Salvador Sobral veröffentlicht Album „Paris, Lisboa“ und geht auf Tour

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Nach einer erfolgreichen Herztransplantation und anschließender fast eineinhalbjähriger Genesungspause hat ESC-2017-Sieger Salvador Sobral vergangenen Freitag sein neues Album „Paris, Lisboa“ veröffentlicht. Alle Freunde von „Amar Pelos Dois“ sollten sich die Platte definitiv anhören, denn musikalisch bietet sie genau das, was man nach seinem ESC-Auftritt erwartet.

„Paris, Lisboa“ ist aber vielschichtiger, schon allein sprachlich: Salvador singt mal auf Portugiesisch, mal auf Englisch, mal auf Französisch. Und er probiert sich an unterschiedlichen Stilen, ist mal jazziger, mal poppiger und bedient sich auch am französischen Chanson. Anspieltipps sind zum einen der Song mit dem wunderbaren Namen „Benjamin“ und zum anderen das Duett „Prometo Não Prometer“ (Video unten) mit Salvadors Schwester Luísa Sobral, die bekanntlich auch „Amar Pelos Dois“ geschrieben hat.

Vor Kurzem war Salvador in einer schwedischen Talkshow und hat dort über seine Krankheit, die Entstehung seines neuen Albums, aber auch die Zeit rund um den ESC in Kiew gesprochen. Sein Verhältnis zum Contest und zur Bubble bleibt ganz offensichtlich ambivalent, aber es ist wirklich schön, Salvador wieder so gesund und gut gelaunt zu sehen.

Für alle Fans des Portugiesen gibt es noch mehr gute Nachrichten: Ende April kommt Salvador im Rahmen seiner Europatour für insgesamt sieben Konzerte nach Deutschland und in die Schweiz. Hier sind alle Termine:

23.04.19: Essen – Lichtburg
24.04.19: Frankfurt am Main – Batschkapp
25.04.19: Hamburg – Elbphilharmonie (Ausverkauft)
27.04.19: Berlin – Heimathafen
28.04.19: Nürnberg – Meistersingerhalle
30.04.19: Stuttgart – Liederhalle
01.05.19: Zürich – Kaufleuten

Karten für die meisten der Konzerte gibt es auf Eventim.


12 Kommentare

  1. Ich bin nun wirklich einer der größten Salvador-Fans hier im Forum und werde mir demnächst sein neues Album in Ruhe anhören. Der Titel klingt nicht zufällig nach dem Wenders-Film „Paris, Texas“, den Salvador sehr gerne mag.

    Ein ambivalentes Verhältnis zum ESC habe ich irgendwie auch, insofern kein Kritikpunkt. Für mich bleibt er ein Ausnahmekünstler, der seinen Weg machen wird. Für mich einer der wenigen Sieger, die eben auch außerhalb der Bubble im Gespräch bleiben.

    Freue mich schon auf den 24.4. in Frankfurt.

  2. In der Ludwigsburger Kreiszeitung gab es letzte Woche einen halbseitigen Artikel über Salvadors neues Album. 🙂

  3. Er ist übrigens seit kurzem mit der französischen Schauspielerin Jenna Thiam verheiratet, die ihn auch schon in Kiew begleitet hat.

  4. Ich versuch ja, konsequent alle schweizer konzerte mit esc-bezug zu besuchen. Aber ich glaube, salvador sobral spar ich mir. Zumal im schickimicki-tempel kaufleuten.

  5. Bin sehr gespannt auf das neue Album, dass ich mir definitiv anhören werde. Da wurde sogar vor ein paar Tagen im Vorabendprogramm in ARD auf das Album hingewiesen, der angespielte englischsprachige Titel wirkte allerdings etwas störend auf mich.

    Ich fand zudem das ganze Interview aus der Talkshow sehr interessant und sympathisch. Ich konnte mich gut in Salvador einfühlen und verstehen, wieso er ein etwas ambivalentes Verhältnis zum ESC hat und finde das auch gar nicht verwerflich.

  6. Ich hab ja versprochen, dass ich mich hier nicht mehr despektierlich über Salvador Sobral äußern werde, von daher wünsche allen seinen Fans einfach viel Vergnügen auf seinen Konzerten. 😉

  7. Ich fand ihn schon vor seinem Sieg interessant und hatte mich sehr gefreut als er gewonnen hat. Das neue Album zeigt ihn reifer und ist abwechslungsreich stilmaessig und die Lieder sind in vier verschiedenen Sprachen. Ich bin ein großer Fan von ihm und war letztes Jahr auf einem Konzert von ihm in Barcelona und bin Ende April im Heimathafen Neukoelln.

  8. Super Konzert gestern Abend in der Lichtburg in Essen. Wirklich ein kulinarischer Genuss für die Ohren.
    Und Salvador ist ja fast schon ein Komiker, ich mag seinen etwas sarkastischen Humor.
    Seine kleine musikalische Begleitung bestand aus seinem genialen Pianisten, einem jungen Mann am Kontrabass und einem Schlagzeuger. Eine der Zugaben war die Ballade „Case of you“, die Salvador alleine am Flügel sang und als diese zu Ende gesungen war spielte und sang er ein deutsches Lied, nämlich „Kein Schwein ruft mich an“ von Max Raabe, das war der Hammer. Mit Schmierzettel beherrschte er den Text und rollte das R wie im Original. Der Saal tobte. Wirklich großes Kino.

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