Ein Artikel von ESC-kompakt-Gastblogger Salman
Viele Eurovision-Fans rieben sich verwundert die Augen, als für dasselbe Wochenende wie die traditionsreiche London Eurovision Party (13. April) ein neues Event angekündigt wurde: MancHagen, ein dreitägiges Eurovision-Festival in Manchester (11.–13. April). Doch schnell wurde klar: Das sollte keine gewöhnliche Pre-Party werden, sondern ein vollwertiges Festival mit Yellow Carpet, Meet & Greet, Presseevents, Konzerten mit ehemaligen und aktuellen ESC-Stars sowie zahlreichen Afterpartys. Die große Frage: Gibt es auf den britischen Inseln – gerade nach dem Brexit – überhaupt genügend Fanpower für zwei parallele Großveranstaltungen? Die Antwort: Ein klares JA!
Die Idee für das Festival stammt vom britischen ESC-Fan James, der seit einigen Jahren in Kopenhagen lebt. Während des ESC 2024 in Malmö stellte er fest, dass viele Fans in der dänischen Hauptstadt übernachteten – also organisierte er kurzerhand seine eigene Eurovision-Party: Malmöhagen, ein charmantes Wortspiel und ein voller Erfolg. Am 4. Mai 2024 wurde der Club Volume zur Eurovisions-Bühne mit Acts wie Silvester Belt, Besa, Luna, Dons und ESC-Siegerin Emmelie de Forest.
Doch James wollte mehr – größer, bunter, lauter. Warum also nicht ein ganzes Festival auf die Beine stellen? Und wo ginge das besser als in seiner Heimatstadt Manchester, wo er bestens in der Clubszene vernetzt ist? Aus Malmöhagen wurde MancHagen – und die Ankündigung klang ambitioniert: “The World’s Largest Eurovision Festival”.
Der Festivalstart erfolgte am Freitagabend im legendären Cruz 101, einer festen Größe in Manchesters LGBTQ+-Szene. Durch den Abend führte Lindsay Dracass (UK 2001), begleitet von Auftritten u.a. von Nina Žižić (Montenegro), Hera Björk (Island), Bojana Stamenov (Serbien), Justs (Lettland), Vladana (Montenegro) und ESC-Legende Niamh Kavanagh (Siegerin 1993 für Irland). Die Stimmung war ausgelassen und die anschließende Afterparty ging bis in die frühen Morgenstunden.
Am Samstag ging es mit einem „Yellow Carpet“-Event im Holiday Inn weiter. Presse und Fans konnten mit den Künstler*innen in Kontakt treten, Autogramme ergattern und Selfies schießen.
Parallel sorgte das EuroVillage in der Canal Street mit Karaoke, Drag Bingo, Mini-Contests und Straßenperformances für ausgelassene Stimmung – ganz im Zeichen von Inklusion, Vielfalt und Community-Spirit.
Das absolute Highlight des Wochenendes war das große Konzert im Depot Mayfield, einer der angesagtesten Eventlocations in Manchester. Auf der Bühne standen sowohl aktuelle ESC-Acts – darunter EMMY (Irland), Kyle Alessandro (Norwegen), Shkodra Elektronike (Albanien), Justyna Steczkowska (Polen) und die hochgehandelten schwedischen Favoriten KAJ – als auch Fanlieblinge aus früheren Jahrgängen wie Nicki French (UK 2000), Margaret Berger (Norwegen 2013), Piqued Jacks (San Marino 2023), Aiko (Tschechien 2024), Silvester Belt (Litauen 2024) und als Krönung: Linda Martin, ESC-Siegerin von 1992.
Ein weiteres Glanzlicht war Drag-A-Vision: eine spektakuläre Drag-Show mit Stars wie Marmalade, Rilesea Slaves und Alexis Saint-Pete aus RuPaul’s Drag Race UK, die mit ikonischen ESC-Performances die Halle zum Beben brachten.
Neben Glitzer und Glamour wurde auch Herz gezeigt: Gemeinsam mit der ukrainischen Organisation United By You sammelte das Festival Spenden für den George House Trust und Manchester Pride. Die Konzertnacht im Depot Mayfield dauerte bis 2 Uhr – doch die Party war da längst nicht vorbei.
Denn dann übernahm KEiiNO (Norwegen 2019) die Bühne der Afterparty. Mit Songs wie „Spirit in the Sky“, „Monument“ (MGP 2021) und „Damdiggida“ (MGP 2024) ließen sie die Fans bis 4 Uhr tanzen – ein würdiger Abschluss von 13 Stunden purer Eurovision-Ekstase.
MancHagen 2025 war zweifelsohne ein Paradies für ESC-Fans – liebevoll organisiert, musikalisch hochkarätig und von einer Atmosphäre getragen, die das Herz jedes Eurofans höherschlagen ließ. Doch hinter den Kulissen war es auch ein Kraftakt. Veranstalter James verriet, dass er viel eigenes Kapital in das Projekt gesteckt hat, trotz einiger Sponsoren. Und dennoch: Sein Ziel ist es, das Festival auch 2026 wieder stattfinden zu lassen. Ob wieder in Manchester, ließ er offen – „Vielleicht nächstes Jahr in einer günstigeren Stadt wie Warschau“, sagte er augenzwinkernd.
Verdient hätte es dieses Festival allemal. Denn MancHagen war nicht nur groß – es war großartig.
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Sorry, aber das liest sich wie ein von ki generierter artikel.
🤦♂️🤦♂️🤦♂️
Autorenzeile fehlt auch.
🤔
„Ein Artikel von ESC-kompakt-Gastblogger Salman“
James Penrose darf gerne, wenn er möchte, MancHagen auch mal in Hamburg (HamHagen), in Stuttgart (StuttHagen) oder in Parma (ParmHagen) auf die Beine stellen. 😀
Oder MånsHagen🥰
Oder hier. 😉
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Hagen
Verwechselst du mich gerade mit Matty, der Måns Zelmerlöw nicht abhaben kann ?
Mein Fall ist er jetzt auch nicht, aber so weit wie bei Matty ist es nicht. 😀
Gegen Mannheim habe ich übrigens auch nichts. 😀
Die Quadratestadt, in der ich tatsächlich immer die Orientierung verliere.
Quadratisch! Praktisch! Gut! 😜
Mannstoll
HamHagen und ParmHagen – Schinkenspicker deluxe? 😀
In Estland gibt es etwas östlich von Alatskivi doch den kleinen Badeort Nina am Peipus-See. Da könnte man dann NinaHagen auf die Beine stellen. 🤓
Hier ist das Oldie Radio mit einen Klassiker 📻📻📻🎼🎼🎼🎶🎶🎶
Hoch stand der Sanddorn am Strand von Peipus-see
Toggie, mein Toggie, und alles tat so weh
Dass die Kaninchen scheu schauten aus dem Bau
So laut entlud sich mein Leid in′s Himmelblau
So böse stampfte mein nackter Fuß den Sand
Und schlug ich von meiner Schulter deine Hand
Toggie, mein Toggie, und alles tat so weh
Tu das noch einmal Toggie, und ich geh
Du hast den Farbfilm vergessen, mein togravus
Nun glaubt uns kein Mensch, wie schön’s hier war haha, haha
Du hast den Farbfilm vergessen bei meiner Seel′
Alles blau und weiß und grün und später nicht mehr wahr
Du hast den Farbfilm vergessen bei meiner Seel‘
Alles blau und weiß und grün und später nicht mehr wahr
Nun sitz ich wieder bei dir und mir zu Haus
Und such die Fotos für’s Fotoalbum aus
Ich im Bikini und ich am FKK
Ich frech im Mini, Landschaft ist auch da, ja
Aber, wie schrecklich, die Tränen kullern heiß
Landschaft und Nina und alles nur schwarzweiß
Toggie, mein Toggie, und alles tut so weh
Tu das noch einmal Toggie, und ich geh
Du hast den Farbfilm vergessen, mein togravus
Nun glaubt uns kein Mensch, wie schön′s hier war haha, haha
Du hast den Farbfilm vergessen bei meiner Seel′
Alles blau und weiß und grün und später nicht mehr wahr
Du hast den Farbfilm vergessen
Bei meiner Seel‘
Alles blau und weiß und grün und später nicht mehr wahr
🤓 🤓 🤓 (Den Elfmeter musste ich jetzt verwandeln) 🤓🤓🤓
🤣
Lindsay Dracass (UK 2001), mein ewiges Guilty Pleasure…😍
Ich finde, das muss kein „guilty“ pleasure sein. Das ist für mich neben Michelles Beitrag eines der wenigen heute noch hörbaren Lieder aus diesem wirklich ganz schrecklichen Jahrgang.
What?
2001 ist einer meiner Lieblingsjahrgänge.
Griechenland, Frankreich, Deutschland, Spanien, UK, Slowenien, Dänemark und Bosnien hätten den Sieg verdient.
Dazu ein pickepackevolles Parken und die wahnsinnig cringe Performance von Doctor Death und the little Mermaid.🤗
Und das opening der Olsen Brothers…Hammer..mit den Einblendungen des Logos und dem Feuerwerk.
Finde ich auch: 2001 war schon ein sehr guter Jahrgang, zumindest musikalisch. An die Moderation kann ich mich kaum noch erinnern.
Frankreich, Spanien, Israel, Griechenland, Slowenien, Deutschland waren meine Favoriten. Kann bis heute nicht richtig nachvollziehen, warum Estland gewonnen hat… fand ich einer der schwächsten Songs des Jahrgangs…
Die Moderation erfolgte ausschließlich in hochnotpeinlichen Reimen. Man stelle sich das heutzutage vor. 🫣😆
Das Publikum im Stadion hat sich das ganze Event schöngesoffen, wenn man den Berichten glaubt.
Der Bierverkauf war auf jeden Fall sehr hoch.
Ist heutzutage eigentlich noch Alkohol in der Halle erlaubt?
2001 👏🏽👏🏽👏🏽
Mein Ranking:
Den Rest finde ich nicht so toll. 😊
11 . Türkei: Sedat Yüçe (5/10)
12 . Russland: Mumyi Troll (4/10)
13 . Schweden: Friends (4/10)
14 . Spanien: David Civera (4/10)
15 . Dänemark: Rollo & King (4/10)
16 . Malta: Fabrizio Faniello (3/10)
17 . Portugal: MTM (3/10)
18 . Polen: Piasek
19 . Norwegen: Haldor Lægred (2/10)
Und ganz furchtbar finde ich nur:
20 . Irland: Gary O‘Shaughnessy (1/10)
21 . Island: Two Tricky (0/10)
22 . Estland: „Everybody“
Da fehlt aber jemand
Schöner Bericht, vielen Dank!
Manchester hat wie im Artikel beschrieben echt ne gute Gay Szene, Du hast die Auswahl wie in den ganz großen Städten aber die Junx sind gechillter, ähnlich wie Amsterdam.
Danke für den schönen, kurzweiligen Bericht.🙂
Vielen Dank für diesen Bericht! Ich hatte mich schon ein wenig gewundert, als im Internet plötzlich von „MancHagen“ die Rede war.
Danke lieber Salman für deinen Bericht, wirklich sehr interessant zu lesen😘
PARG – auch für jüngere Fans immer da:
https://youtube.com/shorts/EwTBDscSpk8?si=AxjZjT4Nhm4NIdlm
🫠🫠🫠
Heute ist Litauen dran, woll? 🤔
Litauen, das Land der unerreichten musikalischen Perlen 🥰🥰🥰
Abwarten auf mein Kommentar zu Litauen, der etwas überspitzt ist, aber da wisst ihr wie ich mich fühle bei dem Lied nach 3 Minuten.
Och, so ähnlich wird es mir bei dem deutsch-österreichischen Beitrag gehen 🤷🏼♂️
Ich werde denke ich auch ziemlich gegen den Strom schwimmen.
Was du sowieso immer machst!
Ein sehr schön geschriebener Artikel, aber leider sind meine persönlichen Favoriten selten bei diesen Events dabei.
Und ich habe eine Frage: Seit wann sind denn Piqued Jacks Fanfavoriten? OK, ich verstehe, da hat die Höflichkeit die Feder geführt. 👍🙂
Piqued Jacks 🥰🥰🥰 Völlig verkannte musikalische Genies ☝🏼☝🏼☝🏼
Sorry aber wenn sich nicht die Zeit nimmt auch Mal mehr als nur den ESC Song zu hören kann man die qualität der piqued Jacks nicht kennen. Abgesehen davon haben sie bereits bei den Pre Partys 23 gezeigt was für wundervolle Künstler und Menschen es sind.
Du solltest dir Mal die Zeit nehmen sie live zu erleben. Sie sind eine top live band.
Ich mag solche Events vor allem, weil da „old school“ ESC Künstler:innen immer ganz viel Liebe tanken, die sonst seltener geworden ist. Habe ich selbst schon häufig erlebt, das ist ganz ergreifend. Motto: You Give Good Love To Me. We Are One.
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Und solche Events zeigen auch: Der ESC lebt – wie unser Blog auch – von dem unverwechselbaren wahrhaftigen Spirit „von Fans für Fans“. Es sind ja nich nur die Acts, die wieder im ihrer treuesten Fanbase connecten, sondern solche Events sind auch für die Fans untereinander fantastisch: Share The Moment
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So ein Family Feeling kennt in dieser Intensität ansonsten nur die (viel viel viel größere) Metal-Szene.
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In diesem ESC Community Environment sind schon Ehen entstanden, wie ich im letzten Jahr zufällig erfahren durfte.
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Was ist schon das überkommerzialisierte Coachella, wo sich die „Influencer“ im Douglas-Haus gegenseitig beim Schminken filmen, solange es ausgelassen-echte ESC-Community-Parties in irgendwelchen abgerockten Schulllandheimen oder so gibt.
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Danke an Salman für die kleine Reportage.
Ich finde für das Festival eignet sich in Deutschland am besten Hodenhagen. Dann kann man das HodenHagen nennen
🤦🏼♂️🤦🏼♂️🤦🏼♂️