
Das Brüder-Duo VÆB gehört mit zu den jüngsten Teilnehmer*innen beim Eurovision Song Contest 2025. Die beiden konnten im zweiten Anlauf den isländischen Vorentscheid Söngvakeppnin mit dem Titel „Róa“ gewinnen und werden das Land von Eis und Feuer mit einem Lied auf Isländisch vertreten. Wenn die Serie anhält, ist das ein gutes Omen: bisher konnten sich alle isländischen Beiträge in Landessprache für das Finale qualifizieren.
Traditionell wählte Island auch in diesem Jahr seinen Vertreter über den Vorentscheid Söngvakeppnin. Insgesamt zehn Künstler*innen und Bands traten in der Ausgabe 2025 erst in zwei Halbfinals und schließlich dem großen Finale gegeneinander an. Dort erhielten VÆB sowohl bei der internationalen Jury als auch beim Publikum die meisten Punkte und repräsentieren somit Island beim Eurovision Song Contest 2025 in Basel.
Hinter dem Duo VÆB stehen die Brüder Matthías Davíð und Hálfdán Helgi Matthíasson. Sie veröffentlichten 2022 ihre erste Single „Aron Can (Borðar kál)“, im gleichen Jahr folgte dann ihr Debütalbum „Væb tékk“. Ihren ersten Charterfolg in Island konnten sie 2023 mit einem Remix ihres Song „Ofboðslega frægur“ zusammen mit Ingi Bauer feiern. Im letzten Jahr nahmen VÆB schon einmal an Söngvakeppnin teil und belegten dort mit „Bíomynd“ den vierten Platz. Dieser Song war dann auch derjenige, der mit Platz 10 die höchste Chartposition von allen Vorentscheidungsbeiträgen erreichte.
Das Lied
„Róa“ ist ein positiver und energiegeladener Song, der aufgrund seiner einfachen Melodie im Refrain sofort ins Ohr geht. Die Strophen werden gerappt und gehen dann nach zwei gesungenen Bridges in den Refrain über. Im letzten Drittel enthält der Song einen „Animationsteil“ mit vielen „Heys“. Im Arrangement hört man elektronische Sounds und Schlagzeug, es kommen aber auch verschiedene traditionell-folkloristische Instrumente wie Fiedeln und Triolas zum Einsatz.
Übersetzt heißt der Songtitel „Rudern“. Im Text, der ausschließlich auf Isländisch gesungen wird, rudert das lyrische Ich in einem selbstgebauten Boot auf dem freien Meer auf der Suche nach einem besseren Ort. Es lässt sich weder von Wellen noch von etwas anderem aufhalten. Der Song vermittelt somit das Gefühl einer positiven Aufbruchstimmung.
Geschrieben wurde „Róa“ von VÆB selbst sowie von Gunnar Björn Gunnarsson und Ingi Þór Garðarsson.
VÆB wird das erste Halbfinale am 13. Mai 2025 auf Startplatz 1 eröffnen.
Der Check
Song: 2/5 Punkten
Stimme: 2/5 Punkten
Darbietung: 4/5 Punkten
Instant Appeal: 4/5 Punkten
Berenike: Mein 13-jähriges Ich wäre begeistert gewesen. Mein 36-jährige Ich ist jetzt zwar nicht begeistert, mag den Song aber trotzdem. Er ist einfach megaeingängig, macht Spaß und ist ein ziemliches Guilty Pleasure für mich. Ja, das ist jetzt nicht Hochkultur, aber manchmal reicht es ja auch einfach nur gute Laune zu bekommen. Außerdem: Fiedel und Triolas gehen immer. 7 Punkte.
Douze Points: Rap geht auch auf Isländisch – und macht richtig Spaß. Da muss man nichts verstehen, um die Energie und den Optimismus zu spüren. Die Plagiatsvorwürfe lassen wir da mal außen vor und rudern weiter. Hoffentlich bis ins Finale. 7 Punkte.
Manu: Ob es an der geographischen Abgeschiedenheit liegt? Island besitzt eine ganz besondere Musiklandschaft, die immer wieder Ungewöhnliches hervorbringt. Und auch wenn der ESC in Island sehr beliebt scheint, finden sich leider viel zu selten diese ungewöhnlichen Musikstücke beim ESC wieder. Dieses Jahr stellt da keine Ausnahme dar und das Rap-Duo VÆB möchte zwar ordentlich Laune machen, segelt dabei aber momentan gekonnt an meinen Ohren vorbei. 3 Punkte.
Max: Der Song ist ein witziger isländischer Après-Ski-Hit, wenn man ihn so nennen kann. Er geht in diesem Jahr nur komplett unter und Party-Songs gibt es einige, die um das Televoting kämpfen werden. Aber dennoch etwas erfrischend Cooles aus Island, das in den vergangenen Jahren irgendwo zwischen skurril und altbacken gependelt ist. 4 Punkte.
Peter: Schöne Mischung aus K-Pop, Boyband NKOTB-Style und Trash. Die silbernen Anzüge sind tacky und cool zugleich, die Landessprache ist ein weiteres Plus. Hätte so auch vor 17 Jahren beim ESC sein können. 10 Punkte.
Punktezahlen der anderen Blogger*innen:
- Benny: 6 Punkte
- Chris: 6 Punkte
- Rick: 10 Punkte
- Laureen: 4 Punkte
- Giulia: 1 Punkt
- Danio: 7 Punkte
Gesamtpunktzahl aller Blogger*innen: 65/132 Punkten.
Beim ESC-kompakt-Index landet „Róa“ auf Platz 22.
Wie schneidet der isländische Beitrag "Róa" von VÆB ab?
- Bleibt im Halbfinale hängen (38%, 331 Votes)
- Platz 21-26 (25%, 221 Votes)
- Platz 16-20 (19%, 170 Votes)
- Platz 11-15 (8%, 73 Votes)
- Top 5 (5%, 44 Votes)
- Platz 6-10 (4%, 34 Votes)
Total Voters: 873
Bisher erschienene Songchecks
Erstes Halbfinale
Entdecke mehr von ESC kompakt
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.




Ich fürchte, dass Islands Serie von Qualifikationen, wenn sie denn in Landesprache reüssieren dieses Mal reißen wird. 🥺
Dabei macht der Song durchaus Stimmung. Aber insgesamt ist es mir einen Tick zu lärmig und Gesang ist das ja nun nicht. Die Eingängigkeit des Refrains und der Landessprachenbonus hieven „RÓA“ immerhin auf 5,7 von 10 möglichen Punkten. Damit Platz 11 im zweiten Semi und folglich raus, würde mich aber auch nicht stören, wenn sie sich qualifizieren würden. Die Wahrscheinlichkeit dafür halte ich aber für gering.
Ja. Hm. Lustich popustich. Aber mehr auch nicht. Anyway, schöner Opener, danach sind die Leute wach. Ob sie am Samstag auch nochmal aufgeweckt werden? Ich habe leise (ganz leise) Zweifel:
Der Boygroup vom Lande der Isen
Wirds wohl das Finale vermiesen
Ihr Beitrag ist schwach
Zwar lustig, doch flach
Man wirds nicht für Samstag erkiesen.
Hihi – „erkiesen“, da muss man drauf kommen ! 😉
OT aber thematisch passend und kleine zeitreise in die frühen 80er.🏴☠️
Ups, ich hab ja einen kleinen Moment gebraucht, bis ich das kleine Mädchen mit der Schleife im Haar erkannt habe, erst kurz bevor sie das singen anfängt, hat es Plopp gemacht!
island 2025 (ich habe semiaus getippt)
song: 0/5
stimme: 0/5
darbietung: 1/5
instant appeal: 1/5
Schöne Treppe. 😎
Matty hat den song zwar bereits als link in einem anderen faden gepostet aber ich erlaube mir mal den gelungenen remix hier in das schaufenster zu stellen.
das ist einer der ganz wenigen wirklich guten songs im 25er jahrgang! 😎
Irgendwas fehlt mir an dem Beitrag, fühlt sich einfach unvollständig an.
Grundsätzlich sollte mir das ja gefallen.
Schließlich erinnert es an ähnliche Dance/Partysongs, etwa „Stomp on the ground“ (wie schon von Marina genannt) oder Fröken Snusk.
Roa würde ich in der Studioversion mit einer 6/12 bewerten, den Auftritt beim Vorentscheid nur mit 4/12.
Finde die Stimmen schwach, die Kostüme und den Backdrop verbesserungswürdig.
Sieht sehr nach Kinderparty aus.
Wenn die Show nicht besser wird, sehe ich wenig Chancen für den Finaleinzug.
Da müssten die isländischen Jungs schon auf Umfaller der Konkurrenz hoffen.
Oder sie nehmen die Grönland- Flagge wie im Musikvideo auf die Bühne und provozieren Solidaritätsvotings
Ich würde die Qualifikation nicht für die beiden ausschließen. Natürlich bin ich auch voreingenommen, weil ich die beiden einfach super finde, aber der Song ist mit der ersten Startposition gut bedient. Ich schätze zwischen 12-09 Platz
im Halbfinale. Im Finale dann ziemlich sicher unter den letzten, aber wenn sie soweit kommen ist mir der Rest egal.
Songtext:
https://www.eurovision.de/news/Songtext-VAEB-Roa,lyrics832.html
Danke
Meine Top 5 aus Island:
Richtig schlimm finde ich nur:
Anna Mjöll: Sjubidu
Two Tricky: Angel
Maria Olafsdottir: Unbroken
Songcheck #2
Island mit RÓA. Ja… ich finde es ist ganz nett zu hören. Ich mag den Beat und die Verbindung besonders zur Violine. Dafür gebe ich Punkte. Davon abgesehen finde ich aber auch nicht viel neues an dem Beitrag. Das hat man dann doch auch schonmal in ähnlicher Form gehört. Animieren tut es mich auch nicht, aber das kann sich natürlich noch ändern. Könnte am Halbfinalabend aber funktionieren.
Ich gebe 7 von 12 Punkten mit Tendenz nach oben 🇮🇸
Fällt mir noch schwer, den Song einzuschätzen. Finde ich ganz nett und reißt das Publikum in der Halle bestimmt mit. Könnte mir vorstellen, dass möglicherweise ein Mittelfeldplatz rausspringt.
Island:
Top:
2011
2013 (beide im Olymp)
2020
2021
1986
2012
2007
2016
2022
2008
1997
poah, die hatten SO viele tolle Beiträge!!
Flop
2018 (Sweet Ari – sorry)
2019 (ich HASSE es)
2024
Etwas verspätet lasse ich nun auch ein paar Rezensionen für die 37 Beiträge da, weil ich am heutigen Tage mal nichts anderes zu tun habe. Dabei beziehe ich mich nur auf den Song, nicht auf das Musikvideo oder etwaige potenzielle Stagings. Es kann bis zum zweiten Dress-Rehearsal sowieso noch an einigen Stellen vieles geändert werden, was Song und Staging anbelangt.
Santiano und „Fiddler on the Deck“ haben es damals (leider?) nicht geschafft. Jetzt kommen de Jungs von Vaeb mit ihrem Shanty-Pop mit Elektro- und Club-Sound. Sie sind wie Jedward. Sie sind liebenswert, sympathisch und ihre ungebändigte Energie ist unmittelbar ansteckend. Musikalisch ist mir das dann doch zu sehr limitiert, zu sehr Stangenware und zu gewöhnlich, trotz dem Versuch, folkloristische Elemente einzubauen. Letztlich geht es jedoch nicht wirklich über Mallorca- oder Apres-Ski-Musik hinaus und ist mir für die große ESC-Bühne nicht anspruchsvoll genug.
Die Kontroverse rum um das angebliche Plagiat eines israelischen Liedes fand ich lächerlich. Dann behaupte ich einfach, der Israeli hat es von Santianos „Es gibt nur Wasser“ geklaut, welches eine sehr ähnliche Melodie hat. Und die haben es vermutlich von einer älteren und tradierten Shanty-Melody übernommen. Shanty beim ESC ist eine gute Sache, da es ein gutes Gefühl vermittelt und sofort Fernweh macht und den Entdecker- bzw. Seefahrer-Geist weckt. Mir sind die Shanty-Elemente aber insgesamt doch zu klein, vor allem, weil ich es den Beiden nicht vollständig abkaufe. Sie sind höchstens zwei kleine Matrosen.
Meine Platzierung: 32/37
Neuer Song von Daði Freyr (abgesagter ESC 2020 und ESC 2021):
https://youtu.be/tKolNVrRKfs?si=Ni-jQwUwKUa2_v0x
In 35 Minuten werden VÆB ein Cover von „Welcome to the jungle“ veröffentlichen:
https://youtu.be/O5UzHZa1tCU?si=CM8L14RtcKrr0HDF
Es ist wohl eher „The One“ von Rea Garvey, was hier plagiiert wurde, wie schon gesagt wurde. Und zwar so eindeutig, dass es einen gruselt….