale bewertet wurde und dabei stellt sich heraus, daß die als große Favoritin gehandelte Inis den vierten und Era nur den zehnten Platz belegte. Rosela Gjylbegu, die beim Voting auf ESC-kompakt so exzessiv bewertet wurde, kam auf den achten Platz und der völlig überschätze Mirud wurde sogar nur Vorletzter:

    https://en.wikipedia.org/wiki/Festivali_i_K%C3%ABng%C3%ABs_59

    Bei Anxhelas Sieg fielen zwei Juroren negativ auf, und zwar Rame Lahaj und Jetmir Barbullushi, denn sie gaben ihr nur magere 15 Punkte. Wendi Mancaku kam als Neunte viel zu gut weg.

  20. Laut einiger Quellen bleibt „Karma“ auch in Rotterdam wohl in Albanisch. Das ist eine gute Nachricht.

    Musikalisch und performerisch durchaus passabel und Anxhela ist sehr professionell. Sicherlich insgesamt keine Neuerfindung des Rades, aber ich kann mit der Entscheidung der Shkipetaren leben.An Rona und Eugent kommt wohl so schnell keiner ran.

    Ich werte mal mit 6 von 10 Punkten.

  21. Es ist eigentlich wie jedes Jahr in Albanien, ein Song von einer zu Tode geschminkten wimmernden Frau im kitschigen Kostüm vorgetragen. Nicht schlecht gesungen streckenweise ganz ok aber international gesehen doch altbacken und verstaubt. Das ganze Festival.wenn nicht gerade Liebhaber von theatralischer, schwerer, getragener Musik, ist wirklich nicht mehr zeitgemäß. Den eigentlich kommt aus Albanien international wirklich gute moderne und vor allem erfolgreichere Musik…Ich gebe trotzdem gutgemeinte 5 Punkte

  22. Ich habe mir nachträglich die Finalauftritte angesehen. Am besten gefiel mir Rosela, die war auch „ethnisch“, aber noch eine Spur moderner. Fanfavort Mirud hat live leider trotz gutem Titel nicht überzeugt, Kastro Zizo fand ich dagegen sehr unterhaltsam. Ich bin auch froh, daß es Iriz nicht geworden ist – sie hätte garantiert in Rotterdam in Englisch gesungen und hätte dann austauschbar wie Lindita und Arilena geklungen.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.