
Österreich ist im internen Auswahlprozess für seinen Beitrag beim Eurovision Song Contest 2027 einen Schritt weiter. Der ORF hat alle Bewerbungen gesichtet und nun elf Acts zu einem Live-Casting eingeladen. Eine Jury entscheidet dann zusammen mit dem ORF, welcher der elf Acts das größte Potenzial mitbringt, um beim kommenden ESC in Burgas ein Ergebnis zu erzielen, das im besten Fall nicht an den diesjährigen Misserfolg anknüpft.
Für den Österreicher COSMÓ hat es in diesem Jahr in der heimischen Wiener Stadthalle mit dem Song „Tanzschein“ nur für sechs Punkte und den 24. Platz gereicht. Ausnahmsweise hatte Österreich seinen Act durch einen öffentlichen Vorentscheid gewählt. Das lag aber nur daran, dass man die ESC-Euphorie in Österreich anstacheln wollte, da man den Song Contest nach JJs Sieg im eigenen Land hatte. Nach dem ernüchternden Ergebnis ist man vermutlich nicht allzu traurig darüber, dass der österreichische Beitrag, so wie in den Jahren zuvor, nun wieder durch einen internen Prozess ausgewählt wird.
Die ESC-Scouts Cesár Sampson und Peter Schreiber suchen schon seit dem Sommer nach geeigneten Künstler*innen, die Österreich beim kommenden ESC in Bulgarien vertreten könnten. Außerdem konnten sich Musiker*innen, die für Österreich zum ESC wollen, im September beim ORF bewerben. Jetzt berichtet die Kleine Zeitung, dass elf Acts gefunden worden seien, die es in die nächste Runde geschafft haben.
Dabei folgt das weitere Vorgehen einem Prozess, den man schon seit 2022 anwendet: Die ausgewählten elf Acts präsentieren sich Anfang November bei einem Live-Casting im ORF-Zentrum in Küniglberg. Dort werden die Künstler*innen von einer Jury gesichtet. In den letzten Jahren bestand die Jury aus ESC-Fans und Medien-Expert*innen. Die Jury bewertet die Kandidat*innen und sucht sich ihre favorisierten Acts aus. Die Entscheidungsmacht über den endgültigen Act liegt dann aber beim ORF. Die Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz hat also das letzte Wort bei der Auswahl des österreichischen ESC-Beitrags. Die Bewertung der Jury dient aber als Grundlage für ihre Entscheidung.
2024 waren nur acht Songs in die engere Auswahl gekommen. Dass es jetzt sogar elf sein sollen, überrascht, wenn man bedenkt, dass Peter Schreiber schon Ende September hat verlauten lassen, dass sich unter den Bewerbungen nur fünf Acts befinden, die nach ihm eindeutig das größte Potenzial für den ESC mitbringen. Wer sich unter den elf Acts befindet, ist nicht öffentlich bekannt. Doch schon vor einem Monat hatten wir Vermutungen darüber angestellt, ob sich unter den Bewerbungen die ehemaligen österreichischen ESC-Teilnehmerinnen PAENDA oder Pia Maria befinden. Auch über den Sänger COSMUS wurde spekuliert. Die Namen sind zwar nur reine Spekulationen, aber aus sicherer Quelle wissen wir, dass sich unter den elf ausgewählten Acts mindestens ein wiederkehrender Act befindet. Für welchen ESC-Act sich die Jury und der ORF schlussendlich entscheiden, soll Ende 2026 oder Anfang 2027 bekannt gegeben werden.
Aktuell lohnt sich in Österreich außerdem ein Blick auf die Führungsebene des ORF. Wir hatten gute zwei Monate vor dem Eurovision Song Contest 2026 in Wien davon berichtet, dass der Generaldirektor Roland Weißmann mit sofortiger Wirkung zurückgetreten war. Hintergrund waren Vorwürfe der sexuellen Belästigung, die eine ORF-Mitarbeiterin im Jahr 2022 erhoben hatte. Weißmann bestreitet die Anschuldigungen. Jetzt ist klar, dass Clemens Pig das Amt des Generaldirektors beim ORF ab dem 1. Januar 2027 besetzen wird. Zuvor war er Geschäftsführer der österreichischen Presseagentur APA.
Was glaubst Du, wer könnte sich unter den elf vom ORF ausgewählten Kandidat*innen befinden? Glaubst Du, Österreich ist mit dem internen Verfahren besser aufgestellt als im letzten Jahr? Schreib uns Deine Meinung in die Kommentare.
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Schön und vielleicht ist Käja Kayla Krystin unter den elf Glücklichen mit dabei.