Live-Blog: Mr. Song Contest proudly presents – Der „kleine“ Song Contest (3)

Holt sich Österreich heute Abend den ESC-Sieg im eigenen Land? Möglich ist das durchaus. Denn beim Finale des „kleinen“ Song Contest steht u.a. Vicent Bueno mit „Alive“ zur Wahl. Aber auch der deutsche Vertreter für den abgesagten Eurovision Song Contest in Rotterdam, Ben Dolic, steigt heute in das Rennen ein. Hat der „slowenische Piefke“ eine Chance in der Alpenrepublik?

Bereits am Dienstag lief die erste Folge des österreichischen Ersatzprogramms für den ESC 2020, am Donnerstagabend folgte der zweite Teil. ESC-Kommentator Andi Knoll (Aufmacherfoto vom ORF) präsentiert in insgesamt drei Sendungen auf ORF 1 die 41 Lieder des aktuellen Jahrgangs. Zehn Juroren bewerten jeden Beitrag mit bis zu 12 Punkten und aus den drei bestbewerteten Songs wählen die Zuschauer am Ende der dritten Sendung ihren persönlichen Favoriten. Das Konzept haben wir an anderer Stelle bereits ausführlich beschrieben.

Heute entscheidet also zunächst die zehnköpfige Jury, welcher der verbleibenden 13 Beiträge neben den beiden Siegern der ersten zwei Sendungen („Think About Things“ von Daði og Gagnamagnið aus Island und „All Of My Love“ von Destiny aus Malta) den Zuschauern zur Wahl gestellt wird. Diese Sendung dauert von 20:15 bis 21:43 Uhr. In der Sendung von 21:48 bis 22:05 Uhr können die Zuschauer dann über die drei Finalisten abstimmen und erfahren gleich auch noch den Sieger.

Wir bloggen für Euch beide Sendungen live. Für alle Fans, die nicht in Österreich oder den grenznahen Gebieten wohnen, ist die Sendung über den Livestream von ORF 1 in der ORF-TVthek empfangbar.

Heute Abend werden wir folgende 13 Beiträge zu sehen bekommen:

  1. Albanien: Arilena Ara „Fall From The Sky“
  2. Australien: Montaigne „Don’t Break Me“
  3. Dänemark: Ben & Tan „YES“
  4. Deutschland: Ben Dolic „Violent Thing“
  5. Estland: Uku Suviste „What Love Is“
  6. Griechenland: Stefania „SUPERG!RL“
  7. Italien: Diodato „Fai rumore“
  8. Nordmazedonien: Vasil „YOU“
  9. Norwegen: Ulrikke „Attention“
  10. Österreich: Vincent Bueno „Alive“
  11. Serbien: Hurricane „Hasta La Vista“
  12. Tschechien: Benny Cristo „Kemama“
  13. Ukraine: Go_A „Solovey“

Die zehnköpfige Jury setzt sich zusammen aus:

  • Waterloo (vertrat Österreich 1976 gemeinsam mit Robinson mit „My Little World“)
  • Simone (vertrat Österreich 1990 mit „Keine Mauern mehr“)
  • Petra Frey (vertrat Österreich 1994 mit „Für den Frieden der Welt“)
  • Manuel Ortega (vertrat Österreich 2002 mit „Say a Word“)
  • Alf Poier (vertrat Österreich 2003 mit „Weil der Mensch zählt“)
  • Eric Papilaya (vertrat Österreich 2007 mit „Get a Life – Get Alive“)
  • Nadine Beiler (vertrat Österreich 2011 mit „The Secret Is Love“)
  • Conchita (gewann 2014 mit „Rise Like a Phoenix“)
  • ZOE (vertrat Österreich 2016 mit „Loin d’ici“)
  • Cesár Sampson (vertrat Österreich 2018 mit „Nobody but You“)

Guten Abend aus Hamburg und willkommen zum Finale des kleines Song Contest des ORF. Im Moment läuft noch das Vorprogramm (Wetter und Werbung). Ab 20:15 Uhr geht dann Audi Knoll auf Sendung. Gleich geht’s los.

Der Auftakt: Building Bridges, des ESC-Song von 2015, wird recycelt. Man muss ja sparen, wo man kann. Auch die Grafik von damals kommt wieder zu Einsatz. Good Evening, Europe! Andi Knoll steht wieder in einem Radiostudio. Er hat heute aber ein schwarzes Hemd an. Er ist also ein bisschen schicker als bei den ersten beiden Vorrunden.

Zum Auftakt werden die beiden bisherigen Sieger Island und Malta eingespielt. Anschließend werden die zehn Juroren mit ihren ESC-Beiträgen vorgestellt.

1. Griechenland: Stefania „SUPERG!RL“

Katarina Duska mochte Andi Knoll also schon mal nicht. In Bezug auf Stefania lobt der Moderator, dass man bei diesem Sendungsformat nicht die Live-Auftritte sehen muss, sondern hier das offizielle Video durchaus ein Hingucker ist. Das sehe ich ja ganz ähnlich. Ansonsten bleibe ich dabei: der Pre-Chorus ist das Beste an dem Song.

Punkte der Jury: 51/120 Punkten

2. Australien: Montaigne „Don’t Break Me“

Es ist wieder Zirkuszeit beim ESC. Ich bin nach wie vor von dem Song angetan, kann aber an der Performance wirklich nichts finden. Conchita sagt dazu: „Beim Song Contest ist es nicht das Schlechteste aufzufallen.“ Ist was dran. Aber so auffallen? Eine der Juroren (fragt mich nicht welche) kritisiert die Gesangsleistung – nicht ganz zu Unrecht.

Punkte der Jury: 35/120 Punkten

Und jetzt kommt Deutschland! Auch Nicole kommt hier im Einspieler zu Ehren. So ist’s recht. Und wir sind die „Lieblingsnachbarn“.

3. Deutschland: Ben Dolic „Violent Thing“

Andi Knoll weist darauf hin, dass Ben Dolic aussieht wie 12, aber 22 Jahre alt sei – und dass man bei diesem Lied Ralph Siegel nicht vermissen würde. Über Ben und „Violent Thing“ wurde bereits alles gesagt – und auch schon von wirklich jedem. Mein Lieblingssong der Saison. Ich hätte es so gern im Euroclub gespielt! Einer der Juroren (älteres Modell mit Bäuchlein) sagt: „Da sein wir Längen vor erna. Das geht gar nicht anders.“ Na, von dem wird’s wohl nicht so viele Punkte geben.

Punkte der Jury: 66/120 Punkten – aktuelle Führung

4. Norwegen: Ulrikke „Attention“

Laut Andi Knoll ist das Lied optimales ESC-Material. Meine Gedanken gehen zurück nach Trondheim – zum norwegischen Vorentscheid. So schlimm kalt war es nicht; die ESC-Parties waren gewöhnungsbedürftig. Und dann das Drama bei der Punkteabgabe (erst Voting-Tool kaputt, dann ganz knapper Sieg). Ich denke mal, dass das Lied bei den ESC-Jurys gepunktet hätte. Beim Gesamtpublikum eher nicht. Mal schauen, was die österreichischen Juroren sagen.

Punkte der Jury: 62/120 Punkten – Platz 2 hinter Deutschland aktuell

5. Serbien: Hurricane „Hasta La Vista“

Es wird das Video des Songs gezeigt und nicht der Live-Auftritt. Ich habe das Video bisher noch nicht in voller Länge gesehen. Also für die oberköperfreien Statisten gibt’s mal zehn Sonderpunkte. Der dickbäuchige Juror sagt beim Anblick der Sängerinnen schäbig-sabbernd lachend: „Das geht schon eher in meine Richtung.“ Sage noch einer, Juroren könnten sich von billigem Sexismus freimachen. Die weibliche Waterloo-Besetzung (das ist sie doch, oder?) hat den zur Schau gestellten Sexismus hingegen schon satt. Da dürften sich die Geister scheiden.

Punkte der Jury: 35/120 Punkte 

Deutschland bleibt noch vorn. Das dürfte sich aber nach dem nächsten Act ändern. Oder?

6. Italien: Diodato „Fai rumore“

Ich habe heute beim Joggen die Saufi-Playlist gehört und bin dann auf die aktuellen Malle 2020 Songs gekommen. Ein Freund von mir, dem ich meinen dortigen Top-Song „Weck mich nicht auf“ schickte, sendete mir einen anderen Malle-Song und meinte, dass der nach viermal Hören super sei. Das Phänomen Schönhören gibt’s also auch außerhalb der ESC-Bubble. Und so ging’s mir bei „Fan rumore“ in diesem Jahr – wieder einmal. Wie so oft mit den italienischen Balladen, gerade wenn sie von Männern vorgetragen werden. Sehr, sehr schön.

Punkte der Jury: 59/120 Punkte 

Deutschland bleibt doch vorn. Ich bin überrascht. Jetzt kann uns eigentlich nur noch Österreich (gibt’s genug Nestbeschmutzer in der Jury?) oder Dänemark das Wasser abgraben. Oder was meint Ihr?

7. Tschechien: Benny Cristo „Kemama“

Hier zieht mal wieder der Gag der Saison: welche Version des Titels zeigt uns der ORF da? Ich kann es leider nicht sagen, weil ich den Überblick verloren habe und von dem Song so oder so nicht besonders beeindruckt war. Aber ja, modern ist das Lied. Ich hole mir mal noch ein Glas Wein. Die Juroren scheinen auch nicht zu angetan und verheddern sich in ziellosen Gesprächen. Pullerpausenmaterial halt.

Punkte der Jury: 51/120 Punkte

8. Estland: Uku Suviste „What Love Is“

Von Uku sehen wir nicht den Live-Auftritt, sondern das Video. Sein Aussehen begeistert … vereinzelt weibliche Juroren. Ich finde das Lied ja genauso glattpoliert wie den Interpreten. Und das heißt mir nichts Schlechtes. Wäre spannend gewesen zu sehen, was er in Rotterdam damit erreicht hätte. Beau-Fight von Tom und Uku? Who knows?!

Punkte der Jury: 48/120 Punkte – Petra Frey weiß, was geht

9. Österreich: Vincent Bueno „Alive“

So, jetzt kommt das klassische Problem: wie bewertet man den eigenen Beitrag? Das Problem ist ja: Wenn die Jury ihn zum Tagessieger macht, dann wird er auch die Publikumsabstimmung gewinnen. Das wäre langweilig. Würde er nicht die meisten Stimmen vom Publikum bekommen, wäre es eigentlich ein Skandal. Gerade auch vor dem Hintergrund, dass er ja schon für den 2021 gesetzt ist. Ergo: am einfachsten wäre es, ihn Zweiten werden zu lassen – hinter Deutschland 🙂 Conchita sagt: „Super, sehr cool!“

Punkte der Jury: 76/120 Punkte

Differenzierte Punktevergabe – und am Ende dann eben 10 Punkte mehr als Deutschland.

10. Albanien: Arilena Ara „Fall From The Sky“

Puh, das ist hier doch auch wieder Herausforderung zu erkennen, welche Version des Songs das ist. Der Revamp auf dem Auftritt von der Vorentscheidung würde ich sagen. Das Lied ist wie – so oft aus Albanien – großartig gesungen, intensiv instrument – aber etwas aus der Zeit gefallen und jenseits von Musikwettbewerben ohne Überlebenschance. Einige Jurorinnen bekommen nach eigener Aussage „Gänsehaut“.

Punkte der Jury: 62/120 Punkte

11. Nordmazedonien: Vasil „YOU“

Andi Knoll ist ebenso skeptisch wie ich, was die Platzierung von „YOU“ beim ESC betrifft. Die Idee mit den Tango-Klängen ist ja gar nicht sooo blöd und auch der moderne Beat hat etwas. Kommt halt nicht so richtig aus dem Knick, und in Erinnerung bleibt der Song schon mal gar nicht. Dann wäre das Land ja auch im ersten Semi gewesen – ergo: eigentlich aussichtslos. Mal schauen, was die Juroren sagen.

Punkte der Jury: 42/120 Punkte

12. Ukraine: Go_A „Solovey“

Ich glaube ja, dass „Solovey“ eher bei dm Publikum funktionieren würde. Aber wir wollen die Jurys nicht unterschätzen. Ich mag den Song auch … bis zum Refrain. Dann bekomme ich einen Tinnitus, Migräne und allgemeines Unwohlsein. Aber ja, das bleibt hängen – auch visuell. Insofern wäre das fürs Finale in Rotterdam gesetzt gewesen. Mal schauen, was uns die Band im nächsten Jahr kredenzt.

Punkte der Jury: 45/120 Punkte – der Song polarisiert

Jetzt kann es nur noch Dänemark reißen – sie haben die Ehre des letzten Auftritts. Hat der ORF das dramaturgisch geplant? Für Deutschland auf jeden Fall erfreulich: Mindestens Platz 3 heute!

13. Dänemark: Ben & Tan „YES“

Die Dänen hatten ein Winning Concept am Start: Mann-Frau-Duett mit einem schlichten, aber eingängigem Midtempo-Pop-Song. Cesar Sampson wippt mit uns sagt: „Ja, gut.“ In der Tat: Dänemark hätte wieder einmal eine Überraschung beim ESC werden können. Ein großer Hit wäre das danach nicht geworden. Aber das war „Tearsdrops“ auch nicht…

Punkte der Jury: 73/120 Punkte

Österreich hat gewonnen. Dänemark Zweiter, Deutschland auf einem guten Platz 3 vor Norwegen und Albanien auf der 4.

Und schon beginnt die Abstimmung über die drei Tagessieger: Island, Malta und Österreich.

Jetzt gibt’s die Kurznachrichten und Werbung. Wir bleiben dran und sind gespannt auf das Ergebnis.

Wenn jetzt in der Werbepause auch noch der Spar-Spot mit Vincent Bueno käme, würde ich aber wirklich ausflippen. Am Dienstag lief der Spot in der Werbepause nach den Kurznachrichten nach der ESC-Sendung.

Und schon geht es weiter mit der Bekanntgabe des österreichischen Endergebnisses. Und gleich zur erneuten Begrüßung weist Andi Knoll darauf hin, dass das Voting beendet ist. Dafür werden die Videos ausschnittsweise noch einmal gezeigt.

Während der Stimmenauszählung wird nun das Making-Of einer Benefiz-Fassung von „We Are The World“ für die österreichische Musikszene gezeigt. Das Endergebnis des Videos wird am Montag gezeigt. Dabei sind auch diverse österreichische ESC-Acts.

Vincent Bueno wird über Skype zugeschaltet.

Und auch die anderen beiden werden zugeschaltet. Respekt, ORF!! Sehr schöne Idee!

Vicent sagt, dass sein Song für das nächste Jahr noch nicht feststeht.

Island gewinnt mit 48%!!! Vor Vicent Bueno mit 33% und 19% für Destiny.

Damit nimmt der kleine Song Contest 2020 des ORF trotz der Teilnahme des eigenen Beitrags auch noch im Finale ein versöhnliches Ende. Dadi aus Island wird mit dem deutlichen Sieg einmal mehr seiner Favoritenrolle gerecht, die er schon vor dem ESC hatte. Dabei ist zu sagen, dass Andi Knoll den Song schon auch sehr gefeiert hat in der Show.

Gleichzeitig zeigt sich in Österreich aber dasselbe Problem, vor dem auch Ben Dolic in Deutschland steht: eine interne Nominierung ist – bei allem Nationalpatriotismus – erst eine nationale Grüße, wenn sie sich international beim ESC bewiesen hat. Vielleicht sollte die Österreicher über einen öffentlichen Vorentscheid 2021 „Ein Song für Vincent Bueno“ nachdenken.

Mit diesen Gedanken verabschiede ich mich für heute Abend. Ich hoffe, Ihr hattet Spaß. In jedem Fall zeigt der Einsatz des ORF, dass man auch mit wenig Aufwand drei Abende Hauptabendprogramm bestreiten kann – und so dem eigenen ESC-Act ein bisschen (verdiente) Promotionfläche schenkt.

Bleibt gesund und folgt uns weiter auf ESC kompakt!


317 Kommentare

    • Nein….völlig überraschend hat Östererich den dritten Abend gewonnen 🙁

      Die wohl blööööödeste Frage von Andi an Vincent bezüglich auf den ESC 2021: „Gibt es schon einen neuen Song?“ – Was für eine saudämliche Frage !!!!!!!!

      Ich freue mich über den 48%igen Sieg für den Song „Think About Things“ von Daði og Gagnamagnið aus Island 😉

      ————-PS: der ORF hatte eine Fehlschalte. Noch bevor die letzte Jurswertung durchgegeben wurde, blendete der ORF schon das Endergebnis ein. Da war wohl der Techniker sehr erfreut.———–

    • Der österreichische Rechnungshof kritisiert den ORF für den u.a. erfolglosen Ersatz-ESC des Mr. Song Contest. Die überschaubaren Quoten: Dienstag rd. 292.000, Donnerstag rd. 224.000 und Samstag lag beim Finale 308.000 Zuschauer. Die Bekanntgabe des Siegers kam auf 335.000.

      Fakt: Es war kein Zuschauer-Knaller!

  1. Ich erlaube mir hier noch mal den Gesamtstand zu posten.

    Sendung Punkte Land
    B 97 Malta
    B 86 Schweden
    C 76 Österreich
    A 75 Island
    C 73 Dänemark
    A 71 Niederlande
    A 71 Bulgarien
    B 69 Frankreich
    B 67 Russland
    A 66 Großbritannien
    C 66 Deutschland
    B 64 Schweiz
    A 63 Belgien
    C 62 Norwegen
    C 62 Albanien
    A 61 Polen
    A 61 Rumänien
    A 60 Israel
    C 59 Italien
    B 57 Litauen
    B 56 Finnland
    A 55 Spanien
    B 55 Irland
    C 51 Griechenland
    C 51 Tschechien
    A 50 Zypern
    B 50 Aserbaidschan
    B 50 Slowenien
    A 49 Georgien
    C 48 Estland
    B 45 Kroatien
    C 45 Ukraine
    A 42 Armenien
    C 42 Nordmazedonien
    B 36 Lettland
    A 35 San Marino
    C 35 Australien
    C 35 Serbien
    B 30 Portugal
    B 28 Moldau
    A 17 Weißrussland

  2. Dass die 3 Erstplatzierten nun live dabei sind ist doch megacool. Herzlichen Dank ORF für die großartige Sendung. Mir gefällt’s wer immer auch gewinnt.

  3. Hab nur mal kurz in die Veranstaltung rein geschaut. Die Jury ist peinlich und die Einblendungen zu parteiisch, da wird nichts Gescheites raus kommen. Denke bei den heutigen Teilnehmern hätte die Ukraine und auch Nordmazodonien viel besser abgeschnitten, über Österreich müssen wir nicht reden.

  4. Wow dass Island doch gewinnt hätte ich nicht gedacht. Ob das vllt ein Hinweis darauf ist, wie Island im Mai abgeschnitten hätte (vor allem beim Televoting)

  5. Österreich zweiter Platz, hätte ich nicht geglaubt. Als gelernter Österreicher hätte ich AUT auf Platz 3 gesehen. Das Leben ist voller Überraschungen 🤩

    • Nein, muss man im TV nicht noch einmal spielen. Diesen Retro-Synthie-Sound kann man sich auch streamen. Sorry, aber von diesen syntheschischen Liedern habe ich nach den 80ern die Nase voll. Ist ja eh ganz nett, aber ich habe das alles schon (üb)erlebt 😀

  6. Yay, Island hat gewonnen 😀
    Das hatte ich nicht mehr erwartet.

    Unnötig find ich die Aufregung trotzdem nicht – das Abstimmungsverfahren war trotzdem unglücklich arrangiert. 😛

  7. Hab Live geguckt. Konnte aber nicht kommentieren. Das war ja ein bunter Abend mit auf und abs. Ein gutes Abschneiden von Deutschland und ein unfassbares Voting für Italien und Ukraine. Am Ende hat Dadi verdient gewonnen. Ganz toll alle 3 Finalisten live dazuzuschlagen. Lieber ORF danke für die tollen Sendungen

    • Na, bitte ned (Hochdeutsch: Nein, bitte verschon‘ mich damit). Die 80er sind vorbei – das ist irgendwie schade, aber auch irgendwie gut. Findest nicht?

  8. Mit der 3. Sendung hat Waterloo Frau Frey sogar noch unterboten.

    217 Alf Poier
    185 Cesar Sampson
    284 Conchita
    237 Eric Papilya
    258 Manuel Ortega
    344 Nadine Beiler
    154 Petra Frey
    208 Simone
    137 Waterloo
    247 Zoe

    Insgesamt 2271 vergebene Punkte (absolut 776 + 790 + 705, je Titel 55,4 56,4 54,2)

    • Ich weiß nicht ob man Waterloo ernst nehmen kann. Das hatte was von Alzheimer wo man in der Vergangenheit lebt in seiner Wahrnehmung. Simone war war auch der Burner macht einen auf schwer begeistert um trallala 6 Punkte zu geben.

      • Jeder hat seine eigene musikalische Meinung. Da muss mann auch niemandem gleich Alzheimer usw. unterstellen. Jder hat eigene Meinung!

      • Ich habe nicht behauptet das Herr Waterloo Alzheimer hat. Aber ich habe mir erlaubt sein Voting zu kritisieren das man denken könnte das er Alzheimer hätte. Ich gebe zu das war vllt etwas übertrieben. Ich wollte ihn nicht beleidigen. Und ja jeder darf seine eigene Meinung haben. Wenn meine LieblingsMusik Metal oder Polka wäre würde ich den ESC Liedern auch nicht viele Punkte geben aber soviele mal 0 Punkte fand ich nicht gut

      • Warum sitzt jemand der Metal oder Polka liebt nicht in einer dementsprechenden Jury, hat bei einer ESC Jury nichts zu suchen weil er alles vermiest

  9. Hm, der offizielle Eurovision-Steam brachte ja noch einmal das Finale von 1997, was mich sehr freut, weil es der vermutlich beste Jahrgang ever ist. Das fand ich jetzt spannender im Vergleich. Die Ergebnisse in der dritten Runde überraschen mich nur partiell (hätte Italien bspw. höher eingeschätzt). Dass Island die finale Runde gewinnt, war ja mal *total* überraschend. Eventuell ist das Gute am abgesagten Jahrgang ja, dass dadurch ein enorm schwacher Gewinner verhindert wurde. Wobei ich eh glaube, dass er nicht so weit gekommen wäre. 😉

  10. Ich möchte dem ORF auch ein dickes Lob aussprechen und Danke sagen für drei tolle ESC-Feeling-Abende. Hab zunächst wenig erwartet weil klar war, dass die auf die Video-Clips zurückgreifen (mussten). Andi Knoll und die vielen ehemaligen österreichischen ESC-Teilnehmer haben dem Ganzen aber einen echten Charme gegeben – ein kleines, aber sehr feines ESC-Feeling und das alle drei Abende lang! Chapeau – super gemacht!!

  11. @Cali – ich persönlich bin auch nicht überzeugt, dass Island den ESC 2020 sicher gewonnen hätte – so witzig der Videoclip auch ist – aber live ist doch was ganz anderes (ich finde da wirkt Dadi samt Gruppe eher amteurhaft um nicht zu sagen lächerlich). Andererseits wäre die Gruppe in Rotterdam sicher auch ausserhalb der Showbühne aufgefallen und wäre wohl recht gehypt worden – zusammen mit den Litauern denk ich. Es wäre schon spannend gewesen, ob es einen Dreikampf von Litauen, Island und Malta gegeben hätte. Allen drei Ländern wäre ein Sieg zu gönnen gewesen – Island zuvorderst, da sie schon am längsten drauf warten. Unwahrscheinlich wars ja nicht (mir pers. wären allerdings die anderen beiden lieber gewesen).

  12. Gut gemachte Sendung, danke ORF.
    In der dritten (schwachen) Runde hätte mit großem Abstand Deutschland gewinnen müssen. Die einzelnen Votings waren schon sehr, sehr unterschiedlich.

    Neu aufgefallen ist mir, wie schlecht eigentlich Austrialien ist, ein druchschnittliches Lied, über weite Strecken falsch gesungen und dazu ein ganz grauenhaftes Outfit (Barbara Deix-Award for sure).

    Und die älteren Frauen und der alte Mann aus dem Volk mit Riesenwampe, die ihre Meinung über die Lieder zum Besten gegeben haben, waren weder lustig noch informativ, sondern nur (ver)störend.

    • Ach und ich dachte immer ältere Männer und Frauen….von wo auch immer sind mit das Televoting…#würde dafür die Hausfrau aus Aserbaidschan anrufen?
      Das Märchen vom supi demokratischen Televoting wurde hier sehr schön aufgedeckt.
      Ich meine, ich freue mich total das Island den kleinen ESC gewonnen hat.
      Zeigt aber auch ein bisschen, das Televoting bestimmt die ESC-Bubble, wie auch beim großen ESC.

      • Ich bin verwirrt. Ältere Männer/Frauen/Männerfrauen/Frauenmänner sind das Televoting? Die Bubble ist das Voting? Alles ist ein und dasselbe? 😉
        Egal, Islands Beitrag ist nicht besonders schön, bei aller Freude für den kleinen ESC-Sieg. Aber ich bin leider nicht das Televoting, trotz meines Alters, verdammt 🙂

    • Deine sogenannte wampe war ein großartiger fussballer die älteren Damen waren eine holländische musicaldarstellerin
      U die Frau knackal eine institution

      • Danke für die Info, jetzt weiß ich wenigstens wer die Damen und Herren waren.
        Aber warum wurden die auserkoren, stellvertretend für die Österreicher ihren Senf dazu zu geben?. Und ich weiß ja, daß Ö. eine überalterte Gesellschaftsstruktur hat. aber niemand unter 50, der seine Meinung sagen darf??

  13. Der ORF hat hier wirklich etwas sehr Schönes zustande gebracht. Ich hab‘ mir die Sendung mit etwas Verspätung angeschaut und Douze Points Blog (danke, übrigens auch an Benny für die ersten Blogs) und Eure Kommentare gelesen und hatte viel Spaß dabei.

    Auch wenn’s nicht das Wichtigste ist, aber über das Ergebnis bin ich jetzt nicht sonderlich glücklich: Australien läppische 35 Punkte (ja, gesanglich was sie damals nicht in Topform, aber davon muss man als Jury doch auch ein bisschen abstrahieren können und den schönen Song erkennen), und auch die 45 für die Ukraine waren viel zu wenig (immerhin hat Zoé 8 gegeben, was mich freut), dagegen wurden Deutschland, Dänemark und v.a. Österreich mit zu vielen Punkten versehen.

    Im Finale dann mein voraussichtlicher Platz 41 gegen Platz 38 gegen Platz 30 (Malta), gewonnen hat natürlich mein Platz 41. Was habt Ihr eigentlich mit 80er Synthiesounds beim Gewinnersong? Ich liebe ja „Retro-Synthiesounds“, aber davon merkt man doch nur ganz am Anfang wirklich was.

    Noch eine Bemerkung zu einem der eingeblendeten Kritiker: Für uns ist es ok, uns an Uku Suvistes Dekolleté (beim Home Concert), an den Männern im Video zu „Hasta la vista“ und an vielen schönen Bildern hier im Blog zu erfreuen. Wenn aber jemand an den drei serbischen Sängerinnen im Video seine Freude hat, dann regen sich recht viele drüber auf. Wäre man womöglich nachsichtiger gewesen, wenn der Bewunderer einen kleineren Bauchumfang und einige Falten weniger gehabt hätte?

    • Herzerfrischend, wenn ich auch nicht mit allem d’accord bin. Aber subtextuale Kritik an maskulinem Sexismus, nicht zuletzt gegenüber Männern, freut mich immer besonders 😀 Gute Nacht 🙂

    • Na na, jetzt hinterfrage nicht die gemeine Blogphilosophie. Ergötzende Fleischbeschauung bei Männern muss doch noch erlaubt sein, oder nicht?! 😉

      • Das ist schon ok, aber bitte immer auch an die inneren Werte denken 😉
        Wir dürfen halt nicht bei anderen viel strengere Maßstäbe anwenden, wenn die Ähnliches machen, auch nicht bei älteren, in unseren Augen womöglich nicht besonders attraktiven heterosexuellen Männern.

        Gute Nacht Euch beiden 🙂

      • @Cali – Ich schaue ja selber gern mal wo hin. Ich find’s bloß problematisch, wenn sich das Blickfeld, hormongesteuert, zu sehr einengt. Da muss ich dann ein bissl stänkern 😉 Gute Nacht!

  14. Sehr spannende Sendung und das einige Jurymitglieder hohe Punkte an „Alive“ vergeben haben ist natürlich nicht zu verübeln. Schließlich haben einige berufl. und privat mit Vincent zu tun. Das wäre bei einer Sendung in Deutschland bestimmt krasser ausgefallen und da hätten die Zuschauer auch für Deutschland gewertet.

    Ein Blick auf die iTunes Charts am 19.04, 10 Uhr Vormittags (Als Anmkerung: Malta ist in den iTunes nicht verfügbar) Island ist Nummer 1 der iTunes Charts in Österreich 😮

    01 Think About Things, Island
    15 Alive, Austria
    18 Move, Schweden
    54 Take Me As I Am, Georgien
    55 Best In Me, Frankreich
    61 Think About Things, Island
    65 On Fire, Litauen
    69 Fai Rumore, Italien

    Ben Dolic hat es nicht in die Top 100 geschafft. Das ist zwar jetzt nur ein kleiner Indikator, zeigt aber die Richtung.

  15. Liebe ORF (vermutlich lest ihr es gar nicht),

    vielen Dank, dass ihr es geschafft habt, den 2020er Jahrgang des ESC richtig zu feiern. Drei Abende im Hauptprogramm – Hut ab. Ich hoffe, ihr hattet gute Einschaltquoten.
    Der NDR könnte von euch so viel lernen.

    Da euer Engagement alles überstrahlt, ist mal völlig nebensächlich, ob das Konzept schlüssig ist, ob man sein eigenes Land so hofieren lassen muss, ob Andi Knoll seine teilweise abfälligen und parteiischen Kommentare abgeben musste usw. Es war ein Fest des ESC und das aus eurem Land, wo ich doch den Eindruck hatte, dass ihr den Wettbewerb nicht immer wirklich geliebt habt. D A N K E

    • …ach, was ich unbedingt noch schreiben wollte….Warum holt man Leute in eine Jury, die ganz offensichtlich überhaupt keine Musik mögen?….

      • Der Grund ist doch nicht allzu schwer zu verstehen, das waren alle ehemalige ESC-Teilnehmer.

      • Ja klar, das hatte ich auch verstanden.
        Aber wie diese ehemaligen Teilnehmer dann z. T. gevotet haben! Ich fand es eine Frechheit, wie oft Waterloo 0 Punkte gegeben hat. Für mich hat der damit bewiesen keine Ahnung von aktueller Musik zu haben und sich damit selbst disqualifiziert. Nichts anderes wollte ich mit meiner Frage ausdrücken.

      • Waterloo hat aber doch wie jeder von uns auch ein Recht auf seine eigene Meinung. Ich sehe da überhaupt kein Problem wenn er sehr oft 0 Punkte gab. Ihm haben eben sehr viele Lieder nicht gefallen. Dank des ORF haben jetzt mal einen Einblick in so eine Jury gehabt. Was mir nicht gefallen hat, die extrem hohen Wertungen für Malta. Aber das ist nun mal so und ärgert mich nicht.

      • Ja klar, das hohe Gut der Meinungsfreiheit……
        Das gilt dann ja auch für mich – meine Meinung steht oben, danke für das Verständnis.

  16. Finde ich super, dass man in Österreich so eine Sendung gemacht hat. Mit wenigen Mitteln und einem humorvollen Moderator kann man auch eine kurzweilige Show machen. Der NDR könnte sich wiedermal etwas abschauen. Lustig auch manche Kommentare hier, die verbissen wie immer an die Sache herangehen. Ich verstehe nicht, wie man sich seine eigene Leidenschaft so vermiesen kann. Also nochmal, Hut ab vor dem ORF.

  17. Auch in Island gibt es ein solches Format, und zwar heißt das „Alla leið“ und in der ersten Sendung traten zehn Titel gegeneinander an. Der Gewinner heißt Italien und auf den zweiten Platz kam Deutschland:

    https://eurovisionworld.com/esc/diodato-wins-for-italy-in-the-first-show-of-alla-leid

    Hier gibt es die erste Folge der Show noch einmal zum Anschauen:

    https://www.ruv.is/sjonvarp/spila/alla-leid/29088/8lcug1

    Es folgen noch weitere drei Shows und in der ersten ging die Rote Laterne an Schweden (verdient)!

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