Nüchterne ESC-Bilanz für Deutschland: 6 Punkte im Televoting, nichts von den internationalen Juries

Es war schwer zu ertragen! Die Punktevergabe beim Eurovision Song Contest startet bekanntlich mit der Bekanntgabe der Juryergebnisse und dies einzeln. 40 Länder step by step – viele prominente Bubble-Gesichter waren dabei.

Das bedeutet, dass 40 mal Punkte verlesen wurden und dass wir 40 mal notieren mussten, dass keine einzige Jury Deutschland unter den ersten zehn Ländern des diesjährigen Jahrgangs gesehen hatte und dass damit auch aus 40 Ländern keine Punkte von den Juries an „Rockstars“ vergeben wurden.

Ein quälendes Prozedere, zu dem Peter Urban übrigens durchgängig sprachlos blieb!

Vor Bekanntgabe der Televoting-Punkte landete Germany damit mit ernüchternden „Zero Points“ aus dem Jury-Voting auf Platz 25. Dieses Schicksal hatte Malik leider auch exklusiv, denn jedes andere Land wurde von den Jurys mit Punkten bedacht.

Frankreich wurde Vorletzter im Juryvoting mit neun Punkten, Island Drittletzter mit zehn Punkten hinter Finnland und Rumänien mit jeweils zwölf Punkten.

Im Televoting lief es mit sechs Punkten besser für Malik, denn dort schlossen einige Länder hinter Deutschland ab, die jedoch unisono im Juryvote deutlich besser performt hatten.

Eine Zero-Points-Klatsche im Televoting gab es für die Schweiz (dafür aber anständige 78 Punkte von den Juries).

2 Punkte gab es für Sheldon aus Australien (aber eindrucksvolle 123 Punkte im Juryvoting).

3 Punkte erhielt Aserbaidschan (dafür aber unbegreifliche 103 Punkte von den Juries, ein Schelm…).

5 Punkte erhielt Belgien (allerdings immerhin 59 Punkte von den Juries).

5 Punkte erhielt Tschechien (die mit 33 Punkten von den Juries bedacht worden waren)

Im Publikumsvoting hat Malik demnach den 20. Platz belegt. Leider wurde das während der Show kaum wahrgenommen. Denn da die Televoting-Punkte in der Reihefolge des Abschneidens im Juryvoting verkündet wurden, wurde die hier dokumentierte Rangreihe nicht wirklich sichtbar.

Wem hat Malik die Televoting-Punkte zu verdanken? Keine Überraschung ist, dass es jeweils zwei Punkte im Televoting aus Österreich und aus der Schweiz gab. DACH hilft (sich untereinander)! Weitere zwei Punkte bekam „Rockstars“ aus Estland.

Ungeachtet der sechs Televoting-Punkte (mit Dank an unsere Nachbarländer und an Estland) ist das deutsche ESC-Ergebnis 2022 erneut ein Desaster!

Definitiv muss logischerweise über den erneuten letzten Platz für Deutschland beim Contest gesprochen werden. Das werden wir morgen um 19 Uhr in der ESC kompakt Aftershow auf Youtube tun:

In der Nachbetrachtung dürfte vor allem zu unterscheiden sein zwischen dem Künstler Malik Harris, der ein würdiger Botschaft für Deutschland in Turin war, auf der einen Seite und dem erneuten letzten Platz auf der anderen Seiten, der nicht allein Maliks Ding ist. Er ist auch ein Ergebnis des deutschen Vorentscheid-Konzepts, welches von einer Überwiegend-Gruftis-Radio-Auswahljury geprägt wurde, die eine sogenannte „Radiotauglichkeit“ stärker priorisiert hatten als den Buzz, den ein Song braucht, um beim ESC zu funktionieren. No points at all für die Radio-„Experten“, die „six shades of beige“ für den Königsweg gehalten haben.

Darüber wird zu sprechen sein, aber an dieser Stelle soll der Beitrag erst einmal mit einer Verbeugung gegenüber Malik abschließen, der ein lässiger und glaubwürdiger und mega-sympathischer Vertreter für Deutschland in Turin ist und war. Lieber Malik, wie Du den Turquoise Carpet mit Chanel gerockt hast, das allein war großes Kino.


123 Kommentare

    • Ich verstehe nicht wie man 439 Punkte von den Zuschauern bekommen kann, wenn nur 25 Länder Televoting abstimmen dürfen (25 x 12 Punkte = max. 300 Punkte möglich). Naja egal – Songs waren aber größtenteils sehr gut und die Show wunderbar unterhaltsam.

      • @Pokemon

        Es sind 39 Länder, die ausgeschiedenen aus den Semis stimmen auch ab.

      • Im Finale stimmen auch die Länder ab, die nicht ins Finale gekommen sind. Du musst also 39 (die Ukraine darf ja nicht für sich selbst stimmen) x 12 rechnen…

    • FAZIT ESC 2022:
      Wiederholt hat sich gezeigt. Um bei dem Wettbewerb zu gewinnen, müssen die Kriterien Musikstil und Art der Darbietung deren „Standard“ entsprechen oder du gehst unter.
      Das Lied aus Deutschland ist eigentlich nicht schlecht, rein musikalisch gesehen sogar ECS-geeignet, wo nur Stücke mit Balladen- und oder Hymnenelementen Land gewinnen. Doch die Darbietung in seiner minimalistischen Form, als wäre er in seinem Proberaum mit den Boxen und Teppichen, das kam wohl weniger an. Die meisten Darbietungen waren für ein großes TV-Ereignis entsprechend festlich oder gar glamurös.
      So kam der Beitrag aus Spanien zum Beispiel weit nach vorne. In meinen Notizen steht eigentlich nur kurz und venichtend „Hupfdohlen-Pop, musikalisch nix besonderes“, doch wenn diese in Glitzerkostümen mit halbnackten Popos rumhüpfen, kommen dann eben bei vielen weit besser an.
      Man sich diese Show, zumindest das Finale einmal pro JAhr reinziehen, man darf aber von den Ergebnissen sich nicht enttäuschen lassen, zumindest wenn man meinen Geschmack ähnlich dem meinen hat, obwohl ich die beiden ersten Plätze ebenfalls weit vorne gesehen habe. Aber dann hörte die Übereinstimmung recht schnell auf. The Rasmus aus Finnland war sehr gut finde ich, selbst Frankreich mit der ehr düsteren Nummer besser als in vielen Jahren, aber bei ESC NULL CHANCE!

    • Es ist ein Armutszeugnis und deutlich zu erkennen ist, dass es hier schon lange nicht mehr um Musik geht, sondern um Politik, für mich hätte unser Vertreter auf einen der ersten vorderen Plätzen sein müssen, schande über den ESC

      • „Für mich“
        Tut mir leid, Thomas, aber das heißt einfach nur, dass du absolut null Gefühl und Bewusstsein von dem hast, was für Songs beim ESC ankommen und welche nicht.

        Kleiner Tipp:
        0815-Popmucke mit mittelmäßigem Gesang und 30 Sekunden Eminem-Copy-Paste kommen nicht so gut an…

      • Ich bin auch der Meinung, dass Deutschland viel weiter vorn hätte sein müssen. Der Sänger war ausgezeichnet. Spanien auf den dritten Platz, das ist eine absolute Lachnummer. Nur wegen der nackten Pobacken sind sie dort gelandet. Es geht unfair zu. PS

      • Liebe Leute, ob ihr euch unfair behandelt fühlt oder nicht, ist komplett hupe. Ganz Europa hat demokratisch abgestimmt. Und die Zahlen lügen nicht: Auch im Televoting kam „Rockstars“ eben nur auf Rang 20.

  1. Die Frage ist: Mikrofon noch nicht an oder Texthänger, beim Rap-Part gibt es auch kurz einen stillen Moment. Vermute wirklich: Es war das Mikrofon. Wurde ihm angeboten nochmal zu singen? Ich hätte aber an seiner Stelle auch abgelehnt.

    • Selten einen größeren Schwachsinn gelesen. Sie scheinen wohl auch zu denen gehören, die davon ausgehen „am deutschen Wesen soll die Welt genesen“. Dass aber die deutsche (und offensichtlich auch Ihre) Mittelmäßigkeit und Piefigkeit bestimmt nicht Maßstab aller Dinge sein können, verstehen Sie offenbar nicht. Es gab in 2022 haufenweise sehr anspruchsvolle Titel. Aber um das zu erkennen, muss man die schwarze-rot-goldene Brille absetzen, seinen Geist erweitern und den eigenen Intellekt fordern. Wie wäre es damit: Sie schalten in Zukunft einfach nicht mehr beim ESC ein.

      • Natürlich bezieht sich mein Kommentar in Bezug auf „Grütze und umprofessionelle Darbietungen“ auf den deutschen Vorentscheidung und nicht auf das Finale in Turin.

  2. Deutschland sollte (vorerst) nicht mehr antreten. Dieser Contest hat den Fokus nicht auf guter Musik sondern auf Trash und Politik. Malik hat einen tollen Job gemacht und die 0 Punkte sind lächerlich.

    • Wer meint, die Beiträge der anderen Länder wären alle „Crash“, der hat nichts begriffen. Ganz einfach. Und nein, „Rockstars“ war auch keine wirklich gute Musik. Das war in Ordnung, aber eben nicht wettbewerbstauglich. Ein netter Albumtrack. Mehr nicht.

    • Bitte? Das war n absoluter 08/15 Song. Stört niemanden – aber bringt auch niemand zum Abstimmen. Das ist keine große Verschwörung, einfach nur n langweiliger Song.

  3. Leider ist das Ergebnis für Malik Harris keine Überraschung. Dennoch kann man ihm keinen Vorwurf machen und „Rockstars“ ist auch ein toller Song. Allerdings ist es kein Song, der sofort zündet, sondern eher ein „Grower“ ist. Und dass funktioniert beim ESC eben nicht. Außerdem muss man sich mal folgendes Szenario vorstellen. Hätten alle 39 Fachjuries und Publikumsjuries Malik auf den 11. Platz gesetzt, dann wären dass am Ende 0 Punkte. Schafft es ein Song nicht in die Top 10 einer Jury geht er leer aus. Da ist es dann am Ende egal, ob er tatsächlich auf Platz 11 oder 25 gelandet wäre. Dennoch wird man sich beim NDR endlich mal Gedanken machen müssen, wie man den Vorentscheidungen reformiert. Mit Ausnahme von „Rockstars“ gab es dieses Jahr tatsächlich nur Grütze und umprofessionelle Darbietungen.Und man wird endlich von der deutschen Mittelmäßigkeit, sowohl was Song wie auch Bühnenbild und Klamotte angeht, Abschied nehmen müssen.

    • Stimmt, aber neben den „guten“ Jury-Platzierungen für Malik (Österreich und Australien 11., Kroatien 12., Nordmazedonien 13.) gab es hauptsächlich Plätze im hinteren Mittelfeld (16-19), aber genauso viele Ergebnisse jenseits der 20 (z.B. UK 23).

      Also ja, es war knapp, dass am Ende eine „0“ bei den Jurys herausgekommen ist. Aber es ist nun nicht so, dass wir bei unzähligen Ländern knapp vorbei gerauscht sind.

  4. Warum ist dieser Blog bzw. die Blogger so gegen Azerbaijan? Der Typ hat ne Stimme, klar lieben Jurys geile Sänger, die auch bei komplizierter Choreographie gut singen können! Will mal dke Blogger sehen und hören, wie sie auf dem Rücken liegend singen!!! Immer diese falschen Anschuldigungen gegenüber Russlandnahen Ländern. Es nervt und zeigt, dass hinter eurer Demokratie Liebenden Gesichter, echte konservative Ansichten stecken! Warum seid ihr nicht so fair und neutral wie andere Blogger? Gute Gesangsleistungen muss man auch mal anerkennen können, auch wenn sie von „bösen, angeblich korrupten“ Ländern stammen! Auch in Deutschland gibt es übrigens korrupte Menschen und Politiker, nur zur Anmerkung. Wenn man als Leser hier andere beleidigt oder böse zu denen ist, meckert gleich jeder Blogger zurück, aber wenn man die Chance hat, andere Länder als korrupt oder Stimmenkaufer zu beschuldigen oder schlecht zu reden, sind die Blogger erstaunlich schnell zur Stelle.

    • Aserbaidschan ist eine korrupte, menschenverachtende Diktatur. Daran gibt es doch überhaupt keinen Zweifel. Vollkommen egal wie irgendwer singt und in welcher Körperlage. Welchen Bericht welcher Menschenrechtsorganisation hättest du denn zum Thema gerne? Aserbaidschan hat nachweislich in der Vergangenheit Stimmen gekauft, dafür gibt es knallharte Beweise. Auch dieses Jahr hat man in der aserischen Jury nachweislich wieder betrogen und deren Resultat wurde annulliert. Diese Anschuldigungen sind also nicht falsch, Aserbaidschan hätte längst vom ESC ausgeschlossen werden sollen.

      Ich würde mich ja mal für solche Pöbeleien entschuldigen, insbesondere, wenn sie nachweislich falsche Behauptungen beinhalten. Oder direkt nach Baku oder Moskau ziehen und da mal versuchen, so frech zu werden.

  5. Aserbaidschan ist ja im Semi noch schlimmer: 0 Punkte vom Televoting! Aber von der Jury ins Finale gerettet.

  6. Würde sagen wir wärmen uns dann schon alle mal die Hände auf für die Schelle welche den NDR und die tollen Radiobosse nun höchst berechtigt treffen muss und wird. (Achtung Methaper) Es ist Zeit für Veränderung und einen Neuanfang für das Projekt #NewGerESC … neue Verantwortlichkeiten, neue Auswahlverfahren, Transparenz und Kommunikation im hohen Maße und musikalische Vielfalt. Wir können von so vielen Ländern so viel lernen und für uns annehmen. Wenn die Verantwortlichen immer noch keine Reformen von oben anstreben, muss es nun eine Revolution der Fans geben.

  7. Das wichtigste zuerst: absolute props an Malik, der mit einem authentischen, ehrlichen Song angetreten ist und die ganze Saison offenbar sehr viel Spaß hatte. Ich hoffe, dass dieses Ergebnis ihn nicht demotiviert sondern er weiter macht und wir noch tolle Songs von ihm hören dürfen.

    „Radiotauglichkeit“ wird dem NDR jetzt bis zur nächsten ESC-Saison definitiv als Unwort des Jahres an den Kopf geworfen. Zu Recht. Malik wurde hier von den Verantwortlichen zum Fraß vorgeworfen – weil man einen Song wollte, der in die Playlists der Radiosender sollte. Das es darum aber gar nicht geht… Tja, das wird man beim NDR wohl nie verstehen.

    Prognose: der NDR wird das ganze jetzt natürlich „tiefgreifend“ analysieren, irgendwann im November oder Dezember hat man sich ein mega-tolles neues Konzept ausgedacht, was im Februar vorgestellt wird, weil die deutsche ESC-Fanbubble langsam ungeduldig wird. Das Ergebnis wird wieder irgendwas halbgares werden, was dem ESC als Wettbewerb nicht gerecht wird. Irgendwelche NDR-Maßstäbe halt. Kritik wird weggewischt – bis die nächste Künsterlin oder der nächste Künster verheizt wurde.

    Die Learnings, die offenbar alle anderen Big Five erfolgreich umgesetzt haben (ich kann mir die wenigen Punkte für Frankreich ehrlich nicht erklären, ich fand den Song super!), werden beim NDR noch ein paar Jährchen dauern…

    • Wieso sollte ein deutscher ESC Beitrag nicht ins Radio. Das zu trennen ist Quatsch. Die grosse Kunst besteht darin einen Song ins Radio zu bekommen, der auch ESC tauglich ist und am besten dann auch noch ein junges Publikum anspricht. Das ist überhaupt kein Widerspruch. Es ist eine Kunst. Kunst kommt von Können. Paar könnens, die meisten halt nicht.

  8. Azerbaijan würde bei mir definitiv nicht von der Bettkante gestoßen werden. Dafür gibt es ganz sicher 12 Punkte😉

  9. Also nach einer ersten Übersicht hat Malik Mal wieder das Problem, dass es für Platz 11 halt keine Punkte mehr gibt: (hab bei Litauen dann aufgehört)
    Australien, Österreich auf Platz 11, Kroatien 12, Lettland und Israel 14
    Tatsächlich habe ich zwischen A und L nur ein Land gefunden, das uns auf dem letzten Platz hatte: die finnische Jury. Also Mal wieder ein unglückliches und unverdient schlechtes Ergebnis

    • Vielleicht sollte man wirklich mal über eine Änderung des Votingsystems nachdenken. Dass nur die Top 10 Punkte bekommen, stammt ja aus einer Zeit, in der es nur 20 Teilnehmerländer beim ESC gab. Dass der 11. Platz genauso bewertet wird wie der 25. Platz ist schon krass, zumal so viele gute Songs viel schlechter dastehen, als sie tatsächlich abgeschnitten haben. So wäre ein Land, dass überall 11ter wurde, mit einer Doppelnull Letzter. Unwahrscheinlich, gar fast unmöglich, aber das Votingsystem lässt diese Möglichkeit theoretisch zu. Wie man aber das Votingsystem so reformiert, dass die ikonischen 12points nicht verloren gehen und sich der Abend nicht bis in alle Ewigkeiten zieht, ist eine schwierige Frage. Vielleicht 1. Platz 12, 2 und 3 10 Punkte und dann stufenweise weiter runter?

      • Halbe Punkte ab 5, also 4,5 – 4 – 3,5 – 3 – 2,5 – 2 – 1,5 – 1 – 0,5

      • Jetzt soll also ganz Europa das Votingsystem beim ESC ändern, nur weil es für Deutschland nicht gut läuft? Sachen gibts …

      • Wenn es 25 Teilnehmer gibt, gibt es 25 Plätze. Also kann man zwischen 1 und 25 Punkte vergeben. Man soll sich von den 12 Punkten des letzten Jahrhunderts verabschieden.

    • Peter Urban hat ja oft genug gesagt , dass es ab Platz 11 keine Punkte mehr gibt 😬 er wird die Ergebnisse der Jury gehabt haben

      • Ich glaube, ihm wurde einfach mal das Votingsystem richtig erklärt. Jetzt kann er das prophylaktisch als Erklärung für ausbleibende Punkte einsetzen.

    • Nein, bitte nicht noch eine Änderung des Punktesystems. Irgendjemand muss halt Letzter werden. Und ich garantiere: Wenn Deutschland (dem NDR sei dank) auch in Zukunft noch permanent Letzter würde, fände man mit Sicherheit auch beim neuen Votingsystem wieder irgendeinen Kritikpunkt, der das arme Deutschland vermeintlich in seinem Potential zurückhält.

      Klar: 25. Platz und 0 Punkte bei den Jurys vermitteln einen Eindruck, der der Detailprüfung der einzelnen Juryergebnisse nicht standhält und womöglich auch die Realität verzerrt. Aber deswegen gleich zu einem System wechseln, das auch noch „24. Sieger“ kennt? Nein, danke, das wäre nun wirklich albern. Womöglich würde es außerdem nur noch mehr seelenlose und risikoscheue Durchschnittsnummern wie „Perfect Life“ oder „Rockstars“ provozieren.

      Ich denke, es sollte sich einfach grundsätzlich niemand von den Ergebnissen runterziehen lassen. Weder die Fans, noch die Künstler. Letztlich geht es bloß um eine Fernsehshow.

    • das war aber schon immer so. Das es nur für die ersten 10 Punkte gibt. Ich weiß gar nicht, warum man diese Tradition ändern sollte. Ein paar Tradition des ESC sollten schon bleiben.

  10. Danke natürlich an unsere Nachbarn, aber warum hat Estland uns immerhin zwei Punkte (über die ich mich nicht beschweren möchte) spendiert?

  11. Was ist an dem Ergebnis überraschend? In dem Augenblick als die sechs Titel zum Vorentscheid verkündet war das zweistellige Ergebnis mit einer Zwei als erste Ziffer doch klar.

  12. wer jetzt glaubt,daß beim NDR daraus irgendwelche (personellen) konsequenzen gezogen werden,glaubt auch fest daran,daß zitronenfalter zitronen falten.

    ich habe diesen NDR livestream,welcher an peinlichkeiten kaum zu überbieten war nicht vergessen.
    lasse war trotzdem auch ganz lieb,keine verbalen abfälligkeiten zu malik (im übrigen auch nicht zu jendrik letztes jahr!) aber mehrmals darauf verwiesen,wie sehr der song doch 2 bekannten amerikanischen rapgrößen ähnelt,was wiederum jetzt nicht die beste idee ist.
    nun gut,niemand wollte hören und EC nennen sich neuerdings „electric callboy“ – das ist jetzt wirklich doppelt scheiße gelaufen!
    🤡

    • Es bleibt das der NDR dem Internetmob nicht nachgegeben hat, war das einzig Richtige was man getan hat. Natürlich haben die Shitstorm-Erzeuger einen guten Anteil an dem schlechten Ergebnis von Malik. Natürlich war das ja auch das Ziel, dieses Mobs gewesen. Bestimmt geht diesen Leuten einen ab, und sie fühlen sich richtig toll.

      • also was bei uns so bezüglich malik und seinem lied los war,interessiert außerhalb deutschlands und vielleicht noch österreich und der schweiz niemanden wirklich.
        da aber gesamteuropa gevotet hat,scheint das lied nicht so recht verfangen zu haben.
        da muß man mit leben aber wir kennen das ja zur genüge.

      • Als ob es irgendjemanden außerhalb Deutschlands interessiert, was der NDR so verbockt. Als ob es überhaupt außerhalb der deutschen Bubble jemanden interessiert. Der Song war einfach nur lau, nicht mehr nicht weniger.

  13. Tja. Ich persönlich mochte „Rockstars“ ja auch und dass er von den Juries tatsächlich null Punkte kriegt, während er im Televoting fast überall besser abgeschnitten hat, finde ich schon überraschend. Und auch etwas unverdient.

    ABER der NDR hat es verdient. Das Konzept der Radiotauglichkeit ist gescheitert und man möchte fast schreien, wenn anschließend auf dem ARD-Sofa alle Promis analysieren, dass radiotaugliche Songs vielleicht nicht die richtige Wahl sind. Ach was! Die Zeit der Radiotauglichkeit, die es Anfang der 2010er durchaus mal gab beim ESC (nicht überraschend war das auch Deutschlands beste Phase!) ist halt lange vorbei und der NDR muss endlich aufwachen. Wieder ein nicht-englischer Sieger, wieder ganz viel Landessprache bei den Top 8. Im Moment ist Individualität und Originalität gefragter. Und unser Kriterium ist immer noch die Dudeligkeit.

  14. Danke Peter für die „Radio-Gruftis-Auswahljury“ 😉

    Es ist ja das, was wir hier ja schon seit Bekanntgabe der deutschen Vorentscheidsongs sagen, dass ein guter Radiosong nicht unbedingt geeignet ist für ein Musikwettbewerb!
    Ich bin froh, dass Thomas Herrmanns das in der „Aftershow“ auch nochmal in aller Deutlichkeit gesagt hat und somit hoffentlich der NDR im nächsten Jahr nicht wieder den gleichen Fehler macht wie in diesem Jahr!
    Malik kann man keinen Vorwurf machen! Er hat einen super Song geschrieben und diesen auch sehr gut beim ESC performt. Das einzige ist einfach, dass ein Radiosong nicht zum ESC gehört!

    Wenn ich etwas persönliches zu Alex Wolfslast sagen könnte dannn wäre dies so von Alex zu Alex:
    Alex, mach es wie 2020! Wir waren mit Ben Dolic dort auf einen sehr guten Weg, nur ist uns halt die Corona-Pandemie dazwischen gekommen, so dass der ESC dann letztendlich nicht stattgefunden hat!

    • Wieso soll Rockstars eigentlich ein guter Radiosong sein? Wer hat das wann entschieden? Nur weil eine handvoll Fuzzis entschieden haben den Song mit Universals ‚Hilfe‘ natürlich bei ihren Sendern auf Hochrotation und in eine sehr wichtige Spotifyluste zu hieven ist das doch noch lange kein ‚guter Radiosong‘. Das wüsste ich aber. Ich jedenfalls muss unweigerlich umschalten, wenn ich diesen Song höre. Und ich schalte normal eher ungern um.

    • Ich fürchte, dass man sich 2020 keine Gedanken über die Inszenierung auf der Bühne gemacht hat und das auch ein halbes Desaster geworden wäre.

      Ich glaube eher, dass Ben Dolic einfach mit dem Song ein Zufallstreffer war wie einst Michael Schulte (der dann dafür herhalten muss, wie gut das System ist).

  15. Bin stolz auf mein (Est-)Land, dass es uns als einziges nicht-deutschsprachiges Land honoriert hat. 🙂 Aitäh Eestile!

    • bist du ein (verkappter) este?
      etwas neidisch bin – können wir nicht tauschi machen?
      weißt doch,lasse liebt das meer.

      • Irgendwie ja, irgendwie nein. 😉 Leider nicht, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Ist ein großartiges Land.

  16. Ich hab keine Lust mehr. Echt nicht. Es wurde seit Bekanntgabe der VE-Songs von so ziemlich ALLEN gesagt, dass das nicht gut endet. Ich hätte so gern unrecht gehabt in diesem Punkt. Für Malik tut es mir wahnsinnig leid. Aber: Schelle für den NDR und die tollen Radiobosse? Von wem denn? Ich fürchte, da wird sich absolut nichts ändern.

  17. Ach ja. Natürlich darf sich Malik nun in den Club der vom NDR zu unrecht ignorierten Talente begeben und von der Bildfläche verschwinden. Präsident Jendrik begrüßt ihn ganz herzlich. Ganz egal, was vorher war. Bei einem letzten Platz hört die Schockverliebtheit auf.

  18. Oh Mann, nachdem auf dem Blog hier so positives über Rockstars, z. B. Downloads, Radioeinsätze, Streams usw. geschrieben wurde, hatte ich Hoffnung. Doch wieder nur Letzter, wie stehe ich denn jetzt da vor Freunden, Bekannten und Familie? Ihr auf dem Blog hättet nicht so viel Hoffnung wecken dürfen. Jetzt sind alle wieder nur traurig. 🙁 🙁 🙁 Habe euch jetzt so oft beim NDR usw. gesehen, warum könntet ihr nicht mit denen dann Tacheles reden? Schließlich ward ihr so oft dort zu sehen, online oder im Songcheck, also habt ihr ja eindeutig Connections. Warum äußert ihr dann da persönlich keine konstruktive Kritik im Vorraus? Schließlich habt ihr ja sicher für eure ganzen Einsätze vor der Kamera da auch sicher was gekriegt, umsonst gibt’s ja eh nix mehr heutzutage.

    • Niemand hat hier Hoffnung geweckt! Jedem ESC-Fan müsste klar sein, dass Abrufzahlen mit dem Wettbewerb selbst eher weniger zu tun haben, denn die Leute, welche den Song gut finden und ihn stream bzw. hören, müssen ja nicht unbedingt auch den ESC schauen und dann dort abstimmen!

    • Da hat er schon etwas Recht. Dabei wurde aber eben Tatsachen vermeldet. Hleichzeitig wurde hier aber auch ausreichend kommuniziert dass der deutsche Beitrag erster Anwärter auf die rote Laterne war. Die Meldungen über Charterfolge haben natürlich versucht einen etwas anderen Eindruck zu erwecken. Es bestand ja immerhin theoretisch die Moglichkeit dass rockstars doch besser abschneidet als allgemein erwartet. Diesbezüglich wurde ein wenig vorgebaut. Aber kein Glück gehabt.

  19. Schön fand ich vor dem Finale das Zitat von Dr. Eurovision, der dem NDR ja nicht ganz fern steht. Sinngemäß: Schlimm wird es hinterher sowieso, da können wir auch vorher optimistisch sein.

  20. In den Televotings ist Malik überwiegend auf den Plätzen 15 bis 20 gelandet, ähnlich wie Jendrik. Bei den Juries eher so 18-22, etwas besser als Jendrik. Bei der österreichischen und australischen Jury mit Platz 11 knapp an den Punkten vorbei, im ukrainischen Televoting Platz 12.

  21. Der deutsche Beitrag hat genau das bekommen, was er verdient hat. Der Song ist hörbar öde, sogar noch öder als das ohnehin schon öde durchschnittliche Radioprogramm der grossen Sender. Dauerabspielung im Radio hat dieser Song absolut nicht verdient. Die Darbietung war ebenso öde fast schon regelrecht bescheuert, weil ein für jeden sichtbar beknacktes Konzept einfach weiter durchgezogen wurde weil Malik das wohl so wollte. Dem hätte vllt mal wer die Leviten lesen müssen. ESC ist eben kein dorfdeutscher Vorentscheid. An seiner Performance im Finale war rein gar nichts lobenswert. Es kippte ja zeitweise in den Bereich unangenehmer Verkniffenheit fast schon Biestigkeit. Insgesamt war auch 2022 für DE ein völliger Fehlschlag. Malik ist sicher ein sympathischer Typ hat aber null Ahnung von Bühnendarstellung und war für den ESC mit seinem Song eine Fehlbesetzung mit Ansage. Und wer ernsthaft behauptet Rockstars sei ein gutes Lied, welches gut vorgetragen wurde der hat schon etwas sowohl an den Augen als auch an den Ohren oder so. Jeder hört doch dass es nen lame Song ist. War doch bei Jendrik genauso.

  22. Der Schöneberger-Fluch hat wieder zugeschlagen. Warum kann nicht wieder Elton mit Linda den Vorentscheid moderieren? Hat 2018 doch Glück gebracht?

  23. Naja, die Überraschung hält sich in Grenzen. Im Vergleich zu den restlichen 24 Beiträgen fand ich den deutschen Song auch am Schwächsten.

  24. Das Beste war, das die Ukraine gewonnen hat. Ansonsten gilt: Danke für nix Europa. Mitnichten war der Auftritt von Malik am schwächsten. Kann mir jemand erklären, warum der Brite mit seinem ohrenschmerzen verursachenden Gejaule von den Juroren die meisten Punkte abbekam? Ich erwarte von sogenannten Experten das sie sowas abstrafen. Zumal sah der Typ mit seinem Strampelanzug absolut lächerlich aus. Dazu kam das er mit seinem Gesichtsurwald aussah, als hätte er die letzten Jahre immer unter der Brücke geschlafen. Und bitte schön was war an dem Gekrächze der Schwedin jetzt so doll? Malik hatte einen guten Auftritt, eine Platzierung im Mittelfeld wäre absolut angemessen gewesen. Die ARD sollte endlich die Konsequenzen ziehen und sich vom Wettbewerb zurückziehen. Denn die EBU hat durch den Deal mit Tik Tok nun endlich sämtliche Werte verraten, für den der ESC früher mal stand. Tik Tok gehört einem chinesischen Konzern, der dem Regime in Peking sehr nahe steht. Zumal man beim ESC ziemlich rassistisch eingestellt ist. Wie sonst ist es zu erklären das alle Beiträge, die von People of Colour gesungen worden sind, so schlecht abgeschnitten haben. Ich bin ja nicht naiv, natürlich wird die ARD wieder nicht erkennen, das Deutschland beim ESC nicht willkommen ist. Es tut mir wirklich so leid für Malik. Liebe ARD. zieht euch endlich von diesem niveaulosen Dreck endlich zurück. Es lohnt sich nicht dafür Geld auszugeben.

    • Tja, da sieht man wer hält wirklicher ESC-Fan ist und wem außer dem Abschneiden Deutschlands alles völlig egal ist.

      • @escfan05: Finde ich auch spannend. Du verwendest „ESC-Fan“ im Nickname und wehe dein geliebtes Deutschland landet im Ranking weit hinten, dann ist es vorbei mit dem ESC-Fan… Durchatmen, locker bleiben und einfach mal die nationale Brille absetzen.

    • Wir hatten gestern einen wunderbaren ESC-Abend. Ich freue mich riesig für die Ukraine. Dass UK mal wieder soweit vorne ist, finde ich auch super. Normalerweise dümpelt die Insel in der Rangliste Ja in der Gegend von Deutschland rum.

      • Das hätten die Briten auch gestern verdient gehabt. Und das für ein Land, das Europa ansonsten hasst. Well, done Europe.

      • Da sieht man mal wieder, wer wirklich Deutschland unterstützt, und wer nicht. Das mit dem wunderbaren Abend, hast du exclusiv. Es war mal wieder ein ESC-Abend zum Vergessen.

      • Das muss doch jedesmal eine traumatische Erfahrung für @escfan05 sein, jedes Mal miterleben zu müssen, wie Deutschland nach hinten durchgereicht wird. Am Besten, alle anderen Länder werden disqualifiziert, dann ist Deutschland automatisch Sieger (Ironie aus).
        Ich muss ehrlich sagen, ich will ihm nicht zu nahe treten, aber ein richtiger ESC-Fan konzentriert sich nicht nur auf den deutschen Beitrag bzw. das deutsche Abschneiden.

      • @Gaby

        Er ist meiner Meinung nach kein richtiger ESC-Fan. Für ihn gilt da nur das Motto „Deutschland über alles“, mehr nicht.

    • Ich verstehe nicht, warum man gleich die Künstler beleidigen muß, wenn man die Songs nicht mag.

      Ich sehe übrigens Sam Ryder optisch nicht unähnlich (ich habe nur keine Tattoos…)

    • @escfan05

      „Die ARD sollte die Konsequenzen ziehen und sich vom Wettbewerb zurückziehen“. Och nee, bitte nicht schon wieder dieselbe Leier…

  25. Schöneberger-Fluch (ist völlig ok), Malik als Sänger (zu deutsch). Der Engländer hats verstanden und umgesetzt, von mir ein großes Lob. Chanel hat den Abend generell gerettet. Wenn Deutschland keine vernünftigen Interpreten stellen kann, sollte es ein paar Jahre eine Auszeit nehmen. Das Televoting für die Ukraine war sowieso klar, konnte jeder in den letzten Wochen hier lesen. Danke für den Tipp!

    • Es lag wohl nicht daran, das Malik zu deutsch war. Viele Europäische Länder sind halt noch nicht so mehrheitlich tolerant wie Deutschland. Die hatten wohl damit ein Problem das Malik ein People of Colour ist. Man hat ja bei anderen Künstlern, die People of Colour sind, gesehen, das sie auch nicht gut abgeschnitten haben.

  26. Die schenken sich gegenseitig immer nur die Punkte. deswegen können wir auch nicht gewinnen.Österreich,Esland und die Schweiz haben uns noch jeweils 2 Punkte gegeben. Malik hat das Super gemacht 👍🏻

    • Da gebe ich dir recht. Warum hat die EBU die Punkteschacherei zwischen Griechenland-Zypern und Rumänien-Moldawien verhindert?

    • Genau! Deshalb haben wir mit Lena 2010 auch gewonnen, aber Länder wie Rumänien, Polen oder Albanien, denen immerzu die Punkte zugeschoben werden, noch nie.

      *Ironie aus*

  27. @ESC-Thom: Nein, wenigstens falle ich dem Künstler nicht in den Rücken, wie manche das hier tun. Ich finde das Ergebnis total ungerecht. Nationalismus lasse ich mir von dir deshalb nicht unterstellen.

    • Lass mich raten… Es wäre gerecht, wenn das Ergebnis nach deinem Geschmack ausgefallen wäre. Nur weil einem das Ergebnis persönlich nicht gefällt, ist es selbstverständlich ungerecht… 🤔 Die Lösung ist ganz einfach: Nach einem Misserfolg aufstehen und es erneut versuchen.

    • Es gibt beim ESC keine ungerechten Ergebnisse, sondern nur Ergebnisse, die man persönlich nicht nachvollziehen kann.
      So, und jetzt steigen wir mal alle vom hohen Roß der Verabsolutierung unseres persönlichen Geschmacks ab. OK?

  28. Aufschlussreich ist heute (Sonntag, 10 Uhr) ein Blick in die Download-Charts weltweit. Und da gehört „Rockstars“ zu den 10 am häufigsten downloaded Songs des ESC. In Deutschland liegt Malik Harris sogar auf #1 und zB in UK auf #12 (Ähnlich erfolgreich ist auch Marius Bear aus der Schweiz). Aber warum hat sich dieser Erfolg nicht in Punkten, zumindest beim Publikum, ausgewirkt? Das läßt sich einfach erklären und war von mir auch schon aufgrund der internationalen Reaktionen in den sozialen Medien im Vorfeld so vorhergesagt worden. Es gab dieses Jahr sehr viele Songs, die im Vorfeld Aufmerksamkeit erregt habe und denen das Interesse galt, natürlich allen voran Ukraine. Dann hatte Malik den undankbaren Startplatz direkt hinter der Ukraine. Das heißt aber alles nicht, dass „Rockstars“ unbeliebt gewesen sein könnte. Nehmen wir mal folgendes rein theoretisches Szenario an: Bei allen Publikumsjuries liegt Song A auf Platz 11 – an sich ein gutes Ergebnis. Und dennoch bedeutet dies in der Summe 0 Punkte, weil eben nur die Songs auf den Rangplätzen 1-10 Punkte erhalten. Und ein Song der an sich im Schnitt viel schlechter platziert ist, es aber geschafft hat, zumindest bei ein paar Juries in den Top 10 zu landen, erreicht am Ende einen weitaus besseren Platz. Und die Ergebnisse in den Downloadcharts spiegeln dies wider. „Rockstars“ ist recht gut angekommen, aber nicht gut genug, um ausreichend Anrufe zu akquirieren. Für ein wirklich objektives Ergebnis müßte man vom klassischen Bewertungssystem abrücken und dem bei einer Jury beliebtesten Song soviel Punkte wie es abstimmungsberechtigte Juries gibt geben und dem am wenigsten beliebten Song 0 Punkte.

    • Ganz einfach: weil Downloads bis auf die top 3 im UK und DE unbedeutend sind. Spielen nur noch ne minimale Rolle. Entscheidend ist, wer in 7 Tagen noch wo in den Streaming top 200 von spotify und apple music zu finden sein wird. Mein erster Tipp wäre bis auf den eigenen Beitrag fast überall Null. Kurzzeitiges Flackern darf man nicht überbewerten. Tv peomo lasstnach 48h stark nach. Halte es für ausgeschlossen dass Maliks Songs jenseits von Deutschland auf double digit million streams kommen wird. Paar millionen werden uber die monate und jahre aber dennoch zusammenkommen wie bei praktisch jedem esc song seit beginn des Streamingzeitalters.

  29. Der Auftritt von Malik war freilich wirklich nicht der beste Song des Abends, aber auch nicht Platz 25. Krass, dass die Jury manche Songs unter den Top 10 sieht, die beim Publikum komplett durchfallen. Platz 18-20 hatte ich vorher getippt, das wäre verdient gewesen.

  30. Wär hätte nur gedacht, dass Deutschland mit diesem Song letzter werden würde?
    „Alle mit Augen und Ohren im Kopf.“
    Achso, ja… stimmt.

    Nichts gegen Malik selbst, im Gegensatz zu Jendrik find ich Malik durchaus sympathisch. Ist ja auch nicht seine Schuld, dass unter 6 ungeeigneten Songs seiner „gewonnen“ hat.

    Meine größte Befürchtung ist, dass sich ERNEUT nichts ändern wird, der NDR trotz erneutem Beweis der Unfähigkeit nächstes Jahr wieder verantwortlich sein wird, wieder eine katastrophale Auswahl aufstellen wird, dabei wieder gute Songs mit guten Chancen außen vor lassen wird, wovon das Publikum dann wieder den am wenigsten schlecht geeigneten Song auswählen „darf“ und das Ergebnis dann wieder wie zu erwarten ausfallen wird.

  31. Das Problem am Song war noch nicht mal, dass er radiotauglich ist. Sondern dass er ohne jeden Höhepunkt dahinplätschert. Es gab da den Moment, wo Malik im Rap-Part mal loslegt und man konnte im Publikum hören, dass die anfingen mitzugehen, aber anstatt dass der Song dann richtig abgeht, wird wieder Tempo rausgenommen, und dann nochmal Refrain ohne Keychange oder sonstwas.

    Und damit ist jeglicher Effekt komplett verpufft. So bleibt man nicht in Erinnerung. Hab mir nochmal Roman Lobs Beitrag angehört, weil ich den gar nicht mehr im Ohr hatte. Der ist auch absolut radiotauglich, der macht den Aufbau aber richtig! Hat die Bridge und den Beatdrop bevor es dann im letzten Refrain nochmal mit mehr Druck losgeht. Auch nicht übermäßig, aber da passiert was in dem Song.

    Bei Malik war das nicht der Fall. Genausowenig bei vielen anderen Beiträgen der letzten Jahre. Er hat das gut gesungen, das Staging war okay, er war authentisch. Aber wenn der Song die Zuschauer nicht sofort beim ersten Hören abholt und begeistert, dann kann dabei nix rumkommen.

    Michael Schulte hat damals seinen Song etwas angepasst, die erste Radioversion plätscherte am Ende nämlich auch so aus. Aber da hat man nochmal etwas zugelegt und hat das Staging toll angepasst, dazu super authentisch performt und gut gesungen. Zack, 4. Platz. Und das Lied lief ja nun im radio hoch und runter. Im Idealfall passt nämlich beides – Radio und ESC-Bühne. Wenn man sich aber entscheiden muss, um dort erfolgreich zu sein, dann lieber ESC-Bühne…

  32. Danke, HardcoreStgt (weiter oben), so sehe ich das auch … der deutsche Vorentscheid war, besonders in diesem Jahr, eine derart provinzielle Veranstaltung, da will selbst der Vorentscheid aus Albanien wie „Las Vegas“ wirken. Einen Beitrag zum ESC zu entsenden, wirkt mittlerweile in Deutschland wie eine lästige Pflichterfüllung, und so wird das dann auch international quittiert.
    Ebenso die Begleitsendung vom gestrigen Abend, mit einer botox-gesichtsgelähmten Michelle (die maximal ihre neue geboosterte Best Of Platte bewerben wollte), mit Grinsekatze Hermanns, der offensichtlich wohl nie aus seiner 90er-Träsch-Ecke rauskommt und zwei der (bei weitem interessanteren) Beiträge wie jene aus Portugal und Frankreich als „Singkreis“ und „keltischen Jahrmarkt“ verhöhnt – und dann der tendnenziell selbstgefällige Max Giesinger, der, bevor er da im Nachklang ‚alles besser weiß‘, erstmal selber beim ESC antreten soll. Dazu haben die meisten deutschen Popschnösel Marke Giesinger, Foster & Co. nämlich keinen Bock, ihren piefigen (deutschen) Popkleister mal jenseits der deutschen Radiotauglichkeit, von außen betrachten zu lassen.
    Länder wie Schweden oder Italien gönnen sich im Vorfeld großartige, nationale Events, bei denen sich dann in der Regel Beiträge herausfiltern, die auch international Anerkennung finden, wobei besonders Italien auch mit nationalen Stars nicht geizt – und wenn man mal in den Rückspiegel schaut, hat Italien eine der besten Platzierungsquoten – bei 48 ESC Teilnahmen ’nur‘ 12 mal nicht in der Top 10 der Punktetableaus und noch nie auf dem letzten Platz gelandet.
    Auch wenn ich nie ein großer Fan von Stefan Raab war, aber der ‚wollte‘ auch prinzipiell gewinnen und seine 3 von ihm inszenierten Beiträge haben gezeigt, wenn man es ‚ernst‘ meint, funktioniert es auch. Wenn man allerdings beim großen ESC-Finale immer irgendwie so rüberkommt, als hätte man ‚das kleinere Übel‘ als Beitrag ausgewählt, muss man sich über moderate Punktergebnisse nicht wundern.

  33. Erst mal sage ich: Danke, Malik, Du warst ein guter und sehr sympathischer Repräsentant unseres Landes.🙂
    Mir hat sein Auftritt gut gefallen, aber er war leider doch im Vergleich zu den anderen Beiträgen zu unauffällig. Das Ergebnis war leider absehbar. Trotzdem: Er hat wirklich sein Allerbestes gegeben, mehr war aus dem netten, aber leider auch etwas unauffälligen Song nicht herauszuholen.

    • Malik war ein Spitzenjockey, der aber ein totes Pferd reiten musste. Hoffe, er lässt sich von dem Ergebnis nicht unterkriegen, aber er scheint da ja auch ganz gut drüber zu stehen. Und ich habe löblicherweise auch noch keinen Kommentar gelesen, der ihm die Schuld gäbe. Er selbst hat seine Sache wirklich ausgesprochen gut gemacht.

      • Falsch. Er wollte das reiten ist namlich sein eigenes. War aber leider kein Rassespringpferd sondern nur ne lahme mähre der jeder im Vorfeld schon angesehen hat dass die nichtmal über das tiefsthängende Stöckchen rüberkommt…

  34. Mir tut es sehr leid für Malik. Er hatte einen ordentlichen, aber leider keinen wettbewerbsfähigen Song und hat seine Sache gestern Abend sehr gut gemacht. Bei mir lag er am Ende auf einem respektablen 11. Platz. Es ist ein schönes Gefühl, sich für den deutschen Auftritt nicht schämen zu müssen. 🙂👏👏👏

    Jetzt können wir ja mal Klartext reden: Als die 6 Beiträge für den deutschen VE bekanntgegeben wurden, war klar, dass Deutschland den letzten Platz belegen würde. Keiner der anderen Künstler, die der NDR ausgewählt hatte, hätte mehr erreicht. Ganz im Gegenteil: Mit jedem der 5 anderen wäre Deutschland wahrscheinlich mit 0 Punkten nach Hause gefahren. Mehr gibt es dazu nich zu sagen. Ich bin schon auf das inhaltsleere BlaBlaBla der Pressemitteilung gespannt, die ich gleich lesen werde.

  35. Selten solchen Unsinn gelesen wie in einigen Kommentaren hier. Leute, bitte setzt Euer Gehirn ein, bevor ihr was schreibt …

  36. Schaue gerade den Fernsehgarten im ZDF, wo vorhin selbst Peter Urban kritische Worte zum deutschen Auswahlverfahren gefunden hat. Laut ihm bringt Mainstream beim ESC nichts; bringen klassische Radiolieder nichts. Wie ich finde überraschend offen. Bleibt nur zu hoffen, dass auch die Verantwortlichen beim NDR diese Meinung nun teilen. Malik hat es gut gemacht, aber gut ist tatsächlich nicht gut genug. Im direkten Vergleich mit dem vorletzten Frankreich hat man da ein viel spezielleres Lied. Es bleibt abzuwarten was und ob sich nun etwas ändert.

    • Meine Erklärung für den letzten Platz ist das sehr schlechte Staging. Bitte nie wieder diesen Bühnenverantwortlichenen verpflichten.

      • Ja hier stimme ich zu. Der Verantwortliche hat Österreich und Deutschland verpfuscht.

    • Wenn selbst der Urban Kritik üben darf, dann ist davon auszugehen, das die Zusammenarbeit zwischen dem NDR und den Radios beendet wird. Aber das reicht nicht, dem NDR gehört die Verantwortung entzogen. Nach 25 Jahren kann das ruhig mal ein anderer Sender machen.

  37. Man muß festhalten: 2019: 0 Punkte Televote. 2021: 3 Punkte jeweils Tele & Jury. 2022: 0 Punkte Jury.

    Das ist so unglaublich schlecht das man es gar nicht in Worte fassen kann. Und hat mit Politik null zu tun. Sondern rein mit mangelnder Qualität. Nicht immer mangelnder Qualität der Künstler. Die werden verheizt. Aber Songtechnisch und Bühnenshowtechnisch.

    3 Jahre in Folge Komplettversagen. Und was sagt der NDR? Alles nicht so schlimm.

  38. Maliks Texthänger ist menschlich für einen jungen Nachwuchskünstler, zeigt aber auch, das er genau wie alle anderen VE Teilnehmer in Deutschland, einfach nicht so weit ist, um auf so einer großen Bühne zu bestehen. Man sollte Mal wirklich auch gestandene Künstler mit in die VE einbeziehen, wie Rammstein, Gunao Apes, Helene Fischer, Electric Callboy“ … watt weiß ich. Die sind europabekannt und können große Bühnen bespielen.
    Unsere Interpreten werden nach der Show Jahr für Jahr mit dem Adjektiv „sympatisch“ bezeichnet. Ich weiß nicht, ob das ausreicht. 🤔

  39. Es ist wirklich erstaunlich, was wir jedes Jahr vom NDR zu hören bekommen. Es ist nun einmal so, die Öffentlich Rechtlichen sind ein starrer Beamtenapparat. Was muss denn noch geschehen, damit der NDR das Zepter abgibt? Die Verantwortlichen würden niemals zugeben, dass sie Fehler machen. Wenn sie sagen, dass Musik nicht bewertbar ist, in Gut oder Schlecht, haben sie das System ESN nicht verstanden, dann dürften ja gar keine Punkte vergeben werden. Also NDR: Endlich aufgeben und Profis ranlassen!

  40. Man darf dabei nie vergessen dass es auch am Songangebot bzw am Kunstler/Songangebot liegt. Miksu & mcloud waren sicher nicht am Start. Bekannte deutsche Acts und auch bekannte deutsche Songschreiber meiden den ESC bzw schon allein die Vorauswahl. Aus drittklassigkeit auszuwählen ist sicher kein Vergnügen und läuft oft schief. Wer wüsste dass nicht besser als die leute die an der Auswahl von Jendrik beteiligt waren. Obwohl das wohl recht viele waren ging das auch achief

    • Ja und nein. Sicher: Wenn man Scheiße siebt, kommt auch Scheiße mit durch. Doch gab es ja 944 Einreichungen und wir wissen mit Electric Callboy und Planschemalöör zumindest schon mal von zweien, die sicherlich nicht den letzten Platz belegt hätten. Am 10.02. wurde ja allerorts entsetzt reagiert: „Das sollen die besten Sechs von 944 sein?“. Und die Antwort muss beim NDR erfahrungsgemäß lauten: nein, die Verantwortlichen haben nur weder Ahnung, noch Geschmack.

      • Es ist ja weiteres nicht bekannt. Mag sein dass EC vllt sogar der bekannteste Act war der sich beworben hatte. Man weiss es aber nicht. Glaub aber die ubergrosse Mehrzahl der Einreichungen muss der reinste driss gewesen sein. Wenn man wenigstens wüsste wer in den top 25 war. Auch das ist ja bis auf Ausnahmen unbekannt. Klar ist dass alle die die ausgewählt wurden driss waren und keiner beim ESC Chancen gehabt hätte. Glaube im nächsten Jahr muss die Vorgabe eine ganz andere sein. Streaming Top 10 Glamour/excentric Faktor. Man sollte gross und risikiobereit denken und nicht der Dorfsicht weiter fröhnen.

      • Planschemalöör waere auch ein letzter Platz mit Ansage gewesen….
        ich liebe sie im Karneval, aber der Song war leider nicht der Hammer.
        EC haetten zumindest polarisiert. Auf keinen Fall waeren sie letzte gewesen. Da war vielleicht auch eine Ueberraschung noch drin.

        Obwohl ich sie nicht mag……

    • Planschemaloor hätten aber zumindest einen Song gehabt, der IRGENDWELCHE Emotionen auslöst. Die rechte Hälfte wär’s wohl trotzdem geworden.

      Und, wie ich anderer Stelle schon schrieb, wäre ein fröhlicher Disco-Funk-Pop-Hybrid namens „Don’t kill my Vibe“ natürlich angesichts der aktuellen Weltlage total daneben gewesen – aber ich bezweifle Mal, dass der NDR schon Anfang Februar von der bevorstehenden Invasion wusste.

      • Ich muss tatsächlich auch noch einmal eine Lanze für Planschemalöör brechen!
        Als sie ihre Bewerbung bekannt gaben, dachte ich: „Och nö, das wird jetzt bestimmt wieder so ein blöder Quatsch-Song“. Als ich dann „Don’t Kill My Vibe“ am Morgen vor der Pressekonferenz zum ersten Mal gehört habe, war ich extrem positiv überrascht. Sicherlich hätten wir damit beim ESC auch keine Bäume ausgerissen, aber warum man, wenn die Jury schon unbedingt eine Band dabei haben wollte, Plaschemalöör aussortiert und statt dessen dieses grauenvolle Nico-Suave-Machwerk durchgewunken haben, wird wohl keiner je verstehen. „Don’t Kill My Vibe“ ist jedenfalls nach meiner Laien-Ansicht ziemlich radiotauglich und klingt dabei noch angenehm undeutsch; ich hätte mir den Song auch in der Vorauswahl von Estland, Norwegen oder Tschechien vorstellen können, das kann ich von den sechs Auserwählten (Malik leider eingeschlossen) nicht mit Überzeugung sagen.

      • Ja, die Nummer war halt einfach „fluffig“. Und von der Seite hat sich Deutschland beim ESC (Ben Dolic nicht mitgezählt) mindestens seit Texas Lightning nicht mehr gezeigt.

  41. Naja, der ESC ist doch schon seit Jahren nur noch Müll. Dass ein Land NUR mit Toleranz gewinnt ist schon mal eine schwache Leistung, da das Lied der Ukraine nicht wirklich begeistert. Dass Deutschland ganz hinten landet, war mir schon klar, als dieses Lied gewählt wurde, dass bei mir sofort schon von vornherein am Ende stand. Ich mag weder diese Stimme noch den gequälten Kümmergesang, das Lied ist einfach nur nervig, und so schlecht, dass jeder Tonträger viel zu schade ist, ihn drauf zu pressen.

  42. Ich wäre dafür 2023 einen Beitrag zu senden mit dem Europa nicht rechnet. Electric coollboys oder lasst uns doch Ella Endlich zum Eurovision Song Contest 2023 schicken. Ella Endlich hat eine mega Hammer Stimme. Das Sie gut singen kann, hat sie bei the masked singers mit without you und one moment in time nur Mal 2 Beispiele zu nennen. Ella war das Zebra bei the masked singers. Der NDR sollte für Ella einen Wunderschönen Hammer Song organisieren. Das Ella sehr emotional und gefühlvoll singen kann hat sie bewiesen. Ich sage euch Europa wird nicht damit rechnen das wie Ella Endlich mit einem Hammer Song schicken. Ella wird einschlagen wie eine Bombe, das Ergebnis der schwedin Cornelia Jacobs schafft Ella mit großer Sicherheit. Die Jury’s werden Ella Endlich lieben und auch beim televoting wird Ella sehr gut ankommen und Punkten. Natürlich steht und fällt alles mit dem Song.

    • Ella bist du es 😀
      Ich habe grundsätzlich nichts gegen Schlager, aber es darf halt nicht der typische Andres-Berg-Discofox sein, der vor 20 Jahren schon leicht outdated war.
      Entweder eine zeitlose Ballade à la „Wer Liebe lebt“ oder etwas in Richtung Ela (Ex-Elaiza), Vanessa Mai oder Marie Reim (die ja anscheinend tatsächlich dabei sein sollte, aber von den schlagerophoben Radiosendern wieder rasugekegelt wurde). „Ich bin so verliebt“ hätte ich mir mit einer sexy Choreographie inkl. Oben-Ohne-Tänzer gut beim VE vorstellen können, wenn ich es auch nicht unbedingt zum ESC geschickt hätte 😉

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