Rotterdam als Gastgeberstadt für den ESC 2020 geleaked?

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Screenshot: eurovision.tv/event/rotterdam-2020

Eigentlich sollte die Gastgeberstadt für den Eurovision Song Contest 2020 erst am Freitag bekannt gegeben werden und bis dahin ein gut gehütetes Geheimnis bleiben. Nun haben findige Fans aber eine (mittlerweile gelöschte) Unterseite der offiziellen eurovision.tv-Webseite entdeckt, die ganz klar sagt: „Rotterdam 2020“.

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Screenshot: eurovision.tv/event/rotterdam-2020

Wohlgemerkt: Auch wenn manche Fanseite nun schon verkündet, dass Rotterdam definitiv die Gastgeberstadt 2020 sei, steht eine offizielle Bestätigung nach wie vor aus. Trotzdem scheint es doch sehr unwahrscheinlich, dass der ESC nicht dort, sondern in Maastricht stattfindet. ESC-Sieger Duncan Laurence dürfte es freuen, denn er hatte sich schon früh für einen ESC in Rotterdam ausgesprochen.

Duncan Rotterdam Quadratisch

Duncan Rotterdam Vor Fluss

Ducan Rotterdam Von Hinten

Sollte sich diese Nachricht als wahr herausstellen, dann findet der ESC 2020 in der Ahoy Arena in Rotterdam statt. Die zweitgrößte Stadt der Niederlande und deren Bewerbung um die Austragung des Contest, die unter dem Slogan „For Real“ eingereicht wurde, haben wir vor kurzem schon an anderer Stelle ausführlich vorgestellt.

Der Eurovision Song Contest 2020 wird der fünfte Contest sein, der in den Niederlanden stattfindet – wahrscheinlich dann zum ersten Mal in Rotterdam, zuvor waren Hilversum (1958), Amsterdam (1970) und zweimal Den Haag (1976, 1980) Gastgeberstädte für den ESC.

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Screenshot: eurovision.tv

Nun warten wir aber mal ab, ob Rotterdam auch tatsächlich offiziell als Gastgeberstadt 2020 bestätigt wird. Alle weiteren Entwicklungen erfahrt ihr natürlich hier auf ESC kompakt.

Nachtrag, 19:45 Uhr: Nachdem eurovision.tv die Seite mit den Informationen über Rotterdam wieder offline genommen hat, hat es nun auch eine Seite über Maastricht als Gastgeberstadt veröffentlicht. Das dürfte allerdings eher ein Ablenkungsmanöver als geplante Verwirrungsstiftung sein. So oder so scheinen die Verantwortlichen nicht gewillt, den Leak der Gastgeberstadt heute zu bestätigen oder zu dementieren, und so müssen wir uns wohl nach wie vor bis Freitag 11:58 Uhr gedulden, bis wir endgültig wissen, wo der ESC 2020 stattfinden wird. Stay tuned!

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Screenshot: eurovision.tv/event/maastricht-2020
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Screenshot: eurovision.tv/event/maastricht-2020
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Screenshot: eurovision.tv

Nachtrag, 20:30 Uhr: Laut der niederländischen Seite ad.nl gibt es mittlerweile ein offizielles Statement der EBU:

Eurovision.tv, die offizielle Website des Eurovision Song Contest, bereitete die Veranstaltung für die Bekanntgabe der Gastgeberstadt des kommenden Jahres vor. Im Rahmen dieser Vorbereitungen wurden die Seiten für beide Städte so erstellt, dass die richtige Seite unmittelbar nach der Ankündigung zur Verfügung steht. Aufgrund von Problemen mit der Website wurden beide Seiten für kurze Zeit online angezeigt. Dieses Problem wurde nun behoben.

Alles nur ein Webseiten-Problem, also?



20 Kommentare

    • * Lach * Grins * Geht schon. Wie jedes Jahr, sind wir in den Wochen bevor den ESC unterwegs. Falls es Rotterdam wird, schauen wir das ganze vermutlich in einem Hotel in Slowenien, Österreich oder Bayern an. Wird es Maastricht, versuche ich 4 Tickets zu bekommen. Aber ob wir tatsächlich dahin gehen, bleibt offen bis wir alle Songs gehört haben.

  1. Wenn die EBU schlau gewesen wäre, hätten sie es nicht gelöscht, sondern zur Verwirrung eine zweite Seite für Maastricht mit identischem Inhalt online gestellt.

    • Du darfst noch mal dran. https://www.ad.nl/show/opvallend-eurovisionsite-geeft-rotterdam-aan-als-locatie-songfestival~ad4c7250/

      Die letzten beide Absätze grob übersetzt:

      1 Laut Eingeweihte rundum dem ESC (gemeint ist das Kernteam, M.) kann die geleakte Nachricht nicht stimmen, da es noch keine Entscheidung gibt. Die Entscheidung soll erst morgen fallen. Man behauptet, dass entweder ein Hacker tätig war oder versehentlich einer der beiden Seiten, die fertig waren, online gestellt wurde.

      2 NPO war noch nicht informiert über diese Seite und wird die EBU konsultieren.

      Auch meine Quellen (über meine Arbeit bin ich manchmal zu gut informiert) haben mir gesagt, dass erst Morgen entschieden wird, weil die NPO-Verwaltung jeden Donnerstag zusammen kommt. Es fehlen noch einige Millionen, deswegen muss die Chefetage entscheiden, damit Shula Rijxman, die Intendantin der NPO, sofort Mark Rutte anruft, bevor die Gastgeberstadt bekannt gegeben wird.

      • * lach * das Artikel wurde auch aktualisiert, jetzt fehlen die 2 übersetzte Absätze. Also sofort auf niederländisch hier rein kopieren und nochmal dran:

        In een officiële reactie laat organisator van het festival de European Broadcasting Union (EBU) weten: ,,Eurovision.tv, de officiële website van het Eurovisie Songfestival was zich aan klaarmaken voor het evenement om de hostcity van komend jaar bekend te maken. Als onderdeel van die voorbereidingen zijn de pagina’s voor beide steden gecreëerd, zodat de correcte pagina klaar zouden zijn voor direct na de bekendmaking. Door problemen met de website zijn beide pagina’s korte tijd online te zien geweest. Dit probleem is nu opgelost.”

        Zusammengefasst: Es war ein Fehler, die EBU war auch dabei sich auf Freitag vorzubereiten.

      • Hätte mich auch gewundert. Also dass da morgen noch jemand formal zustimmen muss, glaube ich gerne, aber dass morgen noch irgendwelche Millionen gesucht und aufgetrieben werden müssen, finde ich doch sehr unwahrscheinlich.

        Danke!

      • Es ist nicht formal zustimmen, es ist wirklich entscheiden. Das ESC-Team wird morgen die NPO-Verwaltung alles präsentieren, danach folgt einen Anruf.

        Die fehlende Millionen gehören zum Politikgeschäft. Nach Duncans Sieg hat Mark Rutte gesagt, dass er nicht ohne weiteres den Geldbeutel ziehen wollte, sich erst die Pläne ansehen wollte und danach wird geredet. Shula Rijxman nimmt ihn bei seinem Wort.
        Da ist noch einiges hinzugekommen:
        1 Die Regierung hat in Erste Kammer keine Mehrheit mehr und einige andere Parteien drängen auf zusätzliches Geld für den NPO, auch wegen der ESC.
        2 Der Medienminister (Slob, Christliche Union) hat vor wieder einmal das Budget umzuverteilen und zu kurzen. Ab 2021/2022 soll das dritte Programm entfallen.
        3 Der ESC wird als Anlass genommen in 2020 kräftig zu sparen. Das Nachtprogramm soll auf NPO1 und NPO2 eine halbe Stunde früher anfangen. Damit spart man 365 Tage * 50.000 Euro => etwa 18 Millionen.

      • Da nimmt man sich knapp zwei Monate Zeit für eine Entscheidung, um zwei Tage vor der Deadline weder eine solche, noch geordnete Finanzen zu haben? Und ich dachte bei der Ukraine und Israel schon, sie würden die Sache auf die leichte Schulter nehmen 😉

      • Kann man umdrehen. Heute wird entschieden, schon morgen die Stadt bekannt gegeben.

        Von geordnete Finanzen ist schon seit Jahren keine Rede mehr.
        Rundfunkbeitrag gibt es nicht, aber zum Vergleich: vor fast zehn Jahren wäre diese 1,75 und jetzt 1,15 Euro pro Monat. Damit kann man noch planen, aber wenn auch noch die Werbeeinnahmen zusammenschrumpfen, gibt es immer ein Loch im Haushalt.
        Der ESC ist hier Mittel zum Zweck, weil die Regierung in August den Staatshaushalt für das nächste Jahr plant und das Medienbudget erhöht werden muss, damit NPO auch alle Aufgaben erfüllen kann.

  2. Ich bin natürlich realistisch auf Rotterdam eingestellt, aber das hindert mich nicht an „Go Maastricht, go Maastricht, go Maastricht“ 😂😂
    Es gibt noch knapp 40 Stunden Hoffnung xD

  3. Wie wäre es, wenn man den niederländischen Politikern die Gehälter kürzt, dann wäre mehr Geld zum Verteilen an das öffentlich-rechtliche Fernsehen da!?

    • Das hilft nicht, da alle Sparmaßnahmen politisch motiviert sind. Vor allem die rechte Parteien wollen einen braven, folgsamen, unkritischen Medienlandschaft und es ist ihnen gelungen. Zur Zeit ist es wie in Österreich, Ungarn oder Polen: sind die Medien zu kritisch, wird noch einmal gespart.

  4. Leider musste man die „Christenunie“, einen Haufen spassbefreiter radikaler Calvinisten, zur Verhinderung Geert Wilders in die Regierung einbinden

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