
Wirklich geäußert hatte sich das montenegrinische Fernsehen RTCG bislang noch nicht zu seiner Absage für den Eurovision Song Contest 2024 in Malmö. Jetzt hingegen hat der Sender aus Montenegro eine mögliche Rückkehr zum Wettbewerb 2025 angedeutet. Was bislang zwar noch nicht offiziell genehmigt ist, klingt zumindest schon sehr ambitioniert, denn bereits jetzt wird über einen ESC-Vorentscheid nachgedacht.
Die montenegrinische Rundfunkanstalt RTCG, die auch für den ESC verantwortlich ist, hat bereits im Oktober angeboten, dass Zuschauer:innen ihre Fragen zur Programmplanung für das Jahr 2024 stellen. Mittlerweile hat der Sender die meist-gestellten Fragen veröffentlicht und öffentlich beantwortet. Eine der eingereichten Fragen lautete: „Plant RTCG am ESC teilzunehmen und diesbezüglich einen Vorentscheid zu organisieren?“
Vermutlich zielte diese Frage ursprünglich noch auf eine Teilnahme in diesem Jahr ab, was sich indirekt jedoch bereits geklärt hat. Montenegro steht schließlich nicht auf der Teilnehmerliste für Malmö (siehe unten) und wird dementsprechend nicht am ESC 2024 teilnehmen. Stattdessen hat RTCG jedoch bereits einen Schritt weitergedacht und die Frage mit einer positiven Aussicht auf das darauffolgende Jahr beantwortet:
„RTCG plant tatsächlich, ein Musikfestival zu organisieren, dass neue Songs lokaler Künstler und Songwriter/Autoren fördert. Abhängig von den verfügbaren Mitteln für das Jahr 2025 könnte dieses Festival auch als Plattform für die Auswahl des Vertreters Montenegros für den Eurovision Song Contest im Jahr 2025 dienen.“
Der Wille, am ESC teilzunehmen, ist in dem Balkan-Land also definitiv weiter vorhanden. Sollte es für kommendes Jahr genug Budget geben, sei man also bereit, sowohl zum Wettbewerb zurückzukehren, als auch einen eigenen Vorentscheid zu organisieren. Dafür spricht auch, dass RTCG nun bestätigt hat, den diesjährigen ESC aus Malmö (und auch den Junior ESC 2024) ausstrahlen zu wollen.
Auch auf die Sendungen, die definitiv dieses Jahr auf dem Sender zu sehen sein werden, wird eingegangen. Demnach sollen lokale Musiker:innen in mehreren TV-Programmen präsentiert und gefördert werden. Auch eine Show speziell für Rock-Künstler:innen sei geplant. Zuletzt nahm das ehemalige jugoslawische Land 2022 am ESC teil, schaffte es mit Vladana allerdings nicht über das Halbfinale hinaus.
Genauso hat auch Nordmazedonien in Turin das vorerst letzte Mal am Wettbewerb teilgenommen. Obwohl es zwischenzeitlich Anzeichen hab, dass wir beide Nationen dieses Jahr in Malmö wiedersehen könnten, sagten sie letztendlich – aus finanziellen Gründen – ab. Montenegro strahlte den ESC aus Liverpool zudem gar nicht aus und verwies auf ausländische Sender, wie etwa das serbischen TV, um den Wettbewerb von Montenegro aus verfolgen zu können.
Knez erzielte mit Platz 13 das bislang beste Ergebnis für Montenegro als eigenständiger Staat (siehe oben). Zuvor nahm das Land als Teil von Jugoslawien bzw. Serbien und Montenegro am ESC teil. In Malmö werden lediglich drei Länder aus dem ehemaligen Jugoslawien teilnehmen: Neben Nordmazedonien und Montenegro fehlt weiterhin auch Bosnien-Herzegowina. Hier droht dem zuständigen Sender BHRT aktuell sogar eine komplette Schließung.
Vermisst Du Montenegro beim ESC? Denkst Du, das Land schafft es, 2025 wieder mit dabei zu sein und sogar einen Vorentscheid auf die Beine zu stellen? Lass uns gerne Deine Meinung da.
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Ich hoffe, daß Montenegro nächstes Jahr zurückkehren wird.
So richtig könnte ich bisher kein Beitrag aus Montenegro begeistern, die beiden Finalteilnahmen waren ganz nett, aber so Balkanballaden gab es davor schon besser aus den anderen Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens. Ach ja, den Beitrag 2013 finde ich völlig überhypt und finde er ist zurecht in Semi hängen geblieben.
Finde allerdings diese Idee mit dem Festival nicht schlecht. Mal gucken ob es wirklich so kommt.🙂
Sollte natürlich „mich“ im ersten Satz heißen und nicht „ich“.
„Igranka“ hätte schon ins Finale gehört. Auch Vladana war wesentlich besser als ihr Ergebnis. Bloß ihr Karlsson-vom-Dach-Propeller war keine gute Idee.
@Nils
Der Song war einfach musikalisch total langweilig, die Lyrics teilweise unfreiwillig komisch und dieses übertrieben theatralische hat es finde ich irgendwie unglaubwürdig gemacht.
Ne, das habe ich nicht vermisst im Finale.
@Nils
Ach ja, mich erinnerte ihr Kleid mit dem komischen Schild eher an den Säure spuckenden Dinosraurier aus Jurassic Park.
„Vermisst Du Montenegro beim ESC? “
Nö
Denkst Du, das Land schafft es, 2025 wieder mit dabei zu sein und sogar einen Vorentscheid auf die Beine zu stellen?“
Es kommt,wie es kommt.
„
Off topic
Die Band Grossstadtgeflüster hat den Tour Termin der mit dem ESC kollidieren würde hochverlegt 😉
Wenn das mal kein Hinweis ist
Ich vermisse Montenegro,
„Adio “ von Zeljko Joksimovic war im Semi der erste Song, für den ich beim ESC je eine SMS geschickt habe damit er auch ins Finale kommt.
Ich liebe diese Art Balkan Balladen die es leider kaum noch zum ESC schaffen
Ich finde Adio ist ein toller Song , gehört zu meine Favoriten aus den Jahren .
Also dürfen gerne wieder mitmachen ❤️❤️.
Ich hab das Gefühl das wir am Freitag den 12.01 erfahren, wer im Deutschen Finale teilnimmt. Es wird und bleibt spannend 😊😊.
Kommende Woche soll laut einem Bericht der Kronenzeitung (das österrreichische Pendant zum schwedischen Revolverblatt Aftonbladet) der ESC-Teilnehmer Österreichs verkündet werden:
https://eurovoix.com/2024/01/07/austria-eurovision-2024-artist-reveal-this-coming-week/
In Polen haben sich laut der Internetplattform Dziennik Eurowizyjny 20 Künstler um die Teilnahme am ESC in Malmö beworben:
https://eurovoix.com/2024/01/07/poland-nearly-twenty-artists-interested-in-competing-in-eurovision-2024/
Prominentester Name dabei ist Edyta Górniak, die vor 30 Jahren für Polen beim ESC antrat. Marcin Maciejczak hat sich sogar mit zwei Titeln beworben. Hier sind einige Hörproben:
https://www.youtube.com/playlist?list=PLZE_obPGIYErq0Tsro4Fu6cinVYOE86UE
Es sind auch einige in Landessprache dabei:
– Hipnotyzuj mnie (Hypnotisiere mich)
– To ja (Da ich bin)
– Twoja Ziemia (Deine Erde)
Soviel ich weiß, ist die Präsentation des österreichischen Acts für 16. Jänner geplant. Aber der ORF stößt auch gerne mal spontan Termine um.
Im Original Artikel der Krone Zeitung steht aber was Anderes. Es wird nur berichtet, wie die Entscheidung im Januar verkündet werden soll:
https://www.krone.at/3209348?fbclid=IwAR2t9QYOGEynbgg3VWix_ggu9nestri-0GHghv0JutOaSn5IykbbOGf1-H0
Ich könnte mir schon vorstellen, daß im nichtolympischen Jahr 2025 die finanzielle Ausgangslage für viele Fernsehanstalten entspannter sein wird als jetzt. Generell vermisse ich alle ehemaligen Teilnehmerländer, wobei ich besonders Russland, die Türkei und Weißrussland in deren derzeitigem Zustand finstersten Mittelalters definitiv nicht zurückhaben will. Und Marokkos einmaliges Mitwirken war ja ohnehin ein Sonderfall, weil von der französischen Schallplattenindustrie initiiert. Ansonsten hoffe ich aber jedes Jahr endlich mal auf die maximale Teilnehmerzahl von 44 Ländern und finde die 37 oder 38 für Malmö extrem enttäuschend, einmal ganz abgesehen davon, daß Semis mit lediglich 15, 16 Konkurrenten irgendwie albern sind. Insofern also 2025 bitte ein ESC mit mindestens vier weiteren Rückkehrern: Mazedonien, Monaco, Montenegro und der Slowakei. Und im Jubiläumsjahr 2026 dann noch Andorra plus das Kosovo-Debüt, macht 44!
Mir wären 44 Länder viel zu viel, sorry….
Würde zwei Semis mit jeweils 19 Teilnehmern bedeuten (womit immer noch mehr als die Hälfte ins Grand Final kämen). Weshalb sollten das zu viele sein?
Solange der Kosovo noch nicht mal von allen ESC-Teilnehmerländern als unabhängiger Staat anerkannt wird wird das nix.
Heute stellt Irland seinen ersten der sechs Wettbewerbstitel für den Vorentscheid vor:
https://eurovoix.com/2024/01/08/ireland-first-eurosong-2024-entry-reveal/
Mittwoch werden zwei Titel veröffentlicht, morgen sowie Donnerstag und Freitag je einer. Von der Praxis erinnert das an das UMK in Finnland.
Hier die Tipps für den sechsten Künstler beim UMK:
1 Ikonisch
2. Wegbereiter
3. Erschlagen
Rätselhaft rätselhaft