Live-Blog: Pressekonferenz mit Jendrik, Jeangu Macrooy und dem deutschen Botschafter

Ganz spontan hat die deutsche Delegation gestern für heute zu einer Ersatzveranstaltung für den sonst traditionell in der ESC-Woche stattfindenden Botschaftsempfang eingeladen. Aus den bekannten Gründen fällt dieses Event rund um den Eurovision Song Contest 2021 leider aus, dafür wird es nun eine digitale Pressekonferenz geben. Neben Jendrik und der deutschen Head of Delegation Alexandra Wolfslast werden auch der niederländische Teilnehmer Jeangu Macrooy sowie der deutsche Botschafter Dirk Brengelmann an der Veranstaltung teilnehmen bzw. zugeschaltet oder eingespielt werden.

Wir bloggen die Pressekonferenz für Euch live vom Strand in Hoek van Holland, Ihr könnt das Event aber parallel auch im YouTube-Stream verfolgen.

Noch sehen wir nichts, Zeit genug, Euch noch ein Bild unseres heutigen Arbeitsplatzes zu zeigen.

Jetzt sehen wir etwas, aber es passiert noch nichts. Zeit genug, Euch nochmal wunderschöne Wasser-Fotos zu zeigen, die wir an unserem (more or less) Off-Tag gemacht haben.

Ah, jetzt geht es los. Alex Wolfslast begrüßt uns und alle Teilnehmenden. Dann kommen wir relativ schnell zum Grußwort von Dirk Brengelmann, dem deutschen Botschafter in den Niederlanden. Er hebt die wichtige Botschaft von „I Don’t Feel Hate“ heraus ebenso wie Jendriks Charisma und seine Ukulele.

Die heutige Pressekonferenz wird moderiert von Marcel Stober von eurovision.de. Er fragt Jendrik, was er kurz vor der Performance denkt. Im Prinzip antwortet Jendrik das, was er vorgestern auch uns im Interview gesagt hat. Am Mittwochabend hat er sich vom Publikum überwältigt gefühlt, jetzt hat er das besser im Griff. Er sagt, eigentlich sei die Performance nicht zu anspruchsvoll und er könne sie gut bewerkstelligen. Danach erklärt Jendrik nochmal kurz die Bedeutung des Mittelfingers bzw. des Peacezeichens. Sophia ist auf der Bühne sein Sidekick.

Jetzt sehen wir einen kurzen Clip von Jendriks bisherigen Erlebnissen in Rotterdam.

Als nächstes präsentiert Jendrik uns live und mit seiner Ukulele die Laid-Back-Version von „I Don’t Feel Hate“, die es seit Kurzem auch auf den gängigen Portalen zu streamen und downloaden gibt.

Marcel sagt: „Jendrik that was beautiful“ – und er hat Recht!

Jendrik findet den Jahrgang sehr divers und er hat sehr viele Lieblingssongs. Er mag Israel, Portugal, Island und Litauen.

Jetzt wird Jeangu zusammen mit seinen beiden Backgroundsänger*innen gezeigt und zugeschaltet. Allerdings gibt es kurz Tonprobleme. Wir bekommen „Birth Of A New Age“ in einer Acappella-Version zu hören. Kurz gibt es Bildprobleme, aber auch die werden schnell gelöst und wir sehen die Performance – Wirklich eine ganz spezielle Version, wie von Jeangu angekündigt. Marcel sagt: „Wow“ und Jendrik hätte gerne Jeangus Stimme.

Die beiden haben sich noch nicht wirklich getroffen, aber sie haben das für Samstag auf der Agenda (soweit das aktuell eben möglich ist…). Das ist dieses Jahr ein großes Problem, weil es beim ESC auch darum geht, neue Freunde zu finden und andere Kulturen kennenzulernen. Sowohl Jeangu als auch Jendrik vermissen das sehr.

Jendrik würde sehr gerne mal mit Gjon zusammen singen und eine Coverversion von „Birth Of A New Age“ machen.

Marcel fragt Jendrik, wie es dazu kam, dass er auch beim isländischen ESC-Beitrag zu hören ist. Darüber haben wir hier bereits berichtet, aber bei solchen Pressekonferenzen sind natürlich auch viele Journalisten dabei, die den ESC nicht Tag und Nacht verfolgen.

Jetzt singt Jendrik eine Ukulelen-Version von Lenas „Satellite“ – sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch.

Wir kommen zu den Journalistenfragen: Jendrik wird gefragt, was er Leuten sagen würde, die das Peacezeichen als Beleidigung empfinden. Er ist sich der Mehrdeutigkeit bewusst und hat sich für das Zeichen entschieden, das am universellsten ist.

Alexandra Wolfslast wird nach speziellen Corona-Maßnahmen im Lichte der aktuellen Entwicklungen gefragt. Die deutsche Delegation war sowieso schon vorsichtig und Jendrik fühlt sich sehr sicher. Es gibt also insofern keine weiteren Maßnahmen.

Jendrik erklärt noch einmal, dass die Botschaft von „I Don’t Feel Hate“ nicht ist, einfach alles mit sich machen zu lassen, sondern dass man natürlich reagieren sollte und im Zweifel mit Leuten auch reden muss. Aber eben ohne Hass.

Wegen Corona konnte Jendrik seinen Freund nicht mit nach Rotterdam bringen, aber er hat ja Freundinnen dabei. Außerdem ist die Stimme seines Freundes mit auf der Bühne dabei, er singt nämlich im Background bzw. am Ende des Songs die Leadstimme, wenn Jendrik Adlips singt.

Jendrik hat keine Erwartungen an seine Finalplatzierung, er kann sich auf jeglicher Pletzierung sehen. Er will wirklich einfach nur Spaß haben und den Auftritt genießen. Er sagt, dass ist und bleibt sein Ziel, auch wenn das manche vielleicht als egozentrisch empfinden.

Nach dem ESC würde er gerne auch weiter eigene Musik veröffentlichen, da ist wohl schon einiges auf Halde, aber er will auch dem Musical treu bleiben und einfach beides machen bzw. immer das, was ihm Spaß macht.

Die Pressekonferenz wird beendet und unsere investigative Frage, wie Jendrik die neue Version des Albums „Fearless“ von Taylor Swift gefällt, wurde nicht gestellt. Wir sind etwas traurig, genießen aber jetzt weiter den Strand und machen uns dann auf den Weg zurück nach Rotterdam, um uns auf das zweite ESC-Halbfinale heute Abend einzustimmen. Euch allen noch einen schönen Nachmittag!


31 Kommentare

  1. Mir ist aufgefallen, daß der deutsche Teilnehmer noch nicht mit Frau Nikki im Looklab war, Jeangu aber schon. Kommt da vielleicht noch was?

  2. Sagt der deutsche Botschafter: „and the team from NDR, which has a lot of experience …“
    Fügt Toggie hinzu: „… experience in how to fail in ESC“

    👿😜

    • Am Ende wird Jendrik Siebter und wir müssen uns hier bei einigen entschuldigen.
      Wobei: ich werde in dem Fall einfach behaupten, ich hätte es schon immer gewusst und war schon immer sein größter Fan.

      • Da sehe ich gar keine Gefahr. Vielleicht 17., wenn es gut läuft.

      • Ich will es nicht zu hoch bewerten – aber alleine was Jendrik und Crew hier im Vorfeld des Finales leisten ist gar nicht hoch genug einzuschätzen – gerade in den Niederlanden, gerade in Rotterdam. Natürlich ist ihm eine bestmögliche Platzierung zu wünschen – ich glaub da auch nach wie vor dran (alles ab Platz 15 aufwärts) – es kann aber auch anderst kommen – das gehört dazu, wenn man etwas riskiert/polarisiert. Wir werden es erleben, Sonntagnacht wissen wirs genauer.

    • Ich bin sicher, dass wir sie noch in einigen Jahren in Rückblicken sehen werden. Ihre Mimik ist göttlich!

  3. Wieder die Frage Benny: Wo ist deine Brille. Ich weiß du hast in einem eurer Videos gesagt, du kannst auch gut ohne sie sehen, wenn du nicht längere Zeit am PC sitzt, aber ich finde sie macht dich wesentlich jünger 😀

      • ..und eine vor Tröpfcheninfektion schützende Brille, könnte auch unseren Wunsch nach Bennys Gesundheit unterstützen – wieso wehrst du dich dauernd dagegen?

  4. Ich denke mal er trägt im Moment lieber Kontaktlinsen, weil es als Brillenträger einfach lästig ist mit der Maske auf und ab. Denn Brillen haben den großen Nachteil in Verbindung mit der Maske ständig zu beschlagen.

    • Ja, stimmt. Brillen können schnell beim zu lange Maskentragen echt hinderlich sein.

      TIPP: Mit Schlucke die Brillengläser anfeuchten und dann mit einem weichen Tuch trockenreiben. Das hilft!

      Kontaktlinsen sind eine gute Alternative.

      Aber ich finde, dass muss jeder für sich selbst wissen. Das ist Bennys persönliche Angelegenheit.

  5. „…Marcel Stober von eurovision.de. …fragt Jendrik, was er kurz vor der Performance denkt…“ Das ist ja wohl die absolut hirnrissigste Frage, die man einem Künstler stellen kann. Unprofessionell. Ich bin selbst Theater- und. Veranstaltungsauftritte gewohnt. In einer solchen Situation bist du voll konzentriert. Da denkt man nicht mehr.
    Vielleicht sollte Herr Stober nochmal in sich gehen, ob er den Job verbessern kann. Gerade bei ihm ist viel Luft noch oben.

    • Warum ist das nach mehr als einem Jahr Pandemie und damit dem vermutlich ersten Mal für Jendrik vor Publikum seit einer langen Zeit ne hirnrissige Frage? Es gibt keine dummen Fragen, ganz offensichtlich aber doofe Antworten und Jendrik hat eine spannende noch dazu geliefert. Denke mal nicht, dass alle direkt wissen, dass man da einfach nur konzentriert ist.

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