Rumänien: Neue Version von Roxens „Alcohol You“ veröffentlicht

In der diesjährigen rumänischen Vorentscheidung Finala Naţională standen fünf Songs der Sängerin Roxen zur Auswahl. Sowohl die Jury als auch das rumänische Publikum entschieden sich letztlich für den Titel „Alcohol You“. Nun ist eine neue Version erschienen, in der Teile des Songs nochmal überarbeitet wurden.

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„Alcohol You“ entstand im Rahmen eines Songwriting-Camps, welches vor der diesjährigen Vorentscheidung stattfand. Der rumänische Fernsehsender entschied sich im diesen Jahr dazu, die bei dem Plattenlabel Global Records unter Vertrag stehende Sängerin Roxen direkt zu nominieren. Anders als in den vergangenen Jahren entschied das Publikum somit nicht mehr über Künstler und Beitrag, sondern wählte nur den Song aus, der Rumänien beim ESC in Rotterdam vertreten wird.

„Alcohol You“ ist von Ionuț Armaș, Viky Red sowie Breyan Isaac geschrieben worden. Der nun veröffentlichte Revamp verändert lediglich einen kleinen Teil des Songs, nämlich etwa 20 Sekunden. Im Musikvideo bei etwa Minute 2:14 beginnend, verläuft der Song anders als zuvor. Der Beat verändert sich, die Baseline wird deutlich lauter und somit tritt die Instrumentation stärker in den Vordergrund.

Des Weiteren verläuft dieser Teil auch stimmlich anders. Roxen zeigt damit nochmals neue Facetten, die ihre stimmlichen Qualitäten in Rotterdam unterstreichen werden. Im Laufe des Songs reduziert sich dieser intensiver wirkende Teil wieder, ehe der Song wieder zu seinem ursprünglichen Verlauf zurückkehrt.

Roxen, die bürgerlich Larisa Roxana Giurgiu heißt, hat im Alter von 7 mit dem Singen begonnen und bereits einige Musikwettbewerbe gewonnen. Ihren großen Durchbruch hatte sie im letzten Jahr als sie zusammen mit den rumänischen Produzenten Sicktoy das Lied „You Don’t Love Me“ veröffentlichte. Mit der Single erreichte sie den dritten Platz in den heimischen Airplay-Charts. Im Augenblick ist sie die am drittmeisten gespielte rumänische Künstlerin im rumänischen Radio. Auch auf YouTube sind Ihre Singles erfolgreich: „You don’t love me“ und „Ce-ti Canta Dragostea“ haben 8 bzw. 9 Millionen Klicks. Roxen beeindruckt durch ihre Stimmfarbe und ihre auffällige Art, sich modern und künstlerisch zu kleiden und zu schminken.

Nach dem rumänischen Vorentscheid stand Rumänien für einige Zeit an der Spitze der Wetten der Buchmacher. Derzeit liegt Roxen dort auf einem guten sechsten Platz (Stand 10. März) und zählt somit weiterhin zum erweiterten Favoritenkreis und kann auf den ganz großen Erfolg beim ESC in Rotterdam hoffen.

Roxen wird für Rumänien mit „Alcohol You“ in der zweiten Hälfte des ersten Halbfinals am 12. Mai antreten.

Wie findet Ihr die neue Version von „Alcohol You“? Gefällt Euch der neue Teil des zweiten Refrains besser als zuvor?


40 Kommentare

  1. Rumänien ist der heisseste Anwärter auf den ESC Thron.
    „Alcohol you“ berührt und man kann sicherlich eine supertolle Inszenierung erwarten!
    Alles außerhalb einer Top 3-5 Platzierung wäre eine herbe Enttäuschung.
    Hier stimmt einfach alles, auch für das männliche Auge ist was geboten 🙂
    Zu der Version: ich persönliche finde den kleinen Spannungsbogen nicht schlecht jedoch macht er das Lied dadurch jetzt auch nicht besser oder schlechter.
    Meine Telefonvotingpunkte bekommt ausschliesslich nur Roxen!

    • Zustimmung. Alternativ könnte sie ja auch in ihrer Muttersprache singen. Es ist ja nicht schlimm, wenn man der englischen Sprache nicht so mächtig ist. Ich habe mir sagen lassen, dass die englische Aussprache gerade für Osteuropäer nicht einfach sein soll. Umso weniger kann ich verstehen, dass man deshalb krampfhaft auf englisch singen will. Ich meine, bei den Skandinaviern ist das noch etwas anderes, sie erlernen die englische Sprache seit ihrer Grundschulzeit, wie ich mehrfach gelesen habe.
      Und die weitaus meisten nordischen Künstler beherrschen Englisch perfekt. (Wobei ich auch nichts gegen einen z. B. mal auf schwedisch gesungenen Titel hätte. Aber ich schweife ab, sorry).

      Wie auch immer. Auch durch den Revamp wird der Song in meinen Ohren nicht besser.

      • Sorry, nicht, dass ich falsch verstanden werde: Die romanischen und auch die slawischen Sprachen haben halt einen ganz anderen Wortlaut. (Klugsch…-Modus, sorry).
        Mir persönlich gefallen diese Sprachen ja viel besser, als die englische. Soll also nicht abwertend gemeint sein, im Gegenteil. Warum versteckt man diese schönen Sprachen? Versteh‘ ich nicht.

      • Ähnlich wie Du mag‘ ich die slawischen und einige romanischen Sprachen ganz besonders (von letzteren am liebsten französisch), und hätte die auch gern viel häufiger beim ESC. Englisch mag ich durchaus auch sehr gerne, besonders britische „native speakers“ entzücken mich, aber es gibt auch einige schöne amerikanische Varianten.

        Beim ESC ist in der Tat viel zu viel auf Englisch, allerdings finde ich die Sorten von Englisch, bei denen man gar nicht merkt, dass es Englisch ist, schon wieder sympathisch. Roxens Variante gehört nicht zu diesen Sorten, ihr Englisch mag ich, weil ich es irgendwie als unaufdringlich empfinde. Was mich am meisten stört, sind die Varianten, die „hört wie cool mein American English“ schreien, die also die speziellen amerikanischen Besonderheiten so überbetonen wie man es von Amerikanern selten hört, aber gleichzeitig doch noch einen (oft) harten Akzent erkennen lassen.

      • @ Thomas: Ja, mich nervt diese überbetonte amerikanische Aussprache auch total – besonders das R und das zum D verschliffene T. Wenn’s nach mir ginge, müssten sich alle Nicht-Muttersprachler an die Received Pronunciation (Standard British) halten, also danach streben, so zu klingen wie Stephen Fry oder meinetwegen auch Martin Freeman. 🙂

      • Volle Zustimmung, Mareike, insbesondere bei der Beschreibung der überbetonten amerikanischen Besonderheiten. Ich hätte auch nicht unbedingt etwas gegen irgendwelche besonderen britischen oder amerikanischen Varianten (wobei nach Texas oder Oklahoma braucht’s nicht unbedingt zu klingen, auch wenn das jetzt voll gemein von mir ist), aber z.B. einen Northern British Accent hinzukriegen ist für einen Non-Native-Speaker meist wesentlich schwieriger als Received Pronunciation, wenn er/sie nicht mal eine Zeit lang in der Region gelebt hat 🙂

      • Bin ich echt der Einzige, der die Unterschiede zwischen gesprochenem (bzw. gesungenem) Britisch und Amerikanisch Englisch nicht bemerkt? Hm? Hm. Klar, solche Varianten wie bei „dance“ kenne ich schon, aber sie sind mir recht wumpe. Ich habe auch die Kritik bei Lena nie verstanden, offen gesagt. Und wie wird „human“ jetzt richtig ausgesprochen, bzw. wo liegt der Unterschied? Fragen über Fragen…
        Gut, ich bin auch kein Anglist, insofern kann mir das auch recht egal sein. 🙂

      • @Dina: Du lebst bestimmt in einer Region von Texas, in der eine wunderschöne Variante von Texan American English gesprochen wird (und bestimmt gibt’s auch schöne Varianten von Oklahoman American English) 😉

        @Cali: Er haucht das „h“ besonders stark, dann kommt gleich das „u“, es gehört allerdings bei der Aussprache eine Art „j“ dazwischen. Ich höre allerdings immer eine bestimmte Version des Songs, vielleicht macht er das sonst gar nicht so?

  2. Sehr schöne Version mit epischem Finale! Ist in meinen Top 10 und wäre definitiv ein würdiger Sieger. Go Roxen! 💜

  3. Sehe da immer noch genügend Lena-Vibes, im Grunde kann sie singen was sie will, wichtiger wird das Auftreten sein. Garderobe lieber einfach (Lena) oder nur Fetzen (Emmelie), dann klappt das auch mit den Top-5.

  4. Dieses Lied hat sich bei mir immer weiter nach vorne gearbeitet und klopft nun an meine Spitzengruppe an. Die neue Version könnte den Ausschlag dafür geben, dass es dort hineingelassen wird, mir gefällt der intensiver werdende Teil ab 2:14 sehr gut. Endlich mal ein Revamp, der ein Lied nicht verschlechtert!

    Roxens spezielle „variety of English“ finde ich übrigens sehr charmant.

    • „Intensiver Teil“ – man könnte auch sagen: sie schreit. 🙂
      Es klang vorher für mich magischer und war insgesamt runder.

      Und, echt? Die Aussprache von „dream“ oder „believe“ findest du charmant? Mich regt das nur auf. 🙂
      Man kann sich das alles im Internet ergooglen, wie sowas ausgesprochen wird. Mach ich jeden Tag. Jetzt nicht unbedingt bei „dream“ und „believe“, das hab ich einigermaßen drauf mittlerweile. Aber es gibt so Eigennamen, die mir in Büchern unterkommen und dann grad noch was irisches oder schottisches. Da ärgert es mich immer, wenn ich nicht weiß, wie das ausgesprochen wird. Und dann ergoogle ich mir das. So. Jetzt isses raus.

      • Nein, mir gefällt diese Roxen-Aussprache 🙂 Viel mehr stört mich beim genialen „On fire“, wie der Sänger von The Roop gleich am Anfang „human“ ausspricht. Mehr zu Englisch beim Grand Prix habe ich gerade etwas weiter oben unter den Kommentar von Gaby geschrieben.

    • Bei mir bewirkt dieser Part ja genau das Gegenteil, interessant, dass man das so unterschiedlich auffassen kann! Wobei mir der Song weiterhin gut gefällt und auch in meinen Top 10 verweilen wird.

      • Nanu, wo ist denn der Kommentar hin, den ich vorher an dieser Stelle geschrieben habe? Habe ich etwa vergessen, auf „Kommentar senden“ zu klicken? Hoffentlich taucht er nicht mit zeitlicher Verzögerung auf (sowas hatte ich schon mal). Falls doch, bitte ich diese Dopplung zu entschuldigen.

        Die magische Atmosphäre, die gleich schon am Anfang erzeugt wird (und die ich erst bei späteren Hördurchgängen erkannt habe), bleibt für mich im Revamp weiterhin bestehen. Was mich zuerst an allen Songs von Roxen gestört hatte, war ein gewisses „vor sich Hinplätschern“ ohne Höhepunkte; diesen Höhepunkt gibt’s nun bei „Alcohol“, somit ist der Song für mich nun so gut wie perfekt. Aber Du hast recht, es ist spannend, wie unterschiedlich das aufgefasst wird, die meisten hier sind bzgl. der Änderung ja eher Deiner Meinung 🙂

  5. Finde den Revamp ganz gut, allerdings hätte ich es ohne Hinweis nicht erkannt.
    Oder besser gesagt, war ich wieder mal vor dem zweiten Refrain im Gedanken wo anders.
    Der Song ist mir zu depressiv und träge, wenn ich dann noch an den motivationslosen Live Auftritt von Roxen denke, schlafe ich ein.
    Von daher ganz gut, dass man da noch etwas Krach reingemixt hat.

  6. Kaparten-Billie-Eilish :-)) Von den Balkan-Billies haben wir dieses Jahr gleich 2, aber mir gefallen diese depressiven Lieder. Mir gefällt Bulgarien allerdings etwas besser, aber ich kenne ja bislang nur die Studioversion.

  7. Mir gefällt einfach die Stimme nicht. Das Revamp gibt dem Song sicher noch etwas mehr Drama zum Schluß was ihm gut tut. Aber die Strophen sind gerade auch wegen der Stimme ziemlich langweilig. So langweilig das man Zeit die schlechte Aussprache zumerken. Ich muss auch sagen Rumänisch hätte das Lied bestimmt noch etwas aufgewertet

  8. Ich hab auch dieses Kleid noch nicht verarbeitet. Man war ja ständig die Brustnippel am suchen und hat das Lied nicht richtig wahrgenommen. Irgendwann hab ich dann auch gesehen das das hautfarbener Stoff war bis zum Hals😂

  9. Bei dem Virus Alarm wollen die Menschen fröhliche schwungvolle Lieder und keine depressive Nummer beim ESC hören.
    Ihr Live Gesang läßt auch zu wünschen übrig.

  10. Bei dem „Virus Alarm“ lasse ich mir meinen Musikgeschmack nicht nehmen und höre Alcohol You weiterhin gern. Das dürfte höchstwahrscheinlich meine Nummer 1 in diesem Jahrgang werden.

  11. Ich hab mir ne flott depressive, aber traurig tanzbare mischung zusammengestellt. Ich finde diesen jahrgang überhaupt nicht unterdurchschnittlich, au contraire.
    (1. Schweiz)
    1. Litauen
    2. Island
    3. Rumänien
    4. Frankreich( tom leeb wird seinen song jetzt offenbar doch komplett in französisch chantieren, @d.p.lässt grüssen)
    5. Spanien
    6. Italien
    7. Dänemark
    8. Ukraine
    9. Deutschland

    • Nanu, der schöne Tom ist nur noch auf Platz 4 bei dir? Dann bin ich wohl der einzige in diesem Universum, der ihn in seinen Top 3 hat…

      • Pos. 2-6 sind schwankend. Je nach tagesverfassung😀. Aber wenn le beau tom dann uniquement en français singt,schmelz ich sowieso wieder😂

      • Ja, bist Du. Und diese Objektifizierung des ChanG:soniers finde ich sehr traurig und verwerflich.

  12. Ich fand das Original viel besser. Das war richtig magisch. Höre gar nicht mehr auf, dieses Lied zu hören.
    Aber der Revamp nimmt in meinen Augen diesen besonderen Zauber vom Lied.
    Finde ich schade.
    Ich werde weiterhin das Original hören, was für mich der beste Song 2020 ist.
    Einfach nur gut und hoch emotional.

  13. Mag weder die eine noch die andere Version und verstehe den Hype nicht. Für mich ist es ein Lied das irgendwie halt da ist. Ich schlafe entweder dabei ein oder schalte weg, sry.

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