Vor dem ESC 2023: So war das Konzert von Lord of the Lost im The Cavern Club Liverpool

Lord of the Lost haben am heutigen Morgen ein Akustikkonzert im The Cavern Club Liverpool gespielt. Neben bekannten Liedern der Band haben sie natürlich auch ihren ESC-Beitrag „Blood & Glitter“ live performt und dabei ihre Qualitäten als Liveband demonstriert.

In aller Herrgottsfrühe – um 10 Uhr Ortszeit – sollte es losgehen und die frühe Stunde hielt die Fans nicht davon ab, scharenweise zu kommen: kurz vor Beginn zog sich eine ellenlange Schlange um den Block.

Auch ESC kompakt war natürlich live vor Ort mit dabei:

Die ersten 300 Glücklichen konnten ein phantastisches akustisches Konzert der Band im aus den Nähten platzenden legendären The Cavern Club erleben. In diesem Club sind die Beatles zu Anfang ihrer Karriere fast jeden Tag aufgetreten und bauten sich dort ihre erste Fanbase in Liverpool auf (bzw. genaugenommen im originalen The Cavern Club, der heutige so bezeichnete Club ist ein originalgetreuer Nachbau einige Häuser weiter).

Neben bekannten Liedern der Gruppe wie „Six Feet Underground“ und „One Last Song“ spielten Lord of the Lost natürlich auch ihren ESC-Beitrag „Blood & Glitter“ und bewiesen einmal mehr, dass sie eine phantastische Liveband und einfach echte Vollblutmusiker sind. Und dass sie als Dark-Rock-Band auch ganz ohne Wumms und große Show, einfach nur auf das Wesentliche reduziert, absolut überzeugend können.

Hier könnt Ihr Euch den Auftritt von „Blood & Glitter“ anschauen:

Alle anderen Auftritte findet Ihr in dieser Playlist:

Im Anschluss beantworteten Lord of the Lost noch einige Fragen. Chris Harms erzählte unter anderem, dass seine Mutter auf mehreren Beatles-Konzerten in Hamburg war. Außerdem nannten alle ihre Lieblingssong der Beatles und besonders häufig wurde dabei „Helter Skelter“, einer der härteren Beatles-Songs, genannt.

Als die Bandmitglieder die Frage beantworteten, was sie am meisten daran schätzen, überall auf der Welt auf Tour zu gehen, wurde es sehr emotional und sogar die eine oder anderen Träne wurde weggewischt.

Besonders mit diesem wichtigen Statement bewegte Class Grenayde seine Bandkollegen und die Zuschauer im Raum:

Wir treffen überall Menschen. Menschen sind in gewisser Weise alle gleich und doch sehr verschieden. Ob wir in Liverpool sind oder in Sao Paolo, wohin auch immer wir gehen, überall lernen wir neue Menschen und Städte und Orte kennen. Und ich habe das Gefühl, dass wir dadurch bessere Menschen werden. Weil wir eine Welt sehen, wir sehen nicht nur unseren Garten, den wir verteidigen müssen. Wir sehen die Welt als Gesellschaft, die wir beschützen müssen. Wir müssen gute Gefühle und Liebe verbreiten und das ist das Wichtigste, einfach eine tolle Zeit zu haben und dabei einen Schritt nach vorne zu wagen und zu sehen, was wir tun können, um die Gesellschaft zu verbessern.

Seine originalen Worte auf Englisch könnt Ihr hier anhören.

Und Chris Harms stellte noch einmal heraus, wie wichtig der Zusammenhalt innerhalb der Band für ihn ist:

Natürlich sind wir eine Firma, wir sind eine Band, aber vor allem sind wir fünf Freunde und das macht uns stark. Und wo auch immer wir sind, wenn wir uns einsam fühlen, sind wir nicht allein, weil wir zusammen als Freunde sind. Und das ist das Wichtigste für mich. Wenn ich weit weg von zu Hause bin, bin ich immer noch mit meinen Freunden zusammen.

Während des Interviews gab es auch noch einen emotionalen Augenblick der ganz anderen Art: Voyager aus Australien waren auch gekommen, um sich das Konzert anzuschauen, und sagten Lord of the Lost dann kurz „Hallo“ auf der Bühne.

Das gesamte Interview und die „Bühneninvasion“ von Voyager könnt Ihr Euch hier anschauen:

Wie gefällt Euch die „stripped down“-Version von „Blood & Glitter“? War jemand von Euch auch mit im The Cavern Club und wenn ja, wie hat es Euch gefallen?  


16 Kommentare

  1. Tolle Menschen und fantastische Musiker! Auch wenn oben nicht im Artikel epostet, fand ich die Version von „Loreley“ wunderbar. Vielen Dank, ESCKompakt, dass ihr dabei ward! Und einfach toll, dass Danny & co. auch dabei waren!

  2. Wir haben es nicht geschafft, da uns nach unserem Besuch im Euroclub gestern der (wenige) Schlaf wichtiger war.

    Da wir aber gestern schon die Beatles-Bustour gemacht haben (Magical Mystery Tour), noch eine kleine Besserwisser-Korrektur: Der Cavern Club wurde am Originalort (Hausnummer 10) und zu großen Teilen aus Originalsteinen wieder aufgebaut, nicht mehrere Häuser entfernt. Dachte ich bislang auch, weil der deutsche Wikipedia-Artikel das nahe legt.
    Er wurde wohl nicht komplett originalgetreu wieder aufgebaut (was aus Brandschutzgründen auch gar nicht gegangen wäre – einer der Gründe, warum er im Ursprung abgerissen wurde), so wurde er z. B. um 90° gedreht.

    Das aber nur als pedantische Ergänzung.
    Vielen Dank für euren Bericht, wo wir es schon nicht aus 800 Metern Entfernung dorthin geschafft haben!

    • Ich dachte, der echte Club war ein paar Häuser weiter (dort ist auch der Eingang markiert)? Aber ist ja jetzt auch nicht ganz so wichtig, dass es nicht original wie früher ist, ist ja der Hauptpunkt.

  3. Welch ein tolles Konzert von den Jungs, sie sind einfach so klasse und werden das bestimmt nie vergessen, dass sie dort gespielt haben.

  4. Wie cool, dass Voyager da aufgekreuzt sind! Meine Begeisterung für die Band wächst weiter und weiter.

    Was eure Outfits betrifft, hat Rick offenbar nicht das Memo gelesen. 😁

  5. Es war ein soooo tolles Konzert. Das Anstehen in der Morgenstunde hat sich absolut gelohnt!! Und auch die tollen Antworten und Statements von LotL waren echt klasse.

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