Mit Lord of the Lost auf den Spuren der Beatles: So war die Magical Mystery Bustour in Liverpool

Lord Of The Lost während der Liverpool-Rundfahrt

Dass die deutschen ESC-Vertreter 2023 genau in dem Jahr am Wettbewerb teilnehmen, in dem er in der Heimatstadt der Beatles stattfindet, kann kein Zufall sein. Schließlich kommen Lord of the Lost – zumindest größtenteils – aus Hamburg bzw. St. Pauli. Hier verbrachten die legendären Beatles in den 60ern viel Zeit, die sie als Band nachhaltig prägte. Nichts war also naheliegender, als Liverpool im Beatles-Sytle zu erkunden. Bei der heutigen Magical Mystery Tour mit Lord of the Lost sind wir für Euch dabei gewesen…

Die fünf Bandmitglieder von Lord of the Lost sind zwar im Dauerstress, haben sich aber trotzdem sehr gefreut, heute ein bisschen Sightseeing machen zu dürfen. Die Bus-Tour namens Magical Mystery Tour (benannt nach dem bekannten Beatles-Film) wird vom Cavern Club organisiert, in dem LotL bereits gestern ihr Unplugged-Konzert veranstaltet haben. Vom Liverpooler Zentrum aus ging es kurz vor 9 in den südöstlichen Teil der Stadt. Unser Guide heute war übrigens der kleine Bruder von Holly Johnson, dem Sänger der Band Frankie Goes To Hollywood, die seit vergangenen Sonntag auch ESC-Bezug hat.

Lord Of The Lost vor dem Magical Mystery-Tour-Bus

Entlang des Sefton Park gab es auch schon den ersten geschichtsträchtigen Ort zu sehen: die Straße, in der Ringo Star aufwuchs. Eines der Häuser, in denen er während seiner Kindheit lebte, ziert mittlerweile ein großes Portrait-Gemälde des Beatles-Musiker. Auch am Liverpool College ging es mit dem Bus vorbei. Es war eine von vielen Schulen, die der Beatles-Manager Brian Epstein besuchte.

Anschließend dann eines der absoluten Highlights der Tour: die Penny Lane! Über die Straße, die die Beatles-Mitglieder mit ihrer Kindheit verbunden haben, gibt es den berühmten gleichnamigen Song. Kurz danach dann der erste Halt der Magical Myster Tour: Am ehemaligen Kinderheim Strawberry Field hat sich John Lennon in seiner Kindheit und Jugend immer wieder aufgehalten. Von einem Baum aus soll er hier den Mädchen zugeschaut haben.

Sichtlicht beeindruckt von so viel historischen Orten ging es dann mit den LOTL-Jungs und dem restlichen Tross aus Mitgliedern der deutschen Delegation und anderen Journalist*innen weiter Richtung John Lennons ehemaligem Zuhause. Gemeinsam mit seiner Tante lebte er zwischen 1945 und 1963 unter einem Dach. Das, eher unspektakulär wirkende, Haus kann heute relativ einfach von außen begutachtet werden.

John Lennon Haus, Liverpool

Ein weiterer Stopp war das frühere Zuhause von Paul McCartney (siehe Bild unten). Hier ist er im Alter von 13 Jahren eingezogen und musste nur ein Jahr später den Tod seiner Mutter miterleben. Dieser Umstand verbündete John und Paul besonders: beide haben ihre Mütter relativ früh verloren. LotL-Drummer Niklas sagte, man realisiert anhand der früheren Häuser der Bandmitgleider, dass sie auch nur ganz „normale“ englische Bürger waren bzw. sind. Ein Beweis, dass tatsächlich jede Person, die mit Leidenschaft bei der Sache ist, ihre Träume erfüllen kann. Paul McCartney bewarb sich übrigens damals in der Liverpooler Kathedrale – die größte in ganz Großbritannien – um einen Platz im Kirchenchor. Er wurde abgelehnt.

LotL vor dem ehemaligen Zuhause von Paul McCartney

Die Tour heute endete dann am Cavern Club. Zwar gab es innerhalb der letzten 60 Jahren einige Modernisierungen; die Original-Ziegel des Gebäudes sind aber immer noch im Cavern Club enthalten. Mit dem Ende der Bus-Tour ging es für Lord of the Lost dann schnell wieder zurück ins Hotel; der Terminkalender ist schließlich immer noch voll. Für ein schickes Pressebild am Cavern Club war dann aber noch kurz Zeit:

Lord of the Lost vor dem Cavern Club

Gestern wurden Lord of the Lost während der Liveshow zum ersten Halbfinale bereits den internationalen Zuschauer:innen vorgestellt. Zudem konnten diese einen Teil ihrer Performance zu „Blood & Glitter“ sehen. Aktuell steht Deutschland bei den Buchmachern auf Platz 15. Am Samstag Abend wird es dann ernst und Lord of the Lost werden von der zweiten Starthälfte aus versuchen, Deutschland aus dem ESC-Tal zu holen.

Mehr tolle Bilder von Lord of the Lost findet Ihr in den Stücken über unsere Hamburg-Tour mit der Band hier und hier. Und: Bald gibt es an dieser Stelle noch ein Update-Interview mit den fünf Jungs.



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17 Comments
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mauve
mauve
2 Jahre zuvor

Sehr schöner Beitrag! Danke!

Angeblich ist ein Teil der Startreihenfolge geleakt worden – wenn es stimmt hat Deutschland die Startnummer 25 und Norwegen 24.

Achdieda
Achdieda
2 Jahre zuvor
Reply to  mauve

Ich habe was gesehen( auf einer maltesischen Fanseite) da treten sie zwischen Tschechien und Israel auf. Platz 16. 🤷‍♀️

mauve
mauve
2 Jahre zuvor
Reply to  Achdieda

Oh. Dann habe ich nichts gesagt! 😜

Matty
Matty
2 Jahre zuvor
Reply to  mauve

Kann nicht sein, da noch nicht alle Finalisten feststehen!

Achdieda
Achdieda
2 Jahre zuvor
Reply to  Matty

Jo, die Tabelle war ja auch vorhin noch halb leer. Da geb ich eh nix drauf.

Rusty
Mitglied
Rusty
2 Jahre zuvor

Toller Bericht und schöne Tour, die ihr da zusammen erlebt habt. 👍

Organic banana
Organic banana
2 Jahre zuvor

Habe ich gerade gelesen: https://www.spiegel.de/kultur/musik/eurovision-song-contest-2023-anja-goes-to-liverpool-und-faehrt-bus-mit-lord-of-the-lost-a-6e2c01eb-aecb-46aa-b434-5c2a772f1363
Benny, Berenike und Rick kümmert euch doch mal um Frau Rützel, damit der Spiegel lieb zum ESC ist, sie fühlt sich von der Bubble ausgeschlossen wo sich doch eigentlich alle lieben sollten.

Cherry-Juice
Mitglied
Cherry-Juice
2 Jahre zuvor

Perfekt Benni. Danke 😅. Ich war leider noch nie vor Ort, aber dass man irgendwie als ESC Newbie ausgeschlossen wird, kann ich mir irgendwie nicht vorstellen.

David Z
David Z
2 Jahre zuvor

Hat eigentlich jemand den neuen Song von unserem liebsten ESC-Fan Böhmermann gesehen? https://www.youtube.com/watch?v=_zfnlkiPCVA&ab_channel=ZDFMAGAZINROYALE
Ich warne davor die Kommentare zu lesen. Da hat sich mal wieder die „Alles nur Politik“- und „Das ist besser als alles was wir in den letzten Jahren zum ESC geschickt haben“-Elite versammelt. Ganz schlimm sind vereinzelte Lästereien über LOTL wie „Dummer Quatsch den keiner in Europa hören will“ oder „irgendwas rockiges als billiger Ausgleich für Electric Callboy“ 🤮

doredo
doredo
2 Jahre zuvor
Reply to  David Z

Och, Köpfchen hoch und rythmisch wippen wird mich sehr entspannt durch die nächsten Tage bringen.
Dazu ein dezentes „Leck..“ ..irgendwas mit „dunkel“.

btw, schon mal jemand die Käärijätorttu probiert?

https://yhteishyva.fi/reseptit/kaarijatorttu/3wJzMm98UnGtKATCGnmH1S

escfrust05
escfrust05
2 Jahre zuvor
Reply to  David Z

Der Böhmermann ist wie seine Fans: Laut, dumm und niveaulos.

Kari-Nordmann
Kari-Nordmann
2 Jahre zuvor
Reply to  escfrust05

Oh schön, dann bin ich trotz Doktortitel und multikulturellem background auch laut, dumm und niveaulos. 🙂
Meine Güte, man muss auch manchmal akzeptieren, dass man nicht immer zur Zielgruppe gehört!
Wer MORRISSEY und diverse andere Künstler nicht kennt, dem entgeht in dieser Parodie halt mal so einiges.
Bin Böhmi Fan, werde mir seinen Kommentar aber auch schenken, da ich den ESC am liebsten ohne Stimme aus dem off höre.

Nils
Nils
2 Jahre zuvor

Off-Topic: Kroatien klettert in den Wettquoten auf Platz 13 und verdrängt damit die Schweiz und Deutschland. Ein neuer diesjähriger Bestwert für Kroatien – und vielleicht ein Fingerzeig, dass die im Televoting die Erwartungen übertroffen haben.

Derweil ist Loreens Vorsprung auf Käärijä auf 28 % angewachsen. Das waren kurz vor dem Halbfinale mal nur noch 13 %.

escfrust05
escfrust05
2 Jahre zuvor
Reply to  Nils

Oh mein Gott, hinter diesem Mist schon bei dem Wetten zu liegen, ist echt hart. Das ist fast demütigend, für ernsthafte und gute Künstler.

J. Freizeit
J. Freizeit
2 Jahre zuvor
Reply to  escfrust05

Oder du verstehst einfach die Genialität hinter dem Beitrag nicht 😉

Nils
Nils
2 Jahre zuvor
Reply to  escfrust05

@ J. Freizeit

Hmm, naja, ganz unrecht hat escfrust aber nicht. Ich verstehe und feiere die Genialität des kroatischen Beitrags – aber live ließ das zu wünschen übrig.